(0) exportieren Drucken
Alle erweitern

Schrittweise Anleitung für die Windows-Bereitstellungsdienste in Windows Server 2008

Letzte Aktualisierung: April 2009

Betrifft: Windows Server 2008, Windows Server 2008 R2

Dieses Dokument enthält eine schrittweise Anleitung zur Verwendung der Windows®-Bereitstellungsdiensterolle in Windows Server® 2008. Die Anleitung bezieht sich nicht auf das Update der Windows-Bereitstellungsdiensteupdate für Windows Server 2003. Weitere Information zum Update finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=66145 (möglicherweise in englischer Sprache).

Eine DOC-Version dieser Anleitung finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=89381.

Wenn Sie Feedback zu dieser Anleitung geben möchten, senden Sie eine E-Mail an wdsdoc@microsoft.com.

noteHinweis
Diese Anleitung geht hauptsächlich auf die Funktionalität der vollständigen Installation der Windows-Bereitstellungsdienste (Bereitstellungsserver-Rollendienst) ein. Weitere Informationen zum Bereitstellungsserver-Rollendienst finden Sie unter "Verwenden des Bereitstellungsserver-Rollendiensts weiter unten in dieser Anleitung.

Inhalt dieser Anleitung

Was sind Windows-Bereitstellungsdienste?

Bei der Windows-Bereitstellungsdiensterolle in Windows Server 2008 handelt es sich um die aktualisierte und überarbeitete Version der Remoteinstallationsdienste (Remote Installation Services, RIS). Mit den Windows-Bereitstellungsdiensten können Sie Windows-Betriebssysteme, insbesondere Windows Vista® und Windows Server 2008, bereitstellen. Sie können sie verwenden, um neue Computer mithilfe einer netzwerkbasierten Installation einzurichten. Daher müssen Sie nicht selbst an jedem Computer anwesend sein und die einzelnen Betriebssysteme auch nicht direkt von einer CD oder DVD installieren. Die Komponenten der Windows-Bereitstellungsdienste sind in die folgenden drei Kategorien unterteilt:

  • Serverkomponenten. Diese Komponenten umfassen einen PXE-Server (Pre-Boot Execution Environment) und einen TFTP-Server (Trivial File Transfer-Protokoll) zum Starten eines Clients über das Netzwerk, um ein Betriebssystem zu laden und zu installieren. Zudem schließen sie ein Repository für freigegebene Ordner und Abbilder ein, das Startabbilder, Installationsabbilder und Dateien enthält, die insbesondere für den Netzwerkstart erforderlich sind. Außerdem umfassen sie eine Netzwerkschicht, eine Multicastkomponente und eine Diagnosekomponente.

  • Clientkomponenten . Diese Komponenten schließen eine grafische Benutzeroberfläche ein, die in der Windows-Vorinstallationsumgebung (Windows Pre-Installation Environment, Windows PE) ausgeführt wird. Wenn ein Benutzer ein Betriebssystemabbild auswählt, kommunizieren die Clientkomponenten zum Installieren des Abbilds mit den Serverkomponenten.

  • Verwaltungskomponenten. Bei diesen Komponenten handelt es sich um eine Gruppe von Tools, mit denen Sie den Server, Betriebssystemabbilder und Clientcomputerkonten verwalten können.

Neues bezüglich der Windows-Bereitstellungsdienste

Die Windows-Bereitstellungsdienste für Windows Server 2008 enthalten viele Änderungen bezüglich der RIS-Features. Einige Änderungen der Windows-Bereitstellungsdienste können auch auf Computern unter Windows Server 2003 installiert werden.

 

Änderungen gegenüber den Remoteinstallationsdiensten Änderungen gegenüber den Windows-Bereitstellungsdiensten unter Windows Server 2003
  • Möglichkeit zum Bereitstellen von Windows Vista und Windows Server 2008

  • Windows PE ist das Startbetriebssystem.

  • Abbildbasierte Installation mithilfe einer Windows-Abbilddatei (WIM)

  • Möglichkeit zum Übertragen von Daten und Abbildern mithilfe der Multicastfunktionalität

  • Möglichkeit zum Übertragen von Daten und Abbildern mithilfe der Multicastfunktionalität auf einem eigenständigen Server (wenn der Transportserver installiert wird)

  • Erweiterbare und leistungsfähigere PXE-Serverkomponente

  • Neues Startmenüformat zum Auswählen von Startbetriebssystemen

  • Neue grafische Benutzeroberfläche zum Auswählen und Bereitstellen von Abbildern sowie zum Verwalten von Windows-Bereitstellungsdiensteservern und -clients

  • Möglichkeit zum Übertragen von Daten und Abbildern mithilfe der Multicastfunktionalität

  • Möglichkeit zum Übertragen von Daten und Abbildern mithilfe der Multicastfunktionalität auf einem eigenständigen Server (wenn der Transportserver installiert wird)

  • Keine Unterstützung für RISETUP-Abbilder oder OSChooser-Bildschirme

  • Verbesserter TFTP-Server

  • Unterstützung für Netzwerkstarts von x64-basierten Computern mit Extensible Firmware Interface (EFI)

  • Metrische Berichterstellung für Installationen

Zielgruppe dieser Anleitung

Die Windows-Bereitstellungsdienste sind für Bereitstellungsspezialisten gedacht, die für die Bereitstellung von Windows-Betriebssystemen in einer Organisation zuständig sind. In dieser Anleitung wird davon ausgegangen, dass Sie über ausreichende Kenntnisse in allgemeinen Desktopbereitstellungstechnologien sowie in Netzwerkkomponenten wie beispielsweise DHCP (Dynamic Host Configuration-Protokoll), DNS (Domain Name System) und den Active Directory®-Domänendiensten (Active Directory® Domain Services, AD DS) verfügen. Zielgruppe:

  • IT-Planer oder -Analysten, die Windows Vista oder Windows Server 2008 auswerten

  • IT-Planer oder -Designer in Unternehmen

  • Bereitstellungsspezialisten, die Abbilder auf Computern ohne installiertes Betriebssystem bereitstellen möchten

Vorteile der Windows-Bereitstellungsdienste

Die Windows-Bereitstellungsdienste bieten folgende Vorteile bei der Installation und Bereitstellung:

  • Reduzierung der Komplexität von Bereitstellungen sowie der Kosten aufgrund ineffizienter manueller Installationsvorgänge

  • Ermöglichung der netzwerkbasierten Installation von Windows-Betriebssystemen, einschließlich Windows Vista und Windows Server 2008

  • Bereitstellung von Windows-Abbildern für Computer ohne Betriebssysteme

  • Unterstützung gemischter Umgebungen, einschließlich Windows Vista, Windows Server 2008, Microsoft Windows XP und Microsoft Windows Server 2003

  • Umfassende Lösung für die Bereitstellung von Windows-Betriebssystemen für Clientcomputer und Server

  • Verwendung von Windows Server 2008-Setuptechnologien (einschließlich Windows PE, WIM-Dateien und der imagebasierten Installation)

Aktualisieren von einem Server mit RIS unter Windows Server 2003 SP1 oder SP2

Es gibt zwei Methoden zum Verschieben einer vorhandenen RIS-Infrastruktur zu den Windows-Bereitstellungsdiensten. In diesem Abschnitt wird Methode 1 beschrieben.

 

Methode 1: Aktualisieren der RIS-Server Methode 2: Installieren der Windows-Bereitstellungsdienste auf neuen Servern

Bei dieser Methode installieren Sie die Windows-Bereitstellungsdienste auf den vorhandenen RIS-Servern. Die drei Servermodi und die Möglichkeit zum Konvertieren von RIPREP-Abbildern ermöglichen einen nahtlosen Übergang von RIS zu den Windows-Bereitstellungsdiensten. Diese Methode wird für das Verschieben einer RIS-Infrastruktur zu den Windows-Bereitstellungsdiensten empfohlen.

Bei dieser Methode installieren Sie die Windows-Bereitstellungsdienste auf neuen Servern in der Umgebung und behalten die vorhandenen RIS-Server bei. Wenn dann der Übergang zu den Windows-Bereitstellungsdiensten abgeschlossen ist, werden die RIS-Server außer Betrieb genommen. Diese Methode wird nicht empfohlen, da sie zusätzliche Hardware und zusätzlichen Verwaltungsaufwand erfordert.

  • Hardware. Jede neue Instanz der Windows-Bereitstellungsdienste wird auf einem von RIS getrennten Server ausgeführt.

  • Verwaltungsaufwand. Das Vorhandensein von zwei unterschiedlich konfigurierten PXE-Servern im gleichen Netzwerksegment kann zu unvorhersehbaren Ergebnissen führen. Um dieses Szenario vorhersehbarer zu machen, müssen Sie die einzelnen Computer vorab bereitstellen und angeben, ob der Client Antworten vom Windows-Bereitstellungsdiensteserver oder vom RIS-Server erhalten soll.

Es gibt drei Betriebsmodi für die Windows-Bereitstellungsdienste in Windows Server 2003: Legacymodus, gemischter Modus und einheitlicher Modus. Für das Upgrade auf Windows Server 2008 muss sich der Server im einheitlichen Modus befinden. Das Upgrade wird blockiert, wenn RIS konfiguriert ist oder wenn sich der Server im Legacymodus oder im gemischten Modus befindet. Führen Sie den Befehl WDSUTIL /get-server /show:config aus, um den aktuellen Betriebsmodus des Servers zu ermitteln.

