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Schrittweise Anleitung zur Windows Vista MUI (Multilingual User Interface)

Betrifft: Windows Vista

Übersicht über die Windows Vista-MUI (Multilingual User Interface)

In diesem Dokument werden Anweisungen zum Erstellen einer benutzerdefinierten mehrsprachigen Installation des Betriebssystems Microsoft® Windows Vista® bereitgestellt. Sie können die in diesem Dokument bereitgestellten Schritte verwenden, um sich mit den neuen und aktualisierten MUI-Features und -Technologien vertraut zu machen, die in Windows Vista verfügbar sind.

noteHinweis
Es ist empfehlenswert, die Schritte in dieser Anleitung zunächst in einer Testumgebung auszuführen. Dieses Dokument ist nicht als Bereitstellungsanleitung für Windows Server® 2008- oder Windows Vista-Features gedacht und sollte nur mit Vorsicht als unabhängiges Dokument verwendet werden.

An welche Zielgruppe richtet sich diese Anleitung?

Dieses Dokument ist für IT-Fachleute und Bereitstellungsspezialisten gedacht, die für das Bereitstellen von Windows-Betriebssystemen in Organisationen zuständig sind.

MUI-Szenario (Multilingual User Interface)

Das MUI-Szenario ist dazu gedacht, um praktische Übungen mit neuen Tools bereitzustellen, die mit Windows Vista zur Verfügung gestellt werden und von IT-Fachleuten zum Erstellen benutzerdefinierter Installationen des Betriebssystems verwendet werden. Die in diesem Szenario behandelten Anpassungen umfassen das Hinzufügen von Sprachpaketen und das Konfigurieren von internationalen Einstellungen.

Wenn Sie die Schritte in diesem Szenario durchgeführt haben, verfügen Sie über eine funktionierende Testumgebung, die eine Arbeitsstation für Bereitstellungstools, eine gültige Antwortdatei und ein benutzerdefiniertes Windows-Abbild umfasst, das ein Sprachpaket und die richtige Konfiguration für internationale Einstellungen enthält.

Zusätzlich werden Ihnen grundlegende Kenntnisse des MUI-Tools vermittelt, das im Windows-AIK (Automated Installation Kit) bereitgestellt wird, und Sie können mit verschiedenen Änderungen des einfachen MUI-Szenarios mithilfe des Windows-AIK experimentieren.

Weitere Informationen zur neuen MUI-Technologie und zu den Features in Windows Vista finden Sie im Abschnitt "Weitere Referenzen".

Inhalt dieses Dokuments

Tools und Technologien

Es steht ein Satz neuer und aktualisierter Tools und Technologien zur Verfügung, um die globale Bereitstellung von Windows Vista im Unternehmen zu unterstützen. Die zum Durchführen dieses Szenarios erforderlichen Tools sind als Teil des Windows-AIK (Automated Installation Kit) verfügbar. Weitere Informationen zum Herunterladen des Windows-AIKs finden Sie im WAIK-Benutzerhandbuch (Windows Automated Installation Kit) für Windows Vista (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=53552, möglicherweise in englischer Sprache).

 

Name Beschreibung

Windows SIM (Windows System Image Manager)

Das Tool, mit dem Sie Antwortdateien (Unattend.xml) und Distributionsfreigaberessourcen erstellen oder die im Konfigurationssatz enthaltenen Dateien ändern können.

Antwortdatei

Eine Textdatei, in der die Antworten für eine Reihe von GUI-Dialogfeldern (Graphical User Interface) aufgezeichnet sind. Die Antwortdatei für Windows Setup ist normalerweise als "Unattend.xml" bekannt. Sie können diese Antwortdatei mithilfe von Windows SIM oder die CPI APIs erstellen und ändern.

Distributionsfreigaberessourcen

Ein optionaler Satz von Ordnern, die Dateien enthalten, die zum Anpassen von Windows Vista über eine Antwortdatei für die unbeaufsichtigte Einrichtung verwendet werden. Sie können Windows SIM verwenden, um Distributionsfreigaberessourcen zu erstellen. Der Distributionsfreigabeordner muss mindestens einen der folgenden Ordner enthalten: "$OEM$", "Out-of-Box Drivers" oder "Packages".

