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Planen der Datenträger und der Speicherung

Letzte Aktualisierung: Januar 2011

Betrifft: Windows Server 2008, Windows Server 2008 R2

In diesem Abschnitt werden die Speicherkonfigurationsoptionen beschrieben, die von einem Server mit Hyper-V unterstützt werden. Außerdem finden Sie hier Informationen zum Planen Ihrer Speicheranforderungen. Schrittweise Anweisungen zum Erstellen virtueller Festplatten, zum Anfügen physischer Datenträger sowie zum Konfigurieren des iSCSI-basierten Speichers finden Sie unter Konfigurieren von Datenträgern und Speicher.

Mit einem Server, auf dem Hyper-V ausgeführt wird, können die folgenden Typen von physischem Speicher verwendet werden:

  • Direkt angeschlossener Speicher (an das Verwaltungsbetriebssystem angeschlossener Speicher). Sie können SATA (Serial Advanced Technology Attachment), eSATA (external Serial Advanced Technology Attachment), PATA (Parallel Advanced Technology Attachment), SAS (Serial Attached SCSI), SCSI, USB und Firewire verwenden.

  • SANs (Storage Area Networks). Sie können die Technologien iSCSI (Internet SCSI), Fibre Channel und SAS verwenden.

noteHinweis
NAS (Network-Attached Storage) wird für Hyper-V nicht unterstützt.

Weitere Informationen zu den Anforderungen und anderen Hardwareüberlegungen finden Sie unter Hardwareanforderungen.

Bestimmen der Speicherkonfigurationsoptionen im Verwaltungsbetriebssystem

Im Verwaltungsbetriebssystem können Sie auswählen, ob virtuelle Festplatten oder direkt an einen virtuellen Computer angeschlossene physische Datenträger verwendet werden. Virtuelle Festplatten können eine Kapazität von maximal 2040 GB aufweisen und umfassen die folgenden Typen:

  • Feste Größe. Eine virtuelle Festplatte mit fester Größe ist eine Festplatte, die im Verwaltungsbetriebssystem physischen Speicherplatz in der maximalen Größe der Festplatte belegt, unabhängig davon, ob ein virtueller Computer den Speicherplatz benötigt. Das Erstellen einer virtuellen Festplatte mit fester Größe dauert länger als bei anderen Festplattentypen, da die zugewiesene Größe der VHD-Datei bei der Erstellung bestimmt wird. Dieser Typ einer virtuellen Festplatte bietet gegenüber den anderen Typen eine bessere Leistung, da virtuelle Festplatten mit fester Größe in einem zusammenhängenden Block im Verwaltungsbetriebssystem gespeichert werden.

    ImportantWichtig
    Für virtuelle Computer, die in einer Produktionsumgebung eingesetzt werden, wird die Verwendung von virtuellen Festplatten mit fester Größe empfohlen. Da beim Erstellen einer virtuellen Festplatte mit fester Größe eine feste Menge Speicherplatz im zugrunde liegenden physikalischen Speicher zugeordnet wird, können Sie sicherstellen, dass ausreichend Speicherplatz für alle erstellten virtuellen Festplatten verfügbar ist. So können Sie einen Mangel an Speicherplatz vermeiden, der bei Verwendung dynamisch erweiterbarer oder differenzierender virtueller Festplatten auftreten kann, deren Größe zunimmt, wenn Daten auf sie geschrieben werden.

  • Dynamisch erweiterbar. Eine dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatte ist eine Festplatte, bei der die Größe der VHD-Datei zunimmt, wenn Daten auf die Festplatte geschrieben werden. Dieser Typ bietet die effizienteste Verwendung des Speicherplatzes. Sie müssen den verfügbaren Speicherplatz überwachen, um zu vermeiden, dass für das Verwaltungsbetriebssystem nicht genügend Speicherplatz zur Verfügung steht.

  • Differenzierend. Auf einer differenzierenden virtuellen Festplatte werden die Unterschiede zur virtuellen Festplatte im Verwaltungsbetriebssystem gespeichert. So können Sie die Änderungen an einem virtuellen Computer isolieren und eine virtuelle Festplatte im unveränderten Zustand beibehalten. Die differenzierende Festplatte im Verwaltungsbetriebssystem kann von virtuellen Computern gemeinsam verwendet werden und sollte unbedingt schreibgeschützt bleiben. Ist sie nicht schreibgeschützt, wird die virtuelle Festplatte des virtuellen Computers ungültig.

Mit virtuellen Festplatten werden auf jedem virtuellen Computer bis zu 512 TB an Speicher unterstützt. Für physische Datenträger, die direkt an einen virtuellen Computer angeschlossen sind, besteht keine Größenbeschränkung außer der durch das Gastbetriebssystem unterstützten Größe.

noteHinweis
Informationen zur Leistung virtueller Festplatten und einen Leistungsvergleich für Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 finden Sie im Microsoft-Whitepaper ("http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=186519", möglicherweise in englischer Sprache).

Bestimmen der Speicherkonfigurationsoptionen auf virtuellen Computern

Auf virtuellen Computern können Sie IDE-Geräte (Integrated Device Electronics) oder SCSI-Geräte auswählen:

  • IDE-Geräte. Hyper-V verwendet emulierte Geräte mit IDE-Controllern. Sie können maximal zwei IDE-Controller mit zwei Datenträgern an jedem Controller verwenden. Der Startdatenträger muss an eines der IDE-Geräte angeschlossen sein. Beim Startdatenträger kann es sich entweder um eine virtuelle Festplatte oder um einen physischen Datenträger handeln. Auch wenn ein virtueller Computer ein IDE-Gerät als Startdatenträger für das Gastbetriebssystem verwenden muss, haben Sie für die Auswahl des physischen Geräts, das den Speicher für das IDE-Gerät bereitstellt, zahlreiche Möglichkeiten. Sie können beispielsweise jeden in der Einführung genannten Typ von physischem Speicher verwenden.

