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Häufig gestellte Fragen zum Startkonfigurationsdaten-Editor

Letzte Aktualisierung: April 2007

Betrifft: Windows Server 2008, Windows Vista

Startkonfigurationsdaten

Was ist der BCD-Informationsspeicher?

Der BCD-Informationsspeicher (Boot Configuration Data, Startkonfigurationsdaten) enthält Startkonfigurationsparameter und steuert, wie das Betriebssystem in den Betriebssystemen Microsoft® Windows Vista® und Microsoft® Windows Server® 2008 gestartet wird. Diese Parameter wurden zuvor in der Datei Boot.ini (in BIOS-basierten Betriebssystemen) oder in permanenten RAM-Einträgen (NVRAM) (in auf Extensible Firmware Interface basierenden Betriebssystemen) gespeichert. Sie können das Befehlszeilentool Bcdedit.exe verwenden, um den Windows®-Code zu beeinflussen, der in der Vor-Betriebssystemumgebung ausgeführt wird, indem Sie Einträge im BCD-Informationsspeicher hinzufügen, löschen, bearbeiten und anhängen. Bcdedit.exe befindet sich im Verzeichnis \Windows\System32 der Windows Vista-Partition.

noteHinweis
Dieses Dokument behandelt zwar schwerpunktmäßig Windows Vista, diese Informationen gelten jedoch sowohl für Windows Vista als auch für Windows Server 2008.

noteHinweis
Um ausführliche Befehls- und Optionsinformationen in der Befehlszeile zu erhalten, geben Sie bcdedit.exe /? Befehl ein. Geben Sie beispielsweise bcdedit.exe /? CREATESTORE ein.

Warum ist die Änderung von "Boot.ini" in BCD erfolgt?

BCD wurde erstellt, um einen verbesserten Mechanismus zum Beschreiben der Startkonfigurationsdaten zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der Entwicklung neuer Firmwaremodelle (z. B. Extensible Firmware Interface (EFI)) wurde eine erweiterbare und interoperable Schnittstelle für die Abstraktion der zugrunde liegenden Firmware erforderlich. Dieser neue Entwurf bildet die Grundlage für eine Vielzahl neuer Features in Windows Vista (z. B. das Starthilfetool und Mehrfachbenutzer-Installationstastenkombinationen).

Wo befindet sich die BCD-Datei in der Registrierung?

  • BIOS-basierte Betriebssysteme. Die BCD-Registrierungsdatei befindet sich im Verzeichnis \Boot\Bcd der aktiven Partition.

  • EFI-basierte Betriebssysteme. Die BCD-Registrierungsdatei befindet sich auf der EFI-Systempartition.

Kann jeder Benutzer BCD ändern?

Nein. Die müssen über Administratoranmeldeinformationen verfügen, um BCD ändern zu können.

Auf welche Art und Weise kann ich BCD ändern?

Anhängig von der Art der Änderung können Sie die folgenden Tools verwenden, um BCD zu ändern:

  • Starten und Wiederherstellen. Das Dialogfeld Starten und Wiederherstellen ermöglicht Ihren, das Standardbetriebssystem auszuwählen, das gestartet werden soll, wenn mehrere Betriebssystem auf dem Computer installiert sind. Sie können außerdem den Timeoutwert ändern. Diese Einstellungen finden Sie auf der Registerkarte Erweitert im Dialogfeld Systemeigenschaften.

  • Systemkonfigurations-Dienstprogramm ("Msconfig.exe"). Msconfig.exe ist leistungsfähigeres Tool mit Funktionen, die z. B. die folgenden Optionen umfassen: /debug, /safeboot, /bootlog, /noguiboot, /basevideo und /numproc.

  • BCD WMI-Anbieter. Der BCD WMI-Anbieter (Windows Management Instrumentation, Windows-Verwaltungsinstrumentation) ist eine Verwaltungsschnittstelle, die Sie zum Skripten von Dienstprogrammen verwenden können, die BCD ändern. Die ist die einzige programmierbare Schnittstelle, die für BCD verfügbar ist. Weitere Informationen finden Sie unter Startkonfigurationsdaten (Boot Configuration Data, BCD) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=56792).

