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Neuigkeiten in Windows Server 2003 R2

Letzte Aktualisierung: August 2005

Betrifft: Windows Server 2003 R2

Mit Microsoft® Windows Server™ 2003 R2, einem Softwareupdate für das Windows Server 2003-Betriebssystem, lassen sich Konnektivität und Steuerung einfacher und kostengünstiger auf Identitäten, Standorte, Daten und Anwendungen im Unternehmen und darüber hinaus erweitern.

Aufbauend auf Windows Server 2003 nutzt Windows Server 2003 R2 die Stabilität und Sicherheit der Codebasis und erweitert gleichzeitig Konnektivität und Steuerung auf neue Bereiche. Windows Server 2003 R2 bietet die folgenden Verbesserungen:

  • Identitäts- und Zugriffsverwaltung

  • Verwaltung von Zweigstellenservern

  • Speicher-Setup und -verwaltung

  • Anwendungsentwicklung innerhalb und außerhalb der traditionellen Grenzen der Organisation

Weitere Informationen zu Windows Server 2003 R2 (möglicherweise in englischer Sprache) finden Sie auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=45560).

In diesem Abschnitt werden die folgenden neuen Komponenten beschrieben, die Sie mit Windows Server 2003 R2 installieren können:

Verwaltungsmöglichkeiten für Server

Features bei Active Directory

Features zur Datenträger- und Dateiverwaltung

Drucker- und Protokollunterstützung

Microsoft .NET Framework

Internet- und E-Mail-Dienste und -Features

UNIX-Interoperabilität

Verwaltungsmöglichkeiten für Server

Zur Unterstützung bei der Serverwaltung stellt Windows Server 2003 R2 Verwaltungsprogramme sowie die folgenden Verbesserungen für Hardwareverwaltung und Microsoft Management Console (MMC) 3.0 bereit.

Verwaltungsprogramme

Zur Vereinfachung der Remoteverwaltung der Server können Sie die Verwaltungsprogramme für Windows Server 2003 R2 auf der CD 2 im Verzeichnis \Mgmttls installieren. Alle der folgenden Komponenten verfügen über Verwaltungsprogramme:

  • Microsoft Management Console (MMC) 3.0

  • Druckverwaltung

  • Ressourcen-Manager für Dateiserver

  • DFS-Replikation

  • Identitätsverwaltung für UNIX

  • Dateiserververwaltung

Zum Verwalten von Komponenten müssen Sie zunächst die Verwaltungsprogramme von MMC 3.0 installieren. Die Verwaltungsprogramme können auf Computern unter Windows® XP Professional mit Service Pack 2 (SP2) installiert werden. Spezifische Installationsanweisungen (möglicherweise in englischer Sprache) finden Sie auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=54293).

Hardwareverwaltung

Sie können die Windows-Remoteverwaltung verwenden, um Serverhardware remote über Firewalls zu verwalten und die Bedingungen auf Servern zu überwachen, die offline sind.

Dieses neue Feature in Windows Server 2003 R2 wird mithilfe der WS-Verwaltung implementiert, einem den industriellen Standards entsprechenden webdienstbasierten Remoteprotokoll. Die WS-Verwaltung verwendet HTTPS als sicheren Transport auch über Firewalls.

Die Windows-Remoteverwaltung stellt eine Befehlszeilenschnittstelle für allgemeine Verwaltungsaufgaben sowie eine Skript-API zum Schreiben von Systemverwaltungsskripts auf der Basis von Windows Script Host bereit.

Mithilfe der Windows-Remoteverwaltung können Sie Skripts zum Überwachen und Steuern der Serverhardware über die Kommunikation mit einem Baseboard-Verwaltungscontroller (Baseboard Management Controller, BMC) schreiben. Ein BMC ist ein separater Mikrocontroller mit eigenem Netzwerkadapter, der an die Prozessorplatine eines Servers angeschlossen ist und Bedingungen auch dann überwachen kann, wenn der Server offline ist oder nicht einwandfrei funktioniert. Ein neuer Windows-Verwaltungsschnittstellenanbieter für Intelligent Platform Management Interface (IPMI) stellt sechs neue WMI-Klassen für den Zugriff auf BMC-Informationen über Skripts bereit.

