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Server-Manager

Letzte Aktualisierung: Januar 2008

Betrifft: Windows Server 2008

Im Betriebssystem Windows Server® 2008 wird die Verwaltung und Sicherung mehrerer Serverrollen in einem Unternehmen mit der neuen Server-Manager-Konsole vereinfacht. Mit dem Server-Manager in Windows Server 2008 wird eine einzige Quelle zum Verwalten der Identität eines Servers und der Systeminformationen, zum Anzeigen des Serverstatus, zum Identifizieren von Problemen mit der Serverrollenkonfiguration sowie zum Verwalten aller auf dem Server installierten Rollen bereitgestellt.

Der Server-Manager ersetzt verschiedene in Windows Server® 2003 enthaltene Features, beispielsweise Serververwaltung, Konfiguration des Servers und Windows-Komponenten hinzufügen oder entfernen.

Mit dem Server-Manager ist es auch nicht mehr erforderlich, dass Administratoren vor dem Bereitstellen von Servern den Sicherheitskonfigurations-Assistenten ausführen. Serverrollen werden standardmäßig mit empfohlenen Sicherheitseinstellungen konfiguriert und können bereitgestellt werden, sobald sie installiert und richtig konfiguriert sind.

Wozu dient der Server-Manager?

Der Server-Manager ist eine erweiterte Microsoft Management Console (MMC), mit der Sie praktisch alle Informationen und Tools anzeigen und verwalten können, die die Produktivität des Servers beeinflussen. Mit den Befehlen im Server-Manager können Sie Serverrollen und Features installieren oder entfernen und bereits auf dem Server installierte Rollen durch Hinzufügen von Rollendiensten erweitern.

Mit dem Server-Manager wird die Serververwaltung effizienter, da Administratoren folgende Vorgänge mithilfe eines einzigen Tools ausführen können:

  • Anzeigen und Ändern der auf dem Server installierten Serverrollen und Features

  • Ausführen von Verwaltungstasks, die der Betriebsdauer des Servers zugeordnet sind (beispielsweise Starten bzw. Beenden von Diensten und Verwalten von lokalen Benutzerkonten)

  • Ausführen von Verwaltungstasks, die der Betriebsdauer der auf dem Server installierten Rollen zugeordnet sind

  • Bestimmen des Serverstatus, Identifizieren kritischer Ereignisse, Analyse und Problembehandlung für Konfigurationsprobleme oder -fehler

  • Installieren oder Entfernen der Rollen, Rollendienste und Features mithilfe einer Windows-Befehlszeile

Für wen ist der Server-Manager von Interesse?

Der Server-Manager bietet die größten Vorteile für die folgenden IT-Professionals:

  • IT-Administratoren, -Planer oder -Analytiker, die Windows Server 2008 bewerten

  • IT-Planer oder -Designer in Unternehmen

  • Early Adopters von Windows Server 2008

  • IT-Architekten, die für die Computerverwaltung und -sicherheit in der gesamten Organisation zuständig sind

Gibt es spezielle Überlegungen?

Vor der Verwendung des Server-Managers sollten Sie sich mit den Funktionen, der Terminologie, den Anforderungen und den täglichen Verwaltungstasks der Rollen vertraut machen, die auf dem Server installiert werden sollen. Weitere Informationen zu Serverrollen finden Sie im Windows Server TechCenter (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=48541, möglicherweise in englischer Sprache).

Der Server-Manager wird während des Setupprozesses von Windows Server 2008 standardmäßig installiert. Zum Verwenden des Server-Managers müssen Sie beim Computer als Mitglied der Gruppe Administratoren auf dem lokalen Computer angemeldet sein.

Welche Serverrollen und Features sind verfügbar?

Windows Server 2008 umfasst die folgenden Rollen und Features.

Serverrollen

Eine Serverrolle dient zum Beschreiben der primären Funktion des Servers. Administratoren können einen gesamten Computer für eine Serverrolle einsetzen oder mehrere Serverrollen auf einem einzigen Computer installieren. Jede Rolle kann einen oder mehrere Rollendienste einschließen, die sich am besten als Unterelemente einer Rolle beschreiben lassen. Die folgenden Serverrollen sind in Windows Server 2008 verfügbar und können mithilfe des Server-Managers installiert und verwaltet werden.

 

Rollenname Beschreibung

Active Directory-Zertifikatdienste

Mit den Active Directory®-Zertifikatdiensten (Active Directory® Certificate Services, AD CS) stehen anpassbare Dienste zum Erstellen und Verwalten von Zertifikaten mit öffentlichen Schlüsseln zur Verfügung. Diese Zertifikate werden in Softwaresicherheitssystemen mit öffentlichen Schlüsseln verwendet. Organisationen können Active Directory-Zertifikatdienste zum Optimieren der Sicherheit verwenden, indem sie die Identität einer Person, eines Geräts oder Diensts an einen entsprechenden privaten Schlüssel binden. In den Active Directory-Zertifikatdiensten werden auch Features bereitgestellt, mit denen Sie die Zertifikatregistrierung und -sperrung in verschiedenen skalierbaren Umgebungen verwalten können.

Zu den Anwendungen, die von den Active Directory-Zertifikatdiensten unterstützt werden, zählen Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions (S/MIME), sichere Drahtlosnetzwerke, virtuelle private Netzwerke (VPN), IP-Sicherheit (Internet Protocol Security, IPSec), verschlüsselnde Dateisysteme (Encrypting File System, EFS), Smartcard-Anmeldung, Secure Socket Layer/Transport Layer Security (SSL/TLS) und digitale Signaturen.

Active Directory-Domänendienste

Mithilfe der Active Directory-Domänendienste (AD DS) werden Informationen zu Benutzern, Computern und weiteren Geräten im Netzwerk gespeichert. Mit AD DS können Administratoren diese Informationen sicher verwalten; zudem wird die Ressourcenfreigabe und die Zusammenarbeit zwischen den Benutzern erleichtert. AD DS muss auch im Netzwerk installiert werden, damit Anwendungen mit Active Directory-Aktivierung (beispielsweise Microsoft Exchange Server) installiert und weitere Windows Server-Technologien (beispielsweise Gruppenrichtlinien) angewendet werden können.

Active Directory-Verbunddienste

Die Active Directory-Verbunddienste (Active Directory Federation Services, AD FS) umfassen Technologien für die einmalige Webanmeldung, mit denen ein Benutzer über ein einziges Benutzerkonto für mehrere Webanwendungen authentifiziert wird. In AD FS wird dies durch die sichere Verbundbildung oder Freigabe von Benutzeridentitäten und Zugriffsrechten in Form von digitalen Ansprüchen zwischen Partnerorganisationen erreicht.

