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Schrittweise Anleitung: Grundlegende Windows-Bereitstellung für IT-Spezialisten

Veröffentlicht: Oktober 2009

Letzte Aktualisierung: Oktober 2009

Betrifft: Windows 7

Oktober 2009

Gilt für:

  • Windows 7

  • Windows Server 2008 R2

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Microsoft, Windows, Windows 7 und Windows Vista sind Marken der Microsoft-Unternehmensgruppe.

Die in diesem Dokument aufgeführten Namen von bestehenden Firmen und Produkten sind möglicherweise Marken der jeweiligen Eigentümer.



Einführung

Das Windows® Automated Installation Kit (Windows AIK) soll IT-Spezialisten bei der Bereitstellung des Betriebssystems Windows® 7 unterstützen.

In diesem Dokument wird ein einfaches Beispiel für das Konfigurieren und Bereitstellen eines Windows®-Abbilds beschrieben. Am Ende des beschriebenen Verfahrens verfügen Sie über eine gültige Antwortdatei und eine startbare Windows PE-DC (Windows Preinstallation Environment) und haben ein erstes benutzerdefiniertes Windows-Abbild bereitgestellt. Nach dem Erstellen der einfachen Antwortdatei können Sie diese Datei ändern, um weitere Anpassungen einzubinden. Außerdem können Sie Teile des Verfahrens automatisieren, indem Sie einige manuelle Schritte in diesem Szenario in Skripts erfassen. Eine umfassende Beschreibung aller Tools und Bereitstellungsmethoden finden Sie im Windows® Automated Installation Kit (Windows AIK) – Benutzerhandbuch oder unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=121503 (möglicherweise in englischer Sprache).

In diesem Beispiel erstellen Sie eine einfache Antwortdatei, die Sie anschließend verwenden, um Windows zu installieren. Das Verfahren umfasst folgende Schritte:

Schritt 1: Erstellen einer Antwortdatei

Schritt 2: Erstellen einer Referenzinstallation

Schritt 3: Erstellen startfähiger Windows PE-Medien

Schritt 4: Aufzeichnen der Installation auf einer Netzwerkfreigabe

Schritt 5: Bereitstellen von einer Netzwerkfreigabe

Anforderungen

Zum Ausführen dieses Szenarios ist Folgendes erforderlich:

  • Windows 7-Produkt-DVD

  • Windows AIK DVD. Sie können die ISO-Datei für Windows AIK von http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=136976 (möglicherweise in englischer Sprache) herunterladen.

  • Ein Referenzcomputer

    Bei dem Referenzcomputer kann es sich um jeden Computer handeln, auf dem Sie das Windows Automated Installation Kit (Windows AIK) installieren. Auf dem Referenzcomputer muss Windows Server® 2003, Windows Vista® oder Windows 7 ausgeführt werden. Dieser Computer muss außerdem über eine Netzwerkkarte, eine funktionsfähige Netzwerkumgebung, ein DVD-ROM-Laufwerk und ein CD-R/RW-fähiges Laufwerk (oder ein Kombinationslaufwerk für beide Datenträgertypen) verfügen.

  • Ein Abbildcomputer

    Ein Abbildcomputer ist ein vollständig montierter Computer, auf dem mithilfe der Windows-Produkt-DVD und einer Antwortdatei eine angepasste Installation installiert wird. Nach der Installation zeichnen Sie ein Abbild dieser Installation auf und speichern es auf einer Netzwerkfreigabe. Für diesen Computer gelten keine Softwareanforderungen. Sowohl der Referenz- als auch der Abbildcomputer müssen über eine Netzwerkkarte und eine funktionsfähige Netzwerkumgebung verfügen.

    noteHinweis
    Die Datenträgerpartitionsanforderungen variieren für BIOS-basierte und UEFI-basierte Computer. In diesen Anleitungen wird beschrieben, wie eine einfache Antwortdatei für BIOS-basierte Computer erstellt wird. Die meisten 32-Bit-Computer und viele 64-Bit-Computers sind BIOS-basiert.

