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Druckdiensterolle

Letzte Aktualisierung: Januar 2008

Betrifft: Windows Server 2008

Die Druckdiensterolle im Betriebssystem Windows Server® 2008 enthält zwei wesentliche Tools, mit denen ein Windows®-Druckserver verwaltet werden kann: Server-Manager und Druckverwaltung.

Die Druckverwaltung wurde im Betriebssystem Windows Server 2003 R2 eingeführt und in Windows Vista® und Windows Server 2008 erweitert. Der Server-Manager und seine Integration mit den Druckdiensten ist neu in Windows Server 2008.

Wozu dienen die Druckdienste?

Mit Druckdiensten können Sie Drucker in einem Netzwerk freigeben und Aufgaben zur Druckserver- und Netzwerkdruckerverwaltung mithilfe des Druckverwaltungs-Snap-Ins zentralisieren. Sie können Druckwarteschlangen überwachen und eine Benachrichtigung empfangen, wenn in der Druckwarteschlange keine Druckaufträge mehr verarbeitet werden. Die Druckdienste ermöglichen außerdem das Migrieren von Druckservern und das Bereitstellen von Druckerverbindungen mithilfe von Gruppenrichtlinien.

Für wen ist dieses Feature von Interesse?

Dieses Feature ist von Interesse für Administratoren kleiner, mittlerer oder großer Netzwerke, die mehrere Drucker und Windows-Druckserver verwalten und überwachen müssen. Es ist außerdem von Interesse für Administratoren, die mithilfe von Gruppenrichtlinien Druckerverbindungen für Benutzer bereitstellen möchten.

Welche neue Funktionalität wird mit diesem Feature bereitgestellt?

In den folgenden Abschnitten wird die neue Funktionalität der Druckdienste in Windows Vista und Windows Server 2008 beschrieben. Unterschiede zwischen Windows Vista und Windows Server 2008 werden explizit hervorgehoben.

Integrierte Möglichkeit zum Bereitstellen von Druckern mithilfe von Gruppenrichtlinien

Mithilfe der Druckverwaltung und von Gruppenrichtlinien können Sie automatisch Druckerverbindungen für Benutzer oder Computer bereitstellen und die entsprechenden Druckertreiber installieren. Dieses Feature wurde in Windows Server 2003 R2 eingeführt, jedoch musste das Tool PushPrinterConnections.exe in einem Startskript (bei computerabhängigen Verbindungen) oder in einem Anmeldeskript (bei benutzerabhängigen Verbindungen) verwendet werden. Diese Funktionalität ist jetzt auf Clientcomputern unter Windows Vista und Windows Server 2008 enthalten. Außerdem können unter diesen Betriebssystemen jetzt benutzerabhängige Druckerverbindungen während Hintergrundaktualisierungen der Gruppenrichtlinien empfangen werden.

Weitere Informationen finden Sie in der Hilfe zur Druckerverwaltung in Windows Vista und Windows Server 2008.

noteHinweis
Zum Bereitstellen von Druckerverbindungen mithilfe von Gruppenrichtlinien muss für das AD DS-Schema (Active Directory Domain Services, Active Directory-Domänendienste) eine Schemaversion von Windows Server 2003 R2 oder Windows Server 2008 verwendet werden.

Import- und Exportfunktionen für Druckwarteschlangen

Mit dem Druckermigrations-Assistenten oder dem Befehlszeilentool Printbrm.exe können Sie Druckwarteschlangen, Druckereinstellungen, Druckeranschlüsse und Sprachmonitore exportieren und diese anschließend auf einem anderen Druckserver unter einem Windows-Betriebssystem importieren. Dies ist eine effiziente Methode zum Konsolidieren mehrerer Druckserver oder zum Ersetzen eines älteren Druckservers.

Der Druckermigrations-Assistent und das Befehlszeilentool Printbrm.exe wurden in Windows Vista eingeführt. Sie ersetzen Print Migrator 3.1.

Weitere Informationen finden Sie in der Hilfe zur Druckerverwaltung in Windows Vista und Windows Server 2008.

