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Hardwareanforderungen

Letzte Aktualisierung: Februar 2009

Betrifft: Windows Server 2008

Für eine effektive Planung und Bereitstellung von Hyper-V sollten Sie die Anforderungen und maximalen Konfigurationen für die physische und virtuelle Hardware kennen, aus der die virtualisierte Servercomputerumgebung besteht.

Hardwareanforderungen

Hyper-V erfordert spezifische Hardware. Für die Installation und Verwendung der Hyper-V-Rolle ist Folgendes erforderlich:

  • Ein x64-basierter Prozessor. Hyper-V ist in 64-Bit-Editionen von Windows Server 2008 verfügbar, speziell in den 64-Bit-Editionen von Windows Server 2008 Standard, Windows Server 2008 Enterprise und Windows Server 2008 Datacenter. Hyper-V ist nicht verfügbar für 32-Bit- (x86) Editionen oder Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme. Die Hyper-V-Verwaltungstools sind jedoch für 32-Bit-Editionen verfügbar. Weitere Informationen zu den Tools finden Sie unter Installieren von Hyper-V [Node].

  • Hardwareunterstützte Virtualisierung. Diese ist in Prozessoren verfügbar, die eine Virtualisierungsoption enthalten – speziell in Prozessoren mit Intel Virtualization Technology (Intel VT) oder AMD Virtualization-Technologie (AMD-V).

  • Hardwaremäßige Datenausführungsverhinderung (Data Execution Protection, DEP) muss verfügbar und aktiviert sein. Das heißt, Sie müssen das Intel XD-Bit (Execute Disable-Bit) oder das AMD NX-Bit (No Execute-Bit) aktivieren.

Zum Identifizieren von Systemen, die die x64-Architektur und Hyper-V unterstützen, können Sie als zusätzliche Prüfung den Windows Server-Katalog (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=111228, möglicherweise in englischer Sprache) nach Hyper-V durchsuchen.

TipTipp
Die Einstellungen für hardwareunterstützte Virtualisierung und hardwaremäßige Datenausführungsverhinderung sind im BIOS verfügbar. Die Namen der Einstellungen können jedoch von den oben genannten abweichen. Weitere Informationen dazu, ob ein bestimmtes Prozessormodell Hyper-V unterstützt, erhalten Sie vom Computerhersteller. Wenn Sie die Einstellungen für hardwareunterstützte Virtualisierung oder hardwaremäßige Datenausführungsverhinderung ändern, sollten Sie den Computer ausschalten und anschließend wieder einschalten. Allein durch einen Neustart des Computers werden die geänderten Einstellungen möglicherweise nicht übernommen.

Arbeitsspeicher

Der maximale verwendbare Arbeitsspeicher wird wie folgt durch das Betriebssystem bestimmt:

  • Für Windows Server 2008 Enterprise und Windows Server 2008 Datacenter kann der physische Computer mit maximal 1 TB an physischem Speicher konfiguriert werden. Virtuelle Computer, auf denen eine dieser Editionen ausgeführt wird, können mit maximal 64 GB Speicher pro virtuellem Computer konfiguriert werden.

  • Für Windows Server 2008 Standard kann der physische Computer mit maximal 32 GB an physischem Speicher konfiguriert werden. Virtuelle Computer, auf denen diese Edition ausgeführt wird, können mit maximal 31 GB Speicher pro virtuellem Computer konfiguriert werden.

Prozessoren

Die endgültige Produktversion von Hyper-V wird auf physischen Computern mit maximal 16 logischen Prozessoren unterstützt. Durch ein verfügbares Hotfix (KB956710) wird die maximale Anzahl virtueller Prozessoren jedoch auf 24 erhöht. Weitere Informationen und Links zu den Updates finden Sie unter Liste der Hyper-V-Updates (möglicherweise in englischer Sprache).