Die Windows-Remoteverwaltung wird nicht standardmäßig mit Windows Server 2003 R2 installiert. Klicken Sie zum Installieren in der Systemsteuerung auf Software, und klicken Sie dann auf Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen.

Weitere Informationen zur Hardwareverwaltung (möglicherweise in englischer Sprache) finden Sie im Abschnitt zur Hardwareverwaltung in Microsoft Windows Server 2003 R2 auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=45204).

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MMC 3.0

Microsoft Management Console (MMC) 3.0 unterstützt umfassendere Funktionen in Snap-Ins, die für die MMC 3.0-Infrastruktur entwickelt wurden. Darüber hinaus gelten für alle MMC 3.0-Konsolen die folgenden Verbesserungen:

  • Aktionsfeld. Das Aktionsfeld wird auf der rechten Seite der Snap-In-Konsole angezeigt. In dem Feld sind die für Sie aktuell verfügbaren Aktionen aufgelistet, auf der Grundlage der aktuell ausgewählten Elemente in der Struktur oder im Ergebnisfeld.

    Um das Aktionsfeld ein- oder auszublenden, klicken Sie auf der Symbolleiste auf die Schaltfläche Aktionsfeld ein-/ausblenden, die der Schaltfläche Konsolenstruktur ein-/ausblenden entspricht.

  • Neues Dialogfeld "Snap-Ins hinzufügen oder entfernen". Das neue Dialogfeld Snap-Ins hinzufügen oder entfernen vereinfacht das Hinzufügen, Organisieren und Entfernen von Snap-Ins. Sie können steuern, welche Erweiterungen verfügbar sind und ob Snap-Ins, die später installiert werden, automatisch aktiviert werden sollen. Sie können Snap-Ins verschachteln und die Snap-Ins in der Struktur neu anordnen.

  • Verbesserte Fehlerbehandlung. MMC 3.0 informiert Sie über Fehler in Snap-Ins, die zu einem Ausfall von MMC führen können, und stellt mehrere Optionen für die Reaktion auf diese Fehler bereit.

MMC 3.0 wird automatisch mit Windows Server 2003 R2 installiert.

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Features bei Active Directory

Die folgenden Active Directory-Komponenten sind in Windows Server 2003 R2 enthalten.

Active Directory-Anwendungsmodus (ADAM)

Der Active Directory-Anwendungsmodus (ADAM) ist ein unabhängiger Modus des Active Directory®-Verzeichnisdienstes ohne Infrastrukturfeatures, der Verzeichnisdienste für Anwendungen bereitstellt. Er stellt einen Datenspeicher und Dienste für den Zugriff auf den Datenspeicher bereit. Für den Zugriff auf die Anwendungsdaten werden Standard-APIs verwendet. ADAM arbeitet als eigenständiger Datenspeicher oder mit der Replikation. Seine Unabhängigkeit ermöglicht die lokale Steuerung und die Autonomie von Verzeichnisdiensten für spezifische Anwendungen. Außerdem werden unabhängige, flexible Schemas und Namenskontexte vereinfacht.

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Active Directory-Verbunddienste

Grundlegender Zweck der Active Directory-Verbunddienste (Active Directory Federation Services, ADFS) ist die optimale Nutzung der einmaligen Anmeldung zur Authentifizierung von Benutzern für mehrere, verwandte Webanwendungen im Verlauf einer einzelnen Onlinesitzung. ADFS realisiert dies durch die sichere gemeinsame Nutzung der digitalen Identität und der Anspruchsberechtigungen über Sicherheits- und Unternehmensgrenzen hinweg.

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Features zur Datenträger- und Dateiverwaltung

Windows Server 2003 R2 beinhaltet die folgenden Datenträger- und Dateiverwaltungsfeatures.