  • BCDEdit.exe. BCDEdit.exe ist ein Befehlszeilen-Dienstprogramm, das Bootcfg.exe in Windows Vista ersetzt. Weitere Informationen finden Sie unter Welche Möglichkeiten bietet "Bcdedit.exe"?.

    noteHinweis
    Sie können Bootcfg.exe nicht zum Ändern von BCD verwenden. Bootcfg.exe verbleibt jedoch im Betriebssystem, damit ältere Betriebssysteme unterstützt werden.

Warum werden im EFI-Start-Manager keine Windows-Einträge angezeigt? Und warum werden zwei Start-Manager angezeigt?

Alle Windows-einträge werden im BCD-Informationsspeicher gespeichert. In einem auf EFI basierenden Betriebssystem ist ein einzelner EFI-Firmware-Start-Manager namens "Windows-Start-Manager" vorhanden. Diese Datei befindet sich im Verzeichnis \EFI\Microsoft\Boot\Bootmgfw.efi. Wenn Sie den Windows-Start-Manager mithilfe des EFI-Start-Managers starten, sollten die auf EFI und auf PC/AT basierenden Betriebssysteme ein gemeinsames Erscheinungsbild aufweisen. Beispielsweise sollte das Menü für erweiterte Startoptionen funktionieren. Der Standardtimeout für den EFI-Start-Manager beträgt 2 Sekunden, damit die Startumschaltung zwischen Windows Server 2003 mit Service Pack 1 und Windows Vista vereinfacht wird.

Umgebungen mit mehreren Startoptionen

Kann ich Windows Vista auf einem Computer installieren, der bereits ein Betriebssystem enthält?

Ja. Sie können Windows Vista auf einer anderen Partition installieren. Es empfiehlt sich, Windows Vista zu installieren, nachdem Sie die älteren Betriebssysteme installiert haben. Ältere Betriebssysteme verwenden auch weiterhin Boot.ini für die Startkonfiguration.

Sollte ich den Code, der früher mit "Boot.ini" verwendet wurde, so ersetzen, dass jetzt BCD für Windows Vista verwendet wird?

Nein. Sie müssen Ihren Code so ändern, dass er Boot.ini für die älteren Betriebssystemen und BCD für Windows Vista verwendet.

Wird in einer Umgebung mit mehreren Startoptionen durch das Ändern von BCD für das Betriebssystem vor Windows Vista die Startkonfiguration geändert?

Nein. Sie müssen BCD ändern, um die Startkonfiguration für Windows Vista zu ändern. Außerdem müssen Sie Boot.ini (für BIOS-basierte Betriebssysteme) oder NVRAM (für EFI-basierte Betriebssysteme) ändern, um die Startkonfiguration für die älteren Betriebssysteme zu ändern.

Kann ich BCD vollständig deaktivieren, wenn ich nicht mit Windows Vista starte?

Nein. Der Start-Manager für Windows Vista wird zuerst ausgeführt, damit ermittelt werden kann, welches Betriebssystem gestartet werden soll. Wenn Sie das ältere Betriebssystem starten möchten, müssen Sie daher die Standardreihenfolge im BCD-Informationsspeicher auf das ältere Betriebssystem festlegen. Weitere Informationen finden Sie unter Ändern des Standardbetriebssystem-Eintrags.

"BCDEdit.exe".

Was ist "Bcdedit.exe"?

Sie können Bcdedit.exe verwenden, um den Windows-Code zu ändern, der in der Vor-Betriebssystemumgebung ausgeführt wird, indem Sie Einträge im BCD-Informationsspeicher hinzufügen, löschen, bearbeiten und anhängen. Bcdedit.exe befindet sich im Verzeichnis \Windows\System32 der Windows Vista-Partition.

Welche Möglichkeiten bietet "Bcdedit.exe"?

Bcdedit.exe ermöglicht zurzeit das Durchführen der folgenden Aufgaben:

•Erstellen eines BCD-Informationsspeichers für die spätere Installation von Windows Server 2008.

