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Neues zum Server-Manager

Letzte Aktualisierung: Januar 2009

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Worin bestehen die wichtigsten Änderungen?

Mit dem Betriebssystem Windows Server® 2008 R2 wird das Verwalten und Absichern mehrerer Serverrollen in einem Unternehmen mit Erweiterungen für Server-Manager vereinfacht.

Die folgenden Ergänzungen der Funktionalität wurden in Windows Server 2008 R2 an Server-Manager vorgenommen:

  • Remoteverwaltung mit Server-Manager. In Windows Server 2008 R2 können Sie mit Server-Manager einige Verwaltungsaufgaben auf Remotecomputern ausführen, auf denen Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird. Für die Remoteverwaltung eines Computers mithilfe von Server-Manager stellen Sie eine Verbindung zwischen Server-Manager und einem Remotecomputer auf die gleiche Weise her, wie Sie bei anderen Technologien eine Verbindung mit der MMC (Microsoft Management Console) herstellen.

    Sie können auch eine benutzerdefinierte MMC mit mehreren Server-Manager-Snap-Ins erstellen, die jeweils für die Verwaltung eines anderen Remotecomputers vorgesehen sind. Ausführliche Informationen zur Remoteverwaltung von Computern mit Server-Manager finden Sie unter Hilfe zur Remoteverwaltung mit Server-Manager (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=137378).

  • Best Practices Analyzer. Bei Best Practices Analyzer (BPA) handelt es sich um ein Serververwaltungstool, das für einen beschränkten Satz von Regeln verfügbar ist, die unter Windows Server 2008 R2 ausgeführt werden. Mit Best Practices Analyzer können Administratoren Verletzungen von Best Practices reduzieren, indem eine oder mehrere unter Windows Server 2008 R2 installierte Rollen gescannt und Verletzungen von Best Practices an den Administrator gemeldet werden. Administratoren können Ergebnisse in BPA-Berichten, die sie nicht benötigen, filtern oder ausschließen. Administratoren können BPA-Aufgaben außerdem über die grafische Server-Manager-Benutzeroberfläche oder Windows PowerShell™-Cmdlets ausführen. Best Practices Analyzer ist einer der Bereiche im Abschnitt Zusammenfassung auf der Startseite einer Rolle.

  • Windows PowerShell-Cmdlets für Server-Manager-Aufgaben. Mit den folgenden drei Windows PowerShell-Cmdlets können Sie mithilfe von Windows PowerShell verfügbare Rollen installieren, entfernen und Informationen zu den Rollen anzeigen. Weitere Informationen zur Verwendung dieser Cmdlets geben Sie in einer Windows PowerShell-Sitzung Get-HelpCmdlet-Name–full ein. Dabei entspricht Cmdlet-Name einem der folgenden Werte.

    • Add-WindowsFeature

    • Get-WindowsFeature

    • Remove-WindowsFeature

  • Änderungen an verfügbaren Rollen und Features. Windows Server 2008 R2 umfasst die folgenden Änderungen an Rollen und Features, die für die Installation mit Server-Manager verfügbar sind.

    • Rollen

      • Der Name von Terminaldienste wurde in Remotedesktopdienste geändert.

      • Windows Server Update Services (WSUS) ist nun in Windows Server 2008 R2 verfügbar. In Windows Server 2008 ist WSUS als separates Paket zum Download im Microsoft Download Center (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=137379) verfügbar.

      • Druckdienste wird nun als Druck- und Dokumentdienste bezeichnet.

      • Universal Description, Discovery and Integration-Dienste (UDDI) sind nicht mehr für die Installation unter Windows Server 2008 R2 mithilfe von Server-Manager verfügbar.

    • Features

      • Mit Windows BranchCache, einem neuen Feature in Windows Server 2008 R2, können die Anforderungen für die Netzwerkbandbreite von Clientcomputern in Remoteniederlassungen verringert werden.

      • Für Windows Server 2008 R2 wurde die Verwaltungskonsole für den direkten Zugriff hinzugefügt, ein Feature, mit dem Funktionen für die Einrichtung und Überwachung des direkten Zugriffs bereitgestellt werden.

      • Die in Windows Server 2008 R2 neuen Freihand- und Handschriftdienste unterstützen die Handschrifterkennung sowie die Verwendung eines Stifts oder Tablettstifts auf einer Computeroberfläche, z. B. bei einem Tablet PC.

