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Hyper-V: Verwenden der Livemigration mit freigegebenen Clustervolumes unter Windows Server 2008 R2

Letzte Aktualisierung: April 2011

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Diese Anleitung enthält die Schritte zur Durchführung einer Livemigration von virtuellen Computern, die mit Hyper-V™ verwaltet werden, zwischen Knoten in einem Windows Server® 2008 R2-Failovercluster.

Bei der Livemigration handelt es sich um ein Hyper-V-Feature in Windows Server 2008 R2, für das auf den Servern, auf denen Hyper-V ausgeführt wird, das Failoverclustingfeature konfiguriert und ausgeführt werden muss. Hyper-V und Failoverclustering können zusammen verwendet werden, um einen virtuellen Computer mit hoher Verfügbarkeit zu erstellen. Auf diese Weise können Störungen und Unterbrechungen für Clients minimiert werden. Die Livemigration ermöglicht das transparente Verschieben von ausgeführten virtuellen Computern von einem Knoten des Failoverclusters zu einem anderen Knoten im selben Cluster, ohne dass Netzwerkverbindungen verloren gehen oder Ausfallzeiten entstehen. Für Failoverclustering sind zudem Speicherfreigaben auf den Clusterknoten erforderlich. Dabei kann es sich beispielsweise um iSCSI oder ein Fiber-Channel Storage Area Network (SAN) handeln. Alle virtuellen Computer werden im Speicherfreigabebereich gespeichert, und der Status des ausgeführten virtuellen Computers wird von einem der Knoten verwaltet. Eine ausführliche Übersicht über die Livemigration und die Vorteile ihrer Verwendung finden Sie auf der Website zur Windows Server 2008 R2 und Microsoft Hyper-V Server 2008 R2 - Hyper-V-Livemigrationsübersicht und -architektur.

noteHinweis
In diesem Handbuch wird davon ausgegangen, dass Sie mit den Anforderungen für die Verwendung von Hyper-V und Failoverclustering vertraut sind. Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie in der schrittweisen Anleitung für Hyper-V: Hyper-V und Failoverclustering

Informationen zum Migrieren von virtuellen Clustercomputern zu Windows Server 2008 R2 finden Sie im Thema zum Migrieren von virtuellen Clustercomputern zu Windows Server 2008 R2.

Folgende Empfehlungen helfen Ihnen bei der Konfiguration Ihrer Netzwerkumgebung für die Livemigration:

  • Netzwerkadapter: Verwenden Sie für jeden Knoten des Failoverclusters mindestens einen Netzwerkadapter, und konfigurieren Sie mindestens einen Netzwerkadapter für das virtuelle private Netzwerk (Virtual Private Network, VPN). Es wird empfohlen, ein dediziertes privates Netzwerk mit einer Geschwindigkeit im Gigabitbereich für den Datenverkehr bei der Livemigration zu konfigurieren. Dieses Netzwerk sollte vom Netzwerk für die private Kommunikation zwischen den Clusterknoten, vom Netzwerk für den virtuellen Computer und vom Netzwerk für die Speicherung getrennt sein. Informationen zum möglichen Netzwerkverkehr in einem für freigegebene Clustervolumes (CSV) verwendeten Netzwerk finden Sie im Abschnitt zum umgeleiteten E/A-Modus bei der CSV-Kommunikation in den Anforderungen für die Verwendung von freigegebenen Clustervolumes in einem Failovercluster in Windows Server 2008 R2 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=182153).

    Jeder Knoten muss zudem über einen Netzwerkadapter für die Kommunikation der freigegebenen Clustervolumes verfügen, und in den Netzwerkadaptereigenschaften müssen Client für Microsoft-Netzwerke und Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft-Netzwerke aktiviert werden, um SMB zu unterstützen. Weitere Informationen zum Netzwerk für die CSV-Kommunikation finden Sie unter Verwalten des für freigegebene Clustervolumes verwendeten Netzwerks.