  • Netzwerkkonnektivität

  • Ein USB-Flashlaufwerk (UFD)

  • CD-ROM-Brennsoftware

  • Ein leerer CD-R/RW-Datenträger

  • Optional: ein Zielcomputer

    Der Zielcomputer ist der Computer, den Sie an einen Endbenutzer ausliefern möchten. Nachdem Sie eine Referenzinstallation erstellt haben, zeichnen Sie ein Abbild dieser Installation auf und speichern es auf einer Netzwerkfreigabe. Anschließend stellen Sie das Abbild von der Netzwerkfreigabe auf dem Zielcomputer bereit.

    noteHinweis
    Für dieses Beispiel können Sie den Abbildcomputer auch als Zielcomputer verwenden. Nachdem Sie ein Abbild der Referenzinstallation aufgezeichnet und gespeichert haben, können Sie die Festplatte des Abbildcomputers neu formatieren, sodass er wieder vollständig leer ist. Der Computer wird dann als Zielcomputer verwendet.

Installieren des Windows AIK

So installieren Sie das Windows AIK

  1. Legen Sie die Windows AIK-DVD in das DVD-ROM-Laufwerk des Referenzcomputers ein.

    Das Setupprogramm wird automatisch gestartet.

  2. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.

noteHinweis
Wenn das Setupprogramm nicht automatisch gestartet wird, müssen Sie in Windows-Explorer zum DVD-Laufwerk mit der Windows AIK-DVD navigieren und dann auf StartCD.exe klicken. Klicken Sie auf Windows AIK-Setup, um die Installation zu starten.

Schritt 1: Erstellen einer Antwortdatei

Der erste Schritt im Rahmen der Erstellung einer benutzerdefinierten Installation besteht darin, eine Antwortdatei zu erstellen. Mithilfe einer Antwortdatei werden Windows-Einstellungen während der Installation konfiguriert. Sie können beispielsweise die Standardeinstellungen für Internet Explorer®, Netzwerkkonfigurationen und andere Anpassungen konfigurieren. Darüber hinaus enthält die Antwortdatei alle Einstellungen, die für eine unbeaufsichtigte Installation erforderlich sind. Während der Installation werden Sie nicht mit Seiten der Benutzeroberfläche zur Angabe von Informationen aufgefordert.

Im Folgenden erstellen Sie eine Antwortdatei mithilfe von Windows System Image Manager (Windows SIM), einem Dienstprogramm zum Erstellen und Ändern von Antwortdateien für die unbeaufsichtigte Installation und von Konfigurationssätzen. Eine einfache Antwortdatei enthält die Basiskonfiguration für Windows Setup und minimale Anpassungen der Windows-Willkommensseite. Bei diesem Beispiel werden keine besonderen Treiber, Anwendungen oder Pakete importiert.

Nach der Installation des Windows OPK auf dem Referenzcomputer ist ein Exemplar dieser Antwortdatei, Corp_autounattend_sample.xml, unter C:\Programme\Windows AIK\Samples verfügbar.

So erstellen Sie eine Antwortdatei

In diesem Schritt kopieren Sie eine Windows-Abbilddatei (WIM-Datei) auf den Referenzcomputer und erstellen eine Antwortdatei.

  1. Legen Sie auf dem Referenzcomputer die Windows 7-Produkt-DVD ein.

  2. Navigieren Sie zum Verzeichnis \Sources auf der DVD-ROM, und kopieren Sie dann die Datei Install.wim von der Windows-Produkt-DVD in ein Verzeichnis auf dem Computer.

  3. Klicken Sie zum Öffnen von Windows SIM auf Start, klicken Sie auf Alle Programme, klicken Sie auf Microsoft Windows AIK, und klicken Sie dann auf Windows System Image Manager.

  4. Klicken Sie im Menü Datei von Windows SIM auf Windows-Abbild auswählen.

  5. Navigieren Sie im Dialogfeld Windows-Abbild auswählen zu dem Verzeichnis, in dem Sie in Schritt 1 die Datei Install.wim gespeichert haben, und klicken Sie dann auf Öffnen.

