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"Netsh"-Befehle für DHCP

Netsh-Befehle für DHCP

Die Netsh-Befehle für DHCP bieten ein Befehlszeilenprogramm, das Sie beim Verwalten von DHCP-Servern unterstützt und eine gleichwertige Alternative zur konsolenbasierten Verwaltung bildet. Dies kann in folgenden Situationen hilfreich sein:

  • Beim Verwalten von DHCP-Servern in WANs (Wide Area Networks) können Befehle interaktiv an der Netsh-Eingabeaufforderung verwendet werden, um bei langsamen Netzwerkverbindungen eine effizientere Verwaltung zu erzielen.
  • Beim Verwalten vieler DHCP-Server können Befehle im Batchmodus an der Netsh-Eingabeaufforderung verwendet werden, um sich wiederholende Verwaltungsaufgaben, die für alle WINS-Server ausgeführt werden müssen, mithilfe von Skripts zu automatisieren.

Sie können diese Befehle an der Eingabeaufforderung der Windows Server 2003-Produktfamilie oder an der Eingabeaufforderung für den Netsh DHCP-Kontext ausführen. Damit diese Befehle an der Eingabeaufforderung der Windows Server 2003-Produktfamilie ausgeführt werden können, müssen Sie netsh dhcp eingeben, bevor Sie Befehle und Parameter wie in der unten beschriebenen Syntax eingeben. Die Netsh-Kontextbefehle unter Betriebssystemen der Windows Server 2003-Produktfamilie können eine andere Funktionalität aufweisen als unter Windows 2000.

Weitere Informationen zum Verwenden der für DHCP verfügbaren Netsh-Befehle finden Sie unter Verwenden von DHCP-Befehlszeilenprogrammen.

Ein Beispiel für die Verwendung von Netsh-Befehlen für DHCP in Batchdateien und Skripts finden Sie unter Netsh-DHCP-Beispiel.

Weitere Informationen zu Netsh-Befehlen finden Sie unter Netsh (Befehlszeilenprogramm).

Weitere Informationen zu netsh finden Sie unter Netsh (Übersicht) und Eingeben eines "netsh"-Kontexts.

Netsh-DHCP

Die folgenden Befehle stehen an der Eingabeaufforderung dhcp>, die Bestandteil der netsh-Umgebung ist, zur Verfügung.

Klicken Sie auf einen Befehl, um seine Syntax anzuzeigen:

add server

Fügt einen DHCP-Server zur Liste der autorisierten Server in Active Directory hinzu.

Syntax

add server Server-DNS Server-IP

Parameter

Server-DNS
Erforderlich. Gibt den DHCP-Server an, der hinzugefügt werden soll. Der Server wird durch den DNS-Domänennamen identifiziert.
Server-IP
Erforderlich. Gibt den DHCP-Server an, der hinzugefügt werden soll. Der Server wird durch die IP-Adresse identifiziert.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel fügt einen Server mit dem DNS-Namen dhcpsrv1.beispiel.microsoft.com und der IP-Adresse 10.2.2.2 zur Liste der autorisierten Server in Active Directory hinzu.

add server dhcpsrv1.beispiel.microsoft.com 10.2.2.2

delete server

Löscht einen DHCP-Server aus der Liste der autorisierten Server in Active Directory.

Syntax

delete server Server-DNS Server-IP

Parameter

Server-DNS
Erforderlich. Gibt den DHCP-Server an, der gelöscht werden soll. Der Server wird durch den DNS-Domänennamen identifiziert.
Server-IP
Erforderlich. Gibt den DHCP-Server an, der gelöscht werden soll. Der Server wird durch die IP-Adresse identifiziert.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel löscht den Server mit dem DNS-Namen dhcpsrv1.beispiel.microsoft.com und der IP-Adresse 10.2.2.2 aus der Liste der autorisierten Server in Active Directory.

delete server dhcpsrv1.beispiel.microsoft.com 10.2.2.2

server

Wechselt vom aktuellen Netsh-DHCP-Befehlszeilenkontext zu dem eines anderen DHCP-Servers. Werden keine Parameter verwendet, wechselt server vom aktuellen Befehlszeilenkontext zum Kontext des lokalen Computers.

Syntax

server [{\\Server-NetBIOS-Name | \\Server-FQDN | ServerIP}]

Parameter

{ \\Server-NetBIOS-Name | \\Server-FQDN | Server-IP}
Gibt den DHCP-Server an, zu dessen Kontext vom aktuellen Befehlszeilenkontext gewechselt werden soll. Identifiziert den Server anhand seine NetBIOS-Namens, seines vollqualifizierten Domänennamens (Fully Qualified Domain Name, FQDN) oder seiner IP-Adresse.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel wechselt vom aktuellen Netsh DHCP-Befehlszeilenkontext zum Kontext des DHCP-Servers mit dem NetBIOS-Namen \\DHCP-SRV1.

Der Befehl im zweiten Beispiel wechselt vom aktuellen Netsh-DHCP-Befehlszeilenkontext zum Kontext des DHCP-Servers mit der IP-Adresse 10.0.0.1.

Der Befehl im dritten Beispiel wechselt vom aktuellen Netsh DHCP-Befehlszeilekontext zum Kontext des DHCP-Servers mit dem vollqualifizierten Domänennamen \\beispiel.microsoft.com.

server \\DHCP-SRV1

server 10.0.0.1

server \\beispiel.microsoft.com

show server

Zeigt eine Liste der autorisierten Server in Active Directory an.

Syntax

show server

Parameter

keine

Netsh-DHCP-Server

Die folgenden Befehle stehen an der Eingabeaufforderung dhcp server>, die Bestandteil der netsh-Umgebung ist, zur Verfügung.

Klicken Sie auf einen Befehl, um dessen Syntax anzuzeigen:

add class

Fügt eine Klasse zum angegebenen DHCP-Server hinzu.

Syntax

add class Klassenname [Klassenkommentar] [Daten] [[IsVendor=]{0 | 1}] [[IsBinary=]{B | b}]

Parameter

Klassenname
Erforderlich. Gibt den Namen der Klasse an, die erstellt werden soll.
Klassenkommentar
Gibt den Kommentar an, der der Klasse zugeordnet werden soll.
Daten
Gibt Klassendaten im ASCII- oder binären Format an, abhängig vom Parameter IsBinary. Erfolgt keine Angabe, wird angenommen, dass für die Daten das ASCII-Format verwendet wird.
[ IsVendor=]{0 | 1}
Gibt an, ob es sich bei der hinzuzufügenden Klasse um eine Benutzer- oder eine Herstellerklasse handelt: 0 - Benutzerklasse (Standard), 1 - Herstellerklasse.
[ IsBinary=]{B | b}
Gibt an, ob für die Klassendaten das binäre Format verwendet wird. Erfolgt keine Angabe, wird angenommen, dass für die Daten das ASCII-Format verwendet wird.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel erstellt eine Herstellerklasse mit dem Namen "MeineKlasse", dem Kommentar "Testklasse" und den Klassendaten "TestdatenFürMeineKlasse" im ASCII-Format.

Der Befehl im zweiten Beispiel erstellt eine Benutzerklasse mit dem Namen "MeineBenutzerklasse" mit den binären Daten 4345335532 (ASCII-CE3U2).

Das dritte Beispiel zeigt eine alternative Befehlssyntax für das zweite Beispiel.

add class MeineKlasse Testklasse TestdatenFürMeineKlasse 1

add class MeineBenutzerklasse Testklasse1 4345335532 B

add class MeineBenutzerklasse Testklasse1 4345335532 0 b

add mscope

Fügt einen Multicastbereich zum angegebenen DHCP-Server hinzu.

Syntax

add mscope Multicastbereichsname [Multicastbereichskommentar] [TTL]

Parameter

Multicastbereichsname
Erforderlich. Gibt den Namen des Multicastbereichs an, der hinzugefügt werden soll.
Multicastbereichskommentar
Gibt eine Beschreibung des aktuellen Multicastbereichs an.
TTL
Gibt die Gültigkeitsdauer (Time-To-Live, TTL) für den Multicastbereich an. Gültige Werte für dieses Feld sind 1 bis 255, der Standardwert lautet 32.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel erstellt einen Multicastbereich mit dem Namen "Mein Multicastbereich", dem Kommentar "MeinTestMulticastbereich" und dem Wert 40 für die Multicastgültigkeitsdauer (TTL).

add mscope "Mein Multicastbereich" MeinTestMulticastbereich 40

add optiondef

Fügt eine neue Optionstypdefinition zum angegebenen DHCP-Server hinzu.

Syntax

add optiondef Optionskennung Optionsname{BYTE | WORD | DWORD | STRING | IPADDRESS} [[IsArray=]{0 | 1}] [vendor=Herstellerklasse] [comment=Optionskommentar] [Definitionswert]

Parameter

Optionskennung
Erforderlich. Gibt den Optionstyp an, der definiert werden soll. Der Optionstyp wird durch eine eindeutige Optionskennung identifiziert. Wählen Sie für den Wert der Kennung eine Zahl zwischen 0 und 255 aus.
Optionsname
Erforderlich. Gibt den Namen des Optionstyps an.
{BYTE | WORD | DWORD | STRING | IPADDRESS}
Erforderlich. Gibt den Datentyp der Option an.
[IsArray=]{0 | 1}
Gibt an, ob der Datentyp das Format eines Arrays hat: 0 - der Datentyp ist unär oder kein Array (Standard), 1 - der Datentyp ist ein Array.
vendor= Herstellerklasse
Gibt die Herstellerklasse für die Option an. Erfolgt keine Angabe, wird die Standardherstellerklasse (die DHCP-Standardoptionsklasse) verwendet.
comment= Optionskommentar
Gibt einen Kommentar an, der zur neuen Optionstypdefinition hinzugefügt wird. Erfolgt keine Angabe, wird der Standardwert NULL verwendet.
Definitionswert
Gibt einen Standardwert an, der für diesen Optionstyp verwendet wird, wenn kein Wert angegeben ist.

Hinweise

  • IsArray muss für Optionen vom Typ STRING den Wert 0 haben.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel definiert einen neuen Optionstyp mit dem Namen Erweiterungspfad, der Kennung 18 sowie dem Datentyp STRING und ordnet ihn der DHCP-Standardoptionsklasse zu, wobei ihm der Standardwert c:\Temp zugewiesen wird.

Der Befehl im zweiten und dritten Beispiel definiert einen neuen Optionstyp mit dem Namen "Testoption", der Kennung 231 und dem Datentyp IPADDRESS. Die im zweiten Beispiel definierte Option stellt nur eine IP-Adresse zur Verfügung. IsArray und Definitionswert sind nicht erforderlich, weil Standardwerte verwendet werden. Im dritten Beispiel sind Definitionswert und IsArray erforderlich, um ein Array mit den IP-Adressen 10.1.1.1, 10.1.1.2 und 10.1.1.3 zu erstellen.

add optiondef 18 Erweiterungspfad STRING 0 c:\Temp

add optiondef 231 Testoption IPADDRESS

add optiondef 231 Testoption IPADDRESS 1 vendor=MeineHerstellerklasse 10.1.1.1 10.1.1.2 10.1.1.3

add scope

Fügt einen Bereich zum angegebenen DHCP-Server hinzu.

