(0) exportieren Drucken
Alle erweitern

DFS-Lösung (Distributed File System, Verteiltes Dateisystem) unter Microsoft Windows Server 2003 R2 (Übersicht)

Letzte Aktualisierung: August 2005

Betrifft: Windows Server 2003 R2

Eines der Ziele von IT-Gruppen in mittleren und großen Organisationen besteht darin, Dateiserver und deren Ressourcen effizient zu verwalten und gleichzeitig deren Verfügbarkeit und Sicherheit für Benutzer sicherzustellen. Mit einer wachsenden Anzahl von Benutzern und Servern in einer expandierenden Organisation, ob innerhalb eines Standorts oder an geografisch verteilten Standorten, wird es für die Administratoren immer schwieriger, den Zugriff auf die benötigten Dateien für die Benutzer sicherzustellen. Einerseits werden Dateien durch das Speichern auf verteilten Servern mehr Benutzern zur Verfügung gestellt, und die Verzögerung sowie die Bandbreitenauslastung werden verringert, wenn sich die Server in der Nähe der Benutzer befinden. Andererseits sind mit einer steigenden Anzahl verteilter Server die benötigten Dateien für die Benutzer schwerer zu finden, und die Betriebskosten steigen.

Die Administratoren benötigen zur Verwaltung der verteilten Remoteserver eine Lösung, mit der sie den Netzwerkverkehr über langsame WAN-Verbindungen beschränken, die Verfügbarkeit der Dateien bei WAN-Ausfällen oder Serverabstürzen sicherstellen und für die ordnungsgemäße Sicherung der Teilstrukturserver sorgen können. Die DFS-Lösung (Distributed File System, Verteiltes Dateisystem) im Betriebssystem Microsoft® Windows Server™ 2003 R2 unterstützt Administratoren bei diesen Aufgaben mithilfe von zwei Technologien: DFS-Namespaces und DFS-Replikation. Diese bieten zusammen eingesetzt einen vereinfachten, fehlertoleranten Dateizugriff, Nutzlastverteilung und WAN-kompatible Replikation.

  • Die DFS-Replikation ist ein neues, statusbasiertes Multimasterreplikationsmodul, das die Replikationszeitplanung und Bandbreiteneinschränkung unterstützt. Die DFS-Replikation verwendet ein als RDC (Remote Differential Compression) bezeichnetes neues Komprimierungsprotokoll, mit dem Dateien über ein Netzwerk mit eingeschränkter Bandbreite effizient aktualisiert werden können. RDC erkennt, wenn Daten in Dateien eingefügt oder anders angeordnet bzw. aus Dateien entfernt wurden. Dadurch ist es möglich, mit der DFS-Replikation nur die beim Aktualisieren von Dateien auftretenden Änderungen zu replizieren. Darüber hinaus kann eine als dateiübergreifende RDC bezeichnete Funktion von RDC dazu beitragen, die für die Replikation neuer Dateien erforderliche Bandbreite zu reduzieren.

  • Mit DFS-Namespaces, früher als verteiltes Dateisystem bezeichnet, können Administratoren freigegebene Ordner, die sich auf unterschiedlichen Servern befinden, zusammenfassen und den Benutzern als virtuelle Ordnerstruktur, den so genannten Namespace, zur Verfügung stellen. Ein Namespace bietet zahlreiche Vorteile, wie z. B. eine höhere Verfügbarkeit von Daten, Nutzlastverteilung und vereinfachte Datenmigration.

In der folgenden Abbildung wird das Zusammenwirken von DFS-Namespaces und DFS-Replikation dargestellt. Die mit 1 und 2 markierten Vorgänge werden im Anschluss an die Abbildung ausführlicher beschrieben.

Grafik

Sobald ein Benutzer versucht, auf einen Ordner im Namespace zuzugreifen (1), stellt der Clientcomputer, wie in der Abbildung dargestellt, eine Verbindung mit einem Namespaceserver her. Der Namespaceserver sendet dem Clientcomputer einen Verweis mit einer Liste von Servern, die die dem Ordner zugeordneten freigegebenen Ordner (die so genannten Ordnerziele) hosten. Der Clientcomputer speichert den Verweis im Cache und stellt einen Kontakt mit dem ersten Server im Verweis her (2). In der Regel ist dies ein Server am Standort des Clients, es sei denn, es sind keine Server am gleichen Standort vorhanden, oder der Administrator hat die Zielpriorität konfiguriert.

Der hervorgehobene Ordner in der Abbildung wird von freigegebenen Ordnern auf zwei Servern in New York und in London gehostet, um für Benutzer an diesen Standorten schnellen, zuverlässigen Zugriff auf die Dateien bereitzustellen. Die freigegebenen Ordner werden per DFS-Replikation synchronisiert. Das Hosten des Ordners durch mehrere Server ist für Benutzer transparent. Diesen wird nur ein einzelner Ordner im Namespace angezeigt. Wenn einer der Server nicht mehr zur Verfügung steht, findet ein Failover des Clientcomputers auf den verbleibenden Server statt.

Schlüsselszenarien

Obwohl DFS-Namespaces und DFS-Replikation zwei separate Technologien darstellen, bieten sie zusammen Lösungen für vielfältige Schlüsselszenarien in mittleren und großen Organisationen.

