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Ausarbeiten eines Entwurfs anhand Ihrer Ziele

Letzte Aktualisierung: Juni 2007

Betrifft: Windows Server 2008, Windows Vista

In diesem Thema werden Szenarios beschrieben, die zeigen, wie Sie in verschiedenen Unternehmenssituationen von Message Queuing profitieren können. Sie dienen gleichzeitig als anschauliche Beispiele für die unterschiedlichen Optionen, die mit Message Queuing verfügbar sind.

Da die Unterschiede zwischen der Verwendung von Message Queuing-Servern und Message Queuing-Clients eher Implementierungsdetails als Unternehmensszenarios beeinflussen, wurden die Szenarios einfach gehalten. Anwendungsentwickler sollten das Message Queuing SDK konsultieren, das anschauliche Beispiele für Message Queuing-Anwendungen enthält.

Szenario zur Automatisierung eines Fertigungsbereichs

Beispiel eines Bodenautomatisierungsszenarios

Sie können mithilfe von Message Queuing die automatisierte Herstellung eines beliebigen Produkts steuern, das von einer numerisch gesteuerten industriellen Maschine produziert wird, die wiederum von einem Computer gesteuert wird. In der Abbildung zum Beispiel werden mithilfe von Message Queuing Arbeitsaufträge gesammelt und der Informationsfluss für die Produktion verwaltet.

Die folgenden Message Queuing-Features tragen entscheidend zum Erfolg der Automatisierung für ein Stockwerk bei:

  • Zuverlässige Nachrichtenübermittlung. Stellt sicher, dass jede Nachricht übermittelt wird und trägt dazu bei, ein zuverlässiges Nachrichtenübermittlungssystem zu gewährleisten.

  • Nachrichtenpriorisierung. Leitet Nachrichten effizient weiter. Obwohl Nachrichten für die Qualitätssicherung irgendwann übermittelt werden müssen, sollten diese die effiziente Übermittlung zeitabhängiger Nachrichten nicht blockieren.

  • Verbindungsloses Messaging. Ermöglicht es allen Computern und Maschinen als einzelnes System zu interagieren.

  • Unterstützung mehrerer Plattformen. Integriert PCs und ältere Systeme. Beispielsweise kann ein Abrechnungspaket auf einem IBM-Großrechnersystem unter MVS mit Message Queuing-Anwendungen auf PCs kommunizieren, die Microsoft MSMQ-MQSeries Bridge verwenden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Foreign Computers and Sites.

  • Leistung. Dank schneller Nachrichtenübermittlung können Produktionsprozesse in Echtzeit (z. B. die Regulierung der Kochtemperatur) gesteuert werden.

  • Asynchrone Übermittlung. Ermöglicht es schnelleren Geräten, die Verarbeitung von Daten fortzusetzen, ohne dass diese auf eine Antwort von langsameren Geräten warten müssen.

Ticketverkaufsszenario

Beispiel eines Kartenverkaufsszenarios

Die Abbildung zeigt, wie mehrere Clients über das Internet auf einen Webserver für den Ticketverkauf zugreifen können. Webclients zeigen HTML-Seiten an, die Informationen zur Ticketverfügbarkeit, zu Preisen und Sitzplänen enthalten.

Ein Unternehmen, das Veranstaltungstickets verkauft, kann sein System mithilfe der folgenden Message Queuing-Features verbessern:

  • Internetverbindung. Akzeptiert Bestellungen über das Internet durch Verwendung einer Message Queuing-Anwendung und COM-Komponenten in Verbindung mit ASP (Active Server Pages) und IIS (Internetinformationsdienste). Dies geschieht mithilfe von Webformularen, die Sicherheit und Unterstützung für verschiedene Plattformen bieten.

  • Verbindungsloses Messaging. Asynchron ausgeführte Kontoaktualisierung und Ticketlieferung.

  • Unterstützung mehrerer Plattformen. Integriert PCs und ältere Systeme. Der Server für den Ticketverkauf wird möglicherweise auf einem Computer unter UNIX ausgeführt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Foreign Computers and Sites.

Veröffentlichungs- und Abonnementszenario

Mithilfe von Message Queuing kann die Entwicklung von typischen Publish/Subscribe-Programmen, beispielsweise Nachrichtenagenturdiensten und Abonnementdiensten für Finanzdaten, vereinfacht werden. Obwohl ein Serverprogramm fortlaufend aktualisierte Daten eines festgelegten Typs an den Client senden muss, ist es nicht erforderlich, dass der Server die Daten zu einem späteren Zeitpunkt erneut sendet, wenn der Client offline oder nicht verfügbar ist.

Beispiel eines Veröffentlichungs- und Abonnement-Szenarios

Die Abbildung zeigt ein Veröffentlichungs- und Abonnementszenario, bei dem mobile Verkaufsmitarbeiter über den Status der verfügbaren Produkte auf dem Laufenden gehalten werden. Mithilfe einer Message Queuing-Anwendung können auch Bestellungen angenommen werden, und die zwei Systeme können integriert werden. Zur Vereinfachung der Einzelheiten des Beispiels zeigt dieses Veröffentlichungs- und Abonnementszenario nur die Informationsverteilung.