Katalog

Ein Katalog (CLG) ist eine Binärdatei, die den Status der Einstellungen und Pakete in einem Windows-Abbild enthält.

Sprachpaket

Ein Paket, das Dateien, Schriftarten und andere Ressourcen enthält, die für die angegebene Sprache lokalisiert wurden. Sprachpakete besitzen die Bezeichnung "Lb.cab".

Paket-Manager

Ein Befehlszeilentools zum Hinzufügen von Windows-Paketen zu einer Windows-Offlineabbilddatei, z. B. Service Packs, Sicherheitsupdates und Sprachpakete.

Internationale Einstellungs- und Konfigurationstool (Intlcfg.exe)

Ein Befehlszeilentool, das die Sprache, das Gebietsschema, die Schriftart und die Eingabeeinstellungen in einem Windows-Abbild ändert.

Lang.ini

Eine Konfigurationsdatei, die beim Windows Setup verwendet wird. Die Datei "Lang.ini" enthält eine Liste der verfügbaren Sprachpakete, der Speicherorte der Sprachpakete und der beim Windows Setup zu verwendenden Standardsprache. Verwenden Sie das internationale Einstellungs- und Konfigurationstool (Intlcfg.exe), um die Datei "Lang.ini" zu ändern.

Windows-Vorinstallationsumgebung (Windows PE)

Ein minimales 32-Bit-Betriebssystem mit eingeschränkten Diensten, das auf dem Windows Vista-Kernel aufsetzt. Windows PE wird verwendet, um Windows-Betriebssysteme vorab zu installieren und bereitzustellen.

ImageX

Ein Befehlszeilentool, mit dem Installationsabbilder für die Bereitstellung im Unternehmen erfasst, geändert und angewendet werden.

Windows Setup

Das Programm, mit dem das Windows Vista-Betriebssystem installiert wird.

Systemvorbereitungsprogramm (Sysprep.exe)

Ein Tool, das die Abbilderstellung unterstützt und ein Abbild für die Bereitstellung auf mehreren Zielcomputern vorbereitet.

Windows-Abbild

Eine einzelne komprimierte Datei, die eine Reihe von Dateien und Ordnern enthält, die eine Windows-Installation auf einem Datenträgervolume kopieren.

Windows Vista wird als einzelnes Abbild mit dem neuen Windows-Abbilddateiformat (WIM) erstellt und verteilt. Das WIM-Dateiformat kann mehrere Abbilder enthalten, wodurch Sie verschiedene benutzerdefinierte Installationen in eine Datei packen können. Windows Vista wird als Abbild mit mehreren SKUs veröffentlicht.

Anforderungen und Voraussetzungen

In dieser Anleitung wird angenommen, dass Sie über Grundkenntnisse zu allgemeinen Desktopbereitstellungstechnologien und zu Netzwerkkomponenten verfügen.

Folgendes ist erforderlich, um dieses Szenario und die Verfahren in den Beispielen durchzuführen:

  • Eine Windows Vista-Produkt-DVD.

  • Das Windows-AIK, einschließlich der begleitenden Dokumentation und der Windows-AIK-Hilfedatei "Waik.chm". Weitere Informationen zum Herunterladen des Windows-AIKs finden Sie im WAIK-Benutzerhandbuch (Windows Automated Installation Kit) für Windows Vista (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=53552, möglicherweise in englischer Sprache).

  • Eine Arbeitsstation, auf der das Windows-AIK installiert wird. Dieser Computer muss Windows XP oder Windows Server™ 2003 ausführen und muss ein Laufwerk zum Beschreiben von DVDs, eine Netzwerkkarte sowie eine funktionierende Netzwerkumgebung umfassen.

  • Ein Mastercomputer, auf dem Sie eine benutzerdefinierte Installation von Windows Vista installieren werden. Dieser Computer muss ein Laufwerk zum Beschreiben einer DVD, eine Netzwerkkarte sowie eine funktionierende Netzwerkumgebung umfassen. Für diesen Computer gelten keine Software- oder Betriebssystemanforderungen.

  • Eine Diskette oder ein Universal Flash-Gerät (UFD), z. B. ein USB-Speichermodul.