Datensammlung

Mit dem Datensammlungsszenario lässt sich die Verwendung von Bandsicherungen in Zweigstellen vermeiden, wodurch die Betriebskosten erheblich reduziert werden können. Dazu werden Daten von einem Server in einer Zweigstelle auf einen Server in der Hauptstelle oder einem Datacenter repliziert. Administratoren in der Hauptstelle können die Daten des Teilstrukturservers mit Sicherungssoftware über einen Hubserver sichern. Dadurch entfällt der häufig fehlerträchtige Prozess, in Zweigstellen ohne geschultes IT-Personal die Sicherungen von Nicht-IT-Administratoren ausführen zu lassen. Das Zentralisieren der Sicherungen in der Hauptstelle ermöglicht Organisationen zudem die Konsolidierung der Sicherungshardware und der entsprechenden Verwaltungsaufgaben.

Dank RDC werden bei der DFS-Replikation nur die Unterschiede (oder Änderungen) zwischen den beiden Servern repliziert. Dadurch wird die bei der Replikation verwendete Bandbreite minimiert, was für Zweigstellen mit WAN-Verbindungen niedriger Bandbreite zur Hauptstelle einen wichtigen Gesichtspunkt darstellt. Außerdem können durch Replikationszeitplanung und Bandbreiteneinschränkung Replikationsfenster außerhalb der Arbeitszeiten eingerichtet und die bei der Replikation verwendete Bandbreite reguliert werden. So erhalten die Administratoren eine bessere Kontrolle über den WAN-Datenverkehr.

Wenn die DFS-Replikation zusammen mit DFS-Namespaces verwendet wird, können Administratoren einen Namespace so konfigurieren, dass Clients in Zweigstellen immer mit dem Teilstrukturserver verbunden werden. Wenn der Teilstrukturserver nicht mehr zur Verfügung steht, findet ein Failover der Zweigstellenclients auf den Hubserver statt. Mithilfe einer DFS-Namespaceerweiterung, die als Clientfailback bezeichnet wird, findet bei Zweigstellenclients mit installiertem Clientfailbackhotfix außerdem ein Failback auf den Teilstrukturserver statt, sobald dieser wiederhergestellt wurde.

Datenverteilung

DFS-Namespaces und die DFS-Replikation können zum Veröffentlichen von Dokumenten, Software und Branchendaten für Benutzer überall in einer Organisation verwendet werden. Obwohl die DFS-Replikation allein zum Verteilen von Dateien ausreichend ist, können Administratoren mit DFS-Namespaces den Namespace so konfigurieren, dass ein Ordner im Namespace von mehreren Servern gehostet wird. Dadurch wird die Datenverfügbarkeit erhöht und die Clientlast auf die Server verteilt. Beim Durchsuchen des Namespaces wird Benutzern ein einzelner Ordner angezeigt. Für die Benutzer ist nicht ersichtlich, dass der Ordner von mehreren Servern gehostet wird. Wenn ein Benutzer den Ordner öffnet, wird der Clientcomputer automatisch an einen Server an seinem eigenen Standort verwiesen. Administratoren können den Namespace so konfigurieren, dass er, wenn keine Server am gleichen Standort verfügbar sind, den Client an den Server mit den niedrigsten Verbindungskosten (gemäß der Definition im Active Directory®-Verzeichnisdienst) verweist. Außerdem können Administratoren mit einer DFS-Namespaceerweiterung (der so genannten Zielpriorität) die Priorität von Servern angeben, sodass ein bestimmter Server in der Serverliste (dem so genannten Verweis), die der Client beim Zugriff auf einen Ordner im Namespace empfängt, immer an erster oder letzter Stelle aufgeführt wird.

Freigeben von Dateien für andere Zweigstellen

In großen Organisationen mit weltweit verteilten Zweigstellen benötigen häufig Benutzer in einer Zweigstelle Zugriff auf freigegebene Ordner und Dateien, die in einer anderen Zweigstelle oder in der Hauptstelle bzw. dem Datacenter gespeichert sind. In manchen Fällen ist eine Zusammenarbeit an den Dateien erforderlich, in anderen Fällen müssen Benutzer lediglich auf die Dateien zugreifen. Falls kürzere Wartezeiten und höhere Datenverfügbarkeit bei WAN-Ausfällen den umfangreicheren Netzwerkverkehr und größeren Speicherplatzbedarf in der Zweigstelle rechtfertigen, können Administratoren mithilfe der DFS-Replikation Dateien zwischen Zweigstellenservern replizieren und so den Benutzern schnellen Zugriff auf die Dateien in ihren jeweiligen Zweigstellen ermöglichen. Von dem Speichern von Dateien in mehreren Zweigstellen profitieren auch Benutzer, die zwischen den Zweigstellen hin und her wechseln. Wenn ein Benutzer in einer anderen Zweigstelle Änderungen an seinen Dateien vornimmt, werden diese Änderungen zurück an die Zweigstelle des Benutzers repliziert.

