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Hinzufügen von Serverrollen und Features

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Windows Server® 2008 R2 vereinfacht die Verwaltung und Sicherung mehrerer Serverrollen in einem Unternehmen mit der Server-Manager-Konsole. Mit dem Server-Manager unter Windows Server 2008 R2 wird eine einzige Quelle zum Verwalten der Identität eines Servers, zum Anzeigen des Serverstatus, zum Identifizieren von Problemen mit der Serverrollenkonfiguration sowie zum Verwalten aller auf dem Server installierten Rollen bereitgestellt.

Einfachere Serververwaltung durch den Server-Manager

Mit Server-Manager wird die Serververwaltung effizienter, da Administratoren folgende Vorgänge mithilfe eines einzigen Tools ausführen können:

  • Anzeigen und Ändern der auf dem Server installierten Serverrollen und Features

  • Ausführen von Verwaltungsaufgaben, die der Betriebsdauer des Servers zugeordnet sind (beispielsweise Starten oder Beenden von Diensten und Verwalten von lokalen Benutzerkonten)

  • Ausführen von Verwaltungsaufgaben, die der Betriebsdauer der auf dem Server installierten Rollen zugeordnet sind Dazu gehört das Überprüfen bestimmter Rollen auf Übereinstimmung mit bewährten Methoden.

  • Bestimmen des Serverstatus; Identifizieren kritischer Ereignisse; Analyse und Problembehandlung für Konfigurationsprobleme oder -fehler

Assistent zum Hinzufügen von Rollen

Mit dem Assistenten zum Hinzufügen von Rollen wird das Installieren von Rollen auf dem Server vereinfacht, und Sie können mehrere Rollen gleichzeitig installieren. In früheren Versionen des Windows-Betriebssystems mussten Administratoren Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen mehrmals ausführen, um alle auf einem Server erforderlichen Rollen, Rollendienste und Features zu installieren. Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen wird nun durch den Server-Manager ersetzt, und die Konfiguration eines Servers kann mit einer einzigen Sitzung im Assistenten zum Hinzufügen von Rollen abgeschlossen werden.

Mit dem Assistenten zum Hinzufügen von Rollen wird sichergestellt, dass alle für eine Rolle erforderlichen Softwarekomponenten mit der im Assistenten ausgewählten Rolle installiert werden. Gegebenenfalls werden Sie vom Assistenten aufgefordert, die Installation weiterer Rollen, Rollendienste oder Softwarekomponenten zu genehmigen, die für die ausgewählten Rollen erforderlich sind.

Für die meisten Rollen und Rollendienste, die für die Installation zur Verfügung stehen, müssen Sie während des Installationsvorgangs Entscheidungen treffen, mit denen bestimmt wird, wie die Rolle in Ihrem Unternehmen fungiert. Beispiele hierfür sind die Active Directory-Verbunddienste (Active Directory® Federation Services, ADFS), für die die Installation eines Zertifikats erforderlich ist, oder Domain Name System (DNS), für das Sie einen vollqualifizierten Domänennamen (Fully Qualified Domain Name, FQDN) angeben müssen.

Bevor Sie eine Rolle auf dem Server installieren, empfiehlt es sich, die für die Planung, Bereitstellung und Verwendung der Rolle spezifische Dokumentation (möglicherweise in englischer Sprache) zu lesen, die auf der Windows Server 2008 R2 TechCenter-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=122006) zur Verfügung steht.

Hinzufügen von Rollen und Features zum Server

Unter Windows Server 2008 R2 können Sie dem Server Rollen oder Features mit einem der folgenden drei Verfahren hinzufügen.

So fügen Sie Rollen oder Features mithilfe der Windows-Benutzeroberfläche hinzu
  • Klicken Sie im Bereich Rollenübersicht oder Featureübersicht des Server-Manager-Hauptfensters auf Rollen hinzufügen oder Features hinzufügen, je nachdem, welche Software Sie installieren möchten.

    - Oder -

    Klicken Sie im Bereich Server anpassen des Fensters Aufgaben zur Erstkonfiguration auf Rollen hinzufügen oder auf Features hinzufügen.

    noteHinweis
    Das Fenster Aufgaben zur Erstkonfiguration wird standardmäßig geöffnet, sobald sich ein Mitglied der Gruppe Administratoren am Computer anmeldet.

    Server-Manager wird geöffnet, wenn das Fenster Aufgaben zur Erstkonfiguration geschlossen wird. Sie können den Server-Manager auch über die Verknüpfungen im Menü Start, auf der Windows-Taskleiste oder unter Verwaltung öffnen.

