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Handbuch für die Migration lokaler Benutzer und Gruppen

Letzte Aktualisierung: Februar 2010

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Die Migration von lokalen Benutzern und Gruppen ist Bestandteil des Daten- und Freigabemigrationsprozesses, der von Windows Server-Migrationstools unterstützt wird. Administratoren können mit Windows Server-Migrationstools Serverrollen, Features, Freigaben, Betriebssystemeinstellungen und andere Daten zu Computern migrieren, auf denen Windows Server® 2008 R2 ausgeführt wird.

Inhalt dieses Handbuchs

Unterstützte Betriebssysteme

In der folgenden Tabelle sind die von Windows Server-Migrationstools unterstützten Windows Server-Betriebssysteme aufgeführt.

 

Prozessor des Quellservers Betriebssystem des Quellservers Betriebssystem des Zielservers Prozessor des Zielservers

x86- oder x64-basiert

Windows Server 2003 mit Service Pack 2

Windows Server 2008 R2, Optionen für vollständige Installation und Server Core-Installation

x64-basiert

x86- oder x64-basiert

Windows Server 2003 R2

Windows Server 2008 R2, Optionen für vollständige Installation und Server Core-Installation

x64-basiert

x86- oder x64-basiert

Option für vollständige Installation von Windows Server 2008

Windows Server 2008 R2, Optionen für vollständige Installation und Server Core-Installation

x64-basiert

x64-basiert

Windows Server 2008 R2, Optionen für vollständige Installation und Server Core-Installation

Windows Server 2008 R2, Optionen für vollständige Installation und Server Core-Installation

x64-basiert

Die Betriebssystemversionen, die in der vorherigen Tabelle aufgeführt sind, geben die ältesten unterstützten Kombinationen aus Betriebssystemen und Service Packs wieder. Verfügbare neuere Service Packs werden unterstützt.

Die Foundation-, Standard-, Enterprise- und Datacenter-Editionen von Windows Server werden entweder als Quell- oder als Zielserver unterstützt.

Migrationen zwischen physischen und virtuellen Betriebssystemen werden unterstützt.

Eine Migration von einem Quellserver auf einen Zielserver, auf dem ein Betriebssystem mit einer anderen Benutzeroberflächensprache des Systems (d. h. einer anderen installierten Sprache) als der des Quellservers ausgeführt wird, wird nicht unterstützt. Sie können mit Windows Server-Migrationstools z.°B. keine Rollen, Betriebssystemeinstellungen, Daten oder Freigaben von einem Computer, auf dem Windows Server 2008 mit französischer Benutzeroberflächensprache des Systems ausgeführt wird, zu einem Computer migrieren, auf dem Windows Server 2008 R2 mit deutscher Benutzeroberflächensprache des Systems ausgeführt wird.

noteHinweis
Bei der Benutzeroberflächensprache des Systems handelt es sich um die Sprache des lokalisierten Installationspakets, das zum Einrichten des Windows-Betriebssystems verwendet wurde.

Für Windows Server 2003 und Windows Server 2008 R2 werden sowohl x86- als auch x64-basierte Migrationen unterstützt. Alle Editionen von Windows Server 2008 R2 sind x64-basiert.

Unter Server Core-Installationen von Windows Server 2008 ausgeführte Rollen können nicht migriert werden, da .NET Framework unter Server Core-Installation von Windows Server 2008 nicht verfügbar ist.

Unterstützte Attribute

  • Die folgenden Attribute von lokalen Benutzerkonten, die im Dialogfeld Eigenschaften von <Benutzer> auf der Registerkarte Allgemein angezeigt werden, werden ohne Änderungen vom Quellserver migriert.

    • Name

    • Vollständiger Name

  • Die folgenden Attribute von lokalen Benutzerkonten werden bei der Migration geändert.

    • Benutzer muss Kennwort bei der nächsten Anmeldung ändern ist auf dem Zielcomputer immer aktiviert.

    • Sicherheits-ID wird auf dem Zielserver ein neuer Wert zugeordnet.

  • Die folgenden Attribute von lokalen Gruppenkonten werden migriert.

    • Name

    • Beschreibung

    • Mitgliedschaft (einschließlich lokale Benutzer, andere lokale Gruppen, Domänenbenutzer und Domänengruppen)

  • Die folgenden Attribute von lokalen Gruppenkonten werden bei der Migration geändert.