    Sie werden aufgefordert, ein Abbild auszuwählen. Wählen Sie das Windows-Abbild aus, das Sie installieren möchten, und klicken Sie dann auf OK.

    Sie werden aufgefordert, eine Katalogdatei zu erstellen. Klicken Sie auf Ja, um die Datei zu generieren.

    Wenn Sie im Fenster Benutzerkontensteuerung aufgefordert werden, das Programm zu bestätigen, haben Sie die Möglichkeit, das Programm zuzulassen oder die Installation abzubrechen.

  6. Klicken Sie im Menü Datei auf Neue Antwortdatei. Im Bereich Antwortdatei wird eine leere Antwortdatei angezeigt.

Hinzufügen und Konfigurieren von Windows-Einstellungen

In diesem Schritt definieren Sie die Basisfestplattenkonfiguration und die Einstellungen für die Windows-Willkommensseite.

  1. Erweitern Sie in Windows SIM im Bereich Windows-Abbild den Knoten Komponenten, um die verfügbaren Einstellungen anzuzeigen.

  2. Fügen Sie der Antwortdatei aus der erweiterten Komponentenliste die in der folgenden Tabelle aufgeführten Komponenten hinzu. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf die Komponente, und wählen Sie die gewünschte Konfigurationsphase aus. Dadurch wird die Komponente der Antwortdatei in der angegebenen Konfigurationsphase der Windows-Installation hinzugefügt. Durch das Hinzufügen optionaler Komponenten können Sie die Installation in Schritt 2, "Erstellen einer Referenzinstallation", leichter testen.

    noteHinweis
    Erweitern Sie die Komponentenliste im Bereich Windows-Abbild, bis Sie den niedrigsten untergeordneten Knoten aus der nachfolgenden Tabelle sehen. Erweitern Sie im Rahmen dieses Beispiels Microsoft-Windows-Setup, um den Knoten DiskConfiguration zu sehen. Erweitern Sie den Knoten DiskConfiguration, bis Sie den Knoten Disk sehen. Fahren Sie fort, die Struktur unter Microsoft-Windows-Setup zu erweitern, bis Sie den in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Knoten CreatePartition sehen. Fügen Sie den Knoten CreatePartition zur Antwortdatei hinzu. Hierdurch wird die Einstellung zusammen mit allen übergeordneten Einstellungen in einem Schritt zur Antwortdatei hinzugefügt.

     

    Komponente Konfigurationsphase

    Microsoft-Windows-Deployment\Reseal

    oobeSystem

    Microsoft-Windows-International-Core-WinPE\SetupUILanguage

    windowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\DiskConfiguration\Disk\CreatePartitions\CreatePartition

    windowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\DiskConfiguration\Disk\ModifyPartitions\ModifyPartition

    windowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\DiskConfiguration\Disk\CreatePartitions\CreatePartition *

    windowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\DiskConfiguration\Disk\ModifyPartitions\ModifyPartition *

    windowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\ImageInstall\OSImage\InstallTo

    windowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\UserData

    windowsPE

    Microsoft-Windows-Shell-Setup\OOBE

    oobeSystem

    Optional: Microsoft-Windows-IE-InternetExplorer

    specialize

    * Für dieses Beispiel wird eine Konfiguration mit zwei Partitionen verwendet. Fügen Sie der Antwortdatei eine zweite CreatePartition- und eine zweite ModifyPartition-Komponente hinzu, indem Sie in Windows SIM im Bereich Windows-Abbild mit der rechten Maustaste auf die betreffende Komponente klicken und dann die entsprechende Konfigurationsphase auswählen. Hierdurch wird eine zweite Instanz der Komponenten CreatePartition und ModifyPartition zur Antwortdatei hinzugefügt.

  3. Alle hinzugefügten Einstellungen müssen in Windows SIM im Bereich Antwortdatei angezeigt werden. Wählen Sie unter Einstellungen die entsprechende Einstellung aus, und geben Sie in der rechten Spalte den geeigneten Wert gemäß den Angaben in der folgenden Tabelle ein.

