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Neues zu Netzwerkrichtlinienserver (Network Policy Server, NPS)

Letzte Aktualisierung: Januar 2009

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Worin bestehen die wichtigsten Änderungen?

Netzwerkrichtlinienserver (Network Policy Server, NPS) stellt in Windows Server® 2008 R2 die folgenden neuen Features bereit:

  • NPS-Vorlagen und Vorlagenverwaltung. Mit NPS-Vorlagen können Sie NPS-Serverkonfigurationselemente wie RADIUS-Clients (Remote Authentication Dial-In User Service) oder gemeinsame geheime Schlüssel erstellen, die dann auf dem lokalen Server mit NPS wiederverwendet und zur Verwendung auf anderen NPS-Servern exportiert werden können. Die Vorlagenverwaltung stellt einen Knoten in der NPS-Konsole zum Erstellen, Ändern und Speichern von Vorlagen bereit. Außerdem können Sie Vorlagen exportieren und auf anderen NPS-Servern verwenden oder Vorlagen in die Vorlagenverwaltung importieren, um sie auf dem lokalen Computer zu verwenden.

  • Verbesserungen bei der RADIUS-Kontoführung. Zu diesen Verbesserungen gehört ein neuer Kontoführungskonfigurations-Assistent, mit dem Sie die Microsoft SQL Server®-Protokollierung, Textdateiprotokollierung oder Kombinationen dieser beiden Protokollierungstypen bequem konfigurieren können. Außerdem können Sie mit dem Assistenten automatisch eine NPS-Datenbank auf einem lokalen oder Remotecomputer konfigurieren, auf dem SQL Server ausgeführt wird.

  • Umfassende Unterstützung für internationale, nicht englische Zeichensätze mit UTF-8-Codierung. Gemäß dem Request for Comments (RFC) 2865 der Internet Engineering Task Force (IETF) verarbeitet NPS den Wert des User-Name-Attributs in einer Verbindungsanforderung mit Codierung im 8-Bit-Unicode Transformation Format (UTF-8). Das User-Name-Attribut enthält die Benutzer- oder Computeridentität und den Bereichsnamen. Optional kann mit einem Registrierungsschlüssel veranlasst werden, dass NPS den Wert des User-Name-Attributs im American Standard Code for Information Interchange-Format (ASCII) verarbeitet.

Für wen sind diese Features von besonderem Interesse?

Für Netzwerkadministratoren, Systemadministratoren und Netzwerkarchitekten, die den Netzwerkzugriff zentral mithilfe von NPS verwalten, sind diese Features interessant.

Gibt es spezielle Überlegungen?

Im Folgenden werden spezielle Überlegungen für die Verwendung der neuen NPS-Features aufgeführt:

  • Auf allen NPS-Servern, auf denen die oben aufgeführten neuen Features verwendet werden sollen, muss ein Windows Server 2008 R2-Betriebssystem ausgeführt werden.

  • Zum Bereitstellen der SQL Server-Protokollierung müssen Sie Microsoft SQL Server erwerben, installieren und konfigurieren.

In welchen Editionen ist Netzwerkrichtlinienserver enthalten?

NPS ist als Rollendienst der Rolle für Netzwerkrichtlinien- und Zugriffsdienste in den Betriebssystemen Windows Server® 2008 R2 Standard, Windows Server® 2008 R2 Enterprise und Windows Server® 2008 R2 Datacenter verfügbar.

Weicht die Funktion des Netzwerkrichtlinienservers in einigen Editionen ab?

NPS stellt abhängig von der installierten Edition von Windows Server 2008 R2 unterschiedliche Funktionen bereit:

  • Windows Server 2008 R2 Enterprise und Windows Server 2008 R2 Datacenter. Diese Servereditionen umfassen NPS. Mit NPS in Windows Server 2008 R2 Enterprise und Windows Server 2008 R2 Datacenter können Sie eine unbegrenzte Anzahl von RADIUS-Clients und RADIUS-Remoteservergruppen konfigurieren. Außerdem können Sie eine Gruppe von RADIUS-Clients konfigurieren, indem Sie einen IP-Adressbereich angeben.

  • Windows Server 2008 R2 Standard.Diese Serveredition umfasst NPS. Mit NPS in Windows Server 2008 R2 Standard können Sie höchstens 50 RADIUS-Clients und höchstens zwei RADIUS-Remoteservergruppen konfigurieren. Sie können einen RADIUS-Client mithilfe eines vollqualifizierten Domänennamens oder einer IP-Adresse definieren, Sie können jedoch keine Gruppe von RADIUS-Clients definieren, indem Sie einen IP-Adressbereich angeben. Wenn der vollqualifizierte Domänenname eines RADIUS-Clients in mehrere IP-Adressen aufgelöst wird, verwendet der NPS-Server die erste in der DNS-Abfrage (Domain Name System) zurückgegebene IP-Adresse.

  • Windows® Web Server 2008 R2. Diese Serveredition umfasst NPS nicht.

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