Syntax

add scope Bereichsadresse Subnetzmaske Bereichsname [Bereichskommentar]

Parameter

Bereichsadresse
Erforderlich. Gibt den Bereich an, der hinzugefügt werden soll. Der Bereich wird durch die IP-Netzwerknummer identifiziert.
Subnetzmaske
Erforderlich. Gibt die Subnetzmaske für den Bereich an, der hinzugefügt werden soll.
Bereichsname
Erforderlich. Gibt einen identifizierenden Namen für den Bereich an.
Bereichskommentar
Gibt einen Kommentar für den Bereich an.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel fügt einen Bereich für den DHCP-Server mit der Bereichsadresse 10.2.2.0, der Subnetzmaske 255.255.255.0, dem Bereichsnamen"MeinBereich" und dem Bereichskommentar "MeinKommentar" hinzu.

add scope 10.2.2.0 255.255.255.0 MeinBereich MeinKommentar

delete class

Löscht eine Klasse auf dem angegebenen DHCP-Server.

Syntax

delete class Name

Parameter

Name
Erforderlich. Gibt die Benutzer- oder Herstellerklasse an, die gelöscht werden soll.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel löscht die Klasse "MeineKlasse".

delete class MeineKlasse

delete dnscredentials

Löscht die Anmeldeinformationen, die für alle dynamischen DNS-Updates verwendet werden.

Syntax

delete dnscredentials dhcpforceflag

Parameter

keine

delete mscope

Löscht einen Multicastbereich auf dem angegebenen DHCP-Server.

Syntax

delete mscope Multicastbereichsname

Parameter

Multicastbereichsname
Erforderlich. Gibt den Multicastbereich an, der gelöscht werden soll. Bei der Angabe von Multicastbereichsname muss die Groß-/Kleinschreibung beachtet werden.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel löscht den Multicastbereich MeinMulticastbereich auf dem aktuell angegebenen DHCP-Server.

delete mscope MeinMulticastbereich

delete optiondef

Löscht einen definierten Optionstyp auf dem angegebenen DHCP-Server.

Syntax

delete optiondef Optionskennung [[vendor=]Herstellername]

Parameter

Optionskennung
Erforderlich. Gibt die eindeutige Kennung des Optionstyps an, der gelöscht werden soll.
vendor= Herstellername
Gibt den Namen der Herstellerklasse an, der der Optionstyp zugeordnet ist. Erfolgt keine Angabe, wird die Optionstypdefinition aus der nicht herstellerspezifischen DHCP-Standardoptionsklasse gelöscht.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel löscht einen Optionstyp mit der Kennung 18 aus der DHCP-Standardoptionsklasse.

delete optiondef 18

delete optionvalue

Löscht den aktuellen Wert des angegebenen Optionstyps für den angegebenen DHCP-Server.

Syntax

delete optionvalue Optionskennung[[vendor=]Herstellerklasse] [[user=]Benutzerklasse]

Parameter

Optionskennung
Erforderlich. Gibt die eindeutige Kennung der globalen Serveroption mit einem zu löschenden Wert an.
vendor= Herstellerklasse
Gibt den Namen der Herstellerklasse an, der die Option zugeordnet ist. Wenn das Tag nicht angegeben ist, wird der globale Wert für Herstellername verwendet, der mit dem Befehl set vendorclass festgelegt wurde. Wird das Tag verwendet, aber kein Wert angegeben, wird keine Herstellerklasse verwendet. Dieser Parameter steht nur für Computer unter Windows 2000 Server zur Verfügung.
user= Benutzerklasse
Gibt den Namen der Benutzerklasse an, der die Option zugeordnet ist. Wenn das Tag nicht angegeben ist, wird der globale Wert für Benutzername verwendet, der mit dem Befehl set userclass festgelegt wurde. Wird das Tag verwendet, aber kein Wert angegeben, wird keine Benutzerklasse verwendet. Dieser Parameter steht nur für Computer unter Windows 2000 Server zur Verfügung.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel löscht den aktuellen Wert des Optionstyps mit der Kennung 18.

delete optionvalue 18

delete scope

Löscht einen Bereich auf dem angegebenen DHCP-Server.

Syntax

delete scope Bereichsadresse {DHCPNOFORCE | DHCPFULLFORCE}

Parameter

Bereichsadresse
Erforderlich. Gibt die Adresse des Bereichs an, der gelöscht werden soll.
{DHCPNOFORCE | DHCPFULLFORCE}
Erforderlich. Gibt an, ob das Löschen des Bereichs ggf. erzwungen werden soll: DHCPNOFORCE - löscht den Bereich, wenn er keine aktiven Clients enthält, DHCPFULLFORCE - löscht den Bereich auch dann, wenn er aktive Clients enthält.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel erzwingt das Löschen des Bereichs 10.2.2.0 auf dem DHCP-Server und ignoriert alle Warnungen.

delete scope 10.2.2.0 dhcpfullforce

delete superscope

Löscht eine Bereichsgruppierung auf dem angegebenen DHCP-Server.

Syntax

delete superscope Bereichsgruppierungsname

Parameter

Bereichsgruppierungsname
Erforderlich. Gibt den Namen der Bereichsgruppierung an, die gelöscht werden soll.

Hinweise

  • Sie können die Bereichsgruppierung im Bereichskontext mit dem Befehl set superscope festlegen.
  • Bei der Angabe des Bereichsgruppierungsnamens muss die Groß-/Kleinschreibung beachtet werden.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel löscht die Bereichsgruppierung "Meine Gruppierung" auf dem angegebenen DHCP-Server.

delete superscope "Meine Gruppierung"

dump

Gibt die Konfiguration des lokalen DHCP-Servers im Eingabeaufforderungsfenster aus, wenn der Befehl in der netsh-Umgebung ausgeführt wird.

Syntax

dump

Erfolgt die Ausführung an der Eingabeaufforderung oder in einer Batchdatei, kann die Ausgabe in einer Textdatei gespeichert werden. Werden keine Parameter verwendet, gibt der Befehl die Konfiguration des lokalen Servers im Fenster der Eingabeaufforderung aus.

Syntax

netsh dhcp server [ IP-Adresse ] dump >[PfadUndDateiname]

Parameter

IP-Adresse
Gibt die IP-Adresse des DHCP-Servers an, dessen Konfiguration ausgegeben werden soll.
PfadUndDateiname
Gibt sowohl den Speicherort der Datei als auch den Namen der Zieldatei an, in die die Konfiguration des DHCP-Servers ausgegeben werden soll. Ohne diese Angabe wird die Konfiguration des DHCP-Servers im Eingabeaufforderungsfenster ausgegeben.

Hinweise

  • Durch diesen Befehl wird die DHCP-Konfiguration als Text im Eingabeaufforderungsfenster ausgegeben. Sie können diese Ausgabe in eine Datei kopieren oder umleiten, um sie anschließend in einem Text-Editor anzuzeigen. Sobald Ihnen die Ausgabe in Form einer Datei zur Verfügung steht, können Sie den Befehl exec verwenden, um einen weiteren DHCP-Server mit denselben Einstellungen zu konfigurieren.
  • Stimmen Sie alle Bereiche ab, und korrigieren Sie alle gemeldeten Inkonsistenzen, bevor Sie den Befehl dump auf dem Quellserver ausführen.
  • Der folgende Befehl gibt die aktuelle Konfiguration für den lokalen DHCP-Server (die Quelle) an eine Textdatei mit dem Namen Dhcpcfg.dmp aus. Diese Datei kann auf einen anderen DHCP-Server (Zielserver) kopiert werden, um die Quellkonfiguration auf diesem Server erneut zu erstellen Um die Konfiguration erneut zu erstellen, können Sie den folgenden Befehl verwenden:
    dump > dhcpcfg.dmp
  • Führen Sie die folgenden Schritte aus, bevor Sie mit dem Befehl exec eine Sicherungsdatei auf dem Zielserver ausführen:
    1. Schließen Sie die DHCP-Konsole auf dem Zielserver. Öffnen Sie die Konsole erst wieder, nachdem Sie den Befehl exec ausgeführt haben.
    2. Löschen Sie alle Standardoptionsdefinitionen und alle Benutzer- und Herstellerklassen auf dem Zielserver.
  • Die folgenden Beispiele zeigen, wie mit den Netsh-Befehlen delete optiondef und del class alle Standardoptionsdefinitionen und alle Benutzer- und Herstellerklassen gelöscht werden. Sie können diese Befehle an der Eingabeaufforderung dhcp server> ausführen, die Bestandteil der netsh-Umgebung ist.
    • delete optiondef 76
    • del class "Standard-BOOTP-Klasse"
    • del class "Microsoft Windows 98-Optionen"
  • Auf dem Zielserver wird die gespeicherte Konfiguration wie folgt mit dem Befehl exec geladen und ausgeführt:
    netsh exec dhcpcfg.dmp
  • Nachdem Sie den Befehl exec ausgeführt haben, um die Sicherungsdatei zu laden, müssen Sie alle Bereiche abstimmen. Beenden Sie den DHCP-Serverdienst mit dem Befehl net stop dhcpserver, und starten Sie ihn mit dem Befehl net start dhcpserver neu. Nachdem der Dienst neu gestartet wurde, sind die DHCP-Datenbankänderungen wirksam.

Beispiele

Der erste Befehl, der in der netsh-Umgebung ausgeführt wird, gibt die Konfiguration des lokalen DHCP-Servers im Eingabeaufforderungsfenster aus.

Der zweite Befehl, der an der Eingabeaufforderung ausgeführt wird, gibt die Konfiguration eines DHCP-Server mit der IP-Adresse 192.168.0.1 in die Textdatei Dhcpcfg.dmp im Verzeichnis C:\Dhcp\ des lokalen Computers aus.

Der dritte Befehl, der an der Eingabeaufforderung ausgeführt wird, gibt die Konfiguration eines DHCP-Server mit der IP-Adresse 192.168.0.1 in die Textdatei Dhcpcfg.dmp in dem freigegebenen Netzwerkordner \\Backup\Dhcp\ aus.

dump

netsh dhcp server 192.168.0.1 dump > C:\Dhcp\Dhcpcfg.dmp

netsh dhcp server 192.168.0.1 dump > \\Backup\Dhcp\Dhcpcfg.dmp

export

Exportiert die DHCP-Dienstkonfiguration in eine Datei.

