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Schrittweise Anleitung zum Konfigurieren des Netzwerklastenausgleichs mit Terminaldiensten in Windows Server 2008

Letzte Aktualisierung: Februar 2008

Betrifft: Windows Server 2008

Diese schrittweise Anleitung enthält Anweisungen zum Konfigurieren von Netzwerklastenausgleich (Network Load Balancing, NLB) mit Terminaldiensten.

Durch die Verwendung von NLB mit Terminaldiensten können sowohl die Vorteile erhöhter Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und verbessertem Netzwerklastenausgleichs genutzt als auch eine große Anzahl von Terminaldiensteclients über eine Gruppe von Terminalservern verteilt werden.

NLB mit Terminaldiensten (Übersicht)

Beim NLB wird der Datenverkehr mithilfe des TCP/IP-Netzwerkprotokolls über mehrere Server verteilt. Sie können NLB mit einer Terminalserverfarm mit Lastenausgleich zum Skalieren der Leistung eines einzelnen Terminalservers verwenden, indem Sie Sitzungen über mehrere Server verteilen.

Terminaldienste-Sitzungsbroker (TS-Sitzungsbroker) ist im Umfang von Windows Server® 2008 Standard Edition, Windows Server 2008 Enterprise Edition und Windows Server 2008 Datacenter Edition enthalten. Es verfolgt getrennte Verbindungen in der Terminalserverfarm nach und stellt sicher, dass erneut Verbindungen zwischen Benutzern und diesen Sitzungen hergestellt werden. Zusätzlich lädt der TS-Sitzungsbroker den Lastenausgleich für die Sitzungen zwischen den Terminalservern in einer Farm. Diese Funktionalität wird vom Feature zum Lastenausgleich des TS-Sitzungsbrokers bereitgestellt. Dieses Feature zum sitzungsbasierten Lastenausgleich erfordert einen Front-End-Lastenausgleichsmechanismus zum Verteilen der Verbindungsanforderungen zu den Terminalserverfarmen. Sie können einen Lastenausgleichsmechanismus, wie beispielsweise DNS-Roundrobin, einen NLB oder einen Hardwarelastenausgleich zum Verteilen der Verbindungsanforderungen verwenden. Mithilfe der Bereitstellung von NLB zusammen mit dem Lastenausgleich des TS-Sitzungsbrokers können Sie von den Vorteilen beider netzwerkbasierten Lastenausgleiche und der fehlenden Servererkennung von NLB profitieren, und der sitzungsbasierte Lastenausgleich sowie der auf die Anzahl der Server begrenzte Lastenausgleich von ausstehenden Anmeldeanfragen sind mit dem Lastenausgleich des TS-Sitzungsbrokers verfügbar.

noteHinweis
Um das Feature zum Lastenausgleich des TS-Sitzungsbrokers zu verwenden, müssen alle Server in der Farm mit Windows Server 2008 ausgeführt werden. Weitere Informationen zum Feature zum Lastenausgleich des TS-Sitzungsbrokers finden Sie unter Schrittweise Anleitung zum Lastenausgleich des TS-Sitzungsbrokers unter Windows Server 2008 (möglicherweise in englischer Sprache).

Beim Bereitstellen einer Terminalserverfarm mithilfe von NLB muss jeder Server alle Benutzer bedienen. Um dies zu ermöglichen, müssen Sie benutzerbezogene Informationen, Systeminformationen sowie allgemeine Daten an einem erreichbaren Ort wie einem Back-End-Dateiserver speichern.

Terminaldienstekomponenten

Terminaldienste bestehen aus zwei Komponenten, die zum Einrichten von Lastenausgleich erforderlich sind: dem Terminaldienste-Sitzungsbroker-Dienst und dem Snap-In Terminaldienstekonfiguration.

Der Terminaldienste-Sitzungsbroker-Dienst

Dieser Dienst verwaltet die Datenbank, die die Terminalserversitzungen in einer Farm mit NLB nachverfolgt, und stellt dem Terminalserver Informationen zur Verfügung, die zum Herstellen von Verbindungen zwischen Benutzern und vorhandenen Sitzungen verwendet werden.