  • Ein leeres, beschreibbares DVD-Medium.

Schritt 1: Erstellen einer Laborumgebung

Sie werden eine benutzerdefinierte Installation festlegen und erstellen, die die Sprachpakete in einer Laborumgebung enthält. Ihre Laborumgebung sollte für das Szenario in diesem Dokument aus zwei Computern bestehen: Arbeitsstation und Referenzcomputer.

So erstellen Sie eine Laborumgebung
  1. Stellen Sie zwei Computer zusammen: Legen Sie einen als Arbeitsstation und den anderen als Mastercomputer fest.

  2. Stellen Sie sicher, dass der Referenzcomputer über ein DVD-ROM-Laufwerk, eine Netzwerkkarte und ein Diskettenlaufwerk bzw. einen USB-Anschluss verfügt.

  3. Installieren Sie die Tools auf die Arbeitsstation, indem Sie das Windows-AIK aus dem WAIK-Benutzerhandbuch (Windows Automated Installation Kit) für Windows Vista herunterladen (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=53552, möglicherweise in englischer Sprache) und die Installationsanweisungen befolgen.

  4. Erstellen Sie auf der Arbeitsstation das Verzeichnis (Ordner), das während der Befehlszeilenschritte des Prozesses erforderlich ist. Sie müssen auf der Arbeitsstation über einen Ordner verfügen, der als Bereitstellungspunkt für das Windows-Abbild dient (z. B. "C:\Wim_mount").

Schritt 2: Kopieren eines Sprachpakets zu einer Verteilung

Damit Sie ein mehrsprachiges Abbild von Windows Vista erstellen können, müssen Sie über den Zugriff auf jede Sprachversion verfügen, deren Verwendung Sie planen. Die einfachste Möglichkeit zum Erstellen einer Installation von Windows Vista, die mehrere Sprachen unterstützt, stellt das Kopieren der Inhalte der Windows Vista-DVD in einen Ordner auf der Arbeitsstation und die anschließende Installation der Sprachpakete für diese Verteilung dar.

So kopieren Sie ein Sprachpaket zu einer Windows Vista-Verteilung
  1. Erstellen Sie auf der lokalen Arbeitsstation einen Ordner, der die Windows Vista-Verteilung aufnehmen soll, z. B. "C:\Windows_Verteilung".

  2. Kopieren Sie den gesamten Inhalt der Windows Vista-DVD in den Distributionsordner.

  3. Entfernen Sie das Attribut "Schreibgeschützt" von den zu ändernden Dateien.

  4. Navigieren Sie auf der Windows Vista-DVD für die zu installierende Sprache zum Ordner "Langpacks". Wenn das DVD-ROM-Laufwerk beispielsweise "D" ist, legen Sie die sprachspezifische Windows Vista-DVD, und navigieren Sie zum Ordner "D:\Langpacks".

  5. Kopieren Sie das Sprachpaket (Lp.cab) und dessen übergeordneten Ordner in den Ordner "Langpacks" der Verteilung. Beispiele:

    Mkdir C:\Windows_Verteilung\Langpacks\de-DE Copy D:\Langpacks\de-DE\lp.cab C:\Windows_Verteilung\Langpacks\de-DE
    
  6. Kopieren Sie die Lizenzdateien und Installationsressourcen für das Sprachpaket in den Distributionsordner. Beispiele:

    Xcopy D:\Sources\de-DE\* C:\Windows_Verteilung\Langpacks\de-DE /cherkyi
    
  7. Verwenden Sie "ImageX", um das Abbild "Install.wim" aus dem Distributionsordner bereitzustellen. Dieses ist erforderlich, um die internationalen Einstellungen zu konfigurieren und die Antwortdatei in nachfolgenden Schritten zu erstellen. Navigieren Sie zum Ordner "ImageX" im Windows-AIK, normalerweise "C:\Programme\Windows AIK\Tools\x86". Verwenden Sie einen Befehl, der dem Folgenden ähnelt:

    Imagex /mountrw c:\Windows_Verteilung\Sources\install.wim 4 c:\wim_mount
    
  8. Erstellen Sie die Datei "lang.ini" erneut, um die Einstellungen für die neue Sprache einzubeziehen. Bei jedem Hinzufügen oder Entfernen eines Sprachpakets zu einer bzw. aus einer Windows Vista-Installation müssen Sie die Datei "intlcfg.exe" ausführen, um die Datei "lang.ini" erneut zu erstellen. Beispiele:

    Intlcfg -genlangini -dist:c:\Windows_Verteilung -image:c:\wim_mount -all:de-DE
    
  9. Heben Sie die Bereitstellung des Abbilds "Install.wim" auf, um die Änderungen zu übernehmen. Beispiele:

    Imagex /unmount /commit c:\wim_mount
    

Wenn Sie planen, mehrere Sprachen zur Verteilung hinzuzufügen, dann wiederholen Sie für jede Sprache die Schritte 4 bis 6. Sie können die Datei "Intlcfg.exe" ein Mal ausführen, um die Datei "Lang.ini" erneut zu erstellen, nachdem alle Sprachpakete hinzugefügt wurden. Heben Sie anschließend die Bereitstellung des Abbilds "Install.wim" auf, und übernehmen Sie die Änderungen.

Schritt 3: Konfigurieren internationaler Einstellungen in einer Antwortdatei

Die Standardeinstellungen für die Sprache und das Gebietsschema können für Windows Setup angegeben werden, indem diese Werte in einer Antwortdatei deklariert werden. Die Antwortdatei kann diese Daten in Abhängigkeit von Ihren Anforderungen sowohl für Szenarien mit manueller Installation als auch für Bereitstellungsszenarien bereitstellen. Es gibt zwei Komponenten, die diese Informationen für Windows Setup steuern:

  • Die Komponente "Microsoft-Windows-International-Core" enthält Einstellungen, die Sie während der Konfigurationsphasen "specialize" und "oobeSystem" anpassen können.

  • Die Komponente "Microsoft-Windows-International-Core-WinPE" gibt die Sprache und die Gebietsschemaeinstellungen während der Konfigurationsphase "windowsPE" anpassen können. Sie können mithilfe dieser Komponente auch die Installationsbenutzeroberfläche für Windows Setup ändern.

noteHinweis
Das Anwenden der Sprach- und Gebietsschemaeinstellungen in der Komponente "Microsoft-Windows-International-Core-WinPE" kann einen zusätzlichen Neustart des Computers beim Windows Setup vermeiden.

So konfigurieren Sie internationale Einstellungen in einer Antwortdatei
  1. Suchen Sie die für die Verteilung zu installierenden Sprachpakete.

  2. Fügen Sie ein oder mehrere Sprachpakete zur Verteilung hinzu (wie zuvor in diesem Dokument in Schritt 2 "Kopieren eines Sprachpakets zu einer Verteilung" beschrieben).

  3. Klicken Sie im Microsoft Windows AIK im Startmenü auf Windows System Image Manager (Windows SIM).

  4. Erweitern Sie im Bereich Windows-Abbild den Ordner Komponenten.

  5. Klicken Sie im Ordner Komponenten mit der rechten Maustaste auf <Architektur>_Microsoft-Windows-International-Core-WinPE, und klicken Sie dann auf Einstellung zu Pass 1 windowsPE hinzufügen, wobei <Architektur> die Prozessorarchitektur darstellt, für die Sie die Datei erstellen, z. B. x86.

  6. Wählen Sie im Bereich Antwortdatei die Komponente Microsoft-Windows-International-Core-WinPE aus. Die verfügbaren Einstellungen werden in Eigenschaften, rechts des Bereichs Antwortdatei angezeigt.

  7. Klicken Sie in Einstellungen auf InputLocale, und geben Sie die Gebietsschemaeinstellungen ein, die für die Benutzereingabe verwendet werden sollen. Der Zeichenfolgenwert für diese Einstellung kann entweder die Sprachen-ID sein, wenn Sie planen, die Standardeinstellungen für das Gebietsschema zu verwenden oder es kann sich um ein hexadezimales Bezeichnerpaar für die Sprache und das Gebietsschema handeln. Wenn Sie z. B. "Englisch" und "USA" als Einstellungen für Sprache und Gebietsschema kennzeichnen müssen, dann können Sie entweder "en-US" für den Standardwert oder "0x0409:0x00000409" eingeben.