Active Directory Lightweight Directory Services

Organisationen, die über Anwendungen verfügen, für die ein Verzeichnis zum Speichern von Anwendungsdaten erforderlich ist, können AD LDS (Active Directory Lightweight Directory Services) als Datenspeicher verwenden. Bei AD LDS handelt es sich nicht um betriebssystembasierte Dienste, sodass keine Bereitstellung auf einem Domänencontroller erforderlich ist. Es können mehrere Instanzen von AD LDS als nicht betriebssystembasierter Dienst gleichzeitig auf einem Server ausgeführt werden, wobei jede Instanz separat für mehrere Anwendungen konfiguriert werden kann.

Active Directory-Rechteverwaltungsdienste (Active Directory Rights Management Services, AD RMS)

AD RMS ist eine Technologie für den Informationsschutz, die mithilfe von AD RMS-fähigen Anwendungen digitale Informationen vor unberechtigter Verwendung schützt. Inhaltsbesitzer können genau definieren, wie ein Empfänger die Informationen verwenden kann. Sie können beispielsweise festlegen, wer die Informationen öffnen, ändern, drucken, weiterleiten oder andere Aktionen mit den Informationen ausführen kann. Organisationen können Benutzerrechtevorlagen wie "Vertraulich – Schreibgeschützt" erstellen, die direkt auf Informationen wie Finanzberichte, Produktspezifikationen, Kundendaten und E-Mails angewendet werden können.

Anwendungsserver

Mit einem Anwendungsserver wird eine vollständige Lösung zum Hosten und Verwalten von leistungsfähigen verteilten Geschäftsanwendungen bereitgestellt. Integrierte Dienste (beispielsweise .NET Framework, Webserver-Unterstützung, Message Queuing, COM+, Windows Communication Foundation und Failover-Clusterunterstützung) ermöglichen während des gesamten Lebenszyklus der Anwendung eine gesteigerte Produktivität , von der Konzeption und Entwicklung bis hin zur Bereitstellung und zum Betrieb.

DHCP-Server (Dynamic Host Configuration-Protokoll)

Mithilfe des Dynamic Host Configuration-Protokolls können Server Computern und anderen Geräten, die als DHCP-Clients aktiviert sind, IP-Adressen zuweisen oder per Lease zuordnen. Wenn Sie DHCP-Server im Netzwerk bereitstellen, werden Computern und anderen TCP/IP-basierten Netzwerkgeräten automatisch gültige IP-Adressen bereitgestellt. Außerdem werden die erforderlichen Konfigurationsparameter bereitgestellt, die als DHCP-Optionen bezeichnet werden. Mithilfe dieser Optionen können die Geräte Verbindungen zu anderen Netzwerkressourcen herstellen, beispielsweise zu DNS-Servern, WINS-Servern und Routern.

DNS-Server

Das Domain Name System (DNS) bietet ein Standardverfahren für die Zuordnung von Namen zu numerischen Internetadressen. Auf diese Weise können Benutzer auf Netzwerkcomputer verweisen, indem sie anstelle von langen Zahlenreihen einfach zu merkende Namen verwenden. Die DNS-Dienste können unter Windows mit dem Dynamic Host Configuration-Protokoll (DHCP) integriert werden, um zu verhindern, dass beim Hinzufügen von Computern zum Netzwerk DNS-Einträge erstellt werden müssen.

Faxserver

Mit dem Faxserver werden Faxe gesendet und empfangen. Zudem können Sie Faxressourcen (beispielsweise Aufträge, Einstellungen, Berichte und Faxgeräte) auf diesem Computer oder im Netzwerk verwalten.

Dateidienste

Mit dem Dateidienste werden Technologien für Speicherverwaltung, Dateireplikation, verteilte Namespaceverwaltung, schnelle Dateisuche sowie optimierten Clientzugriff auf Dateien bereitgestellt.

Hyper-V™

Hyper-V stellt die Dienste bereit, mit denen Sie virtuelle Computer und ihre Ressourcen erstellen und verwalten können. Jeder virtuelle Computer ist ein virtualisiertes Computersystem, das in einer isolierten Ausführungsumgebung betrieben wird. Auf diese Weise können Sie mehrere Betriebssysteme gleichzeitig ausführen.

Netzwerkrichtlinien- und Zugriffsdienste

Netzwerkrichtlinien- und Zugriffsdienste bieten eine Reihe von Methoden, um Benutzern lokale und Remotenetzwerkverbindungen bereitzustellen, Netzwerksegmente zu verbinden und Netzwerkadministratoren die zentrale Verwaltung des Netzwerkzugriffs und der Clientintegritätsrichtlinien zu ermöglichen. Mit den Netzwerkrichtlinien- und Zugriffsdiensten können Sie VPN-Server, DFÜ-Server, Router und 802.11-geschützten Drahtloszugriff bereitstellen. Sie können auch RADIUS-Server und -Proxys bereitstellen und das Verbindungs-Manager-Verwaltungskit verwenden, um Remotezugriffsprofile zu erstellen, mit denen Clientcomputer eine Verbindung mit Ihrem Netzwerk herstellen können.

Druckdienste

Durch die Druckdienste wird die Verwaltung von Druckservern und Druckern ermöglicht. Mit einem Druckserver wird der Administrations- und Verwaltungsaufwand reduziert, indem die Druckerverwaltungstasks zentralisiert werden.

Terminaldienste

Die Terminaldienste bieten Technologien, die Benutzern über praktisch jeden Computer den Zugriff auf Windows-basierte Programme, die auf einem Terminalserver installiert sind, sowie auf den vollständigen Windows-Desktop ermöglichen. Die Benutzer können eine Verbindung mit einem Terminalserver herstellen, um Programme auszuführen und die Netzwerkressourcen auf diesem Server zu verwenden.

UDDI-Dienste

UDDI-Dienste stellen UDDI-Funktionen (Universal Description, Discovery, Integration) zur Freigabe von Informationen zu Webdiensten im Intranet einer Organisation, zwischen Geschäftspartnern in einem Extranet oder im Internet bereit. Mithilfe der UDDI-Dienste kann die Produktivität von Entwicklern und IT-Professionals mit zuverlässigeren und besser verwaltbaren Anwendungen optimiert werden. Mit den UDDI-Diensten können Sie doppelte Arbeit verhindern, indem Sie die Wiederverwendung des vorhandenen Entwicklungsaufwands fördern.

