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Bereitstellungshandbuch für Windows Vista Service Pack 1

Betrifft: Windows Vista

Informationen zu diesem Handbuch

Dieses Handbuch richtet sich an IT-Administratoren, die Windows Vista® Service Pack 1 (SP1) bereitstellen. Dieses Dokument enthält technische Informationen, Verfahren und Empfehlungen zum Installieren von SP1 in einer Geschäfts- oder Unternehmensumgebung. Dieses Handbuch enthält zwar einige grundlegende Betriebssysteminformationen, es wird jedoch vorausgesetzt, dass Sie bereits über praktische Erfahrung mit Windows Vista und Updateinstallationen verfügen. Weitere Informationen zur Bereitstellung finden Sie in den folgenden Ressourcen von Microsoft:

In diesem Handbuch verwendete Terminologie

Die in der folgenden Tabelle definierten Begriffe werden in diesem Dokument verwendet.

 

Begriff Definition

Integrierte Installation

Auch als "Slipstreaminstallation" bezeichnet. Bei dieser Installationsmethode wird das Service Pack in das Betriebssystem integriert. Als Ergebnis werden das Betriebssystem und das Service Pack gleichzeitig installiert. Sie verwenden die integrierte Installation, um Computer zu aktualisieren und neue Installationen auf Computern durchzuführen, die kein Betriebssystem besitzen.

Offline

Im Kontext der Aktualisierung von Abbildern bezieht sich der Begriff "offline" auf das Aktualisieren oder Anwenden von Änderungen auf ein Betriebssystemabbild, das zurzeit nicht ausgeführt wird. Sie können z. B. eine Windows-Abbilddatei (WIM-Datei) mithilfe von ImageX im Windows Automated Installation Kit (AIK) aktualisieren.

Online

Im Kontext der Aktualisierung von Abbildern bezieht sich der Begriff "online" auf das Aktualisieren oder Anwenden von Änderungen auf ein Betriebssystem, mit dem der Computer gestartet wird. Die Installation eines Updates mithilfe von Windows® Update ist beispielsweise ein Onlinevorgang.

Paket

Eine Sammlung von Dateien, die ein Update darstellen, das ein Problem behebt oder neue Funktionen zur Verfügung stellt. Pakete enthalten die Komponentendateien sowie die erforderlichen Metadaten zum Verwalten der Pakete. Viele Pakete werden als MSU-Dateien zur Verfügung gestellt. Jedes dieser Pakete enthält eine komprimierte Kabinettdatei (CAB-Datei).

Service Pack

Das Verfahren, mit dem Produktupdates zusammengefasst und verteilt werden. Service Packs sind Softwarepakete, die Updates für die Systemzuverlässigkeit, Programmkompatibilität, Sicherheit usw. enthalten können. Diese Updates werden zusammengefasst, um sie einfacher herunterzuladen und installieren zu können. Ein Service Pack enthält alle bisher veröffentlichten Korrekturen sowie zusätzliche Optimierungen vorhandener Komponenten.

Eigenständiges Paket

Eine Version des SP1-Pakets, die alle Dateien enthält, die für die Installation des Pakets auf beliebigen Computern erforderlich sind (selbst ohne eine Internetverbindung). Im Gegensatz dazu werden nur die für den betreffenden Computer erforderlichen Dateien heruntergeladen und installiert, wenn Sie das SP1-Paket über Windows Update installieren. Normalerweise besteht ein erheblicher Größenunterschied zwischen einem Paket, das mithilfe von Windows® Update heruntergeladen wird, und dem entsprechenden eigenständigen Paket.

Update

  • Substantiv: Ein beliebiges Update, Updaterollup, Service Pack, Feature Pack, wichtiges Update, Sicherheitsupdate oder ein Hotfix, das oder der ein von Microsoft veröffentlichtes Softwareprodukt verbessert oder korrigiert. Definitionen für jeden Updatetyp finden Sie im Artikel 824684 in der Microsoft Knowledge Base (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=43258).

  • Verb: Das Aktualisieren eines Computers oder einer Datei.

Upgrade

  • Substantiv: Ein Softwarepaket, das eine bestimmte Version eines Produkts durch eine neuere Version des gleichen Produkts ersetzt.

  • Verb: Das Aktualisieren vorhandener Programmdateien, Ordner und Registrierungseinträge mit einer neueren Version mithilfe von Setup.exe von den Installationsmedien. Ein Upgrade belässt im Gegensatz zu einer Neuinstallation, bei der alle Dateien gelöscht und dann erneut installiert werden, vorhandene Dateien und Einstellungen unverändert.

In diesem Handbuch

In diesem Handbuch werden die folgenden Themen behandelt:

SP1 im Überblick

Windows Vista SP1 ist eine Sammlung von Updates und Korrekturen für Windows Vista, die Feedback von unseren Kunden berücksichtigt (neben den Verbesserungen, die Benutzern über Windows Update zur Verfügung gestellt werden). SP1 enthält nicht nur zuvor veröffentlichte Updates, sondern behandelt auch bestimmte Zuverlässigkeits- und Leistungsprobleme und beinhaltet Unterstützung für neue Hardwaretypen sowie einige sich entwickelnde Technologiestandards. Beachten Sie, dass SP1 zwar nicht der Veröffentlichung neuer Features dient, einige vorhandene Komponenten jedoch durch SP1 erweiterte Funktionalität aufweisen. Weitere Informationen zu SP1 finden Sie in den folgenden TechNet-Artikeln von Microsoft:

Bevor Sie SP1 bereitstellen

Führen Sie die folgenden Schritte durch, bevor Sie SP1 bereitstellen:

  • Beziehen Sie die Installationsdateien.

  • Führen Sie die Aufgaben vor der Bereitstellung durch.

  • Überprüfen Sie die Änderungen bei den SP1-Funktionen.

Beziehen der Installationsdateien

Beziehen Sie die SP1-Dateien mithilfe einer der folgenden Methoden:

  • Eigenständiges Paket Sie können SP1 im Microsoft Download Center unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=107075 herunterladen.