    Außerdem wird empfohlen, für den Zugriff auf den virtuellen Computer und seine Verwaltung nicht denselben Netzwerkadapter zu verwenden. Falls Sie nur über eine begrenzte Anzahl von Netzwerkadaptern verfügen, sollten Sie ein VLAN (Virtual Local Area Network) einrichten, um den Datenverkehr zu isolieren. Für das VLAN werden 802.1q und 802.p empfohlen.

  • Hardware- und Systemeinstellungen: Die Speicherhardware auf dem Failovercluster muss identisch sein, und die für die Livemigration verwendeten Clusterknoten müssen über virtualisierungsfähige Prozessoren desselben Herstellers verfügen. Wenn dies nicht möglich ist, sollten möglichst ähnliche Hardware- und Systemeinstellungen verwendet werden, um potenzielle Probleme zu minimieren.

  • Sicherheitsrichtlinien: Wenden Sie bei der Livemigration nach Möglichkeit keine IPsec-Richtlinien auf private Netzwerke an, da dies erhebliche Auswirkungen auf die Leistung der Livemigration haben kann.

  • IP-Subnetzkonfiguration: Vergewissern Sie sich, dass die Quell- und Zielknoten (für die Livemigration) im Failovercluster über dasselbe IP-Subnetz miteinander verbunden sind. Dies ist erforderlich, damit der virtuelle Computer auch nach der Livemigration noch dieselbe IP-Adresse beibehalten kann. Für jedes Netzwerk in einem Failovercluster, in dem "Freigegebene Clustervolumes" aktiviert ist, müssen sich alle Knoten im gleichen logischen Subnetz befinden, d. h., für Cluster mit mehreren Standorten, die freigegebene Clustervolumes verwenden, muss ein VLAN eingesetzt werden.

    Weitere Informationen zu Empfehlungen für das Speichernetzwerk finden Sie in den Richtlinien Ihres Speicheranbieters.

Richten Sie sich bei der Konfiguration der Knoten zur Verwendung von freigegebenen Clustervolumes und der Livemigration nach den folgenden Empfehlungen:

  • Betriebssystem. Alle Knoten müssen Windows Server 2008 R2 oder Hyper-V Server 2008 R2 ausführen. Auf allen Knoten muss das gleiche Betriebssystem verwendet werden, es sei denn, Sie können Knoten mit Hyper-V Server 2008 R2 im gleichen Cluster mit Knoten mit der Server Core-Installation von Windows Server 2008 R2 kombinieren.

  • Laufwerkbuchstabe des Systemdatenträgers. Der Laufwerkbuchstabe für den Systemdatenträger muss auf allen Knoten identisch sein.

  • Authentifizierungsprotokoll. Das NTLM-Protokoll muss auf allen Knoten aktiviert werden.

Wenn Sie für die Knoten im Cluster verschiedene Prozessorversionen verwenden, kann die Livemigration möglicherweise fehlschlagen. Um eine Livemigration eines virtuellen Computers zu einem anderen physischen Computer mit einem anderen Prozessor auszuführen, müssen Sie zunächst im Hyper-V-Manager die Einstellung Mit einer anderen Prozessorversion zu einem physikalischen Computer migrieren auswählen. Mit dieser Einstellung wird sichergestellt, dass der virtuelle Computer nur die Features des Prozessors verwendet, die auf allen Versionen eines virtualisierungsfähigen Prozessors vom gleichen Prozessorhersteller verfügbar sind. Sie stellt jedoch nicht die Kompatibilität zwischen Prozessoren unterschiedlicher Hersteller sicher. Dadurch können Sie einen ausgeführten virtuellen Computer auf einen physischen Computer mit anderen Prozessorfeatures verschieben, ohne den virtuellen Computer neu starten zu müssen. Die Einstellung ist auch bei Konfigurationen mit hoher Verfügbarkeit oder Sicherungs- und Wiederherstellungsszenarios hilfreich, da sie das Verschieben eines virtuellen Computers mit hoher Verfügbarkeit auf einen anderen Clusterknoten oder das Wiederherstellen des virtuellen Computers auf anderer Hardware vereinfacht.

