(0) exportieren Drucken
Alle erweitern
4 von 7 fanden dies hilfreich - Dieses Thema bewerten.

DFS-Replikation: Häufig gestellte Fragen (Frequently Asked Questions, FAQ)

Veröffentlicht: Oktober 2006

Letzte Aktualisierung: Oktober 2012

Betrifft: Windows Server 2003 R2, Windows Server 2008, Windows Server 2008 R2, Windows Server 2012

Hier finden Sie Antworten auf Fragen zur DFS-Replikation (auch als DFS-R oder DFSR bezeichnet, DFS = Distributed File System, verteiltes Dateisystem) für die Betriebssysteme Windows Server® 2008 R2, Windows Server 2008 und Windows Server 2003 R2.

Informationen zu DFS-Namespaces finden Sie unter DFS-Namespaces: Häufig gestellte Fragen.

Informationen zu Neuerungen bei der DFS-Replikation finden Sie in den folgenden Themen:

Eine Liste der kürzlichen Änderungen an diesem Thema finden Sie im Abschnitt Änderungsverlauf.

Interoperabilität

Einschränkungen und Anforderungen

Überwachungs- und Verwaltungstools

Leistung

Details zur Remotedifferenzialkomprimierung

Details zur Replikation

Staging

Interoperabilität

Kann die DFS-Replikation mit FRS kommunizieren?

Nein. Die DFS-Replikation kommuniziert nicht mit dem Dateireplikationsdienst (File Replication Service, FRS). Die DFS-Replikation und der Dateireplikationsdienst können gleichzeitig auf demselben Server ausgeführt werden, dürfen aber nie zur Replikation derselben Ordner oder Unterordner konfiguriert werden, da dies zu Datenverlusten führen kann.

Kann die DFS-Replikation FRS für die SYSVOL-Replikation ersetzen

Ja, die DFS-Replikation kann FRS für die SYSVOL-Replikation auf Servern ersetzen, auf denen Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2008 ausgeführt wird. Server mit Windows Server 2003 R2 unterstützen die Replikation des Ordners "SYSVOL" mit der DFS-Replikation nicht.

Weitere Informationen zum Replizieren von SYSVOL mit der DFS-Replikation finden Sie in der Anleitung zur SYSVOL-Replikationsmigration: FRS- zu DFS-Replikation.

Kann ich von FRS auf die DFS-Replikation aktualisieren, ohne Konfigurationseinstellungen zu verlieren?

Ja. Informationen zum Umstellen der Replikation vom Dateireplikationsdienst auf die DFS-Replikation enthalten die folgenden Dokumente:

Kann ich die DFS-Replikation in einer gemischten Windows-/UNIX-Umgebung verwenden?

Ja. Die DFS-Replikation unterstützt das Replizieren von Inhalt nur zwischen Servern, auf denen Windows Server ausgeführt wird. Trotzdem können Unix-Clients auf Dateifreigaben auf den Windows-Servern zugreifen. Installieren Sie zu diesem Zweck die Dienste für NFS (Network File Systems) auf dem DFS-Replikationsserver.

Sie können auch die in vielen UNIX-Clients verfügbaren SMB/CIFS-Clientfunktionen verwenden, um direkt auf die Windows-Dateifreigaben zuzugreifen, auch wenn diese Funktionen häufig eingeschränkt sind oder Modifikationen an der Windows-Umgebung (beispielsweise die Deaktivierung der SMB-Signatur mit einer Gruppenrichtlinie) erforderlich machen.

Die DFS-Replikation arbeitet auf einem Server mit Windows Server-Betriebssystem mit NFS zusammen, kann einen NFS-Bereitstellungspunkt jedoch nicht replizieren.

Kann ich den Volumeschattenkopie-Dienst mit der DFS-Replikation verwenden?

Ja. Die DFS-Replikation wird auf Volumes mit Volumeschattenkopie-Dienst (Volume Shadow Copy Service, VSS) unterstützt und Volumemomentaufnahme können mit dem Client für vorherige Versionen wiederhergestellt werden.

Kann ich Windows-Sicherung (Ntbackup.exe) verwenden, um einen replizierten Ordner remote zu sichern?

Nein. Das Sichern des Inhalts eines replizierten Ordners auf einem Computer mit Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2008 mit Windows-Sicherung (Ntbackup.exe) auf einem Computer, auf dem Windows Server 2003 oder eine ältere Version ausgeführt wird, wird nicht unterstützt.

Verwenden Sie zum Sichern von Dateien in einem replizierten Ordner Windows Server Backup oder Microsoft® System Center Data Protection Manager. Informationen zu den Sicherungs- und Wiederherstellungsfunktionen von Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2008 finden Sie unter Sicherung und Wiederherstellung. Weitere Informationen finden Sie im Dokument zum System Center Data Protection Manager (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=182261, möglicherweise in englischer Sprache).

Wirken sich Dateisystemrichtlinien auf die DFS-Replikation aus?

Ja. Konfigurieren Sie keine Dateisystemrichtlinien für replizierte Ordner. Die Dateisystemrichtlinie weist die NTFS-Berechtigungen bei jedem Gruppenrichtlinien-Aktualisierungsintervall erneut zu. Dies kann zu Freigabeverletzungen führen, weil eine offene Datei erst repliziert wird, nachdem sie geschlossen wurde.

Repliziert die DFS-Replikation Microsoft Exchange Server-Postfächer?

Nein. Die DFS-Replikation kann nicht zum Replizieren von Microsoft Exchange Server-Postfächern verwendet werden.

Unterstützt die DFS-Replikation Dateiprüfungen, die mit dem Ressourcen-Manager für Dateiserver erstellt wurden?

Ja. Die Dateiprüfungseinstellungen des Ressourcenmanagers für Dateiserver (File Server Resource Manager, FSRM) müssen aber auf beiden Seiten der Replikation identisch sein. Zudem besitzt die DFS-Replikation eigene Filtermechanismen für Dateien und Ordner, die Sie verwenden können, um bestimmte Dateien und Dateitypen von der Replikation auszunehmen.

Nachstehend werden bewährte Methoden für die Implementierung von Dateiprüfungen und Kontingenten beschrieben:

  • Für den verborgenen Ordner "DfsrPrivate" dürfen keine Kontingente oder Dateiprüfungen definiert werden.

  • Bevor die Dateiprüfung aktiviert wird, darf keiner der replizierten Ordner geprüfte Dateien enthalten.

  • Bevor ein Kontingent aktiviert wird, darf kein Ordner dieses Kontingent überschreiten.

  • Feste Kontingente müssen vorsichtig eingesetzt werden. Es ist möglich, dass einzelne Mitglieder einer Replikationsgruppe ein Kontingent vor der Replikation einhalten, es aber überschreiten, wenn Dateien repliziert werden. Kopiert ein Benutzer beispielsweise eine 10 MB große Datei auf Server A (wodurch 10 MB zur festen Kontingentgrenze wird) und ein anderer Benutzer eine Datei mit 5 MB auf Server B, überschreiten bei der nächsten Replikation beide Server die dann gültige Kontingentgröße von 5 MB. Dies kann dazu führen, dass die DFS-Replikation kontinuierlich versucht, die betreffenden Dateien zu replizieren. Dadurch entstehen Unterbrechungen im Versionsvektor und möglicherweise Probleme mit der Ausführungsgeschwindigkeit.

Erkennt die DFS-Replikation vorhandene Cluster?

Ja, die DFS-Replikation in Windows Server 2008 R2 bietet die Möglichkeit, einen Failovercluster als Mitglied einer Replikationsgruppe hinzuzufügen. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen eines Failoverclusters zu einer Replikationsgruppe (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=155085). Der DFS-Replikationsdienst von Windows-Versionen vor Windows Server 2008 R2 war nicht für die Koordination mit einem Failovercluster geeignet und führt kein Failover auf einen anderen Knoten durch.

Ist die DFS-Replikation mit RIS und WDS kompatibel?

Ja. Die DFS-Replikation repliziert Volumes, auf denen SIS (Single Instance Storage) aktiviert wurde. SIS wird von Remoteinstallationsdiensten (RIS), Windows-Bereitstellungsdiensten (Windows Deployment Services, WDS) und Windows Storage Server verwendet.