  • Windows UpdateWindows Update enthält SP1, daher wird SP1 automatisch auf Computern installiert, für die der Empfang von Updates festgelegt ist. Bevor SP1 installiert wird, muss der Benutzer jedoch den Softwarelizenzbedingungen von Microsoft zustimmen.

  • Integrierte Installation SP1 ist in die Windows Vista-Installationsmedien integriert und ist außerdem als Teil des Medienkits für Volumenlizenzkunden sowie TechNet- und MSDN-Abonnenten verfügbar.

Durchführen der Aufgaben vor der Bereitstellung

Führen Sie die folgenden Aufgaben durch, bevor Sie SP1 installieren. Wenn Sie SP1 mithilfe von Windows Update installieren, müssen Sie diese Aufgaben durchführen, bevor Sie den Softwarelizenzbedingungen von Microsoft zustimmen.

  • Überprüfen Sie die Speicherplatzanforderungen. Die folgenden ungefähren Speicherplatzanforderungen gelten für die Systempartition. Beachten Sie, dass diese Anforderungen höher sind, wenn Sprachpakete auf dem Computer vorhanden sind. Weitere Informationen zu den einzelnen Methoden finden Sie unter Installationsoptionen.

     

    Installationsmethode Ungefähre Speicherplatzanforderungen

    Eigenständige Installation

    • x86-basiert: 2.500 MB bis 5.450 MB

    • x64-basiert: 4.100 MB bis 7.850 MB

    Windows Update

    • x86-basiert: 1.200 MB

    • x64-basiert: 1.500 MB

    Integrierte Installation

    • 15 GB

    noteHinweis
    Weitere Informationen zu den Systemanforderungen für Windows Vista finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=108506 (englischsprachig).

    noteHinweis
    SP1 wird nur für x64-basierte und x86-basierte Computer unterstützt.

  • Sichern Sie wichtige Daten. Für Windows Update und eigenständige Installationen legt Setup automatisch einen Systemwiederherstellungspunkt an, bevor die Installation von SP1 beginnt. Auf diese Weise werden die Systemdateien gesichert. Sie möchten jedoch ggf. Benutzerdaten sichern, bevor Sie mit der Installation von SP1 beginnen.

  • Lesen Sie die Anmerkungen zur Version (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=107076).

  • Entfernen Sie alle seriellen Kabel, die an USV-Geräte angeschlossen sind. Wenn eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) mithilfe eines seriellen Kabels an Ihren Zielcomputer angeschlossen ist, entfernen Sie dieses Kabel, bevor Sie die Installation durchführen. Setup erkennt Geräte, die an serielle Anschlüssen angeschlossen sind. USV-Geräte können zu Problemen bei diesem Erkennungsvorgang führen. Sie können den Computer für die Stromversorgung an ein USV-Gerät angeschlossen lassen, solange das USV-Gerät selbst mit der Stromversorgung verbunden ist. Sie sollten jedoch sicherstellen, dass die Stromversorgung für die gesamte Installation ausreicht, die lange dauern kann.

  • Deinstallieren Sie alle Vorabversionen von SP1. Microsoft unterstützt keine Upgrades auf diese Version von SP1 aus Vorabversionen von SP1. Um eine Vorabversion zu deinstallieren, befolgen Sie die im Abschnitt Deinstallation von SP1 dieses Handbuchs beschriebenen Schritte.

  • Schließen Sie Laptops an eine Netzstromquelle an.

  • Überprüfen Sie, ob Probleme mit Dateifehlern vorliegen. Es wird empfohlen, die Datenträgerüberprüfung (Chkdsk.exe) und das Systemdatei-Überprüfungsprogramm (SFC.exe) mithilfe des folgenden Verfahrens auszuführen, um sicherzustellen, dass der Computer keine Probleme aufgrund von Dateifehlern aufweist.

    So beheben Sie Probleme durch Dateifehler
    1. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten (klicken Sie auf die Schaltfläche Start, geben Sie Befehl in das Feld Suche starten ein, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen).

    2. Führen Sie den folgenden Befehl aus (wenn C: das Systemlaufwerk ist): chkdsk c: /F

    3. Nachdem der Befehl in Schritt 2 abgeschlossen ist, führen Sie den Befehl SFC /Scannow aus.

Überprüfen der Änderungen bei den SP1-Funktionen

Der folgende Abschnitt beschreibt einige der Änderungen in SP1. Eine vollständige Liste finden Sie im Microsoft TechNet-Artikel "Ausgewählte Verbesserungen in Windows Vista SP1" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=107077) (englischsprachig).

Windows OPK und AIK

Das Windows OEM Preinstallation Kit (OPK) und das Windows Automated Installation Kit (AIK) wurden für SP1 aktualisiert. Diese Kits enthalten zwei neue Tools, die Sie beim Erstellen von Abbildern verwenden sollten:

  • Tool zum Spiegeln von für den Start wichtigen Treibern ("PostReflect.exe"). PostReflect ist ein Befehlszeilentool, das zum Spiegeln aller für den Start wichtigen Gerätetreiber aus dem Treiberspeicher in einem Offlineabbild verwendet wird (die Definition von "offline" finden Sie unter In diesem Handbuch verwendete Terminologie). Treiberspiegelung ist der Vorgang des Installierens eines Treibers auf einem Computer, der möglicherweise über ein Gerät für den betreffenden Treiber verfügt. Normalerweise beinhaltet dieser Vorgang das Kopieren der Treiberdateien an den Zielspeicherort, damit der Treiber vom Betriebssystem während de Startvorgangs geladen werden kann. Wenn alle für den Start wichtigen Treiber im Abbild gespiegelt werden, kann dieses für verschiedene Hardwarekonfigurationen bereitgestellt werden. Nachdem SP1 online angewendet und ein Abbild für den Computer erstellt wurde, müssen Sie dieses Tool für das Windows-Offlineabbild ausführen. Dies ist erforderlich, weil SP1 für den Start wichtige Treiber für die Hardwareabstraktionsschicht (Hardware Abstraction Layer) und die entsprechenden Änderungen am Kernel enthält. Wenn die aktualisierten Versionen der für den Start wichtigen Treiber für die HAL und den Kernel nicht ordnungsgemäß auf dem Computer installiert werden, auf dem Sie SP1 bereitstellen, wird das Betriebssystem auf diesem Computer und auf jedem anderen Computer nicht gestartet, der eine andere CPU oder Hardwarekonfiguration aufweist.