Webserver (IIS)

Mit dem Webserver (IIS) können Sie Informationen im Internet, einem Intranet oder einem Extranet freigeben. Es handelt sich um eine einheitliche Webplattform, die IIS 7.0, ASP.NET und Windows Communication Foundation (WCF) integriert. Mit IIS 7.0 wird zudem eine erhöhte Sicherheit, vereinfachte Diagnose und delegierte Verwaltung bereitgestellt.

Windows-Bereitstellungsdienste

Sie können Windows-Bereitstellungsdienste verwenden, um Windows-Betriebssysteme remote auf Computern mit PXE-Start-ROMs (Pre-boot Execution Environment) zu installieren oder zu konfigurieren. Der Verwaltungsaufwand wird durch die Implementierung des MMC-Snap-Ins WdsMgmt reduziert, mit dem alle Aspekte der Windows-Bereitstellungsdienste verwaltet werden. Die Verwendung der Windows-Bereitstellungsdienste ist vergleichbar mit Windows Setup, sodass zudem eine einheitliche Endbenutzerverwendung ermöglicht wird.

Die folgende Abbildung zeigt die Startseite der Dateidiensterolle im Server-Manager.

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Features

Features beschreiben allgemein nicht die primäre Funktion eines Servers. Features stellen zusätzliche oder unterstützende Funktionen für Server bereit. Normalerweise fügen Administratoren Features nicht als primäre Funktion eines Servers hinzu, sondern um die Funktionalität der installierten Rollen zu erweitern.

Die Failover-Clusterunterstützung beispielsweise ist ein Feature, das Administratoren nach dem Installieren bestimmter Serverrollen, beispielsweise Dateidienste, installieren können, um den Dateidienste um Redundanz zu ergänzen und eine eventuelle Notfallwiederherstellung zu beschleunigen.

Die folgenden Features sind in Windows Server 2008 verfügbar und können mithilfe von Befehlen im Server-Manager installiert werden.

 

Feature Beschreibung

Microsoft .NET Framework 3.0-Features

Durch Microsoft .NET Framework 3.0 wird die Leistungsfähigkeit der .NET Framework 2.0-APIs mit den neuen Technologien zum Erstellen von Anwendungen mit ansprechenden Benutzeroberflächen kombiniert, die die persönlichen Identitätsinformationen der Kunden schützen, nahtlose und sichere Kommunikation unterstützen und das Entwerfen einer Reihe von Geschäftsprozessen ermöglichen.

BitLocker-Laufwerkverschlüsselung

Mithilfe der BitLocker-Laufwerkverschlüsselung werden Daten auf verloren gegangenen, gestohlenen oder unpassend außer Betrieb gesetzten Computern geschützt, indem das gesamte Laufwerk verschlüsselt und die Integrität der Bootkomponenten überprüft wird. Die Daten werden nur entschlüsselt, wenn diese Komponenten erfolgreich überprüft wurden und sich das verschlüsselte Laufwerk auf dem ursprünglichen Computer befindet. Für die Integritätsprüfung ist ein kompatibles TPM (Trusted Platform Module) erforderlich.

BITS-Servererweiterungen

Mithilfe von BITS-Servererweiterungen (Background Intelligent Transfer Service) kann ein BITS-Server Dateien empfangen, die von Clients hochgeladen wurden. Mit BITS können Clientcomputer Dateien im Vordergrund oder Hintergrund asynchron übertragen; die Antwortbereitschaft von anderen Netzwerkanwendungen wird beibehalten, und Dateiübertragungsvorgänge werden nach Netzwerkausfällen und Computerneustarts wieder aufgenommen.

Verbindungs-Manager-Verwaltungskit

Mit dem Verbindungs-Manager-Verwaltungskit (Connection Manager Administration Kit, CMAK) werden Verbindungs-Manager-Profile generiert.

Desktopdarstellung

Im Lieferumfang der Desktopdarstellung sind Features von Windows Vista® enthalten, beispielsweise Windows Media Player, Desktopdesigns und Fotoverwaltung. Mit der Desktopdarstellung werden die Windows Vista-Features nicht standardmäßig aktiviert; Sie müssen sie manuell aktivieren.

Failover-Clusterunterstützung

Die Failover-Clusterunterstützung ermöglicht die Zusammenarbeit mehrerer Server, um Dienste und Anwendungen mit hoher Verfügbarkeit bereitzustellen. Die Failover-Clusterunterstützung wird häufig für Datei- und Druckdienste sowie Datenbank- und E-Mail-Anwendungen verwendet.

Gruppenrichtlinienverwaltung

Mithilfe der Gruppenrichtlinienverwaltung wird das Verständnis, die Bereitstellung, Verwaltung und Problembehandlung von Gruppenrichtlinienimplementierungen vereinfacht. Bei diesem Standardtool handelt es sich um die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (Group Policy Management Console, GPMC), ein skriptfähiges Snap-In der Microsoft Management Console (MMC), mit dem ein einziges Verwaltungstool für die Verwaltung von Gruppenrichtlinien im gesamten Unternehmen bereitgestellt wird.

Internetdruckclient

Der Internetdruckclient ermöglicht es Clients, über das Internet Printing-Protokoll (IPP) Verbindungen mit Druckern im Netzwerk oder im Internet herzustellen und auf diesen zu drucken.

iSNS (Internet Storage Naming Server)

Mit iSNS (Internet Storage Name Server) werden Suchdienste für iSCSI-SANs (Internet Small Computer System Interface Storage Area Networks) bereitgestellt. Durch iSNS werden Registrierungsanforderungen, Registrierungsaufhebungsanforderungen sowie Abfragen von iSNS-Clients verarbeitet.

LPR-Portmonitor

Der LPR-Portmonitor (Line Printer Remote) ermöglicht es einem Computer, auf Druckern zu drucken, die mithilfe des LPD-Diensts (Line Printer Daemon) freigegeben wurden. (Der LPD-Dienst wird häufig von UNIX-basierten Computern und Druckerfreigabegeräten verwendet.)

Message Queuing

Mit Message Queuing wird die gesicherte Nachrichtenzustellung, effizientes Routing, Sicherheit sowie die Nachrichtenübermittlung zwischen Anwendungen aufgrund von Prioritäten bereitgestellt. Mit Message Queuing wird zudem die Nachrichtenzustellung zwischen Anwendungen ermöglicht, die unter verschiedenen Betriebssystemen ausgeführt werden, für die unterschiedliche vorübergehend offline geschaltete oder zu verschiedenen Zeitpunkten ausgeführte Netzwerkinfrastrukturen verwendet werden.

