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Anforderungen an die Netzwerkinfrastruktur

Communications Server 2007 R2

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2009-03-04

Die Netzwerkadapter der einzelnen Server in der Office Communications Server-Topologie müssen mindestens 1 GBit/s (Gigabit pro Sekunde) unterstützen. Im Allgemeinen sollten alle Serverrollen innerhalb der Office Communications Server-Topologie über ein LAN mit geringer Latenz und hoher Bandbreite verbunden werden. Die Größe des LAN ist von der Größe der Topologie abhängig:

  • In Standard Edition-Topologien sollten sich die Server in einem Netzwerk befinden, das 1 GBit/s Ethernet oder eine vergleichbare Leistung unterstützt.
  • In Enterprise-Pool-Topologien sollten sich die meisten Server in einem Netzwerk befinden, das mehr als 1 GBit/s unterstützt, insbesondere dann, wenn A/V-Konferenzen und Anwendungsfreigabe unterstützt werden.

Für eine PSTN-Integration können Sie entweder T1/E1-Leitungen oder SIP-Trunking verwenden.

Zu den wesentlichen Netzwerkanforderungen für die Audio-Video-Unterstützung in einer Office Communications Server-Bereitstellung zählen die folgenden:

  • An einem Standort, an dem mehrere Edgeserver hinter einem System zum Lastenausgleich bereitgestellt werden, darf eine externe Firewall nicht als NAT (Network Address Translation, Netzwerkadressenübersetzung) fungieren. An einem Standort, an dem jedoch nur ein einzelner Edgeserver bereitgestellt wird, kann die externe Firewall als NAT konfiguriert werden. Ausführliche Informationen zu dieser Anforderung finden Sie unter Firewallanforderungen für den Zugriff durch externe Benutzer.
  • Wenn Ihre Organisation eine QoS-Infrastruktur (Quality of Service) verwendet, wird das Mediensubsystem auf den Betrieb innerhalb der vorhandenen Infrastruktur ausgelegt. Ausführliche Informationen finden Sie unter Anforderungen an eine QoS-Umgebung.
  • Wenn Sie IPSec verwenden, wird empfohlen, IPSec für die Portbereiche zu deaktivieren, die für die Übertragung von Audio- und Videodaten verwendet werden. Ausführliche Informationen finden Sie unter IPSec-Ausnahmen.

Mit folgenden Maßnahmen können Sie die optionale Medienqualität sicherstellen:

  • Richten Sie die Netzwerkverbindungen so ein, dass sie während der Hauptnutzungsperioden einen Durchsatz von 45 KBit/s pro Audiostream und 300 KBit/s pro Videostream, sofern aktiviert, unterstützen. Eine bidirektionale Audio- oder Videositzung umfasst zwei Datenströme.
  • Damit unerwartete Datenverkehrsspitzen über diesem Niveau und eine zunehmend stärkere Nutzung bewältigt werden können, können Office Communications Server-Medienendgeräte an unterschiedliche Netzwerkbedingungen angepasst werden. Sie können in Audio- und Videositzungen unter Beibehaltung akzeptabler Qualität Lasten unterstützen, die dreimal so hoch wie der Durchsatz sind (siehe vorangehender Abschnitt). Gehen Sie jedoch nicht davon aus, dass durch diese Anpassungsfähigkeit ein schlecht bereitgestelltes Netzwerk unterstützt werden kann. In diesem Fall wird die Anpassungsfähigkeit von Office Communications Server-Medienendgeräten an unterschiedliche Netzwerkbedingungen, z. B. zeitweilig auftretende hohe Paketverluste, reduziert.
  • Bei Netzwerkverbindungen, deren Bereitstellung äußerst kostspielig und schwierig ist, sind Sie u. U. gezwungen, eine Bereitstellung für einen weniger umfangreichen Datenverkehr in Betracht zu ziehen und die Flexibilität der Office Communications Server-Medienendgeräte zu nutzen, um die Differenz zwischen Datenverkehrsumfang und Datenverkehrsspitzen aufzufangen. Dafür müssen Sie eine etwas verringerte Sprachübermittlungsqualität und einen kleineren Toleranzbereich zum Abfangen plötzlicher Verkehrsspitzen in Kauf nehmen.
  • Bei Verbindungen, die kurzfristig nicht ordnungsgemäß bereitgestellt werden können, beispielsweise an einem Standort mit sehr schlechten WAN-Verbindungen, kann es ratsam sein, die Videofunktion für bestimmte Benutzer zu deaktivieren.
  • Stellen Sie bei der Netzwerkbereitstellung sicher, dass bei Spitzenbelastungen eine maximale End-to-End-Verzögerung (Latenz) von 150 ms auftritt. Die Latenz ist eine Netzwerkbeeinträchtigung, die sich nicht durch die Office Communications Server-Medienkomponenten verringern lässt, und es ist wichtig, Schwachpunkte zu finden und auszuschließen.

Die Bandbreitenauslastung für das Herunterladen von Besprechungsinhalten von einem IIS-Server hängt von der Größe des hochgeladenen Inhalts ab. Das Benutzermodell definiert durchschnittliche Inhaltsgrößen, die getestet wurden. Ausführliche Informationen zum Benutzermodell und weitere Überlegungen zur Kapazitätsplanung, einschließlich Überlegungen zur Bandbreite, finden Sie unter Kapazitätsplanung.

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