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Handbuch für die Migration von Druckdiensten

Veröffentlicht: April 2009

Letzte Aktualisierung: März 2010

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Übersicht

Dieses Dokument enthält Anleitungen für die Migration eines Druckerservers unter den Betriebssystemen Windows Server® 2003 oder Windows Server 2008 auf einen Server unter dem Betriebssystem Windows Server 2008 R2 mit installierter Rolle Druck- und Dokumentdienste. Behandelt werden architekturübergreifende und eigenständige Migrationen sowie Konfigurationen für Server in einem Cluster. Dieses Dokument enthält Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Migration von alter Hardware zu neuer Hardware und die Konsolidierung von Druckerservern.

Die Rolle Druck- und Dokumentdienste ermöglicht Druckerservertools und konfiguriert den Server für die Funktion als Druckerserver. Die Rolle Druck- und Dokumentdienste ist nicht von anderen Features oder Rollen abhängig. Einige spezifische Netzwerkkonfigurationen, Clients oder Hardware machen jedoch möglicherweise die Installation zusätzlicher Features oder die Aktivierung bestimmter Dienste erforderlich. Die Rolle Druck- und Dokumentdienste wurde in Windows Server 2008 als Druckdienste bezeichnet. Die Namensänderung trägt den erweiterten Funktionen der Rolle für die Verwaltung von Scannern und gescannten Dokumenten Rechnung.

Dieser Leitfaden bietet Anleitungen für die Migration eines vorhandenen Druckerservers auf einen Server unter Windows Server 2008 R2. Dieser Leitfaden enthält keine Anleitungen für Migrationen, bei denen auf dem Quellserver mehrere Rollen ausgeführt werden. Wenn auf Ihrem Server mehrere Rollen ausgeführt werden, empfehlen wir die Entwicklung eines für Ihre Serverumgebung spezifischen benutzerdefinierten Migrationsverfahrens, das auf den in anderen Leitfäden zur Rollenmigration bereitgestellten Informationen basiert. Migrationshandbücher für weitere Rollen finden Sie auf der TechCenter-Website zu Windows Server 2008 R2 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=128554).

CautionVorsicht
Wenn auf dem Quellserver mehrere Rollen ausgeführt werden, können einige Migrationsschritte in diesem Handbuch, z. B. die Migrationsschritte für die Konfiguration von Computername und IP-Adresse, dazu führen, dass bei anderen auf dem Quellserver ausgeführten Rollen Fehler auftreten.

Verwenden Sie für die Ausführung des Migrationsprozesses eine der folgenden Methoden:

  • Den Druckermigrations-Assistenten, den Sie über die Druckverwaltung, ein Snap-In der Microsoft Management Console (MMC), aufrufen können

  • Das Befehlszeilentool Printbrm.exe

Weitere Informationen zur Installation und Verwendung dieser Tools finden Sie unter Zugriff auf Migrationstools.

noteHinweis
Das Snap-In Druckverwaltung ist in Windows Server 2003 nicht verfügbar. Es ist jedoch in Windows Vista® Enterprise und Windows Vista Ultimate verfügbar, sodass eine Migration von Windows Server 2003 möglich ist. Es ist außerdem in Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 verfügbar. Weitere Informationen zur Migration von Windows Server 2003 finden Sie unter Migration von Druckdiensten: Vorbereiten der Migration.

Das Snap-In Druckverwaltung und das Befehlszeilentool Printbrm.exe stehen in einer Server Core-Installationsoption nicht zur Verfügung. Wenn Sie die Migration eines Druckerservers ausführen möchten, der auf einer Server Core-Installation ausgeführt wird, verwenden Sie einen Server, auf dem der Druckermigrations-Assistent, Windows Vista Enterprise oder Windows Vista Ultimate ausgeführt wird. Weitere Informationen zur Migration von einem Server unter einer Server Core-Installation finden Sie unter Migration von Druckdiensten: Vorbereiten der Migration.

Für Windows® -Clientbetriebssysteme steht kein Equivalent zur Rolle Druck- und Dokumentdienste zur Verfügung.

Sie können die Rolle Druck- und Dokumentdienste vom Zielserver oder einem beliebigen Client auf folgende Weise migrieren:

  • Mithilfe des Druckermigrations-Assistenten (vorausgesetzt, auf dem Client wird eines der in der Matrix der unterstützten Betriebssysteme aufgeführten Betriebssysteme ausgeführt).

  • Remotezugriff auf den Zielserver

  • Zugriff auf die während der Sicherung des Quellservers erstellte Druckereinstellungsdatei

noteHinweis
Für die Befehle in diesem Leitfaden braucht die Groß-/Kleinschreibung nicht beachtet zu werden, solange nichts anderes angegeben wird.