Multipfad-E/A

Microsoft Multipfad-E/A unterstützt zusammen mit dem gerätespezifischen Modul (Device Specific Module, DSM) von Microsoft oder einem DSM eines Drittanbieters die Verwendung von mehreren Datenpfaden in einem Speichergerät unter Windows.

Netzwerklastenausgleich

Beim Netzwerklastenausgleich (Network Load Balancing, NLB) wird der Datenverkehr mithilfe des TCP/IP-Netzwerkprotokolls über mehrere Server verteilt. Ein Netzwerklastenausgleich ist insbesondere dann hilfreich, wenn sichergestellt werden soll, dass statusfreie Anwendungen, beispielsweise ein Webserver auf dem Internetinformationsdienste (Internet Information Services, IIS) ausgeführt werden, mit zunehmender Last durch Hinzufügen zusätzlicher Server skalierbar ist.

Peer Name Resolution-Protokoll

Mit dem Peer Name Resolution-Protokoll (PNRP) können sich Anwendungen auf dem Computer registrieren und Namen vom Computer auflösen, sodass andere Computer mit diesen Anwendungen kommunizieren können.

Verbessertes Windows-Audio-/Video-Streaming

Verbessertes Audio/Video-Streaming (qWave) ist eine Netzwerkplattform für Audio/Video-Streaminganwendungen (AV) in privaten IP-Netzwerken. qWave verbessert die AV-Streamingleistung und -zuverlässigkeit, indem ein Netzwerk-QoS (Quality-of-Service) für AV-Anwendungen sichergestellt wird. Es werden Mechanismen für Zugangssteuerung, Laufzeitüberwachung und -erzwingung, Anwendungsfeedback sowie Datenverkehrspriorisierung bereitgestellt. Auf Windows Server-Plattformen bietet qWave nur Übertragungsraten- und Prioritätsdienste.

Remoteunterstützung

Mit der Remoteunterstützung können Sie (oder ein Mitarbeiter des technischen Supports) Benutzern mit Computerproblemen oder -fragen Hilfe anbieten. Die Remoteunterstützung ermöglicht es Ihnen, die Steuerung des Desktops von Benutzern anzuzeigen und freizugeben, um eine Problembehandlung vorzunehmen und die Probleme zu beheben. Die Benutzer können auch Hilfe von Freunden oder Kollegen anfordern.

Remotedifferenzialkomprimierung

Das Feature Remotedifferenzialkomprimierung (Remote Differential Compression, RDC) besteht aus Anwendungsprogrammierschnittstellen (Application Programming Interfaces, APIs), mit deren Hilfe Anwendungen ermitteln können, ob ein Satz Dateien geändert wurde, und gegebenenfalls erkennen können, welche Teile der Dateien die Änderungen enthalten.

Remoteserver-Verwaltungstools

Mit den Remoteserver-Verwaltungstools ist die Remoteverwaltung von Windows Server 2003 und Windows Server 2008 auf einem Computer unter Windows Server 2008 möglich, da Sie einige der Verwaltungstools für Rollen, Rollendienste und Features auf einem Remotecomputer ausführen können.

Wechselmedien-Manager

Mit dem Wechselmedien-Manager können Wechselmedien verwaltet und katalogisiert und automatische Wechselmediengeräte gesteuert werden.

RPC-über-HTTP-Proxy

Der RPC-über-HTTP-Proxy ist ein Proxy, der von Objekten verwendet wird, die Remoteprozeduraufrufe (Remote Procedure Calls, RPC) über HTTP (Hypertext Transfer-Protokoll) empfangen. Dieser Proxy ermöglicht es Clients, diese Objekte zu erkennen, auch wenn die Objekte zwischen verschiedenen Servern verschoben werden oder wenn sie in separaten Bereichen des Netzwerks vorhanden sind, was normalerweise aus Sicherheitsgründen der Fall ist.

Dienste für NFS

Dienste für NFS (Network File System) ist ein Protokoll, das als verteiltes Dateisystem (Distributed File System, DFS) fungiert. Somit kann ein Computer über ein Netzwerk so einfach auf Dateien zugreifen, als befänden sie sich auf den lokalen Datenträgern des Computers. Dieses Feature ist ausschließlich für die Installation unter Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme verfügbar. Unter anderen Versionen von Windows Server 2008 stehen Dienste für NFS als Rollendienst der Dateidienste-Rolle zur Verfügung.

Einfache TCP/IP-Dienste

Einfache TCP/IP-Dienste unterstützen die folgenden TCP/IP-Dienste: Zeichengenerator, Daytime, Discard, Echo und Zitat des Tages. Einfache TCP/IP-Dienste werden aus Gründen der Abwärtskompatibilität bereitgestellt und sollten nicht installiert werden, wenn dies nicht erforderlich ist.

SMTP-Server

Der SMTP-Server unterstützt die Übertragung von E-Mails zwischen E-Mail-Systemen.

SNMP-Dienste

SNMP (Simple Network Management-Protokoll) ist das Internetstandardprotokoll zum Austauschen von Verwaltungsinformationen zwischen Verwaltungskonsolenanwendungen (beispielsweise HP Openview, Novell NMS, IBM NetView oder Sun Net Manager) und verwalteten Einheiten. Verwaltete Einheiten können Hosts, Router, Brücken und Hubs einschließen.

Speicher-Manager für SANs (Storage Area Networks)

Mit dem Speicher-Manager für SANs (Storage Area Networks) können Sie LUNs (Logical Unit Numbers, logische Gerätenummern) auf Fibre Channel- und iSCSI-Laufwerk-Subsystemen erstellen und verwalten, die den Dienst für virtuelle Datenträger (Virtual Disk Service, VDS) im SAN unterstützen.

Subsystem für UNIX-basierte Anwendungen

Mit dem Subsystem für UNIX-basierte Anwendungen (SUA) und dem Paket von unterstützenden Dienstprogrammen, das auf der Microsoft-Website für den Download verfügbar ist, können Sie UNIX-basierte Programme ausführen sowie benutzerdefinierte UNIX-basierte Anwendungen in der Windows-Umgebung kompilieren und ausführen.

Telnet-Client

Der Telnet-Client verwendet das Telnet-Protokoll, um eine Verbindung mit einem Telnet-Remoteserver herzustellen und Anwendungen auf diesem Server auszuführen.