Falls die freigegebenen Ordner in einer Zweigstelle als Ordner in einem Namespace definiert sind, greifen Benutzer auf diese zu, indem sie scheinbar einen einzigen Server durchsuchen. Dadurch können die Benutzer die Suche nach Dateien stets an einem einheitlichen Ort beginnen. Beispielsweise greift ein Benutzer, der von einer Zweigstelle an eine andere reist, scheinbar auf denselben Ordner im Namespace zu. Tatsächlich wird der Benutzer jedoch auf den am nächsten befindlichen Server verwiesen, der die Daten enthält. Wenn die Daten mit der DFS-Replikation repliziert werden, werden die Änderungen des Benutzers zurück an die Zweigstelle des Benutzers repliziert.

Zusammenarbeitsszenarien mit DFS-Replikation sind nur dann empfehlenswert, wenn die Benutzer eine zeitweilige Inkonsistenz der Dateien in Kauf nehmen können, bis die Änderungen auf andere Teilstrukturserver repliziert sind. Da die DFS-Replikation bei Änderungen an derselben Datei auf mehreren Servern eine Heuristik verwendet, bei der der letzte Schreibvorgang Vorrang hat, ist dieses Szenario am besten geeignet, wenn eine Datei von einem einzelnen Server aus oder von einem einzelnen Benutzer aktualisiert wird. Das Festlegen von Berechtigungen für freigegebene Ordner kann dazu beitragen, Änderungskonflikte zu vermeiden. Für Zusammenarbeitsszenarien, die eine Dateisperrung erfordern, wird die Verwendung von Microsoft® Windows® SharePoint® Services empfohlen.

noteHinweis
Da die DFS-Replikation Dateien erst nach dem Schließen der Datei repliziert, wird die DFS-Replikation nicht zum Replizieren von Datenbankdateien oder von über einen längeren Zeitraum geöffneten Dateien empfohlen.

Vorteile der DFS-Replikation unter Windows Server 2003 R2

Die DFS-Replikation ist ein neues Replikationsmodul, das gegenüber dem Dateireplikationsdienst (File Replication Service, FRS) wesentliche Verbesserungen bietet. Die Vorteile der DFS-Replikation sind nachstehend beschrieben.

Vereinfachter Vorgang zum Replizieren bestimmter Ordner auf denselben Satz von Servern

Der Vorgang zum Einrichten der replizierten Ordner wurde in Windows Server 2003 R2 durch die Einführung von Replikationsgruppen und replizierten Ordnern vereinfacht, die in der folgenden Abbildung dargestellt sind.

Grafik

Wie in dieser Abbildung gezeigt, ist eine Replikationsgruppe ein Satz aus als Mitglieder bezeichneten Servern, der an der Replikation eines oder mehrerer replizierter Ordner teilnimmt. Ein replizierter Ordner ist ein Ordner, der auf den einzelnen Mitgliedern synchron gehalten wird. Die vorherige Abbildung enthält zwei replizierte Ordner, Projekte und Angebote. Wenn Daten in den einzelnen replizierten Ordnern geändert werden, werden die Änderungen über Verbindungen zwischen den Mitgliedern repliziert. Die Verbindungen zwischen allen Mitgliedern bilden die Replikationstopologie.

Das Erstellen mehrerer replizierter Ordner in einer einzigen Replikationsgruppe vereinfacht den Prozess beim Bereitstellen replizierter Ordner, da die Topologie, der Zeitplan und die Bandbreiteneinschränkung für die Replikationsgruppe für jeden einzelnen replizierten Ordner übernommen werden. Jeder replizierte Ordner hat außerdem seine eigenen Einstellungen, z. B. Datei- und Unterordnerfilter, sodass Administratoren für die einzelnen replizierten Ordner verschiedene Dateien und Unterordner herausfiltern können. Zum Bereitstellen zusätzlicher replizierter Ordner können Administratoren mithilfe eines kurzen Assistenten den lokalen Pfad und die Berechtigungen für den neuen replizierten Ordner definieren.

Die auf den einzelnen Mitgliedern gespeicherten replizierten Ordner können sich auf verschiedenen Volumes im Mitglied befinden, und die replizierten Ordner müssen nicht freigegebene Ordner oder Teil eines Namespaces sein, obwohl das DFS-Verwaltungs-Snap-In das Freigeben replizierter Ordner und das optionale Veröffentlichen dieser Ordner in einem vorhandenen Namespace vereinfacht.

Differenzielle Replikation von Änderungen an Dateien

Mithilfe von RDC werden bei der DFS-Replikation nur die Unterschiede (oder Änderungen) zwischen den Mitgliedern repliziert. Auf diese Weise können Zweigstellen mit langsamen WAN-Verbindungen unter Verwendung minimaler Bandbreite an der Replikation teilnehmen.

RDC ist besonders effizient, wenn kleine Änderungen an großen Dateien vorgenommen werden. Beispielsweise müssen nach einer Änderung an einer 2 MB (Megabytes) umfassenden PowerPoint®-Präsentation nur 60 KB (Kilobytes) über das Netzwerk gesendet werden, was einer 97-prozentigen Ersparnis an übertragenen Bytes entspricht. In einem Test wurde eine Mischung von 780 Office-Dateien (DOC-, PPT- und XLS-Dateien) mithilfe der DFS-Replikation mit RDC von einem Quellserver auf einen Zielserver repliziert. Dabei sollte ermittelt werden, wie effektiv RDC für Office-Dateien ist, an denen typische Änderungen vorgenommen wurden. Der Zielserver verfügte über die Version x der Dateien und der Quellserver über die Version x+. Die beiden Versionen unterschieden sich durch erhebliche Änderungen. Die prozentualen Einsparungen in übertragenen Bytes betrugen durchschnittlich 50 Prozent, für große Dateien wesentlich mehr.

