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Handbuch für die Migration von Dateidiensten

Letzte Aktualisierung: April 2009

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Dieses Dokument enthält Anleitungen zum Migrieren der Serverrolle Dateidienste, einschließlich Daten, freigegebene Ordner und Betriebssystemeinstellungen von einem Quellserver zu einem Zielserver, auf dem Windows Server® 2008 R2 ausgeführt wird.

Informationen zum Handbuch

Das Handbuch für die Migration von Dateidiensten bietet schrittweise Anleitungen für die Migration der Rolle Dateidienste, einschließlich Daten, freigegebene Ordner und Betriebssystemeinstellungen von einem Quellserver zu einem Zielserver, auf dem Windows Server® 2008 R2 ausgeführt wird. Es enthält Informationen über folgende Migrationen:

  • Daten und freigegebene Ordner

  • Lokale Benutzer und Gruppen

  • DFS-Namespaces (Distributed File System, Verteiltes Dateisystem)

  • DFS-Replikationen (Distributed File System, Verteiltes Dateisystem)

  • Ressourcen-Manager für Dateiserver (File Server Resource Manager, FSRM)

  • Für Server Message Block (SMB) spezifische Gruppenrichtlinieneinstellungen

  • Gruppenrichtlinieneinstellungen für Offlinedateien (auch als clientseitige Zwischenspeicherung, Client Side Caching, CSC bezeichnet)

  • Schattenkopien für freigegebene Ordner

  • Informationen über die Identität des Servers

Zielgruppe

Dieses Dokument ist für IT-Fachleute und andere Büroanwender vorgesehen, die für den Betrieb und die Bereitstellung von Dateiservern in einer verwalteten Umgebung zuständig sind.

Nicht in diesem Handbuch enthaltene Informationen

Dieses Handbuch bietet weder Informationen noch Support für die folgenden Migrationsszenarien:

  • Clustermigration für Serverclusterkonfigurationen

  • Die Aktualisierung von Rollen auf demselben Computer

  • Migrieren von mehr als einer Serverrolle

  • Subnetzübergreifende Datenmigration

  • Migrieren von freigegebenen NFS-Ordnern (Network File System)

  • Migrieren von Dateiservern unter Verwendung von Ressourcen-Manager für Dateiserver (File Server Resource Manager, FRSM)

  • Migrieren von Dateien mit EFS-Verschlüsselung (Encrypting File System, verschlüsselndes Dateisystem)

  • Migrieren von FAT- (File Allocation Table, Dateizuordnungstabellen) und FAT32-Dateisystemen

  • Migrieren von Hardware- und Softwareinstallationen für Speicherressourcen

Zusätzlich zu diesen nicht unterstützten Szenarien sollten Sie sich mit den folgenden Migrationseinschränkungen vertraut machen:

  • Wenn das Festplattenlaufwerk, das Ihre Daten enthält, physikalisch vom Quellserver zum Zielserver übertragen wird, bleiben Datei- und Ordnerberechtigungen für lokale Benutzer nicht erhalten.

  • Analysepunkte, feste Links und bereitgestellte Volumes werden nicht migriert, wenn Daten kopiert werden. In diesem Fall müssen sie manuell migriert werden.

  • Um die Migration der Datei- und Ordnerberechtigungen zu erleichtern, müssen Sie lokale Benutzer und Gruppen als Bestandteil des Migrationsverfahrens migrieren. Jedoch werden nicht alle Benutzer- und Gruppenattribute migriert.

    Weitere Informationen zu den Attributen lokaler Benutzer und Gruppen, die migriert werden können, finden Sie auf der Microsoft-Website unter Migration lokaler Benutzer und Gruppen (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=128751).

Unterstützte Migrationsszenarien

In diesem Handbuch erhalten Sie Anweisungen zum Migrieren eines Servers, auf dem Dateidienste ausgeführt werden, zu einem Server, auf dem Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird. In diesem Handbuch sind keine Anweisungen für eine Migration enthalten, bei der auf dem Quellserver mehrere Rollen ausgeführt werden. Wenn auf Ihrem Server mehrere Rollen ausgeführt werden, wird empfohlen, ein benutzerdefiniertes Migrationsverfahren zu entwerfen, das auf Grundlage der in anderen Rollenmigrationshandbüchern enthaltenen Informationen auf Ihre Serverumgebung zugeschnitten ist. Migrationshandbücher für weitere Serverrollen finden Sie auf der TechCenter-Website unter Migrieren zu Windows Server 2008 R2 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=128554).

CautionVorsicht
Wenn auf dem Quellserver mehrere Rollen ausgeführt werden, können einige Migrationsschritte in diesem Handbuch, z. B. die Migrationsschritte für die Konfiguration von Computername und IP-Adresse, dazu führen, dass bei anderen auf dem Quellserver ausgeführten Rollen Fehler auftreten.

Die unterstützten Migrationsszenarien umfassen die folgenden Konfigurationen oder Features:

  • Der Dateiserver ist Mitglied einer Domäne.

  • Der Dateiserver gehört zu einer Arbeitsgruppe.

