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Bewährte Methoden für Application Virtualization Sequencer

Letzte Aktualisierung: November 2012

Betrifft: Application Virtualization, Application Virtualization 4.6, Application Virtualization 4.6 SP1

Dieses Thema enthält Empfehlungen zur Ausführung von Microsoft Application Virtualization (App-V) Sequencer. Beziehen Sie diese bei der Planung und beim Einsatz des Sequencers in Ihrer Umgebung ein.

Bewährte Methoden der Sequenzcomputerkonfiguration

Für die Konfiguration des Computers, auf dem App-V Sequencer ausgeführt wird, gelten die folgenden Empfehlungen:

  • Führen Sie die Sequenzierung auf einem Computer durch, der eine ähnliche Konfiguration besitzt und auf dem eine frühere Version des Betriebssystems als auf den Zielcomputern läuft.

    Stellen Sie sicher, dass auf dem Computer, auf dem der Sequencer ausgeführt wird, eine frühere Version des Betriebssystems läuft als auf den Zielcomputern. Dies schließt die Übereinstimmung von Service Packs und Updateversionen ein. Wenn auf den Zielcomputern beispielsweise Windows Vista und Windows XP ausgeführt wird, müssen Sie zum Sequenzieren von Anwendungen einen Computer verwenden, auf dem Windows XP ausgeführt wird. Die erfolgreiche Sequenzierung unter einem Betriebssystem und Ausführung der virtualisierten Anwendung unter einem anderen wird nicht garantiert, sondern ist abhängig von der jeweiligen Anwendung und dem jeweiligen Betriebssystem. Bei Auftreten von Problemen müssen Sie die Sequenzierung unter Umständen in derselben Betriebssystemumgebung ausführen, in der auch der App-V-Client ausgeführt wird.

  • Konfigurieren Sie den Computer, auf dem Sequencer ausgeführt wird, mit mehreren Partitionen.

    Die Festplatte des Computers, auf dem der Sequencer ausgeführt wird, sollte mindestens zwei primäre Partitionen aufweisen. Die erste Partition (C:) sollte das Betriebssystem enthalten und mit NTFS formatiert sein. Die zweite Partition (Q:) dient als Zielpfad für die Installation der virtuellen Anwendungen. Sie sollte ebenfalls mit NTFS formatiert sein.

  • Sorgen Sie dafür, dass das temporäre Verzeichnis genug freien Speicherplatz hat.

    Beim Sequenzieren werden zum Speichern temporärer Dateien das Verzeichnis %TMP% oder das Verzeichnis %TEMP% und das Entwurfsverzeichnis verwendet. Konfigurieren Sie diese Verzeichnisse auf dem Computer, auf dem der Sequencer ausgeführt wird, mit ausreichend freiem Speicherplatz (so viel, wie für die Installation der Anwendungen voraussichtlich benötigt wird). Um den Pfad des Entwurfsverzeichnisses zu überprüfen, öffnen Sie die Sequencer Console, und wählen Sie Extras und anschließend Optionen aus. Wechseln Sie dann zur Registerkarte Pfad. Die Konfiguration der temporären Verzeichnisse und des Entwurfsverzeichnisses auf unterschiedlichen Laufwerkpartitionen kann die Leistung beim Sequenzieren verbessern.

  • Sequenzieren Sie Anwendungen mit Microsoft Virtual PC.

    Die meisten Anwendungen werden mehrmals sequenziert. Damit dies leichter möglich ist, sollten Sie die Sequenzierung auf einem Computer mit einer virtuellen Umgebung erwägen. Damit können auf dem Computer, auf dem Sequencer ausgeführt wird, mit minimalem Neukonfigurationsaufwand Anwendungen sequenziert und ein definierter Status wiederhergestellt werden.

    Wenn Sie Microsoft Hyper-V in Ihrer Umgebung ausführen, wird der App-V Sequencer ausgeführt, wenn der virtuelle Hyper-V-Computer, auf dem der Sequencer ausgeführt wird,

    • angehalten und wieder aufgenommen wurde.