Syntax

export [Pfad]Dateiname {all | Bereichsliste}

Parameter

[Pfad] Dateiname
Erforderlich. Gibt den Namen der Datei an, in der die DHCP-Konfiguration gespeichert wird. Wenn der Pfad, der Dateiname oder beide Elemente Leerzeichen enthalten, müssen Anführungszeichen verwendet werden.
{all | Bereichsliste}
Erforderlich. Gibt an, welchen Bereich Sie exportieren möchten. Der Parameter all exportiert alle Bereiche Der Parameter Bereichsliste exportiert die Bereiche, die den von Ihnen aufgelisteten IP-Adressen entsprechen. Die IP-Adressen in der Liste müssen durch Leerzeichen voneinander getrennt werden.

Hinweise

  • Dieser Befehl ist nur auf dem lokalen Server funktionsfähig.
  • Solange der Befehl export ausgeführt wird, bleibt der DHCP-Dienst angehalten und antwortet nicht auf DHCP-Clients, die eine neue Lease oder eine Leaseerneuerung anfordern.
  • Wenn der DHCP-Dienst über eine große Anzahl von Bereichen oder Clientadressleases verfügt, kann die Ausführung dieses Befehls sehr lange dauern.

Beispiele

Im ersten Beispiel exportiert dieser Befehl die vollständige DHCP-Dienstkonfiguration in die Datei c:\Temp\Dhcpdb.

Im zweiten Beispiel exportiert dieser Befehl die DHCP-Konfiguration für die Bereiche 10.0.0.0 und 192.168.0.0 in die Datei c:\Temp\Dhcpdb.

Im dritten Beispiel exportiert dieser Befehl die vollständige DHCP-Dienstkonfiguration in die Datei c:\Eigener Ordner\Dhcp Konfiguration. Beachten Sie, dass sowohl der Pfad als auch der Dateiname Leerzeichen enthalten, weshalb Anführungszeichen verwendet werden.

export c:\Temp\Dhcpdb all

export c:\Temp\Dhcpdb 10.0.0.0 192.168.0.0

export "c:\Eigener Ordner\Dhcp Konfiguration" all

import

Importiert eine DHCP-Dienstkonfiguration aus einer Datei zu dem lokalen Dienst.

Syntax

import [Pfad]Dateiname {all | Bereichsliste]

Parameter

[Pfad] Dateiname
Erforderlich. Gibt den Namen der Datei an, aus der die DHCP-Konfiguration importiert wird. Wenn der Pfad, der Dateiname oder beide Elemente Leerzeichen enthalten, müssen Anführungszeichen verwendet werden.
{all | Bereichsliste}
Erforderlich. Gibt an, welchen Bereich Sie importieren möchten. Mit dem Parameter all werden alle Bereiche importiert, die in der angegebenen Datei dargestellt sind. Mit dem Parameter Bereichsliste werden die Bereiche importiert, die den von Ihnen aufgelisteten IP-Adressen entsprechen. Die IP-Adressen in der Liste müssen durch Leerzeichen voneinander getrennt werden.

Hinweise

  • Dieser Befehl ist nur auf dem lokalen Server funktionsfähig.
  • Solange der Befehl import ausgeführt wird, bleibt der DHCP-Dienst angehalten und antwortet nicht auf DHCP-Clients, die eine neue Lease oder eine Leaseerneuerung anfordern.
  • Wenn der DHCP-Dienst über eine große Anzahl von Bereichen oder Clientadressleases verfügt, kann die Ausführung dieses Befehls sehr lange dauern.

Beispiele

Im ersten Beispiel importiert dieser Befehl die vollständige DHCP-Dienstkonfiguration aus der Datei c:\Temp\Dhcpdb.

Im zweiten Beispiel importiert dieser Befehl die DHCP-Konfiguration für die Bereiche 10.0.0.0 und 192.168.0.0 aus der Datei c:\Temp\Dhcpdb.

Im dritten Beispiel importiert dieser Befehl die vollständige DHCP-Dienstkonfiguration aus der Datei c:\Eigener Ordner\Dhcp Konfiguration. Beachten Sie, dass sowohl der Pfad als auch der Dateiname Leerzeichen enthalten, weshalb Anführungszeichen verwendet werden.

import c:\Temp\Dhcpdb all

import c:\Temp\Dhcpdb 10.0.0.0 192.168.0.0

import "c:\Eigener Ordner\Dhcp Konfiguration" all

initiate auth

Initiiert die Autorisierung des angegebenen DHCP-Servers in Active Directory.

Syntax

initiate auth

Parameter

keine

mscope

Wechselt vom aktuellen Befehlskontext zum Kontext eines DHCP-Multicastbereichs.

Syntax

mscope Multicastbereichsname

Parameter

Multicastbereichsname
Erforderlich. Gibt den Namen des Multicastbereichs an, zu dem der Befehlskontext wechselt.

Hinweise

  • Mithilfe dieses Befehls können Sie alle verfügbaren Befehle der DHCP-Multicastbereichsebenen im angegebenen DHCP-Multicastbereich verwenden. Die nachfolgenden Vorgänge werden in diesem Multicastbereich auf dem angegebenen Server ausgeführt.
  • Bei der Angabe des Multicastbereichsnamens muss die Groß-/Kleinschreibung beachtet werden.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel wechselt vom aktuellen Befehlskontext zum Kontext des Multicastbereichs "Mein Multicastbereich".

mscope "Mein Multicastbereich"

scope

Wechselt vom aktuellen Befehlskontext zum Kontext eines DHCP-Bereichs.

Syntax

scope Bereichs-IP-Adresse

Parameter

Bereichs-IP-Adresse
Erforderlich. Gibt den Bereich an, zu dem der Befehlskontext wechselt. Der Bereich wird durch die Netzwerk- oder Subnetz-IP-Adresse identifiziert.

Hinweise

  • Mithilfe dieses Befehls können Sie alle verfügbaren Befehle der DHCP-Bereichsebenen im angegebenen DHCP-Bereich verwenden. Die nachfolgenden Vorgänge werden in diesem Bereich auf dem angegebenen Server ausgeführt.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel wechselt vom aktuellen Befehlskontext zum Kontext des Bereichs mit der IP-Adresse 10.0.0.0.

scope 10.0.0.0

set auditlog

Legt die Parameter des Überwachungsprotokollpfades für den angegebenen DHCP-Server fest.

Syntax

set auditlog NeuerProtokollpfad

Parameter

NeuerProtokollpfad
Erforderlich. Gibt einen lokalen Ordner an, in dem der DHCP-Server Überwachungsprotokolldateien speichern soll. Ein gültiger Ordnerpfad ist erforderlich, und der Ordner muss ein lokaler Ordner des DHCP-Servers sein, auf dem der Pfad definiert wird.

Hinweise

  • Damit diese Änderung wirksam wird, müssen Sie den DHCP-Dienst beenden und neu starten, nachdem Sie diesen Befehl ausgeführt haben.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel legt fest, dass der DHCP-Server Überwachungsprotokolldateien im Verzeichnis c:\LogPfad speichert.

set auditlog c:\LogPfad

set databasebackupinterval

Legt das Sicherungsintervall für den angegebenen DHCP-Server fest.

Syntax

set databasebackupinterval NeuesIntervall

Parameter

NeuesIntervall
Erforderlich. Gibt das Sicherungsintervall in Minuten an.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel legt das Sicherungsintervall der Datenbank für den angegebenen DHCP-Server auf 1.440 Minuten (24 Stunden) fest.

set databasebackupinterval 1440

set databasebackuppath

Legt den Sicherungspfad der Datenbank für den angegebenen DHCP-Server fest.

Syntax

set databasebackuppath NeuerSicherungspfad

Parameter

NeuerSicherungspfad
Erforderlich. Gibt einen lokalen Ordner an, in dem der DHCP-Server Überwachungsprotokolldateien speichern soll. Ein gültiger Ordnerpfad ist erforderlich, und der Ordner muss ein lokaler Ordner des DHCP-Servers sein, auf dem der Pfad definiert wird.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel legt c:\windows\dhcp\backup als Sicherungspfad der Datenbank fest.

set databasebackuppath c:\windows\dhcp\backup

set databasecleanupinterval

Legt das Bereinigungsintervall der Datenbank für den angegebenen DHCP-Server fest.

Syntax

set databasecleanupinterval NeuesIntervall

Parameter

NeuesIntervall
Erforderlich. Gibt das Bereinigungsintervall der Datenbank in Minuten an.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel legt das Bereinigungsintervall der Datenbank auf 10.080 Minuten (alle 7 Tage) fest.

set databasecleanupinterval 10080

set databaseloggingflag

Legt das Flag für die Datenbankprotokollierung für den angegebenen DHCP-Server fest bzw. setzt es zurück. Werden keine Parameter verwendet, wird das Flag für die Datenbankprotokollierung zurückgesetzt.

Syntax

set databaseloggingflag [{0 | 1}]

Parameter

{0 | 1}
Gibt die Einstellung des Flags für die Datenbankprotokollierung an: 0 - das Flag wird zurückgesetzt (Standard), 1 - das Flag wird festgelegt.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel setzt das Flag für die Datenbankprotokollierung für den aktuell angegebenen DHCP-Server zurück.

set databaseloggingflag 0

set databasename

Legt den Namen der Datenbankdatei für den angegebenen DHCP-Server fest.

Syntax

set databasename NeuerDateiname

Parameter

NeuerDateiname
Erforderlich. Gibt einen neuen Namen für die Datenbankdatei des DHCP-Servers an.

Hinweise

  • Damit diese Änderung wirksam wird, müssen Sie den DHCP-Serverdienst beenden und neu starten.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel legt neuedatenbank.mdb als Name für die Datenbankdatei des DHCP-Servers fest.

set databasename neuedatenbank.mdb

set databasepath

Legt den Pfad der Datenbankdatei für den angegebenen DHCP-Server fest.

Syntax

set databasepath NeuerPfad

Parameter

NeuerPfad
Erforderlich. Gibt den Pfad für die Datenbankdatei des DHCP-Servers an.

Hinweise

  • Damit diese Änderung wirksam wird, müssen Sie den DHCP-Serverdienst beenden und neu starten.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel legt c:\windows\dhcp als Pfad für die Datenbankdatei des DHCP-Servers fest.

set databasepath c:\windows\dhcp

set databaserestoreflag

Legt das Flag für die Wiederherstellung der Datenbank für den angegebenen DHCP-Server fest bzw. setzt es zurück. Werden keine Parameter verwendet, wird das Flag für die Wiederherstellung der Datenbank zurückgesetzt.

Syntax

set databaserestoreflag [{0 | 1}]

Parameter

{0 | 1}
Gibt die Einstellung des Flags für die Wiederherstellung der Datenbank an: 0 - das Flag wird zurückgesetzt (Standard), 1 - das Flag wird festgelegt.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel legt das Flag für die Wiederherstellung der Datenbank für den aktuell angegebenen DHCP-Server fest.

set databaserestoreflag 1

set detectconflictretry

Legt die Anzahl der Versuche für die Konflikterkennung für den angegebenen DHCP-Server fest.