     

    Konfigurationsphase Komponente Wert

    1 WindowsPE

    Microsoft-Windows-International-Core-WinPE

    InputLocale = <Eingabegebietsschema> Beispiel: en-US

    SystemLocale = <Systemgebietsschema> Beispiel: en-US

    UILanguage = <Benutzeroberflächensprache> Beispiel: en-US

    UserLocale = <Benutzergebietsschema> Beispiel: en-US

    1 WindowsPE

    Microsoft-Windows-International-Core-WinPE\SetupUILanguage

    UILanguage = <Benutzeroberflächensprache> Beispiel: en-US

    1 WindowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\DiskConfiguration

    WillShowUI = OnError

    1 WindowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\DiskConfiguration\Disk

    DiskID = 0

    WillWipeDisk = true

    1 WindowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\DiskConfiguration\Disk\CreatePartitions\CreatePartition

    Order = 1

    Size = 300

    Type = Primary

    1 WindowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\DiskConfiguration\Disk\CreatePartitions\CreatePartition

    Extend = true

    Order = 2

    Type = Primary

    1 WindowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\DiskConfiguration\Disk\ModifyPartitions\ModifyPartition

    Active = true

    Format = NTFS

    Label = System

    Order = 1

    PartitionID = 1

    1 WindowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\DiskConfiguration\Disk\ModifyPartitions\ModifyPartition

    Format = NTFS

    Label = Windows

    Order = 2

    PartitionID = 2

    1 WindowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\ImageInstall\OSImage

    InstallToAvailablePartition = false

    WillShowUI = OnError

    1 WindowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\ImageInstall\OSImage\InstallTo

    DiskID = 0

    PartitionID = 2

    1 WindowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\UserData

    AcceptEula = true

    1 WindowsPE

    Microsoft-Windows-Setup\UserData\ProductKey

    Key = <Product Key>

    WillShowUI = OnError

    4 Specialize

    Optional: Microsoft-Windows-IE-InternetExplorer

    Home_Page = <Firmen-Homepage>

    7 oobeSystem

    Microsoft-Windows-Deployment\Reseal

    ForceShutdownNow = false

    Mode = Audit

    7 oobeSystem

    Microsoft-Windows-Shell-Setup\OOBE

    HideEULAPage = true

    ProtectYourPC = 3

    ImportantWichtig
    Mit diesen Einstellungen wird eine einfache, unbeaufsichtigte Installation beschrieben. Während der Ausführung von Windows Setup ist keine Benutzereingabe erforderlich. Nach Abschluss der Installation wird der Computer im Überwachungsmodus neu gestartet. Der Überwachungsmodus ist eine Phase von Windows Setup, die es Ihnen ermöglicht, den Desktop schnell zu starten, zusätzliche Anwendungen und Gerätetreiber zu installieren und die Installation zu testen. Die Windows-Willkommensseite wird im Überwachungsmodus nicht ausgeführt. Die Ausführung erfolgt jedoch beim nächsten Neustart des Computers, nachdem Sie den Befehl sysprep mit der Option /oobe ausgeführt haben. Auf der Windows-Willkommensseite, auch OOBE (Out-of-Box-Experience) genannt, wird der Endbenutzer aufgefordert, die Microsoft-Software-Lizenzbedingungen zu lesen und den Computer zu konfigurieren.

    Weitere Informationen zum Überwachungsmodus finden Sie im Thema "Anpassen von Windows im Überwachungsmodus" im Windows® Automated Installation Kit (Windows AIK) – Benutzerhandbuch oder unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=121506 (möglicherweise in englischer Sprache).

    Weitere Informationen zur Sysprep.exe finden Sie im Thema "Technischen Referenz zu Sysprep" in der Datei Waik.chm oder unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=121713 (möglicherweise in englischer Sprache).

Überprüfen und Speichern der Einstellungen

In diesem Schritt überprüfen Sie die Einstellungen in der Antwortdatei und speichern sie dann in einer Datei.

  1. Klicken Sie in Windows SIM auf Extras, und klicken Sie dann auf Antwortdatei überprüfen.

    Die Einstellungswerte in der Antwortdatei werden mit den verfügbaren Einstellungen im Windows-Abbild verglichen.