  • Dateientfernungstool von Windows Vista SP1 ("Vsp1cln.exe"). Vsp1cln.exe ist ein optionales Tool, das Sie ausführen können, nachdem Sie SP1 installiert haben. Dieses Tool entfernt ältere Versionen von Komponenten, die in SP1 aktualisiert wurden und während der Installation für den Fall gespeichert werden, dass Sie SP1 zu einem späteren Zeitpunkt deinstallieren müssen. Das Speichern dieser älteren Komponenten vergrößert den belegten Speicherplatz. Normalerweise sollten Sie Vsp1cln.exe ausführen, wenn Sie diesen Speicherplatz freigeben möchten, nachdem Sie SP1 angewendet haben und SP1 nicht deinstallieren müssen. Beachten Sie jedoch, dass Sie SP1 nach der Ausführung dieses Tools nicht deinstallieren können. Sie können dieses Tool online und offline verwenden. SP1 muss jedoch installiert sein, und Sie müssen die richtige Version des Tools verwenden. Wenn Sie diese Datei für ein Offlineabbild ausführen, sollten Sie die Datei Vsp1cln.exe verwenden, die im Windows OPK oder AIK enthalten ist. Wenn Sie diese Datei jedoch online (auf einem Computer, den Sie gestartet haben) ausführen, sollten Sie die Datei Vsp1cln.exe unter %windir%\system32\vsp1cln.exe verwenden.

Das Windows AIK können Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=54863 herunterladen. Um das OPK zu beziehen, wenden Sie sich an Ihren TAM (Technical Account Manager).

Gruppenrichtlinien-Verwaltungstools

Nachdem Sie SP1 installiert haben, sind Sie aufgrund der folgenden Änderungen vorübergehend nicht in der Lage, domänenbasierte Gruppenrichtlinien über diesen Computer zu verwalten:

  • Die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (Group Policy Management Console, GPMC) wurde deinstalliert.

  • Gpedit.msc verwendet standardmäßig den lokalen Gruppenrichtlinien-Editor.

Verwenden Sie aufgrund dieser Änderungen den Remotedesktop, um eine Verbindung mit einem anderen Computer herzustellen und Gruppenrichtlinien zu verwalten. Kurz nach der Freigabe von Windows Server 2008 wird eine aktualisierte Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole mit umfangreicheren Funktionen als Teil von RSAT (Remote Server Administration Tools, Remoteserver-Verwaltungstools) veröffentlicht. Mit der aktualisierten Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole können Starter-Gruppenrichtlinienobjekte (Group Policy Objects, GPOs) verwendet werden. Auf diese Weise können Sie häufig verwendete Szenarien auf einfachere Weise konfigurieren. Die Konsole wird außerdem leistungsfähige Such- und Filterfunktionen enthalten, um Einstellungen leichter finden und bearbeiten zu können sowie Kommentare zu diesen Einstellungen hinzuzufügen (oder zum Gruppenrichtlinienobjekt selbst). Gruppenrichtlinienvoreinstellungen (auch als PolicyMaker bezeichnet) werden ebenfalls verfügbar sein, um die Verwaltbarkeit von Gruppenrichtlinien weiter zu optimieren. Weitere Informationen zu Gruppenrichtlinienvoreinstellungen finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=103735 (englischsprachig).

Weitere Informationen zu diesen Änderungen finden Sie in den Anmerkungen zur Version (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=107076) und in der Übersicht zu Windows Vista Service Pack 1 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=100279).

Planen der Bereitstellung von SP1

Setzen Sie sich mit den folgenden Fragen auseinander, wenn Sie ermitteln möchten, welches SP1-Bereitstellungsszenario oder welche Kombination aus Szenarien an besten für Ihre Organisation geeignet ist. Die Microsoft-Bereitstellungsdokumentation (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=108442) enthält bewährte Methoden und Tools, die Sie bei der Beantwortung dieser Fragen unterstützen.

  • Aktualisieren Sie vorhandene Computers mit Windows Vista, führen Sie Neuinstallationen durch, oder aktualisieren Sie eine vorherige Version von Windows auf Windows Vista?

  • Wo werden die Service Pack-Dateien gespeichert?

  • Welche Netzwerkkapazität ist erforderlich, um sicherzustellen, dass sich die Service Pack-Bereitstellung nicht negativ auf das Netzwerk auswirkt oder zu erheblichen Leistungsproblemen für andere Geschäftsanwendungen führt?

Anwendungskompatibilität

Das Anwendungskompatibilitäts-Tookit 5.0 (Application Compatibility Toolkit, ACT) unterstützt Sie bei der Identifikation und Verwaltung des Gesamtanwendungsportfolios. Auf diese Weise werden die zum Beheben von Problemen erforderlichen Kosten und der Zeitaufwand verringert. Das Anwendungskompatibilitäts-Tookit 5.0 stellt verschiedene Features zur Verfügung, z.B. eine neue integrierte Benutzeroberfläche, mit der Sie das gesamte Toolkit von einem einzigen Ort aus verwalten können. Außerdem besitzt das Toolkit einen SP1-Berichtsknoten. Sie können das Anwendungskompatibilitäts-Tookit 5.0 in Ihrer aktuellen Umgebung ausführen (einschließlich Windows-Betriebssystemen ab Windows 2000), damit Sie die gesamten Betriebssystemkonfigurationen testen können, bevor Sie mit der Bereitstellung beginnen. Weitere Informationen sowie Informationen zum Herunterladen des Anwendungskompatibilitäts-Tookits 5.0 finden Sie unter "Anwendungskompatibilität" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=71359).

