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Übersicht über Virtual Machine Manager 

Letzte Aktualisierung: Oktober 2008

Betrifft: Virtual Machine Manager 2008, Virtual Machine Manager 2008 R2, Virtual Machine Manager 2008 R2 SP1

System Center Virtual Machine Manager (VMM) 2008 und VMM 2008 R2 ermöglichen die zentrale Verwaltung Ihrer virtuellen Umgebung, helfen, die Auslastung physischer Server zu verbessern, und ermöglichen eine schnelle Bereitstellung neuer virtueller Maschinen durch den VMM-Administrator und autorisierte Self-Service-Endbenutzer.

Eine VMM-Implementierung besteht aus bestimmten Kernkomponenten, die implementiert werden müssen, sowie aus einer Reihe optionaler Komponenten und Features, die Sie bei Bedarf in Ihrer Umgebung implementieren können. In diesem Abschnitt sind diese Komponenten und Features entsprechend der Einordnung "Erforderlich" und "Optional" dargestellt.

Erforderliche Komponenten

Für jede VMM-Implementierung sind die folgenden Komponenten erforderlich:

  • VMM-Server und Standardbibliothekserver

  • VMM-Datenbank

  • VMM-Administratorkonsole

  • Host für virtuelle Maschinen

Alle erforderlichen VMM-Komponenten können auf einem Computer installiert werden. Dieser Computer muss jedoch eine geeignete Größe aufweisen, und diese Konfiguration sollte nicht zur Verwaltung von mehr als 20 Hosts verwendet werden. Die Konfiguration kann auch für Demonstrationszwecke hilfreich sein. Weitere Informationen zu den Systemanforderungen für die Installation aller VMM-Komponenten auf einem einzelnen Computer finden Sie unter Systemanforderungen: Installieren von VMM auf einem einzelnen Computer. Beabsichtigen Sie, mehr als 20 Hosts zu verwalten, sollten Sie eine verteilte VMM-Umgebung bereitstellen, bei welcher der VMM-Server, die Datenbank, der Bibliothekserver und die Hosts auf separaten Computern implementiert werden.

Virtual Machine Manager-Server

Der VMM-Server dient als Hub einer VMM-Implementierung, über die alle anderen VMM-Komponenten interagieren und kommunizieren. Er sollte daher zuerst installiert werden.

Auf dem VMM-Server wird der VMM-Dienst ausgeführt, der Befehle und Dateiübertragungen ausführt und die Kommunikation mit anderen VMM-Komponenten sowie mit allen Hosts für virtuelle Maschinen und VMM-Bibliothekservern steuert. Diese werden zusammengefasst als verwaltete Computer bezeichnet.

Der VMM-Server stellt außerdem eine Verbindung zu einer SQL Server-Datenbank her, in der alle VMM-Konfigurationsinformationen gespeichert sind. Sie können auf diese Informationen zugreifen und VMM konfigurieren, indem Sie die VMM-Administratorkonsole oder die Windows PowerShell - Virtual Machine Manager-Befehlsshell verwenden. Weitere Informationen zu Windows PowerShell – Virtual Machine Manager-Befehlsshell finden Sie unter Scripting.

Der VMM-Server ist standardmäßig auch der Standardbibliothekserver. Sie können die VMM-Bibliothek verwenden, um dateibasierte Ressourcen zu speichern, beispielsweise virtuelle Festplatten (sofern diese nicht einer gespeicherten virtuellen Maschine zugeordnet sind), Vorlagen, ISO-Abbilder, PowerShell-Skripts, Antwortdateien und virtuelle Maschinen. Sie können weitere VMM-Bibliothekserver einrichten; dies wird empfohlen, wenn Sie eine große Anzahl von Hosts verwalten.

Virtual Machine Manager-Bibliothekserver

Bei der Virtual Machine Manager-Bibliothek handelt es sich um einen Ressourcenkatalog, der für die Erstellung und Konfiguration virtueller Maschinen in VMM verwendet werden kann.