Wenn der Terminaldienste-Sitzungsbroker-Dienst gestartet wird, erstellt er die lokale Gruppe Sitzungsverzeichnis Computer. Diese Gruppe ist standardmäßig nicht aufgefüllt. Sie müssen die einzelnen Terminalserver oder -gruppen auswählen, die am Terminaldienste-Sitzungsbroker-Dienst teilnehmen sollen, und anschließend manuell die Gruppenmitgliedschaften in der Gruppe Sitzungsverzeichnis Computer ändern.

Der Terminaldienste-Sitzungsbroker-Dienst wird nach dem Installieren des TS-Sitzungsbroker-Rollendiensts automatisch auf dem Server gestartet, der zum Nachverfolgen von Benutzersitzungsinformationen für eine Terminalserverfarm mit NLB verwendet werden soll. Sie können einen einzelnen TS-Sitzungsbroker-Server verwenden, um Benutzersitzungen über mehrere Farmen nachzuverfolgen, da nur ein minimaler Leistungsverlust auftritt.

Wenn Sie den TS-Sitzungsbroker-Rollendienst installieren, werden die folgenden Änderungen auf dem lokalen Computer vorgenommen:

  • Der Terminaldienste-Sitzungsbroker-Dienst wird installiert. Standardmäßig ist der Dienst auf Gestartet und Automatisch festgelegt.

  • Die lokale Gruppe Sitzungsverzeichnis Computer wird erstellt.

Installationsvoraussetzungen
  • Der Server, auf dem Sie den TS-Sitzungsbroker-Rollendienst installieren, muss Mitglied einer Domäne sein.

  • Der Windows Server 2008-basierte Server, auf dem Sie den TS-Sitzungsbroker-Rollendienst installieren, muss kein Terminalserver sein, und Remotedesktop muss auf dem Server auch nicht aktiviert sein.

noteHinweis
Wenn Sie den TS-Sitzungsbroker-Rollendienst auf einem Domänencontroller installieren, ist die Gruppe Sitzungsverzeichnis Computer eine lokale Domänengruppe, und sie ist auf allen Domänencontrollern verfügbar.

Installationsvorgang

Wenn keiner der Terminaldienste-Rollendienste installiert ist, gehen Sie wie folgt vor, um den TS-Sitzungsbroker-Rollendienst zu installieren.

So installieren Sie den TS-Sitzungsbroker-Rollendienst

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Server-Manager.

  2. Klicken Sie unter Rollenübersicht auf Rollen hinzufügen.

  3. Wenn im Assistenten zum Hinzufügen von Rollen die Seite Vorbemerkungen angezeigt wird, klicken Sie auf Weiter.

  4. Aktivieren Sie auf der Seite Serverrollen auswählen das Kontrollkästchen Terminaldienste, und klicken Sie dann auf Weiter.

  5. Klicken Sie auf der Seite Terminaldienste auf Weiter.

  6. Aktivieren Sie auf der Seite Rollendienste auswählen das Kontrollkästchen TS-Sitzungsbroker, und klicken Sie dann auf Weiter.

  7. Bestätigen Sie auf der Seite Installationsauswahl bestätigen, dass TS-Sitzungsbroker aufgelistet ist, und klicken Sie dann auf Installieren.

  8. Klicken Sie auf der Seite Installationsergebnisse auf Schließen.

Snap-In "Terminaldienstekonfiguration"

Dieses Snap-In befindet sich in jedem Terminalserver. Die Terminalserver der Terminalserverfarm kommunizieren mit TS-Sitzungsbroker, um sicherzustellen, dass Benutzer transparent mit dem Server verbunden werden, der ursprünglich als Host ihrer getrennten Sitzungen gedient hat. Der Prozess funktioniert folgendermaßen:

  1. Wenn sich der Benutzer an der Terminalserverfarm anmeldet, sendet der Terminalserver, der die erste Clientanmeldeanforderung erhält, eine Abfrage an den TS-Sitzungsbroker-Server.

  2. Der TS-Sitzungsbroker-Server gleicht den Benutzernamen mit der eigenen Datenbank ab und sendet das Ergebnis an den anfordernden Server. Eine der folgenden Situationen tritt ein:

    • Wenn der Benutzer keine getrennten Sitzungen hat, wird die Anmeldung bei dem Server fortgesetzt, der als Host für die erste Verbindung gedient hat.