So fügen Sie Rollen oder Features mithilfe von Windows PowerShell hinzu
  1. Öffnen Sie eine Windows PowerShell-Sitzung mit erhöhten Benutzerrechten. Klicken Sie dazu auf Start, klicken Sie auf Alle Programme, klicken Sie auf Zubehör, klicken Sie auf Windows PowerShell, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung Windows PowerShell, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen.

  2. Laden Sie das Server-Manager-Modul in die Windows PowerShell-Sitzung, bevor Sie mit Server-Manager-Cmdlets arbeiten. Geben Sie Folgendes ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

    Import-Module Servermanager

    noteHinweis
    Die Groß- und Kleinschreibung wird bei Windows PowerShell-Cmdlets nicht berücksichtigt.

  3. Wenn Sie den Namen des Features (Rolle, Rollendienst oder Feature), das Sie installieren möchten, nicht kennen, geben Sie Folgendes ein, und drücken Sie die EINGABETASTE. Daraufhin wird eine Liste aller Befehlsnamen in der Spalte Name zurückgegeben. Der Befehlsname ist für den nächsten Schritt erforderlich.

    Get-WindowsFeature

  4. Geben Sie Folgendes ein, wobei name den Befehlsnamen des Features (Rolle, Rollendienst oder Feature) darstellt, das im vorherigen Schritt abgerufen wurde. Drücken Sie dann die EINGABETASTE, um die Rolle oder das Feature zu installieren. Mit dem -restart-Parameter wird der Computer nach Abschluss der Installation automatisch neu gestartet, wenn ein Neustart des Computers für die Rolle oder das Feature erforderlich ist.

    Add-WindowsFeature name -restart

    Sie können mehrere Rollen, Rollendienste und Features installieren, indem Sie die Befehlsnamen wie im folgenden Beispiel durch Kommas trennen.

    Add-WindowsFeature Application-Server,Hyper-V,WAS

noteHinweis
Geben Sie Get-Help Add-WindowsFeature -full ein, um ausführliche Informationen zu weiteren Parametern zu erhalten, die Sie mit dem Cmdlet Add-WindowsFeature verwenden können, oder lesen Sie Server-Manager-Befehle (Übersicht).

So fügen Sie Rollen oder Features über die Befehlszeile hinzu
  1. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Benutzerrechten. Klicken Sie zum Öffnen eines Eingabeaufforderungsfensters mit erhöhten Rechten auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme, klicken Sie auf Zubehör, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen.

  2. Wenn Sie den Namen des Features (Rolle, Rollendienst oder Feature), das Sie installieren möchten, nicht kennen, geben Sie Folgendes ein, und drücken Sie die EINGABETASTE. Daraufhin wird eine Liste mit allen auf dem Computer verfügbaren Rollen, Rollendienste und Features und deren Befehlsnamen zurückgegeben.

    ServerManagerCmd.exe -query

    noteHinweis
    Bei Befehlen der Windows-Eingabeaufforderung wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

  3. Geben Sie Folgendes ein, wobei name den Befehlsnamen des Features (Rolle, Rollendienst oder Feature) darstellt, das Sie installieren möchten. Drücken Sie dann die EINGABETASTE.

    ServerManagerCmd.exe -install name -restart

    Sie können mehrere Rollen, Rollendienste und Features installieren, indem Sie die Befehlsnamen wie im folgenden Beispiel durch Leerzeichen trennen.

    ServerManagerCmd.exe -install Application-Server Hyper-V WAS -restart

  4. Überprüfen Sie nach Abschluss der Installation, ob die Rollen, Rollendienste und Features installiert wurden. Geben Sie dazu Folgendes ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE. Installierte Rollen, Rollendienste und Features sind in den Abfrageergebnissen hervorgehoben.

    ServerManagerCmd.exe -query

Für die Installation verfügbare Rollen und Features

Die folgenden Rollen stehen für die Installation auf Computern unter Windows Server 2008 R2 zur Verfügung.

noteHinweis
Die in diesem Thema beschriebenen Rollen und Features wurden möglicherweise seit der Veröffentlichung dieser Inhalte aktualisiert. Auf TechCenter-Website finden Sie Updates oder Informationen (möglicherweise in englischer Sprache) zur Verwaltung der in diesem Thema beschriebenen Rollen und Features: Windows Server 2008 R2 TechCenter (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=122006). Einige Rollen und Features sind möglicherweise in bestimmten Versionen von Windows Server 2008 R2 nicht verfügbar.