    • Sicherheits-ID wird auf dem Zielserver ein neuer Wert zugeordnet.

Nicht unterstützte Attribute

Die Migration der folgenden Attribute oder Szenarien von Benutzerkonten wird nicht unterstützt.

  • Benutzerkennwort. Bei der ersten Anmeldung am Zielserver werden die Benutzer aufgefordert, ein neues Kennwort festzulegen.

  • Überschreiben von Attributen vorhandener Benutzer oder Gruppen, die auf dem Zielserver den gleichen Namen haben wie auf dem Quellserver

  • Konto ist deaktiviert. Alle migrierten Benutzerkonten auf dem Quellserver werden nach der Migration aus Sicherheitsgründen deaktiviert.

  • Die folgenden Attribute im Dialogfeld Eigenschaften von <Benutzer> auf der Registerkarte Allgemein werden nicht unterstützt.

    • Benutzer kann Kennwort nicht ändern

    • Beschreibung

    • Konto ist gesperrt

  • Attribute auf anderen Registerkarten werden nicht unterstützt.

    • Registerkarte Profil

    • Registerkarte Umgebung

    • Registerkarte Sitzungen

    • Registerkarte Remoteüberwachung

    • Registerkarte Terminaldiensteprofil

    • Registerkarte Einwahl

Für die Ausführung von Migrationen erforderliche Benutzerrechte auf den Quell- und Zielservern

Lokale Administratorrechte müssen sowohl auf dem Quell- als auch auf dem Zielserver vorhanden sein, um Windows Server-Migrationstools auf dem Quell- und Zielserver zu installieren.

Vorbereiten des Zielservers

Installieren Sie Windows Server-Migrationstools, indem Sie der auf der Microsoft-Website im Handbuch Installation, Zugriff und Entfernen von Windows Server-Migrationstools (möglicherweise in englischer Sprache) beschriebenen Vorgehensweise folgen.

Überprüfen Sie, ob die Namen von Domänenbenutzern, die Mitglieder der lokalen Gruppe sind, während des Importvorgangs vom Zielserver aufgelöst werden können. Wenn Quell- und Zielserver verschiedenen Domänen angehören, muss der Zielserver eine Verbindung zu einem globalen Katalogserver für die Gesamtstruktur herstellen können, in der sich die Benutzerkonten der Quelldomäne befinden.

Vorbereiten des Quellservers

Installieren Sie Windows Server-Migrationstools, indem Sie der auf der Microsoft-Website im Handbuch Installation, Zugriff und Entfernen von Windows Server-Migrationstools (möglicherweise in englischer Sprache) beschriebenen Vorgehensweise folgen. Das Installationshandbuch enthält zusätzliche detaillierte Schritte für die Bereitstellung von Windows Server-Migrationstools auf Quellservern, auf denen entweder Windows Server 2003 oder Windows Server 2008 ausgeführt wird.

ImportantWichtig
Überprüfen Sie vor dem Ausführen der Cmdlets Import-SmigServerSetting, Export-SmigServerSetting oder Get-SmigServerFeature, ob die Quell- und Zielserver während der Migration eine Verbindung mit dem Domänencontroller herstellen können, der in lokalen Gruppen auf dem Quellserver enthaltenen Domänenbenutzern oder -gruppen zugeordnet ist.

Überprüfen Sie vor dem Ausführen der Cmdlets Send-SmigServerData oder Receive-SmigServerData, ob die Quell- und Zielserver während der Migration eine Verbindung mit dem Domänencontroller herstellen können, der Domänenbenutzern mit Rechten für migrierte Dateien oder Freigaben zugeordnet ist.

Migrieren lokaler Benutzer und Gruppen

Die zum Migrieren der Daten für lokale Benutzer und Gruppen verwendeten Windows Server-Migrationstools-Cmdlets sind Export-SmigServerSetting (auf dem Quellserver) und Import-SmigServerSetting (auf dem Zielserver).

Auf dem Quellserver können Sie mit dem Export-SmigServerSetting-Cmdlet alle lokalen Benutzer in einen Migrationsspeicher exportieren, dessen Speicherort Sie im Cmdlet angeben. Außerdem können Sie in demselben Cmdlet oder in anderen Befehlsinstanzen alle lokalen Gruppen exportieren.

noteHinweis
Das Hinzufügen zu einem vorhandenen Migrationsspeicher ist in Windows Server-Migrationstools nicht zulässig. Wenn Sie lokale Benutzer- und Gruppendaten zum selben Migrationsspeicher migrieren möchten, exportieren Sie beide in einer einzigen Befehlsinstanz. Andernfalls müssen Sie Benutzer und Gruppen in zwei getrennten Migrationsvorgängen zu verschiedenen Migrationsspeichern migrieren.

