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Konfigurieren der Blockierung von Outlook-Clients

 

Gilt für: Exchange Server 2010 Service Pack 2 (SP2)

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2013-02-14

In Exchange Server 2013 können Sie Aufbewahrungsrichtlinien oder verwaltete Ordner für die Messaging-Datensatzverwaltung (Messaging Records Management, MRM) verwenden. Nur Benutzer, die Microsoft Outlook 2010 und höher ausführen, haben Zugriff auf alle Clientfunktionen für Aufbewahrungsrichtlinien und verwaltete Ordner. Aufbewahrungsrichtlinien werden jedoch unabhängig von der vom Benutzer verwendeten Outlook-Clientversion vom Assistenten für verwaltete Ordner auf dem Postfachserver angewendet. Ältere Outlook-Clients stellen die MRM-Funktionalität dieser Funktionen nicht bereit. Da Outlook 2007 z. B. keine Aufbewahrungsrichtlinien unterstützt, können Benutzer keine persönlichen Tags auf Elemente oder Ordner anwenden.

Sie können den Zugriff auf Exchange-Postfächer für Benutzer mit älteren Versionen von Outlook blockieren. Sie können den Zugriff auch für einzelne Postfächer oder Clientzugriffsserver blockieren.

Weitere Verwaltungsaufgaben im Zusammenhang mit MRM finden Sie unter Verfahren der Messaging-Datensatzverwaltung.

In der folgenden Tabelle sind die MRM-Funktionen aufgelistet, die in verschiedenen Clientanwendungen und -versionen verfügbar sind.

MRM-Funktionen

Clientanwendung Verfügbare MRM-Clientfunktionen

Outlook 2013 und Outlook 2010

Alle

Outlook 2007

Verwaltete Ordner

Outlook 2003 und früher

Nicht unterstützt

Andere E-Mail-Clientsoftware

Keine

In der folgenden Tabelle werden die Versionsnummern für Outlook angezeigt.

Outlook-Versionen

Outlook-Version Versionsnummer

Outlook 2013

15

Outlook 2010

14

Outlook 2007

12

Outlook 2003

11

Outlook 2002

10

Outlook 2000

9

Outlook 98

8.5

Outlook 97

8

HinweisAnmerkung:
Bevor Sie Änderungen vornehmen, beachten Sie, dass sich Hotfixes und Service Pack-Releases auf die Versionszeichenfolge des Clients auswirken können. Gehen Sie mit Umsicht vor, wenn Sie den Clientzugriff einschränken, weil serverseitige Exchange-Komponenten ebenfalls MAPI für die Anmeldung verwenden müssen. Einige Komponenten melden ihre Clientversion als Komponentennamen (wie etwa SMTP oder OLE DB), während andere die Exchange-Buildnummer (wie etwa 6.0.4712.0) melden. Vermeiden Sie daher das Einschränken von Clients, die mit 6.<x.x.> beginnende Versionsnummern aufweisen. Geben Sie beispielsweise, um den MAPI-Zugriff vollständig zu verhindern, statt 0.0.0-6.5535.65535.65535 zwei Bereiche an, sodass sich die Serverkomponenten anmelden können. Geben Sie z. B. Folgendes an: 0.0.0-5.9.9; 7.0.0-.

Seien Sie sich nach dem Ausführen dieser Verfahren bewusst, dass für Benutzer, deren Zugriff auf ihr Postfach blockiert ist, die folgende Warnmeldung angezeigt wird:

 

Ihr Exchange Server-Administrator hat die Outlook-Version, die Sie verwenden, blockiert. Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem Administrator.

Um die Warnmeldung zu umgehen, dass MRM-Funktionen für E-Mail-Clients, die frühere Outlook-Versionen als Outlook 2010 ausführen, nicht unterstützt werden, können Sie den Parameter ManagedFolderMailboxPolicyAllowed der Cmdlets New-Mailbox, Enable-Mailbox und Set-Mailbox in der Shell verwenden. Wenn eine Postfachrichtlinie für verwalteten Ordner mithilfe des Parameters ManagedFolderMailboxPolicy einem Postfach zugewiesen wurde, wird die Warnung standardmäßig angezeigt, sofern nicht der Parameter ManagedFolderMailboxPolicyAllowed verwendet wird.

  • Geschätzte Zeit bis zum Abschließen des Vorgangs: 1 Minute.

  • Diese Verfahren können nicht mit der Exchange-Verwaltungskonsole durchgeführt werden. Sie müssen die Shell verwenden.

  • Für die Verfahren in diesem Thema sind bestimmte Berechtigungen erforderlich. Informationen zu den Berechtigungen finden Sie in den einzelnen Verfahren.

  • Informationen zu Tastenkombinationen für die Verfahren in diesem Thema finden Sie unter Tastenkombinationen in der Exchange-Verwaltungskonsole.

Liegt ein Problem vor? Bitten Sie in den Exchange-Foren um Hilfe. Besuchen Sie die Foren unter: Exchange Server, Exchange Online oder Exchange Online Protection

Bevor Sie dieses Verfahren bzw. diese Verfahren ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "Benutzerpostfächer" im Thema Empfängerberechtigungen.

In diesem Beispiel werden alle Versionen von Outlook blockiert, die älter sind als 11.8010.8036.

Set-CASMailbox -Identity adam@contoso.com -MAPIBlockOutlookVersions "-11.8010.8036"

In diesem Beispiel wird der von einer Outlook-Version blockierte Zugriff auf das Postfach wiederhergestellt.

Set-CASMailbox -Identity adam@contoso.com -MAPIBlockOutlookVersions $null

Ausführliche Informationen zu Syntax und Parametern finden Sie unter Set-CASMailbox.

Bevor Sie dieses Verfahren bzw. diese Verfahren ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "Einstellungen für den RPC-Clientzugriff" im Thema Berechtigungen für Clients und mobile Geräte.

In diesem Beispiel wird der Zugriff auf Postfächer auf einem Clientzugriffsserver unter Exchange 2010 oder höher für Outlook-Clients mit einer niedrigeren Version als Version 12.0.0 blockiert.

WichtigWichtig:
Der für den Parameter BlockedClientVersions in diesem Befehl verwendete Wert ist ein Beispielwert. Sie müssen die richtigen Clientversionsnummern ermitteln. Sie können das Cmdlet Get-LogonStatistics verwenden, um die Versionen der MAPI-Clients abzurufen, die mit der Postfachdatenbank verbunden sind.
Set-RpcClientAccess -Server CAS01 -BlockedClientVersions "0.0.0-5.65535.65535;7.0.0;8.02.4-11.65535.65535"

Ausführliche Informationen zu Syntax und Parametern finden Sie unter Set-RpcClientAccess.

 
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