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Verwalten von Browsereinstellungen mit Gruppenrichtlinientools

Wenn Sie die Computer im Netzwerk mithilfe einer Active Directory®-Umgebung verwalten, stellen die Gruppenrichtlinien nach der Bereitstellung von Windows® Internet Explorer® 8 auf den Computern der Benutzer einen umfassenden Satz von Richtlinieneinstellungen für die Verwaltung bereit.

Sie können die Richtlinieneinstellungen in der administrativen Vorlage verwenden, um registrierungsbasierte Richtlinien für Hunderte von Internet Explorer 8-Optionen einzurichten und zu sperren, einschließlich Sicherheitsoptionen. Sie können auch die Internet Explorer-Wartungserweiterung in den Gruppenrichtlinien verwenden, um einige Internet Explorer 8-Einstellungen (einschließlich Benutzeroberflächen- und Verbindungseinstellungen) in der Domäne vorab festzulegen und zu verwalten.

ImportantImportant
Sie sollten Internet Explorer 8 möglichst mit den administrativen Vorlageneinstellungen in den Gruppenrichtlinien verwalten, da diese Einstellungen immer in eine sichere Struktur in der Registrierung geschrieben werden. Dies bedeutet, dass Benutzer über die Internet Explorer 8-Benutzeroberfläche sowie durch Ändern der Registrierung keine Einstellungen ändern können. Die meisten Erweiterungseinstellungen in IEM und die meisten Browsereinstellungen, die Sie im Internet Explorer Administration Kit 8 (IEAK 8) verwalten können, stellen Einstellungen bereit, die Benutzer nach dem Festlegen ändern können.

Weitere Informationen zu Gruppenrichtlinien finden Sie unter:

Wenn Sie die Computer von Benutzern nicht mit einer Active Directory-Umgebung und Gruppenrichtlinien verwalten, können Sie den IEAK-Profil-Manager verwenden, um nach der Bereitstellung einige Browsereinstellungen zu konfigurieren und zu aktualisieren.

Übersicht über Gruppenrichtlinien

Die Gruppenrichtlinien sind eine Sammlung von Einstellungen, die verwendet werden, um Konfigurationen für Gruppen von Benutzern und Computern in einer Active Directory-Umgebung zu definieren und zu verwalten. Mit Gruppenrichtlinien können Sie eine Internet Explorer 8-Konfiguration und andere Software- und Systemkonfigurationen als Teil von Gruppenrichtlinienobjekten (Group Policy Objects, GPOs) definieren. Die Gruppenrichtlinienobjekte werden mit hierarchischen Active Directory-Containern verknüpft, wie z. B. mit Sites, Domänen oder Organisationseinheiten. Sie ermöglichen es Ihnen, Systemkonfigurationen für Internet Explorer 8 und andere Systemkonfigurationen für mehrere Benutzer von jedem Computer in der Domäne aus zu verwalten.

noteNote
Sie müssen Mitglied der Gruppe "Administratoren" sein, um mit Gruppenrichtlinienobjekten zu arbeiten.

Wenn Sie Gruppenrichtlinien in der Active Directory-Umgebung verwenden, können Sie allgemeine Standards oder Einschränkungen für Internet Explorer 8 und andere Anwendungen in einem Unternehmen oder einer Abteilung festlegen sowie Ausnahmen für kleinere Abteilungen oder Gruppen angeben.

In einer Active Directory-Umgebung stellt eine clientseitige Erweiterung sicher, dass die Richtlinien angewendet und regelmäßig aktualisiert werden. Wenn Sie Richtlinien ändern, werden sie dynamisch aktualisiert, statt ein Anmeldungs- oder Startskript auf den Computern der Benutzer zu verwenden.

Gruppenrichtlinien sind flexibel und schließen Optionen für registrierungsbasierte Richtlinieneinstellungen, Sicherheitseinstellungen, Softwareinstallation, Skripts (während des Computerstarts und Herunterfahrens sowie für die Anmeldung und Abmeldung) und die Ordnerumleitung ein.

Verwaltungstools für Gruppenrichtlinien

Das Windows-Betriebssystem stellt Ihnen mehrere Verwaltungsprogramme bereit, um Gruppenrichtlinienobjekte zu erstellen, zu verwalten, anzuzeigen und Probleme für sie zu behandeln, wie in der folgenden Tabelle beschrieben.

