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Häufig gestellte Fragen: Virtuelle Festplatten in Windows 7 und Windows Server 2008 R2

Letzte Aktualisierung: Oktober 2010

Betrifft: Windows 7, Windows Server 2008 R2

In diesem Artikel werden häufig gestellte Fragen zu virtuellen Festplatten (VHDs) in Windows 7 und Windows Server 2008 R2 beantwortet.

Was ist ein systemeigener Start von einer virtuellen Festplatte?

Sie können unter Windows 7 und Windows Server 2008 R2 virtuelle Festplatten für den systemeigenen Start konfigurieren. Das bedeutet, dass die virtuellen Festplatten als ausgeführtes Betriebssystem auf designierter Hardware ohne ein übergeordnetes Betriebssystem, einen virtuellen Computer oder Hypervisor verwendet werden. Außerdem haben Sie beim systemeigenen Start vollständigen Zugriff auf alle Geräte und Dateisystemvolumes auf dem physischen Computer, einschließlich der Volumes auf der virtuellen Festplatte. Wenn Windows hingegen auf einem virtuellen Computer ausgeführt wird, ist normalerweise nur ein Dateisystemvolume auf dem virtuellen Datenträger (Volume C:) für Gastcomputer verfügbar (sofern Sie nicht ein anderes Volume auf dem virtuellen Computer freigeben).

Beachten Sie folgende Funktionen beim systemeigenen Start:

  • Der systemeigene Start von einer virtuellen Festplatte ist unter Windows 7 Enterprise, Windows 7 Ultimate und allen Versionen von Windows Server 2008 R2 verfügbar.

  • Wenn Sie einen systemeigenen Start durchführen, werden die auf der virtuellen Festplatte enthaltenen Dateisystempartitionen automatisch angefügt, und die virtuellen Volumes sind sichtbar.

  • Der systemeigene Start von virtuellen Festplatten unterstützt alle drei Dateitypen für virtuelle Festplatten: feste, dynamisch erweiterbare und differenzierende Festplatten. Bei systemeigenen Starts von einer dynamisch erweiterbaren virtuellen Festplatte wird die VHD-Datei während des Startvorgangs automatisch auf die maximale Größe erweitert. Wenn auf dem physischen Hostvolume der Datei für die virtuelle Festplatte nicht ausreichend freier Speicherplatz für die maximale Größe der dynamisch erweiterbaren virtuellen Festplatte vorhanden ist, tritt beim Startvorgang ein Fehler auf.

  • Der systemeigene Start wird auf Computern mit BIOS- oder UEFI-Firmware unterstützt.

Anweisungen zum Konfigurieren eines Computers für den systemeigenen Start von einer virtuellen Festplatte finden Sie in folgenden Ressourcen: .

Welches sind die verschiedenen Typen von Dateien für virtuelle Festplatten?

Es gibt drei Arten von virtuellen Festplatten: feste, dynamisch erweiterbare und differenzierende Festplatten. Sie können diese Dateien mit dem Hyper-V™-Manager oder den Windows-Datenträgerverwaltungstools erstellen. Anweisungen zum Erstellen und Konfigurieren virtueller Festplatten finden Sie unter Creating Virtual Hard Disks.

 

Typ Erläuterung

Fest

Eine feste virtuelle Festplatte verfügt über eine zugewiesene, unveränderliche Größe. Wenn Sie z. B. eine feste virtuelle Festplatte mit 24 Gigabyte (GB) erstellen, wird die Datei ungefähr 24 GB groß sein (mit etwas Speicherplatz für die interne VHD-Struktur), und zwar unabhängig davon, welche Daten bereits in die Datei geschrieben wurden.