Zweigstelle

Zweigstellen sind Remotestandorte einer Organisation, die über ein WAN (Wide Area Network) mit einer Zentrale oder einem Hub verbunden sind. Die in Windows Server 2003 R2 enthaltenen Technologien können die Art, wie eine Reihe von Aktivitäten und Aufgaben in Zweigstellen verwaltet wird, vereinfachen. Dies gilt unter anderem für folgende Aktivitäten und Aufgaben:

  • Veröffentlichen von Dateien über zentrale Hubs in Niederlassungen.

  • Replizieren von Dateien von Niederlassungen für Sicherung, Fehlertoleranz oder übergreifende Veröffentlichung.

  • Zusammenarbeiten an Dokumenten, die zwischen Niederlassungen oder zwischen Hubs und Niederlassungen freigegeben sind.

  • Effizientes Verwalten von Druckern, Druckertreibern und Druckwarteschlangen in Niederlassungen.

Diese Verbesserungen werden von den erweiterten Druckverwaltungstools unter Windows Server 2003 R2 unterstützt. Außerdem werden sie unter Windows Server 2003 R2 von DFS (Distributed File System, verteiltes Dateisystem) unterstützt.

Weitere Informationen zu diesen Technologien in Windows Server 2003 R2 finden Sie (möglicherweise in englischer Sprache) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=51679).

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Verteiltes Dateisystem (Distributed File System, DFS)

Die DFS-Lösung in Windows Server 2003 R2 stellt einen vereinfachten, fehlertoleranten Zugriff auf Dateien sowie eine WAN-freundliche Replikation bereit. Das verteilte Dateisystem besteht aus zwei Technologien:

  • DFS-Namespaces. Mit DFS-Namespaces, vorher als verteiltes Dateisystem bekannt, können Administratoren freigegebene Ordner gruppieren, die sich auf unterschiedlichen Servern befinden, und den Benutzern als virtuelle Ordnerstruktur, dem so genannten Namespace, zur Verfügung stellen. Ein Namespace bietet zahlreiche Vorteile, wie die höhere Verfügbarkeit von Daten, die Nutzlastverteilung und die vereinfachte Datenmigration.

  • DFS-Replikation. Die DFS-Replikation, Nachfolger des Dateireplikationsdienstes (File Replication Service, FRS), ist ein neues, statusbasiertes Multimasterreplikationsmodul, das Zeitplanung und Bandbreiteneinschränkung unterstützt. Die DFS-Replikation verwendet einen neuen Komprimierungsalgorithmus, der als RDC (Remote Differential Compression, Remotedifferenzialkomprimierung) bezeichnet wird. RDC ist ein Protokoll für netzwerkgebundene Differenzierung, mit dem Dateien in einem Netzwerk mit begrenzter Bandbreite effizient aktualisiert werden können. RDC erkennt, wenn Daten in Dateien eingefügt oder umgestellt bzw. aus Dateien entfernt wurden. Daher ist es möglich, mit der DFS-Replikation nur die beim Aktualisieren von Dateien auftretenden Differenzen (Änderungen) zu replizieren.

Weitere Informationen zum verteilten Dateisystem in Windows Server 2003 R2 finden Sie (möglicherweise in englischer Sprache) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=51679).

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Common Log File System (CLFS)

Common Log File System (CLFS) ist ein ladbarer Treiber, der Kernel- und Benutzermodusanwendungen mit einem robusten Protokollierungssubsystem bereitstellt. CLFS ist eine einzigartige Windows-Technologie für die Entwicklung von Anwendungen und Middleware, die auf das zuverlässige Schreiben und Lesen von sequenziellen Daten angewiesen sind. Dazu gehören beispielsweise Replikations-Agenten, Überwachungs-Agenten, Datenbanken und andere Manager von Transaktionsressourcen.

Zu den Features gehören die Möglichkeit zum Erstellen von Protokolldateien mit einem Datenstrom oder mit mehreren Datenströmen für die gemeinsame Verwendung durch einen oder mehrere Clients, die zirkuläre und lineare Protokollierung, die Gewährleistung der Möglichkeit zum Leeren gepufferter Daten durch das Vorreservieren von Protokollspeicher, richtlinienbasierte Protokollgröße und Speicherverwaltung, die Freigabe eines Protokolls für den Kernel und Benutzerclients, ein Benachrichtigungsmechanismus, über den unterschiedliche Benutzer ihre Protokollverwendung innerhalb desselben Protokolls koordinieren können, das flexible Zwischenspeichern von Protokolldaten, keine Beeinträchtigung des normalen Betriebs beim Archivieren von APIs, atomare Schreibvorgänge auf mehreren Sektoren sowie das Feststellen unterbrochener Schreibvorgänge.

