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Add-MailboxDatabaseCopy

 

Gilt für: Exchange Server 2013

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-07-14

Dieses Cmdlet ist nur lokal Exchange Server 2013 verfügbar.

Verwenden Sie das Cmdlet Add-MailboxDatabaseCopy, um eine passive Kopie einer vorhandenen aktiven Postfachdatenbank zu erstellen.

Informationen zu den Parametersätzen im Abschnitt zur Syntax weiter unten finden Sie unter Syntax.

Add-MailboxDatabaseCopy -Identity <DatabaseIdParameter> -MailboxServer <MailboxServerIdParameter> [-ActivationPreference <UInt32>] [-ConfigurationOnly <SwitchParameter>] [-Confirm [<SwitchParameter>]] [-DomainController <Fqdn>] [-ReplayLagTime <EnhancedTimeSpan>] [-SeedingPostponed <SwitchParameter>] [-TruncationLagTime <EnhancedTimeSpan>] [-WhatIf [<SwitchParameter>]]

In diesem Beispiel wird dem Postfachserver MBX3 eine Kopie der Postfachdatenbank "DB1" hinzugefügt. Wiedergabeverzögerung und Abschneideverzögerung werden jeweils mit den Werten 10 Minuten bzw. 15 Minuten konfiguriert. Die Aktivierungseinstellung ist mit dem Wert 2 konfiguriert.

Add-MailboxDatabaseCopy -Identity DB1 -MailboxServer MBX3 -ReplayLagTime 00:10:00 -TruncationLagTime 00:15:00 -ActivationPreference 2

In diesem Beispiel wird dem Postfachserver MBX1 eine Kopie der Postfachdatenbank "DB2" hinzugefügt. Wiedergabeverzögerung und Abschneideverzögerung werden jeweils auf dem Standardwert 0 belassen, während die Aktivierungseinstellung mit dem Wert 3 konfiguriert wird.

Add-MailboxDatabaseCopy -Identity DB2 -MailboxServer MBX1 -ActivationPreference 3

In diesem Beispiel wird dem Postfachserver MBX4 eine Kopie der Postfachdatenbank "DB3" hinzugefügt. Wiedergabeverzögerung und Abschneideverzögerung werden jeweils auf dem Standardwert 0 belassen, während die Aktivierungseinstellung mit dem Wert 5 konfiguriert wird. Darüber hinaus wird das Seeding dieser Kopie verzögert, damit dieses mithilfe eines lokalen Quellservers anstatt der aktuell aktiven Datenbankopie durchgeführt werden kann, die sich geografisch weit entfernt von MBX4 befindet.

Add-MailboxDatabaseCopy -Identity DB3 -MailboxServer MBX4 -ActivationPreference 5 -SeedingPostponed

Um das Cmdlet Add-MailboxDatabaseCopy zum Hinzufügen einer Postfachdatenbankkopie zu verwenden, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Der angegebene Postfachserver muss sich in der gleichen Database Availability Group (DAG) befinden, und die DAG muss über Quorum verfügen und fehlerfrei sein.

  • Auf dem angegebenen Postfachserver darf sich noch keine Kopie der angegebenen Postfachdatenbank befinden.

  • Der von der angegebenen Datenbank verwendete Datenbankpfad muss auch auf dem angegebenen Postfachserver verfügbar sein, da alle Kopien einer Datenbank denselben Pfad verwenden müssen.

  • Wenn Sie die zweite Kopie einer Datenbank hinzufügen (beispielsweise indem Sie die erste passive Kopie der Datenbank hinzufügen), darf die Umlaufprotokollierung für die angegebene Postfachdatenbank nicht aktiviert sein. Ist die Umlaufprotokollierung aktiviert, muss sie zunächst deaktiviert werden. Nachdem die Kopie der Postfachdatenbank hinzugefügt wurde, kann die Umlaufprotokollierung wieder aktiviert werden. Nach der Aktivierung der Umlaufprotokollierung für eine replizierte Postfachdatenbank wird die Umlaufprotokollierung der fortlaufenden Replikation (Continuous Replication Circular Logging, CRCL) anstelle der JET-Umlaufprotokollierung verwendet. Wenn Sie die dritte oder nachfolgende Kopie einer Datenbank hinzufügen, müssen Sie CRCL nicht deaktivieren.

Nach dem Ausführen des Cmdlets Add-MailboxDatabaseCopy bleibt die neue Kopie im Status "Angehalten", wenn der Parameter SeedingPostponed angegeben ist. Ist als Status der Datenbankkopie "Angehalten" festgelegt, wird SuspendMessage auf "Die Replikation für die Datenbankkopie '{0}' wird angehalten, weil ein Seeding der Datenbank ausgeführt werden muss." gesetzt.

Bevor Sie dieses Cmdlet ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. In diesem Thema sind zwar alle Parameter für das Cmdlet aufgeführt, aber Sie verfügen möglicherweise nicht über Zugriff auf einige Parameter, falls diese nicht in den Ihnen zugewiesenen Berechtigungen enthalten sind. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "Database Availability Groups" im Thema Berechtigungen für hohe Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit von Standorten.

 

Parameter Erforderlich Typ Beschreibung

Identity

Erforderlich

Microsoft.Exchange.Configuration.Tasks.DatabaseIdParameter

Der Parameter Identity gibt den Namen der Postfachdatenbank an, die kopiert wird. Datenbanknamen müssen innerhalb der Exchange-Organisation eindeutig sein.