Telnet-Server

Der Telnet-Server ermöglicht Remotebenutzern (einschließlich Benutzern mit UNIX-basierten Betriebssystemen) das Verwalten über die Befehlszeile und das Ausführen von Programmen mithilfe eines Telnet-Clients.

TFTP-Client (Trivial File Transfer-Protokoll)

Der TFTP-Client (Trivial File Transfer-Protokoll) wird zum Lesen von Dateien von einem bzw. zum Schreiben von Dateien auf einen TFTP-Remoteserver verwendet. TFTP wird vorwiegend von eingebetteten Geräten oder Systemen verwendet, die Firmware, Konfigurationsinformationen oder ein Systemabbild während des Startvorgangs von einem TFTP-Server abrufen.

Windows Internal Database

Windows Internal Database ist ein relationaler Datenspeicher, der nur von Windows-Rollen und -Features verwendet werden kann (beispielsweise von UDDI-Diensten, AD RMS, Windows Server Update Services und dem Windows-Systemressourcen-Manager).

Windows Internet Name Service (WINS)

Mit WINS (Windows Internet Name Service) wird eine verteilte Datenbank zum Registrieren und Abfragen dynamischer Zuordnungen von NetBIOS-Namen für im Netzwerk verwendete Computer und Gruppen bereitgestellt. Zudem werden mit WINS IP-Adressen NetBIOS-Namen zugeordnet und die aus der NetBIOS-Namensauflösung in weitergeleiteten Umgebungen entstehenden Probleme gelöst.

Windows PowerShell™

Windows PowerShell ist eine Befehlszeilenshell und Skriptsprache, mit der IT-Professionals ihre Produktivität steigern können. Windows PowerShell bietet eine neue auf Administratoren ausgerichtete Skriptsprache und über 130 standardmäßige Befehlszeilentools für eine einfache Systemverwaltung und schnellere Automatisierung.

Windows-Prozessaktivierungsdienst

Der Windows-Prozessaktivierungsdienst (Windows Process Activation Service, WAS) generalisiert das IIS-Prozessmodell und beseitigt dadurch die Abhängigkeit von HTTP. Alle IIS-Features, die zuvor nur in HTTP-Anwendungen verfügbar waren, stehen jetzt auch für Anwendungen zur Verfügung, von denen WCF-Dienste (Windows Communication Foundation) gehostet und keine HTTP-Protokolle verwendet werden. IIS 7.0 verwendet WAS auch für die meldungsbasierte Aktivierung über HTTP.

Features der Windows Server-Sicherung

Mithilfe der Features der Windows Server-Sicherung können Sie das Betriebssystem, Anwendungen und Daten sichern und wiederherstellen. Sie können Sicherungen so einplanen, dass sie einmal am Tag oder häufiger ausgeführt werden. Zudem können Sie den gesamten Server oder bestimmte Laufwerke schützen.

Windows-Systemressourcen-Manager

Der Windows-Systemressourcen-Manager (Windows System Resource Manager, WSRM) ist ein Verwaltungstool des Betriebssystems Windows Server, mit dem die Zuordnung der CPU und Arbeitsspeicherressourcen gesteuert werden kann. Durch das Verwalten der Ressourcenzuordnung wird die Systemleistung optimiert und die Gefahr, dass Anwendungen, Dienste oder Prozesse sich gegenseitig stören, wodurch es zu einer verminderten Servereffizienz und Systemreaktion kommen kann, minimiert.

WLAN-Dienst

Mit dem WLAN-Dienst wird der WLAN-Autokonfigurationsdienst konfiguriert und gestartet, unabhängig davon, ob der Computer Drahtlosadapter aufweist. Mit der WLAN-Autokonfiguration werden Drahtlosadapter aufgezählt und sowohl Drahtlosverbindungen als auch die Drahtlosprofile mit den Einstellungen verwaltet, die erforderlich sind, um einen Drahtlosclient so zu konfigurieren, dass von ihm Verbindungen mit einem Drahtlosnetzwerk hergestellt werden können.

Welche neue Funktionalität wird mit dem Server-Manager bereitgestellt?

Das Hinzufügen und Entfernen von Serverrollen und Features ist zwar nicht neu, jedoch wird durch den Server-Manager die Funktionalität mehrerer früherer Tools auf einer einzigen, einfachen MMC-basierten Benutzeroberfläche vereinheitlicht.

Die mit dem Server-Manager installierten Rollen und Features sind standardmäßig sicher. Administratoren müssen nach dem Installieren oder Entfernen von Rollen den Sicherheitskonfigurations-Assistenten nur dann ausführen, wenn sie Standardeinstellungen ändern möchten.

Der Server-Manager stellt einen einzelnen Zugriffspunkt auf Verwaltungs-Snap-Ins für alle installierten Rollen bereit. Beim Hinzufügen einer Rolle wird automatisch im Server-Manager eine Verwaltungskonsolen-Startseite für diese Rolle erstellt, auf der Ereignisse und Dienststatus für alle zur Rolle gehörenden Dienste angezeigt werden. Rollendienste oder Unterelemente einer Rolle werden in einem Abschnitt der Rollenstartseite aufgelistet. Administratoren können Assistenten öffnen, um Rollendienste mithilfe von Befehlen auf dieser Startseite hinzuzufügen oder zu entfernen.

Aufgaben zur Erstkonfiguration

Das Fenster Aufgaben zur Erstkonfiguration ist ein neues Feature in Windows Server 2008. Es wird automatisch nach Abschluss des Installationsprozesses des Betriebssystems geöffnet und ermöglicht dem Administrator das Fertigstellen des Setups und der Erstkonfiguration eines neuen Servers. Es beinhaltet Aufgaben, wie das Festlegen der Zeitzone des Servers, das Beitreten des Servers zu einer vorhandenen Domäne, das Aktivieren des Remotedesktops für einen Server und das Aktivieren von Windows-Update und der Windows-Firewall.

Die folgende Abbildung zeigt das Fenster Aufgaben zur Erstkonfiguration in Windows Server 2008.

Fenster für erste Konfigurationsaufgaben

Mit den Befehlen Rollen hinzufügen und Features hinzufügen im Fenster Aufgaben zur Erstkonfiguration können Sie sofort mit dem Hinzufügen von Rollen und Features zum Server beginnen.

Außerdem können Sie im Aufgaben zur Erstkonfiguration an den folgenden Programmen teilnehmen, die anonymes Feedback zur Leistung der Software in Ihrem Unternehmen an Microsoft übermitteln.