Vermeiden Sie die Aufzeichnung von Snapshots von ausgeführten virtuellen Computern. Wenn Sie ein Snapshot eines ausgeführten virtuellen Computers wiederherstellen, wird neben dem Datenträger auch der Speicherzustand wiederhergestellt. Wenn Sie einen virtuellen Clustercomputer mit einem Snapshot wiederherstellen möchten, sollten Sie den virtuellen Computer zunächst im Failovercluster-Manager herunterfahren, dann ein Snapshot des virtuellen Computers erstellen und anschließend den virtuellen Computer neu starten.

Da es sich bei der Livemigration um einen Übergangsstatus handelt, wartet der Hyper-V VSS Writer, bis die Migration abgeschlossen ist, bevor die Sicherung fortgesetzt wird. Sobald die Migration abgeschlossen ist, befindet sich der virtuelle Computer jedoch nicht mehr auf dem Clusterknoten, auf dem die Sicherung stattfindet. An diesem Punkt wird die Sicherung fortgesetzt, und die Dateien werden korrekt gesichert (der Zugriff auf die Dateien auf dem CSV-Volume ist weiterhin möglich), sie werden dabei allerdings nur kopiert. Der VSS Writer führt die normalerweise für eine Onlinesicherung durchgeführten Schritte nicht aus. Bedenken Sie, dass der VSS Writer keinen Fehlercode an VSS zurückgibt und daher keine Fehler protokolliert werden. Es werden jedoch zwei Warnmeldungen mit dem Hinweis protokolliert, dass der virtuelle Computer nicht gefunden wurde.

ImportantWichtig
Wenn der Hyper-V VSS Writer eine Sicherung in einem Failovercluster mit freigegebenen Clustervolumes (CSV) ausführt und die Sicherung fehlschlägt oder abgebrochen wird, wird die CSV-Ausführung in einem umgeleiteten E/A-Modus fortgesetzt. Dies beeinträchtigt die E/A-Leistung aller Clusterknoten.

Anhand der folgenden Schritte können Sie die Livemigration implementieren:

Freigegebene Clustervolumes sind Volumes in einem Failovercluster, die mehreren Knoten gleichzeitig zum Lesen und Schreiben zur Verfügung stehen. Die Knoten koordinieren dabei die Lese- und Schreibvorgänge, damit der Datenträger nicht beschädigt wird. Im Gegensatz dazu haben Datenträger (LUNs) in einem Clusterspeicher, die keine freigegebenen Clustervolumes sind, immer genau einen Knoten als Besitzer. Für freigegebene Clustervolumes gelten dieselben Anforderungen wie für Datenträgerressourcen auf freigegebenen Volumes, die zu keinem Cluster gehören. Der Speicherort auf den freigegebenen Clustervolumes lautet "Systemlaufwerk/ClusterStorage". Sie sollten diesen Speicherort beim Erstellen des virtuellen Computers verwenden.

ImportantWichtig
Damit Hyper-V bei der Verwendung mit freigegebenen Clustervolumes ordnungsgemäß funktioniert, muss das Betriebssystem (%SystemDrive%) jedes Servers im Cluster so festgelegt sein, dass es von demselben Laufwerkbuchstaben gestartet wird wie auf allen anderen Servern im Cluster. Mit anderen Worten: Wenn ein Server von Laufwerk "C:" gestartet wird, müssen alle anderen Server im Cluster auch von Laufwerk "C:" gestartet werden.