Dynamisch erweiterbar

Die Größe einer dynamisch erweiterbaren virtuellen Festplatte entspricht der Größe der Daten, die in die Datei geschrieben wurden. Werden mehr Daten in eine dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatte geschrieben, vergrößert sich die Datei dynamisch bis zur maximalen Größe. Eine dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatte mit 24 GB ist anfangs im Hostdateisystem ca. 80 Megabyte (MB) groß. Wenn Daten auf die virtuelle Festplatte geschrieben werden, wird die Datei auf maximal 24 GB vergrößert.

Differenzierend

Eine differenzierende virtuelle Festplatte ist mit einer dynamisch erweiterbaren virtuellen Festplatte vergleichbar, sie enthält jedoch nur die geänderten virtuellen Festplattenblöcke der zugeordneten übergeordneten virtuellen Festplatte. Die übergeordnete virtuelle Festplatte ist schreibgeschützt, d. h., Sie können nur die differenzierende virtuelle Festplatte ändern. Differenzierende virtuelle Festplatten werden manchmal als "untergeordnete" virtuelle Festplatten bezeichnet. Bei dem Dateityp der übergeordneten virtuellen Festplatte kann es sich um jeden der drei Typen von virtuellen Festplatten handeln, auch um eine weitere differenzierende virtuelle Festplatte. Mehrere differenzierende virtuelle Festplatten ergeben eine Differenzierungskette. Folgende Bedingungen gelten für differenzierende virtuelle Festplatten:

  • Die übergeordnete virtuelle Festplatte einer differenzierenden virtuellen Festplatte darf nicht geändert werden. Wenn die übergeordnete virtuelle Festplatte geändert oder durch eine andere virtuelle Festplatte ersetzt wird (auch mit dem gleichen Dateinamen), stimmen die Blockstrukturen auf der übergeordneten und der untergeordneten Festplatte nicht mehr überein, und der Inhalt der untergeordneten virtuellen Festplatte wird beschädigt.

  • Beide Dateien (die der übergeordneten und der differenzierenden virtuellen Festplatte) müssen sich für systemeigene Starts in demselben Verzeichnis eines lokalen Volumes befinden. Bei virtuellen Festplatten mit systemeigenem Start dürfen sich die übergeordnete virtuelle Festplatte und der differenzierende Datenträger nicht auf unterschiedlichen Volumes befinden, auch wenn sich diese auf demselben lokalen Datenträger befinden. Wenn Sie jedoch eine differenzierende virtuelle Festplatte anfügen, die nicht für den systemeigenen Start verwendet werden soll (sondern z. B. für die Abbildverwaltung), kann sich die übergeordnete virtuelle Festplatte auch in einem anderen Verzeichnis befinden, und sogar auf einem anderen Volume oder einer Remotefreigabe.

Weshalb werden für die Produktion feste virtuelle Festplatten empfohlen?

Aus folgenden Gründen werden feste virtuelle Festplatten anstelle von dynamisch erweiterbaren oder differenzierenden virtuellen Festplatten verwendet werden:

  • Die E/A-Leistung ist bei festen virtuellen Festplatten am höchsten, da die Datei nicht dynamisch vergrößert werden muss.

  • Wenn ein dynamisch erweiterbarer Datenträger vergrößert wird, könnte das Hostvolume keinen ausreichenden Speicherplatz mehr bereitstellen, sodass Schreibvorgänge fehlschlagen. Bei festen virtuellen Festplatten kann dies nicht auftreten.

  • Die Dateidaten werden nicht inkonsistent, wenn Speicherplatz fehlt oder die Stromversorgung ausfällt. Bei dynamisch erweiterbaren und differenzierenden virtuellen Festplatten sind mehrere Schreibvorgänge für das Vergrößern der Datei erforderlich. Die Informationen zur internen Blockzuweisung können inkonsistent werden, wenn nicht alle E/A-Vorgänge der VHD-Datei und des Hostvolumes abgeschlossen und auf dem physischen Datenträger dauerhaft gemacht wurden. Dies kann z. B. bei einer Unterbrechung der Stromversorgung des Computers auftreten.