Informationen zu diesem Leitfaden

Dieser Leitfaden dient als Schritt-für-Schritt-Lernprogramm für die Migration von Druckerservern.

Zielgruppe

Dieses Dokument richtet sich an IT-Administratoren und anderes Fachpersonal, das verantwortlich für den Betrieb und die Bereitstellung von Druckerservern in einer verwalteten Umgebung ist.

In diesem Leitfaden nicht enthaltene Informationen

Dieses Dokument enthält keine Anleitungen für:

  • Die Aktualisierung von Rollen auf demselben Computer

  • Die Migration von Druckerkonfigurationen während der Clientinstallation von Windows

  • Die Migration von Einstellungen für Server, die nicht als Druckerserver dienen

  • Die Wiederherstellung von Serverinformationen, die vor der Migration für direkte Updates nicht ordnungsgemäß gespeichert wurden

  • Anweisungen für die Migration von mehr als der Rolle Druck- und Dokumentdienste

Unterstützte Migrationsszenarien

Sie müssen Zugriff auf den Druckermigrations-Assistenten besitzen, um Druckerserver migrieren zu können. Weitere Informationen zu unterstützten Szenarien und Einschränkungen finden Sie unter Migration von Druckdiensten: Vorbereiten der Migration.

Unterstützte Betriebssysteme

In der folgenden Tabelle werden die für die Migration unterstützten Betriebssysteme aufgeführt.

 

Prozessor des Quellservers Betriebssystem des Quellservers Betriebssystem des Zielservers Prozessor des Zielservers

x86- oder x64-basiert

Windows Server 2003 mit Service Pack 2

Windows Server 2008 R2, sowohl vollständige als auch Server Core-Installationsoptionen

x64-basiert

x86- oder x64-basiert

Windows Server 2003 R2

Windows Server 2008 R2, sowohl vollständige als auch Server Core-Installationsoptionen

x64-basiert

x86- oder x64-basiert

Windows Server 2008, sowohl vollständige als auch Server Core-Installationsoptionen

Windows Server 2008 R2, sowohl vollständige als auch Server Core-Installationsoptionen

x64-basiert

x64-basiert

Windows Server 2008 R2

Windows Server 2008 R2, sowohl vollständige als auch Server Core-Installationsoptionen

x64-basiert

x64-basiert

Server Core-Installationsoption von Windows Server 2008 R2

Windows Server 2008 R2, sowohl vollständige als auch Server Core-Installationsoptionen

x64-basiert

Die in der vorstehenden Tabelle dargestellten Versionen von Betriebssystemen sind die frühesten unterstützten Kombinationen von Betriebssystemen und Service Packs. Neuere Service Packs werden, soweit vorhanden, unterstützt.

Die Editionen Foundation, Standard, Enterprise und Datacenter von Windows Server werden sowohl als vollständige als auch als Server Core-Installationsoptionen als Quell- und als Zielserver unterstützt.

Alle Editionen von Windows Server 2008 R2 sind x64-basiert. Die Migration zu einem x86-basierten Server wird nicht unterstützt.

Migrationen zwischen physikalischen und virtuellen Betriebssystemen werden unterstützt.

noteHinweis
Für Windows Server 2003 und Windows Server 2008 werden sowohl x86- als auch x64-basierte Migrationen unterstützt. Alle Editionen von Windows Server 2008 R2 sind x64-basiert.

Sie können sich auch für einen Migrationsprozess anstatt für ein Upgrade entscheiden, selbst wenn die Hardware x64-basiert ist. Dies könnte beispielsweise der Fall sein, wenn der Server stark ausgelastet ist und der Server mehrere Rollen besitzt und Sie die einzelnen Rollen auf weitere x64-basierte Server verteilen möchten. In diesem Fall kann die Migration einzelner Serverrollen auf andere Server die beste Lösung sein.

Der Serveradministrator kann entscheiden, welche Komponenten einer vorhandenen Installation migriert werden sollen. Diese Komponenten beinhalten zusammen mit der Serverrolle jedoch in der Regel auch Konfiguration, Daten, Systemidentität und Betriebssystemeinstellungen. Für die Quell- und die Zielumgebungen werden die Betriebssystemversionen Standard, Enterprise und Datacenter sowohl für vollständige als auch für Server Core-Installationen unterstützt.