Berücksichtigen Sie insbesondere, welche der folgenden Szenarien zutreffen:

  • Wenn RIS zurzeit auf dem Server ausgeführt wird, während die Windows-Bereitstellungsdienste nicht installiert sind, müssen Sie diese vor dem Aktualisieren installieren. Die Windows-Bereitstellungsdienste sind im Windows AIK und in Windows Server 2003 Service Pack 2 enthalten. Weitere Informationen zum Installieren und Konfigurieren der Windows-Bereitstellungsdienste finden Sie in der schrittweisen Anleitung zum Update der Windows-Bereitstellungsdienste für Windows Server 2003 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=94643, möglicherweise in englischer Sprache). Wechseln Sie dann mithilfe der folgenden Verfahren vom Legacymodus (Standardeinstellung) zum einheitlichen Modus.

  • Wenn RIS beim Installieren der Windows-Bereitstellungsdienste auf dem Server installiert war, befindet sich dieser im Legacymodus oder im gemischten Modus, und Sie müssen den Modus vor dem Aktualisieren in den einheitlichen Modus ändern.

  • Wenn RIS beim Installieren der Windows-Bereitstellungsdienste nicht auf dem Server installiert war, befindet sich der Server im einheitlichen Modus und ist daher bereit für das Upgrade auf Windows Server 2008.

Verwenden Sie eines der folgenden Verfahren, um den Servermodus in den Legacymodus zu ändern.

So ändern Sie den Servermodus vom Legacymodus in den gemischten Modus

  1. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus, um den Server zu initialisieren:

    • Verwenden des MMC-Snap-Ins. Klicken Sie im Startmenü auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Windows-Bereitstellungsdienste. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Server, und wählen Sie dann Server konfigurieren aus.

    • Verwenden von WDSUTIL. Führen Sie den Befehl WDSUTIL /Initialize-Server /RemInst:C:\RemoteInstall aus (in der Annahme, dass C:\RemoteInstall der Speicherort des freigegebenen Ordners REMINST ist).

  2. Ändern Sie nach Abschluss des Prozesses mithilfe des folgenden Verfahrens den Servermodus vom gemischten Modus in den einheitlichen Modus.

So ändern Sie den Servermodus vom gemischten Modus in den einheitlichen Modus

  1. Deaktivieren Sie die RISETUP- und RIPREP-Abbilder, oder konvertieren Sie sie in das WIM-Format. Zum Deaktivieren löschen Sie die Abbilder einfach. Wenn Sie sie konvertieren möchten, haben Sie zwei Optionen:

    • Konvertieren Sie sie offline (nur für RIPREP-Abbilder). Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Konvertieren von RIPREP-Abbildern" im Thema Erstellen von Abbildern. Anweisungen hierzu finden Sie unter Verwalten von Abbildern.

    • Stellen Sie sie bereit, und zeichnen Sie sie mithilfe des Assistenten zum Aufzeichnen von Abbildern erneut auf (für RIPREP- oder RISETUP-Abbilder). Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen benutzerdefinierter Installationsabbilder weiter unten in dieser Anleitung.

  2. Führen Sie den Befehl WDSUTIL /Set-Server /ForceNative aus.

  3. Nach Abschluss des Prozesses kann der Server auf Windows Server 2008 aktualisiert werden.

Installieren der Windows-Bereitstellungsdienste

Voraussetzungen für das Installieren der Windows-Bereitstellungsdienste

Die folgenden Anforderungen gelten für das Installieren dieser Rolle, abhängig davon, ob Sie während der Installation den Bereitstellungsserver oder den Transportserver auswählen.

 

Bereitstellungsserver Transportserver
  • AD DS. Ein Windows-Bereitstellungsdiensteserver muss entweder ein Mitglied einer Domäne AD DS-Domäne oder ein Domänencontroller für eine AD DS-Domäne sein. Die Versionen der AD DS-Domänen und -Gesamtstrukturen sind irrelevant, da die Windows-Bereitstellungsdienste von allen Domänen- und Gesamtstrukturkonfigurationen unterstützt werden.

  • DHCP. Sie müssen über einen funktionsfähigen DHCP-Server (Dynamic Host Configuration-Protokoll) mit einem aktiven Bereich im Netzwerk verfügen, da von den Windows-Bereitstellungsdiensten PXE verwendet wird. Dabei ist DHCP für die IP-Adressierung erforderlich.

  • DNS. Sie müssen im Netzwerk über einen funktionsfähigen DNS-Server verfügen, damit die Windows-Bereitstellungsdienste ausgeführt werden können.

  • NTFS-Volume. Für den Server, auf dem die Windows-Bereitstellungsdienste ausgeführt werden, ist ein NTFS-Dateisystemvolume für den Abbildspeicher erforderlich.

  • Anmeldeinformationen. Zum Installieren der Rolle müssen Sie Mitglied der Gruppe Lokale Administratoren auf dem Server sein. Zum Initialisieren des Servers müssen Sie Mitglied der Gruppe Domänen-Benutzer sein. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Thema Erforderliche Berechtigungen.

Anmeldeinformationen. Zum Installieren des Rollendiensts müssen Sie Mitglied der Gruppe Lokale Administratoren auf dem Server sein.

Schritte zum Installieren der Windows-Bereitstellungsdienste

Sie können die Windows-Bereitstellungsdienste mithilfe des Assistenten für Aufgaben zur Erstkonfiguration, mithilfe des Server-Managers oder über die Befehlszeile installieren.

  • Wenn Sie die Rolle mithilfe des Assistenten für Aufgaben zur Erstkonfiguration installieren möchten, klicken Sie auf dem Startbildschirm Aufgaben der Erstkonfiguration auf Rollen hinzufügen. Klicken Sie auf Weiter, und wählen Sie dann Windows-Bereitstellungsdienste aus.

  • Wenn Sie die Rolle mithilfe des Server-Managers installieren möchten, klicken Sie im Bereich Rollenübersicht auf Rollen hinzufügen. Klicken Sie auf Weiter, und wählen Sie dann Windows-Bereitstellungsdienste aus.

  • Wenn Sie die Rolle über die Befehlszeile installieren möchten, führen Sie einen der folgenden zwei Befehle aus:

    • Führen Sie für den Bereitstellungsserver ServerManagerCmd -install WDS aus.

    • Führen Sie für den Transportserver ServerManagerCmd -install WDS-Transport aus.

Während der Installation können Sie zwischen den folgenden zwei Rollendiensten auswählen. Einen detaillierten Vergleich dieser Optionen finden Sie im Vergleichsdiagramm für den Bereitstellungsserver und den Transportserver im Thema Verwenden des Transportservers.

  • Transportserver. Zum Installieren dieser Option deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Bereitstellungsserver auf dem zweiten Bildschirm des Installations-Assistenten. Mit dieser Option wird ein Teil der Funktionalität der Windows-Bereitstellungsdienste bereitgestellt. Dieser enthält nur die Kernnetzwerkkomponenten. Mit dem Transportserver können Sie Multicastnamespaces erstellen, mit denen Daten (einschließlich Betriebssystemabbildern) von einem eigenständigen Server übertragen werden. Verwenden Sie diese Option, wenn Sie Daten mit Multicasting übertragen, jedoch nicht alle Windows-Bereitstellungsdienste implementieren möchten. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden des Transportservers.

  • Bereitstellungsserver. Zum Installieren dieser Option stellen Sie sicher, dass Bereitstellungsserver und Transportserver auf dem zweiten Bildschirm des Installations-Assistenten ausgewählt sind. Diese Option bietet die vollständige Funktionalität der Windows-Bereitstellungsdienste, die Sie für die Konfiguration und Remoteinstallation von Windows-Betriebssystemen verwenden können. Mit den Windows-Bereitstellungsdiensten können Abbilder erstellt und angepasst werden, die anschließend für das Erstellen neuer Abbilder von Computern verwendet werden können. Der Bereitstellungsserver ist von den Kernkomponenten des Transportservers abhängig.

    noteHinweis
    Wenn Sie die Windows-Bereitstellungsdienste auf einem Remoteserver unter Windows Server 2008 verwalten möchten, können Sie die Remoteserver-Verwaltungstools installieren. Öffnen Sie hierzu den Server-Manager, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten Features, klicken Sie auf Features hinzufügen, und suchen Sie Remoteserver-Verwaltungstools. Daraufhin werden WDSUTIL und das MMC-Snap-In Windows-Bereitstellungsdienste auf dem Server installiert.

Konfigurieren der Windows-Bereitstellungsdienste

Nach dem Installieren der Serverrolle müssen Sie die Windows-Bereitstellungsdienste mithilfe des MMC-Snap-Ins Windows-Bereitstellungsdienste oder mithilfe von WDSUTIL an der Eingabeaufforderung konfigurieren.

noteHinweis
Hilfe für den Befehl WDSUTIL erhalten Sie, wenn Sie WDSUTIL /? an einer Eingabeaufforderung eingeben; Hilfe ist auch online unter Wdsutil (möglicherweise in englischer Sprache) verfügbar.