Bei einem logischen Prozessor kann es sich um einen Einzelkernprozessor oder um einen Mehrkernprozessor handeln. Sie können maximal 4 virtuelle Prozessoren auf einem virtuellen Computer konfigurieren. Beachten Sie, dass von einem Gastbetriebssystem u. U. weniger virtuelle Prozessoren unterstützt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu virtuellen Computern und Gastbetriebssystemen. Im Folgenden sind einige Beispiele für unterstützte Systeme und die bereitgestellte Anzahl logischer Prozessoren aufgeführt:

  • Ein Einzelprozessor/Zweikern-System stellt 2 logische Prozessoren bereit.

  • Ein Einzelprozessor/Vierkern-System stellt 4 logische Prozessoren bereit.

  • Ein Doppelprozessor/Zweikern-System stellt 4 logische Prozessoren bereit.

  • Ein Doppelprozessor/Vierkern-System stellt 8 logische Prozessoren bereit.

  • Ein Vierfachprozessor/Zweikern-System stellt 8 logische Prozessoren bereit.

  • Ein Vierfachprozessor/Zweikern-System mit Hyperthreading stellt 16 logische Prozessoren bereit.

  • Ein Vierfachprozessor/Vierkern-System stellt 16 logische Prozessoren bereit.

Netzwerk

Hyper-V bietet eine Vielzahl von Netzwerkoptionen und -konfigurationen für verschiedene Netzwerkanforderungen. Weitere Informationen zu den verschiedenen Typen virtueller Netzwerke und virtueller Netzwerkkarten finden Sie unter Konfigurieren virtueller Netzwerke.

Hyper-V-Netzwerke bieten folgende Unterstützung:

  • Jeder virtuelle Computer kann mit maximal 12 virtuellen Netzwerkkarten konfiguriert werden, 8 davon vom Typ "Netzwerkkarte" und 4 vom Typ "ältere Netzwerkkarte". Der Typ "Netzwerkkarte" ermöglicht eine bessere Leistung und erfordert einen Treiber für virtuelle Computer, der in den Paketen für die Integrationsdienste enthalten ist.

  • Jede virtuelle Netzwerkkarte kann mit einer statischen oder dynamischen MAC-Adresse konfiguriert werden.

  • Jede virtuelle Netzwerkkarte bietet integrierte Unterstützung für virtuelle lokale Netzwerke (Virtual Local Area Networks, VLANs), und ihr kann ein eindeutiger VLAN-Kanal zugewiesen werden.

  • Sie können beliebig viele virtuelle Netzwerke mit maximal 512 virtuellen Computern pro virtuellem Netzwerk verwenden.

noteHinweis
Ein virtuelles Netzwerk kann nicht mit einer Drahtlosnetzwerkkarte verbunden werden. Somit können für virtuelle Computer keine Drahtlosnetzwerkfunktionen bereitgestellt werden.

Speicher

Hyper-V unterstützt eine Vielzahl von Speicheroptionen. Weitere Informationen zu den Speicheroptionen finden Sie unter Planen der Datenträger und der Speicherung.

Mit einem Server, auf dem Hyper-V ausgeführt wird, können die folgenden Typen von physischem Speicher verwendet werden:

  • Direkt angeschlossener Speicher: Sie können SATA (Serial Advanced Technology Attachment), eSATA (external Serial Advanced Technology Attachment), PATA (Parallel Advanced Technology Attachment), SAS (Serial Attached SCSI), SCSI, USB und Firewire verwenden.

  • SANs (Storage Area Networks): Sie können die Technologien iSCSI (Internet SCSI), Fibre Channel und SAS verwenden.

ImportantWichtig
NAS (Network-Attached Storage) wird für Hyper-V von Microsoft nicht unterstützt.

Virtuelle Computer können für die Verwendung folgender Speichertypen konfiguriert werden:

  • Virtuelle IDE-Geräte. Jeder virtuelle Computer unterstützt bis zu 4 IDE-Geräte. Der Startdatenträger muss an eines der IDE-Geräte angeschlossen sein. Beim Startdatenträger kann es sich entweder um eine virtuelle Festplatte oder um einen physischen Datenträger handeln. Auch wenn ein virtueller Computer ein virtuelles IDE-Gerät als Startdatenträger für das Gastbetriebssystem verwenden muss, haben Sie für die Auswahl des physischen Geräts, das den Speicher für das virtuelle IDE-Gerät bereitstellt, zahlreiche Möglichkeiten. Sie können beispielsweise jeden Typ von physischem Speicher aus der obigen Liste verwenden.