  • Die Dateiserverdaten und freigegebenen Ordner befinden sich in einem SAN (Storage Area Network) oder in einem anderen externen Speicher für Daten- und Freigabeberechtigungen (mit Ausnahme von Daten für lokale Benutzer und Gruppen).

  • Dateiserverdaten und freigegebene Ordner befinden sich auf der Serverfestplatte (Direct Attached Storage), auf der Berechtigungen für Daten und freigegebene Ordner gespeichert sind.

  • DFS-Namespaces (Distributed File System) und DFS-Replikation

  • FSRM-Migration von Windows Server 2003 R2, Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 zu Windows Server 2008 R2

  • Schattenkopien für freigegebene Ordner

Unterstützte Betriebssysteme

 

Prozessor des Quellservers Betriebssystem des Quellservers Betriebssystem des Zielservers Prozessor des Zielservers

x86- oder x64-basiert

Windows Server 2003 mit Service Pack 2

Windows Server 2008 R2, sowohl vollständige als auch Server Core-Installationsoptionen

x64-basiert

x86- oder x64-basiert

Windows Server 2003 R2

Windows Server 2008 R2, sowohl vollständige als auch Server Core-Installationsoptionen

x64-basiert

x86- oder x64-basiert

Windows Server 2008, vollständige Installation

Windows Server 2008 R2, sowohl vollständige als auch Server Core-Installationsoptionen

x64-basiert

x64-basiert

Windows Server 2008 R2

Windows Server 2008 R2, sowohl vollständige als auch Server Core-Installationsoptionen

x64-basiert

x64-basiert

Server Core-Installationsoption von Windows Server 2008 R2

Windows Server 2008 R2, sowohl vollständige als auch Server Core-Installationsoptionen

x64-basiert

Die in der vorstehenden Tabelle dargestellten Versionen von Betriebssystemen sind die frühesten unterstützten Kombinationen von Betriebssystemen und Service Packs.

Die folgenden Situationen werden ebenfalls unterstützt:

  • Neuere Service Packs werden, soweit vorhanden, unterstützt.

  • Die Editionen Foundation, Standard, Enterprise und Datacenter des Windows Server-Betriebssystems als Quell- oder Zielserver

  • Migrationen zwischen physikalischen und virtuellen Betriebssystemen

  • Sowohl x86-basierte als auch x64-basierte Migrationen für Windows Server 2003 und Windows Server 2008 R2 (Alle Editionen von Windows Server 2008 R2 sind x64-basiert.)

Auf Server Core-Installationen von Windows Server 2008 ausgeführte Rollen können nicht migriert werden, da auf Server Core-Installationen von Windows Server 2008 .NET Framework nicht zur Verfügung steht.

Die Migration zu einem Zielserver, auf dem ein Betriebssystem in einer anderen Systembenutzeroberflächen-Sprache ausgeführt wird (d. h., die installierte Sprache) als auf dem Quellserver, wird nicht unterstützt. Sie können die Windows Server-Migrationstools beispielsweise nicht dazu verwenden, Rollen, Betriebssystemeinstellungen, Daten oder freigegebene Ordner von einem Computer, auf dem Windows Server 2008 in französischer Sprache ausgeführt wird, zu einem Computer, auf dem Windows Server 2008 R2 in deutscher Sprache ausgeführt wird, zu migrieren.

noteHinweis
Die Systembenutzeroberflächen-Sprache ist die Sprache des lokalisierten Installationspakets, das für die Einrichtung des Windows®-Betriebssystems verwendet wurde.

Übersicht über die Migration von Dateidiensten

Die folgenden Themen enthalten schrittweise Anleitungen für die Migration von Dateidienste von einem Computer unter Windows Server 2003 oder höher zu einem Computer unter Windows Server 2008 R2:

Auswirkungen der Migration auf andere Computer im Unternehmen

In diesem Abschnitt werden die Auswirkungen der Migration auf Computer im Unternehmen beschrieben.

Auswirkungen der Datenmigration durch Kopieren von Daten und freigegebenen Ordnern

  • Die Leistung des Quellservers kann während der Datenmigration beeinträchtigt sein. Dies kann zu einem langsameren Zugriff auf Dateien führen, die auf dem Server gespeichert sind.

  • Zu Beginn der zweiten Phase der Datenmigration werden alle geöffneten Dateien geschlossen. Dies führt möglicherweise zum Verlust von Daten.

  • Während der zweiten Phase der Datenmigration können Clients nicht auf den Dateiserver zugreifen.

Auswirkungen der Datenmigration durch physikalisches Übertragen von Datenlaufwerken

Clients können ab dem Moment, zu dem die Speichervorrichtung vom Quellserver getrennt wird, bis zum Anschließen der Speichervorrichtung an den Zielserver nicht mehr auf den Dateiserver zugreifen.

Auswirkungen auf DFS-Namespaces

Die DFS-Namespaces sind zu verschiedenen Zeitpunkten während der Migration nicht verfügbar. Sie sollten die Migration für einen Zeitpunkt planen, an dem Sie den auf dem Quellserver gehosteten Namespace offline nehmen können.