Bekannte Probleme beim Konfigurieren der Windows-Bereitstellungsdienste

Beim Konfigurieren des Servers sollten Sie die folgenden Probleme kennen:

  • IPv6 (Internetprotokoll Version 6) wird für diese Version der Windows-Bereitstellungsdienste nicht unterstützt.

  • In den meisten Fällen können Sie das Standardstartabbild, das auf dem Windows Server 2008-Medium enthalten ist (unter \Sources\boot.wim), ohne Änderungen verwenden. Verwenden Sie die Datei Boot.wim vom Windows Vista-Medium nur, wenn SP1 auf der DVD der Version von Windows Vista integriert ist.

  • Wenn Sie die Windows-Bereitstellungsdienste und einen nicht von Microsoft stammenden DHCP-Server auf dem gleichen Computer ausführen, müssen Sie nicht nur den Server so konfigurieren, dass Port 67 nicht abgehört wird, sondern Sie müssen auch mithilfe von DHCP-Tools den DHCP-Bereichen die Option 60 hinzufügen.

  • Wenn DHCP auf einem Server in einem anderen Subnetz installiert ist, müssen Sie eine der folgenden Aktionen ausführen:

    • (Empfohlen) Konfigurieren Sie die IP-Hilfstabellen. Alle DHCP-Broadcasts von Clientcomputern an UDP-Port 67 sollten direkt an den DHCP-Server und an den PXE-Server der Windows-Bereitstellungsdienste weitergeleitet werden. Außerdem sollte sämtlicher Verkehr an UDP-Port 4011 von den Clientcomputern an den PXE-Server der Windows-Bereitstellungsdienste entsprechend weitergeleitet werden (diese Anforderungen leiten keine Broadcasts, sondern Datenverkehr an den Server).

    • Fügen Sie die DHCP-Optionen 66 und 67 hinzu. Weitere Informationen finden Sie im Thema Managing Network Boot Programs.

Schritte zum Konfigurieren der Windows-Bereitstellungsdienste

Verwenden Sie zum Konfigurieren der Serverrolle das folgende Verfahren. Im folgenden Abschnitt finden Sie Informationen zum Hinzufügen von Abbildern zum Server.

So konfigurieren Sie die Windows-Bereitstellungsdienste

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie Domänenadministrator sind.

  2. Klicken Sie im Startmenü auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Windows-Bereitstellungsdienste.

  3. Erweitern Sie im linken Bereich des MMC-Snap-Ins Windows-Bereitstellungsdienste die Liste der Server.

  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Server, und klicken Sie dann auf Server konfigurieren.

  5. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten.

  6. Deaktivieren Sie nach Abschluss der Konfiguration das Kontrollkästchen Abbilder jetzt dem Windows Deployment Server hinzufügen, und klicken Sie dann auf Fertig stellen.

Schritte zum Hinzufügen von Abbildern

Nach dem Konfigurieren der Windows-Bereitstellungsdienste müssen Sie mindestens ein Startabbild und ein Installationsabbild hinzufügen, bevor Sie den Windows-Bereitstellungsdiensteserver starten und ein Abbild installieren können.

  • Startabbilder. Startabbilder sind Abbilder, mit denen Sie einen Clientcomputer starten, um eine Betriebssysteminstallation auszuführen. In den meisten Szenarien können Sie die Datei Boot.wim von der Windows Server 2008-Installations-DVD (im Ordner \Sources) verwenden. Die Datei Boot.wim enthält Windows PE und den Windows-Bereitstellungsdiensteclient (der Client besteht im Wesentlichen aus der Datei Setup.exe für Windows Vista und unterstützenden Dateien). Verwenden Sie die Datei Boot.wim vom Windows Vista-Medium nur, wenn SP1 auf der DVD der Version von Windows Vista integriert ist.

  • Installationsabbilder. Installationsabbilder sind die von Ihnen für den Clientcomputer bereitgestellten Betriebssystemabbilder. Sie können auch die Datei Install.wim von der Installations-DVD verwenden, oder Sie können mithilfe der Schritte in Erstellen benutzerdefinierter Installationsabbilder weiter unten in dieser Anleitung ein eigenes Installationsabbild erstellen.

Verwenden Sie die folgenden Verfahren, um die Standardabbilder hinzuzufügen. Sobald sich ein Startabbild und ein Installationsabbild auf dem Server befinden, können Sie auf einem Clientcomputer einen PXE-Start ausführen, um ein Betriebssystem zu installieren.

So fügen Sie das auf der Produktinstallations-DVD enthaltene Standardstartabbild hinzu

  1. Klicken Sie im linken Bereich des MMC-Snap-Ins Windows-Bereitstellungsdienste mit der rechten Maustaste auf den Knoten Startabbilder, und klicken Sie dann auf Startabbild hinzufügen.

  2. Suchen und wählen Sie das Standardstartabbild (Boot.wim) aus, das sich auf der Windows Server 2008-DVD im Verzeichnis \Sources befindet.

  3. Klicken Sie auf Öffnen, und klicken Sie dann auf Weiter.

  4. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten, um das Abbild hinzuzufügen.

So fügen Sie das auf der Produktinstallations-DVD enthaltene Standardinstallationsabbild hinzu

  1. Klicken Sie im MMC-Snap-In Windows-Bereitstellungsdienste mit der rechten Maustaste auf den Knoten Installationsabbilder, und klicken Sie dann auf Installationsabbild hinzufügen.

  2. Geben Sie einen Namen für die Abbildgruppe an, und klicken Sie dann auf Weiter.

  3. Suchen und wählen Sie das Standardinstallationsabbild (Install.wim) aus, das sich auf der Windows Vista- oder Windows Server 2008-DVD im Verzeichnis \Sources befindet. Klicken Sie dann auf Öffnen.

  4. Zum Hinzufügen einer Teilmenge der in der Datei Install.wim enthaltenen Abbilder deaktivieren Sie die Kontrollkästchen für die Abbilder, die dem Server nicht hinzugefügt werden sollen. Sie sollten nur die Abbilder hinzufügen, für die Sie Lizenzen besitzen.

  5. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten, um die Abbilder hinzuzufügen.

  6. Da sich nun ein Startabbild und ein Installationsabbild auf dem Server befinden, können Sie auf einem Clientcomputer einen PXE-Start ausführen, um ein Betriebssystem zu installieren.

Konfigurieren des Startmenüs

Startabbilder sind die Abbilder, die Windows PE enthalten. Mit diesem Programm wird der Client gestartet, damit Sie das zu installierende Abbild auswählen können. Wenn für Clientcomputer mehrere Startabbilder verfügbar sind, werden diese im Startmenü der Clients angezeigt. Die Benutzer müssen zuerst ein Startabbild auswählen. Daraufhin werden die Installationsabbilder angezeigt. Das Startmenü kann Startabbilder für verschiedene Aufgaben und Architekturtypen enthalten. Es können beispielsweise Startabbilder für folgende Aufgaben vorhanden sein:

  • Sie können Setup starten, um Windows zu installieren.

  • Mit Startabbildern können die Festplatten neu formatiert werden, um die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung (unbeaufsichtigt) zu unterstützen und dann Windows zu installieren.

  • Startabbilder können die Windows-Wiederherstellungsumgebung (Windows Recovery Environment, Windows RE) enthalten. Diese wird verwendet, wenn ein Computer nicht gestartet werden kann.

  • Startabbilder können den Assistenten zum Aufzeichnen von Abbildern für die Windows-Bereitstellungsdienste enthalten, der ein Installationsabbild vom Betriebssystem des Clientcomputers erstellt.

  • Startabbilder können ein Windows PE-Abbild für Administratoren enthalten, die von Windows PE aus andere Vorgänge ausführen möchten.

Außerdem können auf x64-basierten Computern x86-basierte oder x64-basierte Startabbilder ausgeführt werden. Daher könnten Sie für jede dieser Aufgaben über zwei Startabbilder verfügen – eines für x86 und eines für x64. Im Startmenü von x86-basierten Computern werden nur die x86-Startabbilder angezeigt (da auf x86-basierten Computern keine x64-Startabbilder ausgeführt werden können).

noteHinweis
Standardmäßig werden auf x64-basierten Computern sowohl x86-basierte als auch x64-basierte Startabbilder angezeigt, wenn beide verfügbar sind. Zum Ändern dieser Standardeinstellung führen Sie den Befehl WDSUTIL /Set-Server /Defaultx86x64ImageType:{x86|x64|both} aus.

Detaillierte Informationen finden Sie im Thema Verwalten des Startmenüs[role].

Bekannte Probleme beim Konfigurieren des Startmenüs

Die folgenden Probleme und Einschränkungen gelten für das Startmenü:

  • Das Startmenü kann nicht mehr als 13 Startabbilder enthalten. Das liegt daran, dass die Anzahl der angezeigten Zeichen im Startmenü des Ladeprogramms für das Betriebssystem begrenzt ist.

  • Der Name der WIM-Datei, die das Startabbild enthält, kann keine Leerzeichen enthalten. Diese Datei kann nur Buchstaben und Zahlen enthalten.

  • Verwenden Sie die Datei Boot.wim vom Windows Server 2008-Medium. Verwenden Sie die Datei Boot.wim vom Windows Vista-Medium nur, wenn SP1 auf der DVD der Version von Windows Vista integriert ist. Wenn Sie die Version von Windows Vista verwenden, in der SP1 nicht enthalten ist, ist Multicasting nicht richtig funktionsfähig.