  2. Wenn die Antwortdatei erfolgreich überprüft wurde, wird im Fenster Windows SIM im Bereich Meldungen die Meldung "Keine Warnungen oder Fehler" angezeigt. Andernfalls werden im Bereich Meldungen Fehlermeldungen angezeigt.

  3. Wenn ein Fehler auftritt, doppelklicken Sie im Bereich Meldungen auf die Fehlermeldung, um zur fehlerhaften Einstellung zu navigieren. Ändern Sie die Einstellung, um den Fehler zu beheben, und wiederholen Sie dann die Überprüfung, indem Sie auf Antwortdatei überprüfen klicken. Wiederholen Sie diesen Schritt, bis die Überprüfung der Antwortdatei erfolgreich ist.

  4. Klicken Sie im Menü Datei auf Antwortdatei speichern. Speichern Sie die Antwortdatei unter dem Namen Autounattend.xml.

  5. Kopieren Sie die Datei Autounattend.xml in das Stammverzeichnis eines USB-Flashlaufwerks.

Sie verfügen nun über eine einfache Antwortdatei zur Automatisierung von Windows Setup. Weitere Informationen zum Erstellen von Antwortdateien finden Sie im Thema "Phase 3: Vorbereiten und Anpassen des Windows-Abbilds" in der Datei Waik.chm oder unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=121501 (möglicherweise in englischer Sprache).

Schritt 2: Erstellen einer Referenzinstallation

Auf einem Abbildcomputer befindet sich eine angepasste Installation von Windows, die Sie auf einem oder mehreren Zielcomputern duplizieren möchten. Sie können diese Referenzinstallation mithilfe der Windows-Produkt-DVD und einer Antwortdatei erstellen.

So installieren Sie Windows von der Produkt-DVD

  1. Schalten Sie den Abbildcomputer ein, legen Sie die Windows 7-Produkt-DVD ein, und schließen Sie das USB-Flashlaufwerk an, das die im vorherigen Schritt erstellte Antwortdatei (Autounattend.xml) enthält.

    ImportantWichtig
    Wenn Sie ein USB-Flashlaufwerk verwenden, sollten Sie das Laufwerk am primären Satz der USB-Anschlüsse des Computers anschließen. Bei einem Desktopcomputer befinden sich diese normalerweise auf der Rückseite des Computers.

  2. Drücken Sie STRG+ALT+ENTF, um den Computer neu zu starten. Für einen Start von der CD-/DVD-ROM müssen Sie möglicherweise die Startreihenfolge außer Kraft setzen. Drücken Sie während des ersten Starts die entsprechende Funktionstaste, um die Startreihenfolge außer Kraft zu setzen.

    Windows 7 Setup (Setup.exe) wird automatisch gestartet. Standardmäßig wird von Windows Setup das Stammverzeichnis aller Wechselmedien nach einer Antwortdatei mit dem Namen Autounattend.xml durchsucht.

  3. Nach Abschluss von Setup können Sie überprüfen, ob alle Anpassungen übernommen wurden. Wenn Sie beispielsweise die optionale Komponente Microsoft-Windows-IE-InternetExplorer eingebunden und die Home_Page-Einstellung in der Antwortdatei festgelegt haben, können Sie dies nun durch Öffnen von Internet Explorer überprüfen.

  4. Bereiten Sie den Computer für den Endbenutzer vor. Verwenden Sie den Befehl sysprep mit der Option /generalize, um hardwarespezifische Informationen aus der Windows-Installation zu entfernen, und die Option /oobe, um den Computer so zu konfigurieren, dass beim nächsten Neustart die Windows-Willkommensseite aufgerufen wird. Führen Sie im Fenster des Systemvorbereitungsprogramms (Sysprep), das im Überwachungsmodus auf dem Desktop angezeigt wird, folgende Schritte aus:

    1. Wählen Sie in der Liste Systembereinigungsaktion die Option Out-of-Box-Experience (OOBE) für System aktivieren aus.

    2. Wählen Sie Verallgemeinern aus.

    3. Wählen Sie in der Liste Optionen für Herunterfahren die Option Herunterfahren aus.

    4. Klicken Sie auf OK.

    noteHinweis
    Sie können Sysprep auch über die Eingabeaufforderung ausführen, indem Sie Folgendes eingeben: c:\windows\system32\sysprep\sysprep.exe /oobe /generalize /shutdown

Durch Sysprep.exe wird das Abbild für die Aufzeichnung vorbereitet. Dabei werden verschiedene benutzer- und computerspezifische Einstellungen sowie Protokolldateien bereinigt. Die Referenzinstallation ist damit abgeschlossen, und das Abbild kann erstellt werden.

CautionVorsicht
Durch die Ausführung des Befehls sysprep /generalize werden Standardgerätetreiber aus dem Windows-Abbild entfernt. Wenn Sie während der Installation Standardgerätetreiber hinzufügen und beabsichtigen, das Windows-Abbild aufzuzeichnen, sollten Sie in der Antwortdatei für die Komponente Microsoft-Windows-PnpSysprep die Einstellung PersistAllDeviceInstalls auf True setzen. Bei Verwendung dieser Einstellung werden die erkannten Gerätetreiber nicht durch Sysprep entfernt.

Sie verfügen nun über einen Computer, den Sie als Abbildcomputer verwenden können. Bei der Bereitstellung einer großen Anzahl von Computern kann es effizienter sein, ein Abbild der Referenzinstallation aufzuzeichnen und dieses auf weiteren neuen Computern bereitzustellen. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, Schritt 2 für jeden neuen Computer zu wiederholen.

Führen Sie die Schritte 3 bis 5 aus, um mit dieser Installation als Referenz für eine abbildbasierte Bereitstellung fortzufahren.

Schritt 3: Erstellen startfähiger Windows PE-Medien

In diesem Schritt erstellen Sie mithilfe des Skripts Copype.cmd einen startbaren Windows PE-RAM-Datenträger auf einer CD-ROM. Mit einem Windows PE-RAM-Datenträger können Sie einen Computer zu Bereitstellungs- und Wiederherstellungszwecken starten. Windows PE-RAM-Datenträger werden beim Starten direkt in den Arbeitsspeicher geladen, was es Ihnen ermöglicht, das Windows PE-Medium nach dem Starten des Computers zu entfernen. Nachdem Sie Windows PE gestartet haben, können Sie das Tool ImageX verwenden, um dateibasierte Datenträgerabbilder aufzuzeichnen, zu ändern und anzuwenden. Weitere Informationen zu diesen Tools finden Sie im Thema "Technischen Referenz zu den Bereitstellungstools" in der Datei Waik.chm oder unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=121497 (möglicherweise in englischer Sprache).

  1. Klicken Sie auf dem Referenzcomputer auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme, zeigen Sie auf Windows AIK, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung für Bereitstellungstools, und wählen Sie dann Als Administrator ausführen aus.

    Über die Menüverknüpfung wird ein Eingabeaufforderungsfenster geöffnet, und die Umgebungsvariablen werden automatisch so festgelegt, dass sie auf die benötigten Tools zeigen. Standardmäßig werden alle Tools unter C:\Programme\Windows AIK\Tools installiert.

  2. Führen Sie an der Eingabeaufforderung das Skript Copype.cmd aus.

    copype.cmd <architecture> <destination>
    
    Hier kann <architecture> dem Wert x86, amd64 oder ia64 entsprechen; <destination> ist der Pfad zu einem lokalen Verzeichnis. Beispiel: copype.cmd x86 c:\winpe_x86

    Dieses Skript bewirkt, dass die folgende Verzeichnisstruktur erstellt wird und die notwendigen Dateien für diese Architektur kopiert werden. Beispiel: \winpe_x86 \winpe_x86\ISO \winpe_x86\mount

  3. Kopieren Sie das Basisabbild (Winpe.wim) in den Ordner \Winpe_x86\ISO\sources, und benennen Sie die Datei in Boot.wim um.