Installationsoptionen

Die Bereitstellung von SP1 kann mit drei Methoden erfolgen, die in der folgenden Tabelle erläutert werden.

 

Methode Erläuterung

Installation von SP1 mithilfe von Windows Update

In einer Windows Update-Installation lädt Windows Update die Anwendungskomponenten des Service Packs auf den Zielcomputer herunter und arbeitet mit dem Betriebssystem zusammen, um das Service Pack zu installieren. Für diese Methode ist relativ geringe Bandbreite erforderlich, und der Netzwerkverkehr wird minimiert, weil nur die für einen bestimmten Computer benötigten Änderungen angewendet werden.

Diese Methode wird in den folgenden Szenarien verwendet:

Szenario 1: Installation mithilfe von Windows Update.

Szenario 4: Bereitstellung mithilfe von WSUS.

Installation von SP1 mithilfe der eigenständigen Installation

Bei einer eigenständigen Installation installieren Sie das Service Pack, um Computer zu aktualisieren, die bereits über ein Betriebssystem verfügen. Die Downloadgröße des eigenständigen Pakets ist größer als das mit Windows Update angewendete Paket. Diese Methode wird unter den folgenden Umständen empfohlen:

  • Anwenden von SP1 auf Computer mit eingeschränkter oder ohne Internetverbindung.

  • Anwenden des Service Pack auf mehrere Computer mithilfe von Bereitstellungstools wie z. B. Systems Management Server 2003 (SMS), WSUS Server, System Center Essentials oder System Center Configuration Manager 2007.

Diese Methode wird in den folgenden Szenarien verwendet:

Installation von SP1 mithilfe der integrierten Installation

In einer integrierten Installation (auch als "Slipstreaminstallation" bezeichnet) wird das Service Pack in das Betriebssystem integriert. Daher werden das Betriebssystem und das Service Pack gleichzeitig installiert. Verwenden Sie die integrierte Installation, um Computer mit Windows XP zu aktualisieren und Neuinstallationen auf Computern durchzuführen, die kein Betriebssystem besitzen. Sie können die integrierte Installation nicht für die Aktualisierung von Computern mit Windows Vista auf SP1 verwenden. Eine Übersicht über die unterstützten Upgradepfade aus früheren Versionen von Windows finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=100331.

Wenn Sie diese Option auswählen, können Sie das Service Pack nach Abschluss der Installation nicht deinstallieren. Stattdessen müssten Sie das gesamte Betriebssystem erneut installieren.

Diese Methode wird in den folgenden Szenarien verwendet:

Bereitstellung von SP1

Die folgenden Szenarien beschreiben einige der Methoden, mit denen SP1 bereitgestellt werden kann.

Kleine Szenarien

Große Szenarien

Kleine Szenarien

Die folgenden Szenarien gelten für Unternehmen und Personen, die SP1 für eine relativ kleine Anzahl von Computern bereitstellen möchten.

In diesem Abschnitt:

Szenario 1: Installation mithilfe von Windows Update

Diese Installationsmethode eignet sich für einzelnen Benutzer, die zurzeit Windows Vista ausführen und Windows Update für den Download und die Installation von Updates konfiguriert haben. Um SP1 mithilfe von Windows Update zu installieren, müssen Sie ggf. bis zu drei erforderliche Updates installieren: KB937287, KB935509 und KB938371. Dabei handelt es sich um dauerhafte Pakete, die sicherstellen, dass der Computer auch weiterhin ordnungsgemäß funktioniert, wenn SP1 zu einem späteren Zeitpunkt deinstalliert wird.

So installieren Sie das Service Pack mithilfe von Windows Update
  1. Stellen Sie sicher, dass Sie mit dem Internet verbunden sind.

  2. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

    • Wenn der Computer für die automatische Installation von Updates eingerichtet ist, befolgen Sie die Anweisungen für die Installation von SP1, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

    • Um die Installation einzuleiten, führen Sie die Schritte 3 bis 7 aus.

      noteHinweis
      Aufgrund der erforderlichen Updates kann es mehr als fünf Tage dauern, bis Sie aufgefordert werden, SP1 zu installieren (ein Tag für jedes erforderliche Update und mindestens ein Tag für den Beginn des Downloads von SP1), wenn Sie die Installation nicht einleiten.

  3. Klicken Sie auf Start und auf Systemsteuerung, doppelklicken Sie auf Windows Update, und klicken Sie dann auf Nach Updates suchen. Die folgenden Updates werden nacheinander angeboten, wenn diese nicht bereits installiert sind:

    • KB935509 (Dieses Update gilt nur für Computer mit Windows Vista Enterprise oder Windows Vista Ultimate und erfordert einen Neustart.)

    • KB938371 (Dieses Update erfordert einen Neustart.)

    • KB937287 (Dieses Update erfordert einen Neustart.)

    Wiederholen Sie diesen Schritt, bis Sie jedes der erforderlichen Updates installiert haben, und warten Sie jeweils 10 bis 15 Minuten, bis die Installation des betreffenden Updates abgeschlossen ist.

  4. Klicken Sie auf Start und auf Systemsteuerung, doppelklicken Sie auf Windows Update, und klicken Sie dann auf Nach Updates suchen.

  5. Wählen Sie das SP1-Update (KB936330) aus. Wenn weitere Updates angezeigt werden, stellen Sie sicher, dass SP1 das einzige ausgewählte Update ist, und klicken Sie dann auf Installieren.

  6. Nachdem Setup das Update heruntergeladen hat, stimmen Sie dem Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) zu und klicken dann auf Installieren.

  7. Setup beginnt mit der Installation. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, klicken Sie auf Jetzt neu starten. Während der zweiten Installationsphase verhindert Setup, dass Sie sich anmelden können, während das Service Pack installiert wird. Der Installer startet den Computer während dieses Vorgangs mehrmals automatisch neu.

