(0) exportieren Drucken
Alle erweitern

Neues in Hyper-V

Letzte Aktualisierung: August 2010

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Welches sind die wichtigsten Änderungen?

Mit der Rolle Hyper-V™ können Sie eine virtualisierte Servercomputerumgebung erstellen verwalten und dabei eine Technologie verwenden, die Teil von Windows Server® 2008 R2 ist. Zu den Verbesserungen in Hyper-V gehören die neue Livemigrationsfunktion, Unterstützung für die Speicherung dynamischer virtueller Computer sowie Verbesserungen der Prozessor- und Netzwerkunterstützung.

Folgende Änderungen sind in Windows Server 2008 R2 verfügbar:

  • Livemigration

  • Speicherung dynamischer virtueller Computer

  • Verbesserte Prozessorunterstützung

  • Verbesserte Netzwerkunterstützung

Was macht Hyper-V?

Hyper-V ist eine Rolle in Windows Server 2008 R2, die die Tools und Dienste zur Verfügung stellt, die Sie zur Erstellung einer virtualisierten Servercomputerumgebung verwenden können. Diese virtualisierte Umgebung kann für vielfältige geschäftliche Ziele verwendet werden, bei denen es um die Verbesserung der Effizienz und die Reduzierung der Kosten geht. Eine solche Umgebung ist hilfreich, da Sie virtuelle Computer erstellen und verwalten können. Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit, mehrere Betriebssysteme auf einem physikalischen Computer auszuführen und diese Betriebssystem von einander zu isolieren.

Für wen ist dieses Feature interessant?

Die Rolle Hyper-V wird von IT-Experten verwendet, die eine virtualisierte Servercomputerumgebung erstellen möchten.

Über welche neuen Funktionen verfügt Hyper-V?

Eine Verbesserung in Hyper-V ist beispielsweise die neue Funktion für Livemigrationen.

Livemigration

Die Livemigration ermöglicht das transparente Verschieben von laufenden virtuellen Computern von einem Knoten des Failoverclusters zu einem anderen Knoten im selben Cluster, ohne dass Netzwerkverbindungen verloren gehen oder Ausfallzeiten entstehen. Damit Livemigrationen ausgeführt werden können, muss auf dem Server, auf dem Hyper-V ausgeführt wird, die Failoverclusterrolle hinzugefügt und konfiguriert werden. Für Failovercluster sind zudem Speicherfreigaben auf den Clusterknoten erforderlich. Dabei kann es sich beispielsweise um iSCSI oder ein Fiber-Channel Storage Area Network (SAN) handeln. Alle virtuellen Computer werden in dem Speicherfreigabebereich gespeichert, und der Status des ausgeführten virtuellen Computers wird von einem der Knoten verwaltet.

Auf einem bestimmten Server unter Hyper-V kann nur eine Livemigration (zu oder von dem Server) gleichzeitig ausgeführt werden. Dies bedeutet, dass Sie die Livemigrationen nicht verwenden können, um mehrere virtuelle Computer gleichzeitig zu verschieben.

Für die Livemigration ist das neue Feature Freigegebene Clustervolumes der Failover-Clusterunterstützung in Windows Server 2008 R2 erforderlich. Freigegebene Clustervolumes stellen einen einzigen konsistenten Dateinamespace bereit, sodass für alle Server unter Windows Server 2008 R2 der gleiche Speicherbereich sichtbar ist.

Warum ist diese Änderung wichtig?

Die Livemigration ermöglicht auf folgende Weise eine größere Flexibilität und eine höhere Wertschöpfung:

  • Größere Beweglichkeit Datencenter mit mehreren Servern unter Hyper-V können aktive virtuelle Computer zur Leistungssteigerung, Skalierung oder optimalen Konsolidierung auf den besten physikalischen Computer verschieben, ohne dass Benutzer dadurch beeinträchtigt werden.