Kann die DFS-Replikation mit Offlinedateien verwendet werden?

Sie können die DFS-Replikation und Offlinedateien gemeinsam einsetzen, wenn im betreffenden Szenario jeweils nur ein Benutzer in die Dateien schreibt. Das ist für Benutzer hilfreich, die zwischen zwei Filialen reisen und in beiden Filialen bzw. offline Zugriff auf ihre Dateien benötigen. "Offlinedateien" bedeutet, dass die Dateien lokal für den Offlinegebrauch zwischengespeichert werden und die DFS-Replikation die Daten zwischen den Filialen repliziert.

Die DFS-Replikation darf nicht mit "Offlinedateien" in einer Mehrbenutzerumgebung eingesetzt werden, weil die DFS-Replikation weder einen verteilten Sperrmechanismus noch eine Checkoutfunktion für Dateien bereitstellt. Wenn zwei Benutzer die gleiche Datei gleichzeitig auf verschiedenen Servern ändern, verschiebt die DFS-Replikation die ältere Datei im Rahmen der nächsten Replikation in den Ordner "DfsrPrivate\ConflictandDeleted" (im lokalen Pfad des replizierten Ordners).

Welche Antivirenanwendungen sind mit der DFS-Replikation kompatibel?

Antivirenanwendungen können zu übermäßiger Replikation führen, wenn sie beim Scannen die Dateien in einem replizierten Ordner ändern. Weitere Informationen finden Sie im Blog zum Testen der Interoperabilität von Antivirenanwendungen mit der DFS-Replikation (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=73990, möglicherweise in englischer Sprache).

Was sind die Vorteile bei der Verwendung der DFS-Replikation anstelle von Windows SharePoint Services?

Windows® SharePoint® Services sorgen mit der Checkoutfunktion für Dateien für eine enge Kohärenz, die die DFS-Replikation nicht bereitstellt. Wenn Sie berücksichtigen müssen, dass eine Datei von mehreren Personen bearbeitet wird, empfehlen wir die Verwendung von Windows SharePoint Services. Windows SharePoint Services 2.0 mit Service Pack 2 ist als Teil von Windows Server 2003 R2 verfügbar. Windows SharePoint Services kann aus der Microsoft-Website heruntergeladen werden. Das Produkt ist nicht in Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2008 enthalten. Wenn Sie aber Daten über mehrere Standorte replizieren und die Benutzer nicht gleichzeitig eine bestimmte Datei bearbeiten, bietet die DFS-Replikation mehr Bandbreite und einfachere Verwaltung.

Einschränkungen und Anforderungen

Kann die DFS-Replikation ohne VPN-Verbindung zwischen Filialen replizieren?

Ja, sofern es eine private WAN-Verbindung (Wide Area Network, nicht Internet) zwischen den Filialen gibt. Sie müssen aber die richtigen Ports in den externen Firewalls öffnen. Die DFS-Replikation verwendet die RPC-Endpunktzuordnung (Port 135) sowie einen zufällig zugewiesenen kurzlebigen Port oberhalb von 1024. Mit dem Befehlszeilentool Dfsrdiag können Sie anstelle des kurzlebigen einen statischen Port zuweisen. Weitere Informationen zum Festlegen der RPC-Endpunktzuordnung enthält Artikel 154596 in der Microsoft Knowledge Base (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=73991).

Kann die DFS-Replikation Dateien replizieren, die mit dem verschlüsselnden Dateisystem verschlüsselt wurden?

Nein, die DFS-Replikation repliziert keine Dateien oder Ordner, die mit dem verschlüsselnden Dateisystem verschlüsselt wurden. Wenn ein Benutzer eine Datei verschlüsselt, die zuvor repliziert wurde, löscht die DFS-Replikation die Datei von allen anderen Mitgliedern der Replikationsgruppe. So wird sichergestellt, dass die einzige verfügbare Version dieser Datei die verschlüsselte Version auf dem Server ist.

Kann die DFS-Replikation Outlook-PST-Dateien oder Microsoft Office Access-Datenbankdateien replizieren?

Die DFS-Replikation kann Dateien mit persönlichen Ordnern (PST-Dateien) von Microsoft Outlook sowie Microsoft Access-Dateien nur sicher replizieren, wenn sie zu Archivierungszwecken gespeichert wurden und kein Client wie Outlook oder Access über das Netzwerk auf die Dateien zugreift (kopieren Sie die PST- oder Access-Dateien auf ein lokales Speichergerät, bevor Sie sie öffnen). Dies hat folgende Gründe:

  • Das Öffnen von PST-Dateien über Netzwerkverbindungen kann zur Beschädigung der Daten in den PST-Dateien führen. Weitere Informationen zu den Gründen, die einen sicheren Zugriff auf PST-Dateien über ein Netzwerk unmöglich machen, finden Sie im Artikel 297019 in der Microsoft Knowledge Base (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=125363).

  • PST- und Access-Dateien bleiben normalerweise für lange Zeit geöffnet, wenn ein Client wie Outlook oder Office Access darauf zugreift. Die DFS-Replikation kann diese Dateien deshalb erst replizieren, nachdem sie geschlossen wurden.

Kann ich die DFS-Replikation in einer Arbeitsgruppe verwenden?

Nein. Die DFS-Replikation benötigt für die Konfiguration die Active Directory®-Domänendienste. Sie funktioniert nur in einer Domäne.

Kann mehr als ein Ordner auf einem einzelnen Server repliziert werden?

Ja. Die DFS-Replikation kann zahlreiche Ordner zwischen Servern replizieren. Stellen Sie sicher, dass jeder der replizierten Ordner ein eindeutiges Stammverzeichnis besitzt und die Ordner sich nicht überlappen. So können beispielsweise "D:\Vertrieb" und "D:\Buchhaltung" als Stammverzeichnisse für zwei replizierte Ordner verwendet werden, die beiden Pfade "D:\Vertrieb" und "D:\Vertrieb\Berichte" dagegen nicht.

Benötigt die DFS-Replikation DFS-Namespaces?

Nein. DFS-Replication und DFS-Namespaces können separat oder gemeinsam eingesetzt werden. Außerdem kann die DFS-Replikation verwendet werden, um eigenständige DFS-Namespaces zu replizieren. Das war mit FRS nicht möglich.

Ist für die DFS-Replikation eine Zeitsynchronisierung zwischen den Servern erforderlich?

Nein, für die DFS-Replikation ist eine Zeitsynchronisierung zwischen den Servern nicht unbedingt erforderlich. Jedoch müssen sich die Uhrzeiten der Server weitgehend entsprechen, damit die DFS-Replikation funktioniert. Die Serveruhren müssen standardmäßig eine Abweichung von maximal 5 Minuten aufweisen, damit die Kerberos-Authentifizierung ordnungsgemäß arbeitet. Die DFS-Replikation verwendet beispielsweise Zeitstempel, um im Fall eines Konflikts zu bestimmen, welche Datei Vorrang erhält. Präzise Zeiten sind außerdem für Garbage Collection, Zeitpläne und andere Funktionen wichtig.

Unterstützt die DFS-Replikation das Replizieren eines ganzen Volumes?

Ja. Sie müssen aber zunächst Windows Server 2003 Service Pack 2 oder den Hotfix installieren. Weitere Informationen finden Sie in der Microsoft Knowledge Base im Artikel 920335 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=76776 – möglicherweise in englischer Sprache). Zusätzlich kann das Replizieren eines ganzen Volumes zu folgenden Problemen führen:

  • Wenn sich eine Windows-Auslagerungsdatei auf dem Volume befindet, schlägt die Replikation fehl, und im Systemereignisprotokoll wird das DFSR-Ereignis 4312 protokolliert.

  • Die DFS-Replikation setzt auf den Zielservern die Attribute "System" und "Hidden" der replizierten Ordner. Dies geschieht, weil Windows dem Volumestammordner die Attribute "System" und "Hidden" standardmäßig zuweist. Wenn der lokale Pfad des replizierten Ordners auf den Zielservern ebenfalls ein Volumestammordner ist, werden keine weiteren Änderungen an den Ordnerattributen vorgenommen.