Außerdem ermöglicht die DFS-Replikation durch die Verwendung von RDC und Komprimierung Bandbreiteneinsparungen beim Verteilen von Softwaredateien. Die IT-Abteilung von Microsoft repliziert z. B. mit der DFS-Replikation Softwaredateien an Microsoft-Niederlassungen in mehreren Ländern und Regionen. Obwohl die Bandbreitenauslastung über die Zeit variiert, wurde in einem typischen Fall eine 63,14-prozentige Bandbreitenreduzierung des Netzwerkverkehrs gemessen. Speziell wurden 16,22 GB statt 44,0 GB repliziert.

noteHinweis
RDC wird nicht für Dateien verwendet, die kleiner als 64 KB sind. Auch für Hochgeschwindigkeits-LANs, in denen die Netzwerkbandbreite nicht stark beansprucht wird, bringt RDC u. U. keinen Vorteil. RDC kann für einzelne Verbindungen mithilfe des DFS-Verwaltungs-Snap-Ins deaktiviert werden.

Reduzierung der Bandbreite beim Replizieren neuer Dateien

Eine weitere Funktion von RDC, die als dateiübergreifende RDC bezeichnet wird, sucht mithilfe einer Heuristik nach Dateien, die der zu replizierenden ähnlich sind. Dies ist nützlich, wenn eine neue Datei auf einem Server erstellt wird und auf einen anderen Server repliziert werden muss. Statt die gesamte Datei zu replizieren, können bei der DFS-Replikation Teile von Dateien verwendet werden, die der zu replizierenden Datei ähnlich sind. Dadurch kann die Menge der über das WAN übertragenen Daten minimiert werden.

Dateiübergreifende RDC ist nur verfügbar, wenn auf einem der Server (von einem replizierenden Serverpaar) Windows Server 2003 R2 Enterprise Edition, Windows Server 2003 R2 Datacenter Edition oder Windows® Storage Server R2 Enterprise Edition ausgeführt wird. Wird beispielsweise auf einem Zweigstellenserver Windows Server 2003 R2 Standard Edition ausgeführt und auf dem Hubserver Windows Server 2003 R2 Enterprise Edition, wird dateiübergreifende RDC verwendet.

Effiziente und skalierbare Replikation

Wenn zwei Mitglieder einer Replikationsgruppe mit der gegenseitigen Synchronisierung beginnen, werden mithilfe eines effizienten Algorithmus die zu replizierenden Dateien bestimmt. Es wird nur eine minimale Menge von Metadaten ausgetauscht, und das Senden unnötiger Änderungen (aufgrund der Reihenfolge, in der die Änderungen auftreten) wird vermieden, da die Synchronisierung statusbasiert und nicht wie beim Dateireplikationsdienst (File Replication Service, FRS) ereignisbasiert erfolgt.

Durch die Einführung der statusbasierten Synchronisierung zusammen mit RDC können bei der DFS-Replikation mehr Dateien auf mehr Mitglieder repliziert werden als mit FRS. Die getesteten Skalierbarkeitszahlen lauten wie folgt:

  • Jeder Server kann Mitglied von bis zu 256 Replikationsgruppen sein.

  • Jede Replikationsgruppe kann bis zu 256 replizierte Ordner enthalten.

  • Jeder Server kann über bis zu 256 Verbindungen verfügen (z. B. 128 eingehende und 128 ausgehende Verbindungen).

  • Auf jedem Server darf die Anzahl der Replikationsgruppen multipliziert mit der Anzahl der replizierten Ordner multipliziert mit der Anzahl der gleichzeitig replizierenden Verbindungen nicht mehr als 1024 betragen. Falls der Replikationszeitplan gestaffelt ist, müssen Sie die Verbindungen nicht mitzählen, über die aufgrund eines geschlossenen Zeitplans keine Replikation stattfindet.

  • Eine Replikationsgruppe kann bis zu 256 Mitglieder enthalten.

  • Ein Volume kann bis zu 8 Millionen replizierte Dateien enthalten, und ein Server kann bis zu 1 Terabyte an replizierten Dateien enthalten. Dies sind getestete Zahlen, die aus Gründen der Leistung und Skalierbarkeit als Richtlinien empfohlen werden.

Flexible Zeitplanung und Bandbreiteneinschränkung

Die DFS-Replikation unterstützt die Replikationszeitplanung und Bandbreiteneinschränkung in 15-minütigen Schritten innerhalb eines Zeitraums von 7 Tagen. Administratoren wählen beim Angeben eines Replikationsintervalls die Start- und die Stoppzeit sowie die zu verwendende Bandbreite in diesem Intervall aus. Die Einstellungen für die Bandbreitenauslastung liegen im Bereich zwischen 16 KBit/s und 256 MBit/s bzw. voller (unbeschränkter) Bandbreite. Administratoren können einen Standardzeitplan und eine Bandbreite konfigurieren, die für alle Verbindungen zwischen Mitgliedern gelten. Optional können sie darüber hinaus einen benutzerdefinierten Zeitplan und eine Bandbreite für einzelne Verbindungen definieren.

