ImageX ist ein Befehlszeilentool, mit dem OEMs (Original Equipment Manufacturers, Originalgerätehersteller) und Firmen dateibasierte Datenträgerabbilder für die schnelle Bereitstellung erfassen, ändern und anwenden können. ImageX arbeitet zum Kopieren in ein Netzwerk mit Windows-Abbilddateien (*.wim), kann aber auch mit anderen Technologien arbeiten, die Windows-Abbilder verwenden, beispielsweise Windows Setup, Windows-Bereitstellungsdiensten und dem Betriebssystemfeature SMS Deployment Pack.
In diesem Thema wird Folgendes behandelt:
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Vorteile von ImageX
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Allgemeine ImageX-Szenarien
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Grenzen von ImageX
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Abhängigkeiten von ImageX
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Technologien im Zusammenhang mit ImageX
Vorteile von ImageX
Aufgrund der Beschränkungen sektorbasierter Abbilderstellung sah sich Microsoft veranlasst, ImageX und das zugehörige Format für Windows-Abbilddateien (WIM) zu entwickeln. Sie können ImageX verwenden, um ein Abbild zu erstellen, das Abbild ohne Extrahieren und erneutes Erstellen des Abbilds zu ändern und schließlich das Abbild über das gleiche Tool in der Umgebung bereitzustellen. Da ImageX auf Dateiebene arbeitet, bietet es die folgenden Vorteile:
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Mehr Flexibilität und Kontrolle über die bereitgestellten Medien
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Schnelle Extrahierung von Abbildern zur Verringerung der Setupdauer
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Verringerte Abbildgröße durch "Single-Instancing"; das bedeutet, dass die Dateidaten getrennt von den Pfadinformationen gespeichert werden. Auf diese Weise müssen Dateien, die in mehreren Pfaden oder Abbildern vorhanden sind, nur einmal gespeichert werden, stehen aber für alle Abbilder zur Verfügung.
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Zerstörungsfreie Abbildanwendung. ImageX überschreibt den Festplatteninhalt nicht vollständig. Sie können selektiv Informationen hinzufügen und entfernen.
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Die Möglichkeit, über alle Plattformen hinweg zu arbeiten, die von Windows unterstützt werden.
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Zwei verschiedene Komprimierungsalgorithmen, Schnell und Maximal, zur weiteren Verringerung der Abbildgröße.
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Die Möglichkeit, eine Abbilddatei wie ein Verzeichnis zu behandeln. So können beispielsweise in einem Dateiverwaltungsprogramm wie Windows-Explorer Dateien hinzugefügt, kopiert, eingefügt und gelöscht werden.
Viele OEMs und Firmen müssen Windows, einschließlich aller relevanten Updates, Anwendungen und Einstellungen, so schnell wie möglich bereitstellen. Kürzere Bereitstellungs- und Installationszeiten senken die Herstellungskosten für OEMs und können auch die Kosten- und Planungsrisiken für Unternehmensbereitstellungen reduzieren.
Wenn OEMs und Unternehmen in der Vergangenheit den Zeitaufwand für die Installation von Windows minimieren mussten, verwendeten sie sektorbasierte Abbildformate oder den Befehl xcopy, um eine Installation von Windows auf neue Hardware zu kopieren.
Das sektorbasierte Abbildformat und der Befehl xcopy sind jedoch mit gewissen Einschränkungen verbunden. Sektorbasierte Abbilderstellung:
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Setzt voraus, dass der Zielcomputer dieselbe Hardwareabstraktionsschicht (Hardware Abstraction Layer, HAL) wie der Mastercomputer verwendet.
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Setzt voraus, dass der Zielcomputer vom selben Massenspeichercontroller wie der Mastercomputer startet.
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Zerstört den vorhandenen Inhalt auf der Festplatte des Zielcomputers und erschwert dadurch die Bereitstellung von Windows.
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Erstellt ein exaktes Duplikat der Festplatte. Das Abbild kann daher nur auf Partitionen bereitgestellt werden, die denselben Typ aufweisen und mindestens genauso groß sind wie die Partition auf dem Mastercomputer.
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Erlaubt nicht die direkte Änderung von im Abbild gespeicherten Dateien.
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Könnte den Kauf von Anwendungen und Dienstleistungen von Drittanbietern erforderlich machen.