  • SCSI-Geräte. Jeder virtuelle Computer unterstützt bis zu 256 SCSI-Datenträger (4 SCSI-Controller, von denen jeder maximal 64 Datenträger unterstützt). SCSI-Controller verwenden einen Gerätetyp, der speziell für die Verwendung mit virtuellen Computern entwickelt wurde. Für die Kommunikation wird der Bus des virtuellen Computers verwendet. Der Bus des virtuellen Computers muss beim Start des Gastbetriebssystems verfügbar sein. Daher können virtuelle Festplatten, die an SCSI-Controller angeschlossen sind, nicht als Startdatenträger verwendet werden.

CautionVorsicht
  • Standardmäßig werden SCSI-Befehle in Hyper-V in Windows Server 2008 R2 gefiltert. Die Filterung von SCSI-Befehlen kann deaktiviert werden. Wir raten jedoch davon ab, die Filterung willkürlich zu deaktivieren, da dies ein potenzielles Sicherheitsrisiko darstellt (wenn die Filterung von SCSI-Befehlen deaktiviert wird, werden SCSI-Befehle direkt vom virtuellen Computer an den Speicherstapel im Verwaltungsbetriebssystem übertragen).

  • Die programmgesteuerte Deaktivierung der SCSI-Filterung wird für Hyper-V in Windows Server 2008 R2 unterstützt und ist möglicherweise für bestimmte Speicherverwaltungsanwendungen erforderlich. Sie sollten die SCSI-Filterung nur deaktivieren, nachdem Sie sich mit Ihrem Speicherhersteller beraten haben und zu der Erkenntnis gelangen, dass dies für die Anwendungskompatibilität notwendig ist.

noteHinweis
Auch wenn sich die E/A-Leistung physischer SCSI- und IDE-Geräte erheblich unterscheiden kann, gilt dies nicht für die virtualisierten SCSI- und IDE-Geräte in Hyper-V. Hyper-V. IDE- und SCSI-Geräte bieten eine gleich schnelle E/A-Leistung, wenn Integrationsdienste für das Gastbetriebssystem installiert sind.

In der folgenden Tabelle werden die für IDE-Geräte verfügbaren Speicherkonfigurationsoptionen beschrieben:

 

Szenario Lokale virtuelle IDE-Festplatte Lokaler, direkt angeschlossener IDE-Datenträger Virtuelle IDE-Remotefestplatte Direkt angeschlossener IDE-Remotedatenträger

Speichertyp

Direkt angeschlossener Speicher

Direkt angeschlossener Speicher

SAN, Fibre Channel/iSCSI

SAN, Fibre Channel/iSCSI

Für das Verwaltungsbetriebssystem verfügbarer Datenträgertyp

Virtuelle Festplatte unter NTFS

Direkt an einen virtuellen Computer angeschlossener physischer Datenträger

Virtuelle Festplatte unter NTFS

Direkt an einen virtuellen Computer angeschlossener physischer Datenträger

Maximal unterstützte Datenträgergröße auf virtuellem Computer

2 Terabyte

Keine Größenbeschränkung außer der vom Gastbetriebssystem unterstützten Größe

2 Terabyte

Keine Größenbeschränkung außer der vom Gastbetriebssystem unterstützten Größe

Snapshots virtueller Festplatten unterstützt

Ja

Nein

Ja

Nein

Dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatte

Ja

Nein

Ja

Nein

Differenzierende virtuelle Festplatte

Ja

Nein

Ja

Nein

Möglichkeit virtueller Computer, dynamisch auf jeden Datenträger zuzugreifen ("Live-Hinzufügen")

Nein

Nein

Nein

Nein

In der folgenden Tabelle werden die für SCSI-Geräte verfügbaren Speicherkonfigurationsoptionen beschrieben:

 

Szenario Lokale virtuelle SCSI-Festplatte Lokaler, direkt angeschlossener SCSI-Datenträger Virtuelle SCSI-Remotefestplatte Direkt angeschlossener SCSI-Remotedatenträger

Speichertyp

Direkt angeschlossener Speicher

Direkt angeschlossener Speicher

SAN, Fibre Channel/iSCSI

SAN, Fibre Channel/iSCSI

Für das Verwaltungsbetriebssystem verfügbarer Datenträgertyp

Virtuelle Festplatte unter NTFS

Direkt an einen virtuellen Computer angeschlossener physischer Datenträger

Virtuelle Festplatte unter NTFS

Direkt an einen virtuellen Computer angeschlossener physischer Datenträger

Maximal unterstützte Datenträgergröße auf virtuellem Computer

2 Terabyte

Keine Größenbeschränkung außer der vom Gastbetriebssystem unterstützten Größe

2 Terabyte

Keine Größenbeschränkung außer der vom Gastbetriebssystem unterstützten Größe

Snapshots virtueller Festplatten unterstützt

Ja

Nein

Ja

Nein

Dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatte

Ja

Nein

Ja

Nein

Differenzierende virtuelle Festplatte

Ja

Nein

Ja

Nein

Möglichkeit virtueller Computer, dynamisch auf jeden Datenträger zuzugreifen ("Live-Hinzufügen")

Nein

Nein

Nein

Nein

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