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Streaming Media-Diensterolle

Letzte Aktualisierung: Januar 2008

Betrifft: Windows Server 2008

Die Rolle Streaming Media-Dienste im Betriebssystem Windows Server® 2008 beinhaltet den Windows Media Server-Rollendienst, der zum Bereitstellen des Servercomputers als Windows Media-Server benötigt wird. Dieser Rollendienst beinhaltet Microsoft® Windows Media®-Dienste. Hierbei handelt es sich um eine leistungsstarke Plattform für das Streaming von live und bei Bedarf verfügbaren digitalen Medieninhalten, beispielsweise WMA-Inhalte (Windows Media Audio) und WMV-Inhalte (Windows Media Video) über Netzwerke.

Wozu dient dieses Feature?

Sie können die Windows Media-Dienste 2008 verwenden, um einen oder mehrere Windows Media-Server zu verwalten, über den digitale Medieninhalte an folgende Clienttypen übermittelt werden:

  • Computer oder Geräte, die den Inhalt mithilfe eines Players, wie beispielsweise Windows Media Player, wiedergeben

  • Andere Windows Media-Server, die als Proxy fungieren oder den Inhalt zwischenspeichern oder weiterverteilen

  • Benutzerdefinierte Programme, die mithilfe von Windows Media Software Development Kits entwickelt wurden (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=82886, möglicherweise in englischer Sprache).

Für wen ist dieses Feature von Interesse?

Die Windows Media-Dienste 2008 können von allen Personen verwendet werden, die digitale Medieninhalte über Netzwerke (über das Internet oder über ein Intranet) an Kunden übermitteln möchten. Für folgende Organisationstypen werden die Windows Media-Dienste besonders hilfreich sein:

  • Hostingunternehmen, die schnelles Streaming für Benutzer in Wohnungen und Büros bereitstellen

  • Unternehmen aus der Wirtschaft, dem Bildungswesen und der öffentlichen Verwaltung, die Netzwerkressourcen verwalten und gleichzeitig umfangreiche Kommunikation für Executive-Liveübertragungen, Onlineschulungen, Marketing und Verkauf bereitstellen

  • Unternehmen, die drahtlose Breitbandunterhaltungsdienste mithilfe skalierbarer und zuverlässiger Windows Media-Server bereitstellen

  • Internetanbieter, die Inhalte für Radio, Fernsehen, Kabel oder Satellit bereitstellen

  • Film- und Musikvertriebshändler, die Audio- und Videoinhalte auf sichere Weise ohne übermäßige Pufferung oder Netzwerküberlastung vertreiben

  • IPTV-Professionals, die qualitativ hochwertige IPTV-Inhalte in LANS (Local Area Networks) bereitstellen

Gibt es spezielle Überlegungen?

Wie in früheren Versionen sind manche Features der Windows Media-Dienste 2008 in bestimmten Editionen von Windows Server 2008 nicht verfügbar. Wenn ein bestimmtes Feature für Ihre Windows Media-Serverbereitstellung erforderlich ist (wenn Sie beispielsweise Inhalte als Multicaststream an Clients übermitteln müssen) finden Sie weitere Informationen zu der zu installierenden Edition von Windows Server 2008 im Artikel zur Entscheidung für die richtige Version von Windows Server (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=82887, möglicherweise in englischer Sprache).

Wenn Sie die richtige Edition von Windows Server 2008 installiert haben, ist die Streaming Media-Diensterolle, die den Windows Media-Diensterollendienst (Administrator von Windows Media-Dienste) und optionale Dienste (Administrator von Windows Media-Dienste für das Web und Agent zum Protokollieren von Windows-Multicasts und -Anzeigen) enthält, für die Installation im Server-Manager nicht verfügbar. Bevor Sie den Server-Manager zum Installieren der Streaming Media-Dienste-Rolle verwenden können, müssen Sie die Windows Media-Dienste 2008 herunterladen. Weitere Informationen zum Installieren der Streaming Media-Dienste-Rolle in Windows Server 2008 finden Sie im Artikel zum Aktualisieren der Windows Media-Serverplattform in Windows Server 2008 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=82888, möglicherweise in englischer Sprache).

Wenn Sie die Windows Media-Dienste noch nicht verwendet haben, sollten Sie sich mit Streamingkonzepten vertraut machen. Ein guter Ausgangspunkt ist der Artikel zum Verwenden der Windows Media-Dienste (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=82889, möglicherweise in englischer Sprache).

noteHinweis
Sie können die Streaming Media-Diensterolle der Server Core-Installationsoption des Betriebssystems Windows Server 2008 hinzufügen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Artikel 934518 zum Installieren der Windows Media-Dienste in Windows Server 2008 in der Microsoft Knowledge Base (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=89041, möglicherweise in englischer Sprache).

