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IP-Unterstützung in SharePoint 2013

 

Gilt für: SharePoint Server 2013, SharePoint Foundation 2013

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2013-12-18

Zusammenfassung: SharePoint 2013 unterstützt die Internetprotokollversion 4 (IPv4) und die Internetprotokollversion 6 (IPv6).

Von SharePoint 2013 werden folgende Umgebungen unterstützt:

  • Nur IPv4

    In einer Umgebung, in der ausschließlich IPv4 verwendet wird, werden Adresszuweisung, Namensregistrierung und -auflösung sowie Umleitung nur für IPv4-basierten Netzwerkdatenverkehr unterstützt. Beachten Sie, dass auch in einer rein IPv4-basierten Umgebung davon abgeraten wird, IPv6 auf Windows-basierten Computern zu deaktivieren. Wird von der Netzwerkinfrastruktur kein IPv6-Datenverkehr unterstützt, greift SharePoint auf IPv4-Datenverkehr zurück.

  • IPv4 und IPv6 gemischt

    In einer gemischten Umgebung mit IPv4 und IPv6 werden Adresszuweisung, Namensregistrierung und -auflösung sowie Umleitung sowohl für IPv4-basierten als auch für IPv6-basierten Netzwerkdatenverkehr unterstützt.

  • Nur IPv6

    In einer Umgebung, in der ausschließlich IPv6 verwendet wird, werden Adresszuweisung, Namensregistrierung und -auflösung sowie Umleitung nur für IPv6-basierten Netzwerkdatenverkehr unterstützt.

In einer SharePoint-Umgebung kann "gemischt" als eines der folgenden wahrscheinlichen Szenarien definiert werden:

  • Auf Hosts wird sowohl das IPv4- als auch das IPv6-Protokoll verwendet. Dies wird auch als Dualstapelumgebung bezeichnet, in der sowohl der IPv4- als auch der IPv6-Protokollstapel aktiviert und in Verwendung ist.

  • Einige Clientcomputer verwenden nur IPv4, einige nur IPv6 und einige sowohl IPv4 als auch IPv6.

  • Von den Clientcomputern wird nur IPv4 verwendet, von den Servercomputern dagegen auch IPv6.

Unter Windows 8, Windows Server 2012, Windows 7, Windows Server 2008 R2, Windows Vista und Windows Server 2008 wird standardmäßig sowohl das IPv6-Protokoll als auch das IPv4-Protokoll installiert und aktiviert. Ist sowohl IPv4 als auch IPv6 aktiviert, hat IPv6 bei der Verwendung von Namen Vorrang vor IPv4, und Antworten auf DNS (Domain Name System)-Namensabfragen enthalten beide Adresstypen. Darüber hinaus können Sie das IPv4-Protokoll entfernen, sodass auf dem Computer ausschließlich IPv6 verwendet wird.

Mit dem Tool "IPConfig.exe" können Sie ermitteln, welche Versionen in Ihrem Netzwerk verwendet werden. Wenn die Ausgabe des Befehls IPConfig an einer Eingabeaufforderung Zeilen mit "IPv6-Adresse" oder "Temporäre IPv6-Adresse" enthält, ist die Umgebung eine IPv6-Umgebung. Wenn alle IPv6-Adressen mit "fe80" beginnen und Zeilen mit "Verbindungslokale IPv6-Adresse" entsprechen, ist die Umgebung keine IPv6-Umgebung. Weitere Informationen finden Sie unter IPConfig.

In der folgenden Liste werden weitere wichtige Überlegungen hinsichtlich IPv6 aufgeführt:

  • Bei einem Computer, der mithilfe eines Domänencontrollers authentifiziert und auf dem in einer SharePoint 2013-Umgebung nur IPv6 verwendet wird, muss auf dem Domänencontroller Windows Server 2012, Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2 ausgeführt werden. Stellen Sie sicher, dass Sie das richtige Service Pack und alle zusätzlich erforderlichen Softwarekomponenten verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Hardware- und Softwareanforderungen für SharePoint 2013.

  • Alle Versionen von SQL Server, die für SharePoint 2013 unterstützt werden, unterstützen auch IPv6. Weitere Informationen zur Unterstützung von IPv6 für SQL Server 2008 finden Sie unter Herstellen von Verbindungen über IPv6 (http://go.microsoft.com/fwlink/p/?LinkId=183115).

  • Bei Verwendung des IPv6-Protokolls durch SharePoint 2013 müssen sämtliche Endbenutzer-URLs auf DNS-Namen mit AAAA-Einträgen basieren. Weitere Informationen zu AAAA-Einträgen finden Sie unter Hinzufügen eines Ressourceneintrags zu einer Forward-Lookupzone.

  • Die Navigation zu SharePoint-URLs mit IPv6-Literaladressen wird nicht unterstützt. Eine Beispiel für eine Literaladressen-URL ist "http://[2001:db8:85a3:8d3:1319:8a2e:370:7344]". IPv6-Literaladressen können jedoch für bestimmte Farmverwaltungsaufgaben eingegeben werden (beispielsweise für das Eingeben des Servernamens beim Erstellen oder Anfügen von Datenbanken). Bei Servernamen mit dem Literaladressformat muss die Literaladresse in eckige Klammern gesetzt werden.

  • Wenn Sie einen ausgehenden SMTP-Server (SMTP = Simple Mail Transfer-Protokoll) angeben, wird die Konfiguration von IPv6-Literaladressen von SharePoint nicht unterstützt. Es wird empfohlen, einen DNS-Namen für den SMTP-Server anzugeben, der zu einer IPv4-Adresse, zu einer IPv6-Adresse oder zu beidem aufgelöst werden kann. Wenn Sie über keinen DNS-Namen für den SMTP-Server verfügen und eine IPv6-Adresse angeben müssen, können Sie den zugehörigen Namen vom Typ "ipv6-literal.net" für die Adresse konfigurieren.

    Wenn Sie für eine IPv6-Adresse einen Namen vom Typ "ipv6-literal.net" erstellen möchten, ersetzen Sie die Doppelpunkte in der Adresse durch Bindestriche, und fügen Sie das Ergebnis anschließend "ipv6-literal.net" hinzu. So lautet der Name vom Typ "ipv6-literal.net" für die IPv6-Adresse "2001:db8:28:3:f98a:5b31:67b7:67ef" beispielsweise "2001-db8-28-3-f98a-5b31-67b7-67ef.ipv6-literal.net".

  • Einige SharePoint-Features oder Komponenten sind in Clouddienste integriert – beispielsweise die SharePoint-Hilfe, der SharePoint-Übersetzungsdienst sowie SharePoint-Apps, von denen der Windows Azure-Zugriffssteuerungsdienst (Access Control Service, ACS) verwendet wird. Diese sind unter Umständen noch nicht IPv6-fähig. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre SharePoint-Servers IPv4-fähig (also sowohl für rein IPv4-basierte als auch für gemischte Umgebungen mit IPv4 und IPv6 geeignet) sind, bis alle von SharePoint abhängigen Clouddienste IPv6-fähig sind. Weitere Informationen finden Sie unter IPv6-Unterstützung in Microsoft-Produkten und -Diensten sowie unter IPv6 – Übersicht über die Technologie.

Weitere Informationen zu IPv6 in Microsoft-Produkten finden Sie im IPv6-TechCenter.

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