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Planen der Application Virtualization Sequencer-Implementierung

Letzte Aktualisierung: Dezember 2008

Betrifft: Application Virtualization

Das Sequenzieren, der von Application Virtualization verwendete Prozess zum Erstellen von virtuellen Anwendungen und Anwendungspaketen, erfordert die Verwendung eines Computers mit installierter Application Virtualization Sequencer-Software.

Während des Sequenzierens wird der Sequencer in den Überwachungsmodus versetzt, während die zu sequenzierende Anwendung auf dem Sequenzcomputer installiert wird. Als nächstes wird die sequenzierte Anwendung gestartet und ihre wichtigsten und am häufigsten verwendeten Funktionen werden angewendet. Damit kann der Überwachungsprozess den primären Featureblock konfigurieren, der den minimalen Inhalt in einem Anwendungspaket enthält, der für die Ausführung einer Anwendung erforderlich ist. Wenn diese Schritte durchgeführt wurden, wird der Überwachungsmodus angehalten und die sequenzierte Anwendung gespeichert und getestet, um die richtige Operation zu überprüfen.

Denken Sie bei der Entscheidung, welche Anwendungen für das Sequenzieren ausgewählt werden, daran, dass bestimmte Anwendungen nicht sequenziert werden können. Diese umfassen bestimmte Teile des Windows-Betriebssystems, z. B. Internet Explorer, Gerätetreiber und Anwendungen, die Dienste beim Systemstart starten.

Schrittweise Informationen zum Installieren des Sequencers finden Sie unter So wird's gemacht: Installieren von Application Virtualization Sequencer.

ImportantWichtig
Der gesamte Sequenzierungsprozessplan sollte vom Sicherheitsteam im Unternehmen überprüft und genehmigt werden. Vorgänge des Sequencers würden normalerweise von der Produktionsumgebung getrennt in einer Testumgebung bewahrt werden. Dies kann sich auf Grundlage der Anforderungen Ihres Unternehmens als so einfach oder so umfassend wie erforderlich erweisen. Die Sequenzcomputer benötigen eine Verbindung zum Unternehmensnetzwerk, um fertige Pakete auf die Produktionsserver kopieren zu können. Da diese normalerweise jedoch ohne Virenschutz betrieben werden, dürfen sie sich nicht ungeschützt im Unternehmensnetzwerk befinden. Sie können sie z. B. möglicherweise hinter einer Firewall oder in einem isolierten Netzwerksegment betreiben. Die Verwendung von virtuellen Maschinen, die für die gemeinsame Nutzung eines isolierten virtuellen Netzwerks konfiguriert sind, ist möglicherweise auch ein geeigneter Ansatz. Befolgen Sie die Sicherheitsrichtlinien Ihres Unternehmens, um diese Situation ohne eine Gefährdung zu behandeln.

Die wichtigsten Schritte für die Planung des Sequenzierens umfassen Folgendes:

  • Erwägen der Anzahl von Anwendungen, die Sie jeden Monat erwarten zu verarbeiten, die Größe dieser Anwendungen und das Hinzufügen einer Bewilligung für das Sequenzieren zukünftiger Aktualisierungen. Pakete können bis zu 4 GB umfassen, komprimiert oder unkomprimiert.

  • Vorbereiten und dokumentieren eines systematischen, wiederholbaren Prozesses, den Ihr Unternehmen beim Sequenzieren der einzelnen Anwendungen befolgen kann. Dies sollte die Verwendung einer Prüfliste für die einzelnen Durchläufe einbeziehen sowie einen Versionskontrollprozess. Die Verwendung eines Nachverfolgungsprotokolls für jede sequenzierte Anwendung ist ebenfalls sehr hilfreich bei der Untersuchung möglicher technischer Probleme bei einem Paket.

  • Verwenden Sie für das Sequenzieren von Anwendungen Hochleistungscomputer, die für die Verarbeitung großer Datenmengen optimiert sind und mindestens 4 GB RAM und eine schnelle CPU (3 GHz oder schneller) besitzen. Schnelle Festplatten und die Verwendung separater Datenträgervolumes können die Leistung ebenfalls erhöhen. Virtuelle Maschinen sind ideal für das Sequenzieren geeignet, da sie einfach zurückgesetzt werden können. Sie können auch einen physischen Computer mit einem fehlerfreien Abbild auf einer lokalen Partition verwenden, um ein schnelles Wiederherstellen von Abbildern zu ermöglichen, nachdem die einzelnen Vorgänge der Paketsequenzierung durchgeführt wurden.

    ImportantWichtig
    Der Betrieb von App-V Sequencer im abgesicherten Modus wird nicht unterstützt.



  • Überprüfen Sie, dass Sie die Betriebsumgebung der sequenzierten Anwendung verstehen, einschließlich der Integrationselemente wie Microsoft Office oder die Java-Laufzeitumgebung, da hierdurch häufig ermittelt wird, ob vor der Sequenzierung der Anwendung etwas auf dem Sequenzcomputer installiert werden muss.

  • Stellen Sie sicher, dass jeder neue Sequenzierungsvorgang immer mit einem unveränderten Basisabbild beginnt. Vergewissern Sie sich, dass der Sequenzcomputer zurückgesetzt wurde, entweder durch Wiederherstellen des gespeicherten Abbilds auf einem physischen Computer oder durch erneutes Starten einer virtuellen Maschine, nachdem alle Änderungen verworfen wurden. Auf das Basisabbild sollten die aktuellsten Updates von Windows Update angewendet worden sein, bevor es gespeichert wird.

  • Deaktivieren Sie alle Prozesse auf dem Sequenzcomputer, die mit dem Überwachungsprozess der Installation in Konflikt geraten können, z. B. Antivirusprogramme und Windows Update, da es erforderlich ist, während des Sequenzierens über eine stabile Plattform zu verfügen. Da dieser Schritt wesentliche Sicherheitsrisiken eingeht, stellen Sie sicher, dass die richtigen Maßnahmen getroffen wurden, um den Computer und das Netzwerk sowie das sequenzierte Anwendungspaket zu schützen. Es wird empfohlen, dass Sie Anwendungspakete vor dem Sequenzieren mithilfe eines Antivirenprogramms überprüfen.

  • Einbeziehen eines ausführlichen Prozesses zum Testen der einzelnen Anwendungen nach dem Sequenzieren. Das Testen der sequenzierten Anwendung ermittelt, ob sie ordnungsgemäß funktioniert und sie ist ein wesentlicher Teil des Prozesses, bevor die Bereitstellung der virtualisierten Anwendung für die Endbenutzer erfolgt. Als abschließenden Schritt beim Testen sollten Sie eine Pilotbereitstellung für eine Testgruppe planen, bevor die umfassende Bereitstellung für die Endbenutzer erfolgt.

  • Wählen Sie beim Testen von sequenzierten Anwendungen eine Computerausstattung des Typs und mit den Betriebssystemen aus, die auch in der Produktionsumgebung im Unternehmen verwendet werden. Solange sie ordnungsgemäß konfiguriert sind, können sowohl virtuelle Maschinen als auch physische Systeme verwendet werden.

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