•Hinzufügen von Einträgen zu einem vorhandenen BCD-Informationsspeicher.

•Ändern vorhandener Einträge in einem BCD-Informationsspeicher.

•Löschen von Einträgen aus einem BCD-Informationsspeicher.

•Exportieren von Einträgen in einen BCD-Informationsspeicher.

•Importieren von Einträgen aus einem BCD-Informationsspeicher.

•Auflisten der zurzeit aktiven Einstellungen.

•Abfragen von Einträgen eines bestimmten Typs.

•Anwenden einer globalen Änderung (auf alle Einträge).

•Ändern des Standardtimeoutwerts.

Warum erhalte einen Eintrag des Windows-Start-Managers, einige wenige Einträge des Windows-Startladeprogramms und einen Legacyeintrag, wenn ich "bcdedit /enum" ausführe?

Die Startumgebung wurde in zwei Kategorien aufgeteilt: Windows-Start-Manager und verschiedene Startanwendungen, die in der Startumgebung ausgeführt werden. Der Windows-Start-Manager ist eigentlich ein Minibetriebssystem, das das Startverhalten steuert und die Auswahl ermöglicht, welche Startanwendung ausgeführt werden soll. Es sind verschiedene Startanwendungen (z. B. das Windows-Startladeprogramm) vorhanden, und jede dieser Anwendungen bewirkt etwas anderes. Eine Windows-Startladeanwendung lädt beispielsweise Windows.

Wenn Sie /enum angeben, wird Folgendes abgerufen:

  • Ein Eintrag des Windows-Start-Managers (weil nur ein Start-Manager vorhanden ist).

  • Eine Windows-Startladeanwendung für jedes Windows Vista-Betriebssystem, das Sie auf dem Computer installiert haben. Wenn Sie z. B. zwei verschiedene Versionen von Windows Vista auf verschiedenen Partitionen installiert haben, werden zwei Einträge des Windows-Startladeprogramms angezeigt.

  • Ein Legacyeintrag. Dieser Eintrag ist keine Startanwendung, sondern verwendet NTLDR und Boot.ini zum Starten eines Betriebssystems, das älter als Windows Vista ist. Sie verwenden diesen Eintrag, um Windows Server 2003, Windows XP oder frühere Betriebssysteme zu starten (wenn solche Betriebssysteme auf dem Computer installiert sind).

Steht für "Bcdedit.exe" Befehlszeilenhilfe zur Verfügung?

Ja. Um ausführliche Befehls- und Optionsinformationen in der Befehlszeile zu erhalten, geben Sie bcdedit.exe /? und bcdedit.exe /? Befehl ein. Geben Sie beispielsweise bcdedit.exe /? CREATESTORE ein.

Neue Methoden für vertraute Aufgaben

Ändern der globalen Debuggereinstellungen

Geben Sie Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

bcdedit /dbgsettings Debuggertyp [debugport Anschluss ] [baudrate Baud ]

[channel Kanal] [targetname Zielname]

 

Option Erläuterung

Debuggertyp

Gibt den Debuggertyp an. Debuggertyp kann SERIAL, 1394 oder USB sein. Die verbleibenden Optionen

hängen vom ausgewählten Debuggertyp ab.

Anschluss

Gibt für SERIAL-Debugging den seriellen Anschluss an, der als Debugginganschluss verwendet wird.

Baud

Gibt für SERIAL-Debugging die Baudrate an, die für das Debugging verwendet werden soll.

Kanal

Gibt für 1394-Debugging den 1394-Kanal an, der für das Debugging verwendet werden soll.

Zielname

Gibt für USB-Debugging (Universal Serial Bus) den USB-Zielnamen an, der für das Debugging verwendet werden soll.