Rollen

 

Name der Rolle Beschreibung

Active Directory-Zertifikatsdienste

Mit den Active Directory-Zertifikatsdiensten (Active Directory Certificate Services, AD CS) stehen anpassbare Dienste zum Ausstellen und Verwalten von Zertifikaten in Softwaresicherheitssystemen mit Public Key-Technologien zur Verfügung. Mit AD CS können Sie eine oder mehrere Zertifizierungsstellen (Certification Authorities, CAs) erstellen, um Zertifikatanforderungen zu empfangen, die in den Anforderungen enthaltenen Informationen und die Identität des Anforderers zu überprüfen, Zertifikate auszustellen oder zu sperren und Zertifikatsperrdaten zu veröffentlichen.

Zu den Anwendungen, die von den Active Directory-Zertifikatdiensten unterstützt werden, zählen Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions (S/MIME), sichere Drahtlosnetzwerke, virtuelle private Netzwerke (VPN), IP-Sicherheit (Internet Protocol Security, IPsec), das verschlüsselnde Dateisystem (Encrypting File System, EFS), die Smartcard-Anmeldung, Secure Socket Layer/Transport Layer Security (SSL/TLS) und digitale Signaturen.

Active Directory-Domänendienste

Mithilfe der Active Directory-Domänendienste (AD DS) werden Informationen zu Benutzern, Computern und weiteren Geräten im Netzwerk gespeichert. Mit AD DS können Administratoren diese Informationen sicher verwalten; zudem wird die Ressourcenfreigabe und die Zusammenarbeit zwischen den Benutzern erleichtert. AD DS muss auch im Netzwerk installiert werden, damit verzeichnisfähige Anwendungen (z. B. Microsoft Exchange Server) installiert und weitere Windows Server-Technologien (z. B. die Gruppenrichtlinie) angewendet werden können.

Active Directory-Verbunddienste

Die Active Directory-Verbunddienste (Active Directory Federation Services, AD FS) umfassen Technologien für die einmalige Webanmeldung, mit denen ein Benutzer über ein einziges Benutzerkonto für mehrere Webanwendungen autorisiert wird. In AD FS wird dies durch die sichere Freigabe von Benutzeridentitäten und Berechtigungen in Form von digitalen Ansprüchen zwischen Partnerorganisationen erreicht.

Active Directory Lightweight Directory Services

Organisationen, die über Anwendungen verfügen, für die ein Verzeichnis zum Speichern von Anwendungsdaten erforderlich ist, können AD LDS (Active Directory Lightweight Directory Services) als Datenspeicher verwenden. Die AD LDS sind keine betriebssystembasierten Dienste Daher erfordern sie keine Bereitstellung auf einem Domänencontroller. Es können mehrere Instanzen des betriebssystemunabhängigen AD LDS gleichzeitig auf einem Server ausgeführt werden, wobei jede Instanz separat für mehrere Anwendungen konfiguriert werden kann.

Active Directory-Rechteverwaltungsdienste (Active Directory Rights Management Services, AD RMS)

Active Directory-Rechteverwaltungsdienste ist eine Technologie zum Informationsschutz, die mithilfe von AD RMS-fähigen Anwendungen digitale Informationen vor unberechtigter Verwendung schützt. Inhaltsbesitzer können genau definieren, wie ein Empfänger die Informationen verwenden kann. Sie können z. B. festlegen, wer die Informationen öffnen, ändern, drucken, weiterleiten oder andere Aktionen mit den Informationen ausführen kann. Organisationen können Nutzungsrechtevorlagen wie "Vertraulich - Schreibgeschützt" erstellen, die direkt auf Informationen wie Finanzberichte, Produktspezifikationen, Kundendaten und E-Mails angewendet werden können.

Anwendungsserver

Mit Anwendungsserver wird eine vollständige Lösung zum Hosten und Verwalten von leistungsfähigen verteilten Geschäftsanwendungen bereitgestellt. Integrierte Dienste (beispielsweise .NET Framework, Webserver-Unterstützung, Message Queuing, COM+, Windows Communication Foundation und Failover-Clusterunterstützung) ermöglichen während des gesamten Lebenszyklus der Anwendung eine gesteigerte Produktivität, von der Konzeption und Entwicklung bis hin zur Bereitstellung und zum Betrieb.

DHCP-Server

Mithilfe des Dynamic Host Configuration-Protokolls können Server Computern und anderen Geräten, die als DHCP-Clients aktiviert sind, IP-Adressen zuweisen oder per Lease zuordnen. Wenn Sie im Netzwerk DHCP-Server verwenden, werden Computern und anderen TCP/IP-basierten Netzwerkgeräten automatisch gültige IP-Adressen bereitgestellt. Außerdem werden die erforderlichen Konfigurationsparameter bereitgestellt, die als DHCP-Optionen bezeichnet werden. Mithilfe dieser Optionen können die Geräte Verbindungen zu anderen Netzwerkressourcen herstellen, z. B. zu DNS-Servern, WINS-Servern und Routern.