Syntax

set detectconflictretry AnzahlWiederholungen

Parameter

AnzahlWiederholungen
Erforderlich. Gibt die Anzahl der Versuche für die Konflikterkennung an, die der DHCP-Server unternimmt, bevor er einem Client eine IP-Adresse für einen Bereich zuweist.

Hinweise

  • Der Maximalwert für AnzahlWiederholungen ist 5. Alle größeren Werte werden standardmäßig auf 5 zurückgesetzt.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel legt fest, dass der DHCP-Server vier Versuche unternimmt, um festzustellen, ob für eine IP-Adresse eines Bereichs ein Konflikt besteht, bevor er die IP-Adresse des Bereichs in einer neuen Adresslease verwendet.

set detectconflictretry 4

set dnsconfig

Legt die DNS-Konfiguration für dynamische Updates für den angegebenen DHCP-Server fest.

Syntax

set dnsconfig [Enable=]{0 | 1} [[Update=]{0 | 1}] [[Lookup=]{0 | 1}] [[NonDyn=]{0 | 1}]

Parameter

[Enable=]{0|1}
Erforderlich. Gibt an, ob die dynamischen Updates von DNS-Clientinformationen aktiviert oder deaktiviert werden: 0 - dynamische Updates von DNS-Clientinformationen werden deaktiviert, 1 - dynamische Updates von DNS-Clientinformationen werden aktiviert.
[Update=]{0|1}
Gibt den Typ der Lookups für Updates an: 0 - Updates erfolgen auf Clientanforderung, 1 - Updates von Forward- und Reverse-Lookups von Namen.
[Lookup=]{0|1}
Gibt an, ob Forward-Lookups für Clients aktiviert oder deaktiviert werden, wenn Leases auslaufen: 0 - Forward-Lookups werden deaktiviert, 1 - Forward-Lookups werden aktiviert.
[NonDyn=]{0|1}
Gibt an, ob DNS-Informationen für Clients aktualisiert werden, die keine dynamischen Updates unterstützen: 0 - Updates für Clients, die keine dynamischen Updates unterstützen, werden deaktiviert, 1 - Diese Updates werden aktiviert.

Hinweise

  • Dieser Befehl wird nur für DHCP-Server unterstützt, auf denen Windows 2000 Server oder Betriebssysteme der Windows Server™ 2003-Produktfamilie ausgeführt werden.
  • Der in den TCP/IP-Eigenschaften des DHCP-Servers konfigurierte bevorzugte DNS-Server wird mit DHCP-Clientdatensätzen aktualisiert, wenn dynamische Updates aktiviert sind. Wenn der bevorzugte DNS-Server nicht im Netzwerk zur Verfügung steht, wird der alternative DNS-Server aktualisiert.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel aktiviert dynamische Updates von DNS-Informationen durch den DHCP-Server und konfiguriert Updates so, dass sie immer sowohl für Forward- als auch für Reverse-Lookups ausgeführt werden. Dieses Beispiel deaktiviert außerdem die Option zum Ausführen von Forward-Lookups, wenn Leases auslaufen, und aktiviert Updates für nicht dynamische Clients.

set dnsconfig 1 1 0 1

set dnscredentials

Legt die Anmeldeinformationen für dynamische DNS-Updates für den angegebenen DHCP-Server fest.

Syntax

set dnscredentials Benutzername Domäne Kennwort

Parameter

Benutzername
Erforderlich. Der Benutzername, der einem gültigen Domänenkonto zugeordnet ist.
Domäne
Erforderlich. Die Domäne, in der das Benutzerkonto Mitglied ist.
Kennwort
Erforderlich. Das Kennwort für das Benutzerkonto.

Beispiele

Im ersten Beispiel legt dieser Befehl die angegebenen Werte als Anmeldeinformationen für dynamische DNS-Updates fest.

Im zweiten Beispiel wird mit diesem Befehl Benutzer1 für Benutzername und Domaene1 für Domäne festgelegt. Das Kennwort wird jedoch nicht angegeben. Stattdessen wird ein Sternchen (*) verwendet. Wird ein Sternchen (*) anstelle eines gültigen Kennworts verwendet, wird der Benutzer zur Angabe eines Kennworts aufgefordert. Ohne das richtige Kennwort für den angegebenen Wert von Benutzername können die Anmeldeinformationen nicht geändert werden.

set dnscredentials Benutzer1 Domaene1 Kennwort1

set dnscredentials Benutzer1 Domaene1 *

set optionvalue

Legt einen Wert für die DHCP-Serveroption fest, der auf alle auf dem angegebenen DHCP-Server definierten Bereiche angewendet wird.

Syntax

set optionvalue Optionskennung {BYTE | WORD | DWORD | STRING | IPADDRESS} [[user=]Benutzername] [[vendor=]Herstellername] [Optionswert]

Parameter

Optionskennung
Erforderlich. Gibt die eindeutige Kennung für den Optionstyp an, dessen Wert festgelegt werden soll.
{BYTE | WORD | DWORD | STRING | IPADDRESS}
Erforderlich. Gibt den Datentyp für den Optionstyp an, dessen Wert festgelegt werden soll.
[user=]Benutzername
Legt den Namen der Benutzerklasse fest, auf die dieser Befehl angewendet wird. Erfolgt keine Angabe, wird die Standardbenutzerklasse verwendet.
[vendor=]Herstellername
Legt den Namen der Herstellerklasse fest, auf die dieser Befehl angewendet wird. Erfolgt keine Angabe, wird die Standardherstellerklasse verwendet.
[Optionswert]
Gibt den neuen Serverstandardwert für den Optionstyp an, der durch Optionskennung identifiziert wird. Die Wert muss dem zugeordneten Datentyp entsprechen.

Hinweise

  • Hersteller- und Benutzerklassen werden nur für DHCP-Server unter Windows 2000 Server unterstützt.
  • Um die aktuellen Standardwerte für eine unbestimmte Klasse zu ändern, können Sie den Befehl set userclass oder set vendorclass verwenden.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel legt den Wert für Optionskennung 003 so fest, dass zwei Router-IP-Adressen, 10.1.1.1 und 10.1.1.2, aufgelistet werden.

Der Befehl im zweiten Beispiel erweitert das erste Beispiel, indem er festlegt, dass der angegebene Wert nur auf die Bereichsclients angewendet wird, die sich selbst als Mitglieder der Herstellerklasse "Hersteller1" identifizieren. Dieses Beispiel setzt voraus, dass die betreffende Klasse bereits auf dem Server definiert ist und ihr der angegebenen Optionstyp zugeordnet wurde.

set optionvalue 003 IPADDRESS 10.1.1.1 10.1.1.2

set optionvalue 003 IPADDRESS vendor=Hersteller1 10.1.1.1 10.1.1.2

set server

Wechselt vom Netsh-Befehlszeilenkontext zum Kontext des angegebenen Servers. Werden keine Parameter verwendet, wird zum Kontext des lokalen Servers gewechselt.

Syntax

set server[{Server-IP | \\Server-DNS}]

Parameter

{Server-IP | \\Server-DNS}
Gibt die IP-Adresse oder den DNS-Namen des angegebenen DHCP-Servers an.

Hinweise

  • Wenn mit diesem Befehl vom Netsh-Befehlszeilenkontext zum Kontext eines anderen Servers gewechselt wird, werden alle nachfolgenden Befehle auf dem angegebenen Server ausgeführt. Um Befehle auf einem anderen Server auszuführen, muss dieser Befehl erneut ausgeführt werden, wobei die IP-Adresse oder der DNS-Namen des neuen Servers als Parameter bereitgestellt wird.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel wechselt vom Befehlszeilenkontext des DHCP-Servers zum Kontext des Servers mit der IP-Adresse 10.1.1.1.

set server 10.1.1.1

set userclass

Legt den Namen für die aktuelle Benutzerklasse fest. Werden keine Parameter verwendet, wird die aktuelle Benutzerklasse auf die Standardbenutzerklasse zurückgesetzt.

Syntax

set userclass [Benutzerklasse]

Parameter

Benutzerklasse
Gibt den Namen der Benutzerklasse für den aktuell angegebenen DHCP-Server an.

Hinweise

  • Dieser Befehl steht nur für DHCP-Server unter Windows 2000 Server zur Verfügung.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel legt MeineBenutzerklasse als Name der Benutzerklasse fest.

Der Befehl im zweiten Beispiel setzt die aktuelle Benutzerklasse auf die Standardbenutzerklasse zurück.

set userclass MeineBenutzerklasse

set userclass

set vendorclass

Legt den Namen für die aktuelle Herstellerklasse fest. Werden keine Parameter verwendet, wird die aktuelle Herstellerklasse auf die Standardklasse (DHCP-Standardoptionen) zurückgesetzt.

Syntax

set vendorclass [Herstellerklasse]

Parameter

Herstellerklasse
Gibt den Namen der Herstellerklasse für den aktuellen Server an.

Hinweise

  • Dieser Befehl steht nur für DHCP-Server unter Windows 2000 Server zur Verfügung.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel legt "MeineHerstellerklasse" als Name der Herstellerklasse fest.

Der Befehl im zweiten Beispiel setzt die aktuelle Herstellerklasse auf die Standardklasse (DHCP-Standardoptionen) zurück.

set vendorclass MeineHerstellerklasse

set vendorclass

show all

Zeigt alle Status- und Konfigurationsinformationen für den angegebenen DHCP-Server an.

Syntax

show all

Parameter

keine
 

Hinweise

  • Dieser Befehl listet alle aktuellen Status- und Konfigurationsdetails, einschließlich der gespeicherten MIB-Informationen (Management Information Base), für den aktuell angegebenen DHCP-Server auf.

show auditlog

Zeigt alle Überwachungsprotokollinformationen für den angegebenen DHCP-Server an.

Syntax

show auditlog

Parameter

keine
 

show bindings

Zeigt alle Bindungsinformationen für den angegebenen DHCP-Server an.

Syntax

show bindings

Parameter

keine

Hinweise

  • Dieser Befehl zeigt Bindungsinformationen für den aktuellen DHCP-Server an, z. B., welche aktiven Netzwerkverbindungen, die mit statischen IP-Adressen konfiguriert sind, als Dienste für DHCP-Clients im Netzwerk aktiviert oder deaktiviert sind.
  • Der DHCP-Dienst deaktiviert automatisch Netzwerkverbindungen, deren IP-Adresse dynamisch auf der Basis von Dienstbindungen konfiguriert wird. Dies ist die Standardvorgehensweise.

show class

Zählt alle Klasseninformationen für den angegebenen DHCP-Server auf und zeigt sie an. Dies schließt Informationen sowohl zu Benutzer- als auch zu Herstellerklassen ein.

Syntax

show class

Parameter

keine
 

show detectconflictretry

Zeigt die konfigurierte Anzahl der Versuche für die Konflikterkennung für den angegebenen DHCP-Server an.

Syntax

show detectconflictretry

Parameter

keine
 

Hinweise

  • Dieser Befehl zeigt die aktuelle Anzahl von Ping-Wiederholungen an, mit denen versucht wird, Adressenkonflikte für die vom Server verteilte Bereichs-IP-Adressen zu erkennen.

show dnsconfig

Zeigt dynamische Updates der DNS-Konfiguration für den angegebenen DHCP-Server an.