    • seinen Zustand gespeichert und wiederhergestellt hat.

    • als Snapshot gespeichert und wiederhergestellt wurde.

    • im Rahmen einer Livemigration auf eine andere Hardware migriert wurde.



  • Schließen Sie vor der Anwendungssequenzierung alle laufenden Programme.

    Prozesse bzw. geplante Aufgaben, die normalerweise auf dem Sequenzcomputer ausgeführt werden, können die Sequenzierung verlangsamen und dazu führen, dass nicht benötigte Daten erfasst werden. Schließen Sie alle nicht benötigten Anwendungen und Programme, bevor Sie die Sequenzierung starten.

  • Führen Sie die Sequenzierung auf einem Computer durch, auf dem Terminal Services ausgeführt wird.

    Sie dürfen den Installationsmodus nicht auf einem Computer konfigurieren, auf dem Terminal Services ausgeführt wird, bevor Sie den Sequencer installieren.

Bewährte Methoden der Sequenzierung

Für die Sequenzierung neuer Anwendungen gelten die folgenden Empfehlungen:



  • noteHinweis
    Wenn Sie App-V 4.6 SP1 ausführen, muss der Name des zum Sequenzieren verwendeten Verzeichnisses nicht dem 8.3-Namensformat entsprechen.

    Der Name des zum Sequenzieren verwendeten Verzeichnisses darf nur einmal vorkommen und muss dem 8.3-Namensformat entsprechen.

    Der Name des Verzeichnisses für die Sequenzierung muss dem 8.3-Namensformat entsprechen. Der angegebene Verzeichnisname darf nicht mehr als acht Zeichen enthalten. Darauf folgen drei Buchstaben für die Dateinamenweiterung, z. B. Q:\ANW.ABC.

  • Das Verzeichnis muss sich im Stammverzeichnis des Laufwerks und nicht in einem Unterverzeichnis befinden.

    Wenn die Anwendungssuite mehrere Bestandteile umfasst, dann installieren Sie jede Anwendung in ein neues Unterverzeichnis des Hauptverzeichnisses. Verwenden Sie beispielsweise für ein Paket, das aus einer Anwendung mit Clientkomponenten besteht, Q:\AnwSuite als Hauptverzeichnis und Q:\AnwSuite\Haupt sowie Q:\AnwSuite\Client zum Sequenzieren der Hauptanwendung bzw. des Clients.

  • Konfigurieren und testen Sie die Anwendung in der Installationsphase.

    Um die Installation einer Anwendung abzuschließen, sind oft zusätzliche manuelle Schritte erforderlich. Dazu können z. B. die Konfiguration einer Datenbank oder das Kopieren aktualisierter Dateien gehören. Nehmen Sie diese Konfigurationen während der Installationsphase vor, und rufen Sie die Anwendung anschließend auf, um sicherzugehen, dass sie einwandfrei läuft.

  • Führen Sie die Anwendung so oft aus, bis das Programm stabil läuft.

    Führen Sie die Anwendung während der Installation mehrmals aus. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Konfiguration aller zugeordneten Registrierungen und Dialogfelder abgeschlossen wurde. Durch mehrmaliges Öffnen der Anwendung während der Installation wird sichergestellt, dass nur die relevanten Anwendungsfeatures in den primären Featureblock geladen werden.

  • Deaktivieren Sie alle automatischen Updates für die Anwendung.

    Bei manchen Anwendungen wird bei der Installation automatisch nach aktuellen Updates gesucht. Um die Versionsverwaltung virtueller Anwendungspakete zu erleichtern, ist es ratsam, diese Funktion bei der Sequenzierung auszuschalten. Wenn es erforderliche Updates gibt, dann sequenzieren Sie ein neues Anwendungspaket mit diesen.

Siehe auch

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