Wann sollten dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatten verwendet werden?

Dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatten sind außerhalb von Produktionsumgebungen nützlich, wenn flexible Speicheranforderungen und eine häufige Änderung des virtuellen Festplattenabbilds wichtiger als die Datenzuverlässigkeit der virtuellen Festplatte sind. Außerdem sind dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatten besonders für Testumgebungen geeignet, da ein erneutes Erstellen der virtuellen Festplatte weniger Auswirkungen hat. Sie können in einer Testumgebung z. B. mehrere dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatten verwenden, auf denen sich jeweils ein anderes Windows-Abbild mit den zu testenden Anwendungen befindet. Wenn die VHD-Dateien beim Test verändert oder versehentlich beschädigt werden, können Sie die virtuellen Festplatten mit einer Sicherungskopie wiederherstellen und den Test wiederholen.

Die Verwendung dynamisch erweiterbarer virtueller Festplatten hat in Testumgebungen folgende Vorteile:

  • Flexible Speicherplatznutzung. Sie können freien Speicherplatz für die Erweiterung beim systemeigenen Start der virtuellen Festplatte verwenden. Dieser Speicherplatz wäre nicht verfügbar, wenn auf dem Volume mehrere feste virtuelle Festplatten gehostet werden würden.

  • Schnellere Übertragungszeiten beim Kopieren von virtuellen Festplatten an andere Speicherorte. Wenn die Dateigröße einer dynamisch erweiterbaren virtuellen Festplatte nicht der maximalen Kapazität entspricht, wird sie auch in kürzerer Zeit zwischen einer Netzwerkfreigabe und einer lokalen Festplatte übertragen als eine feste virtuelle Festplatte mit einer der maximalen Kapazität entsprechenden Größe.

Auch wenn dies nur selten vorkommt, sollten Sie dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatten in Produktionsumgebungen verwenden, wenn erstens der gesamte Inhalt der dynamisch erweiterbaren virtuellen Festplatte aus anderen Quellen wiederhergestellt werden kann und zweitens wichtige Daten auf Volumes außerhalb der dynamisch erweiterbaren virtuellen Festplatte gespeichert werden.

Was bedeutet "Erstellen", "Anfügen" und "Trennen" von virtuellen Festplatten?

Die Datenträgerverwaltungstools (das Befehlszeilentool DiskPart und die Datenträgerverwaltungskonsole) unterstützen jeweils die Vorgänge zum Erstellen, Anfügen und Trennen virtueller Festplatten.

  • Erstellen: Sie können eine neue virtuelle Festplatte mit dem gewünschten Typ und einer von Ihnen festgelegten Größe erstellen. Wenn Sie eine virtuelle Festplatte erstellen, entspricht dieser einem nicht initialisierten Festplattenlaufwerk. Sie können eine oder mehrere Partitionen auf der virtuellen Festplatte erstellen und diese mit FAT, ExFAT oder NTFS formatieren.

  • Anfügen: Durch das Anfügen wird die virtuelle Festplatte aktiviert und damit auf dem Hostcomputer als lokales Festplattenlaufwerk angezeigt. Dies wird zum Teil auch als "sichtbar machen" der virtuellen Festplatte bezeichnet, weil sie nun auch für Benutzer angezeigt wird. Wenn die virtuelle Festplatte beim Anfügen bereits über eine Festplattenpartition und ein Dateisystemvolume verfügt, wird dem Volume auf der virtuellen Festplatte ein Laufwerkbuchstabe zugeordnet. Der zugeordnete Laufwerkbuchstabe kann dann wie bei den in den USB-Anschluss eingesteckten USB-Flashlaufwerken verwendet werden. Alle Benutzer (nicht nur der aktuelle Benutzer) können die angefügte virtuelle Festplatte wie andere Volumes auf den Laufwerken der lokalen physischen Festplatten (entsprechend ihrer Sicherheitsberechtigungen) verwenden. Da Sie darüber hinaus auch eine virtuelle Festplatte auf einem Remote-SMB (Server Message Block) anfügen können, ist auch eine Remoteverwaltung der Abbilder möglich.