  8. Klicken Sie unter Einstellungen auf SystemLocale, und geben Sie die Gebietsschemaeinstellungen ein, die das Betriebssystem als Standardeinstellungen für ANSI-Anwendungen (Nicht-Unicode) verwenden wird. Der Wert sollte die Sprachen-ID sein, z. B. "en-US".

  9. Klicken Sie unter Einstellungen auf UILanguage, und geben Sie dann die für alle Menüs, Hilfedateien und Dialogfelder zu verwendende Standardsprache an. Der Wert sollte die Sprachen-ID sein, z. B. "en-US".

  10. Klicken Sie unter Einstellungen auf UILanguageFallback, um die Sprache anzugeben, die verwendet wird, wenn die Standardsprache keine bestimmten lokalisierten Ressourcen enthält. "Arabisch" ist z. B. ein zu 80% lokalisiertes Sprachpaket für Windows Vista. Für die nicht im Sprachpaket "Arabisch" enthaltenen Ressourcen kann die Ausweichsprache entweder "Englisch" oder "Französisch" sein. Der Wert sollte die Sprachen-ID sein, z. B. "en-US".

  11. Klicken Sie unter Einstellungen auf UserLocale, und geben Sie den Sprachcode ein, der die Einstellungen für das Benutzergebietsschema definieren soll. Diese Einstellungen legen das Standardformat fest, das auf Informationen wie Datumsangaben und Geldbeträge angewendet wird. Der Wert sollte die Sprachen-ID sein, z. B. "en-US".

  12. Erweitern Sie unter Einstellungen die Komponente Microsoft-Windows-International-Core-WinPE.

  13. Klicken Sie unter Antwortdatei auf SetupUILanguage.

  14. Klicken Sie unter Einstellungen auf UILanguage, um den Sprachcode für die Sprache anzugeben, die beim Windows Setup verwendet wird. Der Wert sollte eine Sprachen-ID sein, z. B. "en-US".

  15. Speichern Sie die Antwortdatei. Wenn Sie die Antwortdatei zu einer DVD-basierten Verteilung hinzufügen und eine manuelle Installation durchführen oder Windows Setup über eine freigegebene Netzwerkressource ausführen, dann bezeichnen Sie die Antwortdatei mit "Autounattend.xml" und speichern diese im Stammordner der Verteilung, z. B. "C:\Windows_Verteilung".

Antwortdateien können automatisch von Windows Setup verwendet werden, wenn Sie die Bezeichnung "Unattend.xml" besitzen. Wenn Sie planen, Aktionen zur Antwortdatei hinzuzufügen, z. B. die Datenträgerpartitionierung, dann verwenden Sie den Namen "Autounattend.xml". Die in "Autounattend.xml" angegebenen Einstellungen werden während der Konfigurationsphase "windowsPE" angewendet, bevor die Dateien auf die Festplatte kopiert werden.

"Autounattend.xml" wird meistens verwendet, wenn Windows Setup über die Windows Vista-DVD ausgeführt und die Antwortdatei auf einem separaten USB-Flashlaufwerk bereitgestellt wird.

Schritt 4: Ändern der Sprache von Windows Setup

Die beim Windows Setup verwendete Sprache kann mithilfe der Einstellung "UILanguage" geändert werden, die im vorherigen Abschnitt beschrieben wurde, aber Sie müssen auch die Dateien für die Lizenz und die Dialogfeldressourcen bereitstellen. Dazu müssen Sie die von Windows Setup verwendeten Dateien aus der Datei "Lp.cab" für die zu verwendende Sprache extrahieren.

So ändern Sie die von Windows Setup verwendete Sprache
  1. Suchen Sie das Sprachpaket (Lp.cab), das Sie zu Windows Setup hinzufügen möchten.