Beispiele

Der folgende Befehl legt die globalen Debuggereinstellungen auf serielles Debugging

über com1 mit 115.200 Baud fest:

bcdedit /dbgsettings serial debugport 1 baudrate 115200

Der folgende Befehl legt die globalen Debuggereinstellungen auf 1394-Debugging

mithilfe von Kanal 23 fest:

bcdedit /dbgsettings 1394 CHANNEL 32

Der folgende Befehl legt die globalen Debuggereinstellungen auf USB-Debugging

mit dem Zielnamen "debugging" fest:

bcdedit /dbgsettings USB targetname debugging

Überprüfen der Debuggereinstellungen

Geben Sie Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

bcdedit /enum Typ /v

 

Option Erläuterung

Typ

Gibt den Typ der aufzulistenden Einträge an. Typ kann einer der folgenden Werte sein:

  • ACTIVE

  • FIRMWARE

  • BOOTAPP

  • BOOTMGR

  • OSLOADER

  • INHERIT

  • ALL

Der folgende Befehl listet z. B. alle Einträge auf:

bcdedit /enum all /v

Ändern des Eintrags für das Standardbetriebssystem

Geben Sie Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

bcdedit /default ID

 

Option Erläuterung

ID

Gibt die Standard-GUID ein, die verwendet werden soll, wenn der Timeout abläuft.

{466f5a88-0af2-4f76-9038-095b170dc21c} ist die vordefinierte GUID für NTLDR.

Sie können die ID für ein bestimmtes Objekt ermitteln, indem Sie bcdedit /enum all angeben.

Beispiele

Der folgende Befehl legt den angegebenen Eintrag ans Standard-Start-Manager fest:

entry:

bcdedit /default {cbd971bf-b7b8-4885-951a-fa03044f5d71}

Der folgende Befehl legt das Windows-Legacyladeprogramm (NTLDR) als Standardeinstellung fest:

entry: {466f5a88-0af2-4f76-9038-095b170dc21c} ist die vordefinierte GUID für NTLDR.

bcdedit /default {466f5a88-0af2-4f76-9038-095b170dc21c}

Ändern der Startreihenfolge für den nächsten Neustart

Geben Sie Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

bcdedit /bootsequence {ID} {ID} {ID} …

 

Option Erläuterung

ID

Gibt die GUID(s) an, die die Startreihenfolge für den nächsten Neustart festlegen. Nach diesem einmaligen Neustart wird die Standardstartreihenfolge wiederhergestellt.

Beispiele

Der folgende Befehl legt das angegebene Betriebssystem als Standardeinstellung für den nächsten Neustart fest. Nach diesem Neustart wird die Einstellung auf DISPLAYORDER zurückgesetzt.

bcdedit /bootsequence {cbd971bf-b7b8-4885-951a-fa03044f5d71}

Der folgende Befehl legt die beiden Betriebssystemeinträge und das

Windows-Legacyladeprogramm (NTLDR) in der einmaligen Startreihenfolge des Start-Managers fest:

bcdedit /bootsequence {802d5e32-0784-11da-bd33-000476eba25f}

Ändern des Start-Manager-Timeouts

Geben Sie Folgendes ein, um die Zeitspanne zu ändern, die der Computer wartet, bis das Standardbetriebssystem ausgewählt wird:

bcdedit /timeout Timeout

 

Option Erläuterung

Timeout

Gibt die Zeitspanne in Sekunden an, die gewartet wird, bevor der Start-Manager den Standardeintrag auswählt.

Der folgende Befehl legt z. B. den Timeout des Start-Managers auf 15 Sekunden fest:

bcdedit /timeout 15

Festlegen der Anzeigereihenfolge des Start-Managers

Geben Sie Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

Bcdedit.exe /display {ID} {ID1} {ID2}

– oder –

Bcdedit.exe /displayorder {ID} [/addlast|/addfirst|/remove]

 

Option Erläuterung

ID

Gibt eine GUID oder eine Liste von GUIDs an, die die Anzeigereihenfolge bestimmt. Sie müssen mindestens eine ID angeben.

Weitere Informationen zu IDs erhalten Sie, wenn Sie bcdedit /? ID eingeben.