  • Windows Server-Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit

  • Windows-Fehlerberichterstattung

Standardeinstellungen der Erstkonfiguration

Die folgende Tabelle zeigt einige der Standardeinstellungen, die vom Installationsprozess für Windows Server 2008 konfiguriert werden. Diese Standardeinstellungen können Sie mithilfe der Befehle im Fenster Aufgaben zur Erstkonfiguration ändern.

 

Einstellung Standardkonfiguration

Computername

Der Computername wird während der Installation nach dem Zufallsprinzip zugewiesen. Sie können den Computernamen mithilfe der Befehle im Fenster Aufgaben zur Erstkonfiguration ändern.

Domänenmitgliedschaft

Der Computer wird nicht standardmäßig einer Domäne hinzugefügt; er wird der Arbeitsgruppe ARBEITSGRUPPE hinzugefügt.

Automatische Updates für Windows

Automatische Updates für Windows sind standardmäßig deaktiviert.

Netzwerkverbindungen

Für alle Netzwerkverbindungen ist festgelegt, dass IP-Adressen automatisch über DHCP bezogen werden.

Windows-Firewall

Die Windows-Firewall ist standardmäßig aktiviert.

Installierte Rollen

Standardmäßig sind keine Rollen installiert.

Wieso sind Aufgaben zur Erstkonfiguration wichtig?

Im Fenster Aufgaben zur Erstkonfiguration können Administratoren einen Server konfigurieren und den Zeitraum zwischen der Betriebssysteminstallation und der Bereitstellung des Servers in einem Unternehmen verkürzen. Administratoren können auf logische Weise Betriebssystemeinstellungen angeben, die vorher in Windows Server 2003-Setup verfügbar waren, beispielsweise Domäneninformationen und Netzwerkeinstellungen.

Inwiefern unterscheidet sich die Funktionsweise?

Vor Windows Server 2008 wurde das Setup von Betriebssystemen der Windows-Serverklasse angehalten, damit Administratoren Informationen zum Administratorkonto, zu Domänen und zum Netzwerk bereitstellen konnten. Aus Feedback ging hervor, dass diese Vorgehensweise die Prozesse bei der Betriebssystem- und Serverbereitstellung verlangsamte, da der Abschluss der Betriebssysteminstallation verzögert wurde, bis die Administratoren auf die Eingabeaufforderungen reagierten und diese Informationen bereitstellten.

Mit Aufgaben zur Erstkonfiguration können Administratoren diese Aufgaben aufschieben, bis die Installation abgeschlossen ist, sodass sich weniger Unterbrechungen während der Installation ergeben.

Außerdem kann die Produktaktivierung innerhalb eines Kulanzzeitraums (normalerweise 30 Tage) vorgenommen werden und ist nicht kritisch für die Erstkonfiguration des Servers. Daher wurde der Befehl Server aktiveren aus dem Fenster Serververwaltung in Windows Server 2003 aus den Aufgaben zur Erstkonfiguration entfernt.

Server-Manager-Konsole

Die Server-Manager-Konsole ist ein neues MMC-Snap-In (Microsoft Management Console), in dem eine konsolidierte Ansicht des Servers mit Informationen zur Serverkonfiguration, zum Status der installierten Rollen sowie Befehle zum Hinzufügen und Entfernen von Rollen und Features bereitgestellt werden.

Der Hierarchiebereich der Server-Manager-Konsole enthält erweiterbare Knoten, mit deren Hilfe Administratoren direkt zu den Konsolen für die Verwaltung bestimmter Rollen, Problembehandungstools oder für Sicherungs- und wiederherstellungsoptionen wechseln können.

Die folgende Abbildung zeigt das Hauptfenster des Server-Managers.

Hauptfenster des Server-Managers

Das Hauptfenster der Server-Manager-Konsole enthält die vier folgenden reduzierbaren Abschnitte:

  • Serverübersicht

    Der Abschnitt Serverübersicht enthält zwei Unterabschnitte: Computerinformationen und Sicherheitsinformationen. In Computerinformationen werden Computername, Domäne, Netzwerkverbindungen, Remotedesktopstatus und Produkt-ID des Betriebssystems angezeigt. Diese Informationen können Sie mit Befehlen im Unterabschnitt Computerinformationen bearbeiten.

    In Sicherheitsinformationen wird angezeigt, ob automatische Updates für Windows und die Windows-Firewall aktiviert sind, ob das Datum und die Zeit festgelegt sind, wann der Computer zuletzt nach installierten Updates geprüft wurde, und ob die verstärkte Sicherheitskonfiguration für Windows® Internet Explorer® für Administratoren oder andere Benutzer aktiviert ist. Mit den Befehlen im Unterabschnitt Sicherheitsinformationen können Sie diese Einstellungen bearbeiten oder erweiterte Optionen anzeigen.

  • Rollenübersicht

    Der Abschnitt Rollenübersicht enthält eine Tabelle, aus der hervorgeht, welche Rollen auf dem Server installiert sind. Mit den Befehlen in diesem Abschnitt können Sie Rollen hinzufügen oder entfernen oder zu einer detaillierteren Konsole wechseln, in der Sie eine bestimmte Rolle verwalten können.

  • Featureübersicht

    Der Abschnitt Featureübersicht enthält eine Tabelle mit den Angaben, welche Features auf dem Server installiert sind. Mit den Befehlen in diesem Abschnitt können Sie Features hinzufügen oder entfernen.

  • Ressourcen und Support

    Im Abschnitt Ressourcen und Support wird angezeigt, ob dieser Server an den Feedbackprogrammen Windows-Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit und Windows-Fehlerberichterstattung teilnimmt. Ressourcen und Support ist auch als Ausgangspunkt für die Suche nach zusätzlicher Hilfe und online verfügbaren Themen im Windows Server TechCenter (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=48541, möglicherweise in englischer Sprache) gedacht.

    Mit den Befehlen in diesem Abschnitt können Sie die Teilnahme des Servers an Feedbackprogrammen ändern und mehr Hilfe und Support finden.

    Auf jeder Server-Manager-Rollenstartseite enthält der Abschnitt Ressourcen und Support ein Menü mit empfohlenen Konfigurationen oder Szenarien, in denen die Rolle oder Teile der Rolle verwendet werden können. Jede der empfohlenen Konfigurationen ist mit einer Hilfeprüfliste verknüpft, die Administratoren als Anleitung für die Aufgaben verwenden können, die sie ausführen müssen, damit die Rolle im jeweiligen Szenario verwendet werden kann.

Wieso ist die Server-Manager-Konsole wichtig?

