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Komponentendiensteverwaltung (Übersicht)

Betrifft: Windows 7, Windows Server 2008, Windows Server 2008 R2

Haupteinsatzgebiet der Komponentendienste ist die Verwaltung von COM+-Anwendungen. Entwickler verwenden COM+, um verteilte Anwendungen zu entwickeln. Administratoren verwenden die Komponentendienste, um diese Anwendungen zu verwalten. Ein Administrator erhält eine COM+-Anwendungsdatei von einem Entwickler und verwendet dann die Komponentendienste, um diese Anwendung auf einem Servercomputer bereitzustellen. Danach konfiguriert der Administrator Berechtigungen und andere Einstellungen für die Anwendungen.

Als Administrator stehen Ihnen im Wesentlichen zwei Verfahren für die Bereitstellung und Verwaltung von COM+-Anwendungen zur Verfügung. Sie können das MMC-Snap-In (Microsoft Management Console, MMC) Komponentendienste verwenden, oder Sie können Skripts schreiben, um die Bereitstellung und die Verwaltung zu automatisieren. Anstatt das MMC-Snap-In Komponentendienste zu verwenden, können Sie jede Aufgabe automatisieren, indem Sie Code schreiben, der die von der DLL (Dynamic Link Library) COMAdmin bereitgestellten Verwaltungsobjekte verwendet. Eine Beschreibung der Verwendung dieser Objekte finden Sie in den Informationen zur Automatisierung der COM+-Verwaltung im Abschnitt zu allgemeinen Aufgaben in COM+ unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=66607 (möglicherweise in englischer Sprache).

Eine vollständige Sammlung der Komponentendienste-Ressourcen für Entwickler finden Sie in den Informationen zu COM+ (Component Services) unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=66575 (möglicherweise in englischer Sprache).

Dieses Thema bietet eine Übersicht über die gängigsten Aufgaben in den Komponentendiensten und über verwandte Konzepte.

Anwendungstypen in den Komponentendiensten

Zu den gängigsten Verwaltungsaufgaben in den Komponentendiensten gehören das Bereitstellen von Anwendungen und Komponenten im Netzwerk und das Sicherstellen hoher Leistung und Sicherheit für die bereitgestellten Anwendungen und Komponenten. Welche Aufgaben Sie ausführen, hängt vom Typ der Anwendung, mit der Sie arbeiten, und von den Diensten ab, die von dieser Anwendung verwendet werden.

noteHinweis
Die hier enthaltenen Themen behandeln lediglich einen Teil der Einstellungen, die Sie mit dem Snap-In Komponentendienste konfigurieren können. Einstellungen, die in keinem der Themen behandelt werden, sollten nur von Benutzern konfiguriert werden, die sich mit der Implementierung der Komponente oder Anwendung sehr gut auskennen. Diese Einstellungen, die in den Informationen zu COM+ (Component Services) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=66575) (möglicherweise in englischer Sprache) erläutert werden, werden üblicherweise vom Entwickler festgelegt, bevor die Anwendung zur Installation oder Bereitstellung ausgeliefert wird.

Anwendungen, die Sie mit dem Snap-In Komponentendienste verwalten, gehören einer von zwei Kategorien an: COM-Anwendungen und COM+-Anwendungen. Diese Begriffe werden in Themen verwendet, in denen Einstellungen behandelt werden, die in Abhängigkeit vom Anwendungstyp variieren können.

COM-Anwendungen

Das Konzept der COM-Anwendungen (Component Object Model) ist nicht neu. "COM-Anwendung" ist nichts anderes als der Begriff, mit dem Gruppen von COM-Komponenten bezeichnet werden, die so konzipiert sind, dass sie zusammenarbeiten. Ein Beispiel für eine COM-Anwendung ist Microsoft® Office Excel®, das aus einer primären ausführbaren Datei und begleitenden Anwendungserweiterungs-DLLs für die Rechtschreibprüfung, Microsoft Visual Basic®-Funktionalität usw. besteht.