Beispiele

Der folgende Befehl legt drei Betriebssystemeinträge in der Anzeigereihenfolge des Start-Managers fest:

Bcdedit.exe /displayorder {c84b751a-ff09-11d9-9e6e-0030482375e6} {c74b751a-ff09-11d9-9e6e-0030482375e4} {c34b751a-ff09-11d9-9e6e-0030482375e7}

Der folgende Befehl legt zwei Betriebssystemeinträge und das Windows-Legacyladeprogramm in der Anzeigereihenfolge des Start-Managers fest:

bcdedit /displayorder {802d5e32-0784-11da-bd33-000476eba25f}

Der folgende Befehl fügt den durch die GUID dargestellten am Ende der Anzeigereihenfolge des Startmenüs hinzu.

bcdedit.exe /displayorder {c84b751a-ff09-11d9-9e6e-0030482375e6}-addlast

Löschen eines Starteintrags

Geben Sie Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

bcdedit /delete ID [/f]

 

Option Erläuterung

ID

Gibt die GUID des Starteintrags an, den Sie löschen möchten. Wenn ID nicht angegeben wird, wird die aktuelle Starteintrags-ID gelöscht.

Wenn Sie eine bekannte GUID angeben, müssen Sie den Löschvorgang durch Angeben von /f erzwingen. Beispiele:

bcdedit /delete {default} /f

Der folgende Befehl löscht z. B. den Eintrag mit der ID {802d5e32-0784-11da-bd33-000476eba25f}.

bcdedit /delete {802d5e32-0784-11da-bd33-000476eba25f}

Aktivieren bzw. Deaktivieren des Kerneldebuggers

Geben Sie Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

bcdedit /debug [{ID}] {on|off}

 

Option Erläuterung

ID

Gibt die GUID des Starteintrags an, den Sie ändern möchten. Wenn ID nicht angegeben wird, wird die aktuelle Starteintrags-ID geändert.

Der folgende Befehl aktiviert z. B. das Startdebugging für den angegebenen Betriebssystem-Starteintrag:

bcdedit /debug {cbd971bf-b7b8-4885-951a-fa03044f5d71} on

noteHinweis
Weitere Informationen zu IDs erhalten Sie, wenn Sie bcdedit /? ID ausführen.

Festlegen der physikalischen Adresserweiterung (Physical Address Extension, PAE)

Geben Sie Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

bcdedit /set {ID} pae [Default|ForceEnable|ForceDisable]

 

Option Erläuterung

ID

Gibt die ID des Betriebssystemeintrags an, den Sie ändern möchten. Wenn Sie ID nicht angeben, werden die Einstellungen des aktuellen Betriebssystems geändert.

Beispiele:

bcdedit /set {802d5e32-0784-11da-bd33-000476eba25f} pae forceenable

Festlegen von REMOVEMEMORY

Geben Sie an der Eingabeaufforderung Folgendes ein. Removememory entfernt Speicher aus dem verfügbaren Gesamtspeicher, den das Betriebssystem verwenden kann.

bcdedit /set {GUID} removememory Bytes

 

Option Erläuterung

ID

Gibt die ID des Betriebssystemeintrags an, den Sie ändern möchten. Wenn Sie ID nicht angeben, werden die Einstellungen des aktuellen Betriebssystems geändert.

Bytes

Die Anzahl der zu entfernenden Bytes.

Beispiel

Dieses Beispiel entfernt 256 MB aus dem verfügbaren Gesamtspeicher:

bcdedit /set {802d5e32-0784-11da-bd33-000476eba25f } removememory 256

Festlegen von MAXMEM/TRUNCATEMEMORY

Geben Sie an der Eingabeaufforderung Folgendes ein. Truncatememory ignoriert den gesamten Speicher an oder über der angegebenen physikalischen Adresse.

bcdedit /set {ID} truncatememory Bytes

noteHinweis
Es wird empfohlen, stattdessen removememory zu verwenden. Diese Option eignet sich besser, um das Betriebssystem unter Berücksichtigung von Speicherlücken auf die Verwendung des angegebenen Speichers zu beschränken.

 

Option Erläuterung

ID

Gibt die ID des Betriebssystemeintrags an, den Sie ändern möchten. Wenn Sie ID nicht angeben, werden die Einstellungen des aktuellen Betriebssystems geändert.

Bytes

Gibt die Anzahl der abzuschneidenden Bytes an.