Die Server-Manager-Konsole hat große Ähnlichkeit mit der Titelseite einer Zeitung, in der es um den Server geht. Sie dient als zentrale Stelle, an der Administratoren eine knappe Übersicht über einen Server sehen, die Systemeigenschaften des Servers ändern und Rollen oder Features installieren oder entfernen können.

Server-Manager-Assistenten

Assistent zum Hinzufügen von Rollen

Der Assistent zum Hinzufügen von Rollen, der zum Hinzufügen einer oder mehrerer Rollen zum Server verwendet werden kann, überprüft automatisch, ob Abhängigkeiten zwischen Rollen vorhanden sind und ob alle für die einzelnen ausgewählten Rollen erforderlichen Rollen und Rollendienste installiert sind.

Für manche Rollen, wie beispielsweise die Terminaldiensterolle und die Active Directory-Zertifikatdiensterolle, stellt der Assistent zum Hinzufügen von Rollen auch Konfigurationsseiten bereit, auf denen Benutzer angeben können, wie die Rolle im Rahmen des Installationsprozesses konfiguriert werden soll.

Die folgende Abbildung zeigt die Seite Serverrollen auswählen des Assistenten zum Hinzufügen von Rollen.

Server-Rollen auswählen, Assistent zum Hinzufügen von Rollen

Assistent zum Hinzufügen von Rollendiensten

Die meisten Rollen, beispielsweise die Dateidiensterolle, die Terminaldiensterolle und die Active Directory-Zertifikatdiensterolle, bestehen aus mehreren Unterelementen, die auf der Oberfläche des Server-Managers als Rollendienste identifiziert werden.

Wenn eine dieser komplexen Rollen installiert wurde, können Sie der Rolle mithilfe des Assistenten zum Hinzufügen von Rollendiensten Rollendienste hinzufügen. Der Befehl zum Öffnen des Assistenten zum Hinzufügen von Rollendiensten befindet sich auf jeder Rollenstartseite in der Server-Manager-Konsole.

Assistent zum Hinzufügen von Features

Der Assistent zum Hinzufügen von Features ermöglicht das Installieren eines oder mehrerer Features auf dem Computer in einer einzigen Sitzung. Features sind Softwareprogramme, die unabhängig von den installierten Rollen die Funktionalität einer oder mehrerer Rollen unterstützen oder erweitern oder die Funktionalität des Servers selbst erweitern.

Die Befehle zum Öffnen des Assistenten zum Hinzufügen von Features befinden sich im Bereich Server anpassen des Fensters Aufgaben zur Erstkonfiguration sowie im Abschnitt Featureübersicht des Fensters der Server-Manager-Konsole.

Assistent zum Entfernen von Rollen

Der Assistent zum Entfernen von Rollen, der zum Entfernen einer oder mehrerer Rollen vom Server verwendet werden kann, überprüft automatisch, ob Abhängigkeiten zwischen Rollen vorhanden sind und ob die für die nicht zu entfernenden Rollen erforderlichen Rollen und Rollendienste installiert bleiben. Der Prozess des Assistenten zum Entfernen von Rollen verhindert das versehentliche Entfernen von Rollen oder Rollendiensten, die für die verbleibenden Rollen auf dem Server erforderlich sind.

Assistent zum Entfernen von Rollendiensten

Mithilfe des Assistenten zum Entfernen von Rollendiensten können Sie Dienste aus einer installierten Rolle entfernen. Der Befehl zum Öffnen des Assistenten zum Entfernen von Rollendiensten befindet sich auf jeder Rollenstartseite in der Server-Manager-Konsole.

Assistent zum Entfernen von Features

Der Assistent zum Entfernen von Features ermöglicht das Entfernen eines oder mehrerer Features vom Computer in einer einzigen Sitzung. Features sind Softwareprogramme, die unabhängig von den installierten Rollen die Funktionalität einer oder mehrerer Rollen unterstützen oder erweitern oder die Funktionalität des Servers selbst erweitern.

Die Befehle zum Öffnen des Assistenten zum Entfernen von Features befinden sich im Bereich Server anpassen des Fensters Aufgaben zur Erstkonfiguration sowie im Abschnitt Featureübersicht des Fensters der Server-Manager-Konsole.

Wieso sind die Server-Manager-Assistenten wichtig?

Die Assistenten im Server-Manager optimieren die Bereitstellung von Servern im Unternehmen, da sie den Zeitaufwand, der in früheren Versionen von Windows Server zum Installieren, Konfigurieren oder Entfernen von Rollen, Rollendiensten oder Features erforderlich war, reduzieren. Mehrere Rollen, Rollendienste oder Features können in einer einzigen Sitzung mithilfe von Server-Manager-Assistenten installiert bzw. entfernt werden.

Das Wichtigste ist, dass in Windows Server 2008 Abhängigkeitsüberprüfungen ausgeführt werden, während Sie die Server-Manager-Assistenten durchlaufen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Rollen und Rollendienste, die von einer ausgewählten Rolle benötigt werden, installiert werden. Rollendienste, die für die verbleibenden Rollen oder Rollendienste erforderlich sind, werden nicht entfernt.

Inwiefern unterscheidet sich die Funktionsweise?

In früheren Versionen von Windows Server mussten Sie Konfiguration des Servers, Serververwaltung oder Windows-Komponenten hinzufügen oder entfernen verwenden, um Serverrollen oder andere Software hinzuzufügen bzw. zu entfernen. Die Abhängigkeitsüberprüfungen waren begrenzt, und mit Windows-Komponenten hinzufügen oder entfernen konnten Administratoren nur jeweils eine Rolle gleichzeitig installieren. Bevor Sie weitere Rollen hinzufügen konnten, musste die Installation jeder Rolle abgeschlossen sein.

Die Server-Manager-Assistenten ermöglichen das Hinzufügen, Entfernen oder Erweitern mehrerer Rollen in einer einzigen Sitzung. Der Server kann nach Abschluss einer einzigen Sitzung in einem der Server-Manager-Assistenten vollständig bereit für die Bereitstellung sein. Rollenkonfigurationen werden standardmäßig mit den empfohlenen Sicherheitseinstellungen ausgeführt; es ist nicht notwendig, den Sicherheitskonfigurations-Assistenten nach der Installation von Rollen oder Features auszuführen, sofern dies nicht zum Ändern von Sicherheitsstandardeinstellungen notwendig ist.

Server-Manager-Befehlszeile

Der Server-Manager enthält ein Befehlszeilentool (ServerManagerCmd.exe), mit dem die Bereitstellung von Rollen und Features auf Computern unter Windows Server 2008 automatisiert wird.