  • Wenn ein Volume repliziert wird, das den Windows-Systemordner enthält, erkennt die DFS-Replikation den Ordner "%WINDIR%" und repliziert ihn nicht. Die DFS-Replikation repliziert aber Ordner, die von nicht von Microsoft stammenden Anwendungen verwendet werden. Dies kann zum Fehlschlagen der Anwendungen auf den Zielservern führen, wenn zwischen den Anwendungen und der DFS-Replikation Interoperabilitätsprobleme auftreten.

Unterstützt die DFS-Replikation RPC über HTTP?

Nein.

Funktioniert die DFS-Replikation über Drahtlosnetzwerke?

Ja. Die DFS-Replikation ist vom Verbindungstyp unabhängig.

Funktioniert die DFS-Replikation auf FAT-Volumes?

Nein. Die DFS-Replikation benötigt NTFS, weil sie das NTFS-Änderungsjournal und andere Funktionen des NTFS-Dateisystems verwendet.

Funktioniert die DFS-Replikation bei Sparse-Dateien?

Ja. Sie können Sparse-Dateien replizieren. Das Attribut Sparse bleibt auf dem empfangenden Mitglied erhalten.

Muss ich als Administrator angemeldet sein, um Dateien zu replizieren?

Nein. Die DFS-Replikation ist ein Dienst, der unter dem lokalen Systemkonto ausgeführt wird, Sie müssen sich zum Replizieren also nicht als Administrator anmelden. Sie müssen jedoch ein Domänenadministrator oder lokaler Administrator der betroffenen Dateiserver sein, um die Änderungen an der Konfiguration der DFS-Replikation vornehmen zu können.

Weitere Informationen finden Sie unter Delegieren der Fähigkeit zum Verwalten der DFS-Replikation (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId= 182294) im Abschnitt zu den Sicherheitsanforderungen und zum Delegieren der DFS-Replikation (möglicherweise in englischer Sprache).

Wie kann ich ein DFS-Replikationsmitglied aktualisieren oder ersetzen?

Beachten Sie zum Aktualisieren oder Ersetzen eines DFS-Replikationsmitglieds im Blog "Ask the Directory Services Team" den Blogbeitrag zum Ersetzen der Hardware oder des Betriebssystems eines DFSR-Mitglieds (möglicherweise in englischer Sprache).

Ist die DFS-Replikation für das Replizieren von Roamingprofilen geeignet?

Ja. Beim Replizieren von Roamingbenutzerprofilen werden verschiedene Szenarien unterstützt. Informationen zu den unterstützten Szenarien enthält die Erklärung des Microsoft-Supports zu replizierten Benutzerprofildaten (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=201282, möglicherweise in englischer Sprache).

Gibt es eine Beschränkung der Zeichenzahl im Dateinamen oder der Tiefe der Ordnerverschachtelung?

Windows und die DFS-Replikation unterstützen Ordnerpfade mit bis zu 32.000 Zeichen. Die DFS-Replikation ist nicht auf Ordnerpfade mit 260 Zeichen beschränkt.

Müssen sich die Mitglieder einer Replikationsgruppe in derselben Domäne befinden?

Nein. Die Replikationsgruppen können sich über Domänen in einer Gesamtstruktur, aber nicht über mehrere Gesamtstrukturen erstrecken.

Welche Einschränkungen gelten für die DFS-Replikation?

Die folgende Liste enthält einige Skalierbarkeitswerte, die von Microsoft für Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2008 getestet wurden:

  • Größe aller replizierten Dateien auf einem Server: 10 Terabyte.

  • Anzahl der replizierten Dateien auf einem Volume: 8 Millionen.

  • Maximale Dateigröße: 64 Gigabyte.

noteHinweis
Die Anzahl der Replikationsgruppen, replizierten Ordner, Verbindungen und Replikationsgruppenmitglieder ist nicht mehr beschränkt:

Eine Liste der Skalierbarkeitswerte, die von Microsoft für Windows Server 2003 R2 getestet wurden, finden Sie auf der Seite mit den Skalierbarkeitswerten für die DFS-Replikation (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=75043, möglicherweise in englischer Sprache).

In welchen Fällen darf die DFS-Replikation nicht eingesetzt werden?

Verwenden Sie die DFS-Replikation nicht in einer Umgebung, in der mehrere Benutzer bestimmte Dateien auf unterschiedlichen Servern gleichzeitig aktualisieren oder ändern. Wenn dies geschieht, wird die DFS-Replikation die konfligierenden Kopien der Dateien gegebenenfalls in den versteckten Ordner "DfsrPrivate\ConflictandDeleted" verschieben.

Müssen mehrere Benutzer eine Datei gleichzeitig auf verschiedenen Servern ändern, verwenden Sie die Windows SharePoint Services-Checkoutfunktion für Dateien, um sicherzustellen, dass eine Datei zu einem gegebenen Zeitpunkt nur von einem Benutzer bearbeitet wird. Windows SharePoint Services 2.0 mit Service Pack 2 ist als Teil von Windows Server 2003 R2 verfügbar. Windows SharePoint Services kann aus der Microsoft-Website heruntergeladen werden. Die Dienste sind nicht in Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2008 enthalten.

Warum ist für die DFS-Replikation eine Schemaaktualisierung erforderlich?

Die DFS-Replikation verwendet neue Objekte im Domänenbenennungskontext der Active Directory-Domänendienste, um die Konfigurationsinformationen zu speichern. Diese Objekte werden erstellt, wenn Sie das Schema der Active Directory-Domänendienste aktualisieren. Weitere Informationen finden Sie unter Überprüfen der Anforderungen für die DFS-Replikation (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=182264).

Überwachungs- und Verwaltungstools

Kann ich den Integritätsbericht automatisieren, damit ich Warnungen erhalte?

Ja. Es gibt drei Methoden zum Automatisieren der Integritätsberichte:

  • Verwenden Sie "DfsrAdmin.exe" in Verbindung mit "Geplante Aufgaben", um regelmäßig Integritätsberichte zu generieren. Weitere Informationen finden Sie im Dokument zum Automatisieren von Integritätsberichten der DFS-Replikation (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=74010, möglicherweise in englischer Sprache).

  • Verwenden Sie das Verwaltungspaket für die DFS-Replikation für System Center Operations Manager 2007, um Warnungen zu erstellen, die auf den angegebenen Bedingungen basieren.

  • Verwenden Sie den WMI-Anbieter der DFS-Replikation, um mittels Skripts zur Ausgabe von Warnungen zu erstellen.

Kann ich Microsoft System Center Operations Manager zur Überwachung der DFS-Replikation verwenden?

Ja. Weitere Informationen finden Sie im Dokument zum DFS Replication Management Pack für System Center Operations Manager 2007 im Microsoft Download Center (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=182265, möglicherweise in englischer Sprache).

Unterstützt die DFS-Replikation die Remoteverwaltung?

Ja. Die DFS-Replikation unterstützt die Remoteverwaltung mit der DFS-Verwaltungskonsole und dem Befehl Replikationsgruppe hinzufügen. Sie können beispielsweise auf Server A die Verbindung zu einer Replikationsgruppe herstellen, die in der Gesamtstruktur – mit den Mitgliedern Server A und B – definiert ist.

Die DFS-Verwaltung ist in Windows Server 2008 R2, Windows Server 2008 und Windows Server 2003 R2 enthalten. Wenn Sie die DFS-Replikation mit anderen Windows-Versionen verwalten möchten, verwenden Sie den Remotedesktop oder die Remoteserver-Verwaltungstools für Windows 7.

ImportantWichtig
Um Replikationsgruppen anzuzeigen oder zu verwalten, die schreibgeschützte replizierte Ordner oder Mitglieder enthalten, die Failovercluster sind, müssen Sie die mit Windows Server 2008 R2 oder Remoteserver-Verwaltungstools für Windows 7 gelieferte Version der DFS-Verwaltung verwenden.