  • Kostenreduzierung Datencenter mit mehreren Servern unter Hyper-V können ihre Server warten, ohne dass bei virtuellen Computern Ausfallzeiten entstehen, und ohne dass Wartungsfenster eingeplant werden müssen. Datencenter können zudem den Stromverbrauch senken, indem sie das Konsolidierungsverhältnis dynamisch erhöhen und ungenutzte Server in Zeiten geringerer Nachfrage abschalten.

  • Höhere Produktivität Virtuelle Computer können auch während der Wartung online sein, wodurch die Produktivität sowohl für Benutzer als auch für Administratoren erhöht wird.

Gibt es Abhängigkeiten?

Damit Livemigrationen ausgeführt werden können, muss auf dem Server, auf dem Hyper-V ausgeführt wird, die Failoverclusterrolle hinzugefügt und konfiguriert werden.

Welche vorhandenen Funktionen ändern sich?

In der folgenden Liste werden die Verbesserungen vorhandener Funktionen in Hyper-V kurz zusammengefasst:

  • Speicherung dynamischer virtueller Computer Eine der Verbesserungen der Speicherung virtueller Computer ist die Unterstützung für das Anschließen und Entfernen des Speichermediums während des Betriebs. Aufgrund der Möglichkeit, virtuelle Festplatten und physikalische Laufwerke während des Betriebs eines virtuellen Computers hinzuzufügen oder zu entfernen, können virtuelle Computer schnell neu konfiguriert werden, um geänderten Anforderungen gerecht zu werden. Es können auch virtuelle Festplatten und physikalische Laufwerke an vorhandenen SCSI-Controllern von virtuellen Computern hinzugefügt und entfernt werden. Für das Anschließen und Entfernen von Speichermedien während des Betriebs ist auf dem Gastbetriebssystem die Installation von Hyper-V-Integrationsdiensten erforderlich (Bestandteil von Windows Server 2008 R2).

  • Verbesserte Prozessorunterstützung Sie können jetzt bis zu 32 physikalische Prozessorkerne verwenden. Durch die erweiterte Prozessorunterstützung können Sie selbst anspruchsvollere Arbeitslasten auf einem einzigen Host ausführen. Außerdem steht Unterstützung für Adressübersetzung auf zwei Ebenen (Second-Level Address Translation, SLAT) und Parken von CPU-Kernen zur Verfügung. Mithilfe des Parkens von CPU-Kernen können Windows und Hyper-V die Verarbeitung auf der geringstmöglichen Anzahl von Prozessorkernen konsolidieren und inaktive Prozessorkerne deaktivieren. SLAT fügt eine zweite Auslagerungsebene unterhalb der architektonischen x86/x64-Auslagerungstabellen in x86/x64-Prozessoren hinzu. Sie stellt eine indirekte Schicht vom Zugriff auf den Speicher des virtuellen Computers zum Zugriff auf den physikalischen Speicher bereit. In Virtualisierungsszenarien lässt sich die Leistung durch Unterstützung für hardwarebasiertes SLAT verbessern. Bei Intel-Prozessoren wird diese Technologie als Extended Page Tables (EPT) und bei AMD-Prozessoren als Nested Page Tables (NPT) bezeichnet.

  • Verbesserte Netzwerkunterstützung Großrahmen, die bisher für nicht virtuelle Umgebungen zur Verfügung standen, sind jetzt auch für virtuelle Computer verfügbar. Mithilfe dieses Features können virtuelle Computer Großrahmen bis zu einer Größe von 9.014 Byte verwenden, wenn dies von dem zugrundeliegenden physikalischen Netzwerk unterstützt wird.

In welchen Editionen ist diese Rolle enthalten?

Diese Rolle ist in allen Editionen von Windows Server 2008 R2 enthalten, mit Ausnahme von Windows Server® 2008 R2 für Itanium-basierte Systeme und Windows® Web Server 2008 R2.

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Anzeigen:
© 2014 Microsoft