COM+-Anwendungen

COM+-Anwendungen sind Gruppen aus COM-Komponenten, die gemeinsam entwickelt und konfiguriert wurden, um COM+-Dienste, wie Transaktionen, Queuing, rollenbasierte Sicherheit usw., zu nutzen. Ein Teil dessen, was den Unterschied einer COM+-Anwendung ausmacht, findet sich im Komponentencode; weitere Besonderheiten werden durch das Snap-In Komponentendienste definiert.

COM+-Anwendungen lassen sich einem von zwei Typen zuordnen, für die jeweils eigene Verwaltungsanforderungen gelten. Diese beiden Anwendungstypen sind COM+-Serveranwendungenund COM+-Bibliotheksanwendungen. COM+-Serveranwendungen werden in ihrem eigenen Prozessbereich ausgeführt. Eine Serveranwendung kann beispielsweise aus einer Gruppe von DLLs bestehen, die Funktionalität für Gehaltsabrechnungen kapseln. COM+-Bibliotheksanwendungen bestehen aus Komponenten, die für die Ausführung im Prozess einer Hostanwendung konzipiert sind. In einer Bibliotheksanwendung können Sie beispielsweise DLLs, die Dienste für andere Anwendungskomponenten bereitstellen, und DLLs, die Sicherheitsmerkmale dieser Komponenten gemeinsam nutzen können, zu einer Gruppe zusammenfassen.

Verwaltungsaufgaben (Übersicht)

Die Verwaltungsaufgaben, die Sie mit den Komponentendiensten ausführen, lassen sich grob in vier Kategorien unterteilen:

  • Konfigurieren des Systems für die Komponentendienste

  • Festlegen der Anfangseinstellungen für Dienste

  • Installieren und Konfigurieren von COM+-Anwendungen

  • Überwachen und Optimieren der Komponentendienste

noteHinweis
Dieses Thema beschäftigt sich mit notwendigen oder häufig anfallenden Aufgaben. Es gibt jedoch auch andere Aufgaben, deren Ausführung sich situationsbedingt empfehlen kann. Eine vollständige Darstellung aller Aufgaben finden Sie in der Dokumentation für den Aufgabenbereich, den Sie verwalten.

Konfigurieren des Systems für die Komponentendienste

Wenn Sie mit der Arbeit mit COM+ beginnen, sind einige Anpassungen erforderlich, bevor Sie die Dienste im Netzwerk verwenden können. Zuerst müssen Sie beispielsweise Sicherheitseinstellungen für Verwaltungsaufgaben festlegen, indem Sie einen Benutzer oder eine Gruppe mithilfe der Komponentendienste der Rolle Administrator der Systemanwendung (System Application) zuweisen. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren des Systems für die Komponentendienste.

Festlegen anfänglicher Diensteinstellungen

Wenn Sie mithilfe der Komponentendienste grundlegende, auf die Merkmale des Netzwerks abgestimmte Konfigurationsschritte abgeschlossen haben, kann die nächste Aufgabe darin bestehen, Einstellungen anzupassen, die sich speziell auf die Anwendungs- und Dienstarten beziehen, die Sie im Netzwerk verwenden möchten.

Im Folgenden sind Beispiele für Arten von Einstellungen aufgeführt, deren Konfiguration notwendig sein kann.

  • Damit die Sicherheit für Komponenten sichergestellt ist, die nicht in COM+-Anwendungen eingebunden sind, also COM-Anwendungen oder COM-Komponenten, die unabhängig bereitgestellt werden, kann es notwendig sein, bestimmte COM-Sicherheitseinstellungen für diese Computer festzulegen. (COM+-Anwendungen können hingegen so entwickelt werden, dass sie die rollenbasierte Sicherheit nutzen.) Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von DCOM-Anwendungen.