Die Migration von einem Quellserver zu einem Zielserver, auf dem ein Betriebssystem in einer anderen Systembenutzeroberflächen-Sprache ausgeführt wird (d. h., die installierte Sprache) als auf dem Quellserver, wird nicht unterstützt. Sie können mit Windows-Servermigrationstools z. B. keine Rollen, Betriebssystemeinstellungen, Daten oder Freigaben von einem Computer, auf dem Windows Server 2008 mit französischer Benutzeroberflächensprache des Systems ausgeführt wird, zu einem Computer migrieren, auf dem Windows Server 2008 R2 mit deutscher Benutzeroberflächensprache des Systems ausgeführt wird.

noteHinweis
Die Systembenutzeroberflächen-Sprache ist die Sprache des lokalisierten Installationspakets, das für die Einrichtung des Windows-Betriebssystems verwendet wurde.

Architekturübergreifende Migrationen (beispielsweise die Migration von einem x86-basierten Server zu einem x64-basierten Server) werden unterstützt. Auf dem Quellserver müssen Druckwarteschlangen-Treiber sowohl für die Architektur des Quell- als auch für die des Zielservers installiert sein. Wenn für eine Druckwarteschlange kein Treiber für die Architektur des Zielservers installiert ist, wird diese nicht migriert. Stellen Sie entsprechend sicher, dass der Zielserver über Treiber für jede unterstützte Architektur verfügt.

Unterstützte Rollenkonfigurationen

Die Matrix der unterstützten Betriebssysteme enthält eine vollständige Liste der unterstützen Migrationsszenarien.

Für einige Migrationsszenarien sind zusätzliche Vorbereitungen erforderlich. Weitere Informationen zu diesen Szenarien finden Sie unter Migration von Druckdiensten: Anhang B - Weitere Zielserverszenarien.

Unterstützte Rollendienste und Features

Der Druckermigrations-Assistent migriert:

  • Druckwarteschlangen

  • Einstellungen für freigegebene Drucker

  • Vom Druckspooler verwendete Druckertreiber

  • Alle spezifischen Sicherheitseinstellungen des installierten Druckers

Migration von x86-basierten zu x64-basierten Druckertreibern

Bei der Migration von x86-basierten zu x64-basierten Druckertreibern sollte Folgendes beachtet werden:

  1. Stellen Sie sicher, dass x64-basierte Versionen der Treiber verfügbar sind.

  2. Wenn Sie die Verfügbarkeit nicht sicherstellen können, sichern Sie den Quellserver vor der Migration.

  3. Installieren Sie die x64-basierten Treiber auf dem Quellserver, sodass Sie vor dem Migrationsprozess feststellen können, ob Probleme oder Konflikte auftreten.

  4. Wenn auf dem Zielserver nach der Migration Konflikte oder Probleme auftreten, setzen Sie die Migration zurück. Weitere Informationen finden Sie unter Zurücksetzen der Migration auf dem Quellserver in Migration von Druckdiensten: Aufgaben nach der Migration.

Nicht unterstützte Szenarien

Der Druckermigrations-Assistent migriert folgende Szenarien nicht:

  • Sonstige Dienste oder Einstellungen, die von bestimmten Druckern verwendet werden wie Line Printer Remote (LPR), Internet Printer Protocol (IPP) oder Web Services on Devices (WSD). Sie müssen diese Features aktivieren oder installieren, bevor die Konfiguration des Quelldruckerservers wiederhergestellt wird. Weitere Informationen finden Sie unter Zurücksetzen der Migration auf dem Quellserver in Migration von Druckdiensten: Aufgaben nach der Migration.

  • Drucker am lokalen Bus (LPT und USB), auch wenn diese während der Sicherung angezeigt werden Weitere Informationen finden Sie unter Migration von Druckdiensten: Anhang B - Weitere Zielserverszenarien.

  • Plug-and-Play-Drucker Treiber für Plug-and-Play-Drucker werden jedoch migriert. Weitere Informationen finden Sie unter Migration von Druckdiensten: Anhang B - Weitere Zielserverszenarien.

  • Alle aktuellen Druckaufträge in der Druckerwarteschlange

  • Alle System- oder Druckadministratoren oder Berechtigungen Wenn Sie auf dem Zielserver die gleichen System- oder Druckadministratoren verwenden möchten wie auf dem Quellserver, müssen Sie diese manuell auf dem Zielserver hinzufügen.

Übersicht über die Migration der Druck- und Dokumentdienste

Sie können den Druckermigrations-Assistenten oder das Befehlszeilentool Printbrm.exe verwenden, um die Druckinformationen (beispielsweise Einstellungen, Warteschlangen und Treiber) in eine Druckereinstellungsdatei zu exportieren oder zu sichern, während der ursprüngliche Server noch in Betrieb ist. Anschließend können Sie dieses Sicherungsabbild auf einem Zielserver unter Windows Server 2008 R2 wiederherstellen, der für den Betrieb als Druckerserver konfiguriert wurde.