  • Trennen: Durch das Trennen einer virtuellen Festplatte wird diese nicht mehr auf dem Hostcomputer angezeigt. Nachdem eine virtuelle Festplatte getrennt wurde, können Sie sie verschieben.

Gibt es Beschränkungen, die ich beim Anfügen virtueller Festplatten kennen sollte?

Folgende Einschränkungen gelten für das Anfügen virtueller Festplatten:

  • Sie benötigen zum Anfügen einer virtuellen Festplatte die Berechtigungen für die Volumeverwaltung (die standardmäßig nur Administratoren gewährt wird), da dieser Vorgang dem Aktivieren eines Festplattenlaufwerks oder Volumes entspricht.

  • Sie können nur virtuelle Festplatten auf NTFS-Volumes anfügen. Wenn Sie jedoch bereits eine VHD-Datei erstellt haben, können Sie diese zur Speicherung oder Übertragung auf einem FAT-, ExFAT-, NTFS- oder UDFS-Volume speichern.

  • Sie können keine virtuelle Festplatte anfügen, die mit NTFS komprimiert oder mit dem verschlüsselnden Dateisystem auf dem Hostvolume verschlüsselt wurde. Sie können jedoch die Volumes auf der virtuellen Festplatte komprimieren und verschlüsseln, sofern dies unterstützt wird.

  • Sie können nicht zwei angefügte virtuelle Festplatten als dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatten konfigurieren. Eine dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatte ist ein physischer Datenträger, der für die dynamische Speicherung initialisiert wurde. Er enthält dynamische Volumes, z. B. einfache, übergreifende, Stripeset- oder gespiegelte Volumes oder RAID-5-Volumes.

  • Sie können keine virtuelle Festplatte auf einem NFS- (Network File System) oder FTP-Server (File Transfer Protocol) anfügen. Sie können jedoch, wie bereits beschrieben, eine virtuelle Festplatte auf einer SMB-Freigabe (Server Message Block) anfügen.

  • Sie können bei Remote-SMB-Freigaben nicht das Zwischenspeichern auf Clientseite für das Anfügen einer virtuellen Festplatte verwenden. Wenn Sie für das Speichern von VHD-Dateien, die Sie remote anfügen möchten, eine Netzwerkdateifreigabe verwenden, müssen Sie die Zwischenspeicherungseigenschaften der Freigabe ändern und die automatische Zwischenspeicherung deaktivieren.

  • Sie können nur zwei geschachtelte virtuelle Festplatten anfügen. Wenn Sie eine virtuelle Festplatte in einer anderen virtuellen Festplatte erstellen, wird sie als geschachtelte virtuelle Festplatte bezeichnet. Die Grenze für Schachtelungen von virtuellen Festplatten ist zwei. Das bedeutet, dass Sie nur eine virtuelle Festplatte in einer anderen angefügten virtuellen Festplatte anfügen können, aber keine dritte.

    Angenommen, der Computer verfügt über eine feste virtuelle Festplatte mit dem Namen C:\vhd\BeispielFest.vhd. In BeispielFest.vhd können Sie eine Partition erstellen, ein Volume mit dem NTFS-Dateisystem initialisieren und diesem den Laufwerkbuchstaben "M" zuweisen. Anschließend können Sie eine weitere virtuelle Festplatte in M:\vhd\GeschachteltFest.vhd erstellen Die Datei GeschachteltFest.vhd wird als geschachtelte virtuelle Festplatte bezeichnet, da sie auf einem Dateisystemvolume auf der ersten virtuellen Festplatte erstellt wurde. Wenn Sie beide virtuellen Festplatten anfügen (C:\vhd\BeispielFest.vhd und M:\vhd\GeschachteltFest.vhd) sind sowohl das Laufwerk "N:" als auch das Laufwerk "M:" auf dem Computer für Benutzer verfügbar.