Funktionieren Ultrasound und Sonar mit der DFS-Replikation?

Nein. Die DFS-Replikation verfügt über eigene Überwachungs- und Diagnosetools. Ultrasound und Sonar können nur FRS überwachen.

Wie können Dateien aus den Ordnern "ConflictAndDeleted" und "PreExisting" wiederhergestellt werden?

Sie können verlorene Dateien mit dem Windows-Explorer-Befehl Vorgängerversionen wiederherstellen aus dem Dateisystemordner oder dem freigegebenen Ordner oder alternativ aus einer Sicherung wiederherstellen. Um Dateien direkt aus dem Ordner "ConflictAndDeleted" oder "PreExisting" wiederherzustellen, verwenden Sie das Beispielskript RestoreDFSR (Beschreibung möglicherweise in englischer Sprache) aus der MSDN Code Gallery. Dieses Skript dient ausschließlich der Notfallwiederherstellung und wird ohne jegliche Garantie im gegebenen Zustand bereitgestellt.

Gibt es eine Möglichkeit, den Status der Replikation zu ermitteln?

Ja. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die Replikation zu überwachen:

  • Die DFS-Replikation besitzt ein Verwaltungspaket für System Center Operations Manager 2007, mit dem eine proaktive Überwachung möglich ist.

  • Die DFS-Replikation besitzt einen integrierten Diagnosebericht mit dem Replikationsrückstand, der Replikationseffizienz sowie der Anzahl der Dateien und Ordner in einer gegebenen Replikationsgruppe.

  • "Dfsrdiag.exe" ist ein Befehlszeilentool, mit dem ein Rückstandszähler generiert oder ein Weitergabetest ausgelöst werden kann. Beide melden den Status der Replikation. Der Weitergabetest zeigt, ob Dateien zu allen Knoten repliziert werden. Der Rückstandszähler gibt an, wie viele Dateien noch repliziert werden müssen, bevor die beiden Computer synchronisiert sind. Der Rückstandszähler ist die Anzahl an Aktualisierungen, die ein Replikationsgruppenmitglied noch nicht verarbeitet hat. Auf Computern mit Windows Server 2008 R2 können die aktuell mit der DFS-Replikation replizierten Aktualisierungen auch mit "Dfsrdiag.exe" angezeigt werden.

  • Skripts können Rückstandsinformationen über WMI zusammenstellen – manuell oder über MOM.

Leistung

Unterstützt die DFS-Replikation DFÜ-Verbindungen?

Die DFS-Replikation kann mit DFÜ-Verbindungen arbeiten, aufgrund der geringen Geschwindigkeit kann es aber bei einer großen Anzahl von Änderungen, die repliziert werden müssen, zu einem großen Rückstand kommen. Wenn kleine Änderungen an vorhandenen Dateien vorgenommen werden, bietet die DFS-Replikation mit Remotedifferenzialkomprimierung (Remote Differential Compression, RDC) weitaus höhere Leistung als ein direktes Kopieren der Dateien.

Ermittelt die DFS-Replikation die verfügbare Bandbreite?

Nein. Die DFS-Replikation ermittelt die verfügbare Bandbreite nicht. Sie können die DFS-Replikation so konfigurieren, dass pro Verbindung nur ein bestimmter Teil der Bandbreite genutzt wird (Bandbreitendrosselung). Die DFS-Replikation senkt die Bandbreitenauslastung aber nicht weiter, wenn das Netzwerk stärker ausgelastet ist. Sie kann außerdem die Verbindung für kurze Zeiträume vollständig auslasten. Die Bandbreitendrosselung mit der DFS-Replikation erfolgt nicht präzise, weil die DFS-Replikation die Bandbreite durch Reduzierung der RPC-Aufrufe drosselt. Aus diesem Grund können sich verschiedene Puffer in unteren Ebenen des Netzwerkstapels (einschließlich RPC) gegenseitig stören und zu Spitzen beim Netzwerkdatenverkehr führen.

Drosselt die DFS-Replikation die genutzte Bandbreite pro Zeitplan, pro Server oder pro Verbindung?

Wenn Sie die Bandbreitendrosselung beim Festlegen des Zeitplans konfigurieren, verwenden alle Verbindungen für die betreffende Replikationsgruppe diese Einstellung für die Bandbreitendrosselung. Die Bandbreitendrosselung kann mit der DFS-Verwaltung auch auf Verbindungsebene eingestellt werden.

Verwendet die DFS-Replikation Active Directory-Domänendienste, um die Kosten für Sitelinks und Verbindungen zu berechnen?

Nein. Die DFS-Replikation verwendet die vom Administrator definierte Topologie, die von den mit Active Directory-Domänendiensten berechneten Sitekosten unabhängig ist.

Wie kann ich die Replikationsleistung steigern?

Informationen zu den verschiedenen Methoden zur Optimierung der Replikationsleistung finden Sie im Dokument zur Optimierung der Replikationsleistung für DFSR (möglicherweise in englischer Sprache) im Blog "Ask the Directory Services Team".

Wie vermeidet die DFS-Replikation die vollständige Auslastung einer Verbindung?

Bei der DFS-Replikation stellen Sie die maximale Bandbreite ein, die in einer Verbindung verwendet werden soll. Der Dienst sorgt dann für die Einhaltung der definierten Netzwerkauslastung. Dies unterscheidet sich vom BITS (Background Intelligent Transfer Service): Die DFS-Replikation wird die Verbindung bei ordnungsgemäßer Konfiguration nicht auslasten.

Trotzdem arbeitet die Bandbreitendrosselung nicht absolut präzise, so dass es für kurze Zeiträume zu einer vollständigen Auslastung der Verbindung durch die DFS-Replikation kommen kann. Der Grund besteht darin, dass die DFS-Replikation die Bandbreite durch Reduzierung der RPC-Aufrufe drosselt. Da dieser Vorgang auf verschiedenen Puffern in unteren Ebenen des Netzwerkstapels basiert (einschließlich RPC), kommt es im Replikationsdatenverkehr gelegentlich zu Spitzenlasten, die die Netzwerkverbindungen vollständig auslasten können.

Die DFS-Replikation in Windows Server 2008 weist verschiedene Leistungsverbesserungen auf, die im Thema zum verteilten Dateisystem in der Beschreibung der Funktionsänderungen zwischen Windows Server 2003 mit SP1 und Windows Server 2008 (möglicherweise in englischer Sprache) erörtert werden.

Wie steigert die DFS-Replikation die Leistung im Vergleich zu FRS?

Die DFS-Replikation ist viel schneller als FRS. Das gilt insbesondere bei kleinen Änderungen an großen Dateien bei aktivierter RDC. Mit RDC kann eine kleine Änderung an einer PowerPoint®-Präsentation mit 2 MB beispielsweise dazu führen, dass nur 60 Kilobyte (KB) über das Netzwerk gesendet werden. Hinsichtlich der übertragenen Bytemenge bedeutet dies eine Ersparnis von 97 %.

Die RDC wird nicht für Dateien mit weniger als 64 KB verwendet und bringt in Hochgeschwindigkeits-LANs, in denen ausreichend Netzwerkbandbreite verfügbar ist, möglicherweise keine Vorteile. RDC kann mit der DFS-Verwaltung auf Verbindungsebene die aktiviert werden.

Wie häufig repliziert die DFS-Replikation Daten?

Daten werden dem von Ihnen definierten Zeitplan entsprechend repliziert. Sie können beispielsweise 15-Minuten-Intervalle an sieben Tagen in der Woche planen. In diesen Intervallen wird für die Replikation aktiviert. Die Replikation beginnt normalerweise schon wenige Sekunden, nachdem eine Dateiänderung erkannt wurde.

Der Replikationsgruppen-Zeitplan kann mit UTC-Werten (Universal Time Coordinate, koordinierten Weltzeit) definiert werden, während der Verbindungszeitplan mit den lokalen Zeitwerten des empfangenden Mitglieds konfiguriert wird. Berücksichtigen Sie dies, wenn sich die Replikationsgruppe über mehrere Zeitzonen erstreckt. Lokale Zeit bezeichnet die Zeit des Mitglieds, bei dem die Verbindung eingeht. Der angezeigte Zeitplan der eingehenden Verbindung und der entsprechenden ausgehenden Verbindung spiegelt die Zeitzonenunterschiede wider, wenn im Zeitplan lokale Zeiten definiert sind.