Für einige Migrationsszenarien sind zusätzliche Vorbereitungen erforderlich. Weitere Informationen zu diesen Szenarien finden Sie unter Migration von Druckdiensten: Anhang B - Weitere Zielserverszenarien.

Wenn Sie einen Drucker von einem Server unter Windows Server 2003 oder einer Server Core-Installation zu einem Server unter Windows Server 2008 R2 migrieren möchten, müssen Sie einen Computer verwenden, auf dem der Druckermigrations-Assistent ausgeführt wird, um den Server unter Windows Server 2003 oder einer Server Core-Installation remote zu verwalten. Mithilfe dieses Computers können Sie die Druckereinstellungsdatei (diese enthält Informationen zu den zu migrierenden Druckern wie Einstellungen, Warteschlangen und Treiber) von dem Server unter Windows Server 2003 oder einer Server Core-Installation in einer Dateifreigabe speichern. Anschließend können Sie den Druckermigrations-Assistenten verwenden, um die Drucker aus der Dateifreigabe zu dem Server unter Windows Server 2008 R2 zu migrieren.

Weitere Informationen zum Aufrufen des Druckermigrations-Assistenten finden Sie unter Migration von Druckdiensten: Vorbereiten der Migration.

noteHinweis
Die Rolle Printing-Server Core muss auf einem Server installiert sein, auf dem eine Server Core-Installation ausgeführt wird, von der Sie migrieren möchten.

Migrieren von Druckern von einem Server unter Windows Server 2003 oder einer Server Core-Installation

Migrieren von Druckerservern (Übersicht)

In der folgenden Liste finden Sie eine Übersicht über die einzelnen Schritte der Migration von Druckerservern.

Auswirkungen der Migration

Das Ziel des Migrationsprozesses besteht darin, dass der Zielserver dieselben Funktionen wie zuvor der Quellserver ausführt, ohne dass die Clientcomputer im Netzwerk von der Migration beeinträchtigt werden. In den folgenden Abschnitten werden die Auswirkungen der Migration beschrieben.

Auswirkungen der Migration auf den Quellserver

Der Quellserver ist von der Druckerservermigration erst betroffen, wenn der Zielserver als aktiver Server übernimmt (dies ist in der Regel der Fall, wenn dem Zielserver der Name oder die IP-Adresse des Quellservers zugeordnet wird). Ab diesem Zeitpunkt bedient der Quellserver keine an den Druckerserver gerichteten Druckanforderungen mehr.

Auswirkungen der Migration auf andere Computer im Unternehmen

Wenn der Zielserver den Quellserver im Netzwerk ersetzt (gleicher Name oder gleiche IP-Adresse), sollten keine Auswirkungen auf andere Computer im Unternehmen entstehen.

Wenn der Zielserver einen anderen Namen oder eine andere IP-Adresse als der Quellserver besitzt, müssen alle bestehenden Druckverbindungen von Clients gelöscht und neu erstellt werden, damit sie auf den Zielserver verweisen.

Zum Durchführen der Migration erforderliche Berechtigungen

Administratorberechtigungen sind sowohl auf dem Quelldruckerserver als auch auf dem Zieldruckerserver erforderlich.

Auf anderen Computern im Unternehmen erforderliche Berechtigungen für die Ausführung der Migration

Wenn der Zielserver den Quellserver im Netzwerk ersetzt, sind auf anderen Computern im Unternehme keine Berechtigungen erforderlich. Wenn der Zielserver einen anderen Namen oder eine andere IP-Adresse besitzt, können die auf anderen Computern erforderlichen Berechtigungen in Abhängigkeit von Gruppenrichtlinieneinstellungen, dem Zugriff auf Windows Update und der Verfügbarkeit von Treibern abweichen.

Geschätzte Dauer

Die für die Migration eines Druckerservers erforderliche Zeit variiert von Server zu Server, in Abhängigkeit von:

  • Der Anzahl der migrierten Warteschlangen

  • Der Anzahl der für die Warteschlange erforderlichen einzelnen Treiber

  • Der Größe eines bestimmten Treibers in Bezug auf die Dateigröße und die Anzahl der Dateien

  • Der Konfiguration des Servers

Die Migration einer einzelnen Druckerwarteschlange mit üblichen x86- und x64-basierten Treibern kann in Abhängigkeit von den oben genannten Faktoren von fünf Sekunden bis zu mehreren Minuten dauern. Aufgrund dieses Zeitbereichs kann eine typische Migration von weniger als einer Stunde bis zu mehreren Stunden dauern.

Siehe auch

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