    • Wenn für den Benutzer die Verbindung für eine Sitzung auf einem anderen Server getrennt wurde, wird die Clientsitzung an diesen Server weitergegeben, und der Anmeldevorgang wird fortgesetzt.

Anforderungen für die Verwendung von NLB mit einem Terminalserver

Damit NLB verwendet werden kann, muss ein Computer folgende Bedingungen erfüllen:

  • Er hat mindestens eine Netzwerkkarte für den Lastenausgleich.

  • Für die Netzwerkkarte, für die NLB aktiviert ist, wird nur TCP/IP verwendet. Installieren Sie keine weiteren Protokolle (z. B. IPX) auf dieser Netzwerkkarte.

  • Alle Hosts im NLB-Cluster müssen sich im selben Subnetz befinden.

  • Stellen Sie sicher, dass die Clients des Clusters auf dieses Subnetz zugreifen können.

  • Alle Terminalserver in der Terminalserverfarm sollten mit der gleichen Domäne verbunden sein.

Schritte zum Konfigurieren von NLB mit Terminaldiensten

Führen Sie zum Konfigurieren von NLB mit Terminaldiensten die folgenden Schritte aus:

Schritt 1: Einrichten einer Terminalserverfarm mit TS-Sitzungsbroker

Schritt 2: Installieren von NLB

Schritt 3: Erstellen eines NLB-Clusters

Schritt 1: Einrichten einer Terminalserverfarm mit TS-Sitzungsbroker

Damit ein Terminalserver den TS-Sitzungsbroker verwenden kann, müssen Sie das Computerkonto des Terminalservers der lokalen Gruppe Sitzungsverzeichnis Computer des Servers mit dem TS-Sitzungsbroker hinzufügen.

ImportantWichtig
Sie müssen diese Schritte auf dem Server ausführen, auf dem der TS-Sitzungsbroker-Rollendienst installiert ist.

So fügen Sie der lokalen Gruppe "Sitzungsverzeichnis Computer" einen Terminalserver hinzu

  1. Klicken Sie auf dem TS-Sitzungsbroker-Server auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Computerverwaltung.

  2. Erweitern Sie im linken Bereich Lokale Benutzer und Gruppen, und klicken Sie dann auf Gruppen.

  3. Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste auf die Gruppe Sitzungsverzeichnis Computer, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  4. Klicken Sie auf Hinzufügen.

  5. Klicken Sie im Dialogfeld Benutzer, Computer oder Gruppen wählen auf Objekttypen.

  6. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Computer, und klicken Sie dann auf OK.

  7. Suchen Sie das Computerkonto für den Terminalserver, den Sie hinzufügen möchten, und fügen Sie das Konto hinzu.

  8. Klicken Sie abschließend auf OK.

Sie können einen Terminalserver mit dem Snap-In Terminaldienstekonfiguration so konfigurieren, dass dieser einer Farm im TS-Sitzungsbroker hinzugefügt wird.

noteHinweis
Die folgenden Schritte sind nur anwendbar, wenn der Terminalserver-Rollendienst installiert ist.

So konfigurieren Sie die Einstellungen des TS-Sitzungsbrokers

  1. Starten Sie das Snap-In Terminaldienstekonfiguration. Klicken Sie dazu auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, zeigen Sie auf Terminaldienste, und klicken Sie dann auf Terminaldienstekonfiguration.

  2. Doppelklicken Sie unter TS-Sitzungsbroker im Bereich Einstellungen bearbeiten auf Farmmitglied im TS-Sitzungsbroker.

  3. Aktivieren Sie auf der Registerkarte TS-Sitzungsbroker das Kontrollkästchen Einer Farm im TS-Sitzungsbroker beitreten.

  4. Geben Sie im Textfeld Servername oder -IP-Adresse des TS-Sitzungsbrokers den Namen des Servers mit dem TS-Sitzungsbroker ein.

    noteHinweis
    Der TS-Sitzungsbroker-Server ist der Server, auf dem Sie den TS-Sitzungsbroker-Rollendienst installiert haben.