 

Tool Beschreibung

Gruppenrichtlinienobjekt-Editor

Eine Benutzeroberfläche zum Erstellen und Ändern eines einzelnen Gruppenrichtlinienobjekts. Sie können den Gruppenrichtlinienobjekt-Editor auf mehrere Weisen öffnen, abhängig von der Aktion, die Sie durchführen möchten, und dem Objekt, auf das Sie Gruppenrichtlinien anwenden möchten.

Weitere Informationen zu diesem Tool finden Sie in der technischen Referenz zum Gruppenrichtlinienobjekt-Editor (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=68957, möglicherweise in englischer Sprache).

Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (Group Policy Management Console, GPMC)

Ein skriptfähiges Snap-In für die Microsoft Management Console (MMC), das ein einzelnes, leistungsstarkes Tool zum Verwalten von Gruppenrichtlinien für mehrere Domänen und Sites innerhalb mindestens einer Gesamtstruktur bereitstellt. Wenn Sie innerhalb der GPMC ein Gruppenrichtlinienobjekt bearbeiten, wird der Gruppenrichtlinienobjekt-Editor gestartet. Die GPMC ist für Windows XP mit Service Pack 2 (SP2) und Windows Server 2003 R2 verfügbar und ist in Windows Vista und spätere Versionen von Windows integriert.

Weitere Informationen finden Sie unter "Unternehmensverwaltung mit der Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=22814, möglicherweise in englischer Sprache).

Erweiterte Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (Advanced Group Policy Management Console, AGPM)

Mit der erweiterten Gruppenrichtlinienverwaltung (AGPM) von Microsoft können Kunden Herausforderungen bewältigen, die sich auf die Gruppenrichtlinienverwaltung in jeder Organisation auswirken, insbesondere in Organisationen mit komplexen IT-Umgebungen. Ein robustes Delegierungsmodell, die rollenbasierte Verwaltung und Genehmigungen von Änderungsanforderungen ermöglichen eine präzise administrative Steuerung. Sie können Gruppenrichtlinienobjekte außerhalb der Produktionsumgebung mithilfe von AGPM offline bearbeiten und können dann Änderungen überwachen sowie Unterschiede zwischen Gruppenrichtlinienobjekt-Versionen leicht ermitteln. Außerdem unterstützt AGPM eine effektive Änderungssteuerung durch Versionsnachverfolgung, Verlaufserfassung und schnelles Rollback von Änderungen an bereitgestellten Gruppenrichtlinienobjekten. AGPM unterstützt auch einen Verwaltungsworkflow, in dem Sie Gruppenrichtlinienobjekt-Vorlagenbibliotheken erstellen und E-Mail-Benachrichtigungen zu Gruppenrichtlinienobjekt-Änderungen senden können.

Weitere Informationen finden Sie im Übersichtswhitepaper zur erweiterten Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=157947, möglicherweise in englischer Sprache).

Gruppenrichtlinieneinstellungen

Sie können Gruppenrichtlinieneinstellungen verwenden, um Betriebssystem- und Anwendungseinstellungen besser bereitzustellen und zu verwalten. Mit Gruppenrichtlinieneinstellungen können IT-Fachleute Betriebssystem- und Anwendungseinstellungen konfigurieren, bereitstellen und verwalten, die sie zuvor nicht mit Gruppenrichtlinien verwalten konnten. Beispiele sind zugeordnete Laufwerke, geplante Aufgaben und Einstellungen für das Startmenü. Für viele Arten von Betriebssystem- und Anwendungseinstellungen ist es besser, Gruppenrichtlinieneinstellungen zu verwenden, als sie in Windows-Images zu konfigurieren oder Anmeldeskripts zu verwenden.

Gruppenrichtlinieneinstellungen können verwendet werden, um Einstellungen zu implementieren, die bevorzugt werden, aber nicht erforderlich sind. Dies ermöglicht es IT-Fachleuten, Software (einschließlich Internet Explorer 8) in einer standardisierten Erstkonfiguration bereitzustellen und es den Benutzern dennoch zu ermöglichen, einige Aspekte nach ihren Wünschen anzupassen

Weitere Informationen finden Sie im Übersichtswhitepaper zu Gruppenrichtlinieneinstellungen (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=157946, möglicherweise in englischer Sprache).