Um das Konfigurieren von Replikationsfenstern für Server in verschiedenen Zeitzonen zu vereinfachen, können Administratoren den Zeitplan so festlegen, dass der Server, der die Replikation initiiert, den Zeitplan entweder in Coordinated Universal Time (UTC) oder in der lokalen Zeit des Servers interpretiert.

Unterstützung in eigenständigen und domänenbasierten Namespaces sowie in einzelnen Ordnern

Die DFS-Replikation kann in eigenständigen und domänenbasierten Namespaces sowie für Ordner verwendet werden, die nicht Teil eines Namespaces sind. Die zu replizierenden Ordner können freigegeben oder nicht freigegeben sein.

Selbstreparatur nach USN-Journalumbrüchen und Datenbankbeschädigungen

Die DFS-Replikation bietet die Möglichkeit der Selbstreparatur nach USN-Journalumbrüchen (Update Sequence Number, Aktualisierungssequenznummer) und Beschädigungen der Jet-Datenbank. Obwohl die Replikation während der Reparatur unterbrochen wird, wird der Dienst ohne Eingriffe eines Administrators wiederhergestellt. Für die Selbstreparatur scannt die DFS-Replikation das Dateisystem und erstellt die DFS-Replikationsdatenbank, die Metadaten für die Dateien im replizierten Ordner enthält, neu. Die Datenbank muss dann mit einer Datenbank oder einem anderen Mitglied synchronisiert werden. Beim Synchronisierungsvorgang wird der Umfang der über das Netzwerk gesendeten Metadaten durch die Anzahl von Dateien unter dem lokalen Pfad des replizierten Ordners (d. h. die Anzahl der Kennungsdatensätze in der Datenbank) und die Größe der pro Datei zu sendenden Metadaten bestimmt. Die Metadatengröße für eine Datei entspricht zweimal der Länge des Dateinamens plus ca. 144 Bytes. Zusätzlich entsteht durch RPC und TCP ein etwa 5-prozentiger Mehraufwand. Daher werden im ungünstigsten Fall für 1 Million Dateien in der Datenbank mit einer durchschnittlichen Dateinamengröße von 50 Bytes etwas 194 MB (Megabytes) an Metadaten über das Netzwerk gesendet.

Einfache Wiederherstellung von Mitgliedern

Die globalen Konfigurationseinstellungen für die DFS-Replikation, wie z. B. die Topologie und der Replikationszeitplan, werden in Active Directory gespeichert. Die Einstellungen werden außerdem auf jedem Mitglied in einer lokalen XML-Datei gespeichert. Diese Datei kann von der DFS-Replikation (mit den in Active Directory gespeicherten Einstellungen) neu erstellt werden, wenn die Datei beschädigt oder das Mitglied nach einem Ausfall wiederhergestellt wird. Diese Art der Selbstreparatur ermöglicht eine längere Serverbetriebszeit und höhere Zuverlässigkeit. Zudem wird die Wiederherstellung eines Mitglieds einer Replikationsgruppe bei der Wiederherstellung nach einem Systemausfall erleichtert. Die DFS-Replikation speichert in der XML-Datei auch mitgliedsspezifische Einstellungen, wie Debugprotokolleinstellungen oder RPC-Porteinstellungen, die mit der Windows-Verwaltungsinstrumentation (Windows Management Instrumentation, WMI) konfiguriert wurden.

Einfaches und flexibles Pre-Staging neuer Server

Bevor ein Administrator einer Replikationsgruppe einen neuen Server hinzufügt, kann er ein Pre-Staging der replizierten Ordner auf den Zielservern ausführen. Dazu kann er die Daten auf die Server kopieren, eine Sicherung wiederherstellen oder Dateien von einem Band, einer DVD bzw. einer Wechselfestplatte kopieren. Wie weiter oben beschrieben, ist der Synchronisierungsvorgang sehr effizient hinsichtlich der Bandbreitenauslastung und der ausgetauschten Metadaten. Auf diese Weise entsteht bei der anfänglichen Synchronisierung für Dateien, die auf dem Quellserver (auch als primäres Mitglied bezeichnet) und den Zielservern identisch sind, nur minimaler WAN-Datenverkehr. Falls die Dateien auf dem Zielserver veraltet sind, repliziert die DFS-Replikation mithilfe von RDC nur die Änderungen, die seit dem Pre-Staging der Daten aufgetreten sind. Dateien, für die ein Pre-Staging ausgeführt wurde und die auf den Zielservern, jedoch nicht auf dem Quellserver vorhanden sind, werden in den Ordner PreExisting unter dem Pfad des replizierten Ordners auf dem Zielserver verschoben.

Neue Verwaltungsprogramme

Administratoren können mit dem DFS-Verwaltungs-Snap-In DFS-Namespaces und die DFS-Replikation konfigurieren. Durch das Snap-In werden die beiden DFS-Komponenten integriert, sodass Administratoren folgende Aktionen ausführen können:

  • Auswählen eines vorhandenen Ordners in einem Namespace und Konfigurieren der DFS-Replikation auf den dem Ordner zugeordneten Ordnerzielen (freigegebenen Ordnern).