  5. Geben Sie im Textfeld Farmname in TS-Sitzungsbroker den Namen der Farm ein, der Sie im TS-Sitzungsbroker beitreten möchten.

    ImportantWichtig
    Der TS-Sitzungsbroker verwendet einen Farmnamen, um zu bestimmen, welche Server sich in derselben Terminalserverfarm befinden. Sie müssen für alle Server, die sich in derselben Terminalserverfarm mit Lastenausgleich befinden, denselben Farmnamen verwenden. Auch wenn der Farmname im TS-Sitzungsbroker nicht in den Active Directory®-Domänendiensten (Active Directory Domain Services) registriert werden muss, empfiehlt es sich, den gleichen Namen zu verwenden, den Sie auch im DNS für die Terminalserverfarm verwenden. (Der Terminalserverfarm-Name im DNS stellt den virtuellen Namen dar, den Clients verwenden, um eine Verbindung mit der Terminalserverfarm herzustellen.) Wenn Sie einen neuen Farmnamen eingeben, wird im TS-Sitzungsbroker eine neue Farm erstellt, und der Server wird der Farm hinzugefügt. Wenn Sie einen vorhandenen Farmnamen eingeben, wird der Server der vorhandenen Farm im TS-Sitzungsbroker hinzugefügt.

  6. Wenn Sie am Lastenausgleich des TS-Sitzungsbrokers teilnehmen möchten, führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

    1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Teilnahme am Sitzungsbroker-Lastenausgleich. Wenn Sie dieses Kontrollkästchen aktivieren, nehmen Sie an einem sitzungsbasierten Lastenausgleich des TS-Sitzungsbrokers teil, und der Server begrenzt die Anzahl der ausstehenden Anmeldeanfragen.

    2. Optional können Sie im Feld Relative Gewichtung des Servers in der Farm die Serverlast ändern. Durch Zuweisen eines relativen Gewichtungswerts können Sie dazu beitragen, die Last zwischen leistungsstärkeren und weniger leistungsstarken Servern in der Farm zu verteilen. Der Standardwert lautet 100. Die Serverlast ist relativ. Wenn Sie also einem Server den Wert 100 und einem anderen Server den Wert 200 zuordnen, wird dem Server mit einer Gewichtung von 200 das Doppelte der Sitzungen zugewiesen.

  7. Überprüfen Sie, ob Sie IP-Adressumleitung verwenden möchten. Standardmäßig ist die Einstellung IP-Adressumleitung verwenden aktiviert. Wenn Sie das Kontrollkästchen deaktivieren, wechselt der Server in den Tokenumleitungsmodus.

  8. Aktivieren Sie im Feld Wählen Sie die IP-Adressen für die Verbindungswiederherstellung aus die Kontrollkästchen neben den einzelnen IP-Adressen, die Sie verwenden möchten. Beachten Sie Folgendes:

    • Die IP-Adresse für die Verbindungswiederherstellung muss nicht mit der Cluster-IP-Adresse übereinstimmen. Wenn Sie die Cluster-IP-Adresse auswählen, wird nicht sichergestellt, dass die Verbindung mit derselben Sitzung wiederhergestellt wird.

    • Nur die erste ausgewählte IPv4-Adresse wird von Clients verwendet, auf denen Remotedesktopverbindung 5.2 oder eine frühere Version ausgeführt wird.

    • Die Verwendung von IPv6-Adressen wird nicht empfohlen, wenn die Terminalserverfarm Server enthält, auf denen Windows Server 2003 ausgeführt wird.

  9. Klicken Sie abschließend auf OK.

Schritt 2: Installieren von NLB

NLB muss auf der Netzwerkkarte installiert sein, die Sie für die Verbindung mit dem Remotedesktopprotokoll (RDP) verwenden möchten.

So öffnen Sie den Assistenten zum Hinzufügen von Features und installieren NLB

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Server-Manager. Klicken Sie im Bereich Featureübersicht des Server-Manager-Hauptfensters auf Features hinzufügen.

    - Oder -

    Klicken Sie im Bereich Server anpassen des Fensters Aufgaben zur Erstkonfiguration auf Features hinzufügen.