MailboxServer

Erforderlich

Microsoft.Exchange.Configuration.Tasks.MailboxServerIdParameter

Der Parameter MailboxServer gibt den Namen des Servers an, der die Datenbankkopie hostet. Dieser Server muss Mitglied derselben DAG sein und darf noch keine Kopie der Datenbank hosten.

ActivationPreference

Optional

System.UInt32

Der Parameter ActivationPreference wird von Active Manager zur Auswahl der besten Kopie sowie zur Neuverteilung aktiver Postfachdatenbanken innerhalb der Datenbankverfügbarkeitsgruppe mithilfe des RedistributeActiveDatabases.ps1-Skripts verwendet. Der Wert für die Aktivierungspräferenz ist eine Zahl gleich oder größer 1, wobei 1 der ersten Präferenz entspricht. Die Präferenznummer darf nicht größer sein als die Anzahl von Kopien der Postfachdatenbank.

ConfigurationOnly

Optional

System.Management.Automation.SwitchParameter

Dieser Parameter ist für die interne Verwendung durch Microsoft reserviert.

Confirm

Optional

System.Management.Automation.SwitchParameter

Die Option Confirm bewirkt eine Unterbrechung der Befehlsausführung und erfordert, dass Sie die Aktion des Befehls bestätigen, bevor die Verarbeitung fortgesetzt wird. Für die Option Confirm muss kein Wert angegeben werden.

DomainController

Optional

Microsoft.Exchange.Data.Fqdn

Der Parameter DomainController gibt den vollqualifizierten Domänennamen (Fully Qualified Domain Name, FQDN) des Domänencontrollers an, der diese Konfigurationsänderung in Active Directory schreibt.

ReplayLagTime

Optional

Microsoft.Exchange.Data.EnhancedTimeSpan

Mit dem Parameter ReplayLagTime wird der Zeitraum angegeben, den der Microsoft Exchange-Replikationsdienst abwartet, bevor mit der Wiedergabe von Protokolldateien begonnen wird, die in die Datenbankkopie kopiert wurden.

Geben Sie einen Wert als Zeitraum an: tt.hh:mm:ss, wobei t = Tage, h = Stunden, m = Minuten und s = Sekunden sind.

Die maximal zulässige Einstellung für diesen Wert ist 14 Tage. Die niedrigste zulässige Einstellung ist 0 Sekunden, und durch das Festlegen dieses Werts auf 0 Sekunden wird jegliche Verzögerung bei Protokollwiedergabevorgängen beseitigt.

Um eine Wiedergabeverzögerung von 14 Tagen anzugeben, geben Sie beispielsweise 14.00:00:00 ein. Der Standardwert 00.00:00:00 gibt an, dass keine Wiedergabeverzögerung stattfindet.

SeedingPostponed

Optional

System.Management.Automation.SwitchParameter

Der Parameter SeedingPostponed gibt an, dass der Task kein Seeding der Datenbankkopie vornimmt. Sie müssen das Seeding der Datenbankkopie dann explizit durchführen.

TruncationLagTime

Optional

Microsoft.Exchange.Data.EnhancedTimeSpan

Mit dem Parameter TruncationLagTime wird der Zeitraum angegeben, den der Microsoft Exchange-Replikationsdienst abwartet, bevor Protokolldateien abgeschnitten werden, die in eine Kopie der Datenbank wiedergegeben wurden. Der Zeitraum beginnt nach der erfolgreichen Wiedergabe des Protokolls in die Kopie der Datenbank.

Geben Sie einen Wert als Zeitraum an: tt.hh:mm:ss, wobei t = Tage, h = Stunden, m = Minuten und s = Sekunden sind.

Die maximal zulässige Einstellung für diesen Wert ist 14 Tage. Die niedrigste zulässige Einstellung ist 0 Sekunden, und durch das Festlegen dieses Werts auf 0 Sekunden wird jegliche Verzögerung bei Protokollabschneidevorgängen beseitigt.

Um eine Abschneideverzögerung von 14 Tagen anzugeben, geben Sie beispielsweise 14.00:00:00 ein. Der Standardwert 00.00:00:00 gibt an, dass keine Abschneideverzögerung stattfindet.

WhatIf

Optional

System.Management.Automation.SwitchParameter

Die Option WhatIf weist den Befehl an, die für das Objekt ausgeführten Aktionen zu simulieren. Durch Verwendung der Option WhatIf können Sie eine Vorschau der Änderungen anzeigen, ohne diese Änderungen wirklich übernehmen zu müssen. Für die Option WhatIf muss kein Wert angegeben werden.

Eingabetypen, die dieses Cmdlet akzeptiert, finden Sie unter Eingabe- und Ausgabetypen für Cmdlets. Wenn das Feld mit dem Eingabetyp für ein Cmdlet leer ist, akzeptiert das Cmdlet diese Eingabedaten nicht.

Rückgabetypen bzw. Ausgabetypen, die dieses Cmdlet akzeptiert, finden Sie unter Eingabe- und Ausgabetypen für Cmdlets. Wenn das Feld mit dem Ausgabetyp leer ist, gibt das Cmdlet keine Daten zurück.

 
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