DNS-Server

Das Domain Name System (DNS) bietet ein Standardverfahren für die Zuordnung von Namen zu numerischen Internetadressen. Auf diese Weise können Benutzer auf Netzwerkcomputer verweisen, indem sie anstelle von langen Zahlenreihen einfach zu merkende Namen verwenden. Die DNS-Dienste können unter Windows auf DHCP-Dienste abgestimmt werden, um zu verhindern, dass beim Hinzufügen von Computern zum Netzwerk DNS-Einträge erstellt werden müssen.

Faxserver

Mit Faxserver werden Faxe gesendet und empfangen. Zudem können Sie Faxressourcen (z. B. Aufträge, Einstellungen, Berichte und Faxgeräte) auf diesem Computer oder im Netzwerk verwalten.

Dateidienste

Mit Dateidienste werden Technologien für Speicherverwaltung, Dateireplikation, verteilte Namespaceverwaltung, schnelle Dateisuche sowie optimierten Clientzugriff auf Dateien, z. B. auf UNIX-basierten Clientcomputern, bereitgestellt.

Hyper-V™

Hyper-V stellt die Dienste bereit, mit denen Sie virtuelle Computerumgebungen und ihre Ressourcen erstellen und verwalten können. Virtuelle Computer werden in einer isolierten Ausführungsumgebung betrieben. So können Sie mehrere Betriebssysteme gleichzeitig ausführen. Sie können eine virtualisierte Computerumgebung verwenden, um die Effizienz der Computerressourcen zu verbessern, indem Sie die Hardwareressourcen besser nutzen.

Netzwerkrichtlinien- und Zugriffsdienste

Netzwerkrichtlinien- und Zugriffsdienste bieten viele unterschiedliche Methoden, um Benutzern lokale und Remotenetzwerkverbindungen bereitzustellen, Netzwerksegmente zu verbinden und Netzwerkadministratoren die zentrale Verwaltung des Netzwerkzugriffs und der Clientintegritätsrichtlinien zu ermöglichen. Mit den Netzwerkrichtlinien- und Zugriffsdiensten können Sie VPN-Server, Einwählserver, Router und 802.11-geschützten Drahtloszugriff bereitstellen. Sie können auch RADIUS-Server und -Proxys bereitstellen und das Verbindungs-Manager-Verwaltungskit verwenden, um Remotezugriffsprofile zu erstellen, mit denen Clientcomputer eine Verbindung mit dem Netzwerk herstellen können.

Druck- und Dokumentdienste

Mit Druck- und Dokumentdienste können Sie Aufgaben zu Druckerserver- und Netzwerkdruckerverwaltungen zentralisieren. Mit dieser Rolle können Sie außerdem gescannte Dokumente von Netzwerkscannern empfangen und an eine freigegebene Netzwerkressource, eine Windows SharePoint Services-Website oder an E-Mail-Adressen weiterleiten.

Remotedesktopdienste

Remotedesktopdienste bieten Technologien, die Benutzern den Zugriff auf Windows-basierte Programme, die auf einem Remotedesktopserver installiert sind, sowie auf den vollständigen Windows-Desktop ermöglichen. Die Benutzer können eine Verbindung mit einem Remotedesktopserver herstellen, um Programme auszuführen und die Netzwerkressourcen auf diesem Server zu verwenden.

Webserver (IIS)

Mit der Rolle Webserver (IIS) in Windows Server 2008 R2 können Sie Informationen im Internet, einem Intranet oder einem Extranet freigeben. Windows Server 2008 R2 stellt IIS 7.5 bereit. Dabei handelt es sich um eine einheitliche Webplattform, die IIS, ASP.NET und Windows Communication Foundation (WCF) integriert.

Windows-Bereitstellungsdienste

Mithilfe der Windows-Bereitstellungsdienste können Sie Windows-Betriebssysteme remote auf Computern mit PXE-Start-ROMs (Pre-boot Execution Environment) installieren oder konfigurieren. Der Verwaltungsaufwand wird durch die Implementierung des MMC-Snap-Ins WdsMgmt reduziert, mit dem alle Aspekte der Windows-Bereitstellungsdienste verwaltet werden. Die Verwendung der Windows-Bereitstellungsdienste ist vergleichbar mit Windows Setup, sodass zudem eine einheitliche Endbenutzerverwendung ermöglicht wird.