Mithilfe von ServerManagerCmd.exe können Sie Rollen, Rollendienste und Features installieren und deinstallieren. Mit den Parametern von ServerManagerCmd.exe wird auch eine Liste aller Rollen, Rollendienste und Features angezeigt, die installiert sind oder für die Installation auf dem Computer zur Verfügung stehen.

Wieso ist die Server-Manager-Befehlszeile wichtig?

Mit der Server-Manager-Befehlszeile wird die unbeaufsichtigte Installation oder das unbeaufsichtigte Entfernen von Rollen, Rollendienste und Features ermöglicht. Sie können mithilfe der Server-Manager-Befehlszeile einen einzelnen Rolle, Rollendienst oder Feature in einer Befehlsinstanz installieren oder entfernen, oder Sie können mithilfe einer XML-Antwortdatei und dem Server-Manager-Befehl mehrere Rollen, Rollendienste und Features in einer einzigen Befehlsinstanz hinzufügen oder entfernen.

Die Optionen von ServerManagerCmd.exe ermöglichen es den Benutzern, Protokolle der entsprechenden Vorgänge anzuzeigen und Abfragen auszuführen, um Listen der Rollen, Rollendienste und Features anzuzeigen, die installiert wurden bzw. für die Installation auf einem Computer verfügbar sind.

Weitere Informationen zum Verwenden der Server-Manager-Befehlszeile finden Sie in der Server-Manager-Hilfe.

ImportantWichtig
Aufgrund von Sicherheitseinschränkungen durch die Benutzerkontensteuerung in Windows Server 2008 müssen Sie ServerManagerCmd.exe in einem Eingabeaufforderungsfenster ausführen, das mit erhöhten Rechten geöffnet wurde. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die ausführbare Datei für Eingabeaufforderung oder im Startmenü auf das Objekt Eingabeaufforderung, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen.

Inwiefern unterscheidet sich die Funktionsweise?

Vor der Implementierung der Server-Manager-Befehlszeile standen zum Installieren von Windows-Softwarepaketen auf einem Computer nur die Befehlszeilentools ocsetup und pkgmgr zur Verfügung. Die Befehlszeilensyntax für diese Tools ist komplex, und die Namen der zum Installieren oder Entfernen mithilfe dieser Tools verfügbaren Rollen, Rollendienste und Features waren nicht intuitiv. Mit ServerManagerCmd.exe wird das Installieren und Entfernen von Rollen, Rollendienste und Features über die Befehlszeile vereinfacht.

Welche Einstellungen werden hinzugefügt oder geändert?

Die folgenden Registrierungseinstellungen gelten für den Server-Manager und Aufgaben zur Erstkonfiguration in allen verfügbaren Variationen von Windows Server 2008.

Registrierungseinstellungen

Die Registrierungseinstellungen in der folgenden Tabelle steuern das Standardverhalten beim Öffnen der Fenster Server-Manager und Aufgaben zur Erstkonfiguration.

 

Einstellungsname Speicherort Standardwert Mögliche Werte

Server-Manager bei der Anmeldung nicht öffnen

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Server-Manager

0

Mit 0 wird die Einstellung deaktiviert und das Fenster normal geöffnet; mit 1 wird die Einstellung aktiviert und das Öffnen des Fensters verhindert.

Aufgaben zur Erstkonfiguration bei der Anmeldung nicht öffnen

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Server-Manager\oobe

0

Mit 0 wird die Einstellung deaktiviert und das Fenster normal geöffnet; mit 1 wird die Einstellung aktiviert und das Öffnen des Fensters verhindert.

Wie sollte die Bereitstellung des Server-Managers vorbereitet werden?

Der Server-Manager wird als Bestandteil von Windows Server 2008 installiert. Zum Verwenden des Server-Managers müssen Sie beim Computer als Mitglied der Gruppe Administratoren angemeldet sein.

noteHinweis
Wenn Sie sich mit einem anderen Administratorkonto als dem Standardadministratorkonto beim Computer anmelden, werden Sie möglicherweise in einem Dialogfeld aufgefordert, das Ausführen des Server-Managers zuzulassen. Klicken Sie auf Zulassen, um den Server-Manager zu starten.

Wie kann der Server-Manager geöffnet werden?

Der Server-Manager wird standardmäßig geöffnet, wenn das Fenster Aufgaben zur Erstkonfiguration geschlossen wird.

Nach Abschluss der Aufgaben zur Erstkonfiguration wird der Server-Manager standardmäßig geöffnet, wenn sich ein Administrator bei einem Computer unter Windows Server 2008 anmeldet. Wenn Sie den Server-Manager schließen und ihn erneut öffnen möchten, können Sie den Server-Manager mithilfe des Server-Manager-Befehls an einer der folgenden Stellen öffnen:

  • Im Startmenü unter Verwaltung.

  • Im Startmenü (wenn Sie als Mitglied der Gruppe Administratoren beim Computer angemeldet sind).

  • Klicken Sie im Startmenü mit der rechten Maustaste auf Computer, und klicken Sie dann auf Verwalten.

  • Auf der Schnellstartsymbolleiste neben der Schaltfläche Start.

  • Klicken Sie in der Systemsteuerung auf Programme, klicken Sie auf Programme und Funktionen, und klicken Sie dann auf Windows-Funktionen ein- oder ausschalten.

Weitere Verweise

Weitere Informationen zum Server-Manager finden Sie im Windows Server TechCenter (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=48541 , möglicherweise in englischer Sprache). Informationen zum Ausführen bestimmter Vorgänge im Server-Manager finden Sie außerdem in der Server-Manager-Hilfe, die durch Drücken von F1 in einem geöffneten Fenster der Server-Manager-Konsole aufgerufen werden kann.

Der Artikel mit einer technischen Übersicht zum Server-Manager (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=85101, möglicherweise in englischer Sprache) enthält detailliertere Informationen zum Server-Manager und das XML-Schema, dem Antwortdateien für die Server-Manager-Befehlszeile entsprechen müssen. Sie können das XML-Schema für die Server-Manager-Befehlszeile auch vom Microsoft Download Center (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=81203, möglicherweise in englischer Sprache) herunterladen.

Der Artikel mit einer schrittweisen Anleitung zu Server-Manager-Szenarien (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=101037, möglicherweise in englischer Sprache) enthält eine Übersicht zum Server-Manager und exemplarische Vorgehensweisen für verschiedene allgemeine Szenarien für die Verwendung des Server-Managers in Unternehmen.

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