Syntax

show dnsconfig

Parameter

keine
 

Hinweise

  • Wenn keine DNS-Konfiguration aktiviert oder festgelegt wurde, können Sie diese Einstellungen an der DNS-Konsole oder mit dem Befehl set dnsconfig konfigurieren.

show dnscredentials

Zeigt die aktuellen Anmeldeinformationen für dynamische DNS-Updates an.

Syntax

show dnscredentials

Parameter

keine
 

show mibinfo

Zeigt MIB-Informationen (Management Information Base) für den angegebenen DHCP-Server an.

Syntax

show mibinfo

Parameter

keine

show mscope

Zeigt alle Informationen zu Multicastbereichen für den angegebenen DHCP-Server an.

Syntax

show mscope

Parameter

keine
 

show optiondef

Zeigt alle definierten und verfügbaren Optionstypen an, die auf dem angegebenen DHCP-Server verwendet werden können. Werden keine Parameter verwendet, werden alle Optionen angezeigt.

Syntax

show optiondef [vendor=Herstellername]

Parameter

vendor= Herstellername
Gibt an, welche definierten und verfügbaren Optionstypen angezeigt werden sollen. Erfolgt keine Angabe, wird die aktuell für den DHCP-Server festgelegte Standardherstellerklasse als Standardeinstellung für Herstellername verwendet.

Hinweise

  • Die Standardherstellerklasse kann mit dem Befehl set vendorclass zurückgesetzt werden.
  • Herstellername steht nur für DHCP-Server unter Windows 2000 Server zur Verfügung.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel zeigt alle definierten Optionstypen für die aktuelle Herstellerklasse an.

Der Befehl im zweiten Beispiel zeigt die definierten Optionstypen an, die mit der angegebenen Klasse "Hersteller1" verwendet werden können.

show optiondef

show optiondef vendor=Hersteller1

show optionvalue

Zeigt alle verfügbaren Optionswerte an, die aktuell für den angegebenen DHCP-Server festgelegt sind. Werden keine Parameter verwendet, werden alle Optionswerte angezeigt, einschließlich der Werte, die sowohl für Benutzer- als auch für Herstellerklassen verwendet werden.

Syntax

show optionvalue[{user=Benutzername | vendor=Herstellername}]

Parameter

user= Benutzername
Gibt die festgelegten Standardwerte für die Optionstypen an, die mit der aktuell festgelegten Benutzerklasse verwendet werden können.
vendor= Herstellername
Gibt die festgelegten Standardwerte für die Optionstypen an, die mit der aktuell festgelegten Herstellerklasse verwendet werden können.

Hinweise

  • User= Benutzername und vendor=Herstellername stehen nur für DHCP-Server unter Windows 2000 Server zur Verfügung.
  • Bei Angabe eines Wertes für Benutzername oder Herstellername ist auch das jeweilige Tag (user= oder vendor=) erforderlich. Wenn die Tags nicht angegeben werden, wird die aktuelle Benutzerklasse, die zuvor mit dem Befehl set userclass festgelegt wurde, als Standard verwendet.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel zeigt alle verfügbaren Optionstypen an, für die auf dem aktuell angegebenen DHCP-Server Werte festgelegt wurden.

show optionvalue

show scope

Zeigt Informationen zu den Bereichen für den angegebenen DHCP-Server an.

Syntax

show scope

Parameter

keine
 

show server

Zeigt Informationen zum angegebenen DHCP-Server an, einschließlich des vollqualifizierten Domänennamens und der IP-Adresse des Servers.

Syntax

show server

Parameter

keine
 

show dbproperties

Zeigt Informationen zur Konfiguration der Serverdatenbank für den angegebenen DHCP-Server an.

Syntax

show dbproperties

Parameter

keine
 

Hinweise

  • Dieser Befehl zeigt die folgenden Informationen zur Datenbankkonfiguration an:
    • Name
    • Pfad
    • Sicherungspfad
    • Sicherungsintervall
    • Protokollierungsflag
    • Wiederherstellungsflag
    • Bereinigungsintervall

show serverstatus

Zeigt Statusinformationen für den angegebenen DHCP-Server an.

Syntax

show serverstatus

Parameter

keine
 

Hinweise

  • Dies ist ein Beispiel für die Statusinformationen, die dieser Befehl anzeigt:
    Server Attrib - Server Servicing Clients :TRUE
    Server Attrib - Dynamic BootP Support Enabled :TRUE
    Server Attrib - DHCP Server Part Of DS :TRUE
    Server Attrib - DHCP Server Bindings Aware :TRUE
    Server Attrib - Administrative Rights :TRUE

show userclass

Zeigt die aktuelle Einstellung für die Benutzerklasse auf dem angegebenen DHCP-Server an.

Syntax

show userclass

Parameter

keine
 

Hinweise

  • Dies ist ein Beispiel für die Einstellungsinformationen, die dieser Befehl anzeigt:
    Current Class Name set for the Server dhcpsrv1.example.microsoft.com is None.

show vendorclass

Zeigt die aktuelle Einstellung für die Herstellerklasse auf dem angegebenen DHCP-Server an.

Syntax

show vendorclass

Parameter

keine
 

Hinweise

  • Dies ist ein Beispiel für die Einstellungsinformationen, die dieser Befehl anzeigt:
    Current Vendor Name set for the Server dhcpsrv1.example.microsoft.com is None.

show version

Zeigt aktuelle Versionsinformationen für den angegebenen DHCP-Server an.

Syntax

show version

Parameter

keine
 

Hinweise

  • Dies ist ein Beispiel für die Versionsinformationen, die dieser Befehl anzeigt:
    The version of the DHCP Server 192.168.0.100 is 5.6.

Netsh-DHCP-Serverbereich

Die folgenden Befehle stehen an der Eingabeaufforderung dhcp server scope>, die Bestandteil der netsh-Umgebung ist, zur Verfügung.

Klicken Sie auf einen Befehl, um dessen Syntax anzuzeigen:

add excluderange

Fügt einen Bereich von Adressen hinzu, die von der Verteilung im aktuellen Bereich ausgeschlossen werden sollen.

Syntax

add excluderange IP-Bereichsanfang IP-Bereichsende

Parameter

IP-Bereichsanfang
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der Ausschlussbereich beginnt.
IP-Bereichsende
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der Ausschlussbereich endet.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel schließt die IP-Adressen von 10.2.2.10 bis 10.2.2.20 von der Verteilung im Bereich aus.

add excluderange 10.2.2.10 10.2.2.20

add iprange

Fügt einen Bereich von IP-Adressen zum aktuellen Bereich hinzu.

Syntax

add iprange IP-Bereichsanfang IP-Bereichsende [{DHCP | BOOTP | BOTH}] [MaxBOOTP]

Parameter

IP-Bereichsanfang
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der Adressbereich beginnt.
IP-Bereichsende
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der Adressbereich endet.
{DHCP | BOOTP | BOTH}
Gibt den Clienttyp an, der diesem Bereich und IP-Adressbereich zugeordnet wird. Der Standard ist DHCP.
MaxBOOTP
Gibt die maximale Anzahl von BOOTP-Clients an

Hinweise

  • MaxBOOTP ist nur hilfreich, wenn für Clienttyp festgelegt wurde, dass BOOTP-Clients für den Bereich unterstützt werden. Wenn eine optionale Befehlszeilenoption verwendet wird, sind alle Befehlszeilenoptionen (sowohl erforderliche als auch optionale), die vor dem verwendeten optionalen Befehl stehen, erforderlich und müssen in der richtigen Reihenfolge angegeben werden.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel fügt DHCP-Clients mit IP-Adressen von 10.2.2.10 bis 10.2.2.20 zum Verteilungsbereich im Bereich hinzu.

add iprange 10.2.2.10 10.2.2.20

add reservedip

Reserviert eine IP-Adresse für die Verwendung durch eine bestimmte MAC-Adresse (Media Access Control) im aktuellen Bereich.

Syntax

add reservedip ReservierteIP MAC-Adresse [Clientname] [Clientkommentar] [{DHCP | BOOTP | BOTH}]

Parameter

ReservierteIP
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, die reserviert werden soll.
MAC-Adresse
Erforderlich. Gibt die physische Hardware- oder MAC-Adresse an, die der reservierten IP-Adresse zugeordnet werden soll.
Clientname
Gibt einen Clientnamen an, der diesem reservierten Clienteintrag zugeordnet werden soll. Erfolgt keine Angabe, wird diesem reservierten Clienteintrag kein Clientname zugeordnet.
Clientkommentar
Gibt einen Clientkommentar an, der diesem reservierten Clienteintrag zugeordnet werden soll. Erfolgt keine Angabe, wird diesem reservierten Clienteintrag kein Clientkommentar zugeordnet.
{DHCP | BOOTP | BOTH}
Gibt den Clienttyp an, der diesem reservierten Clienteintrag zugeordnet werden soll. Der Standard ist DHCP.

Hinweise

  • Wenn eine optionale Befehlszeilenoption verwendet wird, sind alle Befehlszeilenoptionen (sowohl erforderliche als auch optionale), die vor der verwendeten optionalen Befehlszeilenoption stehen, erforderlich und müssen in der richtigen Reihenfolge angegeben werden.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel reserviert die IP-Adresse 10.2.2.32 für den DHCP-Client, der sich durch die MAC-Adresse 08-00-2b-30-36-9b identifiziert, wenn er eine Lease im aktuellen Bereich erhält.

add reservedip 10.2.2.32 08002b30369B

delete excluderange

Löscht einen Bereich von zuvor ausgeschlossenen IP-Adressen aus dem aktuellen Bereich.

Syntax

delete excluderange IP-Bereichsanfang IP-Bereichsende

Parameter

IP-Bereichsanfang
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der Ausschlussbereich beginnt.
IP-Bereichsende
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der Ausschlussbereich endet.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel löscht den Ausschlussbereich, der bei IP-Adresse 10.2.1.5 beginnt und bei IP-Adresse 10.2.1.10 endet, aus dem aktuellen Bereich.

delete excluderange 10.2.1.5 10.2.1.10

delete iprange

Löscht einen Bereich von IP-Adressen aus dem aktuellen Bereich.

Syntax

delete iprange IP-Bereichsanfang IP-Bereichsende

Parameter

IP-Bereichsanfang
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der zu löschende Bereich beginnt.
IP-Bereichsende
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der zu löschende Bereich endet.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel löscht die IP-Adressen von 10.2.1.5 bis 10.2.1.10 aus dem aktuellen Bereich.

delete iprange 10.2.1.5 10.2.1.10

delete lease

Löscht eine IP-Adresslease aus dem aktuellen Bereich.

