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User Datagram Protocol (UDP)

Letzte Aktualisierung: Januar 2005

Betrifft: Windows Server 2003, Windows Server 2003 R2, Windows Server 2003 with SP1, Windows Server 2003 with SP2

User Datagram Protocol (UDP)

Bei UDP (User Datagram Protocol) handelt es sich um einen TCP/IP-Standard, der in RFC 768 zum Thema User Datagram Protocol (UDP) definiert ist. UDP wird von einigen Programmen anstelle von TCP zur schnellen, weniger relevanten und unzuverlässigen Übertragung von Daten zwischen TCP/IP-Hosts verwendet.

UDP stellt einen verbindungslosen Datagrammdienst mit bestmöglicher Übermittlung bereit. Das heißt, dass bei UDP die Zustellung von Datagrammen oder die Überprüfung der Sequenzierung nicht garantiert werden. Auf einem Quellhost, der eine zuverlässige Kommunikation benötigt, muss entweder TCP oder ein Programm verwendet werden, dass über eine eigene Sequenzierung und eigene Bestätigungsdienste verfügt.

UDP-Meldungen sind eingekapselt und werden in IP-Datagrammen gesendet, wie in der folgenden Abbildung dargestellt.

UDP-Kapselung in einem IP-Datagramm

UDP-Ports

Bei UDP-Ports handelt es sich um einen Ort zum Senden und Empfangen von UDP-Nachrichten. Ein UDP-Port stellt eine einzelne Nachrichtenwarteschlange zum Empfangen aller Datagramme dar, die für das durch die einzelnen Protokollportnummern festgelegte Programm bestimmt sind. Das bedeutet, dass UDP-Programme mehrere Nachrichten gleichzeitig empfangen können.

Bei allen Programmen, die UDP verwenden, wartet der Server auf Nachrichten, die auf der entsprechenden bekannten Portnummer empfangen werden. Alle Portnummern von UDP-Servern unter 1024 (sowie einige höhere Nummern) sind reserviert und bei der IANA (Internet Assigned Numbers Authority) registriert.

Jeder UDP-Server wird durch eine reservierte oder bekannte Portnummer gekennzeichnet. Die folgende Tabelle enthält eine Teilliste mit für UDP-Server vorgesehenen bekannten Portnummern, die von Standard-UDP-Programmen verwendet werden.

 

UDP-Portnummer Beschreibung

53

DNS-Namensabfragen

69

Trivial File Transfer-Protokoll (TFTP)

137

NetBIOS-Namensdienst

138

NetBIOS-Datagrammdienst

161

Simple Network Management Protocol (SNMP)

520

Routing Information Protocol (RIP)

Eine aktualisierte und vollständige Liste aller gegenwärtig registrierten bekannten UDP-Ports finden Sie auf der Internet Assigned Numbers Authority (IANA)-Website.

Hinweis

UDP und TCP

Die Unterschiede zwischen der Datenübertragung bei UDP und bei TCP sind vergleichbar mit den Unterschieden zwischen einem Telefonanruf und einer Postkarte. TCP funktioniert wie ein Telefonanruf. Es wird überprüft, ob das Ziel verfügbar und kommunikationsbereit ist. UDP funktioniert wie eine Postkarte. Es sollen kurze Nachrichten übermittelt werden, wobei die Zustellung wahrscheinlich ist, wenn auch nicht immer garantiert.

UDP wird i. d. R. von Programmen verwendet, die zu einem Zeitpunkt kleinere Datenmengen übertragen oder Echtzeitanforderungen stellen. Unter diesen Umständen ist UDP wegen seiner niedrigen Belastung und seiner Multicasting-Fähigkeiten (z. B. ein Datagramm, viele Empfänger) besser geeignet als TCP.

UDP steht im direkten Gegensatz zu den Diensten und Features von TCP. In der folgenden Tabelle werden die in der TCP/IP-Kommunikation auftretenden Unterschiede aufgeführt, die sich in Abhängigkeit davon ergeben, ob entweder UDP oder TCP zum Übermitteln von Daten verwendet wird.

 

UDP TCP

Verbindungsloser Dienst; zwischen Hosts wird keine Sitzung erstellt.

Verbindungsorientierter Dienst; zwischen Hosts wird eine Sitzung erstellt.

UDP garantiert keine Übermittlung oder bestätigt die Übermittlung nicht, Daten werden nicht sequenziert.

TCP garantiert die Zustellung mithilfe von Bestätigungen und der sequenzierten Übermittlung von Daten.

UDP verwendende Programme sind für die nötige Zuverlässigkeit bei der Datenübertragung selbst verantwortlich.

Für TCP verwendende Programme wird die zuverlässige Datenübertragung bereitgestellt.

UDP arbeitet mit hoher Geschwindigkeit, stellt im Hinblick auf die Belastung geringe Anforderungen und unterstützt sowohl Punkt-zu-Punkt-Kommunikation als auch Punkt-zu-Multipunkt-Kommunikation.

TCP ist langsamer, stellt im Hinblick auf die Belastung höhere Anforderungen und unterstützt ausschließlich Punkt-zu-Punkt-Kommunikation.

Sowohl bei UDP als auch bei TCP werden Ports zur Kennzeichnung der für ein einzelnes TCP/IP-Programm bestimmten Kommunikation verwendet.

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