  • In Abbildnamen verwendete Doppelbyte-Zeichensätze werden möglicherweise im Startmenü nicht richtig angezeigt. Dieses Problem bezieht sich auf lokalisierte Zeichenfolgen. Einschränkungen innerhalb der BIOS-Zeichensätze verhindern die richtige Anzeige der Zeichen.

Schritte zum Konfigurieren des Startmenüs

In den folgenden Verfahren wird erläutert, wie dem Startmenü weitere Startabbilder hinzugefügt werden.

So fügen Sie ein zusätzliches Startabbild mithilfe der Windows-Oberfläche hinzu

  1. Öffnen Sie das MMC-Snap-In Windows-Bereitstellungsdienste.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten Startabbilder, und klicken Sie dann auf Startabbild hinzufügen.

  3. Klicken Sie auf Durchsuchen, um das hinzuzufügende Startabbild zu suchen. Das Startabbild muss sich auf dem Server befinden und die gleiche oder eine andere Architektur aufweisen.

  4. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten, um das Startabbild hinzuzufügen.

  5. Wenn Sie das Verfahren abgeschlossen haben und einen PXE-Start auf einem Clientcomputer ausführen, wird ein Startmenü mit beiden Abbildern angezeigt (wenn beide für diesen Computer gelten).

So fügen Sie ein zusätzliches Startabbild an einer Eingabeaufforderung hinzu

  1. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten. (Klicken Sie im Startmenü mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen.)

  2. Führen Sie zum Hinzufügen eines weiteren Startabbilds den folgenden Befehl aus, wobei <Startabbild> der vollständige Pfad zum Startabbild auf dem Server ist. Das Abbild kann die gleiche oder eine andere Architektur aufweisen.

    WDSUTIL /Add-Image /ImageFile: <Startabbild> /ImageType:boot

  3. Wenn Sie das Verfahren abgeschlossen haben und einen PXE-Start auf einem Clientcomputer ausführen, wird ein Startmenü mit beiden Abbildern angezeigt (wenn beide für diesen Computer gelten).

    noteHinweis
    Hilfe für WDSUTIL erhalten Sie, wenn Sie den Befehl WDSUTIL /? an einer Eingabeaufforderung ausführen; Hilfe ist auch online unter Wdsutil (möglicherweise in englischer Sprache) verfügbar.

Sie können jetzt weitere Änderungen am Startmenü vornehmen. Verwenden Sie das Tool Bcdedit.exe, um die Datei Default.bcd unter %REMINST%\boot\<Architektur> zu bearbeiten. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Verwenden von Bcdedit zum Ändern der BCD-Datei" im Thema Verwalten des Startmenüs[role].

Erstellen benutzerdefinierter Installationsabbilder

Sie können mit den Windows-Bereitstellungsdiensten benutzerdefinierte Installationsabbilder erstellen. Sie können auch Abbilder mithilfe der Tools im Windows AIK ändern (um Dateien, Treiber usw. hinzuzufügen). Die Prozesse für diese Vorgänge sind bei Start- und Installationsabbildern ähnlich, die Tools und die Syntax variieren jedoch je nach Abbildtyp. Weitere Informationen finden Sie im Thema Erstellen von Abbildern. Zum Erstellen eines Installationsabbilds müssen Sie zuerst ein Aufzeichnungsabbild erstellen.

Voraussetzungen für das Erstellen benutzerdefinierter Installationsabbilder

Beachten Sie beim Erstellen von Installationsabbildern die folgenden Voraussetzungen:

  • Sie müssen sicherstellen, dass genug Speicherplatz zum Erstellen und Speichern der neuen Abbilder vorhanden ist.

  • Sie müssen Mitglied der Gruppe Lokale Administratoren auf dem Windows-Bereitstellungsdiensteserver sein.

Bekannte Probleme beim Erstellen benutzerdefinierter Installationsabbilder

Wenn Sie das Aufzeichnungsabbild starten, wird der Assistent zum Aufzeichnen von Abbildern gestartet. Beachten Sie bei diesem Assistenten Folgendes:

  • Es werden nur Laufwerke angezeigt, die mit Sysprep vorbereitete Betriebssysteme enthalten. Wenn Sie Sysprep vor dem Starten des Abbilds nicht ausführen, werden keine aufzuzeichnenden Laufwerke angezeigt.

  • Sie müssen einen lokalen Speicherort zum Speichern des neuen Abbilds eingeben; anderenfalls können Sie das Abbild nicht aufzeichnen. Diese Anforderung wird erzwungen, um die Beschädigung von Abbildern bei Netzwerkfehlern zu vermeiden.

  • Sie müssen im Assistenten zum Aufzeichnen von Abbildern die Dateinamenerweiterung WIM verwenden, wenn Sie angeben, wo eine Kopie des Abbilds gespeichert werden soll. Anderenfalls tritt bei dem Vorgang ein Fehler auf.

  • Wenn Sie ein x64-Startabbild hinzufügen und von diesem ein Aufzeichnungsabbild erstellen, können Sie es nur zum Starten von x64-basierten Computern verwenden (nicht von 32-Bit-Computern).

Schritte zum Erstellen eines Aufzeichnungsabbilds

Zum Erstellen eines Installationsabbilds müssen Sie zuerst ein Aufzeichnungsabbild erstellen. Aufzeichnungsabbilder sind Startabbilder, mit denen Sie einen Clientcomputer starten, um das Betriebssystem in einer WIM-Datei aufzuzeichnen. Sie können auch ein Medium (CD, DVD, USB-Laufwerk oder andere Medientypen) erstellen, das ein Aufzeichnungsabbild enthält, und dann einen Computer von dem Medium starten. Diese Abbilder bieten eine Alternative zum Befehlszeilenprogramm ImageX.exe. Mit Ausnahme erweiterter Szenarien können Sie ein Aufzeichnungsabbild mithilfe der Datei Boot.wim vom Windows Server 2008-Medium (im Ordner \Sources) erstellen. Sie können zum Erstellen eines Aufzeichnungsabbilds auch die Datei WinPE.wim aus dem Windows AIK verwenden. Diese Datei ist etwas kleiner als die Datei Boot.wim.

Verwenden Sie eines der folgenden Verfahren, um ein Aufzeichnungsabbild zu erstellen.

So erstellen Sie ein Aufzeichnungsabbild mithilfe der Windows-Benutzeroberfläche

  1. Erweitern Sie im MMC-Snap-In Windows-Bereitstellungsdienste den Knoten Startabbilder.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Abbild, um es als Aufzeichnungsabbild zu verwenden. In den meisten Fällen können Sie einfach die Datei Boot.wim von dem Medium verwenden, das Sie im Abschnitt Schritte zum Hinzufügen von Abbildern weiter oben in dieser Anleitung hinzugefügt haben.

  3. Klicken Sie auf Aufzeichnungsstartabbild erstellen.

  4. Geben Sie einen Namen, eine Beschreibung sowie den Speicherort an, an dem eine lokale Kopie der Datei gespeichert werden soll. Sie müssen einen Speicherort angeben für den Fall, dass beim Bereitstellen des Aufzeichnungsabbilds ein Problem mit dem Netzwerk auftritt.

  5. Folgen Sie den weiteren Anweisungen des Assistenten, und klicken Sie nach seinem Abschluss auf Fertig stellen.

  6. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Startabbildordner.

  7. Klicken Sie auf Startabbild hinzufügen.

  8. Suchen Sie das neue Aufzeichnungsabbild, wählen Sie es aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  9. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten.

  10. Wenn Sie das Aufzeichnungsabbild erstellt haben, folgen Sie den Anweisungen im Abschnitt Installieren eines Installationsabbilds, um einen Clientcomputer mit dem Aufzeichnungsabbild zu starten und das Betriebssystem aufzuzeichnen.

So erstellen Sie ein Aufzeichnungsabbild an einer Eingabeaufforderung

  1. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten.

  2. Geben Sie den folgenden Befehl ein, wobei <Startabbild> der Name des Startabbilds ist, das Sie zum Erstellen des Aufzeichnungsabbilds verwenden möchten, und <Aufzeichnungsabbild> der Dateipfad und Dateiname des neuen Aufzeichnungsabbilds ist:

    WDSUTIL /New-CaptureImage /Image: <Startabbild> /Architecture:x86 /Filepath: <Aufzeichnungsabbild>

  3. Geben Sie den folgenden Befehl ein, wobei <Aufzeichnungsabbild> der Dateipfad und Dateiname des Aufzeichnungsabbilds ist, das dem Abbildspeicher hinzugefügt werden soll:

    WDSUTIL /Add-Image /Imagefile: <Aufzeichnungsabbild> /ImageType:boot

    noteHinweis
    Hilfe für WDSUTIL erhalten Sie, wenn Sie WDSUTIL /? an einer Eingabeaufforderung eingeben; Hilfe ist auch online unter Wdsutil (möglicherweise in englischer Sprache) verfügbar.

  4. Wenn Sie das Aufzeichnungsabbild erstellt haben, folgen Sie den Anweisungen im Abschnitt Installieren eines Installationsabbilds, um einen Clientcomputer mit dem Aufzeichnungsabbild zu starten und das Betriebssystem aufzuzeichnen.