CLFS ist leistungsoptimiert. Alle Schreibvorgänge in die Protokolldatei werden bis zu einem expliziten Leervorgang, der Möglichkeit zur gemeinsamen Nutzung eines Schreibvorgangs mit einem anderen Client oder bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Zwischenspeicher voll ist, zwischengespeichert. Protokolldaten werden direkt, ohne Kopieren, aus dem Protokollzwischenspeicher auf die Festplatte geschrieben. Während eines E/A-Vorgangs können mehrere Datenströme geschrieben werden, so dass statt mehrerer Such- und Schreibvorgänge nur ein Datenträgersuchvorgang erforderlich ist. Lesevorgänge werden zwischengespeichert, um Datenträgerzugriffe während des normalen Betriebs oder bei Leseaktivitätsbursts zu sparen.

Weitere Informationen (möglicherweise in englischer Sprache) finden Sie im Abschnitt zu Plattform-SDK auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=44489).

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Dateiserververwaltung

Mithilfe der Dateiserververwaltung können Sie eine Vielzahl an Aufgaben ausführen, z. B. das Formatieren von Volumes, das Erstellen und Verwalten von Freigaben, das Defragmentieren von Volumes, das Festlegen von Kontingentgrenzen, das Erstellen von Berichten zur Speicherauslastung, das Replizieren von Daten auf den Dateiserver und vom Dateiserver, das Verwalten von SANs (Storage Area Networks) und das Freigeben von Dateien für die Nutzung auf UNIX- und Macintosh-Systemen.

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Ressourcen-Manager für Dateiserver

Da Organisationen stärker als je zuvor von Daten abhängig sind, wächst auch die Nachfrage nach Speicherressourcen. IT-Administratoren sehen sich so mit der Aufgabe konfrontiert, den Überblick über eine immer größer und komplexer werdende Speicherinfrastruktur und gleichzeitig über die darin verfügbaren Informationen behalten zu müssen.

Der Ressourcen-Manager für Dateiserver ist ein neues Microsoft Management Console-Snap-In (MMC), eine Suite aus Tools, mit deren Hilfe Administratoren Menge und Typ der Daten, die auf den Servern gespeichert sind, verstehen, steuern und verwalten können. Mithilfe des Ressourcen-Managers für Dateiserver können Administratoren Kontingente für Ordner und Volumes festlegen, Dateien aktiv prüfen und umfassende Speicherberichte generieren.

Kontingente des Ressourcen-Managers für Dateiserver und NTFS-Datenträgerkontingente

Die Betriebssysteme Windows 2000 und Windows Server 2003 bieten Unterstützung für Datenträgerkontingente, die zur Nachverfolgung und Steuerung der Datenträgerverwendung pro Benutzer auf NTFS-Volumes verwendet werden. In der folgenden Tabelle werden die Vorteile der Verwendung der Kontingentverwaltungstools im Ressourcen-Manager für Dateiserver beschrieben.

 

Kontingentfeatures Ressourcen-Manager für Dateiserver NTFS-Datenträgerkontingente

Kontingentnachverfolgung:

Nach Ordner oder nach Volume

Pro Benutzer auf einem Volume

Berechnung der Datenträgerverwendung

Tatsächlicher Speicherplatz

Größe der logischen Datei

Benachrichtigungsmechanismen

E-Mail, benutzerdefinierte Berichte, Befehlsausführung, Ereignisprotokolle

Nur Ereignisprotokolle

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Microsoft-Dienste für NFS (Microsoft Services for Network File System, MSNFS)

Microsoft-Dienste für NFS (MSNFS) ist eine Komponente von Windows Server 2003 R2. Sie stellt eine Dateifreigabelösung für Unternehmen bereit, die über eine gemischte Windows- und UNIX-Umgebung verfügen. Microsoft-Dienste für NFS ermöglicht Benutzern die Übertragung von Dateien zwischen Windows Server 2003 R2- und UNIX-Computern mithilfe des NFS-Protokolls (Network File System).