Beispiel

Dieses Beispiel legt den abzuschneidenden Speicher auf 1024 MB fest:

bcdedit /set {802d5e32-0784-11da-bd33-000476eba25f} truncatememory 1073741824

Hinzufügen eines privaten Kernels

Geben Sie Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

bcdedit /set {ID} kernel "Pfad"

 

Option Erläuterung

ID

Gibt die ID des Betriebssystemeintrags an, den Sie ändern möchten. Wenn Sie ID nicht angeben, werden die Einstellungen des aktuellen Betriebssystems geändert.

Beispiele:

bcdedit /set {802d5e32-0784-11da-bd33-000476eba25f} kernel "mykrnl.dll"

Erstellen eines neuen Windows Vista-Betriebssystemeintrags

Verwenden Sie das folgende Verfahren, um einen neuen Windows Vista-Betriebssystemeintrag zu erstellen:

So erstellen Sie einen neuen Windows Vista-Betriebssystemeintrag

  1. Kopieren Sie zuerst den Betriebssystemeintrag, der repliziert werden soll, und nennen Sie ihn Beschreibung_des_neuen_Eintrags.

    bcdedit /copy {Zu_kopierende_GUID} /d “Beschreibung_des_neuen_Eintrags

  2. Dieser Befehl teilt die neue GUID auf. Verwenden Sie die neue GUID, um die Partitionsinformationen zu ändern, indem Sie Folgendes angeben:

    bcdedit /set {Neue_GUID} device partition=x:

    bcdedit /set {Neue_GUID} osdevice partition=x:

  3. Fügen Sie den neuen Betriebssystemeintrag, der erstellt wurde, zur Anzeige hinzu, indem Sie Folgendes angeben:

    bcdedit /displayorder {Neue_GUID} /addlast

Auflisten von Einträgen eines bestimmten Typs

Der Befehl /enum listet Einträge im BCD-Informationsspeicher auf. Geben Sie Folgendes ein, um Einträge aufzulisten:

bcdedit /enum [Typ]

 

Option Erläuterung

Typ

Gibt den Typ der aufzulistenden Einträge an. Typ kann einer der folgenden Werte sein:

  • active (Standardwert). Listet alle Einträge in der Anzeigereihenfolge des Start-Managers auf.

  • Firmware. Listet alle Firmwareanwendungseinträge auf.

  • Bootapp. Listet alle Einträge von Startumgebungsanwendungen auf.

  • Bootmgr. Listet alle Start-Manager-Einträge auf.

  • Osloader. Listet alle Betriebssystemeinträge auf.

  • Inherit. Listet alle Vererbungstypeinträge auf.

  • All. Listet alle Einträge auf.

Beispiele

Der folgende Befehl listet alle Starteinträge des Betriebssystemladeprogramms auf:

bcdedit /enum osloader

Der folgende Befehl listet alle Start-Manager-Einträge auf:

bcdedit /enum bootmgr

Ändern von BCD beim Installieren einer vorherigen Version von Windows auf einem Computer mit Windows Vista

Verwenden Sie das folgende Verfahren, um ein älteres Windows-Betriebssystem auf einem Computer mit Windows Vista zu installieren.

So installieren Sie eine vorherige Version von Windows auf einem Computer mit Windows Vista

  1. Installieren Sie die vorherige Version von Windows.

  2. Melden Sie sich am älteren Betriebssystem an, und stellen Sie den aktuellsten Start-Manager wieder her, indem Sie Folgendes ausführen. Fixntfs.exe befindet sich im Verzeichnis \boot der aktiven Partition.

    fixntfs /lh

  3. Erstellen Sie einen BCD-Eintrag für das ältere Betriebssystem, indem Sie Folgendes angeben. Bcdedit.exe befindet sich im Verzeichnis \Windows\System32 der Windows Vista-Partition. Beschreibung ist die Beschreibung des neuen Eintrags für das ältere Betriebssystem.