Snap-In Richtlinienergebnissatz (Resultant Set of Policy, RSoP)

Eine Erweiterung der Gruppenrichtlinien, die die Richtlinienimplementierung und Problembehandlung erleichtert. RSoP ruft vorhandene Richtlinien anhand der Site, der Domäne, des Domänencontrollers und der Organisationseinheit ab und meldet dann die Ergebnisse der Abfragen.

Vollständige Anweisungen finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=68958 (möglicherweise in englischer Sprache).

Gruppenrichtlinien-Protokolldateien

Protokolldateien für client - und serverseitige Gruppenrichtlinien, die ausführliche Informationen in Fällen bereitstellen, in denen RSoP keine solchen Informationen zurückgibt.

Weitere Informationen finden Sie unter "Behandeln von Gruppenrichtlinienproblemen mithilfe von Protokolldateien" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=83244, möglicherweise in englischer Sprache).

Ereignisanzeige unter Windows Vista

Benutzeroberfläche für das Betriebsprotokoll und ein Systemprotokoll der Gruppenrichtlinien.

Weitere Informationen zu Ereignisprotokollen von Windows Vista finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=74139 (möglicherweise in englischer Sprache).

Verwenden von Einstellungen für administrative Vorlagen zum Verwalten von Internet Explorer 8

In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Richtlinieneinstellungen für registrierungsbasierte administrative Vorlagen in Gruppenrichtlinien verwendet werden, um Internet Explorer 8 auf Benutzercomputern unter Windows XP mit SP2, Windows Server 2003 mit SP1 oder Windows Vista zu verwalten.

Übersicht über administrative Vorlagen

Mit den administrativen Vorlagendateien können Sie registrierungsbasierte Gruppenrichtlinieneinstellungen konfigurieren und verwalten. Hierbei handelt es sich um Unicode-Textdateien mit der Erweiterung ADM unter Windows XP mit SP2 und Windows Server 2003 mit SP1 sowie XML-Dateien mit den Erweiterungen ADMX und ADML unter Windows Vista und höheren Versionen von Windows.

Standardmäßige administrative Vorlagen werden mit den Windows-Betriebssystemen bereitgestellt. In administrativen Vorlagen werden die Registrierungseinstellungen angezeigt, die Sie in den Gruppenrichtlinienobjekten auf die Computer der Benutzer anwenden können. Informationen aus den Vorlagen werden auf der Administratorbenutzeroberfläche im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor angezeigt, über die Sie sichere registrierungsbasierte Richtlinieninformationen festlegen.

Einige Standardvorlagen werden automatisch im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor angezeigt, und Sie können später Vorlagen hinzufügen oder entfernen. Entwickler können benutzerdefinierte Vorlagen nach Bedarf erstellen.

Eine administrative Vorlagendatei besteht aus einer Hierarchie von Richtlinienkategorien und Unterkategorien, die definieren, wie die Richtlinieneinstellungen im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor angezeigt werden. Die Datei enthält außerdem die folgenden Informationen:

  • Speicherorte in der Registrierung für jede Einstellung.

  • Optionen oder Einschränkungen für Werte, die den einzelnen Einstellungen zugeordnet sind.

  • Standardwerte für viele Einstellungen.

  • Erklärungstexte, die den Zweck jeder Einstellung beschreiben.

  • Die Versionen von Windows und Internet Explorer, die die jeweilige Einstellung unterstützen.

Wenn Sie Gruppenrichtlinieneinstellungen ändern, die auf einer Vorlage basieren, werden Benutzerkonfigurationen unter HKEY_CURRENT_USER (HKCU) gespeichert, und Computerkonfigurationen werden unter HKEY_LOCAL_MACHINE (HKLM) gespeichert. Unter HKCU und HKLM werden Registrierungsinformationen, die für Gruppenrichtlinien spezifisch sind, unter "\Software\Policies" oder "\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies" platziert. Daher enthalten vier Bereiche der Registrierung Registrierungseinstellungen für Gruppenrichtlinien.