Sie sollten zunächst die Clusterkonfiguration überprüfen, bevor Sie freigegebene Clustervolumes konfigurieren. Weitere Informationen zum Überprüfen einer Clusterkonfiguration finden Sie in der schrittweisen Anleitung für Failovercluster: Überprüfen der Hardware für einen Failovercluster und in der Microsoft-Supportrichtlinie für Windows Server 2008-Failovercluster.

noteHinweis

  • Die von freigegebenen Clustervolumes verwendete Netzwerkverbindung ist fehlertolerant, daher wird der Netzwerkdatenverkehr bei Problemen in dem von den freigegebenen Clustervolumes verwendeten Netzwerk auf ein anderes Netzwerk verlegt.

  • Freigegebene Clustervolumes können nur einmal je Cluster aktiviert werden.

  • Durch die Aktivierung freigegebener Clustervolumes für einen Failovercluster ist es allen Knoten im Cluster möglich, freigegebene Volumes zu verwenden.

  1. Wenn der zu konfigurierende Cluster im Failovercluster-Manager-Snap-In nicht in der Konsolenstruktur angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Failovercluster-Manager, klicken Sie auf Cluster verwalten, und wählen Sie den gewünschten Cluster aus, bzw. geben Sie ihn an.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Failovercluster, und klicken Sie dann auf Freigegebene Clustervolumes aktivieren. Oder klicken Sie unter Konfigurieren (im mittleren Bereich) auf Freigegebene Clustervolumes aktivieren. Das Dialogfeld Freigegebene Clustervolumes aktivieren wird geöffnet. Lesen Sie die Bedingungen und Einschränkungen, und akzeptieren Sie sie, indem Sie auf OK klicken.

  1. Wenn der zu konfigurierende Cluster im Failovercluster-Manager-Snap-In nicht in der Konsolenstruktur angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Failovercluster-Manager, klicken Sie auf Cluster verwalten, und wählen Sie den gewünschten Cluster aus, bzw. geben Sie ihn an.

  2. Wenn die Konsolenstruktur reduziert ist, erweitern Sie die Struktur unter dem Cluster, in dem Sie freigegebenen Clustervolumes Datenträger hinzufügen möchten.

  3. Klicken Sie auf Freigegebene Clustervolumes.

  4. Klicken Sie unter Aktionen (auf der rechten Seite) auf Speicher hinzufügen.

  5. Wählen Sie den Datenträger aus der Liste unter Speicher hinzufügen aus, und klicken Sie anschließend auf OK. Die ausgewählten Datenträger werden im Ergebnisbereich der freigegebenen Clustervolumes angezeigt.

Als Speicherort wird bei allen Knoten des Failoverclusters "SystemDrive\ClusterStorage" angezeigt. Für jedes den freigegebenen Clustervolumes hinzugefügte Volume auf dem Datenträger wird unterhalb von "Systemlaufwerk\ClusterStorage" ein eigener Ordner angezeigt. Sie können die Liste der Volumes im Failovercluster-Manager anzeigen.

Failovercluster enthalten eine Einstellung, mit der die für die Kommunikation zwischen den Knoten im Cluster verwendeten Netzwerke und das für CSV-Datenverkehr verwendete Netzwerk priorisiert werden können. Sie können das Windows PowerShell-Cmdlet "Get-ClusterNetwork" verwenden, um das für CSV-Datenverkehr verwendete Netzwerk zu identifizieren und die Einstellungen des Netzwerks zu ändern.

Jedes Netzwerk in einem Cluster verfügt über zwei Einstellungen für die Netzwerkpriorisierung – "Metric" und "AutoMetric". Die Metric-Einstellung wird verwendet, um die Priorität des Netzwerks zu bestimmen (das Netzwerk mit dem niedrigsten Wert wird für CSV-Datenverkehr bevorzugt). Die AutoMetric-Einstellung gibt an, ob die Metric-Einstellung manuell oder automatisch vom Failovercluster festgelegt wurde. Für private Netzwerke werden für die Metric-Einstellung Werte zwischen 1000 und 10.000 verwendet, für öffentliche Netzwerke beginnen die Werte für die Metric-Einstellung bei 10.000.

