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Planen der Bereitstellung von Application Virtualization Client

Letzte Aktualisierung: Dezember 2009

Betrifft: Application Virtualization

Nachdem Sie sich entschieden haben, wie Sie virtuelle Anwendungspakete veröffentlichen und für die Endbenutzercomputer bereitstellen möchten, sollten Sie die Bereitstellung der Application Virtualization Client-Software planen.

Application Virtualization Client ist die Komponente, mit der die virtuellen Anwendungen faktisch ausgeführt werden. Mit Application Virtualization Client sind Benutzer in der Lage, die Symbole zu verwenden und auf Dateitypen doppelzuklicken, um eine virtuelle Anwendung zu starten. Der Client sorgt darüber hinaus auch für das Streaming des Anwendungsinhalts von einem Streamingserver und setzt diesen in den Zwischenspeicher (Cache), bevor die Anwendung gestartet wird. Der Anwendungsinhalt ist so strukturiert, dass der gesamte Inhalt, der zum Starten der Anwendung und zum Verarbeiten der anfänglichen Benutzerinteraktion benötigt wird, zunächst auf den Endbenutzercomputer gestreamt wird. Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Application Virtualization Client-Software: Application Virtualization Client for Remote Desktop Services (zuvor als "Terminal Services" bezeichnet), das auf Remotedesktop-Sitzungshost (RD-Sitzungshost)-Serversystemen verwendet wird, und Application Virtualization Desktop Client, das für alle anderen Computer verwendet wird.

Application Virtualization Client sollte zur Installationszeit konfiguriert werden, und zwar entweder in der Application Virtualization Management Console oder über die Befehlszeile des Installationsprogramms. Es gibt eine Reihe wichtiger Einstellungen, zu denen die folgenden gehören:

  • Speicherorte der Symbole für alle Anwendungen

  • Speicherort der OSD-Datei, die die Paketdefinitionsinformationen enthält

  • Quelle des Anwendungsinhalts

  • Das beim Abrufen der vorstehenden Elemente zu verwendende Kommunikationsprotokoll

  • Cachegröße und Art der Cachegrößenverwaltung

Zur Beschleunigung der Bereitstellung der Application Virtualization Client-Software mithilfe einer ESD-Lösung (Electronic Software Distribution) müssen die vorstehenden Einstellungen bereits im Vorfeld sorgfältig definiert werden. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie über Computer in unterschiedlichen Büros verfügen, sodass die Clients für die Verwendung von unterschiedlichen Quellspeicherorten konfiguriert werden müssen.

noteHinweis
  • Der Speicherort der Symbole und die Werte der OSD-Datei sind wichtige Faktoren, die bei der Auswahl der Veröffentlichungsmethode berücksichtigt werden müssen, d. h., ob Windows Installer oder SFTMIME verwendet wird. Die Einstellung für die Quelle des Anwendungsinhalts wird von der Auswahl der Streamingmethode definiert.

  • Verwenden Sie beim Konfigurieren des Clients die Einstellung Schwellenwert für freien Speicherplatz verwenden, damit der Cache bei Bedarf erweitert werden kann und für alle möglicherweise bereitgestellten Pakete über ausreichend Speicherplatz verfügt. Sie können auch im Voraus ermitteln, wie viel Speicherplatz für den App-V-Cache erforderlich ist, und die Cachegröße bei der Installation entsprechend festlegen. Weitere Informationen zur Cachespeicherverwaltung finden Sie im Microsoft Application Virtualization (App-V)-Betriebshandbuch unter Verwenden des Verwaltungsfeatures für den Cachespeicher.

  • Sowohl während der Veröffentlichung als auch beim Streaming mit dem HTTP(S)-Protokoll werden von App-V 4.5 SP1-Clients die in Internet Explorer auf dem Computer des Benutzers konfigurierten Proxyservereinstellungen verwendet.

Weitere Informationen zum Konfigurieren der Clientinstallationsparameter finden Sie unter Befehlszeilenparameter von Application Virtualization Client Installer

Schließlich müssen Sie noch festlegen, wie die Application Virtualization Desktop Client-Software für die Desktopclients bereitgestellt werden soll. Obwohl es möglich ist, Application Virtualization Desktop Client manuell auf jedem Computer zu installieren, muss dies in den meisten Organisationen mit automatisierten Prozessen erfolgen. Ein mittelständisches oder großes Unternehmen verfügt ggf. über ein ESD-System, und dies ist auch die ideale Methode für die Bereitstellung des Clients. Wenn kein ESD-System vorhanden ist, können Sie Ihre Standardmethode für die Installation von Software im Unternehmen verwenden. Hierfür kommen Gruppenrichtlinien oder unterschiedliche Skriptingtechniken in Frage. Je nach Anzahl und Größe der Büros kann dieser Bereitstellungsprozess sehr komplex sein, und es ist von ausschlaggebender Bedeutung, dass Sie eine strukturierte Vorgehensweise entwickeln, um sicherzustellen, dass der Client auf allen Computern mit der geeigneten Konfiguration installiert wird.

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