Eine Übersicht über die Konzepte und die Architektur der administrativen Vorlagen finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=157948 (möglicherweise in englischer Sprache).

Registrierungsbasierte Richtlinieneinstellungen für Internet Explorer

In der folgenden Tabelle werden Kategorien von registrierungsbasierten Richtlinieneinstellungen für Internet Explorer beschrieben, die Sie verwalten können. Diese Einstellungen sind in der standardmäßigen administrativen Vorlagendatei "Inetres.adm" ("Inetres.admx" unter Windows Vista und höheren Versionen von Windows) verfügbar.

Sie finden diese Kategorien in den folgenden Richtlinienpfaden für die Gruppenrichtlinienobjekte:

  • User Configuration\Administrative Templates\Windows Components (Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten)

  • Computer Configuration\Administrative Templates\Windows Components (Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten)

noteNote
Für jede Richtlinieneinstellung zeigt der Gruppenrichtlinienobjekt-Editor an, welche Versionen von Internet Explorer und Windows die Richtlinie unterstützen. Nicht alle verfügbaren Einstellungen gelten unter allen Windows-Betriebssystemen für Internet Explorer 8.

 

Kategorie Beschreibung

Internet Explorer

Enthält Einstellungen, mit denen Sie standardmäßige Internet Explorer-Konfigurationen aktivieren oder deaktivieren können.

Internet Explorer\Administrator Approved Controls (Internet Explorer\Vom Administrator überprüfte Steuerelemente)

Enthält Einstellungen, mit denen ActiveX®-Steuerelemente aktiviert oder deaktiviert werden.

Internet Explorer\Security\AJAX (Internet Explorer\Sicherheit\AJAX)

Enthält Einstellungen, mit denen Technologien aktiviert oder deaktiviert werden, die die Kommunikation zwischen Clients und Server oder die domänenübergreifende Kommunikation ermöglichen.

Internet Explorer\Application Compatibility (Internet Explorer\Anwendungskompatibilität)

Enthält Einstellungen, mit denen die Vorgänge Ausschneiden, Kopieren oder Einfügen aus der Zwischenablage aktiviert oder deaktiviert werden, wenn URLACTION_SCRIPT_PASTE auf Prompt festgelegt ist.

Internet Explorer\Browser Menus (Internet-Explorer\Browser-Menüs)

Enthält Einstellungen, mit denen Menüs und Menüoptionen in Internet Explorer angezeigen oder ausgeblendet werden.

Internet Explorer\Compatibility View (Internet Explorer\Kompatibilitätsansicht)

Enthält Einstellungen, mit denen Einstellungen für die Kompatibilitätsansicht aktiviert oder deaktiviert werden.

Internet Explorer\Delete Browsing History (Internet Explorer\Browserverlauf löschen)

Enthält Einstellungen, mit denen Einstellungen für das Löschen des Browserverlauf aktiviert oder deaktiviert werden.

Internet Explorer\Internet Control Panel (Internet-Explorer\Internetsystemsteuerung)

Enthält Optionen, mit denen Seiten unter Internetoptionen und Unterkategorien aktiviert oder deaktiviert werden, um Einstellungen auf den Seiten Sicherheit und Erweitert zu verwalten.

Internet Explorer\Internet Settings (Internet Explorer\Interneteinstellungen)

Enthält Unterkategorien für Erweiterte Einstellungen, AutoVervollständigung, Anzeigeeinstellungen und URL-Codierung.

noteNote
In Internet Explorer 8 enthält diese Kategorie echte Richtlinieneinstellungen, die Sie anstelle der vorhandenen, in IEM im Voreinstellungsmodus verfügbaren Interneteinstellungen verwenden können.
Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden der Internet Explorer-Wartungserweiterung weiter unten in diesem Abschnitt.

Internet Explorer\InPrivate Filtering (Internet-Explorer\InPrivate-Filterung)

Enthält Einstellungen, mit denen Sie Funktionen der InPrivate-Filterung konfigurieren können.

Internet Explorer\Offline Pages (Internet-Explorer\Offlineseiten)

Enthält Einstellungen für Offlineseiten und Channels.

noteNote
Diese Einstellungen gelten nicht für Internet Explorer 8.

