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Tools für die Bewertung von Leistung und Skalierbarkeit

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP3, Exchange Server 2010 SP2

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2010-09-21

Beim Bewerten der Skalierbarkeit und der Leistung von Exchange in einer Laborumgebung können Sie von Microsoft bereitgestellte Tools verwenden, um eine simulierte Exchange-Arbeitslast auf dem System zu generieren und die Auswirkungen der Arbeitslast zu analysieren.

Verwenden Sie folgende Kapazitätsplanungstools, um die Anzahl der für die Bewältigung der Benutzerlast erforderlichen Exchange 2010-Server zu ermitteln:

  • Microsoft Exchange Jetstress

  • Microsoft Exchange Load Generator

    WichtigWichtig:
    Microsoft Exchange Jetstress sollte in Systemen verwendet werden, bevor Produktionsdaten auf dem Server abgelegt werden. Jetstress sollte nicht für Systeme verwendet werden, die Produktionsdaten enthalten. Exchange Load Generator ist für den Einsatz in Testumgebungen und nicht in Produktionsumgebungen vorgesehen.

Mit dem Jetstress-Tool sollen Exchange-E/A-Vorgänge auf Datenbankebene simuliert werden, indem direkt mit der Datenbanktechnologie von ESE (Extensible Storage Engine), auch als Jet bekannt, interagiert wird, die die Grundlage von Exchange bildet. Jetstress kann so konfiguriert werden, dass der maximale E/A-Durchsatz getestet wird, der für das Datenträgersubsystem innerhalb der erforderlichen Leistungseinschränkungen von Exchange verfügbar ist. Das Tool kann aber auch ein gewünschtes Profil aus Benutzeranzahl und E/A-Vorgängen pro Sekunde und Benutzer annehmen und überprüfen, ob das Datenträgersubsystem in der Lage ist, mit einem solchen Profil ein akzeptables Leistungsniveau zu halten. Mit Jetstress-Tests können die Speicherzuverlässigkeit und -leistung vor der Bereitstellung von Exchange-Servern überprüft werden. Sie sollten Jetstress ausführen, wenn Sie sich über die Leistung des Speichersubsystems Gedanken machen oder wenn Sie die E/A-Kapazität eines Systems ermitteln müssen.

In der Dokumentation für Jetstress ist beschrieben, wie die E/A-Überprüfung oder -Auswertung auf Ihrer Serverhardware konfiguriert und ausgeführt wird. Sie können Jetstress von der Microsoft-Website Microsoft Exchange Server Jetstress 2010 (64 Bit) und Microsoft Exchange Server Jetstress 2010 (32 Bit) herunterladen (möglicherweise in englischer Sprache).

Weitere Informationen finden Sie unter Microsoft Exchange Server Jetstress 2010 (möglicherweise in englischer Sprache).

Das Load Generator-Tool (LoadGen) erzeugt eine simulierte Clientarbeitslast in einer Exchange-Testbereitstellung. Diese Arbeitslast kann verwendet werden, um die Exchange-Leistung auszuwerten. Sie kann auch dazu eingesetzt werden, die Auswirkungen verschiedener Konfigurationsänderungen auf das Verhalten und die Leistung von Exchange unter Systemlast zu analysieren. In der Dokumentation für LoadGen wird beschrieben, wie ein Lasttest für einen Exchange-Server konfiguriert und ausgeführt wird. LoadGen kann Clientaktivität von Microsoft Office Outlook 2003 (online und zwischengespeichert), Outlook 2007 (online und zwischengespeichert), POP3, IMAP4, SMTP, ActiveSync und Outlook Web App simulieren. Mit dem Tool kann die Arbeitslast eines einzelnen Protokolls generiert werden. Diese Clientprotokolle können aber auch kombiniert werden, um die Arbeitslast mehrerer Protokolle zu generieren.

Mit den Ergebnissen dieser Tests können Sie folgende Aktionen durchführen:

  • Überprüfen von Bereitstellungen

  • Berechnen der Antwortzeit von Clientcomputern für die Serverkonfiguration unter Clientlast

  • Abschätzen der Anzahl von Benutzern pro Server

  • Erkennen von Engpässen auf dem Server

Sie können LoadGen von der Microsoft-Website Exchange Load Generator 2010 (64 Bit) und Exchange Load Generator 2010 (32 Bit) herunterladen (möglicherweise in englischer Sprache).

Jetstress und LoadGen werden üblicherweise vor der Bereitstellung verwendet, um vor dem Kauf von Hardware Daten zur Hardwareskalierung zu erhalten oder um die Stabilität und Leistung eines Systems zu analysieren, bevor es in der Produktion eingesetzt wird.

Sofern möglich sollten Sie einen Jetstress-Test ausführen, bevor Sie einen Postfachserver in der Produktion einsetzen. Jetstress-Tests sind unkompliziert und können mit wenig mehr Arbeit als der Hardwareeinrichtung und der Betriebssystemkonfiguration, die vor der Installation von Exchange immer anfallen, erledigt werden.

LoadGen-Tests sind aufwendiger und sollten genau überlegt und geplant werden. Legen Sie realistische Ziele hinsichtlich der Informationen fest, die Sie als Testergebnis erhalten möchten. Denken Sie immer daran, dass mit LoadGen keine ganz genaue Simulation der gesamten Clientaktivität möglich ist. Deshalb sollten alle von LoadGen-Tests generierten Größen als Teil der Entscheidungsfindung herangezogen werden. Sie sollten aber nicht die einzigen Datenpunkte sein, um eine abschließende Entscheidung zur Servergröße oder zu Konfigurationsänderungen zu treffen.

WichtigWichtig:
Testtools wie LoadGen sind nicht für die Ausführung in einer Produktionsumgebung vorgesehen, und sie sollten nie in einem aktiven Produktionssystem oder in einer Umgebung mit einer Verbindung mit einem aktiven Produktionssystem ausgeführt werden. Darüber hinaus sollten Sie bei der Ausführung von LoadGen in einer Testumgebung mit Kopien tatsächlicher Daten sehr vorsichtig sein, da LoadGen Nachrichten in der Testumgebung so beeinflussen kann, dass ausgehende E-Mails die Testumgebung verlassen und in ein Produktionspostfach aufgenommen werden (abhängig von der Nachrichtenroutingkonfiguration der Testumgebung).

Zum Abschluss der Testaktivitäten erzeugen Jetstress und LoadGen einen Testbericht. Der Testbericht enthält eine allgemeine Fehlermetrik, anhand der Sie bestimmen können, ob die angegebenen Werte zur Serverskalierung oder zur Prüfung vor der Bereitstellung verwendet werden können. Beide Tools bieten zudem verschiedene Leistungsmetriken. Neben den in den Testberichten angegebenen Werten sollten Sie die Tooldokumentation lesen, um weitere Vorschläge für Serverleistungsindikatoren zu bekommen, die während des Tests überwacht werden sollten, um den Systemstatus und die Leistung zu bewerten.

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