Windows Server Update Services (WSUS)

Mit Windows Server Update Services (WSUS) können Administratoren die Microsoft-Updates angeben, die installiert werden sollen, getrennte Gruppen von Computern für unterschiedliche Reihen von Updates erstellen sowie Berichte zu den Kompatibilitätsstufen und den zu installierenden Updates abrufen.

Features

 

Feature Beschreibung

.NET Framework 3.5.1

.NET Framework 3.5.1 baut schrittweise auf Features von .NET Framework 3.0 auf, dazu gehören z. B. Verbesserungen an Windows Workflow Foundation (WF), Windows Communication Foundation (WCF), Windows Presentation Foundation (WPF) und Windows CardSpace.

Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst

Mit dem intelligenten Hintergrundübertragungsdienst (Background Intelligent Transfer Service, BITS) werden Dateien im Vordergrund oder Hintergrund asynchron übertragen, die Übertragungen gedrosselt, um die Reaktionsfähigkeit von anderen Netzwerkanwendungen beizubehalten, und Dateiübertragungsvorgänge nach Netzwerkausfällen und Computerneustarts wieder aufgenommen.

BitLocker-Laufwerkverschlüsselung

Mithilfe der BitLocker-Laufwerkverschlüsselung werden Daten auf verloren gegangenen, gestohlenen oder unpassend außer Betrieb genommenen Computern geschützt, indem das Laufwerk verschlüsselt und die Integrität der Bootkomponenten überprüft werden. Die Daten werden nur entschlüsselt, wenn diese Komponenten erfolgreich überprüft wurden und sich das verschlüsselte Laufwerk auf dem ursprünglichen Computer befindet. Für die Integritätsprüfung ist ein kompatibles TPM (Trusted Platform Module) erforderlich.

BranchCache

BranchCache - verfügbar unter Windows Server 2008 R2 und Windows 7 - ermöglicht, dass Clientcomputer in einer Zweigstelle Inhalte nicht von einem zentralen Büroserver abrufen müssen, sondern sicher lokal herunterladen können. Da Zweigstellen in der Regel über langsamere WAN-Verbindungen verfügen, wird mit BranchCache der WAN-Datenverkehr reduziert und die Reaktionsfähigkeit des Clientcomputers erhöht.

Verbindungs-Manager-Verwaltungskit

Mit dem Verbindungs-Manager-Verwaltungskit (Connection Manager Administration Kit, CMAK) werden Verbindungs-Manager-Profile generiert.

Desktopdarstellung

Im Lieferumfang der Desktopdarstellung sind Features von Windows® 7 enthalten, beispielsweise Windows Media Player, Desktopdesigns und Fotoverwaltung. Die Features von Windows 7 werden mit der Desktopdarstellung nicht standardmäßig aktiviert. Sie müssen sie manuell aktivieren.

DirectAccess-Verwaltungskonsole

Die DirectAccess-Verwaltungskonsole ermöglicht Setup und Überwachung mit direktem Zugriff.

Failover-Clusterunterstützung

Die Failover-Clusterunterstützung ermöglicht die Zusammenarbeit mehrerer Server, um Dienste und Anwendungen mit hoher Verfügbarkeit bereitzustellen. Die Failover-Clusterunterstützung wird häufig für Datei- und Druckdienste sowie Datenbank- und E-Mail-Anwendungen verwendet.

Gruppenrichtlinienverwaltung

Mithilfe der Gruppenrichtlinienverwaltung wird die Bereitstellung, Verwaltung und Problembehandlung von Gruppenrichtlinienimplementierungen vereinfacht. Bei diesem Standardtool handelt es sich um die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (Group Policy Management Console, GPMC), ein skriptfähiges Snap-In der Microsoft Management Console (MMC), mit dem ein einziges Verwaltungstool für die Verwaltung von Gruppenrichtlinien im gesamten Unternehmen bereitgestellt wird.

Freihand- und Handschriftdienste

Freihand- und Handschriftdienste - neu in Windows Server 2008 R2 - unterstützen die Handschrifterkennung in mehreren Sprachen. Außerdem wird die Verwendung eines Stifts bzw. Eingabestifts bei Computern mit druckempfindlichen Eingabeflächen, wie Tablet PCs, unterstützt.

Internetdruckclient

Der Internetdruckclient ermöglicht es Benutzern, über das Internet Printing-Protokoll (IPP) Verbindungen mit Druckern im lokalen Netzwerk oder über das Internet herzustellen und auf diesen zu drucken. Mit dem Internetdruckclient und IPP können Sie über einen Webbrowser (sofern auf dem Druckerserver der Internetdrucken-Rollendienst installiert ist) oder mithilfe des Netzwerkdruckerinstallations-Assistenten Verbindungen mit dem freigegebenen Drucker herstellen.

iSNS (Internet Storage Naming Server)

Mit iSNS (Internet Storage Name Server) werden Suchdienste für iSCSI-SANs (Internet Small Computer System Interface Storage Area Networks) bereitgestellt. Durch iSNS werden Registrierungsanforderungen, Registrierungsaufhebungsanforderungen sowie Abfragen von iSNS-Clients verarbeitet.