Wie viel der Systemressourcen meines Servers belegt die DFS-Replikation?

Die von der DFS-Replikation verwendeten Datenträger-, Speicher- und CPU-Ressourcen hängen von einer Reihe von Faktoren ab, darunter die Anzahl und die Größe der Dateien, die Änderungsrate, die Anzahl der Replikationsgruppenmitglieder und die Anzahl der replizierten Ordner. Zudem ist die Nutzung einiger Ressourcen nur schwer einzuschätzen. Die für die Datenbank der DFS-Replikation verwendete ESE-Technologie (Extensible Storage Engine) kann beispielsweise einen großen Prozentsatz des verfügbaren Speichers belegen, gibt diesen aber auf Anforderung frei. In Abhängigkeit von der Serverkonfiguration können sich andere Anwendungen als die DFS-Replikation auf demselben Server befinden. Wenn Sie aber mehrere Anwendungen oder Serverrollen auf einem einzelnen Server implementieren, müssen Sie diese Konfiguration testen, bevor Sie sie in eine Produktionsumgebung übernehmen.

Was geschieht, wenn eine WAN-Verbindung während der Replikation ausfällt?

Wenn die Verbindung ausfällt, versucht die DFS-Replikation, die Replikation fortzusetzen, während der Zeitplan offen ist. Außerdem werden Konnektivitätsfehler im Ereignisprotokoll der DFS-Replikation aufgezeichnet, die mit MOM (proaktiv mit Alarmen) und dem Integritätsbericht der DFS-Replikation (reaktiv, bei Ausführung durch einen Administrator) untersucht und analysiert werden können.

Details zur Remotedifferenzialkomprimierung

Werden Änderungen vor dem Replizieren komprimiert?

Ja. Geänderte Teile der Dateien werden komprimiert, bevor sie gesendet werden. Dies gilt für alle Dateitypen außer den folgenden, bei denen es sich bereits um komprimierte Dateien handelt: WMA, WMV, ZIP, JPG, MPG, MPEG, M1V, MP2, MP3, MPA, CAB, WAV, SND, AU, ASF, WM, AVI, Z, GZ, TGZ und FRX. Die Komprimierungseinstellungen für diese Dateitypen sind unter Windows Server 2003 R2 nicht konfigurierbar.

Kann ein Administrator die RDC ausschalten oder den Schwellenwert ändern?

Ja. Sie können die RDC auf der Eigenschaftenseite einer gegebenen Verbindung ausschalten. Durch das Deaktivieren der RDC kann die CPU-Auslastung und die Replikationswartezeit bei schnellen lokalen Netzwerkverbindungen ohne Bandbreitenbeschränkungen oder für Replikationsgruppen, die im Wesentlichen aus Dateien mit weniger als 64 KB bestehen, reduziert werden. Wenn Sie die RDC für eine Verbindung deaktivieren, testen Sie die Replikationseffizienz vor und nach der Änderung, um zu ermitteln, ob sich die Replikationsleistung tatsächlich verbessert.

Sie können den RDC-Größenschwellenwert mit dem Befehl Dfsradmin Connection Set, dem WMI-Anbieter der DFS-Replikation oder manuell durch Bearbeitung der XML-Konfigurationsdatei ändern.

Funktioniert die RDC bei allen Dateitypen?

Ja. RDC berechnet die Unterschiede unabhängig vom Dateityp auf Blockebene. RDC arbeitet jedoch mit bestimmten Dateitypen – zum Beispiel Word-Dokumenten, PST-Dateien und Abbildern virtueller Festplatten – effizienter.

Wie funktioniert die RDC bei einer komprimierten Datei?

Die DFS-Replikation verwendet RDC, die die geänderten Blöcke in der Datei berechnet und nur diese Blöcke über das Netzwerk sendet. Die DFS-Replikation benötigt keine Informationen über den Inhalt der Datei, sondern nur über die geänderten Blöcke.

Wird die dateiübergreifende RDC aktiviert, wenn auf Windows Server Enterprise Edition oder Datacenter Edition aktualisiert wird?

In der Standard Edition von Windows Server wird die dateiübergreifende RDC nicht unterstützt. Sie wird jedoch automatisch aktiviert, wenn Sie auf eine Edition aktualisieren, die dateiübergreifende RDC unterstützt oder wenn ein Mitglied der Replikationsverbindung eine unterstützende Edition ausführt. Eine Liste der Editionen, die die dateiübergreifende RDC unterstützen, finden Sie unter Welche Editionen des Betriebssystems Windows unterstützen die dateiübergreifende RDC?

Bietet die RDC echte Replikation auf Blockebene?

Nein. RDC ist ein universelles Protokoll zum Komprimieren von Dateiübertragungen. Die DFS-Replikation verwendet RDC auf Dateiblockebene, nicht auf Datenträgerblockebene. RDC teilt eine Datei in Blöcke auf. Für jeden Block in einer Datei wird eine Signatur berechnet. Eine Signatur besteht aus wenigen Bytes, die den größeren Block repräsentieren. Die zusammengehörenden Signaturen werden vom Server zum Client übertragen. Der Client vergleicht die Serversignaturen mit den eigenen. Der Client fordert dann beim Server die Daten nur zu denjenigen Signaturen an, die sich noch nicht auf dem Client befinden.

Was geschieht, wenn ich eine Datei umbenenne?

Die DFS-Replikation benennt die Datei während der nächsten Replikation auf allen anderen Mitgliedern der Replikationsgruppe um. Dateien werden unter Verwendung einer eindeutigen ID überwacht, das Umbenennen und Verschieben der Datei in Replikat beeinträchtigt die Replikation der betreffenden Datei durch die DFS-Replikation also nicht.

Was bedeutet "dateiübergreifende RDC"?

Mit der dateiübergreifenden RPC kann die DFS-Replikation die RDC auch verwenden, wenn keine Datei mit identischem Namen auf dem Client existiert. Bei der dateiübergreifenden RDC werden Dateien, die der zu replizierenden Datei ähneln, heuristisch ermittelt. Außerdem werden Blöcke der ähnlichen Dateien, die mit Blöcken in der zu replizierenden Datei identisch sind, verwendet, um die Menge der über das WAN zu übertragenden Daten zu minimieren. Die dateiübergreifende RDC kann bei diesem Vorgang Blöcke aus bis zu fünf ähnlichen Dateien verwenden.

Damit die dateiübergreifende RDC verwendet werden kann, muss ein Mitglied der Replikationsverbindung eine Windows-Edition ausführen, die die dateiübergreifende RDC unterstützt. Eine Liste der Editionen, die die dateiübergreifende RDC unterstützen, finden Sie unter Welche Editionen des Betriebssystems Windows unterstützen die dateiübergreifende RDC?

Was ist RDC?

Die Remotedifferenzialkomprimierung (Remote Differential Compression, RDC) ist ein Client/Server-Protokoll, mit dem sich die Dateien effizient über ein Netzwerk mit beschränkter Bandbreite aktualisieren lassen. RDC erkennt Einfügungen, Löschungen und Neuanordnungen der Daten in Dateien und sorgt dafür, dass die DFS-Replikation beim Aktualisieren von Dateien nur die Änderungen repliziert. RDC wird standardmäßig nur für Dateien verwendet, die eine Größe von mindestens 64 KB aufweisen. Die RDC kann eine ältere Version einer Datei mit identischem Namen im replizierten Ordner oder im Ordner "DfsrPrivate\ConflictandDeleted" (im lokalen Pfad des replizierten Ordners) verwenden.

In welchen Fällen wird die RDC für die Replikation eingesetzt?

Die RDC wird eingesetzt, wenn die Datei größer als eine Mindestgröße ist. In der Standardeinstellung liegt der Größenschwellenwert bei 64 KB. Nachdem eine Datei, die diesen Schwellenwert überschreitet, repliziert wurde, wird die RDC immer für aktualisierte Versionen der Datei verwendet. Ausgenommen sind nur Fälle, bei denen ein großer Teil der Datei geändert oder nachdem die RDC deaktiviert wurde.