In der Bibliothek können die folgenden Ressourcentypen gespeichert werden:

  • dateibasierte Ressourcen wie virtuelle Festplatten, virtuelle Disketten, ISO-Abbilder und Skripts; damit eine Datei in Virtual Machine Manager verwendet werden kann, muss sie der Bibliothek hinzugefügt werden. Dafür muss die Datei auf einem Bibliothekserver auf einer dafür vorgesehenen Bibliotheksfreigabe gespeichert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen dateibasierter Ressourcen zur Bibliothek. Eine Liste der Typen von Dateien, die in der VMM-Bibliothek gespeichert werden können, finden Sie unter Während einer Bibliotheksaktualisierung indizierte Dateitypen.

  • Vorlagen für virtuelle Maschinen, Hardwareprofile und Gastbetriebssystem-Profile, die in der Bibliotheksansicht zur Verwendung beim Erstellen standardmäßiger virtueller Maschinen konfiguriert werden; diese Konfigurationen werden in der Virtual Machine Manager-Datenbank gespeichert, jedoch nicht als physische Konfigurationsdateien dargestellt.

    noteHinweis
    In der VMM-Bibliothek können virtuelle VMware-Maschinen, Festplatten, Disketten und ISO-Abbilder gespeichert werden. Verwenden Sie die Aktion Vorlagen importieren, um VMware-Vorlagen in die Bibliothek zu importieren, nachdem Sie einen VMware VirtualCenter-Server hinzugefügt haben. Weitere Informationen finden Sie unter Vorgehensweise beim Importieren von VMware-Vorlagen.

  • virtuelle Maschinen, die nicht verwendet werden; die virtuellen Maschinen werden in der Bibliotheksansicht angezeigt. Die Dateien für eine gespeicherte virtuelle Maschine werden jedoch nicht in der Bibliothek angezeigt, da sie nicht dazu verwendet werden können, neue virtuelle Maschinen zu erstellen oder zu konfigurieren.

Der VMM-Server ist immer der Standardbibliothekserver. Wenn Sie den VMM-Server installieren, erstellt das Installationsprogramm auf diesem automatisch eine Bibliotheksfreigabe. Sie können dem Standardbibliothekserver weitere Bibliotheksfreigaben hinzufügen.

Nachdem der VMM-Server installiert wurde, können Sie weitere Computer als Bibliothekserver hinzufügen, wie im Abschnitt "Optionale VMM-Komponenten und -Features" später in diesem Thema beschrieben. Der Standardbibliothekserver und die zugehörige Bibliotheksfreigabe auf dem VMM-Server können jedoch nicht entfernt oder verschoben werden. Sie sollten sich deshalb vor der Installation des VMM-Servers Gedanken über den Speicherort der Standardbibliotheksfreigabe machen. Wenn Sie einen Computer als Bibliothekserver hinzufügen, wird von VMM auf dem Computer automatisch ein VMM-Agent installiert.

Virtual Machine Manager-Datenbank

In der VMM-Datenbank sind alle VMM-Konfigurationsinformationen gespeichert, die Sie mithilfe der VMM-Administratorkonsole abrufen und ändern können. Die VMM-Datenbank wird bei der Installation des VMM-Servers angegeben.

Die VMM-Datenbank erfordert eine unterstützte Version von Microsoft SQL Server. Sie können entweder eine lokale Instanz oder eine Remoteinstanz einer vorhandenen Microsoft SQL Server-Datenbank angeben oder festlegen, dass SQL Server 2005 Express Edition SP2 vom Setup-Assistenten auf dem VMM-Server installiert wird. Außerdem installiert der Setup-Assistent Tools für SQL Server 2005 und erstellt die SQL Server-Instanz MICROSOFT$VMM$ auf dem lokalen Computer.