Auf dem Zielserver können Sie mit dem Import-SmigServerSetting-Cmdlet alle lokalen Benutzer aus einem Migrationsspeicher importieren, dessen Speicherort Sie im Cmdlet angeben. Außerdem können Sie in demselben Cmdlet oder in anderen Befehlsinstanzen alle lokalen Gruppen importieren.

Wenn Sie detaillierte Hilfe zu einem Cmdlet der Windows Server-Migrationstools benötigen, geben Sie in einer Windows PowerShell-Sitzung Get-Help <Cmdlet-Name> -full ein, wobei Cmdlet-Name der Name des Windows Server-Migrationstools-Cmdlets ist, zu dem Sie die Hilfe wünschen.

Um ausführlichere Informationen zum Vorgang zu erhalten, fügen Sie einem Windows PowerShell-Cmdlet wie in den Schritten in diesem Handbuch beschrieben den -Verbose-Parameter hinzu.

Migrationsverfahren für lokale Benutzer und Gruppen

Um lokale Benutzer und Gruppen zu migrieren, führen Sie die in diesem Abschnitt dargestellten Verfahren aus.

securitySicherheit Hinweis
Wenn der Quellserver ein Domänenmitgliedsserver ist, der Zielserver jedoch ein Domänencontroller ist, werden importierte lokale Benutzer auf dem Zielserver zu Domänenbenutzern heraufgestuft, und importierte lokale Gruppen werden lokale Gruppen der Domäne.

Wenn der Quellserver ein Domänencontroller ist, der Zielserver jedoch nicht, werden lokale Gruppen der Domäne als lokale Gruppen migriert, und Domänenbenutzer werden als lokale Benutzer migriert.

So exportieren Sie lokale Benutzer und Gruppen vom Quellserver

  1. Führen Sie auf dem Quellserver eine der folgenden Aktionen aus.

    • Öffnen Sie auf Computern unter Windows Server 2003 eine Windows PowerShell-Sitzung, indem Sie auf Start klicken, auf Alle Programme klicken, den Ordner Windows PowerShell öffnen und dann auf die Verknüpfung Windows PowerShell klicken.

    • Auf Computern, auf denen Windows Server 2008 ausgeführt wird, öffnen Sie eine Windows PowerShell-Sitzung mit erhöhten Benutzerrechten. Hierzu klicken Sie auf Start und auf Alle Programme, öffnen den Ordner Windows PowerShell, klicken mit der rechten Maustaste auf Windows PowerShell und klicken dann auf Als Administrator ausführen.

    • Auf Computern, auf denen Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird, öffnen Sie eine benutzerdefinierte Windows PowerShell-Sitzung für Windows Server-Migrationstools mit erhöhten Benutzerrechten. Klicken Sie hierzu auf Start, auf Verwaltung, auf Windows Server-Migrationsprogramme, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung Windows Server-Migrationsprogramme, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen.

  2. Wenn Sie die aktuelle Windows PowerShell-Sitzung über die Verknüpfung Windows Server-Migrationstools im Menü Start geöffnet haben, überspringen Sie diesen Schritt, und fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort. Laden Sie das Snap-In Windows Server-Migrationstools nur in eine Windows PowerShell-Sitzung, die mithilfe einer anderen Methode geöffnet wurde und in die das Snap-In nicht bereits geladen wurde.

    Laden Sie Windows Server-Migrationstools in die Windows PowerShell-Sitzung. Sie laden Windows Server-Migrationstools, indem Sie Folgendes eingeben und dann die EINGABETASTE drücken.

    Add-PSSnapin Microsoft.Windows.ServerManager.Migration
    
  3. Exportieren Sie lokale Benutzer und Gruppen in einen Migrationsspeicher. Geben Sie den folgenden Befehl ein, und drücken Sie die EINGABETASTE, wobei Migrationsspeicherpfad den Pfad zu dem Ort darstellt, an dem Sie migrierte Daten speichern möchten.