Die Komponente Microsoft-Dienste für NFS ist ein Update der NFS-Komponenten, die vorher in Windows Services für UNIX 3.5 verfügbar waren. Microsoft-Dienste für NFS beinhaltet die folgenden neuen Features:

  • Unterstützung für 64-Bit

    Komponenten von Microsoft-Dienste für NFS können für alle Editionen von Windows Server 2003 R2 installiert werden, auch für 64-Bit-Versionen.

  • Aktualisiertes Microsoft Management Console-Verwaltungs-Snap-In (MMC) für Microsoft-Dienste für NFS

  • Verbesserte Zuverlässigkeit

  • Unterstützung für spezielle UNIX-Geräte (mknod)

Microsoft-Dienste für NFS ermöglicht die Unterstützung einer gemischten Umgebung aus Windows- und UNIX-basierten Betriebssystemen. Außerdem können Sie die Computer Ihrer Organisation aktualisieren und in der Übergangsphase ältere Technologie weiter unterstützen. Die folgenden Szenarien zeigen, wie Unternehmen von der Bereitstellung von Microsoft-Dienste für NFS profitieren können.

  • UNIX-Clients können auf Ressourcen auf Computern unter Windows Server 2003 R2 zugreifen. Ihr Unternehmen verfügt möglicherweise über UNIX-Clients, die auf Ressourcen, wie z. B. Dateien, auf UNIX-Dateiservern zugreifen. Um die neuen Windows Server 2003-Features nutzen zu können, wie z. B. Schattenkopien für freigegebene Ordner, können Sie Ressourcen von den UNIX-Servern auf Computer verschieben, auf denen Windows Server 2003 R2 ausgeführt wird, und dann Microsoft-Dienste für NFS einrichten, um den Zugriff durch UNIX-Clients mit NFS-Software zu ermöglichen. Alle UNIX-Clients können dann mithilfe des NFS-Protokolls auf die Ressourcen zugreifen, ohne dass Änderungen erforderlich sind.

  • Computer unter Windows Server 2003 R2 können auf Ressourcen auf UNIX-Dateiservern zugreifen. Ihr Unternehmen verfügt möglicherweise über eine gemischte Windows- und UNIX-Umgebung und Ressourcen, wie z. B. Dateien, die auf UNIX-Dateiservern gespeichert sind. Sie können Microsoft-Dienste für NFS verwenden, um Computern unter Windows Server 2003 R2 den Zugriff auf diese Ressourcen zu ermöglichen, wenn die Dateiserver NFS-Software ausführen.

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Speicherverwaltung für SANs

Mit dem Speicher-Manager für SANs, einem neuen Microsoft Management Console-Snap-In (MMC), können Sie LUNs (Logical Unit Numbers, logische Gerätenummern) auf Fibre Channel- und iSCSI-Laufwerk-Subsystemen in einem SAN (Storage Area Network) erstellen und verwalten. Der Speicher-Manager für SANs kann für Speichersubsysteme verwendet werden, die VDS (Virtual Disk Server) unterstützen.

Verwenden Sie den Speicher-Manager für SANs zum Erstellen und Zuweisen von LUNs, zum Verwalten von Verbindungen zwischen LUNs und den Servern in Ihrem SAN und zum Festlegen der Sicherheitseigenschaften für iSCSI-Speichersubsysteme.

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Drucker- und Protokollunterstützung

Windows Server 2003 R2 stellt ein aktualisiertes MMC-Snap-In für die Druckverwaltung bereit.

Druckverwaltung

Die Druckverwaltung ist ein aktualisiertes Microsoft Management Console-Snap-In (MMC), mit dem Sie Drucker und Druckserver im Unternehmen anzeigen und verwalten können. Die Druckverwaltung kann über jeden Computer verwendet werden, auf dem Windows Server 2003 R2 ausgeführt wird, und Sie können sämtliche Netzwerkdrucker auf Druckservern unter Windows 2000 Server, Windows Server 2003 oder Windows Server 2003 R2 verwalten.