  1. Öffnen Sie die PowerShell. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme, klicken Sie auf Windows Powershell 2.0, und klicken Sie dann auf Windows Powershell 2.0.

    Das Failoverclustingfeature muss auf dem Computer, auf dem Sie die PowerShell-Sitzung starten, installiert sein. Sie können die PowerShell-Sitzung auch mit Remoteserver-Verwaltungstools für Windows® 7 ausführen.

  2. Zur Installation des Failoverclustingfeatures geben Sie Folgendes ein:

    Import-Module FailoverClusters

  3. Geben Sie Folgendes ein, um die Netzwerke eines Failoverclusters und die Eigenschaften jedes Netzwerks zu identifizieren:

    Get-ClusterNetwork | fl*

    Eine Liste von Clusternetzwerken und ihrer Eigenschaften wird angezeigt.

  4. Geben Sie Folgendes ein, um die Metric-Einstellung für das Netzwerk "Clusternetzwerk 1" in 1100 zu ändern:

    ( Get-ClusterNetwork "Cluster Network 1" ).Metric = 1100

    Die AutoMetric-Einstellung ändert sich von "True" in "False", nachdem die Metric-Einstellung manuell geändert wurde. Dadurch wird verhindert, dass der Failovercluster automatisch eine Metric-Einstellung zuweist. Wenn der Cluster die Metric-Einstellung wieder automatisch zuweisen soll, ändern Sie die AutoMetric-Einstellung in "True".

Für das Einrichten eines virtuellen Computers für die Livemigration sind folgende Schritte erforderlich:

  1. Erstellen des virtuellen Computers

  2. Konfigurieren des virtuellen Computers für die Verwendung freigegebener Clustervolumes

  3. Neukonfigurieren der automatischen Startaktion auf dem virtuellen Computer

  4. Sicherstellen einer hohen Verfügbarkeit des virtuellen Computers

Informationen zur Durchführung dieser Verfahren finden Sie in den Schritten 6 und 7 der schrittweisen Anleitung für Hyper-V: Hyper-V und Failoverclustering

noteHinweis
Sie sollten beim Erstellen des virtuellen Computers in den freigegebenen Clustervolumes als Speicherort "Systemlaufwerk/ClusterStorage" festlegen.

Clusternetzwerke werden automatisch für die Livemigration konfiguriert. Sie können diesen Vorgang mit dem Failovercluster-Manager ausführen.

  1. Wenn der zu konfigurierende Cluster im Failovercluster-Manager-Snap-In nicht in der Konsolenstruktur angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Failovercluster-Manager, klicken Sie auf Cluster verwalten, und wählen Sie den gewünschten Cluster aus, bzw. geben Sie ihn an.

  2. Erweitern Sie Dienste und Anwendungen.

  3. Wählen Sie in der Konsolenstruktur (auf der linken Seite) den virtuellen Clustercomputer aus, für den Sie das Netzwerk für die Livemigration konfigurieren möchten.

  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Ressource des virtuellen Computers, die in der Mitte (nicht auf der linken Seite) angezeigt wird, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  5. Klicken Sie auf die Registerkarte Netzwerk für Livemigration, und wählen Sie mindestens ein Clusternetzwerk für die Livemigration aus. Mithilfe der Schaltflächen auf der rechten Seite können Sie Clusternetzwerke nach oben oder unten verschieben. Damit stellen Sie sicher, dass das private Clusternetzwerk die höchste Priorität hat. Folgende Standardprioritäten gelten: Netzwerke ohne Standardgateway sollten zuerst aufgeführt werden, und Netzwerke, die von freigegebenen Clustervolumes und für den Clusterdatenverkehr verwendet werden, sollten zuletzt aufgeführt werden.