    copy c:\winpe_x86\winpe.wim c:\winpe_x86\ISO\sources\boot.wim
    
  4. Kopieren Sie ImageX in das Verzeichnis \Winpe_x86\ISO. Geben Sie z. B. Folgendes ein:

    copy "c:\program files\Windows AIK\Tools\x86\imagex.exe" c:\winpe_x86\iso\
    
    noteHinweis
    Sie können die optionale Konfigurationsdatei Winscript.ini erstellen, mit der ImageX angewiesen wird, bestimmte Dateien während der Aufzeichnung auszuschließen. Wimscript.ini sollte im selben Verzeichnis wie ImageX gespeichert werden. Weitere Informationen finden Sie im Thema "Erstellen einer ImageX-Konfigurationsdatei" in der Datei Opk.chm.

  5. Erstellen Sie eine Windows PE-Abbilddatei (ISO-Datei), indem Sie das Tool Oscdimg verwenden, das über Eingabeaufforderung für Bereitstellungstools zugänglich ist. Geben Sie z. B. Folgendes ein:

    
    oscdimg -n -bc:\winpe_x86\etfsboot.com c:\winpe_x86\ISO
    c:\winpe_x86\winpe_x86.iso
    
  6. Brennen Sie das Abbild (Winpe_x86.iso) auf eine CD-ROM. Im Windows AIK ist keine CD-ROM-Brennsoftware enthalten. Verwenden Sie eine Drittanbietersoftware, um das Abbild auf eine CD-ROM zu brennen.

Sie verfügen nun über eine startbare Windows PE-RAM-CD, die das Tool ImageX enthält. Weitere Informationen zur Anpassung von Windows PE finden Sie im Windows PE-Benutzerhandbuch (Windows Preinstallation Environment) (Winpe.chm).

Schritt 4: Aufzeichnen der Installation auf einer Netzwerkfreigabe

In diesem Schritt zeichnen Sie mithilfe von Windows PE und ImageX ein Abbild Ihres Abbildcomputers auf. Anschließend speichern Sie dieses Abbild auf einer Netzwerkfreigabe.

  1. Legen Sie am Abbildcomputer das Windows PE-Medium ein, und starten Sie den Computer neu.

    noteHinweis
    Für einen Start vom CD-/DVD-ROM-Laufwerk müssen Sie möglicherweise die Startreihenfolge außer Kraft setzen. Drücken Sie während des ersten Starts die entsprechende Funktionstaste, um die Startreihenfolge außer Kraft zu setzen.

    Windows PE wird gestartet, und anschließend wird ein Eingabeaufforderungsfenster geöffnet.

  2. Zeichnen Sie mithilfe der auf dem Windows PE-Medium gespeicherten Version von ImageX ein Abbild der Referenzinstallation auf. Geben Sie an der Eingabeaufforderung beispielsweise Folgendes ein:

    D:\imagex.exe /capture C: C:\myimage.wim "my Win7 Install" /compress fast /verify
    
  3. Kopieren Sie das Abbild in einen Netzwerkordner. Dies ist möglich, da Windows PE Netzwerkunterstützung bietet. Geben Sie an der Eingabeaufforderung beispielsweise Folgendes ein:

    net use n: \\server\share\
    md Images
    copy C:\myimage.wim N:\Images
    
    Geben Sie, falls erforderlich, entsprechende Netzwerkanmeldeinformationen an, um auf das Netzwerk zugreifen zu können.

Schritt 5: Bereitstellen von einer Netzwerkfreigabe

Nachdem Sie ein Abbild der Referenzinstallation erstellt haben, können Sie es auf neuer Hardware bereitstellen.

In diesem Schritt verwenden Sie DiskPart, um die Festplatte zu formatieren, und kopieren dann ein Abbild von der Netzwerkfreigabe. Im Rahmen dieses Beispiels können Sie den Abbildcomputer als Zielcomputer verwenden.