LPR-Portmonitor

LPR-Portmonitor (Line Printer Remote) ermöglicht das Drucken auf Geräten, die an UNIX-basierte Computer angeschlossen sind.

Message Queuing

Mit Message Queuing wird die gesicherte Nachrichtenzustellung, effizientes Routing, Sicherheit sowie die Nachrichtenübermittlung zwischen Anwendungen aufgrund von Prioritäten bereitgestellt. Mit Message Queuing wird zudem die Nachrichtenzustellung zwischen Anwendungen ermöglicht, die unter verschiedenen Betriebssystemen ausgeführt werden, für die unterschiedliche vorübergehend offline geschaltete oder zu verschiedenen Zeitpunkten ausgeführte Netzwerkinfrastrukturen verwendet werden.

Multipfad-E/A

Die Multipfad-E/A unterstützt in Verbindung mit dem Microsoft-DSM (Device Specific Module) oder einem DSM eines Drittanbieters die Verwendung von mehreren Datenpfaden in einer Speichervorrichtung unter Windows.

Netzwerklastenausgleich

Beim Netzwerklastenausgleich (Network Load Balancing, NLB) wird der Datenverkehr mithilfe des TCP/IP-Netzwerkprotokolls über mehrere Server verteilt. Ein Netzwerklastenausgleich ist insbesondere dann hilfreich, wenn sichergestellt werden soll, dass statusfreie Anwendungen, beispielsweise ein Webserver, auf dem IIS ausgeführt wird, mit zunehmender Last durch Hinzufügen zusätzlicher Server skalierbar sind.

Peer Name Resolution-Protokoll

Mit dem Peer Name Resolution-Protokoll (PNRP) können sich Anwendungen auf Ihrem Computer registrieren und Namen vom Computer auflösen, sodass andere Computer mit diesen Anwendungen kommunizieren können.

Verbessertes Windows-Audio-/Video-Streaming (qWave)

Der Windows-Dienst für verbessertes Audio/Video-Streaming (qWave) ist eine Netzwerkplattform für Audio/Video-Streaminganwendungen (AV) in privaten IP-Netzwerken. qWave verbessert die AV-Streamingleistung und -zuverlässigkeit, indem ein Netzwerk-QoS (Quality-of-Service) für AV-Anwendungen sichergestellt wird. Es werden Mechanismen für Zugangssteuerung, Laufzeitüberwachung und -erzwingung, Anwendungsfeedback sowie Datenverkehrspriorisierung bereitgestellt. Auf Windows Server-Plattformen bietet qWave nur Übertragungsraten- und Prioritätsdienste.

Remoteunterstützung

Mit der Remoteunterstützung können Sie (oder ein Mitarbeiter des technischen Supports) Benutzern mit Computerproblemen oder -fragen Hilfe anbieten. Die Remoteunterstützung ermöglicht es Ihnen, die Steuerung des Desktops von Benutzern anzuzeigen und freizugeben, um eine Problembehandlung vorzunehmen und die Probleme zu beheben. Die Benutzer können auch Hilfe von Freunden oder Kollegen anfordern.

Remotedifferenzialkomprimierung

Das Feature Remotedifferenzialkomprimierung (Remote Differential Compression, RDC) besteht aus einer Reihe von APIs, mit deren Hilfe Anwendungen ermitteln können, ob ein Satz Dateien geändert wurde, und dann gegebenenfalls erkennen können, welche Teile der Dateien die Änderungen enthalten.

Remoteserver-Verwaltungstools

Mit Remoteserver-Verwaltungstools ist die Remoteverwaltung von Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 auf einem Computer unter Windows Server 2008 R2 möglich, da Sie einige der Verwaltungstools für Rollen, Rollendienste und Features auf einem Remotecomputer ausführen können.

RPC-über-HTTP-Proxy

RPC-über-HTTP-Proxy ist ein Proxy, der von Objekten verwendet wird, die Remoteprozeduraufrufe (Remote Procedure Calls, RPC) über HTTP empfangen. Dieser Proxy ermöglicht es Clients, diese Objekte zu erkennen, auch wenn die Objekte zwischen verschiedenen Servern verschoben werden oder wenn sie in separaten Bereichen des Netzwerks vorhanden sind, was normalerweise aus Sicherheitsgründen der Fall ist.