Allgemeine ImageX-Szenarien
ImageX ist ein Befehlszeilentool, das mithilfe eines gemeinsamen Abbildformats für mehrere Betriebssystemabbilder die Erstellung, Änderung und Bereitstellung von Abbildern einschließlich Anwendungen ermöglicht. ImageX eignet sich besonders für die folgenden Szenarien.
Wenn Sie die Absicht haben, ein Windows-Abbild auf einen anderen Computer zu übertragen, müssen Sie "sysprep /generalize" ausführen, selbst wenn der Computer die gleiche Hardwarekonfiguration aufweist. Mit dem Befehl "sysprep /generalize" werden eindeutige Informationen aus der Windows-Installation entfernt, wodurch die erneute Verwendung des Abbilds auf anderen Computern möglich wird.
Beim nächsten Starten des Windows-Abbilds wird der Konfigurationsdurchgang zur Spezialisierung ausgeführt. Während dieses Konfigurationsdurchlaufs führen viele Komponenten Aktionen aus, die beim Starten eines Windows-Abbilds auf einem neuen Computer ausgeführt werden müssen.
Jede Methode zum Verschieben eines Windows-Abbilds auf einen anderen Computer, sei es durch Erstellung von Abbildern, Duplizieren von Festplatten oder andere Verfahren, muss mithilfe des Befehls "sysprep /generalize" vorbereitet werden. Das Verschieben oder Kopieren eines Windows-Abbilds auf einen anderen Computer ohne die vorherige Ausführung von "sysprep /generalize" wird nicht unterstützt.
Erstellen eines Abbilds für schnelle Bereitstellung
Das häufigste Szenario für ImageX ist die Aufzeichnung und Anwendung eines Abbilds von einem Netzwerkspeicherort zur Beschleunigung der Bereitstellung. In diesem Fall muss der Referenzcomputer in Windows PE gestartet werden. Anschließend muss das Abbild mit ImageX aufgezeichnet, in einer Netzwerkfreigabe abgelegt und auf den Zielcomputern installiert werden.
Ändern einer Abbilddatei
Eine weitere verbreitete Einsatzmöglichkeit für ImageX ist die Anpassung eines vorhandenen Abbilds mit Aktualisierung der Dateien und Ordner. Diese Funktion umfasst das Hinzufügen, Entfernen, Bearbeiten und Kopieren von Dateien in einem Abbild mit dem Treiber für Windows-Abbilddatei-Systemfilter (Windows Imaging File System Filter, WIM FS Filter) und einem Dateiverwaltungsprogramm wie Windows-Explorer.
Grenzen von ImageX
Für ImageX gelten die folgenden Einschränkungen:
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Sie können ImageX nur verwenden, um eine Vollversion des Betriebssystems und von Softwareanwendungen aufzuzeichnen und anzuwenden. Die Aufzeichnung und Anwendung von Upgrades für das Betriebssystem oder die Anwendungen ist mit ImageX nicht möglich.
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In Verbindung mit ImageX können nur formatierte Windows-Abbilddateien (WIM) verwendet werden. Frühere Abbilder, die mit Programmen von Drittanbietern erstellt wurden, können nicht zusammen mit ImageX verwendet werden.
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Für eine WIM-Datei kann nur ein Komprimierungstyp verwendet werden. Angehängte Abbilddateien müssen denselben Komprimierungstyp wie die zuerst aufgezeichnete Datei verwenden.
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Sie können ein Abbild nur aus Windows XP mit Service Pack 2 (SP2), Windows Server 2003 mit Service Pack 1 (SP1) oder Windows Vista bereitstellen.
Hinweis |
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Zwar kann mit ImageX kein Abbild über einen Computer bereitgestellt werden, auf dem ein anderes Betriebssystem ausgeführt wird, es ist jedoch möglich, Abbilder für jede beliebige Version von Windows Vista, Windows Server 2003, Windows XP und Windows 2000 Professional aufzuzeichnen und anzuwenden. |
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Eine WIM-Datei mit Lese-/Schreibberechtigungen kann nur auf einem NTFS-Dateisystem bereitgestellt werden. Damit wird die 2-GB-Grenze der FAT-Dateisysteme vermieden und der Datenverlust verhindert, der bei FAT- oder anderen Nicht-NTFS-Dateisystemen möglich ist.