    CautionVorsicht
    Starten Sie den Computer nicht selbst dann nicht neu, wenn er lange Zeit in einem unbekannten Zustand bleibt, und unterbrechen Sie nicht die Stromzufuhr. Andernfalls kann der Computer in einen Zustand wechseln, in dem er nicht mehr gestartet werden kann.

  8. Die Installation ist abgeschlossen, wenn die Windows-Anmeldeaufforderung angezeigt wird. Zu diesem Zeitpunkt können Sie sich am Computer anmelden.

  9. Um zu bestätigen, dass SP1 installiert wurde, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Computer und dann auf Eigenschaften. Sie finden im Abschnitt Windows-Version einen Verweis auf das Service Pack.

Szenario 2: Installation des eigenständigen Pakets mithilfe der ausführbaren Installer-Datei

Die ausführbare Installer-Datei enthält alle Dateien, die für die Installation des Service Packs erforderlich sind. Diese Datei ist selbstextrahierend, und Sie können sie über die Befehlszeile oder durch Doppelklicken auf die Datei in Windows-Explorer ausführen. Die ausführbare Datei installiert automatisch die folgenden Updates, wenn diese nicht bereits installiert sind:

  • KB937287*

  • KB937954

  • KB935509*

  • KB938371*

  • KB936330 (SP1)

    noteHinweis
    KB937287, KB935509 und KB938371 sind dauerhafte Pakete, die nicht deinstalliert werden können. Diese Pakete sind dauerhaft, damit sichergestellt wird, dass der Computer auch weiterhin ordnungsgemäß funktioniert, wenn SP1 zu einem späteren Zeitpunkt deinstalliert wird.

So installieren Sie SP1 mithilfe des eigenständigen Pakets
  1. Kopieren Sie die Installationsdatei (Windows6.0-KB936330-X86.exe oder Windows6.0-KB936330-X64.exe) auf einen Computer, oder laden Sie sie herunter. Sie können SP1 im Microsoft Download Center unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=107075 herunterladen.

  2. Um das Paket auszuführen, verwenden Sie die unten aufgeführten Befehlszeilenoptionen, oder doppelklicken Sie in Windows-Explorer auf die Datei. Es kann einige Minuten dauern, die Installationsdateien zu extrahieren. Dieser Vorgang kann noch mehr Zeit in Anspruch nehmen, wenn Sie SP1 mithilfe einer freigegebenen Netzwerkressource installieren.

  3. Folgen Sie den Anweisungen des Setup-Assistenten.

  4. Nachdem die erste Phase der Installation abgeschlossen ist, wird der Computer automatisch neue gestartet. Während der zweiten Installationsphase verhindert Setup, dass Sie sich anmelden können, während das Service Pack installiert wird. Der Installer startet den Computer während dieser Phase mehrmals automatisch neu.

  5. Die Installation ist abgeschlossen, wenn die Windows-Anmeldeaufforderung angezeigt wird. Zu diesem Zeitpunkt können Sie sich am Computer anmelden.

  6. Um zu bestätigen, dass SP1 installiert wurde, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Computer und dann auf Eigenschaften. Sie finden im Abschnitt Windows-Version einen Verweis auf das Service Pack.

Befehlszeilenoptionen

Verwenden Sie die in der folgenden Tabelle beschriebenen Optionen, um zu definieren, wie SP1 installiert wird. Sie können den folgenden Optionen einen Schrägstrich (/) oder einen Bindestrich (-) voranstellen. Beachten Sie, dass für diese Optionen keine Unterscheidung von Groß- und Kleinschreibung stattfindet. XXX steht für x86 oder x64.

Syntax:

windows6.0-kb936330-XXX.exe [/quiet] [/nodialog] [/norestart]

windows6.0-kb936330-XXX.exe [/quiet] [/nodialog] [/forcerestart | /warnrestart[:<Seconds>]] [/promptrestart]

Um die Installationsdatei z. B. im stillen Modus ohne Neustart des Computers auszuführen, geben Sie windows6.0-kb936330-x86.exe /quiet /norestart ein.

 

Optionen Beschreibung

/forcerestart

Wenn ein Neustart erforderlich ist, erzwingt Diese Option, dass alle ggf. geöffneten Anwendungen oder Dokumente geschlossen werden.

/nodialog

Unterdrückt das Erfolgs- oder Fehlerdialogfeld am Ende der Installation.

/norestart

Start den Computer nach Abschluss der Installation selbst dann nicht neu, wenn ein Neustart zum Abschließen der Installation erforderlich ist. Diese Option ist für die Verwendung mit der Option /quiet gedacht.

/promptrestart

Wenn ein Neustart erforderlich ist, benachrichtigt ein Dialogfeld den Benutzer, dass ein Neustart für den Abschluss der Installation erforderlich ist. Sie sollten diese Option mit der Option /quiet verwenden.

/quiet

Führt die Installation im stillen Modus aus. In diesem Modus wird während der Installation der Updates keine Benutzeroberfläche angezeigt. Dieser Modus ist mit dem unbeaufsichtigten Modus identisch, nur wird die Benutzeroberfläche ausgeblendet. Während des Installationsvorgangs werden mit Ausnahme des Erfolgs- oder Fehlerdialogfeld am Ende der Installation keine Eingabeaufforderungen angezeigt. Um dieses Dialogfeld zu unterdrücken, müssen Sie außerdem die Option /nodialog angeben.

/unattend

Installiert das Service Pack im unbeaufsichtigten Modus. Während der Installation werden nur wichtige Fehlereingabeaufforderungen und eine Statusleiste angezeigt. Die Microsoft-Software-Lizenzbedingungen werden nicht angezeigt, und der Computer wird automatisch neu gestartet.

/warnrestart[:<Sekunden>]

Wenn ein Neustart erforderlich ist, benachrichtigt ein Dialogfeld den Benutzer, dass der Computer nach der angegebenen Anzahl von Sekunden neu gestartet wird. Der Benutzer kann den Neustart abbrechen oder den Computer sofort neu starten. Der Standardwert beträgt 30 Sekunden.