  • Hinzufügen eines replizierten Ordners zu einem vorhandenen Namespace

Darüber hinaus können Administratoren Verwaltungsaufgaben an der Befehlszeile mithilfe von Dfsradmin.exe oder Dfsrdiag.exe ausführen. Beide Programme sind Bestandteil von Windows Server 2003 R2. Weitere Konfigurationen können programmgesteuert über WMI vorgenommen werden.

Delegieren von Verwaltungsaufgaben

An Administratoren, die nicht Mitglieder der Gruppe Domänen-Admins sind, kann die Fähigkeit zum Erstellen neuer Replikationsgruppen in einer Domäne, zum Verwalten einer vorhandenen Replikationsgruppe oder beides delegiert werden. Mitglieder der Gruppe Domänen-Admins können für diese Delegierung entweder das DFS-Verwaltungs-Snap-In oder das Befehlszeilenprogramm Dfsradmin.exe verwenden.

Integrierte Zustandsmetriken und Diagnoseereignisse

Die DFS-Replikation stellt integrierte WMI-Anbieter zum Überwachen des Zustands der DFS-Replikation bereit. Die WMI-Anbieter können beispielsweise USN-Journalumbrüche, Datenbankverluste, nicht ausreichenden Speicherplatz, Netzwerkkonnektivitätsprobleme, Freigabeverletzungen, übermäßige Replikation und Abweichungen der Systemuhr zwischen Mitgliedern melden. Diese Ereignisse werden auch im Ereignisprotokoll der DFS-Replikation verzeichnet, in dem ausschließlich Replikationsereignisse gespeichert werden.

Es gibt zwei Möglichkeiten zum Überwachen der DFS-Replikation: einen integrierten Diagnosebericht und das Windows DFS-Replikation Management Pack für Microsoft Operations Manager (MOM). Der Diagnosebericht ist eine HTML-Datei, die entweder vom DFS-Verwaltungs-Snap-In oder vom Befehlszeilenprogramm Dfsradmin.exe generiert wird. Der Bericht enthält eine Vielzahl von Informationen zur DFS-Replikation, wie z. B. Fehler- und Warnereignisse, Dienststatus und Betriebszeit, die Replikationseffizienz basierend auf RDC und Datenstromkomprimierung, noch nicht verarbeitete Sende- und Empfangsvorgänge, den freien Speicherplatz usw. Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für einen Zustandsbericht:

Grafik

Das Windows DFS-Replikation Management Pack ist ein Echtzeitüberwachungsprogramm für den Zustand und den Replikationsfortschritt der DFS-Replikation bezogen auf einzelne Mitglieder. Administratoren können mit diesem Management Pack den Status des DFS-Replikationsdienstes, der Replikationsgruppen, der replizierten Ordner und der Volumes überwachen, auf denen die replizierten Ordner gespeichert werden. Durch Bedingungen, die ein vollständiges oder teilweises Fehlschlagen der Replikation verursachen, wird vorübergehend der Status von Objekten geändert. Diese Objekte werden auf den fehlerfreien Status zurückgesetzt, wenn das Problem gelöst wird; automatisch durch den Dienst (wie bei wiederholten Verbindungsfehlern) oder durch den Administrator.

Das Management Pack wird in Microsoft Operations Manager 2005 unterstützt und steht auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=55220) zum Download zur Verfügung.

DFS-Namespaceerweiterungen unter Windows Server 2003 R2

Wie weiter oben beschrieben, wurde die DFS-Technologie (Distributed File System, verteiltes Dateisystem) unter Windows Server™ 2003 in DFS-Namespaces umbenannt. Obwohl der zugrunde liegende Dienst und die Basisfunktionalität unverändert sind, gibt es in Windows Server 2003 R2 eine Reihe von DFS-Namespaceerweiterungen. Diese Erweiterungen, die als aktualisierte APIs in Windows Server 2003 Service Pack 1 (SP1) eingeführt werden, bieten eine einfachere Verwaltung und mehr Flexibilität für Namespaces, die in Zweigstellen verwendet werden.

Neue und aktualisierte Verwaltungsprogramme

Das neue DFS-Verwaltungs-Snap-In in Windows Server 2003 R2 stellt eine verbesserte grafische Benutzeroberfläche zum Verwalten von Namespaces und der DFS-Replikation bereit. Mit dem Snap-In können Administratoren DFS-Namespaceerweiterungen konfigurieren, wie z. B. die Zielpriorität, Delegierung und Clientfailback, aber auch vorhandene Funktionen, die in Windows Server 2003 nur mithilfe von Dfsutil.exe konfiguriert werden konnten. Beispielsweise können Administratoren mit dem DFS-Verwaltungs-Snap-In die Anordnung der Server in einem Verweis konfigurieren, z. B. sortiert nach den niedrigsten Kosten oder beschränkt auf den Standort des Clients. Administratoren können auch den Stammskalierbarkeitsmodus aktivieren, durch den die Last für den PDC-Emulator (primärer Domänencontroller) in umfangreichen Namespaces reduziert wird.

Das Befehlszeilenprogramm Dfsutil.exe, das ein Bestandteil der Windows-Supporttools von Windows Server 2003 SP1 ist, wurde aktualisiert und enthält jetzt die DFS-Namespaceerweiterungen. Das Betriebssystemtool Dfscmd.exe wurde ebenfalls aktualisiert und ermöglicht jetzt Administratoren das Verschieben oder Umbenennen von Ordnern im Namespace.