Syntax

delete lease [{LeaseIP | \\Hostname | AllBadAddresses | AllRasServerAddresses}]

Parameter

{LeaseIP | \\Hostname | AllBadAddresses | AllRasServerAddresses}
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse oder den Hostnamen an, der der geleasten Adresse zugeordnet ist. Wird AllBadAddresses angegeben, werden alle mit BAD_ADDRESS markierten Datensätze entfernt. Wird AllRasServerAddresses angegeben, werden alle Leases entfernt, die von Servern erhalten wurden, auf denen der Routing- und RAS-Dienst ausgeführt wird.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel löscht die IP-Adresslease 10.2.1.32 aus dem aktuellen Bereich.

Der Befehl im zweiten Beispiel löscht alle als BAD_ADDRESS markierten IP-Adressleases aus dem aktuellen Bereich.

delete lease 10.2.1.32

delete lease AllBadAddresses

delete optionvalue

Entfernt oder löscht den aktuell festgelegten Optionswert des Bereichs aus dem aktuellen Bereich.

Syntax

delete optionvalue Optionskennung[user=Benutzername] [vendor=Herstellername]

Parameter

Optionskennung
Erforderlich. Gibt die eindeutige Kennung der Option an, deren Wert gelöscht werden soll.
user= Benutzername
Gibt die Benutzerklasse an, aus der der aktuell festgelegte Optionswert gelöscht werden soll. Wird das Tag bereitgestellt, aber kein Wert angegeben, wird die aktuelle Standardbenutzerklasse verwendet.
vendor= Herstellername
Gibt die Herstellerklasse an, aus der der aktuell festgelegte Optionswert gelöscht werden soll. Wird das Tag bereitgestellt, aber kein Wert angegeben, wird die aktuelle Standardherstellerklasse verwendet.

Hinweise

  • Hersteller- und Benutzerklassen werden nur für DHCP-Server unter Windows 2000 Server unterstützt.
  • Wenn Sie eine Benutzer- oder Herstellerklasse oder beide Klassen angeben, löscht dieser Befehl den festgelegten Optionswert nur auf den Bereichsclients, die als Mitglieder der angegebenen Klasse oder Klassen identifiziert werden.
  • Um die aktuellen Standardwerte für eine mit diesem Befehl verwendete unbestimmte Klasse zu ändern, verwenden Sie entweder den Befehl set userclass oder set vendorclass.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel löscht den aktuell festgelegten Optionswert für Optionskennung 18 aus dem aktuellen Bereich.

Der Befehl im zweiten Beispiel löscht den aktuell festgelegten Optionswert für Optionskennung 18 aus der Herstellerklasse "MeineHerstellerklasse".

delete optionvalue 18

delete optionvalue 18 vendor="MeineHerstellerklasse"

delete reservedip

Löscht eine Reservierung für eine IP-Adresse im aktuellen Bereich.

Syntax

delete reservedip ReservierteIP MAC-Adresse

Parameter

ReservierteIP
Erforderlich. Gibt die reservierte IP-Adresse an, die aus dem aktuellen Bereich gelöscht werden soll.
MAC-Adresse
Erforderlich. Gibt die MAC-Adresse (Media Access Control) oder physische Hardwareadresse an, für die die IP-Adresse reserviert war.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel entfernt die für die MAC-Adresse 08002B30369B reservierte IP-Adresse 10.2.1.32 aus dem aktuellen Bereich.

delete reservedip 10.2.1.32 08002B30369B

delete reservedoptionvalue

Löscht einen Optionswert, der aktuell einem reservierten Client im aktuellen Bereich zugewiesen ist.

Syntax

delete reservedoptionvalue ReservierteIP Optionskennung [User=Benutzername] [vendor=Herstellername]

Parameter

ReservierteIP
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse des reservierten Clients an.
Optionskennung
Erforderlich. Gibt die eindeutige Kennung für den Optionstyp an, der aktuell dem reservierten Client zugewiesen ist.
User= Benutzername
Gibt die Benutzerklasse an, aus der der Optionswert gelöscht werden soll. Wird das Tag bereitgestellt, aber kein Wert angegeben, wird die aktuelle Standardbenutzerklasse verwendet.
vendor= Herstellername
Gibt die Herstellerklasse an, aus der der Optionswert gelöscht werden soll. Wird das Tag bereitgestellt, aber kein Wert angegeben, wird die aktuelle Standardherstellerklasse verwendet.

Hinweise

  • Hersteller- und Benutzerklassen werden nur für DHCP-Server unter Windows 2000 Server unterstützt.
  • Um die aktuellen Standardwerte für eine mit diesem Befehl verwendete unbestimmte Klasse zu ändern, verwenden Sie entweder set userclass oder set vendorclass.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel löscht den aktuell festgelegten Optionswert für die durch Kennung 18 bezeichnete Option für die reservierte IP-Adresse 10.2.2.32 im aktuellen Bereich.

delete reservedoptionvalue 10.2.2.32 18

dump

Gibt die Konfiguration des aktuellen Bereichs im Eingabeaufforderungsfenster aus, wenn der Befehl in der netsh-Umgebung ausgeführt wird.

Syntax

dump

Erfolgt die Ausführung an der Eingabeaufforderung oder in einer Batchdatei, kann die Ausgabe in einer Textdatei gespeichert werden. Werden keine Parameter verwendet, gibt der Befehl die Konfiguration des aktuellen Bereichs im Eingabeaufforderungsfenster aus.

Syntax

netsh dhcp server { Servername | IP-Adresse } scope BereichsID dump >[PfadUndDateiname]

Parameter

Servername | IP-Adresse
Gibt den Servernamen oder die IP-Adresse des DHCP-Servers an, dessen Bereichskonfiguration ausgegeben werden soll.
BereichsID
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse des Bereichs an, dessen Konfiguration ausgegeben werden soll.
PfadUndDateiname
Gibt sowohl den Speicherort der Datei als auch den Namen der Zieldatei an, in die die Bereichskonfiguration ausgegeben werden soll. Ohne diese Angabe wird die Bereichskonfiguration im Eingabeaufforderungsfenster ausgegeben.

Beispiele

Der erste Befehl, der in der netsh-Umgebung ausgeführt wird, gibt die Konfiguration des aktuellen Bereichs im Eingabeaufforderungsfenster aus.

Der zweite Befehl, der an der Eingabeaufforderung ausgeführt wird, gibt die Konfiguration des Bereichs des lokalen Servers, 192.168.0.1, in die Textdatei Scopecfg.dmp im freigegebenen Netzwerkordner \\Backup\Dhcp\ aus.

dump

netsh dhcp server scope 192.168.1.0 dump > \\Backup\Dhcp\Scopecfg.dmp

initiate reconcile

Überprüft und stimmt den aktuellen Bereich ab. Werden keine Parameter verwendet, überprüft dieser Befehl die Bereiche und sucht nach Inkonsistenzen, korrigiert gefundene Inkonsistenzen in der Datenbank jedoch nicht.

Syntax

initiate reconcile [fix]

Parameter

[fix]
Gibt an, dass der Befehl ggf. alle in der Datenbank gefundenen Inkonsistenzen korrigiert.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel überprüft die Bereiche und sucht nach Inkonsistenzen.

Der Befehl im zweiten Beispiel überprüft die Bereiche, sucht nach Inkonsistenzen und korrigiert gefundene Inkonsistenzen.

initiate reconcile

initiate reconcile fix

set comment

Legt den Kommentar für den aktuellen Bereich fest. Werden keine Parameter verwendet, löscht set comment den aktuellen Kommentar.

Syntax

set comment [NeuerKommentar]

Parameter

[NeuerKommentar]
Gibt einen neuen oder geänderten Kommentar für den Bereich an.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel legt einen Kommentar fest, der keine Leerzeichen enthält.

Der Befehl im zweiten Beispiel legt einen Kommentar fest, der Leerzeichen einschließt.

set comment NeuerKommentarOhneLeerzeichen

set comment "Neuer Kommentar mit Leerzeichen"

set name

Legt den Namen des aktuellen Bereichs fest.

Syntax

set name NeuerName

Parameter

NeuerName
Erforderlich. Gibt den neuen Namen des Bereichs an.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel legt einen Namen fest, der keine Leerzeichen enthält.

Der Befehl im zweiten Beispiel legt einen Namen fest, der Leerzeichen einschließt.

set name NeuerNameOhneLeerzeichen

set name "Neuer Name mit Leerzeichen"

set optionvalue

Legt einen Optionswert für den aktuellen Bereich fest.

Syntax

set optionvalue Optionskennung {BYTE | WORD | DWORD | STRING | IPADDRESS} [[user=]Benutzername] [[vendor=]Herstellername] [Optionswert]

Parameter

Optionskennung
Erforderlich. Gibt die Kennung für den Optionstyp an, dessen Wert festgelegt werden soll.
{BYTE | WORD | DWORD | STRING | IPADDRESS}
Erforderlich. Gibt den Datentyp für den Optionstyp an, dessen Wert festgelegt werden soll.
user= Benutzername
Gibt die Benutzerklasse an. Wird das Tag bereitgestellt, aber kein Wert angegeben, wird die aktuelle Standardbenutzerklasse verwendet.
vendor= Herstellername
Gibt die Herstellerklasse an. Wird das Tag bereitgestellt, aber kein Wert angegeben, wird die aktuelle Standardherstellerklasse verwendet.
Optionswert
Erforderlich. Gibt den zugewiesenen Wert für den Optionstyp an, der in Optionskennung angegeben ist. Wenn der Optionstyp ein Array unterstützt, das mehr als einen einzelnen numerischen Wert oder eine IP-Adresse enthält, geben Sie die zusätzlichen Werte in der gewünschten Reihenfolge am Ende des Befehls an, wobei die Werte durch ein Leerzeichen getrennt sein müssen.

Hinweise

  • Hersteller- und Benutzerklassen werden nur für DHCP-Server unter Windows 2000 Server unterstützt.
  • Um die aktuellen Standardwerte für eine mit diesem Befehl verwendete unbestimmte Klasse zu ändern, verwenden Sie entweder set userclass oder set vendorclass.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel legt den Wert für Optionskennung 003 so fest, dass zwei Router-IP-Adressen (10.1.1.1 und 10.1.1.2) aufgelistet werden.

Der Befehl im zweiten Beispiel legt den Wert, der im ersten Beispiel angegeben ist, so fest, dass er nur auf die Bereichsclients angewendet wird, die sich selbst als Mitglieder der Herstellerklasse "Hersteller1" identifizieren. Dies ist eine Klasse, die zuvor auf dem Server definiert und der dieser angegebene Optionstyp zugeordnet wurde.

set optionvalue 003 IPADDRESS 10.1.1.1 10.1.1.2

set optionvalue 003 IPADDRESS vendor=Hersteller1 10.1.1.1 10.1.1.2

set reservedoptionvalue

Legt den Wert einer Option für eine reservierte IP-Adresse im aktuellen Bereich fest.