  • Virtuelle SCSI-Geräte. Jeder virtuelle Computer unterstützt bis zu 4 virtuelle SCSI-Controller, von denen jeder bis zu 64 Datenträger unterstützt. Somit kann jeder virtuelle Computer mit 256 virtuellen SCSI-Datenträgern konfiguriert werden. Für die Verwendung virtueller SCSI-Geräte müssen die Integrationsdienste im Gastbetriebssystem installiert sein. Eine Liste der Gastbetriebssysteme, für die Integrationsdienste verfügbar sind, finden Sie unter Grundlegendes zu virtuellen Computern und Gastbetriebssystemen.

  • Virtuelle Festplatten von maximal 2040 GB. Sie können virtuelle Festplatten mit fester Größe, dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatten und differenzierende Festplatten verwenden.

  • Physische Datenträger. Für physische Datenträger, die direkt an einen virtuellen Computer angeschlossen sind, besteht keine Größenbeschränkung außer der durch das Gastbetriebssystem unterstützten Größe.

  • Speicherkapazität virtueller Computer. Mit virtuellen Festplatten werden auf jedem virtuellen Computer bis zu 512 TB an Speicher unterstützt. Mit physischen Datenträgern ist diese Zahl, abhängig von der Unterstützung im Gastbetriebssystem, noch höher.

  • Snapshots virtueller Computer. In Hyper-V werden maximal 50 Snapshots pro virtuellem Computer unterstützt.

TipTipp
Auch wenn sich die E/A-Leistung physischer SCSI- und IDE-Geräte erheblich unterscheiden kann, gilt dies nicht für die virtualisierten SCSI- und IDE-Geräte in Hyper-V. IDE- und SCSI-Geräte in Hyper-V bieten gleich hohe E/A-Leistung, wenn die Integrationsdienste im Gastbetriebssystem installiert sind. Eine Liste der Gastbetriebssysteme, für die Integrationsdienste verfügbar sind, finden Sie unter Grundlegendes zu virtuellen Computern und Gastbetriebssystemen.

Andere Hardwarekomponenten

Die folgenden Informationen beziehen sich auf andere Typen von physischen und virtuellen Hardwarekomponenten, die Sie zusammen mit Hyper-V verwenden können.

 

DVD-Laufwerk

Ein virtueller Computer verfügt bei seiner Erstellung standardmäßig über 1 DVD-Laufwerk. Virtuelle Computer können mit bis zu 3 DVD-Laufwerken konfiguriert werden, die durch einen IDE-Controller gesteuert werden. (Virtuelle Computer unterstützen bis zu 4 IDE-Geräte, von denen jedoch eines der Startdatenträger sein muss.)

Mit einem virtuellen DVD-Laufwerk kann auf CDs und DVDs sowie auf ISO-Dateien oder auf physische Medien zugegriffen werden. Es kann jeweils nur ein virtueller Computer für den Zugriff auf ein physisches CD/DVD-Laufwerk konfiguriert sein.

Virtueller COM-Anschluss

Jeder virtuelle Computer ist mit 2 virtuellen seriellen (COM-)Anschlüssen konfiguriert, die zur Kommunikation mit einem physischen lokalen oder Remotecomputer mit einer Named Pipe verbunden werden können.

noteHinweis
Der Zugriff auf einen physischen COM-Anschluss ist von einem virtuellen Computer nicht möglich.

Virtuelle Diskette

Jeder virtuelle Computer ist mit 1 virtuellen Diskettenlaufwerk konfiguriert, mit dem auf Dateien für ein virtuelles Diskettenlaufwerk (VFD-Dateien) zugegriffen werden kann.

noteHinweis
Der Zugriff auf ein physisches Diskettenlaufwerk ist von einem virtuellen Computer nicht möglich.

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