Die Druckverwaltung stellt aktuelle Details zu Warteschlangenstatus, Druckername, Treibername und Servername bereit. Darüber hinaus können Sie mithilfe der Filterfunktion der Druckverwaltung benutzerdefinierte Sichten festlegen. So können Sie beispielsweise eine Sicht erstellen, die nur Drucker in einem bestimmten Fehlerstatus anzeigen. Außerdem können Sie die Druckverwaltung für das Senden von E-Mail-Benachrichtigungen oder Ausführen von Skripts, sobald ein Drucker oder Druckserver Aufmerksamkeit erfordert, konfigurieren. Mit der Filterfunktion können Sie Druckaufträge auch als Massenvorgang bearbeiten und z. B. alle Druckaufträge gleichzeitig abbrechen. Außerdem können Sie mehrere Drucker gleichzeitig löschen.

Administratoren können Drucker mithilfe der automatischen Suche remote installieren. Bei der automatischen Suche werden Drucker im lokalen Subnetz gesucht und auf dem lokalen Druckserver installiert. Mithilfe des Remotedesktops können Administratoren sich an dem lokalen Server einer Zweigstelle anmelden und die Drucker dann einfach remote installieren.

Wenn ein Druckermodell über ein Webseitenfeature verfügt, kann die Druckverwaltung Problembehandlungsdetails anzeigen, z. B. die Stelle, an der ein Papierstau vorliegt, oder den Füllstand des Druckertoners. Einige Druckermodelle verfügen über Webseiten mit Optionen für Remotesteuerungsfunktionen, die bei der Problembehandlung in Zweigstellen behilflich sein können.

Weitere Informationen finden Sie in der schrittweisen Anleitung für die Druckverwaltung (möglicherweise in englischer Sprache) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=50141).

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Microsoft .NET Framework

Windows Server 2003 R2 verfügt über neue Features für .NET Framework 2.0.

Microsoft .NET Framework 2.0

.NET Framework, Version 2.0, ist die neueste Version von .NET Framework, einer Windows-Komponente zum Erstellen, Bereitstellen und Ausführen von Anwendungen. Schwerpunkt von .NET Framework 2.0 ist die Bereitstellung von Entwicklerproduktivität, hervorragender Funktionalität sowie die Möglichkeit zur Beibehaltung und optimalen Nutzung vorhandener Softwareinvestitionen. Zu den wesentlichen Erweiterungen gehören die Unterstützung für 64-Bit-Prozessoren für eine verbesserte Leistung und Skalierbarkeit, Transaktionserweiterungen und -optimierungen, Produktivitätsverbesserungen in ASP.NET und Unterstützung für WS-I BP 1.1 und SOAP 1.2 mit Webdienste.

Eine umfassende Liste der neuen Features von .NET Framework 2.0 (möglicherweise in englischer Sprache) finden Sie auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=50322).

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Internet- und E-Mail-Dienste und -Features

In Windows Server 2003 R2 ist Windows SharePoint® Services enthalten.

Windows SharePoint Services

Microsoft Windows SharePoint Services ist eine integrierte Sammlung von Zusammenarbeits- und Kommunikationsdiensten, die zur Verbindung von Personen, Informationen, Vorgängen und Systemen innerhalb und außerhalb der Firewall der Organisation entwickelt wurden. Windows SharePoint Services Service Pack 2 ist in dieser Version von Windows Server 2003 enthalten. Sie können Windows SharePoint Services jetzt direkt über den Serverkonfigurations-Assistenten oder über die Serververwaltung installieren. Wenn Sie Windows SharePoint Services installieren, stehen Ihnen die folgenden Features zur Verfügung:

SharePoint-Sites – Dateispeicherung und Zusammenarbeit

Auf Microsoft Windows SharePoint Services 2.0 basierende Websites ermöglichen es Teams, miteinander zu kommunizieren, gemeinsam auf Dokumente zuzugreifen und bei Projekten zusammenzuarbeiten. SharePoint-Sites bieten Folgendes:

  • Features für die Teamzusammenarbeit, z. B. Terminkalender, Kontakte, Weblinks, Problemlisten, Ankündigungen und vieles mehr.