  1. Legen Sie auf dem Zielcomputer das Windows PE-Medium ein, und drücken Sie STRG+ALT+ENTF, um den Computer neu zu starten.

    noteHinweis
    Falls es sich bei diesem Computer um den zuvor als Abbildcomputer verwendeten Computer handelt, enthält die Festplatte eine aktive Partition. Sie müssen die Startreihenfolge außer Kraft setzen, damit der Computer vom CD-/DVD-ROM-Laufwerk gestartet wird. Drücken Sie während des ersten Starts die entsprechende Funktionstaste, um die Startreihenfolge außer Kraft zu setzen. Falls es sich um einen neu montierten Computer handelt, ist die Festplatte nicht formatiert, sodass Sie diesen Schritt überspringen können.

    Windows PE wird gestartet, und anschließend wird ein Eingabeaufforderungsfenster geöffnet.

  2. Verwenden Sie im Eingabeaufforderungsfenster das Tool DiskPart, um die Festplatte gemäß den Anforderungen an die Datenträgerkonfiguration zu formatieren. Geben Sie z. B. Folgendes ein:

    diskpart
    select disk 0
    clean
    create partition primary size=300
    select partition 1
    format fs=ntfs label="System"
    assign letter=S
    active
    create partition primary
    select partition 2
    format fs=ntfs label="Windows"
    assign letter=C
    exit
    
    noteHinweis
    Sie können ein Skript mit diesen Informationen erstellen, indem Sie die Befehle in einer Textdatei speichern und diese im selben Verzeichnis wie das Abbild speichern. Geben Sie Folgendes ein, um das Skript an einer Windows PE-Eingabeaufforderung auszuführen:

    diskpart /s <scriptname>.txt

    Hierbei ist <scriptname> der Name der Textdatei, die die DiskPart-Befehle enthält.

  3. Kopieren Sie das Abbild von der Netzwerkfreigabe auf die lokale Festplatte. Geben Sie an der Eingabeaufforderung beispielsweise Folgendes ein:

    net use n: \\server\share\
    copy N:\Images\myimage.wim C:
    
    Geben Sie ggf. Netzwerkanmeldeinformationen an, um auf das Netzwerk zugreifen zu können.

  4. Installieren Sie das Abbild mithilfe der auf dem Windows PE-Medium gespeicherten Version von ImageX auf der Festplatte. Geben Sie an der Eingabeaufforderung beispielsweise Folgendes ein:

    D:\imagex.exe /apply C:\myimage.wim 1 C:
    
  5. Verwenden Sie BCDboot, um den Startkonfigurationsdaten-Speicher (Boot Configuration Data, BCD) zu initialisieren, und kopieren Sie die Startumgebungsdateien auf die Systempartition. Geben Sie an der Eingabeaufforderung beispielsweise Folgendes ein:

    C:\windows\system32\bcdboot C:\windows
    
    Weitere Informationen zur BCDboot finden Sie im Thema zu den Befehlszeilenoptionen für BCDboot in der Datei Waik.chm oder unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=121711 (möglicherweise in englischer Sprache).

Das benutzerdefinierte Abbild wird nun auf dem Zielcomputer bereitgestellt. Der Computer kann an den Kunden ausgeliefert werden. Wiederholen Sie "Schritt 5: Bereitstellen von einer Netzwerkfreigabe" für jeden weiteren Computer, den Sie ausliefern möchten.

Sie haben nun ein einfaches Bereitstellungsszenario mit einer abbildbasierten Bereitstellungsmethode vollständig durchgearbeitet. Sie haben erfolgreich eine erste Antwortdatei, eine startbare Windows PE-CD und das erste benutzerdefinierte Windows-Abbild erstellt. Sie verfügen außerdem über grundlegende Kenntnisse zur Verwendung von Windows SIM und zu den ImageX- und Windows PE-Technologien.

Weitere Schritte

Im nächsten Schritt nehmen Sie weitere Anpassungen an der Antwortdatei vor und können Ihre Kenntnisse zu Bereitstellungstools vertiefen. Weitere Informationen zum Anpassen und Bereitstellen eines Windows-Abbilds finden Sie in den Themen zu Windows Automated Installation Kit-Szenarios in der Datei Waik.chm oder unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=120339 (möglicherweise in englischer Sprache).

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