Schritte zum Erstellen eines Installationsabbilds

Nachdem Sie jetzt ein Aufzeichnungsabbild haben, müssen Sie den Referenzcomputer vorbereiten und dann das Installationsabbild erstellen. Der Referenzcomputer kann ein Computer mit einer Windows-Standardinstallation oder einer für eine bestimmte Umgebung konfigurierten Windows-Installation sein. Zuerst starten Sie einen (mit Sysprep vorbereiteten) Computer mit dem Aufzeichnungsabbild. Dann erstellt ein Assistent ein Aufzeichnungsabbild des Referenzcomputers und speichert es als WIM-Datei. Anschließend können Sie die WIM-Datei als Installationsabbild bereitstellen.

So erstellen Sie ein benutzerdefiniertes Installationsabbild

  1. Erstellen Sie einen Referenzcomputer. (Installieren Sie das Betriebssystem und die Anwendungen, und nehmen Sie alle weiteren gewünschten Änderungen vor.)

  2. Stellen Sie sicher, dass sich die richtige Version von Sysprep.exe auf dem Computer befindet.

  3. Wechseln Sie auf dem Referenzcomputer an der Eingabeaufforderung zum Ordner \Windows\System32\Sysprep bzw. zum Ordner mit Sysprep.exe und Setupcl.exe.

  4. Geben Sie einen der folgenden Befehle ein:

    • Führen Sie auf Computern unter Windows Vista den Befehl sysprep /oobe /generalize /reboot aus. Sie können auch die grafische Benutzeroberfläche von Sysprep verwenden, indem Sie auf Sysprep.exe doppelklicken.

    • Führen Sie auf Computern unter Windows XP den Befehl sysprep -mini -reseal aus.

  5. Wenn der Computer neu gestartet wird, führen Sie einen Netzwerkstart aus, indem Sie F12 drücken.

  6. Wählen Sie im Startmenü das im vorherigen Verfahren erstellte Aufzeichnungsabbild aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  7. Wählen Sie das entsprechende Laufwerk aus, und geben Sie dann einen Namen und eine Beschreibung für das Abbild an. Klicken Sie auf Weiter, um den Vorgang fortzusetzen.

    ImportantWichtig
    Es werden nur Laufwerke angezeigt, die mit Sysprep vorbereitete Betriebssysteme enthalten. Wenn Sie den Befehl in Schritt 4 nicht ausführen, werden keine Laufwerke zum Aufzeichnen angezeigt.

  8. Klicken Sie auf Durchsuchen, und navigieren Sie dann zu einem lokalen Ordner, in dem das aufgezeichnete Installationsabbild gespeichert werden soll.

    ImportantWichtig
    Sie müssen einen lokalen Speicherort zum Speichern des neuen Abbilds eingeben; anderenfalls können Sie das Abbild nicht aufzeichnen. Diese Anforderung wird erzwungen, um die Beschädigung von Abbildern bei Netzwerkfehlern zu vermeiden.

  9. Geben Sie einen Namen für das Abbild ein (verwenden Sie dazu die Dateinamenerweiterung WIM), und klicken Sie dann auf Speichern.

    ImportantWichtig
    Sie müssen beim Angeben des Namens die Dateinamenerweiterung WIM verwenden, anderenfalls tritt bei dem Vorgang ein Fehler auf.

  10. Wählen Sie Abbild auf WDS-Server hochladen aus.

  11. Geben Sie den Namen des Windows-Bereitstellungsdiensteservers ein, und klicken Sie dann auf Verbinden.

  12. Geben Sie bei entsprechender Aufforderung einen Benutzernamen und ein Kennwort für ein Konto mit ausreichenden Berechtigungen an, um eine Verbindung mit dem Windows-Bereitstellungsdiensteserver herzustellen.

  13. Wählen Sie in der Liste Abbildgruppe die Abbildgruppe aus, in der das Abbild gespeichert werden soll.

  14. Klicken Sie auf Fertig stellen.

Erstellen von Suchabbildern

Suchabbilder sind Startabbilder, die Sie zum Installieren eines Betriebssystems auf einem nicht PXE-fähigen Computer verwenden können. Wenn Sie ein Suchabbild erstellen und es auf dem Medium (CD, DVD, USB-Laufwerk oder andere Medientypen) speichern, können Sie anschließend einen Computer von dem Medium starten. Mit dem Suchabbild auf dem Medium wird der Windows-Bereitstellungsdiensteserver gesucht. Das Installationsabbild wird vom Server für den Computer bereitgestellt. Sie können Suchabbilder so konfigurieren, dass ein bestimmter Windows-Bereitstellungsdiensteserver als Ziel verwendet wird. Dies bedeutet, dass Sie bei Vorhandensein mehrerer Server in der Umgebung für jeden Server ein Suchabbild erstellen und dieses dann jeweils basierend auf dem Namen des Servers benennen können.

Voraussetzungen für das Erstellen benutzerdefinierter Suchabbilder

  • Zum Speichern des Abbilds muss ein CD-, DVD- oder Flashlaufwerk vorhanden sein.

  • Wenn Sie das Abbild auf eine CD oder DVD brennen, muss ein Dienstprogramm zum Brennen von Datenträgern vorhanden sein.

Schritte zum Erstellen von Suchabbildern

Sie können Suchabbilder mithilfe des MMC-Snap-Ins Windows-Bereitstellungsdienste oder mithilfe von WDSUTIL erstellen. Wenn Sie das Suchabbild erstellt haben, erstellen Sie das Medium, das das Abbild enthält. Sie müssen Suchabbilder mithilfe der Datei Boot.wim vom Windows Server 2008-Medium (im Ordner \Sources) erstellen. Sie können zum Erstellen eines Suchabbilds nicht die Datei WinPE.wim aus dem Windows AIK verwenden.

So erstellen Sie ein Suchabbild mithilfe der Windows-Benutzeroberfläche

  1. Erweitern Sie im MMC-Snap-In Windows-Bereitstellungsdienste den Knoten Startabbilder.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Abbild, das als Suchabbild verwendet werden soll. Dabei muss es sich um die Datei Boot.wim vom Windows Server 2008-Medium handeln.

  3. Klicken Sie auf Suchstartabbild erstellen.

  4. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten, und klicken Sie nach seinem Abschluss auf Fertig stellen.

  5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Startabbildordner.

  6. Klicken Sie auf Startabbild hinzufügen.

  7. Suchen Sie das neue Suchabbild, wählen Sie es aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  8. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten.

So erstellen Sie ein Suchabbild an einer Eingabeaufforderung

  1. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten.

  2. Geben Sie den folgenden Befehl ein, wobei <Startabbild> der Name des Startabbilds ist, das Sie zum Erstellen des Suchabbilds verwenden möchten, und <Suchabbild> der Dateipfad und Dateiname für das Speichern des Suchabbilds ist:

    WDSUTIL /New-DiscoverImage /Image: <Startabbild> /Architecture:x86 /Filepath: <Suchabbild>

  3. Wenn Sie das Suchabbild wieder dem Abbildspeicher hinzufügen möchten, geben Sie den folgenden Befehl ein, wobei <Suchabbild> der Dateipfad und Dateiname des Suchabbilds ist:

    WDSUTIL /Add-Image /ImageFile: <Suchabbild> /ImageType:boot

So erstellen Sie ein Medium, das das Suchabbild enthält

  1. Laden Sie das Windows AIK herunter, und installieren Sie es (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=81030, möglicherweise in englischer Sprache).

  2. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster, und geben Sie dann den folgenden Befehl ein, um zum Ordner PETools zu wechseln:

    cd C:\Program Files\Windows AIK\Tools\PETools

  3. Geben Sie zum Erstellen einer Windows PE-Buildumgebung Folgendes ein:

    CopyPE <Architektur> C:\Winpe

  4. Geben Sie zum Kopieren des von Ihnen im vorherigen Verfahren erstellten Suchabbilds Folgendes ein:

    copy /y c:\boot.wim c:\Winpe\ISO\Sources

  5. Geben Sie zum Zurückkehren zum Ordner PETools Folgendes ein:

    cd C:\Program Files\Windows AIK\Tools\PETools

  6. Geben Sie zum Erstellen des startbaren ISO-Abbilds Folgendes ein:

    oscdimg -n -bc:\winpe\ISO\boot\etfsboot.com c:\winpe\ISO c:\winpe.iso

  7. Verwenden Sie ein Dienstprogramm, mit dem eine CD oder DVD erstellt werden kann, um das ISO-Abbild auf das geeignete Medium zu übertragen.

    noteHinweis
    Wenn das Abbild mithilfe des Windows-Kopierbefehls auf das Medium kopiert wird, wird kein startbarer Datenträger erstellt.

  8. Starten Sie den Clientcomputer vom Medium. Möglicherweise müssen Sie hierfür die Startreihenfolge im BIOS des Clients ändern. Wenn der Client vom Medium gestartet wird, ergibt sich für Sie kein Unterschied gegenüber dem Starten über das Netzwerk.

Installieren eines Installationsabbilds

Wenn auf dem Server mindestens ein Startabbild vorhanden ist, können Sie ein Installationsabbild installieren. Die Windows-Bereitstellungsdienste ermöglichen das Starten eines Clientcomputers über das Netzwerk und das Herstellen von Remoteverbindungen mit einem Windows-Bereitstellungsdiensteserver über eine TCP/IP-Netzwerkverbindung mithilfe von PXE-Technologie.