In dieser Abbildung empfangen mobile Clients Daten außerhalb des Unternehmens. Regionale Server empfangen nur Daten vom Hauptserver, bei denen es sich um die Informationstypen handelt, die von den Clients abonniert werden. Jeder Client empfängt dann nur die Informationen, die von ihm abonniert wurden. Auf diese Weise werden die Kosten für die standortübergreifende und die mobile Kommunikation verringert.

In diesem Szenario befinden sich die regionalen Server und das Datenzentrum an unterschiedlichen Standorten. Die Nachrichten werden zwischen dem Datenzentrum und den Standorten über Routingverbindungen weitergeleitet, wobei der Hauptserver des Datenzentrums und die regionalen Server als Standortgates konfiguriert sind.

Die folgenden Message Queuing-Features tragen entscheidend zum Erfolg von traditionellen "Publish/Subscribe"-Programmen bei:

  • Verbindungsloses Messaging und Nachrichtenpriorisierung. Abwicklung der Nachrichtenübermittlung über Message Queuing. Sie müssen sich nicht mit Informationen befassen, die irgendwann nicht mehr gültig sind (und daher auch nicht mehr nützlich sind), oder mit Informationen, die nicht rechtzeitig übermittelt werden können.

  • Sicherheit. Stellt sicher, dass die Informationen an die richtigen Clients übermittelt werden und dass Dienste nicht ohne Bezahlung verwendet werden.

Bankszenario

Beispiel eines Bankszenarios

Finanzielle Transaktionen erfordern eine sicherheits- und transaktionsbasierte Programmierung. Transaktionen mit Geldautomaten erfordern ebenfalls ein verbindungsloses Messaging. In der Abbildung verfügt jeder Geldautomat über eine eigene lokale Datenbank. Selbst wenn die lokale oder regionale Datenbank oder die Hauptdatenbank vorübergehend offline ist, kann der Geldautomat weiterhin Transaktionen bearbeiten.

In diesem Szenario befinden sich die regionalen Datenzentren, die jeweils mit verschiedenen lokalen Datenzentren direkt verbunden sind, die wiederum direkt mit mehreren Geldautomaten kommunizieren, an unterschiedlichen Standorten. Die Nachrichten werden zwischen dem Datenzentrum der Hauptgeschäftsstelle und den verschiedenen Standorten über Routingverbindungen weitergeleitet, wobei der Hauptserver im Datenzentrum der Hauptgeschäftsstelle und die Server in den regionalen Datenzentren als Standortgates konfiguriert sind.

In diesem Bankszenario werden die folgenden Message Queuing-Features verwendet:

  • Verbindungsloses Messaging. Für die Kommunikation zwischen Geldautomaten und regionalen Datenzentren.

  • Transaktionales Messaging. Für das Senden von Nachrichten, die gleichzeitig bei der Aktualisierung der Finanzdatenbanken auftreten. Die Nachrichten werden nur einmal übermittelt.

  • Sicherheit. Zur Gewährleistung der Systemintegrität. Vermeintliche Diebe können sich an einem Geldautomaten nicht mit einer falscher Identität ausgeben, und Transaktionen können nicht von Personen überwacht werden, die versuchen, Kontonummern und PINs zu stehlen.

Börsenszenario

Beispiel eines Aktienmakler-Szenarios

In diesem Beispiel telefonieren Kunden mit Wertpapierhändlern, die in deren Auftrag Handelsanfragen senden. Der Handelsserver führt die folgenden Aufgaben in der folgenden Reihenfolge aus:

  1. Er sendet eine Abfrage an den Kontoserver, um zu überprüfen, ob die Transaktion abgeschlossen werden kann.

  2. Er überprüft die Transaktion mit dem Server für das Risikomanagement.

  3. Er sendet die Handelsanfrage an den Börsenserver.

Der Börsenserver führt die Aktientransaktion aus und aktualisiert anschließend nacheinander den Kontoserver des Kunden und den Server für das Risikomanagement.

In diesem Aktientransaktionsszenario werden die folgenden Message Queuing-Features verwendet:

  • Sicherheit. Für die Nachrichtenauthentifizierung, Verschlüsselung und Zugriffsüberwachung zur Gewährleistung einer sicheren Umgebung.

  • Unterstützung mehrerer Plattformen. Integriert PCs und ältere Systeme. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Foreign Computers and Sites.

  • Transaktionen (genau einmal übermittelt). Für eine garantierte Nachrichtenübermittlung zur Gewährleistung einer genauen Buchführung.

  • Verbindungsloses Messaging. Für das Aktualisieren von Konten und die asynchrone Risikobewertung.

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