/wsus

Gibt einen Fehlercode zurück, wenn ein Fehler beim vorherigen Installationsversuch aufgetreten ist. Diese Option ist nur bei der Bereitstellung in einer WSUS-, SMS- oder System Center Configuration Manager-Umgebung oder für alle Produkte erforderlich, die nicht von Microsoft stammen und den Windows Update-Agent zum Melden des Installationserfolgs verwenden.

/? oder /help

Zeigt die Verwendung des Befehls an.

Große Szenarien

Die folgenden Szenarien gelten für Unternehmen, die SP1 auf mehreren Computern oder benutzerdefinierte Abbilder bereitstellen möchten, oder die beide Aufgaben durchführen müssen. Wenn Sie benutzerdefinierte Windows Vista-Abbilder verwenden, die aktualisiert werden sollen, können Sie das Windows-Abbild starten, das Service Pack anwenden und das Abbild dann erneut aufzeichnen. Die "Onlinemethode" ist das einzige Verfahren, um Abbilder mit SP1 zu aktualisieren. SP1 kann nicht von einem Offlineabbild von Windows Vista installiert oder deinstalliert werden. Sie müssen im Besitz der aktuellsten Version des Windows OPK oder Windows AIK sein.

Business Desktop Deployment (BDD) 2007 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=95464) ist die empfohlene Methode und Lösung für die Bereitstellung von Windows Vista. BDD 2007 kann Sie beim Erstellen benutzerdefinierter Abbilder und der Remotebereitstellung von Windows Vista unterstützen. Sie können BDD 2007 auch für Zero Touch-Bereitstellungen mithilfe von SMS und System Center Configuration Manager verwenden.

In diesem Abschnitt:

Szenario 3: Erstellen oder Aktualisieren eines benutzerdefinierten Abbilds.

Verwenden Sie diese Installationsmethode, wenn Sie einen automatisierten Vorgang für Reproduktion von Abbildern verwenden. Wenn Sie Abbilder erstellen, müssen Sie das aktualisierte Windows OPK und Windows AIK installieren. Um ein vorhandenes Abbild zu aktualisieren, starten Sie in das Abbild und aktualisieren es dann mit SP1. Sie können nur eine "Onlinemethode" zum Aktualisieren von Abbildern mit SP1 verwenden. Außerdem können Sie SP1 nicht aus einem Offlineabbild von Windows Vista installieren oder deinstallieren. Beispielsweise ist keine vergleichbare Unterstützung für die Option /integrate aus früheren Versionen von Windows vorhanden. Nachdem Sie SP1 installiert haben, müssen Sie Sysprep, Postrefllect.exe und VSP1cln.exe (optional) ausführen, bevor Sie das Abbild erneut aufzeichnen können. Beachten Sie, dass Sie nicht mehr in der Lage sind, SP1 zu deinstallieren, nachdem Sie Vsp1cln.exe ausgeführt haben. Genaue Anleitungen zu diesem Szenario finden Sie unter "Installieren von Windows Vista Service Pack 1" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=90643). Dieses Thema ist auch in der Dokumentation zum Windows AIK (Waik.chm) und der OPK-Dokumentation (Opk.chm) enthalten.

Szenario 4: Bereitstellung mithilfe von WSUS.

WSUS (Windows Server Update Services) Ihnen die Bereitstellung der aktuellen Microsoft-Produktupdates für Computer mit dem Betriebssystem Windows. Mithilfe von WSUS können Sie die Verteilung von Updates, die über Microsoft Update veröffentlicht werden, auf Computer in Ihrem Netzwerk umfassend verwalten. Allgemeine Informationen zu WSUS finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=94244 (englischsprachig).

Sie können SP1 herunterladen, indem Sie Ihre WSUS-Server mithilfe des folgenden Verfahrens synchronisieren. Das Paket, das installiert wird, enthält die beiden erforderlichen Pakete und SP1. Dieses Gesamtpaket wird – im Gegensatz zu Windows Update, einem Verfahren, bei dem nur die für einen bestimmten Computer erforderlichen Komponenten installiert werden –auf jeden Zielcomputer heruntergeladen. In komplexeren Situationen möchten Sie ggf. die Version von SP1 bereitstellen, die von Windows Update installiert wird (ein Verfahren, bei dem nur die erforderlichen Komponenten des Service Packs auf jeden Computer heruntergeladen werden). Weitere Informationen zu dieser Bereitstellungsmethode finden Sie im Knowledge Base-Artikel 947936 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=109133).

ImportantWichtig
Es wird empfohlen, das KB947821-Update auf den Clientcomputern anzuwenden, bevor SP1 bereitgestellt wird. Dieses Update ist im Download Center (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=109180) verfügbar. Die Datei Windows6.0-KB947821-XXX.msu stellt sicher, dass jeder Computer für die Aktualisierung bereit ist.

ImportantWichtig
Wenn Ihr WSUS-Server Windows Server 2003 ausführt, müssen Sie ein Update installieren, damit sichergestellt ist, das SP1 erfolgreich heruntergeladen wird. Weitere Informationen finden Sie im Knowledge Base-Artikel 938759 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=108519) (englischsprachig).

So stellen Sie SP1 mithilfe von WSUS bereit
  1. Stellen Sie sicher, dass Ihr WSUS-Server für die Synchronisierung von Windows Vista Service Packs konfiguriert ist.

  2. Synchronisieren Sie den WSUS-Server.

  3. Suchen Sie das SP1-Paket, und genehmigen Sie es für die entsprechenden Zielgruppen.

    noteHinweis
    Der Zielcomputer wird während der Installation mehrmals neu gestartet.

Szenario 5: Bereitstellung mithilfe der Windows-Bereitstellungsdienste.

