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Ereignis 1032 - Unterstützung für internationale Domänennamen (IDN)

Veröffentlicht: Juni 2010

Letzte Aktualisierung: Juni 2010

Betrifft: Windows 7, Windows Vista

Dank internationaler Domänennamen (IDN) unterstützen Browser das Navigieren zu URLs, die Zeichen aus verschiedenen Sprachen enthalten. Internationale Domänennamen können aus Unicode-Zeichen aus den meisten Sprachen der Welt bestehen, wobei die Umwandlung mithilfe eines standardisierten Mechanismus mit der Bezeichnung Punycode erfolgt. Punycode codiert die Unicode-Domänennamen so, dass sie nur die ASCII-Zeichen enthalten, die im globalen DNS zulässig sind.

ImportantWichtig
Internationale Domänennamen haben Auswirkungen auf die Kompatibilität von Legacy-URLs, denn in früheren Versionen von Internet Explorer® wurden Domänennamen in anderen Formaten (ANSI und UTF-8) codiert.

Wann wird dieses Ereignis protokolliert?

Das Ereignis wird protokolliert, wenn Windows® Internet Explorer einen internationalen Domänennamen (IDN) erkennt.

noteHinweis
Weitere Informationen und Beispiele finden Sie im Thema Ereignis 1032 - Unterstützung für internationale Domänennamen (IDN) (möglicherweise in englischer Sprache) unter Anwendungskompatibilität bei Internet Explorer (möglicherweise in englischer Sprache).

Wartungsmaßnahmen

Aufgrund der IDN-Unterstützung kann bei der Verwendung von Internet Explorer das folgende Problem auftreten:

  • Symptom. In Internet Explorer wird eine codierte Webadresse angezeigt, der xn-- vorangestellt ist, und in einer Informationsleiste wird die folgende Meldung angezeigt: "Diese Webadresse enthält Buchstaben oder Symbole, die unter den aktuellen Spracheinstellungen nicht dargestellt werden können."

  • Ursache. Zur Vermeidung eines potenziellen Spoofing-Angriffs wird in Internet Explorer eine codierte Webadresse angezeigt, wenn der Domänenname Zeichen enthält, die von den Sprachen in der Liste des Benutzers mit den bevorzugten Sprachen für Inhalte nicht verwendet werden. Internet Explorer führt die Codierung auch zur Vermeidung von Angriffen mit ähnlich lautenden Webadressen aus, bei denen Benutzer zu einer bösartigen Website umgeleitet werden. Ein Beispiel dafür ist www.litwareinc.com anstelle von www.1itwareinc.com, wobei in der zweiten URL der Buchstabe L durch die Ziffer 1 ersetzt wurde. Bei internationalen Domänennamen umfasst der Zeichensatz nicht mehr einige Dutzende, sondern viele Tausende von Zeichen aus den meisten Sprachen der Welt, was das Risiko eines Spoofing-Angriffs erhöht.

  • Problemumgehung. Der Benutzer kann Sprachen zu den konfigurierten Sprachen hinzufügen, indem er auf die Informationsleiste oder auf Extras klickt, danach auf Internetoptionen und dann auf die Schaltfläche Sprachen auf der Registerkarte Allgemein.

    Da die Reihenfolge der konfigurierten Sprachen von Bedeutung ist, muss die für Inhalte bevorzugte Sprache in der Liste ganz oben stehen.

Auswirkungen von internationalen Domänennamen auf die Kompatibilität - Netzwerkadministratoren

Netzwerkadministratoren können die Informationsleiste deaktivieren, indem sie den Registrierungsschlüssel HKLM oder HKCU \Software\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\DisableIDNPromptDWORD auf 1 setzen.

Für Netzwerkadministratoren können sich die Auswirkungen von internationalen Domänennamen auf die Kompatibilität folgendermaßen bemerkbar machen:

  • Symptom. Beim Navigieren zu einer Intranetwebsite, deren Domänenname Unicode-Zeichen enthält, findet der Browser die Website möglicherweise nicht, und es wird eine Seite mit einem HTTP/404-Fehler angezeigt.

  • Ursache. In früheren Versionen von Internet Explorer wurde für die Darstellung von Intranetdomänennamen mit Nicht-ASCII-Zeichen ein anderes URL-Format verwendet. Manche Umgebungen unterstützen den neuen Standard (internationale Domänennamen und Punycode) möglicherweise noch nicht, sodass manche Websites über das IDN-Punycode-Adressformat nicht erreichbar sind.

  • Problemumgehung. Der Netzwerkadministrator kann in der Systemsteuerung unter Internetoptionen einstellen, dass Unicode-Domänennamen wieder wie in Microsoft® Internet Explorer 6 gehandhabt werden sollen.