Falls Sie vorhaben, über 150 Hosts zu verwalten bzw. Operations Manager 2007 in VMM zu integrieren, weil Sie PRO-Tipps und die Berichterstellung implementieren möchten, sollten Sie eine Standard- oder Enterprise-Version von SQL Server verwenden. Weitere Informationen zu unterstützten Versionen von SQL Server finden Sie unter Systemanforderungen: VMM-Datenbank.

Virtual Machine Manager-Administratorkonsole

Die VMM-Administratorkonsole ist eine grafische Benutzeroberfläche (GUI), die folgende Handlungen erlaubt:

  • Erstellen, Bereitstellen und Verwalten virtueller Maschinen

  • Überwachen und Verwalten von Hosts sowie Bibliothekservern

  • Verwalten globaler Konfigurationseinstellungen

Installieren Sie die VMM-Administratorkonsole nach dem VMM-Server, und stellen Sie dann eine Verbindung zwischen beiden her. Die VMM-Administratorkonsole kann auf demselben Computer wie der VMM-Server oder auf einem anderen Computer installiert werden. Sie kann auf mehreren Computern installiert und verwendet werden, um eine Verbindung zu VMM-Servern herzustellen und diese zu verwalten. Es kann jeweils nur zu einem VMM-Server eine Verbindung hergestellt werden, und es kann jeweils nur ein VMM-Server verwaltet werden.

Bei der Installation der VMM-Administratorkonsole wird vom Installationsprogramm zudem Windows PowerShell installiert, d. h. die Virtual Machine Manager-Befehlsshell, die die Cmdlets verfügbar macht, die Sie in der Befehlszeile verwenden können, um alle Funktionen auszuführen, die über die VMM-Administratorkonsole möglich sind.

ImportantWichtig
Wenn Sie planen, Operations Manager 2007 in VMM zu integrieren, um PRO-Tipps und die Berichterstellung zu implementieren, müssen Sie eine VMM-Administratorkonsole auf demselben Computer wie den VMM-Server installieren. Bei der Installation der VMM-Administratorkonsole wird vom Installationsprogramm zudem Windows PowerShell installiert, d. h. die Virtual Machine Manager-Befehlsshell. Diese ist erforderlich, damit der Administrator von System Center Operations Manager 2007 Aufgaben für virtuelle Maschinen und Hosts für virtuelle Maschinen innerhalb des Virtualization Management Packs ausführen kann. Sie können den Setup-Assistenten verwenden, um die Operations Manager 2007-Integration in VMM zu konfigurieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Konfigurieren der Operations Manager-Integration in VMM.

Host für virtuelle Maschinen

Bei einem Host für virtuelle Maschinen handelt es sich um einen physischen Computer, auf dem eine oder mehrere virtuelle Maschinen gehostet werden. Sie können VMM mithilfe des Assistenten zum Hinzufügen von Hosts in der VMM-Administratorkonsole Hosts hinzufügen. Solange Sie noch keinen Host hinzugefügt haben, können Sie VMM nicht zum Erstellen virtueller Maschinen verwenden, und zahlreiche Aktionen in der VMM-Administratorkonsole sind nicht verfügbar. Wenn Sie einen Windows Server-basierten Host hinzufügen, installiert und aktiviert VMM auf dem Host neben einem VMM-Agent ggf. auch die entsprechende Virtualisierungssoftware.

VMM unterstützt die folgenden Hosttypen:

  • Windows Server-basierte Hosts in einer AD-Domäne, die über keine bidirektionale Vertrauensstellung mit der AD-Domäne des VMM-Servers verfügt

  • Windows Server-basierte Hosts, die sich in einem Umkreisnetzwerk befinden

  • Windows Server-basierte Hosts, die sich in einem separaten Namespace befinden

    noteHinweis
    Ein separater Namespace tritt auf, wenn das primäre DNS-Suffix (Domain Name System) eines oder mehrerer Computer nicht mit dem DNS-Namen der Active Directory-Domänendienste (AD DS) übereinstimmt, deren Mitglieder sie sind. So wird auf einem Mitgliedscomputer, der das primäre DNS-Suffix "corp.fabrikam.com" in einer Active Directory-Domäne mit der Bezeichnung "na.corp.fabrikam.com" aufweist, ein separater Namespace verwendet. Weitere Informationen zu separaten Namespaces finden Sie unter Namenskonventionen in Active Directory für Computer, Domänen, Standorte und Organisationseinheiten (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=123886).