    Bei der Livemigration werden die Netzwerke in der Reihenfolge verwendet, die in der Liste der Clusternetzwerke angegeben ist. Wenn die Verbindung mit dem Zielknoten über das erste Netzwerk nicht hergestellt werden kann, wird das nächste Netzwerk in der Liste verwendet, bis die Liste vollständig durchlaufen wurde oder bis über eines der Netzwerke eine Verbindung mit dem Zielknoten hergestellt werden kann.

    noteHinweis

    • Wenn Sie ein Netzwerk für die Livemigration eines bestimmten virtuellen Computers konfigurieren, gilt die Einstellung trotzdem global, also für alle virtuellen Computer.

    • Wenn unter Netzwerk für Livemigration mehrere Clusternetzwerke aufgeführt werden, sollten Sie die Priorität ändern, damit nicht dasselbe Netzwerk für die Livemigration und für freigegebene Clustervolumes verwendet wird.

Sie können die Livemigration zum Verschieben eines virtuellen Computers zwischen zwei Knoten in einem Failovercluster mit dem Failovercluster-Manager oder der PowerShell initiieren.

noteHinweis

  • Je nach Anzahl der Knoten im Failovercluster können Sie mit der Livemigration auch mehrere virtuelle Computer gleichzeitig verschieben. Jeder Clusterknoten kann jedoch jeweils nur für eine Livemigration als Quell- oder Zielknoten verwendet werden. Wenn ein Failovercluster z. B. 4 Knoten enthält, können jeweils nur zwei Livemigrationen gleichzeitig durchgeführt werden.

  • Wenn die Livemigration fehlschlägt, arbeitet der virtuelle Computer ohne Unterbrechung am Quellknoten weiter.

Der Zeitaufwand für das Verschieben eines virtuellen Computers mithilfe der Livemigration hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Geschwindigkeit und Bandbreite der Netzwerkverbindung zwischen Quellclusterknoten und Zielclusterknoten

  • Auslastung von Quellclusterknoten und Zielclusterknoten

  • Größe des für den virtuellen Computer konfigurierten Arbeitsspeichers

  1. Wenn der zu konfigurierende Cluster im Failovercluster-Manager-Snap-In nicht in der Konsolenstruktur angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Failovercluster-Manager, klicken Sie auf Cluster verwalten, und wählen Sie den gewünschten Cluster aus, bzw. geben Sie ihn an.

  2. Erweitern Sie Knoten.

  3. Wählen Sie in der Konsolenstruktur (auf der linken Seite) den Knoten aus, unter dem Sie einen virtuellen Clustercomputer mithilfe der Livemigration verschieben möchten.

  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Ressource des virtuellen Computers, die in der Mitte (nicht auf der linken Seite) angezeigt wird, und klicken Sie dann auf Livemigration des virtuellen Computers auf einen anderen Knoten ausführen.

  5. Wählen Sie den Knoten aus, auf den Sie den virtuellen Computer verschieben möchten. Nach Abschluss der Migration wird der virtuelle Computer auf dem neuen Knoten ausgeführt.

  6. Bei einer ordnungsgemäßen Migration des virtuellen Computers wird dieser unter dem neuen Knoten aufgelistet (in Aktueller Besitzer).

  1. Öffnen Sie die PowerShell. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme, klicken Sie auf Windows Powershell 2.0, und klicken Sie dann auf Windows Powershell 2.0.

    Das Failoverclustingfeature muss auf dem Computer, auf dem Sie die PowerShell-Sitzung starten, installiert sein. Sie können die PowerShell-Sitzung auch mit Remoteserver-Verwaltungstools für Windows® 7 ausführen.

  2. Zur Installation des Failoverclustingfeatures geben Sie Folgendes ein:

    Import-Module FailoverClusters

  3. Geben Sie Folgendes ein:

    Get-Cluster "<Clustername>" | Move-ClusterVirtualMachineRole -Name "<VM-Gruppenname>" -Node "<Zielknotenname>"

    Dabei gilt Folgendes:

    • <Clustername> ist der Name des Clusters, zu dem der virtuelle Computer gehört.