Syntax

set reservedoptionvalue ReservierteIP Optionskennung {BYTE | WORD | DWORD | STRING | IPADDRESS} [user=Benutzername] [vendor=Herstellername] Optionswert

Parameter

ReservierteIP
Erforderlich. Gibt die reservierte IP-Adresse an, deren Optionswert festgelegt werden soll.
Optionskennung
Erforderlich. Gibt die Kennung für den Optionstyp an, dessen Wert festgelegt werden soll.
{BYTE | WORD | DWORD | STRING | IPADDRESS}
Erforderlich. Gibt den Datentyp für den Optionstyp an, dessen Wert festgelegt werden soll.
user= Benutzername
Gibt entweder die aktuelle Standardbenutzerklasse oder die mit Benutzername angegebene Klasse an. Wird das Tag bereitgestellt, aber kein Wert angegeben, wird die aktuelle Standardbenutzerklasse verwendet.
vendor= Herstellername
Gibt entweder die aktuelle Standardherstellerklasse oder die mit Herstellername angegebene Klasse an. Wird das Tag bereitgestellt, aber kein Wert angegeben, wird die aktuelle Standardherstellerklasse verwendet.
Optionswert
Erforderlich. Gibt den zugewiesenen Wert für den Optionstyp an, der in Optionskennung angegeben ist. Wenn der Optionstyp ein Array unterstützt, das mehr als einen einzelnen numerischen Wert oder eine IP-Adresse enthält, geben Sie die zusätzlichen Werte in der gewünschten Reihenfolge am Ende des Befehls an, wobei die Werte durch ein Leerzeichen getrennt sein müssen.

Hinweise

  • Hersteller- und Benutzerklassen werden nur für DHCP-Server unter Windows 2000 Server unterstützt.
  • Um die aktuellen Standardwerte für eine mit diesem Befehl verwendete unbestimmte Klasse zu ändern, verwenden Sie entweder set userclass oder set vendorclass.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel legt den Wert der Routeroption (Kennung 003) für die reservierte Client-IP-Adresse 10.1.1.50 im aktuellen Bereich so fest, dass die konfigurierten Router (Standardgateways) die IP-Adressen 10.1.1.1 und 10.1.1.2 erhalten.

set reservedoptionvalue 10.1.1.50 003 IPADDRESS 10.1.1.1 10.1.1.2

set scope

Legt den Bereich fest, der in nachfolgenden Vorgängen verwendet werden soll.

Syntax

set scope Bereichsadresse

Parameter

Bereichsadresse
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse des Bereichs an, der in nachfolgenden Befehlen verwendet werden soll.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel legt 10.2.2.0 als aktuellen Bereich für nachfolgende Vorgänge fest.

set scope 10.2.2.0

set state

Mit diesem Befehl wird der Zustand des aktuellen Bereichs entweder auf aktiv oder inaktiv festgelegt bzw. zurückgesetzt. Werden keine Parameter verwendet, aktiviert dieser Befehl den Bereich.

Syntax

set state [{0 | 1 | 2 | 3}]

Parameter

{0 | 1 | 2 | 3}
Gibt den Zustand des Bereichs an: 0 - der Bereich wird deaktiviert, 1 - der Bereich wird aktiviert (Standard), 2 - der Bereich wird deaktiviert und als gewechselt markiert, 3 - der Bereich wird aktiviert und als gewechselt markiert.

Hinweise

  • 2 und 3 werden normalerweise für gewechselte Netzwerke (Netzwerke mit Umschaltung, Switched Networks) oder Netzwerke mit mehreren logischen Netzwerken auf einem einzigen physischen Netzwerk verwendet.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel aktiviert einen Bereich.

Der Befehl im zweiten Beispiel deaktiviert einen Bereich.

set state 1

set state 0

set superscope

Legt die Bereichsgruppierung fest, die in nachfolgenden Vorgängen verwendet werden soll.

Syntax

set superscope Bereichsgruppierungsname {0 | 1}

Parameter

Bereichsgruppierungsname
Erforderlich. Gibt den Namen der Bereichsgruppierung an, in die der aktuelle Bereich eingeschlossen werden soll. Bei der Angabe von Bereichsgruppierungsname muss die Groß-/Kleinschreibung beachtet werden.
{0 | 1}
Erforderlich. Gibt an, ob der Zustand der Bereichsgruppierung auf aktiv oder inaktiv festgelegt wird: 0 - die Bereichsgruppierung wird deaktiviert, 1 - die Bereichsgruppierung wird aktiviert.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel fügt den aktuellen Bereich zur Bereichsgruppierung "MeineGruppierung" hinzu und aktiviert die Bereichsgruppierung.

set superscope MeineGruppierung 1

show clients

Zeigt für den aktuellen Bereich alle verfügbaren Clients der Version 4 an. Werden keine Parameter verwendet, zeigt dieser Befehl für jeden Client die folgenden Informationen an: IP-Adresse, Subnetzmaske, eindeutige Kennung, Leaseablaufdatum und Typ.

Syntax

show clients[{0 | 1}]

Parameter

{0 | 1}
Gibt den Umfang der angezeigten Informationen an: 0 - für jeden Client werden die folgenden Informationen angezeigt: IP-Adresse, Subnetzmaske, eindeutige Kennung, Leaseablaufdatum und Datentyp (Standard), 1 - zusätzlich zu den durch 0 bereitgestellten Informationen wird der vollqualifizierte Domänenname jedes einzelnen Clients angezeigt.

Hinweise

  • Damit die Ausgabe dieses Befehls gut lesbar ist, sollten Sie das Eingabeaufforderungsfenster auf mindestens 95 Zeichen verbreitern.

show clientsv5

Zeigt für den aktuellen Bereich alle verfügbaren Clients der Version 5 an. Werden keine Parameter verwendet, zeigt dieser Befehl für jeden Client die folgenden Informationen an: IP-Adresse, Subnetzmaske, eindeutige Kennung, Leaseablaufdatum und Typ.

Syntax

show clientsv5[{0 | 1}]

Parameter

{0 | 1}
Gibt den Umfang der angezeigten Informationen an: 0-Für jeden Client werden die folgenden Informationen angezeigt: IP-Adresse, Subnetzmaske, eindeutige Kennung, Leaseablaufdatum und Datentyp (Standard), 1-Zusätzlich zu den durch 0 bereitgestellten Informationen wird der vollqualifizierte Domänenname jedes einzelnen Clients angezeigt.

Hinweise

  • Damit die Ausgabe dieses Befehls gut lesbar ist, sollten Sie das Eingabeaufforderungsfenster auf mindestens 95 Zeichen verbreitern.

show excluderange

Zeigt alle aktuell festgelegten Ausschlussbereiche von IP-Adressen für den aktuellen Bereich an.

Syntax

show excluderange

Parameter

keine
 

Hinweise

  • Verwenden Sie zum Hinzufügen oder Löschen von Ausschlussbereichen andere Befehle auf Bereichsebene.

show iprange

Zeigt alle für den aktuellen Bereich verfügbaren Adressbereiche an.

Syntax

show iprange

Parameter

keine
 

show optionvalue

Zeigt alle für den aktuellen Bereich festgelegten Optionswerte an. Werden keine Parameter verwendet, verwendet der Befehl die aktuellen Standardbenutzer- und Standardherstellerklassen.

Syntax

show optionvalue[user=Benutzername] [vendor=Herstellername]

Parameter

user= Benutzername
Gibt an, dass die für die angegebene Benutzerklasse festgelegten Optionen angezeigt werden. Wird das Tag bereitgestellt, aber kein Wert angegeben, wird die aktuelle Standardbenutzerklasse verwendet.
vendor= Herstellername
Gibt an, dass die für die angegebene Herstellerklasse festgelegten Optionen angezeigt werden. Wird das Tag bereitgestellt, aber kein Wert angegeben, wird die aktuelle Standardherstellerklasse verwendet.

Hinweise

  • Hersteller- und Benutzerklassen werden nur für DHCP-Server unter Windows 2000 Server unterstützt.
  • Um die aktuellen Standardwerte für eine mit diesem Befehl verwendete unbestimmte Klasse zu ändern, verwenden Sie entweder set userclass oder set vendorclass.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel zeigt alle Optionen und Werte an, die für den aktuellen Bereich für die benutzerdefinierte Klasse "Meine Benutzerklasse" festgelegt sind.

show optionvalue user="Meine Benutzerklasse"

show reservedip

Zeigt alle zurzeit für den aktuellen Bereich reservierten IP-Adressen an.

Syntax

show reservedip

Parameter

keine
 

show reservedoptionvalue

Zeigt alle aktuell festgelegten Optionswerte für eine reservierte Client-IP-Adresse im aktuellen Bereich an.

Syntax

show reservedoptionvalue ReservierteIP[user=Benutzername] [vendor=Herstellername]

Parameter

ReservierteIP
Erforderlich. Gibt die reservierte IP-Adresse an, deren aktuell zugewiesenen Optionen angezeigt werden sollen.
user= Benutzername
Gibt an, dass die für die angegebene Benutzerklasse festgelegten Optionen angezeigt werden. Wird das Tag bereitgestellt, aber kein Wert angegeben, wird die aktuelle Standardbenutzerklasse verwendet.
vendor= Herstellername
Gibt an, dass die für die angegebene Herstellerklasse festgelegten Optionen angezeigt werden. Wird das Tag bereitgestellt, aber kein Wert angegeben, wird die aktuelle Standardherstellerklasse verwendet.

Hinweise

  • Hersteller- und Benutzerklassen werden nur für DHCP-Server unter Windows 2000 Server unterstützt.
  • Um die aktuellen Standardwerte für eine mit diesem Befehl verwendete unbestimmte Klasse zu ändern, verwenden Sie entweder set userclass oder set vendorclass.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel zeigt die Optionswerte an, die für die reservierte IP-Adresse 10.2.2.100 im aktuellen Bereich festgelegt sind.

show reservedoptionvalue 10.2.2.100

show scope

Zeigt Informationen zum aktuellen Bereich an.

Syntax

show scope

Parameter

keine
 

show state

Zeigt den Zustand des aktuellen Bereichs an, d. h., ob er aktiv oder inaktiv ist.

Syntax

show state

Parameter

keine
 

Netsh-DHCP-Servermulticastbereich

Die folgenden Befehle können an der Eingabeaufforderung dhcp server mscope>, die Bestandteil der netsh-Umgebung ist, ausgeführt werden.

Klicken Sie auf einen Befehl, um dessen Syntax anzuzeigen:

add excluderange

Fügt einen Bereich von Ausschlussadressen zum aktuellen Multicastbereich hinzu.

Syntax

add excluderange IP-Bereichsanfang IP-Bereichsende

Parameter

IP-Bereichsanfang
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der Ausschlussbereich beginnt.
IP-Bereichsende
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der Ausschlussbereich endet.

Hinweise

  • Der Ausschlussbereich muss eine Untermenge des Gesamtadressbereichs sein.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel fügt einen Ausschlussbereich, der bei 224.2.2.10 beginnt und bei 224.2.2.20 endet, zum Verteilungsbereich des aktuellen Multicastbereichs hinzu.

add excluderange 224.2.2.10 224.2.2.20

add iprange

Fügt einen Bereich von IP-Adressen zum aktuellen Multicastbereich hinzu.