  • VMware ESX Server-Hosts, die sich an beliebiger Stelle in der Umgebung befinden;

    noteHinweis
    bevor Sie ESX Server-Hosts hinzufügen können, müssen Sie VMM einen VMware VirtualCenter-Server hinzufügen. Wenn Sie VMM einen VMware VirtualCenter-Server hinzufügen, werden alle vorhandenen ESX Server-Hosts, die von diesem VirtualCenter-Server verwaltet werden, ebenfalls in VMM importiert. Weitere Informationen zum Hinzufügen eines VMware VirtualCenter-Servers finden Sie unter Konfigurieren von VMM für die Verwaltung einer VMware Infrastructure 3-Umgebung.

Optionale VMM-Komponenten und -Features

Eine VMM-Implementierung kann außerdem die folgenden optionalen Komponenten und Features umfassen:

  • zusätzliche eigenständige Bibliothekserver

  • Self-Service für virtuelle Maschinen

  • Leistungs- und Ressourcenoptimierung (Performance and Resource Optimization, PRO)

Virtual Machine Manager-Self-Service-Portal

Das VMM-Self-Service-Portal ist eine optionale, webbasierte Komponente, die ein VMM-Administrator installieren und so konfigurieren kann, dass Benutzer ihre eigenen virtuellen Maschinen in einer kontrollierten Umgebung für eine eingeschränkte Gruppe von Hosts für virtuelle Maschinen erstellen können. Der VMM-Administrator erstellt Self-Service-Benutzerrollen, anhand derer der Bereich der Aktionen bestimmt wird, die Benutzer auf ihren eigenen virtuellen Maschinen durchführen dürfen.

Zum Erstellen, Ausführen und Verwalten von virtuellen Maschinen verwenden Self-Service-Benutzer das Virtual Machine Manager-Self-Service-Portal. Der Administrator bestimmt, welche Hostgruppen Self-Service-Benutzer auf virtuellen Maschinen erstellen können. Wenn ein Self-Service-Benutzer eine virtuelle Maschine erstellt, wird die virtuelle Maschine automatisch basierend auf Hostbewertungen auf dem am besten geeigneten Host in der Hostgruppe platziert.

Ein VMM-Administrator kann eine Quote für virtuelle Maschinen in einer Self-Service-Benutzerrolle festlegen und Vorlagen für virtuelle Maschinen Quoteneinheiten zuweisen, um die Anzahl der virtuellen Maschinen zu begrenzen, die ein Benutzer oder eine Gruppe bereitstellen kann.

Leistungs- und Ressourcenoptimierung (Performance and Resource Optimization, PRO)

Die Leistungs- und Ressourcenoptimierung (Performance and Resource Optimization, PRO) unterstützt die Optimierung von Arbeits- und Anwendungsressourcen in einer virtualisierten Umgebung. Basierend auf Leistungs- und Integritätsdaten von PRO-fähigen Management Packs in System Center Operations Manager 2007 kann PRO automatisch oder manuell PRO-Tipps umsetzen, bei denen es sich um Empfehlungen zum Minimieren von Downtime und zum Beschleunigen der Auflösungszeit handelt.Weitere Informationen finden Sie unter Informationen zur Leistungs- und Ressourcenoptimierung (Performance and Resource Optimization, PRO).

Siehe auch

Konzepte

Erste Schritte

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