In diesem Szenario wird erläutert, wie die Windows-Bereitstellungsdienste zum Installieren einer integrierten Version von Windows Vista mit SP1 verwendet werden. Es beschreibt jedoch nicht, wie die Windows-Bereitstellungsdienste eingerichtet werden. Weitere Informationen finden Sie in den folgenden schrittweisen Anleitungen (abhängig von der Version der Windows-Bereitstellungsdienste, die verwendet wird):

Um ein Abbild von Windows Vista mit SP1 bereitzustellen, können Sie eine der folgenden Aufgaben ausführen:

  • Fügen Sie das Abbild Install.wim von der DVD, die die integrierte Version von Windows Vista SP1 enthält. dem Windows-Bereitstellungsdiensteserver hinzu.

  • Erstellen Sie ein angepasstes Installationsabbild von einem Referenzcomputer, und fügen Sie dieses dann dem Windows-Bereitstellungsdiensteserver mithilfe der folgenden Verfahren hinzu.

So erstellen Sie ein Aufzeichnungsabbild und einen Referenzcomputer
  1. Fügen Sie die Datei Boot.wim aus dem Verzeichnis \Sources auf der Windows Vista mit SP1-DVD dem Windows-Bereitstellungsdiensteserver hinzu.

  2. Erstellen Sie ein Aufzeichnungsabbild aus der Datei Boot.wim, und fügen Sie dieses dann dem Windows-Bereitstellungsdiensteserver hinzu.

  3. Erstellen Sie einen Referenzcomputer, der Windows Vista, SP1 und alle Programme und Einstellungen enthält, die im Abbild enthalten sein sollen.

  4. Wechseln Sie an einer Eingabeaufforderung in das Verzeichnis \Windows\System32\Sysprep.

  5. Führen Sie den folgenden Befehl aus: sysprep /oobe /generalize /reboot

  6. Führen Sie Postrefllect.exe und VSP1cln.exe offline aus, indem Sie die Anweisungen in "Installieren von Windows Vista Service Pack 1" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=90643) befolgen.

So erstellen Sie ein Installationsabbild, das das neue Abbild enthält
  1. Starten Sie den Computer neu, und drücken Sie dann F12.

  2. Wählen Sie das Aufzeichnungsabbild aus, das Sie in Schritt 2 im vorhergehenden Verfahren erstellt haben.

  3. Wählen Sie im Assistenten zur Abbildaufzeichnung das entsprechende Laufwerk aus, und geben Sie dann einen Namen und eine Beschreibung für das Abbild an. Klicken Sie auf Weiter, um fortzufahren.

    ImportantWichtig
    Es werden nur Laufwerke angezeigt, die mit Sysprep vorbereitete Betriebssysteme enthalten.

  4. Klicken Sie auf Durchsuchen, und navigieren Sie dann an einen lokalen Speicherort, an dem Sie das aufgezeichnete Installationsabbild speichern möchten.

    ImportantWichtig
    Sie müssen einen lokalen Speicherort zum Speichern des neuen Abbilds angeben, andernfalls sind Sie nicht in der Lage, das Abbild aufzuzeichnen. Sollte ein Netzwerkfehler auftreten, wird auf diese Weise ein Abbildfehler verhindert.

  5. Geben Sie einen Namen für die Abbilddatei mit der Dateinamenerweiterung WIM ein, und klicken Sie dann auf Speichern.

    ImportantWichtig
    Sie müssen die Dateinamenerweiterung WIM verwenden, andernfalls tritt ein Aufzeichnungsfehler auf.

  6. Folgen Sie den restlichen Anweisungen des Assistenten zur Abbildaufzeichnung.

  7. Da sich das benutzerdefinierte Installationsabbild nun auf Ihrem Server befindet, können Sie einen PXE-Startvorgang auf einem Clientcomputer ausführen und das Abbild installieren. Weitere Informationen finden Sie in den im Abschnitt "PXE-Startvorgang eines Clients zum Installieren eines Abbilds" in einem der folgenden beiden Handbücher (abhängig von der verwendeten Version) beschriebenen Schritten:

Szenario 6: Bereitstellung von SP1 mithilfe von SMS 2003 oder System Center Configuration Manager.

Sie können SP1 mit System Center Configuration Manager 2007, System Center Essentials oder Microsoft Systems Management Server (SMS) 2003 bereitstellen. Eine Beschreibung der Optionen, die für die Installation von SP1 verwendet werden können (beachten Sie insbesondere die Option /wsus), finden Sie weiter oben in diesem Handbuch im Abschnitt Befehlszeilenoptionen.

ImportantWichtig
Wenn Sie diese Tools auf einem Computer mit Windows Server 2003 verwenden, müssen Sie das KB938759-Update (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=109188) installieren, damit sichergestellt ist, dass SP1 erfolgreich heruntergeladen wird. Für SMS und Configuration Manager müssen Sie dieses Update auf jeden Standortserver, jeden Softwareupdatepunkt und jede Verwaltungskonsole anwenden. Beachten Sie, dass dieses Update bereits in Windows Vista und Windows Server 2008 enthalten ist und für Windows XP nicht zur Verfügung steht. Außerdem müssen Sie den Assistenten zum Verteilen von Softwareupdates auf einem Computer mit Windows Server 2003 (mit angewendetem KB 938759-Update), Windows Vista oder Windows Server 2008 starten.

  • Configuration Manager 2007. Bei der Bereitstellung von SP1 stehen zwei Optionen zur Verfügung. Die erste Option besteht in der Verteilung der Software durch Erstellen eines Softwareverteilungspaktes und einer -ankündigung. Weitere Informationen zu dieser Option finden Sie unter "Softwareverteilung in Configuration Manager" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=109191) (englischsprachig). Sie können SP1 jedoch auch als Softwareupdate mithilfe der Softwareupdateverwaltung mit Configuration Manager 2007 bereitstellen. Der Hauptvorteil dieser zweiten Methode besteht darin, dass keine Befehlszeileneinstellungen konfiguriert werden müssen oder Erkennungslogik erstellt werden muss. In Configuration Manager 2007 wird SP1 als verfügbares Update nach einer erfolgreichen Synchronisierung mit dem Softwareupdatepunkt angezeigt. Weitere Informationen zu dieser Option finden Sie unter "Softwareupdates in Configuration Manager" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=109202) (englischsprachig).