Clientfailback

Als Clientfailover in DFS-Namespaces wird der Prozess bezeichnet, in dem Clients den Versuch unternehmen, auf einen anderen Server in einem Verweis zuzugreifen, nachdem einer der Server fehlschlägt oder aus dem Namespace entfernt worden ist. Wenn kein Clientfailback konfiguriert ist, verwenden die Clients weiter den Server, zu dem sie ein Failover ausgeführt haben, sofern nicht der Client neu gestartet oder der Verweiscache des Clients gelöscht wird. Wenn Clientfailback konfiguriert ist und auf den Clients der entsprechende Clientfailbackhotfix installiert ist, führen Clients einen Failback auf einen bevorzugten lokalen Server aus, wenn dieser wiederhergestellt wird.

Zielpriorität

Wenn ein Client auf einen Namespace zugreift, empfängt er einen Verweis, der eine Liste mit zum Namespacestamm oder Ordner zugeordneten Zielen enthält. Diese Ziele werden gemäß der aktuellen Sortiermethode für den Namespace oder Ordner aufgelistet. Zum Optimieren der Sortierung bestimmter Ziele können Administratoren angeben, ob ein Server in einem Verweis an erster oder letzter Stelle angezeigt wird. Das Zuweisen der Zielpriorität ist in vielen Szenarien hilfreich. Dazu gehören Hot-Standby-Szenarien, in denen ein Server als letztes Mittel der Problemlösung angesehen wird. In diesem Szenario kann der Administrator angeben, dass der Standbyserver immer als letzter Eintrag in Verweise aufgenommen wird und dass Clients nur dann ein Failover zu diesem Server ausführen, wenn alle anderen Server nicht mehr funktionsfähig sind oder wegen Netzwerkausfällen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Bessere Delegierungsmöglichkeiten

Administratoren können die Fähigkeit zum Erstellen domänenbasierter Namespaces und zum Verwalten einzelner eigenständiger und domänenbasierter Namespaces leicht delegieren. Das DFS-Verwaltungs-Snap-In legt die entsprechenden Berechtigungen für die DFS-Namespacekonfigurationsobjekte in Active Directory oder in der Registrierung des Namespaceservers fest (je nach Namespacetyp).

Fähigkeit zum Umstrukturieren des Namespaces

Mithilfe des DFS-Verwaltungs-Snap-In lassen sich Ordner im Namespace leicht umbenennen oder verschieben. Administratoren können den Namespace umstrukturieren, um Fehler zu korrigieren oder die Hierarchie entsprechend sich ändernder Unternehmensbedürfnisse oder aufgrund neu hinzugefügter Ordner anpassen. Administratoren können Namespaceordner auch mithilfe der aktualisierten Version des Befehlszeilenprogramms Dfscmd.exe verschieben.

Konfigurationsanforderungen

In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, wie Server konfiguriert sein müssen, um die DFS-Replikation und DFS-Namespaces unter Windows Server 2003 R2 zu unterstützen.

DFS-Replikationsanforderungen

Bevor die DFS-Replikation bereitgestellt werden kann, müssen Administratoren die Server und den Speicher wie folgt konfigurieren:

  • Das Active Directory-Schema muss aktualisiert werden, sodass es die neuen DFS-Replikationsobjekte enthält. Diese Schemaänderungen werden auf CD 2 der Installations-CDs für das Betriebssystem Windows Server 2003 R2 bereitgestellt. Das Schema kann auf Domänencontroller unter Microsoft® Windows® 2000 Server, Windows Server 2003 und Windows Server 2003 R2 angewendet werden.

  • Auf den Servern, die an der DFS-Replikation teilnehmen, muss Windows Server 2003 R2 ausgeführt werden. Nach dem Installieren von Windows Server 2003 R2 müssen Sie den DFS-Replikationsdienst auf jedem Server installieren, der an der Replikation teilnimmt. Außerdem müssen Sie das DFS-Verwaltungs-Snap-In installieren, um die Replikation zu verwalten. Informationen zum Installieren des DFS-Verwaltungs-Snap-Ins auf einem Clientcomputer unter Windows XP mit Service Pack 2 (SP2) finden Sie weiter unten in diesem Dokument unter "Verwalten von DFS auf einem Computer unter Windows XP".

  • Antivirus-Software muss mit der DFS-Replikation kompatibel sein. Erkundigen Sie sich beim Hersteller der Antivirus-Software nach der Kompatibilität.

  • Server in einer Replikationsgruppe müssen sich in der gleichen Gesamtstruktur befinden. Sie können keine Replikation über Server in verschiedenen Gesamtstrukturen hinweg aktivieren.

  • Replizierte Ordner müssen auf NTFS-Volumes gespeichert werden.

  • Auf Serverclustern sollten replizierte Ordner sich im lokalen Speicher eines Knotens befinden, da der DFS-Replikationsdienst nicht clusterfähig ist und somit kein Failover des Dienstes auf einen anderen Knoten stattfindet.