    Export-SmigServerSetting -User <Enabled | Disabled | All> -Group -Path <MigrationStorePath> -Verbose
    

    Verwenden Sie für den Parameter -User einen der folgenden Werte, wie im vorherigen Cmdlet dargestellt ist.

    • Enabled   Nur aktivierte lokale Benutzer exportieren

    • Disabled   Nur deaktivierte lokale Benutzer exportieren

    • All   Sowohl aktivierte als auch deaktivierte Benutzer exportieren

noteHinweis
Sie werden zur Eingabe eines Kennworts zum Verschlüsseln des Migrationsspeichers aufgefordert. Merken Sie sich dieses Kennwort, denn Sie müssen dasselbe Kennwort angeben, um Daten aus dem Migrationsspeicher auf dem Zielserver zu importieren.

Wenn der Pfad kein freigegebener Speicherort ist, auf den der Zielserver Zugriff hat, müssen Sie den Migrationsspeicher manuell auf den Zielserver kopieren oder an einen Speicherort, auf den der Zielserver beim Ausführen des Import-SmigServerSetting-Cmdlets zugreifen kann.

So importieren Sie lokale Benutzer und Gruppen auf den Zielserver

  1. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus.

    • Öffnen Sie eine benutzerdefinierte Windows PowerShell-Sitzung für Windows Server-Migrationstools mit erweiterten Benutzerrechten. Klicken Sie hierzu auf Start, auf Verwaltung, auf Windows Server-Migrationsprogramme, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung Windows Server-Migrationsprogramme, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen.

    • Öffnen Sie auf dem Zielserver eine Windows PowerShell-Sitzung mit erhöhten Benutzerrechten. Hierzu klicken Sie auf Start, auf Alle Programme und auf Zubehör, öffnen den Ordner Windows PowerShell, klicken mit der rechten Maustaste auf Windows PowerShell und klicken dann auf Als Administrator ausführen.

  2. Wenn Sie die aktuelle Windows PowerShell-Sitzung über die Verknüpfung Windows Server-Migrationstools im Menü Start geöffnet haben, überspringen Sie diesen Schritt, und fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort. Laden Sie das Snap-In Windows Server-Migrationstools nur in eine Windows PowerShell-Sitzung, die mithilfe einer anderen Methode geöffnet wurde und in die das Snap-In nicht bereits geladen wurde.

    Laden Sie Windows Server-Migrationstools in die Windows PowerShell-Sitzung. Sie laden Windows Server-Migrationstools, indem Sie Folgendes eingeben und dann die EINGABETASTE drücken.

    Add-PSSnapin Microsoft.Windows.ServerManager.Migration
    
  3. Importieren Sie lokale Benutzern aus dem Migrationsspeicher, den Sie im Schritt So exportieren Sie lokale Benutzer und Gruppen vom Quellserver angelegt haben. Geben Sie den folgenden Befehl ein, und drücken Sie die EINGABETASTE, wobei Migrationsspeicherpfad den Pfad zu dem Ort darstellt, von dem Sie migrierte Daten importieren möchten.

    Import-SmigServerSetting -User <Enabled | Disabled | All> -Group -Path <MigrationStorePath> -Verbose
    

    Verwenden Sie wie im vorherigen Cmdlet dargestellt einen der folgenden Werte für den -User-Parameter.

    • Enabled   Nur aktivierte lokale Benutzer importieren

    • Disabled   Nur deaktivierte lokale Benutzer importieren

    • All   Sowohl aktivierte als auch deaktivierte Benutzer importieren

noteHinweis
Nachdem Sie das Import-SmigServerSetting-Cmdlet gestartet haben, werden Sie aufgefordert, das während des Exportvorgangs erstellte Kennwort zum Entschlüsseln des Migrationsspeichers einzugeben.

Wenn Sie lokale Benutzer und Gruppen in zwei getrennten Migrationsdurchläufen importieren, müssen Sie zuerst die lokalen Benutzer und dann die lokalen Gruppen importieren, damit die Mitgliedschaften der lokalen Benutzer korrekt importiert werden.

Überprüfen der Migration

Überprüfen Sie, ob alle Benutzer und Gruppen, die migriert werden sollten, auf dem Zielserver vorhanden sind, indem Sie die Listen der Benutzer und Gruppen vergleichen, die auf dem Quell- und dem Zielserver im MMC-Snap-In (Microsoft Management Console) Lokale Benutzer und Gruppen angezeigt werden. Um das Snap-In Lokale Benutzer und Gruppen zu öffnen, gehen Sie wie folgt vor.