Syntax

add iprange IP-Bereichsanfang IP-Bereichsende

Parameter

IP-Bereichsanfang
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der Adressbereich beginnt.
IP-Bereichsende
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der Adressbereich endet.

Hinweise

  • Der Bereich muss innerhalb des gültigen Bereichs für Multicast-IP-Adressen liegen (von 224.0.0.0 bis 239.255.255.255).

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel fügt die IP-Adressen von 224.2.2.10 bis 224.2.2.20 zum Verteilungsbereich im Multicastbereich hinzu.

add iprange 224.2.2.10 224.2.2.20

delete excluderange

Löscht einen Ausschlussbereich von zuvor ausgeschlossenen IP-Adressen im aktuellen Multicastbereich.

Syntax

delete excluderange IP-Bereichsanfang IP-Bereichsende

Parameter

IP-Bereichsanfang
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der Ausschlussbereich beginnt.
IP-Bereichsende
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der Ausschlussbereich endet.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel entfernt einen Ausschlussbereich, der bei IP-Adresse 224.2.2.10 beginnt und bei IP-Adresse 224.2.2.20 endet, aus dem aktuellen Multicastbereich.

delete excluderange 224.2.2.10 224.2.2.20

delete iprange

Löscht einen Bereich von IP-Adressen aus dem aktuellen Multicastbereich.

Syntax

delete iprange IP-Bereichsanfang IP-Bereichsende

Parameter

IP-Bereichsanfang
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der zu löschende Bereich beginnt.
IP-Bereichsende
Erforderlich. Gibt die IP-Adresse an, bei der der zu löschende Bereich endet.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel löscht die IP-Adressen von 224.2.2.10 bis 224.2.2.20 aus dem Gesamtadressbereich des Multicastbereichs.

delete iprange 224.2.2.10 224.2.2.20

dump

Gibt die Konfiguration des aktuellen Multicastbereichs im Eingabeaufforderungsfenster aus, wenn der Befehl in der netsh-Umgebung ausgeführt wird.

Syntax

dump

Erfolgt die Ausführung an der Eingabeaufforderung oder in einer Batchdatei, kann die Ausgabe in einer Textdatei gespeichert werden. Werden keine Parameter verwendet, gibt der Befehl die Konfiguration des aktuellen Multicastbereichs im Eingabeaufforderungsfenster aus.

Syntax

netsh dhcp server [ Servername | IP-Adresse ] mscope MulitcastbereichsID dump >[PfadUndDateiname]

Parameter

Servername | IP-Adresse
Gibt den Servernamen oder die IP-Adresse des DHCP-Servers an, dessen Bereichskonfiguration ausgegeben werden soll.
MulticastbereichsID
Erforderlich. Gibt den Namen des Multicastbereichs an, dessen Konfiguration ausgegeben werden soll.
PfadUndDateiname
Gibt sowohl den Speicherort der Datei als auch den Namen der Zieldatei an, in die die Multicastbereichskonfiguration ausgegeben werden soll. Ohne diese Angabe wird die Bereichskonfiguration im Eingabeaufforderungsfenster ausgegeben.

Beispiele

Der erste Befehl, der in der netsh-Umgebung ausgeführt wird, gibt die Konfiguration des aktuellen Multicastbereichs im Eingabeaufforderungsfenster aus.

Der zweite Befehl, der an der Eingabeaufforderung ausgeführt wird, gibt die Konfiguration des Multicastbereichs des lokalen Servers, TestMulticastbereich, in die Textdatei Mscopecfg.dmp im freigegebenen Netzwerkordner \\Backup\Dhcp\ aus.

dump

netsh dhcp server mscope TestMscope dump > \\Backup\Dhcp\Mscopecfg.dmp

initiate reconcile

Überprüft und stimmt den aktuellen Multicastbereich ab.

Syntax

initiate reconcile

Parameter

keine
 

Hinweise

  • Dieser Befehl überprüft die Integrität des aktuellen Multicastbereichs, indem er den aktuellen Inhalt der Serverdatenbank mit einer gespiegelten Kopie derselben Informationen in der Windows-Registrierung vergleicht. Wenn in der Datenbank Inkonsistenzen erkannt werden, werden sie anhand der gespiegelten Informationen in der Registrierung repariert. Es wird immer versucht, alle gefundenen Inkonsistenzen zu reparieren.

set comment

Legt den Kommentar für den aktuellen Multicastbereich fest.

Syntax

set comment NeuerKommentar

Parameter

NeuerKommentar
Erforderlich. Gibt den neuen oder überarbeiteten Kommentar für den Multicastbereich an.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel ersetzt den Kommentar für den Multicastbereich durch einen neuen Kommentar, der keine Leerzeichen enthält.

Der Befehl im zweiten Beispiel ersetzt den Kommentar für den Multicastbereich durch einen neuen Kommentar, der Leerzeichen enthält.

set comment NeuerKommentarOhneLeerzeichen

set comment "Neuer Kommentar mit Leerzeichen"

set lease

Legt die Gültigkeitsdauer der Lease für die IP-Adressen des Multicastbereichs fest.

Syntax

set lease Zeit

Parameter

Zeit
Erforderlich. Gibt die Gültigkeitsdauer der Lease für Clients des Multicastbereichs an. Durch Angeben von -1 wird die Gültigkeitsdauer der Lease für die IP-Adresse auf eine unbeschränkte bzw. unendliche Zeit festgelegt.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel legt die Gültigkeitsdauer der Lease für die Clients des aktuellen Multicastbereichs auf 691200 Sekunden (8 Tage) fest.

set lease 691200

set mscope

Legt den Multicastbereich fest, der in nachfolgenden Vorgängen verwendet werden soll.

Syntax

set mscope NeuerName

Parameter

NeuerName
Erforderlich. Gibt den Namen des Multicastbereichs an, zu dem der Befehlskontext wechselt. Bei der Angabe von NeuerName muss die Groß-/Kleinschreibung beachtet werden.

Hinweise

  • Dieser Befehl wechselt an der Eingabeaufforderung netsh dhcp server mscope> vom Kontext eines Multicastbereichs zu einem anderen.
  • Dieser Befehl benennt den aktuellen Multicastbereich nicht um. Zum Ändern des Namens des aktuellen Multicastbereichs verwenden Sie den Befehl set name.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel wechselt vom aktuellen Befehlskontext zum Kontext des Multicastbereichs "MeinMulticastbereich". Beachten Sie, dass der Name des Multicastbereichs keine Leerzeichen enthält.

Der Befehl im zweiten Beispiel wechselt vom aktuellen Befehlskontext zum Kontext des Multicastbereichs "Mein Multicastbereich". Beachten Sie, dass der Name des Multicastbereichs Leerzeichen enthält.

set mscope MeinMulticastbereich

set mscope "Mein Multicastbereich"

set name

Ändert den Namen des aktuellen Multicastbereichs.

Syntax

set name NeuerName

Parameter

NeuerName
Erforderlich. Gibt einen neuen Namen für den aktuellen Multicastbereich an.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel legt für den aktuellen Multicastbereich einen neuen Namen fest, der keine Leerzeichen enthält.

Der Befehl im zweiten Beispiel legt für den aktuellen Multicastbereich einen neuen Namen fest, der Leerzeichen enthält.

set name NeuerNameOhneLeerzeichen

set name "Neuer Name mit Leerzeichen"

set state

Mit diesem Befehl wird der Zustand des aktuellen Multicastbereichs entweder auf aktiv oder inaktiv festgelegt bzw. zurückgesetzt.

Syntax

set state {0 | 1}

Parameter

{0 | 1}
Erforderlich. Legt den Zustand des aktuellen Multicastbereichs fest: 0 - der aktuelle Multicastbereich wird deaktiviert, 1 - der aktuelle Multicastbereich wird aktiviert.

Beispiele

Der Befehl im ersten Beispiel aktiviert den aktuellen Multicastbereich.

Der Befehl im zweiten Beispiel deaktiviert den aktuellen Multicastbereich.

set state 1

set state 0

set ttl

Legt die Gültigkeitsdauer (Time-To-Live, TTL) für den aktuellen Multicastbereich fest.

Syntax

set ttl TTL

Parameter

TTL
Erforderlich. Gibt die Gültigkeitsdauer (Time-To-Live, TTL) an. Gültige Werte liegen im Bereich von 1 bis 255.

Beispiele

Der Befehl im folgenden Beispiel legt den TTL-Wert für den aktuellen Multicastbereich auf 32 fest.

set ttl 32

show clients

Zeigt alle verfügbaren Clients für den aktuellen Multicastbereich an.

Syntax

show clients

Parameter

keine
 

Hinweise

  • Damit die Ausgabe dieses Befehls gut lesbar ist, sollten Sie das Eingabeaufforderungsfenster auf mindestens 95 Zeichen verbreitern.

show excluderange

Zeigt alle aktuell ausgeschlossenen Bereiche von IP-Adressen für den aktuellen Multicastbereich an.

Syntax

show excluderange

Parameter

keine
 

Hinweise

  • Wenn zuvor keine Ausschlussbereiche für den Bereich definiert wurden, gibt dieser Befehl eine leere Liste aus.

show iprange

Zeigt alle verfügbaren IP-Adressbereiche für den aktuellen Multicastbereich an.

Syntax

show iprange

Parameter

keine
 

show lease

Zeigt die aktuellen Einstellungen für die Gültigkeitsdauer der Lease für den aktuellen Multicastbereich an.

Syntax

show lease

Parameter

keine
 

show mibinfo

Zeigt MIB-Informationen (Management Information Base) für den aktuellen Multicastbereich an.

Syntax

show mibinfo

Parameter

keine
 

show mscope

Zeigt Informationen zum aktuellen Multicastbereich an.

Syntax

show mscope

Parameter

keine
 

show state

Zeigt den Zustand des aktuellen Multicastbereichs an.

Syntax

show state

Parameter

keine
 

show ttl

Zeigt die Gültigkeitsdauer (Time-To-Live, TTL) für den aktuellen Multicastbereich an.

Syntax

show ttl

Parameter

keine
 

Formatierungslegende

 

Format Bedeutung

Kursiv

Informationen, die der Benutzer bereitstellen muss

Fett

Elemente, die der Benutzer genau so wie dargestellt eingeben muss

Auslassungspunkte (...)

Parameter, die mehrmals in einer Befehlszeile wiederholt werden können

Zwischen eckigen Klammern ([])

Optionale Elemente

Zwischen geschweiften Klammern ({}); Optionen durch Verkettungszeichen (|) voneinander getrennt. Beispiel: {gerade|ungerade}

Eine Gruppe von Auswahlmöglichkeiten, aus denen der Benutzer eine Option auswählen muss.

Schriftart Courier

Code oder Programmausgabe

Siehe auch

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