  • Bei einem Neustart des Betriebssystems werden virtuelle Festplatten, die vor dem Neustart angefügt waren, nicht automatisch wieder angefügt. Wenn Sie einen systemeigenen Start auf eine virtuelle Festplatte durchführen, werden nur die auf der virtuellen Festplatte enthaltenen Dateisystempartitionen automatisch angefügt. Wenn andere virtuelle Festplatten auf dem physischen Volume vorhanden sind, die bei einem vorherigen Start angefügt wurden, werden diese nicht automatisch angefügt.

Welche Empfehlungen gibt es für die Verwendung virtueller Festplatten mit systemeigenem Start?

Wenden Sie beim Verwenden virtueller Festplatten für systemeigene Starts folgende bewährte Methode an.

  • Speichern Sie alle wichtigen Daten außerhalb der virtuellen Festplatten für den systemeigenen Start. Wenn Sie wichtige Daten außerhalb der virtuellen Festplatte mit dem Windows-Startabbild speichern, können Sie die Daten einfacher wiederherstellen, wenn die virtuelle Festplatte nicht mehr verwendet werden kann.

  • Verwenden Sie feste virtuelle Festplatten für Produktionsumgebungen. Sie können alle drei VHD-Dateitypen (fest, dynamisch erweiterbar und differenzierend) für systemeigene Starts verwenden. Es wird jedoch empfohlen, feste virtuelle Festplatten in der Produktion und dynamisch erweiterbare oder differenzierende virtuelle Festplatten für Entwicklungs- und Testumgebungen zu verwenden.

  • Erstellen Sie VHD-Dateien, deren maximale Größe über den Mindestanforderungen für den Festplattenspeicherplatz des Betriebssystems liegt. Wenn Sie eine virtuelle Festplatte für den systemeigenen Start erstellen, muss die maximale Größe der virtuellen Festplatte größer sein als die Mindestanforderungen für den Festplattenspeicherplatz des Betriebssystems, das Sie bereitstellen möchten. Die Mindestanforderungen für den Festplattenspeicherplatz betragen bei Windows 7 16 GB und bei Windows Server 2008 R2 10 GB (wobei 40 GB empfohlen werden). Die VHD-Datei enthält noch zusätzliche Informationen zur virtuelle Festplatte, sodass Sie beim Ermitteln der maximalen Größe der virtuellen Festplatte noch ca. 100 MB addieren sollten.

  • Stellen Sie sicher, dass auf dem Hostvolume ausreichend Speicherplatz für die Auslagerungsdateien (Pagefile.sys) ist. Dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatten werden beim systemeigenen Start automatisch auf die maximale Größe auf dem Hostvolume erweitert. Außerdem wird auf dem Hostvolume außerhalb des virtuellen Volumes noch eine Auslagerungsdatei erstellt. Die Auslagerungsdateien müssen sich aus Gründen der Systemleistung auf einem physischen Volume außerhalb der virtuellen Festplatte befinden. Wenn das Hostvolume nicht über ausreichenden Speicherplatz für die Auslagerungsdatei verfügt, sucht Windows auf einem anderen Volume nach freiem Speicherplatz. Die Größe der Auslagerungsdatei hängt von dem im System verfügbaren physischen Arbeitsspeicher ab (Sie sollten zusätzlich zur Größe der VHD-Datei noch ca. 5 GB verfügbaren Speicherplatz einplanen).

    noteHinweis
    Wenn Windows auf einem virtuellen Computer ausgeführt wird, wird auf der virtuellen Festplatte eine Auslagerungsdatei erstellt, da das Systemvolume auf der virtuellen Festplatte für die Auslagerung verwendet werden kann.