    So ändern Sie die Handhabung von Unicode-Domänennamen

    1. Klicken Sie im Menü Extras auf Internetoptionen, und klicken Sie dann auf die Registerkarte Erweitert.

    2. Führen Sie einen Bildlauf nach unten zum Abschnitt International aus, und deaktivieren Sie das Kontrollkästchen IDN-Servernamen senden oder IDN-Servernamen über Proxyverbindungen senden, je nachdem, ob die Zieldomäne über einen Proxyserver zu erreichen ist.

      - oder -

      Öffnen Sie den Registrierungs-Editor, und ändern Sie den Wert für HKLM oder HKCU \Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\EnablePunycodeDWORD wie im Folgenden erläutert:

      • 0: Punycode wird gar nicht verwendet.

      • 1: Punycode wird bei der direkten Kommunikation mit den Ursprungsserver verwendet.

      • 2: Punycode wird bei der Kommunikation mit einem Proxyserver verwendet.

      • 3 (Standard): Punycode wird bei der Kommunikation mit Ursprungs- und Proxyservern verwendet.

Auswirkungen von internationalen Domänennamen auf die Kompatibilität - Websiteentwickler

Für Websiteentwickler können sich die Auswirkungen von internationalen Domänennamen auf die Kompatibilität folgendermaßen bemerkbar machen:

  • Symptom. In Internet Explorer wird eine codierte Webadresse angezeigt, der xn-- vorangestellt ist, und in einer Informationsleiste wird die folgende Meldung angezeigt: "Diese Webadresse enthält Buchstaben oder Symbole, die unter den aktuellen Spracheinstellungen nicht dargestellt werden können."

  • Ursache. Zur Vermeidung eines potenziellen Spoofing-Angriffs wird in Internet Explorer eine codierte Webadresse angezeigt, wenn der Domänenname Zeichen enthält, die von den Sprachen in der Liste des Benutzers mit den bevorzugten Sprachen für Inhalte nicht verwendet werden. Domänennamen werden in codierter Form angezeigt, wenn eine der folgenden Aussagen zutrifft:

    • Der Domänenname enthält Zeichen, die nicht in den vom Benutzer ausgewählten Sprachen verwendet werden, es sei denn, es handelt sich um Label, die nur ASCII-Zeichen enthalten, denn diese sind immer zulässig, um die Kompatibilität mit vorhandenen Websites zu gewährleisten.

    • Der Domänenname enthält Zeichen, die in keiner Sprache verwendet werden.

    • Eins der Label enthält Zeichen, die nicht innerhalb derselben Sprache verwendet werden. So dürfen z. B. griechische und kyrillische Zeichen nicht in einem Label vorkommen.

  • Problemumgehung. Vergewissern Sie sich, dass die einzelnen Label des Domänennamens nicht Zeichen aus mehreren Sprachen enthalten. Wenn Sie mehrere Sprachen verwenden müssen, verwenden Sie für jedes Label nur eine Sprache. Stellen Sie außerdem sicher, dass der Domänenname aus den Zeichen der Sprache besteht, die bei den Mitgliedern der Zielgruppe wahrscheinlich im Browser konfiguriert ist. Viele Websitebesitzer verwenden internationale Domänennamen zur Umleitung auf ASCII-basierte Domänennamen. ASCII-URLs können in allen Browserversionen aufgerufen werden, und bei solchen Domänennamen wird die oben erwähnte Informationsleiste in keinem Gebietsschema angezeigt.

    noteHinweis
    Ein Label ist ein Segment eines Domänennamens. Die Label werden durch Punkte (.) voneinander getrennt. So besteht www.microsoft.com z. B. aus drei Labeln: "www", "microsoft" und "com".

  • Symptom. Bei Verwendung von Skriptingverfahren zum Abrufen der URL-Eigenschaften aus DHTML-Objekten wird die URL unerwartet im Unicode-Format zurückgegeben.

  • Ursache. URL-Eigenschaften werden möglicherweise in das Unicode-Format konvertiert, wenn sie Objektmodelleigenschaften zugewiesen sind. Dies ist relevant, wenn mit dem Code Vergleiche zwischen URL-Zeichenfolgen und Zeichenfolgen an anderen Stellen im Skriptcode ausgeführt werden sollen.

  • Problemumgehung. Schreiben Sie robuste URL-Handhabungsroutinen, mit denen die Unterschiede in der Codierung von Domänennamen behandelt werden können. Achten Sie besonders darauf, Unicode anstelle von Punycode zu verwenden, wenn Sie JScript-Zeichenfolgen mit URLs vergleichen. Testen Sie alle Skripts unbedingt mit allen erwarteten Kombinationen von Browsersprachen, um sicherzustellen, dass der von Ihnen geschriebene URL-Handhabungscode nicht auf falschen Annahmen basiert.