Verbesserte Ereignisbeschreibungen und Problemlösungsinformationen in der Ereignisanzeige

Alle Beschreibungen der druckspezifischen Ereignisse in der Ereignisanzeige wurden umformuliert und sind jetzt hilfreicher, wenn Sie Druckprobleme verstehen und Problembehandlungen ausführen möchten. Außerdem werden durch Klicken auf den Link Ereignisprotokollhilfe beim Anzeigen eines Ereignisses in einem Webbrowser detaillierte Informationen zum Diagnostizieren und Lösen eines Problems sowie zum Überprüfen der erfolgreichen Behebung des Problems angezeigt. Weitere Informationen zur druckspezifischen Problembehandlung finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=98085 (möglicherweise in englischer Sprache).

Verbesserte Hilfeinhalte

Es gibt drei Quellen für Hilfeinhalte für Druckdienste in Windows Vista und Windows Server 2008:

  • Windows Server 2008-Druckdienste-TechCenter. Die Druckdiensteseite (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=85624, möglicherweise in englischer Sprache) des Windows Server 2008-TechCenters dient als zentrales Repository für aktuelle Informationen zum Verwalten von Druckern und Druckservern.

  • Hilfe der Druckverwaltung. Diese über die Druckverwaltung (und über das Windows Server 2008-TechCenter) zugängliche Hilfe ist die primäre Quelle für Informationen zum Verwalten mehrerer Drucker oder Druckserver in einem Netzwerk.

  • Hilfe und Support. Die Option Hilfe und Support, auf die Sie über das Startmenü zugreifen können, enthält Endbenutzerhilfe für allgemeine Druckaufgaben. In Windows Vista enthält Hilfe und Support außerdem ausgewählte Informationen für Systemadministratoren. In Windows Server 2008 ist eine Übersicht über die Druckdiensterolle enthalten.

Sicherheitsverbesserungen bei der Druckertreiberinstallation

Mit den Standardsicherheitseinstellungen für Windows Vista und Windows Server 2008 können Benutzer, die nicht Mitglied der lokalen Gruppe Administratoren sind, nur vertrauenswürdige Druckertreiber installieren, beispielsweise solche, die mit Windows oder in digital signierten Druckertreiberpaketen bereitgestellt werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Benutzer keine nicht getesteten oder unzuverlässigen Druckertreiber installieren, oder Treiber, die so geändert wurden, dass sie bösartigen Code enthalten.

Die erweiterte Sicherheit bedeutet jedoch in manchen Fällen, dass Benutzer den richtigen Treiber für einen freigegebenen Drucker selbst dann nicht installieren können, wenn der Treiber getestet und in der Umgebung genehmigt wurde. Wenn Sie es Benutzern, die nicht Mitglied der lokalen Gruppe Administratoren sind, erlauben möchten, Verbindungen mit einem Druckserver herzustellen und vom Server gehostete Druckertreiber zu installieren, können Sie einen der folgenden Ansätze verwenden:

  • Installieren von Druckertreiberpaketen auf dem Druckserver

  • Bereitstellen von Druckerverbindungen für Benutzer oder Computer über Gruppenrichtlinien

  • Ändern von Sicherheitseinstellungen für Druckertreiber über Gruppenrichtlinien

Weitere Informationen finden Sie in der Hilfe der Druckerverwaltung in Windows Vista und Windows Server 2008 und im Artikel zur Architektur und Treiberunterstützung beim Drucken (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=92657, möglicherweise in englischer Sprache).

Druckertreiberpakete

Druckertreiberpakete sind digital signierte Druckertreiber, mit denen alle Komponenten des Treibers im Treiberspeicher von Clientcomputern installiert werden (wenn der Server und die Clientcomputer unter Windows Vista oder Windows Server 2008 ausgeführt werden). Zudem können Benutzer, die nicht Mitglied der lokalen Gruppe Administratoren sind, bei Verwendung von Druckertreiberpaketen auf einem Druckserver unter Windows Vista oder Windows Server 2008 Verbindungen mit dem Druckserver herstellen und aktualisierte Druckertreiber installieren oder empfangen.

Laden Sie zur Verwendung von Druckertreiberpaketen auf einem Druckserver unter Windows Server 2008 oder Windows Vista die entsprechenden Druckertreiberpakete von der Website des Druckerherstellers herunter, und installieren Sie diese.

noteHinweis
Sie können Druckertreiberpakete auch von einem Druckserver herunterladen und auf Clientcomputern unter Windows Server 2003, Windows XP oder Windows 2000 installieren. Auf den Clientcomputern wird dann jedoch nicht die digitale Signatur des Treibers überprüft, und zudem werden nicht alle Treiberkomponenten im Treiberspeicher installiert, da das Clientbetriebssystem diese Features nicht unterstützt.