      • Remoteserver-Verwaltungstools umfasst nun das Active Directory®-Verwaltungscenter, Tools für Remotedesktop (RD)-Verbindungsbroker sowie den BitLocker-Wiederherstellungskennwort-Viewer. Die Windows® 7-Version von Remoteserver-Verwaltungstools kann auf der Microsoft Download CenterConnect-Website heruntergeladen werden und umfasst die Server-Manager-Konsole, mit der Administratoren Remotecomputer unter Windows Server 2008 R2 verwalten können.

      • Windows 2000-Clientunterstützung wurde aus Message Queuing entfernt.

      • Durch das Windows-Biometrieframework können Geräte zum Erfassen von Fingerabdrücken auf einem Computer ausgeführt werden, um die Identität der Benutzer zu überprüfen.

      • Mit Windows Server-Migrationstools können Administratoren einige Serverrollen, Features, Betriebssystemeinstellungen, Freigaben und andere Daten von Computern unter bestimmten Versionen von Windows Server 2003, Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2 zu Computern migrieren, auf denen Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird. Weitere Informationen zu Windows Server-Migrationstools und zum Migrieren von Rollen, Features und anderen Daten zu Windows Server 2008 R2 finden Sie im Windows Server-Migrationsportal (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=128554).

      • Mit der Windows Remote Management (WinRM)-IIS-Erweiterung kann ein Server eine Remoteverwaltungsanforderung von einem Client mithilfe des WS-Verwaltungsprotokolls empfangen.

      • XPS Viewer, Teil der .NET Framework 3.0-Features in Windows Server 2008, ist in Windows Server 2008 R2 als eigenständiges Feature verfügbar.

Welche Funktion hat Server-Manager?

Server-Manager war das erste Mal im Betriebssystem Windows Server 2008 verfügbar und stellt eine einzelne Quelle zum Verwalten der Identitäts- und Systeminformationen eines Servers bereit, indem der Serverstatus angezeigt wird, Probleme bei der Serverrollenkonfiguration oder der Ausrichtung einiger Rollen an Best Practices identifiziert werden und alle auf dem Server installierten Rollen verwaltet werden. Mit der Veröffentlichung von Windows Server 2008 R2 können mit Server-Manager Remotecomputer verwaltet werden, entweder auf einem anderen Computer unter Windows Server 2008 R2 oder einem Computer, auf dem Windows 7 ausgeführt wird.

Für wen ist Server-Manager von besonderem Interesse?

Server-Manager bietet für die folgenden IT-Experten die größten Vorteile:

  • IT-Administratoren, Planer oder Analysten, die Windows Server 2008 R2 evaluieren.

  • IT-Planer oder -Designer im Unternehmen.

  • Erstanwender von Windows Server 2008 R2.

  • IT-Architekten, die für die Computerverwaltung und -sicherheit in der gesamten Organisation zuständig sind.

  • IT-Administratoren, zu deren Aufgaben Serverkonfiguration, Bereitstellung, Sicherheitshärtung oder Einhaltung von Best Practices gehören.

Gibt es spezielle Überlegungen?

Unabhängig davon, ob Sie Server-Manager auf einem lokalen Computer ausführen oder eine Server-Manager-Konsole ausführen, die auf einen Remotecomputer gerichtet ist, müssen Sie Mitglied der Gruppe Administratoren auf dem Computer sein, den Sie verwalten.

Im Folgenden werden weitere Überlegungen und Anforderungen zum Verwenden der neuen Server-Manager-Funktionen aufgeführt.

Spezielle Überlegungen zum Ausführen von Best Practices Analyzer

  • In dieser Version können Sie Best Practices Analyzer-Scans für die folgenden Rollen ausführen. Bevor Sie einen Scan ausführen können, müssen Sie auf dem Computer die zu scannenden Rollen installieren.

    • Active Directory-Domänendienste

    • Active Directory-Zertifikatdienste

    • DNS-Server (Domain Name System)

    • Remotedesktopdienste

    • Webserver (IIS)

  • Wenn Sie mehrere Rollen gleichzeitig scannen möchten, müssen Sie einen Best Practices Analyzer-Scan mithilfe von Windows PowerShell-Cmdlets ausführen. Ausführliche Informationen zum Ausführen von Best Practices Analyzer-Scans mithilfe von Windows PowerShell finden Sie im Server-Manager-Hilfethema zu Best Practices Analyzer (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=122786).