Dienste für NFS (Network File System)

Dienste für NFS (Network File System) ist ein Protokoll, das als verteiltes Dateisystem (Distributed File System, DFS) fungiert. Somit kann ein Computer über ein Netzwerk so einfach auf Dateien zugreifen, als befänden sie sich auf den lokalen Datenträgern des Computers. Dieses Feature ist ausschließlich für die Installation unter Windows Server 2008 R2 für Itanium-basierte Systeme verfügbar; unter anderen Versionen von Windows Server 2008 R2 steht Dienste für NFS als Rollendienst der Rolle Dateidienste zur Verfügung.

Einfache TCP/IP-Dienste

Einfache TCP/IP-Dienste unterstützen die folgenden TCP/IP-Dienste: Zeichengenerator, Daytime, Discard, Echo und Zitat des Tages. Einfache TCP/IP-Dienste werden zwecks Abwärtskompatibilität bereitgestellt und sollten nicht installiert werden, wenn dies nicht erforderlich ist.

SMTP-Server

Der SMTP-Server (Simple Mail Transfer Protocol) unterstützt die Übertragung von E-Mails zwischen E-Mail-Systemen.

SNMP-Dienste

SNMP (Simple Network Management Protocol) ist das Internetstandardprotokoll zum Austauschen von Verwaltungsinformationen zwischen Verwaltungskonsolenanwendungen (z. B. HP Openview, Novell NMS, IBM NetView oder Sun Net Manager) und verwalteten Einheiten. Verwaltete Einheiten können Hosts, Router, Brücken und Hubs einschließen.

Speicher-Manager für SANs

Mit dem Speicher-Manager für SANs (Storage Area Networks) können Sie LUNs (Logical Unit Numbers, logische Gerätenummern) auf Fibre Channel- und iSCSI-Laufwerk-Subsystemen erstellen und verwalten, die den Dienst für virtuelle Datenträger (Virtual Disk Service, VDS) in Ihrem SAN unterstützen.

Subsystem für UNIX-basierte Anwendungen

Mit dem Subsystem für UNIX-basierte Anwendungen (SUA) und dem Paket von unterstützenden Dienstprogrammen, das auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=139521) für den Download verfügbar ist, können Sie UNIX-basierte Programme ausführen sowie benutzerdefinierte UNIX-basierte Anwendungen in der Windows-Umgebung kompilieren und ausführen.

Telnet-Client

Telnet-Client verwendet das Telnet-Protokoll, um eine Verbindung mit einem Telnet-Remoteserver herzustellen und Anwendungen auf diesem Server auszuführen.

Telnet-Server

Telnet-Server ermöglicht Remotebenutzern (z. B. Benutzern mit UNIX-basierten Betriebssystemen) das Verwalten über die Befehlszeile und das Ausführen von Programmen mithilfe eines Telnet-Clients.

TFTP-Client (Trivial File Transfer-Protokoll)

TFTP-Client (Trivial File Transfer-Protokoll) wird zum Lesen von Dateien von einem bzw. zum Schreiben von Dateien auf einen TFTP-Remoteserver verwendet. TFTP wird vorwiegend von eingebetteten Geräten oder Systemen verwendet, die Firmware, Konfigurationsinformationen oder ein Systemabbild während des Startvorgangs von einem TFTP-Server abrufen.

Windows-Biometrieframework

Windows-Biometrieframework (WBF, Windows Biometric Framework) ermöglicht die Verwendung von Fingerabdruckgeräten zur Bestimmung und Überprüfung von Identitäten und zur Anmeldung an Windows. WBF beinhaltet untergeordnete Features, die Sie für die Verwendung von Fingerabdruckgeräten benötigen.

Interne Windows-Datenbank

Die interne Windows-Datenbank ist ein relationaler Datenspeicher, der nur von Windows-Rollen und -Features verwendet werden kann (z. B. AD RMS, Windows Server Update Services und dem Windows-Systemressourcen-Manager).

Windows-Prozessaktivierungsdienst

Der Windows-Prozessaktivierungsdienst (Windows Process Activation Service, WAS) generalisiert das IIS-Prozessmodell und beseitigt dadurch die Abhängigkeit von HTTP. Alle IIS-Features, die zuvor nur in HTTP-Anwendungen verfügbar waren, stehen jetzt auch für Anwendungen zur Verfügung, von denen WCF-Dienste (Windows Communication Foundation) gehostet und keine HTTP-Protokolle verwendet werden. IIS 7.5 verwendet WAS auch für die meldungsbasierte Aktivierung über HTTP.

