Windows Server
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Bereitstellen im Arbeitsgruppenmodus

Letzte Aktualisierung: Juni 2007

Betrifft: Windows Server 2008, Windows Vista

Im Fall von Message Queuing wird jeder Betriebsmodus, der keinen Zugriff auf das Active Directory gestattet, als Arbeitsgruppenmodus bezeichnet. Dies ist auch dann der Fall, wenn ein Computer einer Domäne angehört und wenn Computer, die einer Domäne angehören, im Arbeitsgruppenmodus verwendet werden können. Computer im Arbeitsgruppenmodus erfordern für die Nachrichtenübermittlung eine direkte Verbindung mit einem Zielcomputer.

Computer, die einer Domäne angehören

Wenn Sie Message Queuing auf einem Computer installieren, der einer Windows Server® 2008-Domäne angehört, können Sie angeben, ob der Computer im Domänenmodus (durch Installation der Verzeichnisdienstintegration) oder im Arbeitsgruppenmodus (durch Nichtinstallation dieses Features) eingesetzt werden soll. Im Zusammenhang mit Message Queuing kann der Arbeitsgruppenmodus als ein beliebiger Betriebsmodus festgelegt werden, der keinen Zugriff auf einen Verzeichnisdienst erlaubt. Dies ist auch dann der Fall, wenn der entsprechende Computer einer Domäne angehört.

Bei der standardmäßigen Installationseinstellung wird die Verzeichnisdienstintegration installiert, und wenn Ihr Computer einer Domäne angehört, versucht das Installationsprogramm mit einem Windows Server 2008- oder Windows Server 2003-Domänencontroller am lokalen Standort oder einem benachbarten Standort zu kommunizieren. Gelingt dies, wird der Computer im Domänenmodus verwendet, wodurch der Zugriff auf die Active Directory-Domänendienste aktiviert wird. In dem Fall, in dem die Verzeichnisdienstintegration installiert ist, der Computer aber nicht auf einen Domänencontroller zugreifen kann, versucht Message Queuing beim nächsten Neustart eines solchen Computers oder beim Beenden und erneuten Starten des Message Queuing-Diensts automatisch mit einem Domänencontroller in der lokalen Domäne zu kommunizieren. Ist ein Domänencontroller verfügbar und eine Kommunikation mit ihm möglich, arbeitet der Computer im Domänenmodus.

Computer, die keiner Domäne angehören

Im Fall von Computern, die keiner Domäne angehören und nicht auf die Active Directory-Domänendienste zugreifen können, werden diese bei der Standardinstallation als unabhängige Clients im Arbeitsgruppenmodus installiert. Die Verzeichnisdienstintegration wird trotzdem installiert, und wenn der Arbeitsgruppencomputer später mit einer Domäne verbunden wird, wird dieses Feature aktiviert. Umgekehrt kann ein Message Queuing-Computer Teil einer Domäne sein und dann zu einer Arbeitsgruppe hinzugefügt werden. Ein solcher Computer kann später zu derselben Domäne erneut hinzugefügt werden.

Bei Verwendung von Message Queuing im Arbeitsgruppenmodus gelten folgende Einschränkungen:

  • Computer im Arbeitsgruppenmodus erfordern eine direkte Verbindung mit einem Zielcomputer und unterstützen nur die direkte Nachrichtenübertragung. Nachrichten, die von solchen Computern gesendet werden, können nicht weitergeleitet werden.

  • Der Zugriff auf die Active Directory-Domänendienste ist nicht möglich. Es können daher ausschließlich private Warteschlangen auf einem lokalen Computer erstellt und verwaltet werden. Sie können die Liste der privaten Warteschlangen auf einem anderen Computer und die enthaltenen Nachrichten mit dem Computerverwaltungs-Snap-In anzeigen. Informationen zur Verwaltung von Warteschlangen auf Remotecomputern finden Sie unter Verwalten von Warteschlangen auf anderen Computern. Öffentliche Warteschlangen oder andere Informationen in den Active Directory-Domänendiensten können weder angezeigt noch verwaltet werden. Sofern eine direkte Verbindung besteht, können Sie jedoch Nachrichten an private Warteschlangen senden oder darin enthaltene Nachrichten abrufen.

  • Für das Senden authentifizierter Nachrichten können keine internen Zertifikate verwendet werden. Es ist ein externes Zertifikat erforderlich. Weitere Informationen zu Benutzerzertifikaten finden Sie unter User Certificates.

  • Nachrichten können nicht verschlüsselt werden. Weitere Informationen zur Verschlüsselung finden Sie unter Encryption for Message Queuing.

  • Abhängige Clients werden nicht unterstützt. Weitere Informationen zu Einschränkungen beim Bereitstellen abhängiger Clients finden Sie unter Dependent Clients.

  • Die plattformübergreifende Nachrichtenübermittlung wird nicht unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter Cross-Platform Messaging.

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