Auswirkungen auf DFS-Replikation

Die Auswirkungen der Migration auf andere Server im Unternehmen hängen weitgehend von der konfigurierten Replikationstopologie ab. Die DFS-Replikation ist normalerweise in einer Nabe-Speiche-Replikationstopologie mit mehreren Zweigstellenservern (Speichen) konfiguriert, die mit einem einzelnen Server in der Hauptstelle repliziert werden. In Abhängigkeit davon, welcher Server in der Replikationstopologie migriert wird, und wie die Daten migriert werden, wirkt sich dies auf die anderen Server im Unternehmen aus. Während der Migration treten möglicherweise Auswirkungen auf Clientarbeitsstationen auf, die auf Daten in dem replizierten Ordner auf dem Server zugreifen.

Clientcomputer greifen möglicherweise auf Daten in dem Ordner zu, der mit der DFS-Replikation repliziert wird. Der replizierte Ordner wird häufig als freigegebener SMB-Ordner für Clientcomputer verfügbar gemacht.

Weitere Informationen zur Auswirkung des Migrationsprozesses auf Clientcomputer finden Sie unter Auswirkungen der Datenmigration durch Kopieren von Daten und freigegebenen Ordnern weiter oben in diesem Dokument.

Zum Durchführen der Migration erforderliche Berechtigungen

In diesem Abschnitt werden die für die Ausführung der Migration erforderlichen Berechtigungen erläutert.

Für die Migration von Daten und freigegebenen Ordnern erforderliche Berechtigungen

Für die Migration von Daten und freigegebenen Ordnern sind auf dem Quell- sowie dem Zielserver Administratorberechtigungen erforderlich.

Zum Durchführen der Migration auf dem Zielserver erforderliche Berechtigungen

In diesem Abschnitt werden die zum Ausführen der Migration auf dem Zielserver erforderlichen Berechtigungen beschrieben.

Zum Migrieren von DFS-Namespaces erforderliche Berechtigungen

Für eigenständige Namespaces muss der Benutzer ein Mitglied der lokalen Gruppe Administratoren auf dem Zielserver sein.

Für domänenbasierte Namespaces stehen drei Berechtigungsoptionen zur Verfügung:

  • Option 1: Mitgliedschaft in der Gruppe Domänenadministratoren

  • Option 2 (wenn mehr als ein DFS-Namespaceserver vorhanden ist):

    • Berechtigung zum Verwalten aller auf dem Quellserver gehosteten Namespaces

    • Mitgliedschaft in der lokalen Gruppe Administratoren auf dem Zielserver

  • Option 3 (wenn ein einzelner DFS-Namespaceserver vorhanden ist):

    • Berechtigung zum Löschen und Erstellen von domänenbasierten Namespaces in der Domäne

    • Mitgliedschaft in der lokalen Gruppe Administratoren auf dem Zielserver

Zum Durchführen der Migration auf dem Quellserver erforderliche Berechtigungen

In diesem Abschnitt werden die zum Ausführen der Migration auf dem Quellserver erforderlichen Berechtigungen beschrieben.

Zum Migrieren von DFS-Namespaces erforderliche Berechtigungen

Für eigenständige Namespaces muss der Benutzer ein Mitglied der lokalen Gruppe Administratoren auf dem Quellserver sein.

Für domänenbasierte Namespaces stehen drei Berechtigungsoptionen zur Verfügung:

  • Option 1: Mitgliedschaft in der Gruppe Domänenadministratoren

  • Option 2 (wenn mehr als ein DFS-Namespaceserver vorhanden ist):

    • Berechtigung zum Verwalten aller auf dem Quellserver gehosteten Namespaces

    • Mitgliedschaft in der lokalen Gruppe Administratoren auf dem Quellserver

  • Option 3 (wenn ein einzelner DFS-Namespaceserver vorhanden ist):

    • Berechtigung zum Löschen und Erstellen von domänenbasierten Namespaces in der Domäne

    • Mitgliedschaft in der lokalen Gruppe Administratoren auf dem Zielserver

Für die DFS-Replikation erforderliche Berechtigungen

Für eine DFS-Replikation muss der Benutzer, der die Migration startet, Mitglied der Gruppe Domänenadministratoren sein. Diese Berechtigung ist erforderlich, um den Quellserver aus den Replikationsgruppen zu entfernen, zu denen er gehört. Wenn die Berechtigungen zur Verwaltung einer Replikationsgruppe von dem DFS-Verwaltungs-Snap-In an einen bestimmten Benutzer delegiert wurde, kann dieser Benutzer das DFS-Verwaltungs-Snap-In verwenden, um Aufgaben wie das Entfernen des Quellservers aus einer Replikationsgruppe auszuführen. Der Benutzer muss außerdem sowohl auf dem Quellserver als auch auf dem Zielserver ein Mitglied der lokalen Gruppe Administratoren sein.

Geschätzte Dauer

Die für die Ausführung der Migration erforderliche Zeit ist von der Dateidienste-Konfiguration in Ihrem Unternehmen abhängig sowie von der Gesamtgröße aller zu migrierenden Dateien und freigegebenen Ordner.

Siehe auch

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