  2. Aktivieren Sie im Assistenten zum Hinzufügen von Features das Kontrollkästchen neben Windows-Netzwerklastenausgleich.

  3. Klicken Sie auf Installieren.

noteHinweis
Sie können NLB auch installieren, indem Sie den Befehl Servermanagercmd.exe - install nlb an der Eingabeaufforderung eingeben.

Schritt 3: Erstellen eines NLB-Clusters

Wenn Sie einen NLB-Cluster konfigurieren möchten, müssen Sie drei Parametertypen konfigurieren:

  1. Hostparameter, die für jeden Host in einem NLB-Cluster spezifisch sind.

  2. Clusterparameter, die auf den gesamten NLB-Cluster angewendet werden.

  3. Portregeln, die die Funktionsweise eines Clusters steuern. Standardmäßig wird der TCP/IP-Datenverkehr durch eine Portregel gleichmäßig auf alle Server verteilt. Wenn Sie NLB in einer Terminaldienstumgebung verwenden, müssen Sie diese Standardregeln ändern.

noteHinweis
Wenn Sie den Netzwerklastenausgleich-Manager verwenden, müssen Sie Mitglied der Gruppe Administratoren auf dem von Ihnen konfigurierten Host sein, oder die erforderlichen Berechtigungen müssen an Sie delegiert worden sein. Wenn Sie einen Cluster oder Host konfigurieren und dazu den Netzwerklastenausgleich-Manager auf einem Computer ausführen, der nicht Teil des Clusters ist, müssen Sie auf diesem Computer kein Mitglied Gruppe Administratoren sein. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie dieses Verfahren mithilfe von Ausführen als ausführen.

So erstellen einen NLB-Cluster

  1. Klicken Sie zum Öffnen des Netzwerklastenausgleich-Managers im Startmenü auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Netzwerklastenausgleich-Manager. Sie können den NLB-Manager auch öffnen, indem Sie an der Eingabeaufforderung Nlbmgr eingeben.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Netzwerklastenausgleich-Cluster, und klicken Sie dann auf Neuer Cluster.

  3. Stellen Sie eine Verbindung zu dem Host her, der Teil des neuen Clusters werden soll. Geben Sie im Feld Host den Namen des Hosts ein, und klicken Sie anschließend auf Verbinden.

  4. Wählen Sie die Schnittstelle aus, die Sie für den Cluster verwenden möchten, und klicken Sie dann auf Weiter. (Die Schnittstelle hostet die virtuelle IP-Adresse und empfängt den Datenverkehr des Clients für den Lastenausgleich.)

  5. Wählen Sie unter Hostparameter einen Wert für Priorität (eindeutige Hostkennung) aus. Mit diesem Parameter wird eine eindeutige ID für jeden einzelnen Host angegeben. Der Host mit der niedrigsten numerischen Priorität des Clusters behandelt den Netzwerkdatenverkehr des Clusters, der nicht von einer Portregel berücksichtigt wird. Sie können diese Prioritäten außer Kraft setzen oder einen Lastenausgleich für bestimmte Portbereiche bereitstellen, indem Sie auf der Registerkarte Portregeln im Dialogfeld Netzwerklastenausgleich-Eigenschaften Regeln angeben. Klicken Sie auf Weiter, um den Vorgang fortzusetzen.

  6. Klicken Sie unter Cluster-IP-Adressen auf Hinzufügen, und geben Sie die Cluster-IP-Adresse ein, die von allen Hosts des Clusters gemeinsam verwendet wird. NLB fügt diese IP-Adresse dem TCP/IP-Stapel der ausgewählten Schnittstelle für alle Hosts hinzu, die als Teil des Clusters ausgewählt wurden. DHCP (Dynamic Host Configuration-Protokoll) wird von NLB nicht unterstützt. DHCP wird von NLB für jede von NLB konfigurierte Schnittstelle deaktiviert. Daher müssen die verwendeten IP-Adressen statisch sein. Klicken Sie auf Weiter, um den Vorgang fortzusetzen.

  7. Geben Sie unter Clusterparameter Werte für IP-Adresse und Subnetzmaske ein (für IPv6-Adressen ist kein Subnetzmaskenwert erforderlich). Wenn Sie NLB mit Terminaldiensten verwenden, ist kein vollständiger Internetname erforderlich.