Welche Editionen des Betriebssystems Windows unterstützen die dateiübergreifende RDC?

Damit die dateiübergreifende RDC verwendet werden kann, muss ein Mitglied der Replikationsverbindung eine Edition des Betriebssystems Windows ausführen, die dateiübergreifende RDC unterstützt. Die folgende Tabelle zeigt, welche Editionen des Betriebssystems Windows die dateiübergreifende RDC unterstützen.

Verfügbarkeit der dateiübergreifenden RDC in Editionen des Betriebssystems Windows

Betriebssystemversion Standard Edition Enterprise Edition Datacenter Edition

Windows Server 2008 R2

Nein

Ja

Ja

Windows Server 2008

Nein

Ja

Nein

Windows Server 2003 R2

Nein

Ja

Nein

Details zur Replikation

Kann ich den Pfad eines replizierten Ordners nach seiner Erstellung ändern?

Nein. Wenn Sie den Pfad eines replizierten Ordners ändern möchten, müssen Sie den alten Pfad in der DFS-Verwaltung löschen und anschließend den Ordner mit dem neuen Pfad hinzufügen. Die DFS-Replikation verwendet dann die Remotedifferenzialkomprimierung (Remote Differential Compression, RDC), um eine Synchronisierung durchzuführen, bei der festgestellt wird, ob die Daten auf den sendenden und empfangenden Mitgliedern identisch sind. Es werden aber nicht alle Daten im Ordner erneut repliziert.

Kann ich konfigurieren, welche Dateiattribute repliziert werden sollen?

Nein, Sie können nicht konfigurieren, welche Dateiattribute die DFS-Replikation repliziert.

Eine Liste der Attributwerte und ihrer Beschreibungen finden Sie in der Tabelle der Dateiattribute (möglicherweise in englischer Sprache) auf MSDN (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=182268).

Die folgenden Attributwerte werden mit der Funktion SetFileAttributes dwFileAttributes festgelegt und von der DFS-Replikation repliziert. Änderungen dieser Attributwerte lösen eine Replikation der Attribute aus. Der Inhalt der Datei wird nicht repliziert, sofern sich nicht auch der Inhalt geändert hat. Weitere Informationen finden Sie in der Beschreibung der Funktion "SetFileAttributes" (möglicherweise in englischer Sprache) in der MSDN Library (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=182269).

  • FILE_ATTRIBUTE_HIDDEN

  • FILE_ATTRIBUTE_READONLY

  • FILE_ATTRIBUTE_SYSTEM

  • FILE_ATTRIBUTE_NOT_CONTENT_INDEXED

  • FILE_ATTRIBUTE_OFFLINE

Die folgenden Attributwerte werden von der DFS-Replikation repliziert, lösen aber keine Replikation aus.

  • FILE_ATTRIBUTE_ARCHIVE

  • FILE_ATTRIBUTE_NORMAL

Die folgenden Dateiattributwerte lösen ebenfalls eine Replikation aus, können aber nicht mit der Funktion SetFileAttributes festgelegt werden (mit der Funktion GetFileAttributes können Sie die Attributwerte anzeigen).

  • FILE_ATTRIBUTE_REPARSE_POINT

    noteHinweis
    Die DFS-Replikation repliziert keine Attributwerte von Analysepunkten, sofern das Analysetag nicht IO_REPARSE_TAG_SYMLINK ist. Dateien mit dem Analysetag IO_REPARSE_TAG_SIS oder IO_REPARSE_TAG_HSM werden wie normale Dateien repliziert. Das Analysetag und die Analysedatenpuffer werden aber nicht auf andere Server repliziert, weil der Analysepunkt nur auf dem lokalen System funktioniert.

  • FILE_ATTRIBUTE_COMPRESSED

  • FILE_ATTRIBUTE_ENCRYPTED

    noteHinweis
    Die DFS-Replikation repliziert keine Dateien, die mit dem verschlüsselnden Dateisystem (Encrypting File System, EFS) verschlüsselt wurden. Die DFS-Replikation repliziert Dateien, die mit nicht von Microsoft stammender Software verschlüsselt wurden, nur, wenn der Attributwert FILE_ATTRIBUTE_ENCRYPTED nicht für die Datei festgelegt wird.

  • FILE_ATTRIBUTE_SPARSE_FILE

  • FILE_ATTRIBUTE_DIRECTORY

Die DFS-Replikation repliziert den Wert FILE_ATTRIBUTE_TEMPORARY nicht.

Kann ich steuern, welches Mitglied repliziert wird?

Ja. Sie können eine Topologie auswählen, wenn Sie eine Replikation erstellen. Alternativ können Sie keine Topologie auswählen und die Verbindungen nach dem Erstellen der Replikation manuell konfigurieren.

Kann ich einem Replikationsgruppenmitglied vor der ersten Replikation Anfangsdaten zuweisen?

Ja. Die DFS-Replikation unterstützt das Kopieren von Dateien auf ein Replikationsgruppenmitglied noch vor der ersten Replikation. Diese Vorabbereitstellung kann den Umfang der Daten, die im Rahmen der ersten Replikation repliziert werden müssen, erheblich verringern.

Die erste Replikation muss keinen Inhalt replizieren, wenn die Dateien sich nur hinsichtlich ihrer Attribute oder Zeitstempel unterscheiden. Ein reelles Attribut ist ein Attribut, das mit der Win32-Funktion SetFileAttributes festgelegt werden kann. Weitere Informationen finden Sie in der Beschreibung der Funktion "SetFileAttributes" (möglicherweise in englischer Sprache) in der MSDN Library (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=182269). Wenn sich zwei Dateien hinsichtlich anderer Attribute unterscheiden (beispielsweise hinsichtlich der Komprimierung), wird der Inhalt der Datei repliziert.

Um ein Replikationsgruppenmitglied vorab bereitzustellen, kopieren Sie die Dateien in den entsprechenden Ordner auf den Zielservern, erstellen die Replikation und wählen dann ein primäres Mitglied. Da der Inhalt des primären Mitglieds als maßgeblich gilt, sollten Sie das Mitglied auswählen, das die größte Zahl aktueller Dateien enthält, die repliziert werden sollen. Während der ersten Replikation werden nämlich andere Versionen der Dateien auf anderen Mitgliedern der Replikationsgruppe mit den Dateien des primären Mitglieds überschrieben.

Weitere Informationen über die erste Replikation finden Sie in der Beschreibung zum Erstellen einer Replikationsgruppe (möglicherweise in englischer Sprache).

Beseitigt die DFS-Replikation die typischen Probleme mit dem Dateireplikationsdienst (File Replication Service, FRS)?

Ja. Die DFS-Replikation beseitigt die drei typischen FRS-Probleme:

  • Journalumbrüche: Die DFS-Replikation kann Journalumbrüche ohne Abbruch korrigieren. Vorhandene Dateien oder Ordner werden mit dem Attribut "journalWrap" gekennzeichnet und anhand des Dateisystems überprüft, bevor die Replikation wieder aktiviert wird. Während der Wiederherstellung ist dieses Volume in keiner Richtung für die Replikation verfügbar.

  • Übermäßige Replikation: Die DFS-Replikation verwendet ein System zur Verhinderung übermäßiger Replikation.

  • Morph-Ordner: Um das Morphen von Ordnernamen zu verhindern, speichert die DFS-Replikation konfligierende Daten in einem versteckten Ordner namens "DfsrPrivate\ConflictandDeleted" (im lokalen Pfad des replizierten Ordners). Das gleichzeitige Erstellen mehrerer Ordner mit identischen Namen auf unterschiedlichen Servern, die mit FRS repliziert werden, führt beispielsweise dazu, dass FRS die älteren Ordner umbenennt. Die DFS-Replikation verschiebt stattdessen die älteren Ordner in den lokalen "ConflictandDeleted"-Ordner.

Repliziert die DFS-Replikation Dateien in chronologischer Reihenfolge?