ImportantWichtig
Die DFS-Replikation wird für die SYSVOL-Replikation in Windows Server 2003 R2 nicht unterstützt. Versuchen Sie nicht, die DFS-Replikation für SYSVOL zu konfigurieren, indem Sie FRS deaktivieren und eine Replikationsgruppe für SYSVOL einrichten. Verwenden Sie weiterhin FRS für die Replikation von SYSVOL auf Domänencontrollern unter Windows Server 2003 R2. FRS und die DFS-Replikation können auf demselben Mitgliedsserver oder Domänencontroller vorhanden sein.

Anforderungen für DFS-Namespaces

Laborserver und Clients müssen wie folgt konfiguriert werden, um alle Funktionen in DFS-Namespaces zu aktivieren:

  • Auf Servern, auf denen das DFS-Verwaltungs-Snap-In verwendet werden soll, muss Windows Server 2003 R2 oder Windows XP SP2 ausgeführt werden. Informationen zum Installieren des DFS-Verwaltungs-Snap-Ins auf einem Clientcomputer unter Windows XP mit SP2 finden Sie weiter unten in diesem Dokument unter "Verwalten von DFS auf einem Computer unter Windows XP".

  • Zur Unterstützung neuer Namespacefunktionen muss auf allen Servern, die Namespaces hosten, Windows Server 2003 SP1 oder Windows Server 2003 R2 ausgeführt werden.

  • Zur Unterstützung neuer Namespacefunktionen muss auf allen Domänencontrollern Windows Server 2003 SP1 oder Windows Server 2003 R2 ausgeführt werden.

  • Namespaces müssen auf NTFS-Volumes erstellt werden.

  • Auf Clients, die auf Namespaces zugreifen, kann jedes der unterstützten Clientbetriebssysteme ausgeführt werden. Jedoch können nur Clients mit den folgenden Betriebssystemen und Service Packs sowie dem entsprechenden Clientfailbackhotfix für Clientfailback konfiguriert werden:

    • Windows XP SP2 mit dem Clientfailbackhotfix

    • Windows Server 2003 SP1 mit dem Clientfailbackhotfix

Weitere Informationen zum Clientfailbackhotfix finden Sie im Artikel 898900 in der Microsoft Knowledge Base auf der Microsoft-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=53202 (möglicherweise in englischer Sprache).

Weitere Informationen zu den unterstützten Betriebssystemen für DFS-Namespaces-Clients finden Sie im Artikel zum Auswerten der Client- und Serverkompatibilität auf der Microsoft-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=37455 (möglicherweise in englischer Sprache).

DFS-Namespaces können auf Domänencontrollern und Namespaceservern unter einer Mischung aus Windows 2000 Server, Windows Server 2003 mit SP1 und Windows Server 2003 ohne SP1 verwendet werden, jedoch ist abhängig von den Betriebssystemen auf den Servern ein Teil der Funktionalität deaktiviert oder inkonsistent verfügbar. Beispiele für das Verhalten im gemischten Modus:

  • Wenn auf Domänencontrollern oder Namespaceservern Windows Server 2003 ohne SP1 ausgeführt wird, können diese keine Verweise bereitstellen, die Zielpriorität oder Clientfailback unterstützen.

  • Wenn auf Domänencontrollern oder Namespaceservern Windows 2000 Server ausgeführt wird, können diese keine Verweise bereitstellen, die Zielserverpriorität oder Clientfailback unterstützen, und sie können Ziele in Verweisen nicht nach den niedrigsten Kosten sortieren. Damit diese Namespaceserver und Domänencontroller die Standorte der einzelnen Zielserver im Namespace erkennen können, ist eine zusätzliche Konfiguration erforderlich. Weitere Informationen finden Sie in der Antwort auf die Frage, welche Probleme zu berücksichtigen sind, wenn auf mehreren Servern unter Windows 2000 Server und Windows Server 2003 ein domänenbasierter DFS-Stamm gehostet wird, in den DFS-FAQ auf der Microsoft-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=39465 (möglicherweise in englischer Sprache).

  • Wenn das DFS-Verwaltungs-Snap-In eine Verbindung mit einem Namespaceserver herstellt, auf dem nicht Windows Server 2003 SP1 oder Windows Server 2003 R2 ausgeführt wird, kann keine der neuen Konfigurationseinstellungen (z. B. Clientfailback und Zielpriorität) aktiviert werden. Namespaceordner können nicht umbenannt oder verschoben werden, und die Delegierung tritt nicht in Kraft.

Verwalten von DFS auf einem Computer unter Windows XP

Sie können DFS-Namespaces und die DFS-Replikation auch auf einem Computer unter Windows XP SP2 verwalten, indem Sie die Verwaltungsprogramme für Windows Server 2003 R2 installieren. Wenn diese Programme installiert sind, steht das DFS-Verwaltungs-Snap-In als Bestandteil des Dateiserververwaltungs-Snap-Ins zur Verfügung. Weitere Informationen zur Installation dieser Programme finden Sie auf der Microsoft-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=55225.

Siehe auch

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Microsoft führt eine Onlineumfrage durch, um Ihre Meinung zur MSDN-Website zu erfahren. Wenn Sie sich zur Teilnahme entscheiden, wird Ihnen die Onlineumfrage angezeigt, sobald Sie die MSDN-Website verlassen.

Möchten Sie an der Umfrage teilnehmen?
Anzeigen:
© 2014 Microsoft