So öffnen Sie das Snap-In "Lokale Benutzer und Gruppen"

  • Klicken Sie auf Start, klicken Sie auf Ausführen, geben Sie lusrmgr.msc im Textfeld Öffnen ein, und klicken Sie dann auf OK, oder drücken Sie die EINGABETASTE.

Sie können die auf den Quell- und Zielservern angezeigten Listen der Benutzer und Gruppen auch mithilfe des net-Befehls vergleichen.

So rufen Sie Listen von Benutzern und Gruppen mithilfe des Befehls "net" ab

  1. Öffnen Sie auf dem Quell- oder Zielcomputer ein Eingabeaufforderungsfenster. Klicken Sie auf Start, klicken Sie auf Ausführen, geben Sie cmd ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

  2. Exportieren Sie eine Liste aller lokalen Benutzer in eine Textdatei, indem Sie den folgenden Befehl eingeben und dann die EINGABETASTE drücken.

    net user > localusers.txt
    
  3. Exportieren Sie eine Liste aller lokalen Gruppen in eine Textdatei, indem Sie den folgenden Befehl eingeben und dann die EINGABETASTE drücken.

    net localgroup > localgroups.txt
    
  4. Stellen Sie sicher, dass Sie die resultierenden Textdateien an einem geeigneten Ort speichern.

Problembehandlung bei einer Cmdlet-basierten Migration

Die Bereitstellungsprotokolldatei der Windows Server-Migrationstools befindet sich unter "%windir%\Logs\SmigDeploy.log". Zusätzliche Protokolldateien der Windows Server-Migrationstools werden an den folgenden Speicherorten erstellt.

  • %windir%\Logs\ServerMigration.log

  • Unter Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2: %localappdata%\SvrMig\Log

  • Unter Windows Server 2003: %userprofile%\Local Settings\Application Data\SvrMig\Log

Wenn an den genannten Speicherorten keine Migrationsprotokolldateien erstellt werden können, werden ServerMigration.log und SmigDeploy.log in "%temp%" und andere Protokolle in "%windir%\System32" erstellt.

Wenn ein Migrations-Cmdlet fehlschlägt und die Windows PowerShell-Sitzung unerwartet mit einer Zugriffsverletzungsfehlermeldung geschlossen wird, wird eine Meldung wie im folgenden Beispiel in der Datei "%localappdata% \SvrMig\Logs\setuperr.log" angezeigt.

FatalError [0x090001] PANTHR Exception (code 0xC0000005: ACCESS_VIOLATION) occurred at 0x000007FEEDE9E050 in C:\Windows\system32\migwiz\unbcl.dll (+000000000008E050).  Minidump attached (317793 bytes).

Dieser Fehler tritt auf, wenn der Server keine Verbindung mit Domänencontrollern herstellen kann, die Domänenbenutzern oder -gruppen zugeordnet sind, die Mitglieder von lokalen Gruppen sind oder Berechtigungen für migrierte Dateien oder Freigaben besitzen. In diesem Fall werden die einzelnen Domänenbenutzer oder -gruppen in der grafischen Benutzeroberfläche als nicht aufgelöste Sicherheits-IDs (SID) angezeigt. Ein Beispiel für eine SID ist S-1-5-21-1579938362-1064596589-3161144252-1006.

Vergewissern Sie sich, dass die erforderlichen Domänencontroller oder globalen Katalogserver ausgeführt werden und die Netzwerkkonnektivität die Kommunikation zwischen Quell- und Zielservern und den erforderlichen Domänencontrollern oder globalen Katalogservern zulässt, um dieses Problem zu vermeiden. Führen Sie die Cmdlets dann erneut aus.

Gehen Sie wie im Folgenden beschrieben vor, wenn Verbindungen zwischen den Quell- oder Zielservern und den Domänencontrollern oder globalen Katalogservern nicht wiederhergestellt werden können.

  1. Entfernen Sie vor der erneuten Ausführung von Export-SmigServerSetting, Import-SmigServerSetting oder Get-SmigServerFeature alle nicht aufgelösten Domänenbenutzer oder -gruppen, die lokalen Gruppen angehören, von dem Server, auf dem Sie das Cmdlet ausführen.