Voraussetzungen für das Installieren eines Installationsabbilds

Folgende Voraussetzungen gelten für das Herstellen von Remoteverbindungen mit einem Windows-Bereitstellungsdiensteserver:

  • Auf dem Clientcomputer muss das Ausführen eines PXE-Starts möglich sein.

  • Ihr Benutzerkonto muss Mitglied der Gruppe Domänen-Benutzer sein.

  • Der Clientcomputer muss über mindestens 512 MB RAM verfügen, da dies die RAM-Mindestmenge für die Verwendung von Windows PE ist.

  • Der Client muss die Systemanforderungen für das Betriebssystem des Installationsabbilds erfüllen.

Schritte zum Installieren eines Installationsabbilds

Verwenden Sie das folgende Verfahren zum Ausführen eines PXE-Starts auf einem Computer, um ein Abbild zu installieren.

So installieren Sie ein Betriebssystem

  1. Konfigurieren Sie zum Aktivieren des PXE-Starts das BIOS des Computers, und legen Sie die Startreihenfolge so fest, dass zuerst über das Netzwerk gestartet wird.

  2. Starten Sie den Computer neu, und drücken Sie bei entsprechender Aufforderung F12, um den Netzwerkstart zu initiieren.

  3. Wählen Sie im Startmenü das entsprechende Startabbild aus. (Dieses Startabbild-Auswahlmenü ist nur verfügbar, wenn auf dem Server mindestens zwei Startabbilder vorhanden sind. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren des Startmenüs weiter oben in dieser Anleitung.)

  4. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Windows-Bereitstellungsdiensteclient.

  5. Nach Abschluss der Installation wird der Computer neu gestartet, und Setup wird fortgesetzt.

Ausführen einer unbeaufsichtigten Installation

Sie können mit den Windows-Bereitstellungsdiensten den Windows-Bereitstellungsdiensteclient sowie die letzten Phasen von Windows Setup automatisieren. Für diesen Zwei-Phasen-Ansatz werden zwei verschiedene Dateien für die unbeaufsichtigte Installation verwendet. Mit der einen Datei werden die Benutzeroberflächen-Bildschirme der Windows-Bereitstellungsdiensteclients automatisiert, und mit der anderen werden die verbleibenden Phasen von Setup automatisiert.

  • Datei für die unbeaufsichtigte Installation des Windows-Bereitstellungsdiensteclients. Für diese Datei, die auf dem Windows-Bereitstellungsdiensteserver im Ordner C:\RemoteInstall\WDSClientUnattend gespeichert ist, wird das Format Unattend.xml verwendet. Sie wird verwendet, um die Benutzeroberflächen-Bildschirme der Windows-Bereitstellungsdiensteclients zu automatisieren (beispielsweise das Eingeben von Anmeldeinformationen, Auswählen eines Installationsabbilds und Konfigurieren des Datenträgers).

  • Datei für die unbeaufsichtigte Installation von Abbildern. Für diese Datei wird das Format Unattend.xml oder Sysprep.inf verwendet (je nach Version des Betriebssystems im Abbild). Sie ist in einem Unterordner ($OEM$-Struktur oder \Unattend) des Ordners für das jeweilige Abbild gespeichert. Sie wird verwendet, um die verbleibenden Phasen von Setup (beispielsweise Offlinewartung, Sysprep-Spezialisierung und Miniinstallation) zu automatisieren.

Zwei Dateien für die unbeaufsichtigte Installation sind notwendig, da mit dem Windows-Bereitstellungsdiensteclient zwei Abbildtypen bereitgestellt werden können: Windows Vista-Abbilder, die das Format Unattend.xml unterstützen, und Windows XP- und Windows Server 2003-Abbilder, die das Format Unattend.xml nicht unterstützen.

Voraussetzungen für das Ausführen einer unbeaufsichtigten Installation

  • Stellen Sie sicher, dass Sie Mitglied der Gruppe Lokale Administratoren auf dem Windows-Bereitstellungsdiensteserver sind.

  • Stellen Sie sicher, dass Sie über Anmeldeinformationen mit ausreichenden Berechtigungen verfügen, um einen Computer einer Domäne hinzuzufügen. Weitere Informationen finden Sie unter Erforderliche Berechtigungen.

Bekannte Probleme bei unbeaufsichtigten Installationen

Mit den Verwaltungstools der Windows-Bereitstellungsdienste werden nur Dateien für die unbeaufsichtigte Installation von Windows Vista- und Windows Server 2008-Abbildern zugewiesen. Für Abbilder von älteren Betriebssystemen müssen Sie die vorhandenen Sysprep.inf-Dateien verwenden und manuell eine $OEM$-Verzeichnisstruktur erstellen.

Schritte zum Ausführen einer unbeaufsichtigten Installation

Zum Automatisieren der Installation erstellen Sie die entsprechende Datei für die unbeaufsichtigte Installation, und zwar abhängig davon, ob der Windows-Bereitstellungsdiensteclient oder Windows Setup konfiguriert wird. Es wird empfohlen, Windows System Image Manager (als Teil des Windows AIK enthalten) zum Erstellen der Dateien für die unbeaufsichtigte Installation zu verwenden. Kopieren Sie dann die Datei für die unbeaufsichtigte Installation an den entsprechenden Speicherort, und weisen Sie sie für die Verwendung zu. Sie kann auf Server- oder Clientebene zugewiesen werden. Die Zuweisung auf Serverebene kann weiter nach Architektur unterteilt werden, wodurch unterschiedliche Einstellungen für x86-basierte und x64-basierte Clients ermöglicht werden. Durch die Zuweisung auf Clientebene werden die Einstellungen auf Serverebene außer Kraft gesetzt.

Konfigurieren einer unbeaufsichtigten Installation für den Windows-Bereitstellungsdiensteclient

Verwenden Sie zum Konfigurieren einer unbeaufsichtigten Installation das folgende Verfahren. Weitere Informationen finden Sie im Thema Durchführen von unbeaufsichtigten Installationen.

So ordnen Sie eine Datei für die unbeaufsichtigte Installation von Clients mithilfe der Windows-Benutzeroberfläche nach Architektur zu

  1. Erstellen Sie eine Datei Unattend.xml mit für den Windows-Bereitstellungsdiensteclient geltenden Einstellungen. Beispiele finden Sie im Thema Beispieldateien für die unbeaufsichtigte Installation.

  2. Kopieren Sie die Datei für die unbeaufsichtigte Installation von Clients in einen Order im Ordner RemoteInstall. Beispiel: RemoteInstal\WDSClientUnattend.

  3. Öffnen Sie das MMC-Snap-In Windows-Bereitstellungsdienste, und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Server mit dem Windows Vista- oder Windows Server 2008-Abbild, dem die Datei für die unbeaufsichtigte Installation zugeordnet werden soll. Klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.

  4. Öffnen Sie die Registerkarte Client, wählen Sie Unbeaufsichtigte Installation aktivieren aus, suchen Sie die entsprechende Datei für die unbeaufsichtigte Installation, und klicken Sie dann auf Öffnen.

  5. Klicken Sie auf OK, um die Seite Eigenschaften zu schließen.

So ordnen Sie eine Datei für die unbeaufsichtigte Installation von Clients mithilfe der Befehlszeile zu

  1. Erstellen Sie eine Datei Unattend.xml mit für den Windows-Bereitstellungsdiensteclient geltenden Einstellungen. Beispiele finden Sie im Thema Beispieldateien für die unbeaufsichtigte Installation.

  2. Kopieren Sie die Datei für die unbeaufsichtigte Installation von Clients in einen Order im Ordner RemoteInstall. Beispiel: RemoteInstal\WDSClientUnattend

  3. Klicken Sie im Startmenü mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen.

  4. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

    • Wenn Sie die Datei einer Architektur zuordnen möchten, geben Sie Folgendes ein, wobei <Dateipfad> der Pfadname und Dateiname der Datei für die unbeaufsichtigte Installation von Clients ist:

      WDSUTIL /Set-Server /WDSUnattend /Policy:enabled /File:<Dateipfad>/Architecture:[x86|x64]

    • Wenn Sie die Datei einem Computer zuordnen möchten, geben Sie Folgendes ein, wobei <Relativer Pfad> der Pfad vom freigegebenen Ordner C:\RemoteInstall zum Ordner mit der Datei für die unbeaufsichtigte Installation von Clients ist:

      WDSUTIL /Set-Device /Device:<Computername>/ID:<GUID oder MAC-Adresse>/WDSClientUnattend:<Relativer Pfad>

Konfigurieren einer unbeaufsichtigten Installation für Windows Setup

Verwenden Sie die folgenden Verfahren, um eine Datei für die unbeaufsichtigte Installation von Abbildern einem Abbild zuzuordnen.

So ordnen Sie eine Datei für die unbeaufsichtigte Installation von Abbildern mithilfe der Windows-Benutzeroberfläche zu

  1. Erstellen Sie eine Datei Unattend.xml (für Windows Vista) oder Sysprep.inf (für frühere Versionen von Windows). Beispiele finden Sie im Thema Beispieldateien für die unbeaufsichtigte Installation.