  • Wenn Ihre Anwendungen verteilte Transaktionen verwenden, geben Sie an, ob Microsoft Distributed Transaction Coordinator (DTC) manuell oder automatisch auf jedem Computer gestartet wird, auf dem der Dienst ausgeführt wird. Wenn Transaktionen mit dem Windows-Clusterdienst verwendet werden, müssen Sie das Netzwerk ebenfalls entsprechend konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten verteilter Transaktionen.

Installieren und Konfigurieren von COM+-Anwendungen

Eine COM+-Anwendung muss mit Einstellungen konfiguriert werden, die auf die Dienste abgestimmt sind, die sie verwenden muss. Nachdem Sie die Einstellungen für die Anwendung konfiguriert haben, können Sie die clientseitigen und serverseitigen Anwendungsteile auf Computern im Netzwerk installieren. Im Folgenden sind Beispiele für die Arten von Aufgaben aufgeführt, die im Rahmen der Installation und Konfiguration von COM+-Anwendungen anfallen können:

  • Bevor Sie Einstellungen konfigurieren können, die das Verhalten der COM+-Anwendung im Netzwerk steuern, installieren Sie die Anwendung auf einem Stagingcomputer, auf dem Sie die Anwendung konfigurieren können. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zur Installation von COM+-Anwendungen.

  • Damit sichergestellt ist, dass sich die COM+-Anwendung wie gewünscht in das Sicherheitsschema des Netzwerks einfügt (d. h., dass der Zugriff auf die Anwendung und auf andere Ressourcen an die Anforderungen im Netzwerk angepasst ist), kann es notwendig sein, Benutzer zu den Rollen der Anwendung hinzuzufügen und die Sicherheitsidentität der Anwendung festzulegen. Weitere Informationen finden Sie unter Festlegen einer anwendungsspezifischen COM-Sicherheitskonfiguration.

  • Wenn Sie die COM+-Anwendungen im Hinblick auf die Sicherheit und die Dienste, die die Anwendung verwenden muss, konfiguriert haben, müssen Sie die clientseitigen und serverseitigen Anwendungsteile auf den Produktionscomputern im Netzwerk bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von COM+-Anwendungen.

Überwachen und Optimieren der Komponentendienste

Wenn Sie Komponenten bereitgestellt haben, die die Komponentendienste verwenden, können Sie die Dienste überwachen, um Möglichkeiten für Leistungsverbesserungen zu erkennen und Fehler zu behandeln. In einigen Fällen können Änderungen, die Sie an diesen Einstellungen vornehmen – insbesondere zur Erreichung einer umfassenderen Überwachung – tatsächlich zu Leistungseinbußen führen.

Im Folgenden sind Beispiele für die Arten von Aufgaben aufgeführt, die im Rahmen der Überwachung und Optimierung der Komponenten und Anwendungen ausgeführt werden können:

  • Installieren von Updates, wenn sie verfügbar sind.

  • Um ein höheres Maß an Sicherheit zu erlangen, z. B. um die versehentliche oder böswillige Freigabe von Objekten zu vermeiden, können Sie die Verweisprotokollierung verwenden, die es Ihnen ermöglicht, Sicherheitsüberprüfungen durchzuführen und weitere Informationen nachzuverfolgen.

  • Wenn Anwendungen an verteilten Transaktionen teilnehmen, können Sie die Leistung anhand von Informationen zum Transaktionsstatus, Nachrichten und Statistiken überwachen. Weiterhin kann es möglich sein, die Systemleistung zu steigern, indem Sie die Größe oder den Speicherort der Protokolldatei zum Speichern der Transaktionsstatistik ändern.

Informationen zu hier nicht beschriebenen Aufgaben im Rahmen der Überwachung und Optimierung finden Sie im Abschnitt zu allgemeinen Aufgaben für COM+ unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=66607 (möglicherweise in englischer Sprache).

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