  2. Entfernen Sie vor der erneuten Ausführung von Send-SmigServerData oder Receive-SmigServerData alle nicht aufgelösten Domänenbenutzer oder -gruppen, die Benutzerrechte für Dateien, Ordner oder Freigaben auf dem Migrationsquellserver besitzen.

Anzeigen des Inhalts von Ergebnisobjekten der Windows Server-Migrationstools

Ergebnisse werden von allen Cmdlets der Windows Server-Migrationstools als Objekte zurückgegeben. Sie können Ergebnisobjekte speichern und weitere Informationen über migrierte Einstellungen und Daten aus diesen abfragen. Außerdem können Sie Ergebnisobjekte als Eingabe für weitere Windows PowerShell-Befehle und -Skripts verwenden.

Beschreibungen der Ergebnisobjekte

Die Windows Server-Migrationstools-Cmdlets Import-SmigServerSetting und Export-SmigServerSetting geben Ergebnisse in einer Liste von MigrationResult-Objekten zurück. Jedes MigrationResult-Objekt enthält Informationen über die vom Cmdlet verarbeiteten Daten oder Einstellungen sowie das Ergebnis des Vorgangs und alle zugehörigen Fehler- und Warnmeldungen. In der folgenden Tabelle sind die Eigenschaften eines MigrationResult-Objekts beschrieben.

 

Eigenschaftenname Typ Definition

ItemType

Enum

Der Typ des Elements, das migriert wird. Zu den Werten zählen General, WindowsFeatureInstallation, WindowsFeature und OSSetting.

ID

String

Die ID des migrierten Elements. Beispiele für Werte sind Local User, Local Group und DHCP.

Success

Boolean

Bei erfolgreicher Migration wird der Wert True angezeigt, andernfalls False.

DetailsList

List <MigrationResultDetails>

Eine Liste von MigrationResultDetails-Objekten.

Die Send-SmigServerData- und Receive-SmigServerData-Cmdlets geben Ergebnisse in einer Liste von MigrationDataResult-Objekten zurück. Jedes MigrationDataResult-Objekt enthält Informationen über die vom Cmdlet verarbeiteten Daten oder Freigaben sowie das Ergebnis des Vorgangs und alle entsprechenden Fehler- und Warnmeldungen. In der folgenden Tabelle sind die Eigenschaften eines MigrationDataResult-Objekts beschrieben.

 

Eigenschaftenname Typ Definition

ItemType

Enum

Der Typ des migrierten Elements. Zu den Werten zählen File, Folder, Share und Encrypted File.

SourceLocation

String

Der Quellort des Elements, als Pfad dargestellt.

DestinationLocation

String

Der Zielort des Elements, als Pfad dargestellt.

Success

Boolean

Bei erfolgreicher Migration wird der Wert True angezeigt, andernfalls False.

Size

Integer

Die Elementgröße in Bytes.

ErrorDetails

List <MigrationResultDetails>

Eine Liste von MigrationResultDetails-Objekten.

Error

Enum

Fehleraufzählung für aufgetretene Fehler.

WarningMessageList

List <String>

Eine Liste von Warnmeldungen.

In der folgenden Tabelle sind die Eigenschaften von Objekten im MigrationResultDetails-Objekt beschrieben, die sowohl für MigrationResult- als auch MigrationDataResult-Objekte gelten.

 

Eigenschaftenname Typ Definition

FeatureId

String

Der Name der Migrationseinstellung, die sich auf das Element bezieht. Beispiele für Werte sind IPConfig und DNS. Diese Eigenschaft ist für die Datenmigration leer.

Messages

List <String>

Eine Liste ausführlicher Ereignismeldungen.

DetailCode

Integer

Der Fehler- oder Warnungscode, der der jeweiligen Ereignismeldung zugeordnet ist.

Severity

Enum

Der Schweregrad eines Ereignisses, wenn Ereignisse eingetreten sind. Beispiele für Werte sind Information, Error und Warning.

Title

String

Titel des Ergebnisobjekts. Beispiele für Werte sind z. B. die physische Adresse des Netzwerkadapters für die IP-Konfiguration oder der Benutzername für die lokale Benutzermigration.

Beispiele

In den folgenden Beispielen wird gezeigt, wie Sie die Liste der Ergebnisobjekte in einer Variable speichern und diese dann für eine Abfrage verwenden, die den Inhalt der Ergebnisobjekte nach Abschluss der Migration zurückgibt.