Spezielle Überlegungen für die Remoteverwaltung mit Server-Manager

  • Unabhängig davon, ob Sie mit Server-Manager Remotecomputer auf einem Computer unter Windows 7 oder Windows Server 2008 R2 verwalten, sind für die Remoteverwaltung mit Server-Manager eine Reihe von Konfigurationsschritten über die Befehlszeile erforderlich, bevor der Remotecomputer Benutzerverbindungen bereitstellt. Außerdem muss auf dem Remotecomputer, auf dem Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird, die Option Remoteverwaltung dieses Servers von anderen Computern aus mithilfe von Server-Manager und Windows PowerShell zulassen ausgewählt werden. Ausführliche Informationen zur Vorbereitung von Computern für die Remoteverwaltung mit Server-Manager finden Sie unter Remoteverwaltung mit Server-Manager (möglicherweise in englischer Sprache) in der Server-Manager-Hilfe (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=137378).

  • Auch wenn die Server-Manager-Konsole nicht in der Server Core-Installationsoption von Windows Server 2008 R2 ausgeführt werden kann, können Sie Windows PowerShell-Cmdlets in der Server Core-Installationsoption verwenden, nachdem Sie Windows PowerShell in der Server Core-Installationsoption installiert haben. Sie können Remotecomputer, auf denen die Server Core-Installationsoption von Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird, mit der Server-Manager-Konsole verwalten, die in der vollständigen Installationsoption verfügbar ist. Hierzu müssen Sie Mitglied der Gruppe Administratoren auf dem Computer sein, auf dem die Server Core-Installationsoption ausgeführt wird.

Spezielle Überlegungen zur Verwendung von Windows PowerShell-Cmdlets für Server-Manager-Aufgaben

  • Wenn Sie im Zusammenhang mit Server-Manager stehende Windows PowerShell-Cmdlets unter Windows Server 2008 R2 ausführen möchten, einschließlich Windows Server-Migrationstools-Cmdlets und Best Practices Analyzer-Cmdlets, müssen Sie Windows PowerShell mit erhöhten Benutzerrechten ausführen. Klicken Sie dazu auf Start, klicken Sie auf Alle Programme, und klicken Sie auf Zubehör. Klicken Sie dann auf Windows PowerShell, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung Windows PowerShell, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen.

  • Sie müssen das Server-Manager-Modul in jeder neuen Windows PowerShell-Sitzung laden, bevor Sie mit Server-Manager-Cmdlets arbeiten. Geben Sie hierzu in einer mit erhöhten Benutzerrechten geöffneten Windows PowerShell-Sitzung Import-Module Servermanager ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

  • Wenn Sie Best Practices Analyzer-Scans mithilfe von Windows PowerShell-Cmdlets ausführen möchten, müssen Sie das Server-Manager-Modul in der Windows PowerShell-Sitzung laden und außerdem das Best Practices Analyzer-Modul laden. Ausführliche Anweisungen zum Ausführen von Best Practices Analyzer-Scans mithilfe von Windows PowerShellfinden Sie in der Hilfe zu Best Practices Analyzer (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=122786).

  • Da Windows PowerShell nicht standardmäßig auf einem Computer installiert ist, auf dem die Server Core-Installationsoption von Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird, müssen Sie dies für die Verwendung von Windows PowerShell in der Server Core-Installationsoption installieren, indem Sie ocsetup oder pkgmgr in einer Eingabeaufforderungssitzung ausführen. Detaillierte Anwendungen zum Installieren von Windows PowerShell auf einem Computer, auf dem die Server Core-Installationsoption ausgeführt wird, finden Sie im Handbuch zu Installation, Zugriff und Entfernen von Windows Server-Migrationstools (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=134763).

Muss vorhandener Code geändert werden?

Für die Verwendung der neuen Server-Manager-Funktionen sind keine Änderungen an Code oder Skripts erforderlich.

Welche Editionen umfassen die neuen Funktionen in Server-Manager?

Die neuen Server-Manager-Funktionen sind in allen Editionen von Windows Server 2008 R2 verfügbar.

Auch wenn die Server-Manager-Konsole nicht in der Server Core-Installationsoption von Windows Server 2008 R2 ausgeführt werden kann, können Sie Windows PowerShell-Cmdlets in der Server Core-Installationsoption verwenden, nachdem Sie Windows PowerShell in der Server Core-Installationsoption installiert haben. Sie können Remotecomputer, auf denen die Server Core-Installationsoption von Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird, mit der Server-Manager-Konsole verwalten, die in der vollständigen Installationsoption verfügbar ist. Hierzu müssen Sie Mitglied der Gruppe Administratoren auf dem Computer sein, auf dem die Server Core-Installationsoption ausgeführt wird.

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