  2. Die nächsten Schritte hängen von der erstellten Datei ab:

    • Speichern der Sysprep.inf-Dateien. Speichern Sie diese Dateien in der $OEM$-Struktur des Abbilds (beispielsweise D:\RemoteInstall\Images\Windows XP\winxpsp2\$OEM$\$1\sysprep\sysprep.inf). Wenn Sie nun das Abbild bereitstellen, wird von Setup automatisch die Datei Sysprep.inf gesucht und verwendet.

    • Unattend.xml-Dateien. Speichern Sie die Unattend.xml-Dateien an einem beliebigen Speicherort, und ordnen Sie dann die Datei einem Abbild zu. Öffnen Sie hierzu das MMC-Snap-In, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Abbild, das Sie der Datei für die unbeaufsichtigte Installation zuordnen möchten, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Klicken Sie auf der Registerkarte Allgemein auf Abbildinstallation im Modus für unbeaufsichtigte Installation zulassen, klicken Sie auf Datei auswählen, suchen Sie die Datei für die unbeaufsichtigte Installation, wählen Sie sie aus, und klicken Sie dann zweimal auf OK.

      noteHinweis
      Die Datei Unattend.xml wird am folgenden Speicherort gespeichert: \RemoteInstall\Images\<Abbildgruppe>\<Abbildname>\Unattend\ImageUnattend.xml.

So ordnen Sie eine Datei für die unbeaufsichtigte Installation von Abbildern an einer Eingabeaufforderung zu

  1. Erstellen Sie eine Datei Unattend.xml (für Windows Vista) oder Sysprep.inf (für frühere Versionen von Windows). Beispiele finden Sie im Thema Beispieldateien für die unbeaufsichtigte Installation.

  2. Die nächsten Schritte hängen von der erstellten Datei ab:

    • Sysprep.inf-Dateien. Speichern Sie diese Dateien in der $OEM$-Struktur des Abbilds (beispielsweise D:\RemoteInstall\Images\Windows XP\winxpsp2\$OEM$\$1\sysprep\sysprep.inf). Wenn Sie nun das Abbild bereitstellen, wird von Setup automatisch die Datei Sysprep.inf gesucht und verwendet.

    • Unattend.xml-Dateien. Speichern Sie die Unattend.xml-Dateien an einem beliebigen Speicherort, und ordnen Sie dann die Datei einem Abbild zu. Öffnen Sie hierzu ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten, und geben Sie dann den folgenden Befehl ein, wobei <Datei für die unbeaufsichtigte Installation> der Pfad und Dateiname der Datei für die unbeaufsichtigte Installation ist, die Sie dem Abbild zuordnen möchten:

      WDSUTIL /Set-Image /Image:<Abbildname>/ImageType:install /ImageGroup:<Name der Abbildgruppe>/UnattendFile:<Datei für die unbeaufsichtigte Installation>

      noteHinweis
      Die Datei Unattend.xml wird am folgenden Speicherort gespeichert: \RemoteInstall\Images\<Abbildgruppe>\<Abbildname>\Unattend\ImageUnattend.xml.

Erstellen einer Multicastübertragung

Mit Multicastübertragungen kann ein Abbild für eine große Anzahl von Clientcomputern bereitgestellt werden, ohne dass dabei das Netzwerk überlastet wird. Beim Erstellen einer Multicastübertragung wird das Abbild nur einmal über das Netzwerk gesendet, wodurch die verwendete Netzwerkbandbreite deutlich reduziert werden kann. Weitere Informationen zur Verwendung der Multicastfunktionalität mit dem Transportserver finden Sie im Thema Verwenden des Transportservers.

Voraussetzungen für das Erstellen einer Multicastübertragung

Folgendes ist erforderlich, um dieses Feature in einer Organisation zu implementieren:

  • Router mit Multicastunterstützung. Insbesondere muss die Netzwerkinfrastruktur IGMP (Internet Group Management-Protokoll) unterstützen, damit der Multicastdatenverkehr ordnungsgemäß weitergeleitet wird. Ohne IGMP werden Multicastpakete wie Broadcastpakete behandelt, was zu einer Netzwerküberflutung führen kann.

  • Mindestens ein Installationsabbild, das übertragen werden soll, auf dem Server

  • Datei Boot.wim vom Windows Server 2008-Medium (im Ordner \Sources)

  • Auf allen Geräten sollte IGMP-Überwachung aktiviert sein. Dadurch wird die Netzwerkhardware veranlasst, Multicastpakete nur an die Geräte weiterzuleiten, die Daten anfordern. Wenn die IGMP-Überwachung deaktiviert ist, werden Multicastpakete wie Broadcastpakete behandelt und an jedes Gerät im Subnetz gesendet.

Bekannte Probleme beim Erstellen einer Multicastübertragung

Beim Implementieren von Multicasting können die folgenden Probleme auftreten:

  • Wenn Sie die Datei Boot.wim von Windows Vista für Multicastübertragungen verwenden, können Sie die Übertragung erstellen; Personen, die einen Startvorgang mit der Übertragung ausführen, können jedoch nicht an der Übertragung teilnehmen.

  • Wenn die Multicastfunktionalität von mehreren Servern in einem Netzwerk verwendet wird (Transportserver, Bereitstellungsserver oder eine andere Lösung) ist es wichtig, dass jeder Server so konfiguriert wird, dass die Multicast-IP-Adressen nicht kollidieren. Anderenfalls kann das Aktivieren von Multicasting zu übermäßigem Datenverkehr führen. Beachten Sie, dass jeder Windows-Bereitstellungsdiensteserver über den gleichen Standardbereich verfügt. Zum Umgehen dieses Problems geben Sie statische Bereiche an, die sich nicht überschneiden. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass für jeden Server eine eindeutige IP-Adresse oder MADCAP (Multicast Address Dynamic Client Allocation-Protokoll) verwendet wird. Zum Angeben dieser Option klicken Sie mit der rechten Maustaste im MMC-Snap-In auf den Server, klicken Sie auf Eigenschaften, und klicken Sie dann auf die Registerkarte Netzwerkeinstellungen.

  • Wenn Sie nach dem Konfigurieren des Windows-Bereitstellungsdiensteservers die Multicast-IP-Adresse, den UDP-Portbereich oder die RPC-Portnummer ändern (durch Ausführen von wdsutil /set-server /rpcport:<Portnummer>), müssen Sie den Dienst neu starten, damit die Änderungen wirksam werden. Wenn Sie den Dienst nicht neu starten, verwendet der Server die alten Werte und antwortet den Clients möglicherweise nicht. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus, um den Dienst neu zu starten: Klicken Sie mit der rechten Maustaste im MMC-Snap-In auf Windows-Bereitstellungsdienste, und klicken Sie dann auf Neu starten; oder führen Sie wdsutil /stop-server und dann wdsutil /start-server in einem Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten aus.

  • Jede Übertragung kann nur so schnell ausgeführt werden wie der langsamste Client. Das heißt, wenn ein langsamer Client vorhanden ist, wird die gesamte Übertragung langsam ausgeführt. Dieses Problem können Sie beheben, indem Sie zuerst den Client ermitteln, der die Übertragung aufhält (den so genannten Masterclient). Zeigen Sie hierzu die Ausgabe des folgenden Befehls an: WDSUTIL /Get-MulticastTransmission /Show-clients. Trennen Sie dann die Verbindung mit dem Masterclient. Dadurch wird der Masterclient gezwungen, die Übertragung mithilfe des SMB-Protokolls (Server Message Block) auszuführen, und die Multicastleistung der anderen Clients sollte beschleunigt werden. Wenn keine Beschleunigung eintritt, liegt ein Problem mit der Hardware des Clients (beispielsweise eine langsame Festplatte) oder ein Netzwerkproblem vor.

Schritte zum Erstellen einer Multicastübertragung

Sie können Übertragungen mit einer der folgenden Methoden erstellen:

Verwenden der Windows-Benutzeroberfläche

Zum Aktivieren von Multicast für ein Abbild müssen Sie eine Multicastübertragung für das Abbild erstellen. Es gibt in Windows zwei Optionen für das Erstellen einer Multicastübertragung:

  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten Multicastübertragung, und klicken Sie dann auf Multicastübertragung erstellen.

  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Abbild, und klicken Sie dann auf Multicastübertragung erstellen.

Auswählen des Multicasttyps

Es stehen zwei Typen von Multicastübertragungen zur Verfügung:

  • Cast (automatisch). Mit dieser Option wird angegeben, dass eine Multicastübertragung des ausgewählten Abbilds beginnt, sobald von einem entsprechenden Client ein Installationsabbild angefordert wird. Wenn das gleiche Abbild dann auch von anderen Clients angefordert wird, werden auch diese in die bereits gestartete Übertragung eingebunden.

  • Cast (geplant). Mit dieser Option werden die Kriterien für das Starten der Übertragung festgelegt, und zwar basierend auf der Anzahl der Clients, die ein Abbild und/oder einen bestimmten Tag und eine bestimmte Uhrzeit anfordern. Wenn Sie keines dieser Kontrollkästchen aktivieren, müssen Sie die Übertragung manuell starten. Außer mit diesen Kriterien können Sie eine Übertragung jederzeit manuell starten, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Übertragung klicken und dann auf Starten klicken.

    noteHinweis
    Inhalte werden nur dann über das Netzwerk übertragen, wenn die Daten von Clients angefordert werden. Wenn keine Verbindung mit Clients besteht (das heißt, wenn sich die Übertragung im Leerlauf befindet), werden keine Daten über das Netzwerk gesendet.