  • System Center Essentials. System Center Essentials ist eine neue Verwaltungslösung in der System Center-Produktfamilie der IT-Systemsverwaltungsprodukte, die sich insbesondere an IT-Fachleute in mittleren Unternehmen richtet. Um weitere Informationen zu System Center Essentials zu erhalten, laden Sie "Übersicht: System Center Essentials 2007" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=89185) herunter (englischsprachig).

  • SMS 2003. Bei der Bereitstellung von SP1 stehen zwei Optionen zur Verfügung. Sie können die Software verteilen, indem Sie ein Softwareverteilungspaket und eine -ankündigung erstellen. Weitere Informationen zu dieser Option finden Sie unter "Verteilung von Software" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=109218) (englischsprachig). Sie können SP1 auch als Softwareupdate mithilfe des Inventurprogramms für Microsoft Updates (Inventory Tool for Microsoft Updates, ITMU) bereitstellen. Weitere Informationen zum Bereitstellen von Softwareupdates mithilfe von SMS 2003 und ITMU finden Sie im Microsoft TechNet-Artikel "SMS 2003-Inventurprogramm für Microsoft Updates" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=108463) (englischsprachig).

Deinstallation von SP1

Sie können SP1 mithilfe von Programme und Funktionen oder über die Befehlszeile entfernen. Beachten Sie jedoch, dass kein Verfahren verfügbar ist, mit dem Sie SP1 offline deinstallieren können. Ebenso ist es nicht möglich, die dauerhaften erforderlichen Updates (KB937287, KB935509 und KB938371) zu deinstallieren. KB936330 und KB937954 können jedoch deinstalliert werden. Auch das Service Pack und andere Updates, die mithilfe einer integrierten Installation installiert wurden, können nicht deinstalliert werden.

So deinstallieren Sie SP1 mithilfe von "Programme und Funktionen"
  1. Öffnen Sie die Systemsteuerung, klicken Sie auf Programme, und klicken Sie dann auf Installierte Updates anzeigen.

  2. Klicken Sie in der Liste Microsoft Windows mit der rechten Maustaste auf Service Pack für Microsoft Windows (KB936330), und klicken Sie dann auf Deinstallieren.

  3. Starten Sie den Computer neu, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

So deinstallieren Sie SP1 mithilfe der Befehlszeile
  1. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten (klicken Sie auf die Schaltfläche Start, geben Sie Befehl in das Feld Suchestarten ein, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen).

  2. Führen Sie den folgenden Befehl aus (wenn sich Windows6.0-KB936330.exe im Ordner C:\temp befindet): C:\temp\Windows6.0-KB936330-X86.exe /x:C:\temp

  3. Um einen Sicherheitsbereich Sandbox zu erstellen, geben Sie md <sandbox> ein.

  4. Um SP1 zu entfernen, geben Sie start /w pkgmgr.exe /m:c:\temp\Windows6.0-KB936330-X86.cab /up /s:<sandbox> ein.

  5. Nachdem die Ausführung von Pkgmgr.exe abgeschlossen wurde, werden Sie aufgefordert, den Computer neu zu starten (wenn Sie nicht den Befehl /quiet mit Pkgmgr.exe angegeben haben).

Problembehandlung

Bei der Installation von SP1 können auf einigen Computern Probleme auftreten, die die Installation blockieren oder einen anderen Installationsfehler bewirken. Dabei kann es sich z. B. um die folgenden Probleme handeln:

  • Einen Festplattenfehler.

  • Speicherfehler.

  • Probleme mit der Software und Dateisystemsynchronisierung. Aus Leistungsgründen speichert das Dateisystem eine Kopie der Inhalte einiger Dateien im Arbeitsspeicher. Es kann einige Zeit dauern, bis diese Inhalte zurück auf die Festplatte geschrieben werden. Aus diesem Grund können die Inhalte der Dateien auf der Festplatte geringfügig von den Inhalten der Dateien im Arbeitsspeicher abweichen.

Um Installationsprobleme zu umgehen, führen Sie die folgenden Schritte in der angegebenen Reihenfolge aus:

  1. Stellen Sie sicher, dass genügend freier Festplattenspeicher verfügbar ist. Angaben dazu finden Sie weiter oben in diesem Handbuch n der Tabelle "Überprüfen Sie die Speicherplatzanforderungen" unter Durchführen der Aufgaben vor der Bereitstellung. Starten Sie den Computer an neu, und versuchen Sie erneut, SP1 zu installieren. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass alle Dateien ordnungsgemäß synchronisiert sind.

  2. Wenn noch immer ein Installationsfehler auftritt, öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten, und führen Sie dann chkdsk /f aus. Das Tool Chkdsk überprüft das Dateisystem und die Metadaten auf Fehler und behebt diese dann, wenn möglich. Versuchen Sie anschließend erneut, SP1 zu installieren.

  3. Wenn noch immer ein Installationsfehler auftritt, öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten, und führen Sie dann SFC /scannow aus. Das Systemdatei-Überprüfungsprogramm durchsucht alle geschützten Dateien, um ihre Versionen zu überprüfen, und aktualisiert diese Dateien dann, wenn möglich. Versuchen Sie anschließend erneut, SP1 zu installieren.

  4. Wenn noch immer ein Installationsfehler auftritt, öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten, und führen Sie dann MdSched.exe aus. Die Windows-Speicherdiagnose überprüft den Arbeitsspeicher (RAM) Ihres Computers auf Fehler. Versuchen Sie anschließend erneut, SP1 zu installieren.

  5. Wenn weiterhin Installationsfehler auftreten, laden Sie das KB947821-Update auf dem Microsoft Download Center unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=109180 herunter und extrahieren das Update. Die Datei Windows6.0-KB947821-XXX.msu stellt sicher, dass der Computer für die Aktualisierung bereit ist. Versuchen Sie anschließend erneut, SP1 zu installieren.

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