Welche neue Funktionalität wird mit diesem Feature bereitgestellt?

  • Cacheproxyverwaltung. Der Administrator von Windows Media-Dienste 2008 enthält ein neues Cacheproxyverwaltungs-Plug-In, mit dem die Funktionalität des Windows Media-Servers zum Ausführen von Zwischenspeicherungen und Proxyfunktionen gesteuert wird. Sie können das WMS-Cacheproxy-Plug-In verwenden, um einen Windows Media-Server als Cacheproxyserver zu konfigurieren, mit dem Sie Bandbreite sparen, durch das Netzwerk verursachte Wartezeiten verringern und die Last eines Ursprungsservers ausgleichen können. Durch diese drei Faktoren können Sie die Betriebskosten senken und Ihren Kunden optimale Anzeigeergebnisse ermöglichen.

  • Wiedergabelistenattribute. Die serverseitigen Wiedergabelistenattribute noSkip und noRecede werden jetzt unterstützt. Unterstützte Clients (Windows Media Player 9-Reihe oder höhere Versionen), die Verbindungen mit serverseitigen Wiedergabelisten herstellen, die auf On-demand-Publishingpoints auf einem Windows Media-Server bereitgestellt sind, können in einem Medienelement vorspulen, zurückspulen, suchen oder überspringen. Diese Clients können auch zum vorherigen oder nächsten Medienelement in der Wiedergabeliste springen. (Diese Steuerelemente sind jetzt auf dem Client aktiviert.)

Welche neue Funktionalität bzw. welche Einstellungen werden hinzugefügt oder geändert?

  • MMS-Streaming. Das MMS-Protokoll (Microsoft Media Server) in Windows Media-Dienste 2008 wird für Streaming nicht unterstützt, und das Plug-In für das MMS-Serversteuerungsprotokoll wurde aus dem Administrator von Windows Media-Dienste entfernt. Obwohl das MMS-Protokoll nicht unterstützt wird, wird der MMS-Moniker (mms://) noch unterstützt. Wenn Clients, auf denen RTSP (Real Time Streaming-Protokoll) unterstützt wird, eine Verbindung mit einem Windows Media-Server herstellen und dabei eine URL mit dem Präfix mms:// verwenden (beispielsweise mms://Servername/Clipname.wmv), versucht der Server, einen Protokollrollover auszuführen, um den Inhalt mithilfe von RTSP an den Client zu streamen und so ein optimales Streamingergebnis bereitzustellen. Zu den Clients, die RTSP unterstützen, gehören die Windows Media Player 9-Reihe (oder Versionen von Windows Media Player) oder andere Player, die das ActiveX-Steuerelement für die Windows Media Player 9-Reihe verwenden.

    Wenn frühere Versionen von Windows Media Player, andere Player ohne Unterstützung für RTSP oder Player in Nicht-RTSP-Umgebungen Verbindungen mit dem Server herstellen, indem sie eine URL mit dem Präfix mms:// verwenden, versucht der Server, einen Protokollrollover auszuführen, um den Inhalt mit HTTP (Hypertext Transfer-Protokoll) an den Client zu streamen.

    Aktivieren Sie das Plug-In für das WMS-HTTP-Serversteuerungsprotokoll im Administrator von Windows Media-Dienste, und öffnen Sie in der Firewall die Ports für die Verbindungsprotokolle, die beim Protokollrollover verwendet werden können. Dadurch können Sie sicherzustellen, dass die Inhalte immer für Clients verfügbar sind, die für Verbindungen mit dem Server eine URL mit dem Präfix mms:// verwenden. Weitere Informationen finden Sie im Artikel zu Firewallinformationen für Windows Media-Dienste (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=82890, möglicherweise in englischer Sprache).

  • HTTP Sys-Konfiguration von Windows Media Services. Wenn Sie die Windows Media-Dienste und einen Webdienst, wie beispielsweise Microsoft Internetinformationsdienste (Internet Information Services, IIS), auf diesem Server verwenden, versuchen beide Dienste für HTTP-Streaming eine Bindung an Port 80 herzustellen. Sie können solche Konflikte verhindern, indem Sie jeden Dienst einem anderen Port zuweisen. Wenn Sie einen Dienst einem anderen Port als 80 zuweisen, müssen Sie auch den entsprechenden Port in der Netzwerkfirewall öffnen. Weitere Informationen finden Sie im Artikel zu Firewallinformationen für Windows Media-Dienste (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=82890, möglicherweise in englischer Sprache).