Internet Explorer\Persistence Behavior (Internet Explorer\Dauerhaftigkeitsverhalten)

Enthält Einstellungen für Dateigrößenbeschränkungen in Internetsicherheitszonen.

Internet Explorer\Security Features (Internet Explorer\Sicherheitsfunktionen)

Enthält Einstellungen, mit denen Sicherheitsfunktionen für Internet Explorer, Windows-Explorer und andere Anwendungen aktiviert oder deaktiviert werden.

Internet Explorer\Toolbars (Internet Explorer\Symbolleisten)

Enthält Einstellungen, mit denen die Bearbeitung von Symbolleisten in Internet Explorer durch Benutzer zugelassen oder eingeschränkt wird. Administratoren können auch die Standard-Symbolleistenschaltflächen festlegen.

RSS Feeds (RSS-Feeds)

Enthält Optionen zum Verwalten von RSS-Feeds in Internet Explorer.

Eine erweiterte Liste verfügbarer registrierungsbasierter Internet Explorer 8-Richtlinieneinstellungen finden Sie in der Referenz der Gruppenrichtlinieneinstellungen für Windows Vista (zum Download verfügbar unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=54020, möglicherweise in englischer Sprache).

In dieser Microsoft Excel®-Arbeitsmappe werden die Richtlinieneinstellungen für Computer- und Benutzerkonfigurationen aufgeführt, die in den administrativen Vorlagendateien unter Windows Vista enthalten sind. Eine Teilmenge der in der Arbeitsmappe enthaltenen Richtlinieneinstellungen wird auf Computern unter Windows XP mit SP2 oder Windows Server 2003 mit SP1 unterstützt.

Um mithilfe der Filterfunktionen in dieser Arbeitsmappe eine bestimmte Teilmenge von Einstellungen anzuzeigen, klicken Sie in mindestens einer Spaltenüberschrift auf den Dropdownpfeil, um den Wert oder die Kombination von Werten auszuwählen, die Sie filtern möchten. Sie können z. B. für Internet Explorer 8 eingeführte Gruppenrichtlinieneinstellungen anzeigen.

So zeigen Sie registrierungsbasierte Gruppenrichtlinieneinstellungen an, die speziell für Internet Explorer 8 gelten
  1. Öffnen Sie die Arbeitsmappe "VistaGPSettings.xls".

  2. Klicken Sie auf das Arbeitsblatt All (Alle).

  3. Klicken Sie auf den Dropdownpfeil neben File name (Dateiname) und dann auf "Inetres.admx".

  4. Klicken Sie auf den Dropdownpfeil neben Supported on (Unterstützt unter), und klicken Sie dann auf At least Internet Explorer 8 (Mindestens Internet Explorer 8).

Ändern registrierungsbasierter Richtlinieneinstellungen für Internet Explorer 8

Sie können die Richtlinieneinstellungen für Internet Explorer 8 ändern, die für einzelne Benutzer, einzelne Computer oder beide gelten.

So ändern Sie registrierungsbasierte Richtlinieneinstellungen für Internet Explorer 8
  1. Öffnen Sie den Gruppenrichtlinienobjekt-Editor mit einer der Methoden, die in der Produktdokumentation zu Gruppenrichtlinien beschrieben werden (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=67717, möglicherweise in englischer Sprache).

    Die verwendete Methode hängt vom zu verwaltenden Gruppenrichtlinienobjekt ab. Eine Möglichkeit, den Gruppenrichtlinienobjekt-Editor zu öffnen, besteht darin, auf Start zu klicken, auf Ausführen zu klicken und dann Gpedit.msc einzugeben.

  2. Wenn Sie Richtlinieneinstellungen für einzelne Benutzer ändern, doppelklicken Sie auf Richtlinien für <Group_Policy_object_name> und doppelklicken dann auf Benutzerkonfiguration. Wenn Sie Richtlinieneinstellungen für einzelne Computer ändern, doppelklicken Sie auf Richtlinien für <Group_Policy_object_name> und doppelklicken dann auf Computerkonfiguration.

  3. Doppelklicken Sie auf Administrative Vorlagen, doppelklicken Sie auf Windows-Komponenten, und doppelklicken Sie dann auf Internet Explorer.