  2. Extrahieren Sie den Inhalt des Sprachpakets mithilfe der Datei "Expand.exe". "Expand.exe" befindet sich im Windows-AIK, im Windows-OPK (OEM Preinstallation Kit) sowie in einer Windows Vista-Installation. Beispiele:

    Expand.exe C:\LPs\es-ES\lp.cab -f:* C:\LPs\es-ES\extracted_files
    
  3. Erstellen Sie in Ihrer Windows-Verteilung einen Ordner für die Sprachdateien, die von Windows Setup verwendet werden. Sprachdateien für Windows Setup werden im Ordner "Sources\<Sprache>" gespeichert, wobei <Sprache> den Sprachcode angibt, z. B. "de-DE".

  4. Suchen Sie den Installationsordner innerhalb der Ordnerstruktur, die Sie in Schritt 2 extrahiert haben.

  5. Kopieren Sie den Installationsordner aus den extrahierten Dateien in den Distributionsordner. Beispiel:

    Xcopy C:\LPs\es-ES\extracted_files\setup\sources\es-ES\* C:\Windows_Verteilung\Sources\es-ES\ /cheryki
    
  6. Kopieren Sie die sprachspezifische Lizenzdatei in den Distributionsordner. Beispiele:

    Xcopy C:\LPs\es-ES\extracted_files\sources\license\* c:\Windows_Verteilung\sources\license /cheryki
    
  7. Stellen Sie die Windows Vista-Datei "Install.wim" aus der Verteilung bereit. Beispiele:

    Imagex /mountrw C:\Windows_Verteilung\Sources\install.wim 4 C:\wim_mount
    
  8. Verwenden Sie die Datei "Intlcfg.exe" um die Datei "Lang.ini" zu erstellen. Beispiele:

    Intlcfg -genlangini -dist:c:\Windows_Verteilung -image:c:\wim_mount
    
  9. Heben Sie die Bereitstellung des Abbilds "Install.wim" auf, und übernehmen Sie die Änderungen. Beispiele:

  10. Imagex /unmount /commit c:\wim_mount

Sie können die Option "defaultlang" mit der Datei "Intlcfg.exe" verwenden, um die Standardsprache für Windows Setup festzulegen. Weitere Informationen über "Intlcfg.exe" finden Sie im WAIK-Benutzerhandbuch (Windows Automated Installation Kit) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=53552, möglicherweise in englischer Sprache).

Bereitstellen von benutzerdefinierten Sprachabbildern

Die Verfahren in diesem Dokument beschreiben, wie mehrere Sprachen in Windows Vista installiert und die Sprachoptionen für Windows Setup angepasst werden. Nachdem Sie über eine vollständige Verteilung verfügen (einschließlich aller Sprachen, deren Bereitstellung Sie planen), gibt es verschiedene Optionen zum Bereitstellen dieser Verteilung.

  • Stellen Sie den Zugriff auf die geänderte Windows Vista-Bereitstellung über eine freigegebene Netzwerkressource bereit.

  • Erstellen Sie eine DVD-Verteilung, die mit den von Ihnen ausgewählten Sprachpaketen angepasst wurde.

  • Installieren Sie einen einzelnen Mastercomputer, und erfassen Sie ein Abbild des Computers mithilfe von "Imagex.exe". Weitere Informationen zum Erfassen eines Windows Vista-Abbilds finden Sie im WAIK-Benutzerhandbuch (Windows Automated Installation Kit) für Windows Vista (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=53552, möglicherweise in englischer Sprache).

Weitere Referenzen

  • Falls Sie Betatester und ein Mitglied des TAP-Betaprogramms (Technology Adoption Program) sind, dann können Sie sich auch an ein vereinbartes Mitglied des Microsoft-Entwicklerteams wenden, um Hilfe zu erhalten.

  • Weitere Informationen zur Bereitstellung, einschließlich der schrittweisen Verfahren zum Erfassen eines Installationsabbilds, zum Speichern des Abbilds auf einer freigegebenen Netzwerkressource und zum Bereitstellen des Abbilds auf neuer Hardware, finden Sie in der schrittweisen Anleitung zur Bereitstellung von Windows Vista (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=66066, möglicherweise in englischer Sprache).

  • Weitere Informationen zum Windows-AIK finden Sie im WAIK-Benutzerhandbuch (Windows Automated Installation Kit) für Windows Vista (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=53552, möglicherweise in englischer Sprache).

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