Nein. Dateien können ungeordnet repliziert werden.

Repliziert die DFS-Replikation Dateien, die gerade von einer anderen Anwendung verwendet werden?

Wenn eine Anwendung eine Datei öffnet und eine entsprechende Dateisperre erstellt (damit keine anderen Anwendungen auf diese Datei zugreifen können, während sie geöffnet ist), wird die DFS-Replikation die Datei nicht replizieren, bevor sie geschlossen wurde. Wenn die Anwendung die Datei mit Lesezugriff öffnet, kann die Datei weiterhin repliziert werden.

Repliziert die DFS-Replikation NTFS-Dateiberechtigungen, alternative Datenströme, feste Links und Analysepunkte?

Die DFS-Replikation repliziert NTFS-Dateiberechtigungen und alternative Datenströme, aber keine festen NTFS-Links und Analysepunkte. Weitere Informationen zu NTFS finden Sie in der technischen NTFS-Referenz (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=73996, möglicherweise in englischer Sprache).

Repliziert die DFS-Replikation Zeitstempeländerungen, wenn keine anderen Änderungen an der Datei vorgenommen wurden?

Nein, die DFS-Replikation repliziert keine Dateien, bei denen ausschließlich der Zeitstempel geändert wurde. Auch wird der geänderte Zeitstempel nicht auf die anderen Mitglieder der Replikation repliziert, sofern keine anderen Änderungen an der Datei vorgenommen wurden.

Repliziert die DFS-Replikation aktualisierte Berechtigungen für eine Datei oder einen Ordner?

Ja. Die DFS-Replikation repliziert geänderte Berechtigungen für Dateien und Ordner. Repliziert wird nur der Teil der Datei, der mit der Zugriffssteuerungsliste (Access Control List, ACL) verknüpft ist. Trotzdem muss die DFS-Replikation die vollständige Datei in den Stagingbereich einlesen.

noteHinweis
Das Ändern der Zugriffssteuerungslisten einer großen Anzahl von Dateien kann die Replikationsleistung beeinträchtigen. Wenn Sie jedoch die RDC einsetzen, verhält sich die Menge der übertragenen Daten proportional zur Größe der Zugriffssteuerungslisten, nicht zur Größe der kompletten Datei. Der Umfang des Datenverkehrs mit dem Datenträger verhält sich dagegen weiterhin proportional zur Größe der Dateien, weil die Dateien in den und aus dem Stagingordner gelesen werden müssen.

Unterstützt die DFS-Replikation das Zusammenführen von Textdateien im Fall eines Konflikts?

Die DFS-Replikation führt Dateien bei einem Konflikt nicht zusammen. Es wird jedoch versucht, die ältere Version der Datei im versteckten Ordner "DfsrPrivate\ConflictandDeleted" auf dem Computer zu erhalten, auf dem der Konflikt erkannt wurde.

Verwendet die DFS-Replikation beim Übertragen von Daten eine Verschlüsselung?

Ja. Die DFS-Replikation verwendet Remoteprozeduraufruf-Verbindungen (RPC) mit Verschlüsselung.

Ist es möglich, die Verwendung verschlüsselter RPC zu deaktivieren?

Nein. Der DFS-Replikationsdienst verwendet Remoteprozeduraufrufe (RPC) über TCP, um Daten zu replizieren. Zum Schutz der über das Internet übertragenen Daten verwendet der DFS-Replikationsdienst immer die Authentifizierungsebenenkonstante RPC_C_AUTHN_LEVEL_PKT_PRIVACY. So ist sichergestellt, dass die RPC-Kommunikation über das Internet immer verschlüsselt wird. Deshalb ist es nicht möglich, die Verwendung verschlüsselter Remoteprozeduraufrufe durch den DFS-Replikationsdienst zu deaktivieren.

Weitere Informationen zu diesen Tools enthalten folgende Microsoft-Websites:

Wie werden gleichzeitige Replikationen verarbeitet?

Pro repliziertem Ordner gibt es einen Update-Manager. Die Update-Manager arbeiten unabhängig voneinander.

Standardmäßig werden maximal 16 (vier unter Windows Server 2003 R2) gleichzeitige Downloads für alle Verbindungen und Replikationsgruppen unterstützt. Da Verbindungen und Replikationsaktualisierungen nicht serialisiert sind, gibt es keine bestimmte Reihenfolge, in der die Aktualisierungen empfangen werden. Sind zwei Zeitpläne offen, werden die Aktualisierungen üblicherweise über beide Verbindungen gleichzeitig empfangen und installiert.

Wie erzwinge ich die Replikation oder das Abrufen?

In Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2008 können Sie die sofortige Replikation mit der DFS-Verwaltung erzwingen. Dies wird im Abschnitt zum Bearbeiten von Replikationszeitplänen beschrieben. Sie können die Replikation auch mit dem Befehl Dfsrdiag SyncNow erzwingen. Sie können das Abrufen mit dem Befehl Dfsrdiag PollAD erzwingen.

Kann ich für Dateien, die häufig geändert werden, ein zwischen den Replikationen einzuhaltendes Intervall konfigurieren?

Nein. Während der Zeitplan offen ist, repliziert die DFS-Replikation Änderungen, sobald diese bemerkt werden. Es ist nicht möglich, für Dateien einen Zeitraum ohne Replikation zu konfigurieren.

Kann mit der DFS-Replikation eine unidirektionale Replikation konfiguriert werden?

Ja. Wenn Sie Windows Server 2008 R2 verwenden, können Sie einen schreibgeschützten replizierten Ordner erstellen, der Inhalt über eine unidirektionale Verbindung repliziert. Weitere Informationen finden Sie unter Aktivieren des Schreibschutzes für einen replizierten Ordner auf einem bestimmten Mitglied (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=156740).

Das Erstellen einer unidirektionalen Replikationsverbindung mit der DFS-Replikation wird unter Windows Server 2008 und Windows Server 2003 R2 nicht unterstützt. Der Versuch, eine solche Verbindung einzurichten, kann zu vielfältigen Problemen führen, darunter Topologiefehler bei der Integritätsprüfung, Stagingprobleme und Probleme mit der DFS-Replikationsdatenbank.

Wenn Sie Windows Server 2008 oder Windows Server 2003 R2 verwenden, können Sie mit den folgenden Maßnahmen eine unidirektionale Verbindung simulieren:

  • Unterweisen Sie die Administratoren, Änderungen nur auf den Servern vorzunehmen, die Sie als primäre Server einsetzen wollen. Lassen Sie die Änderungen dann zu den Zielservern replizieren.

  • Konfigurieren Sie die Freigabeberechtigungen auf den Zielservern so, dass die Endbenutzer keine Schreibrechte haben. Wenn auf den Servern in den Zweigstellen keine Änderungen erlaubt sind, muss nichts zurückrepliziert werden. Es wird also eine unidirektionale Verbindung simuliert und gleichzeitig wird die WAN-Auslastung niedrig gehalten.

Gibt es eine Möglichkeit, eine vollständige Replikation aller Dateien – einschließlich unveränderter Dateien – zu erzwingen?

Nein. Wenn die DFS-Replikation Dateien als identisch betrachtet, werden sie nicht repliziert. Wurden geänderte Dateien noch nicht repliziert, wird die DFS-Replikation diese Dateien automatisch replizieren, sofern die entsprechenden Konfigurationseinstellungen vorgenommen wurden. Verwenden Sie zum Überschreiben des konfigurierten Zeitplans die WMI-Methode ForceReplicate(). Mit dieser Methode wird aber nur der Zeitplan außer Kraft gesetzt und keine Replikation unveränderter oder identischer Dateien erzwungen.

Was geschieht, wenn das primäre Mitglied im Rahmen der ersten Replikation einen Datenbankverlust erleidet?

Während der ersten Replikation erhalten die Dateien des primären Mitglieds immer Vorrang bei der Konfliktbeseitigung, die durchgeführt wird, wenn empfangende Mitglieder unterschiedliche Versionen der Dateien auf dem primären Mitglied enthalten. Die Festlegung des primären Mitglieds wird in den Active Directory-Domänendiensten gespeichert und gelöscht, sobald das primäre Mitglied zum Replizieren bereit ist, aber in jedem Fall bevor alle Mitglieder der Replikationsgruppe replizieren.