  8. Klicken Sie unter Clusterausführungsmodus auf Unicast, um anzugeben, dass eine Unicast-MAC-Adresse (Media Access Control) für Clustervorgänge verwendet werden soll. Im Unicastmodus wird die MAC-Adresse des Clusters der Netzwerkkarte des Computers zugeordnet. Die integrierte MAC-Adresse der Netzwerkkarte wird nicht verwendet. Es wird empfohlen, die Standardeinstellungen für Unicast zu übernehmen. Klicken Sie auf Weiter, um den Vorgang fortzusetzen.

  9. Klicken unter Portregeln auf Bearbeiten, um die Standardportregeln zu ändern. Konfigurieren Sie die Regeln wie folgt:

    Geben Sie unter Portbereich einen Bereich von 3389 bis 3389 an, damit die neue Regel nur für RDP-Datenverkehr angewendet wird.

    Geben Sie in Protokolle an, dass das TCP/IP-Protokoll vom Typ TCP von einer Portregel berücksichtigt werden soll. Diese Regel wirkt sich nur auf den Netzwerkdatenverkehr für das angegebene Protokoll aus. Der Datenverkehr, auf den diese Regel keine Auswirkungen hat, wird vom Standardhost behandelt.

    Wählen Sie unter Filtermodus den Eintrag Mehrfachhost aus. Damit wird angegeben, dass der Netzwerkdatenverkehr für diese Portregel von mehreren Hosts im Cluster verarbeitet wird.

    Wählen Sie unter Affinität (gilt nur für den Filtermodus "Mehrfachhost") die Option Keine aus, wenn Sie den TS-Sitzungsbroker verwenden möchten. Wählen Sie Einzelhost aus, wenn Sie den TS-Sitzungsbroker nicht verwenden möchten.

  10. Klicken Sie auf Fertig stellen, um den Cluster zu erstellen.

    Wenn Sie dem Cluster weitere Hosts hinzufügen möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den neuen Cluster, und klicken Sie dann auf Host dem Cluster hinzufügen. Konfigurieren Sie die Hostparameter (einschließlich Hostpriorität und dedizierter IP-Adresse) der zusätzlichen Hosts entsprechend den Anweisungen, die Sie für die Konfiguration des ersten Hosts befolgt haben. Da Sie Hosts einem bereits konfigurierten Cluster hinzufügen, bleiben alle clusterweiten Parameter gleich.

Protokollierungsprobleme und Feedback

Wenn Sie in diesem Dokument Fehler finden oder Probleme mit dem Konfigurieren von NLB mit Terminaldiensten haben, melden Sie bitte einen Fehler, damit wir das Problem beheben können. Verwenden Sie beim Melden von Fehlern bitte die Anweisungen auf der Microsoft Connect-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=49779, möglicherweise in englischer Sprache). Wir freuen uns auch über Wünsche bezüglich neuer Features und allgemeines Feedback zu NLB.

Wenn Sie Feedback zu dieser schrittweisen Anleitung geben möchten, befolgen Sie bitte die Anweisungen auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=55105, möglicherweise in englischer Sprache). Bitte beachten Sie, dass Sie im Kommentarbereich der Website den Namen dieser schrittweisen Anleitung angeben müssen.

Weitere Ressourcen

Die folgenden Ressourcen enthalten zusätzliche Informationen zu NLB und Terminaldiensten:

  • Wenn Sie Unterstützung zu einzelnen Produkten benötigen, finden Sie entsprechende Informationen auf der Microsoft Connect-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=49779, möglicherweise in englischer Sprache).

  • Weitere Informationen zum Feature zum Lastenausgleich des TS-Sitzungsbrokers finden Sie in der schrittweisen Anleitung zum Lastenausgleich des TS-Sitzungsbrokers unter Windows Server 2008 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=92670, möglicherweise in englischer Sprache).

  • Weitere Informationen zum Terminaldienste-Sitzungsverzeichnis unter Windows Server 2003 finden Sie im Thema zu Sitzungsbroker und Lastenausgleich mithilfe von Terminalserver (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=18379, möglicherweise in englischer Sprache).

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