Konfigurieren von Übertragungen

Nach dem Erstellen einer Übertragung können Sie folgende Aktionen ausführen:

  • Starten der Übertragung. Wenn die Übertragung dem Typ Cast (geplant) entspricht, mindestens ein Client vorhanden ist und die Übertragung noch nicht gestartet wurde, können Sie mit der rechten Maustaste auf die Übertragung klicken und auf Starten klicken.

  • Löschen der Übertragung. Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf die Übertragung und anschließend auf Löschen klicken, wird die Multicastübertragung beendet, und für jede Clientinstallation wird wieder Unicast verwendet. Das heißt, die Clientinstallationen werden nicht gelöscht oder beendet; zum Abschließen der Installation wird jedoch nicht die Multicastübertragung verwendet.

  • Deaktivieren der Übertragung. Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf die Übertragung und anschließend auf Deaktivieren klicken, wird die bereits begonnene Installation auf Clients fortgesetzt. Es werden jedoch keine neuen Clients in die Übertragung eingebunden. Die Übertragung wird gelöscht, nachdem die Installation auf allen aktuellen Clients abgeschlossen ist. Wenn Sie auf diese Option klicken und keine Clients vorhanden sind, wird die Übertragung sofort gelöscht.

  • Anzeigen der Übertragungseigenschaften. Zum Anzeigen der Eigenschaften klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Übertragung, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Beachten Sie, dass die Eigenschaften einer Übertragung nach deren Erstellung nicht bearbeitet werden können. Wenn Sie eine Änderung vornehmen möchten, nachdem eine Übertragung erstellt wurde, müssen Sie sie löschen und dann neu erstellen.

  • Aktualisieren der Übertragungen und Daten. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf eine Übertragung, und klicken Sie dann auf Aktualisieren. Sie können auch F5 drücken, um die Daten zu aktualisieren.

Konfigurieren von Clients in einer Übertragung

Nachdem Sie die Übertragung erstellt haben, können Clientcomputer durch Auswählen des Abbilds auf dem Windows-Bereitstellungsdiensteclient an der Übertragung teilnehmen. Clientcomputer können auch mithilfe von Wdsmcast.exe – einem im Windows AIK enthaltenen Befehlszeilentool – an einer Übertragung teilnehmen. Wenn Clients in eine Übertragung eingebunden sind, können Sie die folgenden Aktionen ausführen:

  • Anzeigen von Clients sowie des Status Zum Anzeigen von Clients, mit denen eine Verbindung besteht, erweitern Sie den Knoten Multicastübertragungen, und klicken Sie auf das Abbild. Die Clients, mit denen eine Verbindung besteht, werden (einschließlich der aktuellen Installationsdauer und des abgeschlossenen Prozentsatzes) im rechten Bereich angezeigt.

  • Beenden einer Clientinstallation. Zum Beenden einer Clientinstallation klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Client, und klicken Sie dann auf Trennen. Verwenden Sie diese Option mit Vorsicht, da bei der Installation Fehler auftreten und sich der Computer danach in einem unbrauchbaren Zustand befinden kann.

  • Trennen eines Clients von einer Multicastübertragung. Wenn Sie die Übertragung für einen bestimmten Client abbrechen, die Übertragung des Abbilds jedoch über Unicast fortsetzen möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Client, und klicken Sie dann auf Multicast umgehen.

Verwenden von WDSUTIL

Erstellen einer Multicastübertragung für ein Installationsabbild

Ihnen stehen zwei Übertragungstypen zur Verfügung: Cast (automatisch) und Cast (geplant). Sie müssen alle WDSUTIL-Befehle in einem Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten ausführen.

  • So erstellen Sie eine Übertragung vom Typ "Cast (automatisch)"

    Syntax: WDSUTIL /New-MulticastTransmission /Image:<Abbildname> /FriendlyName:<Anzeigename> /ImageType:Install /ImageGroup:<Name der Abbildgruppe> /TransmissionType:AutoCast

  • So erstellen Sie eine Übertragung vom Typ "Cast (geplant)"

    Syntax: WDSUTIL /New-MulticastTransmission /Image:<Abbildname>/FriendlyName:<Anzeigename>/ImageType:Install /ImageGroup:<Name der Abbildgruppe>/TransmissionType:ScheduledCast [/Time:<JJJJ/MM/TT:hh:mm>][/Clients:<Anzahl der Clients>]

Konfigurieren von Übertragungen

Nach dem Erstellen einer Übertragung können Sie diese starten, löschen, deaktivieren und ihre Eigenschaften anzeigen.

  • So starten Sie die Übertragung

    Syntax: WDSUTIL /Start-MulticastTransmission /Image:<Abbildname>/ImageType:Install /ImageGroup:<Name der Abbildgruppe>

    noteHinweis
    Sie können die Übertragung nur starten, wenn sie dem Typ Cast (geplant) entspricht, mindestens ein Client vorhanden ist und die Übertragung noch nicht gestartet wurde.

  • So löschen Sie die Übertragung

    Syntax: WDSUTIL /Remove-MulticastTransmission /Image:<Abbildname>/ImageType:Install /ImageGroup:<Name der Abbildgruppe> /Force

  • So deaktivieren Sie die Übertragung

    Syntax: WDSUTIL /Remove-MulticastTransmission /Image:<Abbildname> /ImageType:Install /ImageGroup:<Name der Abbildgruppe>

  • So zeigen Sie die Übertragungseigenschaften an

    Syntax: WDSUTIL /Get-MulticastTransmission /Image:<Abbildname> /ImageType:Install /ImageGroup:<Name der Abbildgruppe>

Konfigurieren von Clients in einer Übertragung

Nachdem Sie die Übertragung erstellt haben, können Clientcomputer durch Auswählen des Abbilds auf dem Windows-Bereitstellungsdiensteclient an der Übertragung teilnehmen. Clientcomputer können auch mithilfe von Wdsmcast.exe – einem im Windows AIK enthaltenen Befehlszeilentool – an einer Übertragung teilnehmen. Wenn Clients in eine Übertragung eingebunden sind, können Sie die folgenden Aktionen ausführen:

  • So zeigen Sie Clients und den Status an

    Syntax: WDSUTIL /Get-MulticastTransmission /Image:<Abbildname> /ImageType:Install /ImageGroup:<Name der Abbildgruppe> /show:clients

  • So beenden Sie eine Clientinstallation vollständig

    Syntax: WDSUTIL /Disconnect-Client /ClientID:<ID> /Force

    noteHinweis
    Verwenden Sie diese Option mit Vorsicht, da bei der Installation Fehler auftreten und sich der Computer danach in einem unbrauchbaren Zustand befinden kann.

  • So trennen Sie einen Client von einer Multicastübertragung und setzen die Übertragung des Abbilds mithilfe von Unicast fort

    Syntax: WDSUTIL /Disconnect-Client /ClientID:<ID>

  • So zeigen Sie die Client- <ID> für jede Übertragung an

    Syntax: WDSUTIL /Get-MulticastTransmission /Image:<Abbildname> /ImageType:Install /ImageGroup:<Name der Abbildgruppe> /show:clients

Verwenden des Transportserver-Rollendiensts

Sie können während der Installation auswählen, dass nur der Transportserver installiert wird. Mit dieser Option wird eine Teilmenge der Funktionalität der Windows-Bereitstellungsdienste bereitgestellt, die nur die Kernnetzwerkkomponenten enthält. Mit dem Transportserver können Sie Multicastnamespaces erstellen, mit denen Daten (einschließlich Betriebssystemabbildern) von einem eigenständigen Server übertragen werden. Für den eigenständigen Server ist weder AD DS noch DHCP oder DNS erforderlich. Sie können den Transportserver in erweiterten Szenarien als Teil einer benutzerdefinierten Bereitstellungslösung verwenden. Weitere Informationen finden Sie im Thema Verwenden des Transportservers.

Deinstallieren oder Deinitialisieren der Windows-Bereitstellungsdienste

Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus, um die Windows-Bereitstellungsdienstekomponente zu deinstallieren:

  • Klicken Sie im Server-Manager auf Rollen entfernen.

  • Führen Sie an der Eingabeaufforderung den folgenden Befehl aus: ServerManagerCmd -remove WDS

    noteHinweis
    Alle vom Server erstellten Debugprotokolldateien bleiben nach dem Deinstallieren der Komponente erhalten.

Sie können den Server deinitialisieren, wenn Sie den Server auf einen nicht konfigurierten Status zurücksetzen möchten, ohne die Windows-Bereitstellungsdienste zu deinstallieren. Dies ist hilfreich, wenn Sie von vorn beginnen, aber vorhandene Einstellungen beibehalten möchten. Wenn Sie beispielsweise den Ordner RemoteInstall verschieben möchten (möglicherweise haben Sie eine neue Festplatte für den Server, auf die Sie den Ordner verschieben möchten), deinitialisieren Sie den Server, kopieren den Ordner an den neuen Speicherort und reinitialisieren dann den Server mithilfe des neuen Pfads. Zum Deinitialisieren des Servers führen Sie den Befehl WDSUTIL /uninitialize-server in einem Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten aus.

Weitere Verweise

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Anzeigen:
© 2014 Microsoft