Wenn die erste Replikation fehlschlägt oder der DFS-Replikationsdienst während der Replikation neu gestartet wird, findet das primäre Mitglied die Festlegung des primären Mitglieds in der lokalen DFS-Replikationsdatenbank und versucht erneut, die erste Replikation durchzuführen. Wenn die DFS-Replikationsdatenbank des primären Mitglieds nach dem Löschen der Festlegung des primären Mitglieds aus den Active Directory-Domänendiensten verloren geht, noch bevor alle Mitglieder der Replikationsgruppe die erste Replikation abgeschlossen haben, schlägt die Replikation bei allen Mitgliedern der Replikationsgruppe fehl, weil kein Server als primäres Mitglied festgelegt ist. Verwenden Sie in einer solchen Situation den Befehl Dfsradmin membership /set /isprimary:true auf dem primären Mitgliedsserver, um die Festlegung des primären Mitglieds manuell wiederherzustellen.

Weitere Informationen über die erste Replikation finden Sie in der Beschreibung zum Erstellen einer Replikationsgruppe (möglicherweise in englischer Sprache).

CautionVorsicht
Die Festlegung des primären Mitglieds wird nur bei der ersten Replikation verwendet. Wenn Sie den Befehl Dfsradmin verwenden, um nach Abschluss der Replikation ein primäres Mitglied für einen replizierten Ordner anzugeben, legt die DFS-Replikation den Server nicht in den Active Directory-Domänendiensten als primäres Mitglied fest. Wird die DFS-Replikationsdatenbank auf dem Server jedoch später irreversibel geschädigt oder geben ihre Daten verloren, leitet der Server eine erste Replikation als primäres Mitglied ein, statt die Daten von einem anderen Mitglied der Replikationsgruppe wiederherzustellen. Der Server wird also fälschlicherweise zum primären Server. Dies kann Konflikte verursachen. Aus diesem Grund dürfen Sie das primäre Mitglied nur manuell angeben, wenn Sie sich sicher sind, dass die erste Replikation endgültig fehlgeschlagen ist.

Was geschieht, wenn der Replikationszeitplan geschlossen wird, während eine Datei repliziert wird?

Wenn die Remotedifferenzialkomprimierung (Remote Differential Compression, RDC) für die Verbindung aktiviert ist, wird die eingehende Replikation einer Datei mit mehr als 64 KB, die unmittelbar vor dem Schließen des Zeitplans (oder dem Wechsel in den Modus Keine Bandbreite) begann, fortgesetzt, sobald der Zeitplan geöffnet wird (oder ein anderer Modus als Keine Bandbreite aktiviert wird). Die Replikation wird ausgehend von dem Status fortgesetzt, der beim Stoppen der Replikation galt.

Wenn die RDC ausgeschaltet ist, startet die DFS-Replikation die Dateiübertragung vollständig neu. Dies kann zu Verzögerungen führen, wenn die Datei auf dem empfangenden Mitglied vorhanden ist.

Was geschieht, wenn zwei Benutzer gleichzeitig dieselbe Datei auf verschiedenen Servern aktualisieren?

Wenn die DFS-Replikation einen Konflikt erkennt, wird die zuletzt gespeicherte Version der Datei verwendet. Die andere Datei wird in den Ordner "DfsrPrivate\ConflictandDeleted" (im lokalen Pfad des replizierten Ordners auf dem Computer, der den Konflikt behoben hat) verschoben. Die Datei verbleibt bis zur nächsten Bereinigung des Ordners im Ordner "ConflictandDeleted". Die Bereinigung erfolgt, wenn der Ordner"ConflictandDeleted" die konfigurierte Größe überschreitet oder die DFS-Replikation einen Fehler des Typs "Nicht genügend Platz auf dem Datenträger" feststellt. Der Ordner "ConflictandDeleted" wird nicht repliziert. Diese Methode der Konfliktbehebung vermeidet die bei FRS möglichen Probleme mit Morph-Verzeichnissen.

Wenn ein Konflikt auftritt, protokolliert die DFS-Replikation ein Informationsereignis im Ereignisprotokoll der DFS-Replikation. Dieses Ereignis macht aus folgenden Gründen keine Eingriffe des Benutzers erforderlich:

  • Es ist für Benutzer nicht sichtbar (es ist nur für Serveradministratoren sichtbar).

  • Die DFS-Replikation benutzt den Ordner "ConflictandDeleted" als Zwischenspeicher. Wenn ein Kontingentschwellenwert erreicht wird, werden einige der enthaltenen Dateien entfernt. Es gibt keine Garantie, dass konfligierende Dateien gespeichert werden.

  • Der Konflikt kann sich auf einem Server befinden, der nicht der Ursprung des Konflikts ist.

Staging

Verhindert die DFS-Replikation während des Staging, dass andere Anwendungen auf eine Datei zugreifen?

Nein. Die DFS-Replikation öffnet Dateien in einer Weise, die Benutzer und Anwendungen nicht daran hindert, Dateien im Replikationsordner zu öffnen. Diese Methode wird auch als "opportunistische Sperre" bezeichnet.

Kann der Pfad des Stagingordners mit dem DFS-Verwaltungstool geändert werden?

Ja. Der Pfad des Stagingordners wird für jedes Mitglied einer Replikation im Dialogfeld Eigenschaften auf der Registerkarte Erweitert konfiguriert.

Wann erfolgt ein Staging für Dateien?

Das Staging für Dateien erfolgt auf dem sendenden Mitglied, wenn das empfangende Mitglied die Datei (sofern diese nicht 64 KB oder weniger aufweist) gemäß der folgenden Tabelle anfordert. Wenn die Remotedifferenzialkomprimierung (Remote Differential Compression, RDC) für die Verbindung deaktiviert ist, erfolgt das Staging der Datei, sofern diese nicht 256 KB oder weniger aufweist. Das Staging der Dateien erfolgt auch auf dem empfangenden Mitglied, während sie übertragen werden, sofern sie kleiner als 64 KB (dieser Wert kann von Ihnen zwischen 16 KB und 1 MB konfiguriert werden) sind. Wenn der Zeitplan geschlossen ist, erfolgt kein Staging für Dateien.

Mindestdateigrößen für das Staging von Dateien

  RDC aktiviert RDC deaktiviert

Sendendes Mitglied

64 KB

256 KB

Empfangendes Mitglied

64 KB (Standardeinstellung)

64 KB (Standardeinstellung)

Was geschieht, wenn eine Datei nach dem Staging, aber noch vor der vollständigen Übertragung zum Remotestandort geändert wird?

Wenn ein beliebiger Teil der Datei bereits übertragen wird, setzt die DFS-Replikation die Übertragung fort. Wird die Datei geändert, bevor die DFS-Replikation mit der Übertragung der Datei begonnen hat, wird die neuere Version der Datei gesendet.

Änderungsverlauf

 

Datum Beschreibung Grund

30. März 2011

Eintrag Kann die DFS-Replikation Outlook-PST-Dateien oder Microsoft Office Access-Datenbankdateien replizieren? wurde bearbeitet, um die potenziellen Auswirkungen der Verwendung der DFS-Replikation mit PST- und Access-Dateien darzustellen.

Wie kann ich die Replikationsleistung steigern? hinzugefügt

Kundenfragen zum vorherigen Eintrag, die auf dem Missverständnis beruhten, dass das Replizieren von PST- oder Access-Dateien zu einer Beschädigung der DFS-Applikationsdatenbank führen kann.

26. Januar 2011

Wie können Dateien aus den Ordnern "ConflictAndDeleted" und "PreExisting" wiederhergestellt werden? hinzugefügt

Kundenfeedback

20. Oktober 2010

Wie kann ich ein DFS-Replikationsmitglied aktualisieren oder ersetzen? hinzugefügt

Kundenfeedback

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Anzeigen:
© 2014 Microsoft. Alle Rechte vorbehalten.