So speichern Sie eine Liste von Ergebnisobjekten als Variable für Abfragen

  1. Geben Sie zum Ausführen eines Cmdlets und Speichern des Ergebnisses in einer Variablen einen Befehl im folgenden Format ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

    $VariableName = $(Cmdlet)
    

    Im Folgenden finden Sie ein Beispiel.

    $ImportResult = $(Import-SmigServerSetting -FeatureId DHCP -User all -Group -Path D:\rmt\DemoStore -force -Verbose)
    

    Mit diesem Befehl wird das Import-SmigServerSetting-Cmdlet mit verschiedenen angegebenen Parametern ausgeführt, und die Ergebnisobjekte werden in der ImportResult-Variable gespeichert.

  2. Nach dem Ausführen des Import-SmigServerSetting-Cmdlets, geben Sie die im Ergebnisobjekt enthaltenen Informationen zurück, indem Sie einen Befehl im folgenden Format eingeben und dann die EINGABETASTE drücken.

    $VariableName
    

    Im folgenden Beispiel lautet der Name der Variablen ImportResult.

    $ImportResult
    

    Dieser Befehl gibt Informationen zurück, die in den von Import-SmigServerSetting zurückgegebenen Ergebnisobjekten im Beispiel in Schritt 1 enthalten sind. Im Folgenden sehen Sie ein Beispiel für die Ausgabe, die beim Aufrufen der ImportResult-Variable angezeigt wird.

               ItemType  ID                              Success  DetailsList
               --------  --                              -------  -----------
              OSSetting  Local User                         True  {Local User, Loc...
              OSSetting  Local Group                        True  {Local Group, Lo...
         WindowsFeature  DHCP                               True  {}
    
    

    Jede Zeile des obigen Beispiels stellt ein Migrationsergebnis für ein Element dar, das mithilfe des Import-SmigServerSetting-Cmdlets migriert wurde. Die Namen der Spaltenüberschriften sind Eigenschaften von MigrationResult-Objekten. Sie können diese Eigenschaften in einen anderen Befehl einschließen, um weitere Details zu Ergebnisobjekten zurückzugeben, wie in den Beispielen ab Schritt 3 dargestellt.

  3. Geben Sie zum Anzeigen einer bestimmten Eigenschaft für alle Ergebnisobjekte in der Liste einen Befehl im folgenden Format ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

    $<VariableName>| Select-Object -ExpandProperty <PropertyName>
    

    Im Folgenden finden Sie ein Beispiel.

    $importResult | Select-Object -ExpandProperty DetailsList
    
  4. Um Ergebnisobjekte mithilfe von Windows PowerShell-Cmdlets zu analysieren, können Sie noch umfassendere Abfragen durchführen. Im Folgenden finden Sie entsprechende Beispiele.

    • Mit dem folgenden Befehl werden nur Details von Ergebnisobjekten mit der ID Local User zurückgegeben.

      $ImportResult | Where-Object { $_.ID -eq "Local User" } | Select-Object -ExpandProperty DetailsList
      
    • Mit dem folgenden Befehl werden nur die Details von Ergebnisobjekten mit der ID Local User zurückgegeben, bei denen eine Meldung mit dem Schweregrad Warning vorliegt.

      $ImportResult | Where-Object { $_.ID -eq "Local User" } | Select-Object -ExpandProperty DetailsList | ForEach-Object { if ($_.Severity -eq "Warning") {$_} }
      
    • Mit dem folgenden Befehl werden nur die Details von Ergebnisobjekten mit der ID Local Group zurückgegeben, die außerdem den Titel Remote Desktop Users aufweisen.

      $ImportResult | Where-Object { $_.ID -eq "Local Group" } | Select-Object -ExpandProperty DetailsList | ForEach-Object { if ($_.Title -eq "Remote DesktopUsers") {$_} }
      

Weitere Informationen zu Abfrageergebnissen

Weitere Informationen zu den in den obigen Beispielen verwendeten Cmdlets finden Sie in den folgenden zusätzlichen Ressourcen.

Weitere Informationen zu Windows PowerShell-Skriptingverfahren finden Sie unter Möglichkeiten von Windows PowerShell – Skriptingverfahren (möglicherweise in englischer Sprache) auf der Microsoft Script Center-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=134862).

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