  4. Klicken Sie im linken Bereich auf die Kategorie, mit der Sie arbeiten möchten, und doppelklicken Sie dann im rechten Bereich auf das Element, das Sie bearbeiten möchten.

  5. Klicken Sie auf die Registerkarte Einstellung, und konfigurieren Sie dann die Richtlinieneinstellung. Typische Optionen für eine Einstellung sind Nicht konfiguriert, Aktiviert oder Deaktiviert. Bei einigen Einstellungen ist es erforderlich, zusätzliche Optionen auszuwählen oder weitere Informationen einzugeben.

noteNote
Einige Richtlinieneinstellungen weisen das gleiche Verhalten für die Status Nicht konfiguriert und Deaktiviert auf. Wenn Sie eine solche Richtlinie auf Deaktiviert festlegen, wird sie automatisch wieder auf Nicht konfiguriert festgelegt.

noteNote
Um in den Gruppenrichtlinien auf die Einstellungen für RSS-Feeds zuzugreifen, doppelklicken Sie auf Administrative Vorlagen, doppelklicken Sie auf Windows-Komponenten, und klicken Sie dann auf RSS-Feeds.

Verwenden der Internet Explorer-Wartungserweiterung

Mit der Internet Explorer-Wartungserweiterung (IEM) können Sie bestimmte Internet Explorer 8-Konfigurationen als Teil eines Gruppenrichtlinienobjekts definieren und implementieren. In IEM werden hierfür zwei Sätze von Erweiterungen verwendet:

  • Eine serverseitige Snap-In-Erweiterung für den Gruppenrichtlinienobjekt-Editor (ieaksie.dll), die verwendet wird, um eine Reihe von Legacyeinstellungen für Internet Explorer in einem Gruppenrichtlinienobjekt zu konfigurieren.

  • Eine clientseitige Erweiterung (iedkcs32.dll) in Form einer DLL (Dynamic Link Library) auf dem Computer jedes Benutzers, in der die im Gruppenrichtlinienobjekt enthaltenen IEM-Einstellungen implementiert sind.

ImportantImportant
Es empfiehlt sich, IEM nur im Voreinstellungsmodus zu verwenden, um Konflikte mit Richtlinieneinstellungen für Internet Explorer 8 zu vermeiden, die Sie in den administrativen Vorlagen angeben. Im Voreinstellungsmodus können Sie Browsereinstellungen angeben, die der Benutzer bei Bedarf später ändern kann.

Weitere Informationen zu Einstellungen für Internet Explorer 8 in den administrativen Vorlagen finden Sie unter Registrierungsbasierte Richtlinieneinstellungen für Internet Explorer weiter oben in diesem Abschnitt.

Weitere Informationen zum Verwenden von IEM im Voreinstellungsmodus finden Sie unter Normaler Modus und Voreinstellungsmodus weiter unten in diesem Abschnitt.

IEM-Einstellungen

Sie können Einstellungen in den folgenden Kategorien mit IEM importieren und anpassen.

Weitere Informationen zu den Einstellungen, einschließlich der Information, welche Einstellungen im Voreinstellungsmodus verfügbar sind, finden Sie unter Anhang A: Einstellungen für die Internet Explorer-Wartungserweiterung in diesem Bereitstellungshandbuch.

 

Kategorie Beschreibung

Benutzeroberfläche des Browsers

Enthält Optionen, mit denen Sie das Erscheinungsbild des Browsers anpassen können.

Verbindung

Enthält Optionen, mit denen Sie die Verbindungseinstellungen der Benutzer voreinstellen und steuern können, z. B. für Verbindungen über DFÜ und lokales Netzwerk (LAN).

URLs

Enthält Optionen, mit denen Sie den Ordner "Favoriten", die Linkleiste und wichtige URLs, wie z. B. die Homepage-URL, anpassen können.

Programme

Enthält Optionen, mit denen Sie die Standardinternetprogramme zum Ausführen von allgemeinen Internetaufgaben angeben können, wie z. B. zum Lesen von E-Mail oder zum Anzeigen von Newsgroups.

Sicherheit

Enthält Optionen, mit denen Sie die Sicherheitseinstellungen der Benutzer konfigurieren können, um zu verhindern, dass sie die Netzwerksicherheit unbeabsichtigt beeinträchtigen.