Wenn Sie einen Druckertreiber auf einem Computer unter Windows Vista oder Windows Server 2008 installieren, wird der Druckertreiber zuerst in den lokalen Treiberspeicher kopiert und anschließend von dort installiert.

Wenn Sie Druckertreiber entfernen möchten, können Sie nur den Druckertreiber löschen oder aber das gesamte Druckertreiberpaket entfernen. Wenn Sie den Druckertreiber löschen, wird dieser deinstalliert, jedoch verbleibt das Druckertreiberpaket im Treiberspeicher, sodass Sie den Treiber später erneut installieren können. Wenn Sie das Druckertreiberpaket entfernen, wird dieses aus dem Treiberspeicher entfernt, wodurch der Druckertreiber vollständig vom Computer entfernt wird.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel zur Architektur und Treiberunterstützung beim Drucken (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=92657, möglicherweise in englischer Sprache).

Verbesserungen bei den Druckerfiltern in der Druckverwaltung

In der Druckverwaltung werden mit Filtern nur die Drucker angezeigt, die bestimmten Kriterien entsprechen. Es kann beispielsweise hilfreich sein, unabhängig vom verwendeten Druckserver nach Druckern mit bestimmten Fehlern oder nach Druckern in einer Gebäudegruppe zu suchen. Filter werden im Ordner Custom Printer Filters in der Druckverwaltungsstruktur gespeichert und sind dynamisch, sodass die Daten immer aktuell sind.

Die Filter wurden in Windows Vista und Windows Server 2008 auf zweierlei Weise verbessert:

  • Benutzerdefinierter Filter "Alle Treiber". Dies ist ein neuer Standardfilter, mit dem alle auf dem ausgewählten Server installierten Treiber sowie ihre Versionen angezeigt werden.

  • Erhöhung der Anzahl der Filterkriterien auf sechs. Da die Anzahl der Filterkriterien von drei (dem vorherigen Limit) erhöht wurde, können Sie spezifischere Filter erstellen.

Leistungsverbesserungen bei der Druckverwaltung

Die Leistung der Druckverwaltung beim Verwalten oder Überwachen einer großen Anzahl von Servern wurde folgendermaßen verbessert:

  • Die Druckverwaltung wird schneller geöffnet.

  • Das Sortieren von Druckern und Druckservern beansprucht weniger Zeit.

  • Sie können jetzt eine große Anzahl von Servern gleichzeitig der Druckverwaltung hinzufügen, indem Sie eine Liste der Server in das Dialogfeld Server hinzufügen/entfernen einfügen. Sie können Servernamen mithilfe von Leerzeichen, Kommas oder Zeilenumbrüchen trennen.

Server-Manager-Integration

Unter Windows Server 2008 können Sie mithilfe des Server-Managers die Druckdienste-Serverrolle, optionale Rollendienste und weitere Features installieren. Außerdem werden im Server-Manager druckspezifische Ereignisse aus der Ereignisanzeige angezeigt, und das Tool enthält eine Instanz des Druckverwaltungs-Snap-Ins, über das nur der lokale Server verwaltet werden kann.

Die Druckdienste in Windows Server 2008 werden im Server-Manager als Serverrolle mit den folgenden untergeordneten Rollendiensten implementiert:

  • Druckserver

  • LPD-Dienst (Line Printer Daemon)

  • Internetdrucken

Mit diesen Rollendiensten zusammen wird die gesamte Funktionalität eines Windows-Druckservers bereitgestellt. Sie können diese Rollendienste hinzufügen, während Sie die Druckdiensterolle mit dem Assistenten zum Hinzufügen von Rollen des Server-Managers installieren. Sie können sie auch später mit dem Assistenten zum Hinzufügen von Rollendiensten des Server-Managers installieren.

noteHinweis
Da Windows Vista ein Clientbetriebssystem darstellt, sind keine Rollendienste verfügbar. Stattdessen ist in Windows Vista Business, Windows Vista Enterprise und Windows Vista Ultimate standardmäßig das Druckverwaltungs-Snap-In enthalten. Windows Vista enthält zudem den LPD-Druckdienst als optionales Windows-Feature. Den LPD-Druckdienst können Sie in der Systemsteuerung über den Eintrag Programme und Funktionen installieren. Im Umfang von Windows Vista ist das Feature Internetdrucken nicht enthalten.

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