    Als Alternative können Sie dem Server zusätzliche IP-Adressen zuweisen. Auf diese Weise hat jeder Dienst eine eigene IP-Adresse, wenn Port 80 für HTTP-Streaming freigegeben ist. Am einfachsten können Sie dies erreichen, indem Sie mehrere Netzwerkkarten auf dem Server installieren. Wenn diese Lösung jedoch nicht möglich ist, können Sie mehrere IP-Adressen auf einem einzigen Netzwerkkarten erstellen und diesen separate Adressen für Port 80 zuweisen. Dann müssen Sie die Windows Media-Dienste und den Webdienst konfigurieren, um sie an separate Kombinationen aus IP-Adresse und Port 80 zu binden. Das HTTP Sys-Konfigurationstool der Windows Media-Dienste, das in früheren Versionen der Windows Media-Dienste zum Zuweisen zusätzlicher IP-Adressen zu Diensten verwendet wurde, ist in dieser Version nicht verfügbar. Sie müssen jetzt die IP-Aufnahmeliste des HTTP-Protokollstacks (HTTP.sys) mithilfe erweiterter Netsh-Befehle konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie im Artikel zu Netsh-Befehlen in den neuen Netzwerkfeatures in Windows Server 2008 und Windows Vista® (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=82891, möglicherweise in englischer Sprache).

  • Firewallkonfiguration. Es ist nicht mehr notwendig, das Programm Windows Media-Dienste (Wmserver.exe) als Ausnahme in der Windows-Firewall hinzuzufügen, um die eingehenden Standardports für Unicaststreaming zu öffnen. Wenn Sie die Streaming Media-Diensterolle in Windows Server 2008 installieren, wird das Programm Windows Media-Dienste automatisch als Ausnahme in der Windows-Firewall hinzugefügt.

  • "Stream Test"-Dienstprogramm. Sie müssen den Server-Manager zum Installieren des Features Desktopdarstellung verwenden, bevor Sie das Stream Test-Dienstprogramm im Administrator von Windows Media-Dienste verwenden können.

  • Erweiterter Schnellstart. Durch den standardmäßig aktivierten erweiterten Schnellstart wird die Wartezeit beim Starten in Windows Media Player 10 (oder höheren Versionen) oder Windows CE Version 5.0 (oder höheren Versionen) minimiert. In früheren Versionen der Windows Media-Dienste war der erweiterte Schnellstart standardmäßig deaktiviert.

  • Quality of Service (QoS). Die Windows Media-Dienste wurden aktualisiert, sodass Sie jetzt QoS-Richtlinien in Windows Server 2008 zum Verwalten des ausgehenden Netzwerkverkehrs verwenden können, anstatt ToS (Type of Service, Diensttyp) zum Übermitteln von Unicaststreams zu verwenden. Weitere Informationen finden Sie im Artikel zu Quality of Service (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=82892, möglicherweise in englischer Sprache).

Muss vorhandener Code geändert werden?

Anwendungen, die für die Zusammenarbeit mit den Windows Media-Diensten in vorherigen Windows-Betriebssystemen entworfen worden, können ohne Änderungen mit den Windows Media-Diensten in Windows Server 2008 verwendet werden.

Wie sollte die Bereitstellung dieses Features vorbereitet werden?

Windows Media-Dienste 2008 benötigen keine besonderen Erweiterungen des Netzwerks oder der Sicherheitsinfrastruktur der Organisation. Wenn Sie die Windows Media-Dienste zum ersten Mal unter Windows Server 2008 installieren, lesen Sie den Artikel zu den Systemanforderungen für die Windows Media-Dienste (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=82893, möglicherweise in englischer Sprache), bevor Sie fortfahren.

Sie können die Windows Media-Dienste in vielen Szenarien bereitstellen. Lesen Sie nach dem Installieren der Windows Media-Dienste das Windows Media-Bereitstellungshandbuch (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=82894, möglicherweise in englischer Sprache), in dem Sie Anforderungen und Empfehlungen für Streamingszenarien finden.

Ist dieses Feature in allen Editionen von Windows Server 2008 verfügbar?

Manche Features der Windows Media-Dienste 2008 sind in bestimmten Editionen von Windows Server 2008 nicht verfügbar. Wenn ein bestimmtes Feature für Ihre Windows Media-Serverbereitstellung erforderlich ist (wenn Sie beispielsweise Inhalte als Multicaststream an Clients übermitteln müssen) finden Sie weitere Informationen zu der zu installierenden Edition von Windows Server 2008 im Artikel zur Entscheidung für die richtige Version von Windows Server (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=82887, möglicherweise in englischer Sprache).

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