  • Dokumentbibliotheken, in denen Benutzer Dokumente speichern und abrufen und dabei umfassende Features wie Ein- und Auschecken, Versionsverlauf, benutzerdefinierte Metadaten sowie flexible, anpassbare Sichten verwenden können.

  • Webparts, die Datenzugriff, Webdienste sowie viele andere Anwendungen und Inhalte für SharePoint-Sites bereitstellen können.

Für die Interaktion mit der Site benötigen die Benutzer lediglich einen Webbrowser. Falls jedoch auf den Computern der Benutzer Windows SharePoint Services-kompatible Clientprogramme installiert sind, wie z. B. Microsoft Office 2003, können die Benutzer auch nahtlos mit der Site arbeiten, Dateien in Bibliotheken speichern, Dokumente im Clientprogramm bearbeiten und diese Informationen auf die Website verschieben oder mit der Site verknüpfen.

SharePoint Central Administration – Webbrowser-Benutzeroberfläche für die Serververwaltung

Sie können einen einzelnen Server oder eine ganze Serverfarm mit Windows SharePoint Services über eine Webbrowser-Benutzeroberfläche namens SharePoint Central Administration verwalten. Verwenden Sie SharePoint Central Administration zum Erweitern eines virtuellen Servers, Erstellen von Sites oder Einschalten des Add-Ins Self-Service Site Creation, damit Benutzer eigene Sites erstellen, Sicherheitseinstellungen verwalten, die Liste der Server in der Serverfarm verwalten können usw. Sie können nach Wunsch auch das Befehlszeilen-Dienstprogramm Stsadm.exe verwenden, um Server mit Windows SharePoint Services zu verwalten.

Anwendungen für Windows SharePoint Services – Downloaden und Installieren von sofort einsatzbereiten Anwendungen, um schnell mit der Arbeit anfangen zu können

Steigern Sie die Produktivität der Benutzer, indem Sie eine Anwendung für Windows SharePoint Services downloaden und installieren. Diese Anwendungen sind auf die Durchführung bestimmter Prozesse oder Aufgaben zugeschnitten. Es steht eine Vielzahl von Anwendungen zur Verfügung, wie z. B. Anwendungen für die Gewinnung von Mitarbeitern, Projektverwaltung, Nachverfolgung von Helpdeskanfragen, Zeiterfassung und Zeitplanung, Ereignisplanung und andere. Die Anwendungen können sofort nach der Installation verwendet werden oder bei Bedarf auf die speziellen Anforderungen einer Organisation angepasst werden.

Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt zu den Anwendungen für Windows SharePoint Services (möglicherweise in englischer Sprache) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=47987).

Unterstützung für erweiterte Extranetkonfigurationen

Ein Feature für die Zuordnung von URL-Zonen (neu in Windows SharePoint Services Service Pack 2) vereinfacht die Interaktion mit einem Proxyserver oder einer Firewall. Windows SharePoint Services verwendet zum Generieren einiger Hyperlinks in den Webseiten und E-Mail-Nachrichten absolute URLs. Dies führte bisher dazu, dass Windows SharePoint Services keine Unterstützung bieten konnte für bestimmte erweiterte Extranetkonfigurationen (wie z. B. SSL-Beendung, Hostheaderänderung und Portübersetzung), in denen ein umgekehrter Proxyserver vor dem Windows SharePoint Services-Server bereitgestellt wird. Jetzt können Sie URL-Zonen einrichten, z. B. Internet, Intranet und Extranet, und eingehende und ausgehende URLs diesen Zonen zuordnen, so dass die Konfigurationen ordnungsgemäß arbeiten können.

Weitere Informationen zu Windows SharePoint Services in Windows Server 2003 R2 finden Sie (möglicherweise in englischer Sprache) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=45560).