Hinweis |
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Auch wenn ImageX eine WIM-Datei mit Lese-/Schreibberechtigungen nur über ein NTFS-Dateisystem bereitstellen kann, haben Sie doch die Möglichkeit, das Abbild schreibgeschützt auf NTFS-, FAT-, ISO- und UDF-Dateisystemen bereitzustellen. In einer Abbilddatei, die schreibgeschützt bereitgestellt wurde, können keine Änderungen gespeichert werden. |
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Zur Vorbereitung Ihrer Datenträger auf Volumeabbilder müssen Sie ein anderes Programm von Microsoft verwenden, z. B. Diskpart und Format. Wenn Sie das Sysprep-Abbild mithilfe von ImageX bereitstellen, muss die Bereitstellung des Abbilds auf demselben Volume erfolgen.
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Die folgenden NTFS-Features werden zurzeit von ImageX nicht unterstützt:
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Erweiterte Attribute.
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Objektkennungen.
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Analysepunkte, bei denen es sich weder um symbolische Verknüpfungen noch um Abzweigungen handelt. Diese werden von ImageX nicht angewendet.
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Dateien mit geringer Datendichte. (Diese können erfasst und angewendet werden, haben jedoch nach dem Anwenden eine höhere Datendichte.)
Abhängigkeiten von ImageX
Für ImageX gelten die folgenden Abhängigkeiten:
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Mit dem Windows System Image Manager (Windows SIM) können Sie ein Installationsabbild erstellen, das Sie später mit ImageX aufzeichnen.
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Mithilfe von Sysprep können Sie ein Abbild für die Aufzeichnung mit ImageX vorbereiten. Beim Ausführen von Sysprep auf dem Mastercomputer werden alle benutzer- und computerspezifischen Einstellungen und Daten entfernt, die Produktaktivierungsuhr auf 30 Tage zurückgesetzt und die Erstellung einer neuen Sicherheits-ID (SID) beim Neustart aktiviert. Nachdem Sie Sysprep ausgeführt haben, können Sie den Mastercomputer in Windows Preinstallation Environment (Windows PE) starten, um das Abbild zu erstellen. Wenn Sie das Sysprep-Abbild mithilfe von ImageX bereitstellen, muss die Bereitstellung des Abbilds auf demselben Volume erfolgen.
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Sie müssen den Referenzcomputer in der Windows PE-Umgebung starten. In Windows PE können Sie ImageX ausführen, um das Abbild aufzuzeichnen. Starten Sie nach der Erstellung des Abbilds den Referenzcomputer, um den WIM FS Filter-Treiber zu installieren, das Abbild zu bearbeiten und von einem Netzwerkspeicherort aus anzuwenden.
Technologien im Zusammenhang mit ImageX
ImageX ist mit den folgenden Technologien verknüpft.
Windows-Bereitstellungsdienste (Windows Deployment Services, Windows DS)
Wenn Sie zur Bereitstellung nicht ImageX verwenden, können Sie die Windows-Bereitstellungsdienste nutzen. Windows DS bietet Unternehmen die Möglichkeit zur Remoteverwaltung und -bereitstellung des neuesten Betriebssystems sowie anderer WIM-Dateien über Windows PE und Windows DS Server. Diese Bereitstellung kann völlig unbeaufsichtigt erfolgen und lässt sich anpassen und skalieren.
Hinweis |
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Windows DS ersetzt die bestehende Bereitstellungstechnologie für die Remoteinstallation von Betriebssystemen (Remoteinstallationsdienste, RIS). |
Windows Preinstallation Environment (Windows PE)
Windows Preinstallation Environment (Windows PE) stellt ein minimales Win32-Betriebssystem mit eingeschränkten Diensten dar. Windows PE bietet eine Umgebung, in der ImageX Abbilder aufzeichnen und anwenden kann. Windows PE und ImageX sind die wichtigsten Tools für die Bereitstellung von Windows.
Feature Pack für die Betriebssystembereitstellung von SMS (Systems Management Server)
Anstatt ImageX können Sie für die Bereitstellung auch das Feature Pack für die Betriebssystembereitstellung von SMS (Systems Management Server) verwenden. Das Feature Pack für die Betriebssystembereitstellung von SMS (Systems Management Server) gibt Unternehmen die Möglichkeit, die neuesten Betriebssysteme und Anwendungen anpassbar, zentral und skalierbar bereitzustellen.
Siehe auch