Erweitert

(Nur im Voreinstellungsmodus.) Enthält Optionen, mit denen Sie die Werte für zusätzliche Einstellungen angeben können. Zu diesen Einstellungen gehören der für temporäre Internetdateien zulässige Speicherplatz, der Speicherort von ActiveX-Steuerelementen oder Java-Codedownloads, Browseranzeigeeinstellungen und Verbindungseinstellungen für das Unternehmen.

Ändern von IEM-Einstellungen

Die Methode zum Starten der Gruppenrichtlinien hängt vom Typ von Gruppe ab, die Sie verwalten möchten.

Weitere Informationen zum Starten der Gruppenrichtlinien finden Sie unter:

Weitere Informationen zum Verwenden von IEM finden Sie unter:

  • Im Produkt enthaltene Hilfe für das IEM-Snap-In für die Microsoft Management Console

  • Internet Explorer-Wartungserweiterung - Technische Referenz

    (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=68956, möglicherweise in englischer Sprache)

So warten Sie Internet Explorer 8 mithilfe von IEM
  1. Öffnen Sie den Gruppenrichtlinienobjekt-Editor mit einer der Methoden, die in der Produktdokumentation zu Gruppenrichtlinien beschrieben werden (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=67717, möglicherweise in englischer Sprache). Die verwendete Methode hängt vom zu verwaltenden Gruppenrichtlinienobjekt ab.

  2. Doppelklicken Sie im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor auf Richtlinie für <Group_Policy_object_name>, doppelklicken Sie auf Benutzerkonfiguration, doppelklicken Sie auf Windows-Einstellungen, und doppelklicken Sie dann auf Internet Explorer-Wartung.

  3. Klicken Sie im linken Bereich auf die Kategorie, mit der Sie arbeiten möchten, und doppelklicken Sie dann im rechten Bereich auf das Element, das Sie bearbeiten möchten.

Normaler Modus und Voreinstellungsmodus

Standardmäßig befindet sich IEM im normalen Modus. Im normalen Modus können Sie Internet Explorer 8-Einstellungen so konfigurieren, dass sie auf den Benutzercomputern regelmäßig (oder jedes Mal, wenn sich die Benutzer anmelden) aktualisiert werden. Benutzer können diese Einstellungen jedoch zwischen den für die Einstellungsaktualisierung geplanten Zeitpunkten vorübergehend ändern. Daher verhalten sich diese Einstellungen im normalen Modus als "Pseudorichtlinien".

Weitere Informationen zum Aktualisieren von IEM-Einstellungen finden Sie unter Aktivieren der IEM-Richtlinienverarbeitung weiter unten in diesem Abschnitt.

Im Voreinstellungsmodus können Sie Standardbrowsereinstellungen konfigurieren, aber es Benutzern ermöglichen, diese Einstellungen später über die Internet Explorer 8-Benutzeroberfläche zu ändern. Im Voreinstellungsmodus sind auch mehrere zusätzliche erweiterte Einstellungen verfügbar, die Sie konfigurieren können. Im Gegensatz zu den Pseudorichtlinien, die Sie im normalen Modus konfigurieren, sind die im Voreinstellungsmodus konfigurierten Einstellungen echte Einstellungen. Sie können diese Einstellungen auf Benutzercomputern nur aktualisieren, indem Sie die Einstellungen im Gruppenrichtlinienobjekt ändern.

noteNote
Einstellungen für den normalen Modus und den Voreinstellungsmodus können nicht gleichzeitig im selben Gruppenrichtlinienobjekt vorhanden sein.

So legen Sie IEM-Gruppenrichtlinien auf den Voreinstellungsmodus fest
  1. Öffnen Sie den Gruppenrichtlinienobjekt-Editor mit einer der Methoden, die in der Produktdokumentation zu Gruppenrichtlinien beschrieben werden (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=67717, möglicherweise in englischer Sprache). Die verwendete Methode hängt vom zu verwaltenden Gruppenrichtlinienobjekt ab.

  2. Doppelklicken Sie im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor auf Richtlinie für <Group_Policy_object_name>, doppelklicken Sie auf Benutzerkonfiguration, doppelklicken Sie auf Windows-Einstellungen, und klicken Sie dann auf Internet Explorer-Wartung.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Internet Explorer-Wartung, und klicken Sie dann auf Voreinstellungsmodus.