Windows Server-Sicherungsfeatures

Mithilfe der Windows Server-Sicherungsfeatures können Sie das Betriebssystem, Anwendungen und Daten sichern und wiederherstellen. Sie können Sicherungen so einplanen, dass sie einmal am Tag oder häufiger ausgeführt werden. Zudem können Sie den gesamten Server oder bestimmte Laufwerke schützen.

Windows Server-Migrationstools

Mit Windows Server-Migrationstools kann ein Administrator bestimmte Serverrollen, Features, Betriebssystemeinstellungen, Freigaben und andere Daten von Computern unter bestimmten Editionen von Windows Server 2003, Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2 auf Computer unter Windows Server 2008 R2 migrieren. Weitere Informationen (möglicherweise in englischer Sprache) zu Windows Server-Migrationstools und dem Migrieren von Rollen, Features und anderen Daten zu Windows Server 2008 R2 finden Sie im Windows Server-Migrationsportal (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=128554).

Windows-Systemressourcen-Manager

Der Windows-Systemressourcen-Manager (Windows System Resource Manager, WSRM) ist ein Verwaltungstool des Betriebssystems Windows Server, mit dem die Zuordnung der CPU und Arbeitsspeicherressourcen gesteuert werden kann. Durch das Verwalten der Ressourcenzuordnung wird die Systemleistung optimiert und die Gefahr, dass Anwendungen, Dienste oder Prozesse sich gegenseitig stören, wodurch es zu einer verminderten Servereffizienz und Systemreaktion kommen kann, minimiert.

WinRM-IIS-Erweiterung

Die IIS-Erweiterung für die Windows-Remoteverwaltung (WinRM) ermöglicht einem Server den Empfang einer Verwaltungsanforderung von einem Client mithilfe der WS-Verwaltung. WinRM ist die Microsoft-Implementierung des WS-Verwaltungsprotokolls. Dieses Protokoll stellt einen sicheren Kommunikationsweg zwischen lokalen Computern und Remotecomputern mithilfe von Webdiensten bereit.

WINS-Server (Windows Internet Name Service)

Mit WINS-Server wird eine verteilte Datenbank zum Registrieren und Abfragen dynamischer Zuordnungen von NetBIOS-Namen für im Netzwerk verwendete Computer und Gruppen bereitgestellt. Zudem werden mit WINS IP-Adressen NetBIOS-Namen zugeordnet und die aus der NetBIOS-Namensauflösung in weitergeleiteten Umgebungen entstehenden Probleme gelöst.

Interne Windows-Datenbank

Die interne Windows-Datenbank ist ein relationaler Datenspeicher, der nur von Windows-Rollen und -Features verwendet werden kann (z. B. Active Directory-Rechteverwaltungsdienste (Active Directory Rights Management Services, AD RMS), Windows Server Update Services und dem Windows-Systemressourcen-Manager).

Windows PowerShell Integrated Scripting Environment (ISE)

Windows PowerShell ISE ist eine grafische Hostanwendung für Windows PowerShell. Windows PowerShell ISE ermöglicht das Ausführen von Befehlen sowie das Schreiben, Bearbeiten, Ausführen, Testen und Debuggen von Skripts in einer Umgebung mit Unicode-Unterstützung, in der die Syntax farblich dargestellt wird.

Windows-TIFF-IFilter

Windows-TIFF-IFilter (Tagged Image File Format Index Filter) verwendet eine Software zur optischen Zeichenerkennung (Optical Character Recognition, OCR), die es Benutzern ermöglicht, anhand von Textinhalten in Bildern nach TIFF-Dokumenten zu suchen.

WLAN-Dienst

Mit dem WLAN-Dienst wird der WLAN-Autokonfigurationsdienst konfiguriert und gestartet, unabhängig davon, ob der Computer Drahtlosadapter aufweist. Mit der automatischen WLAN-Konfiguration werden Drahtlosadapter aufgezählt und sowohl Drahtlosverbindungen als auch die Drahtlosprofile mit den Einstellungen verwaltet, die erforderlich sind, um einen Drahtlosnetzwerk-Client so zu konfigurieren, dass von ihm Verbindungen mit einem Drahtlosnetzwerk hergestellt werden können.

XPS-Viewer

Bei einem XPS-Dokumentformat (XML Paper Specification) können Sie den Inhalt des Dokuments anzeigen, speichern, freigeben, digital signieren und schützen. Der XPS-Viewer ermöglicht das Anzeigen, Suchen und digitale Signieren von XPS-Dokumenten sowie das Festlegen von Berechtigungen für diese Dokumente.

Siehe auch

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