    Bcdedit /create {legacy} /d " Beschreibung "

    Bcdedit /set {legacy} device boot

    Bcdedit /set {legacy} path \ntldr

    Bcdedit /displayorder {legacy} /addlast

  4. Starten Sie den Computer neu, damit die Änderungen wirksam werden.

Erstellen eines Eintrags zum Starten eines WIM-Abbilds von einer Festplatte

Wenn Sie einen Eintrag zum Starten eines WIM-Abbilds (Windows Imaging Format) erstellen möchten, müssen Sie einen Eintrag vom Typ "OSloader" erstellen, dessen RAMDISK-Optionen auf die Startpartition verweisen. Führen Sie zu diesem Zweck das folgende Verfahren durch. In diesem Verfahren verweist arcpath multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1) auf das Laufwerk C: des Computers, und Boot.wim ist eine reguläre Datei Boot.wim mit Winload.exe im Ordner System32 im WIM-Abbild.

So erstellen Sie einen Eintrag zum Starten eines WIM-Abbilds von einer Festplatte

  1. Erstellen Sie ein Objekt {ramdisktoptions} im BCD-Informationsspeicher, indem Sie Folgendes angeben. Laufwerk sollte das Laufwerk sein, auf dem das Abbild gespeichert ist.

    bcdedit /create {ramdiskoptions} /d "Ramdisk-Optionen"

    bcdedit /set {ramdiskoptions} ramdisksdidevice partition= Laufwerk

    bcdedit /set {ramdiskoptions} ramdisksdipath \boot\boot.sdi

  2. Erstellen Sie einen neuen Startanwendungseintrag, indem Sie Folgendes angeben:

    bcdedit /create /d "Von WIM starten" /application OSLOADER

  3. Diese Anweisung gibt eine Kennung (GUID) für den neu erstellten Eintrag zurück. Dieser neue Eintrag wird im Rest dieses Verfahrens als {GUID} bezeichnet. Geben Sie nun Folgendes an:

    bcdedit /set {GUID} device ramdisk=[c:]\sources\boot.wim,{ramdiskoptions}

    bcdedit /set {GUID} path \windows\system32\winload.exe

    bcdedit /set {GUID} osdevice ramdisk=[c:]\sources\boot.wim,{ramdiskoptions}

    bcdedit /set {GUID} systemroot \windows

  4. Wenn Sie in die Windows PE (Windows Preinstallation Environment) starten, müssen Sie außerdem Folgendes angeben:

    bcdedit /set {GUID} winpe yes

    bcdedit /set {GUID} detecthal yes

  5. Geben Sie anschließend Folgendes an, um den neuen Eintrag der Anzeigereihenfolge hinzuzufügen:

    bcdedit /displayorder {GUID} /addlast

Ändern der Debuggereinstellungen eines bestimmten Eintrags

Geben Sie eine der folgenden Anweisungen ein, um den globalen Eintrag für eine bestimmte Debuggereinstellung außer Kraft zu setzen.

noteHinweis
Dieser Befehl aktiviert oder deaktiviert nicht den Debugger für den betreffenden Starteintrag.

  • Geben Sie Folgendes ein, um serielles Debugging festzulegen:

    bcdedit /set {GUID} debugtype:serial

    bcdedit /set {GUID} baudrate:Baudrate

    bcdedit /set {GUID} debugport:Anschluss

  • Geben Sie Folgendes ein, um USB-Debugging festzulegen:

    bcdedit /set {GUID} debugtype:usb
    bcdedit /set {GUID} targetname:debugging

  • Geben Sie Folgendes ein, um 1394-Debugging festzulegen:

    bcdedit /set {GUID} debugtype:1394
    bcdedit /set {GUID} targetname:32

Beispiel

Der folgende Befehl legt die Debuggereinstellung für c74b751a-ff09-11d9-9e6e-0030482375e4 auf serielles Debugging über com1 mit 115.200 Baud fest:

Bcdedit /set {c74b751a-ff09-11d9-9e6e-0030482375e4} debugtype:serial

Bcdedit /set {c74b751a-ff09-11d9-9e6e-0030482375e4} baudrate:115200

Bcdedit /set {c74b751a-ff09-11d9-9e6e-0030482375e4} debugport:1

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