  4. Wenn eine Richtlinie bereits definiert ist, müssen Sie auf Browsereinstellungen zurücksetzen klicken, bevor Sie sie auf den Voreinstellungsmodus festlegen. Beim Zurücksetzen der Browsereinstellungen werden alle für dieses Gruppenrichtlinienobjekt angegebenen Richtlinieneinstellungen zurückgesetzt.

noteNote
Einstellungen im Voreinstellungsmodus werden von einem Mitglied der Gruppe "Administratoren" festgelegt. Ein Benutzer kann jedoch die Einstellungen in Internet Explorer 8 ändern, nachdem die Richtlinie angewendet wurde, wie z. B. die Einstellungen für eine Homepage oder die Einstellungen auf der Registerkarte Erweitert des Dialogfelds Internetoptionen.

Wenn Sie IEM im Voreinstellungsmodus verwenden, wird der Text (Voreinstellungsmodus) neben den konfigurierbaren Elementen angezeigt. Außerdem wird im linken Bereich die Kategorie Erweitert angezeigt.

Aktivieren der IEM-Richtlinienverarbeitung

Um mit IEM Richtlinien zu erstellen, die regelmäßig auf Benutzercomputern erneut angewendet werden, müssen Sie folgende Aktionen durchführen:

  • Verwenden Sie IEM im normalen Modus.

  • Aktivieren Sie in den Gruppenrichtlinien die Einstellung Verarbeitung der Richtlinie für die Internet Explorer-Wartung.

So aktivieren Sie "Verarbeitung der Richtlinie für die Internet Explorer-Wartung"
  1. Öffnen Sie in der Microsoft Management Console (MMC) den Gruppenrichtlinienobjekt-Editor.

  2. Doppelklicken Sie auf Computerkonfiguration, doppelklicken Sie auf Administrative Vorlagen, doppelklicken Sie auf System, und doppelklicken Sie dann auf Gruppenrichtlinie.

  3. Doppelklicken Sie im rechten Bereich auf Verarbeitung der Richtlinie für die Internet Explorer-Wartung.

  4. Klicken Sie auf der Registerkarte Eigenschaften auf Einstellungen, und aktivieren Sie dann das Kontrollkästchen Aktivieren.

ImportantImportant
Wenn Sie diese Richtlinie aktivieren, werden alle benutzerdefinierten Einstellungen, die Sie mit IEM im normalen Modus auf die Computer von Benutzern anwenden, erzwungen, auch wenn die Benutzer ihre Internet Explorer 8-Einstellungen zurücksetzen.

Exportieren von IEM-Einstellungen

Sie können alle IEM-Einstellungen mit Gruppenrichtlinien in eine INS-Datei und bei Bedarf in CAB-Dateien exportieren. Diese Einstellungen können dann verwendet werden, um Computer unter anderen unterstützten Betriebssystemen automatisch zu konfigurieren. Nur die IEM-Einstellungen in Gruppenrichtlinien werden exportiert.

Weitere Informationen zum Anwenden exportierter Einstellungen finden Sie unter Verwalten von Browsereinstellungen mit IEAK 8-Profil-Manager in diesem Bereitstellungshandbuch.

So verwenden Sie IEM, um die Einstellungen des Computers in eine INS-Datei zu exportieren
  1. Öffnen Sie in der Microsoft Management Console (MMC) den Gruppenrichtlinienobjekt-Editor.

  2. Doppelklicken Sie auf Richtlinie für "Lokaler Computer" , doppelklicken Sie auf Benutzerkonfiguration, und doppelklicken Sie dann auf Windows-Einstellungen.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Internet Explorer-Wartung, und klicken Sie dann auf Browsereinstellungen exportieren.

  4. Geben Sie im Dialogfeld Speichern den vollständigen Pfad und den Namen der INS-Datei ein, die Sie exportieren möchten.

  5. Geben Sie ggf. den URL-Pfad und die Namen der CAB-Dateien ein. Die URL wird in der INS-Datei als Serverspeicherort der CAB-Dateien eingefügt.

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