Auswirkungen von internationalen Domänennamen auf die Kompatibilität - Anwendungsentwickler

Für Anwendungsentwickler können sich die Auswirkungen von internationalen Domänennamen auf die Kompatibilität folgendermaßen bemerkbar machen:

  • Symptom. Beim Entwickeln einer Anwendung, in der über WININET eine Verbindung zu einer Website hergestellt wird, deren Domänenname Unicode-Zeichen enthält, kann die Netzwerkkomponente möglicherweise keine Verbindung zu der Website herstellen.

  • Ursache. In früheren Versionen von WININET wurden Intranetdomänennamen mit Nicht-ASCII-Zeichen in einem anderen URL-Format dargestellt. Manche Umgebungen unterstützen den neuen Standard (internationale Domänennamen und Punycode) möglicherweise noch nicht, sodass manche Websites über das IDN-Punycode-Adressformat nicht erreichbar sind.

  • Problemumgehung. Sie müssen die internationalen Domänennamen mithilfe der InternetSetOption-Funktion (möglicherweise in englischer Sprache) konfigurieren, bevor Sie eine HTTP-Anforderung senden. Außerdem müssen Sie den Registrierungsschlüssel dwIDNSettings wie im Folgenden beschrieben setzen:

    • 0: Punycode wird gar nicht verwendet.

    • 1: Punycode wird bei der direkten Kommunikation mit den Ursprungsserver verwendet.

    • 2: Punycode wird bei der Kommunikation mit einem Proxyserver verwendet.

    • 3 (Standard): Punycode wird bei der Kommunikation mit Ursprungs- und Proxyservern verwendet.

  • Symptom. Wenn Sie die URL-Eigenschaften von DHTML-Objekten mithilfe von Code abrufen, wird die URL je nach den Benutzereinstellungen möglicherweise unerwartet im Punycode- oder Unicode-Format zurückgegeben.

  • Ursache. URL-Eigenschaften werden möglicherweise in das Punycode- oder Unicode-Format konvertiert, wenn sie Objektmodelleigenschaften zugewiesen sind. Dies ist besonders relevant, wenn mit dem Code Vergleiche zwischen URL-Zeichenfolgen und Zeichenfolgen an anderen Stellen im Code ausgeführt werden sollen.

  • Problemumgehung. Schreiben Sie robuste URL-Handhabungsroutinen, mit denen die Unterschiede in der Codierung von Domänennamen behandelt werden können. Achten Sie besonders darauf, Unicode anstelle von Punycode zu verwenden, wenn Sie Zeichenfolgen mit URLs vergleichen. Testen Sie den Code unbedingt mit allen erwarteten Kombinationen von Browsersprachen, um sicherzustellen, dass der von Ihnen geschriebene URL-Handhabungscode nicht auf falschen Annahmen basiert. Verwenden Sie die IURI-API (möglicherweise in englischer Sprache) zum Analysieren der URL-Komponenten, wenn Sie Anwendungen in systemeigenem Code schreiben.

Vorteile der Unterstützung von internationalen Domänennamen

In den folgenden Abschnitten wird erläutert, welche Vorteile die Unterstützung von internationalen Domänennamen für Benutzer, Netzwerkadministratoren, Websiteentwickler und Anwendungsentwickler bietet.

Benutzer

Benutzer können zu allen IDN-Websites navigieren, die Unicode-Zeichen aus den meisten Sprachen der Welt enthalten.

Netzwerkadministratoren

Wenn die Benutzer keinen Zugriff auf IDN-Websites benötigen, können Sie festlegen, dass alle IDN-Webadressen in codierter Form angezeigt werden. Setzen Sie dazu den Registrierungsschlüssel HKLM oder HKCU \Software\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\ShowPunycode DWORD auf 1. Sie können stattdessen auch auf allen Computern der Benutzer manuell die Option Codierte Adressen immer anzeigen aktivieren. Diese finden Sie in der Systemsteuerung unter Internetoptionen auf der Registerkarte Erweitert. Wenn Sie diese Option aktivieren, werden alle IDN-Webadressen automatisch in codierter Form angezeigt.

Websiteentwickler

Durch die Formatierung von internationalen Domänennamen in Punycode können Sie sicherstellen, dass Benutzer von Internet Explorer-Versionen vor Windows Internet Explorer 7 zu den von Ihnen erstellen Websites navigieren können. In Internet Explorer 7 und Internet Explorer 8 werden Ihre Links im Unicode-Format angezeigt, sofern die für den Benutzer konfigurierte Anzeigesprache die Zeichen zulässt.

Anwendungsentwickler

Zusätzlich zu der Unterstützung internationaler Domänennamen in Internet Explorer können Sie weitere IDN-Ressourcen (möglicherweise in englischer Sprache) nutzen, die auf der MSDN®-Website zur Verfügung stehen.

Siehe auch

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