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UNIX-Interoperabilität

Folgende Features sind in Windows Server 2003 R2 für eine verbesserte Interoperabilität mit UNIX verfügbar:

Identitätsverwaltung für UNIX

Windows Services für UNIX stellt Windows- und UNIX-Integration mit aktualisierten Lösungen für die Identitätsverwaltung bereit. Die folgenden Lösungen helfen bei der Bereitstellung eines störungsfreien Benutzerzugriffs und der effizienten, betriebssystemübergreifenden Verwaltung von Netzwerkressourcen:

  • Server für NIS. Hilft bei der Ingration von Windows- und UNIX-basierten NIS-Servern (Network Information Service), indem ermöglicht wird, dass ein Active Directory-Domänencontroller als NIS-Masterserver für eine oder mehrere NIS-Domänen fungiert.

  • Kennwortsynchronisierung. Hilft bei der Integration von Windows- und UNIX-Servern durch die Vereinfachung des Prozesses zur Verwaltung gesicherter Kennwörter. Bei der Kennwortsynchronisierung benötigen Benutzer keine separaten Kennwörter für ihre Windows- und UNIX-Konten und müssen auch nicht daran denken, das Kennwort an mehreren Standorten zu ändern.

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Subsystem für UNIX-basierte Anwendungen

Das Subsystem für UNIX-basierte Anwendungen (SUA) ist ein quellenkompatibles Subsystem zum Kompilieren und Ausführen benutzerdefinierter UNIX-basierter Anwendungen auf einem Computer mit einem Betriebssystem der Windows-Serverklasse. So können Sie für die vollständige Interoperabilität Ihrer UNIX-Anwendungen mit Windows in SUA sorgen, ohne dass Sie den Originalquellcode ändern bzw. wesentlich ändern müssen.

Das Subsystem für UNIX-basierte Anwendungen stellt ein Betriebssystem für POSIX-Prozesse (Portable Operating System Interface) bereit. Zusammen mit einem Paket aus Dienstprogrammen für die Unterstützung (wie Shells und einem Telnetclient) stellt SUA eine vollständige UNIX-Umgebung bereit. Das Dienstprogrammpaket für die Unterstützung beinhaltet umfassende Skriptdienstprogramme sowie ein SDK (Software Development Kit) zur vollständigen Unterstützung der Entwicklungsfunktionen von SUA.

SUA unterstützt außerdem die Groß- und Kleinschreibung von Dateinamen, die Auftragssteuerung und Kompilierungstools sowie die Verwendung von über 300 UNIX-Befehlen, -Dienstprogrammen und -Shellskripts. Da das Subsystem separat vom Windows-Kernel installiert wird, bietet es echte UNIX-Funktionen ohne jegliche Emulation.

Diese Version enthält die folgenden neuen Features:

  • Konnektivität für Datenbankbibliotheken (OCI/ODBC). SUA unterstützt die Konnektivität mit Oracle und SQL Server für Datenbankanwendungen. Dabei werden die Standards Oracle Call Interface (OCI) und Open Database Connectivity (ODBC) verwendet.

  • Microsoft® Visual Studio® Debugger Extension zum Debuggen von POSIX-Anwendungen. SUA beinhaltet Unterstützung für das Debuggen von POSIX-Prozessen mit Visual Studio IDE.

  • Dienstprogramme auf der Basis von SVR-5- und BSD-UNIX-Umgebungen. Das SUA-Downloadpaket unterstützt zwei verschiedene UNIX-Umgebungen: SVR-5 und BSD.

  • Unterstützung für 64-Bit-Anwendungen. Mithilfe des so genannten Thunking-Prozesses stellt SUA nicht nur Unterstützung für 64-Bit-Anwendungen auf einem 64-Bit-Betriebssystem, sondern auch Standardunterstützung für 32-Bit-Binärdateien auf einem 64-Bit-Betriebssystem bereit.

Informationen zum Downloaden der Unterstützungsdienstprogramme finden Sie im Abschnitt zum Installieren und Verwenden von Dienstprogrammen und SDK für UNIX-basierte Anwendungen (möglicherweise in englischer Sprache) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=38959).

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