  • Führen Sie Sysprep aus, um das Abbild vor der Verwendung einer virtuellen Festplatte für den systemeigenen Start auf einem anderen Computer zu generalisieren. Sysprep generalisiert ein Windows-Abbild, das auf einer physischen Partition oder auf einer virtuellen Festplatte für den systemeigenen Start installiert wurde und auf einem anderen Computer verwendet werden soll. Nach der Ausführung von Sysprep können Sie die VHD-Datei auf mehrere physische oder virtuelle Computer kopieren, um damit einen systemeigenen Start durchzuführen. Beim ersten Start von der virtuellen Festplatte wird die Konfigurationsphase specialize von Windows vollständig abgeschlossen, um die Hardwaregeräte zu erkennen und Windows für den neuen Computer zu initialisieren.

Welche Funktionen werden beim systemeigenen Start von virtuellen Festplatten nicht unterstützt?

Virtuelle Festplatten für den systemeigenen Start unterstützen alle Features, die bei der Installation oder Bereitstellung von Windows auf einem physischen Datenträger verfügbar sind. Sie müssen möglicherweise einige Einschränkungen beim Starten von Windows von einer virtuellen Festplatte berücksichtigen, wenn Sie Windows in Ihrer Umgebung bereitstellen möchten. Folgende Szenarios werden für systemeigene Starts mit virtuellen Festplatten nicht unterstützt:

  • Verwenden von virtuellen Festplatten für systemeigene Starts früherer Windows-Versionen. Windows Vista® und Windows Server 2008 (sowie frühere Windows-Versionen) unterstützen keinen systemeigenen Start. Für systemeigene Starts von virtuellen Festplatten sind erhebliche Anpassungen am Betriebssystem erforderlich, die erst mit Windows 7 eingeführt wurden.

  • Wechsel in den Ruhezustand zum Energiesparen. Betriebssysteme, die aus einem Abbild auf einer virtuellen Festplatte gestartet werden, unterstützen den Ruhezustand nicht. Systemeigene Start sind vorrangig für Windows Server oder verwaltete Desktops vorgesehen sowie für Entwicklungs- und Testcomputer, bei denen der Ruhezustand keine unbedingt erforderliche Funktion ist.

  • Verwenden komprimierter oder verschlüsselter virtueller Festplatten für systemeigene Starts. Virtuelle Festplatten, die auf dem Hostsystem von NTFS komprimiert oder mit dem verschlüsselnden Dateisystem verschlüsselt wurden, werden nicht für systemeigene Starts unterstützt.

  • Konfigurieren des systemeigenen Starts von einer virtuellen Festplatte, wenn das Hostvolume durch BitLocker geschützt ist. Sie können VHD-Dateien auf einem Dateisystem speichern, das mit BitLocker™ geschützt ist. Sie können diese virtuelle Festplatte aber nicht für den systemeigenen Start verwenden oder Bitlocker für die Volumes aktivieren, die sich auf einer virtuellen Festplatte befinden.

  • Starten von einer virtuellen Festplatte auf einer Remotefreigabe oder einem USB-Flashlaufwerk. Windows unterstützt nicht das Starten von einer Remotefreigabe oder einem USB-Flashlaufwerk, und zwar unabhängig davon, ob die Installation auf einem physischen Volume oder von einer virtuellen Festplatte erfolgt. Sie können Windows PE (Windows Preinstallation Environment) von einem USB-Flashlaufwerk starten, das für die Windows-Bereitstellung unterstütz wird. Windows PE wird i. d. R. aus einer Boot.wim oder einem installierten Abbild gestartet, das Starten von Windows PE von einer virtuellen Festplatte wird aber nicht unterstützt.

  • Aktualisieren des von einer virtuellen Festplatte gestarteten Betriebssystems. Wenn Sie von einer virtuellen Festplatte starten, können Sie die Windows-Version auf der virtuellen Festplatte nicht auf eine neuere Version aktualisieren.

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