    • <VMVM-Gruppenname> ist die Ressourcengruppe des virtuellen Computers.

    • <Zielknotenname> ist der Name des Zielknotens, auf den Sie den virtuellen Computer mit der Livemigration verschieben möchten.

In diesem Abschnitt werden einige der Probleme behandelt, die bei einer Livemigration auftreten können. Bevor Sie die Themen zur Problembehandlung in diesem Abschnitt lesen, sollten Sie Folgendes überprüfen:

Die folgende Liste enthält einige der grundlegenden Probleme bei Livemigrationen.

  • Stellen Sie sicher, dass die Namen aller virtuellen Netzwerke im gesamten Cluster identisch sind.

  • Wenn der Cluster Computer mit x86- und x64-Prozessoren enthält, müssen Sie beachten, dass Livemigrationen zwischen diesen beiden Prozessortypen fehlschlagen werden.

  • Wenn Sie vor dem Abschluss der Bereinigung der ersten Livemigration eine zweite initiieren, kann diese fehlschlagen. Warten Sie mehrere Sekunden, bevor Sie die zweite Migration initiieren.

  • Wenn ein Clusterdienst neu gestartet oder ein virtueller Computer verschoben und von einem neuen Clusterprozess von "RHS.exe" gehostet wird, benötigt das für die Migration verwendete Netzwerk einige Zeit für die Initialisierung. Es kann bis zu 30 Sekunden dauern, bis das Netzwerk wieder bereit ist. Wenn Sie in dieser Zeit eine Livemigration initiieren, schlägt sie fehl, und Sie werden in einer Fehlermeldung darüber informiert, dass kein Migrationsnetzwerk verfügbar ist.

  • Stellen Sie sicher, dass virtuelle Switches und virtuelle Switchports nicht den gleichen Namen haben. Auf virtuellen Computern, die mit virtuellen Switchports verbunden sind, die den gleichen Namen haben wie der virtuelle Switch, schlägt die Livemigration fehl.

Anhand der folgenden Flussdiagramme können Sie die Problembehandlung bei einer Livemigration durchführen.

Flussdiagramm zur Problembehandlung bei Livemigration in Hyper-V Flussdiagramm zur Problembehandlung bei Livemigration in Hyper-V

In der folgenden Liste finden Sie die Konfigurationsinformationen, die Ihnen bei der Diagnose von Problemen helfen.

Clusterinformationen:

  • Ermitteln Sie, ob freigegebene Clustervolumes verwendet werden. Notieren Sie ggf. die Anzahl der Volumes.

  • Bestimmen Sie das CPU-Modell der einzelnen Clusterknoten, und prüfen Sie, ob sie kompatibel sind.

  • Analysieren Sie den Bericht der Clustervalidierung.

  • Ermitteln Sie die Anzahl von Netzwerken und die Konfiguration jedes Netzwerks. Beispiele: 1 GB oder 10 GB, IPv4 oder IPv6, Verwendung von IPsec.

Netzwerkinformationen:

  • Ermitteln Sie, ob die Netzwerkadapter TCP-abladefähig (Chimneyabladung) sind und ob die TCP-Abladung (Chimney) auf den Verwaltungs- und Gastbetriebssystemen aktiviert ist.

  • Ermitteln Sie, ob die Netzwerkadapter an einen virtuellen Switch gebunden sind, der Warteschlangen für virtuelle Computer (Virtual Machine Queue, VMQ) verwalten kann.

  • Ermitteln Sie, ob die Netzwerkadapter zusammengeschlossen sind.

Informationen zum virtuellen Computer:

  • Ermitteln Sie, wie viele virtuelle Computer für eine hohe Verfügbarkeit konfiguriert wurden und ob die virtuellen Computer freigegebene Clustervolumes verwenden.

  • Ermitteln Sie die auf den virtuellen Computern verwendeten Betriebssysteme und ihre Arbeitslast.

Sie können zur Unterstützung bei der Problembehandlung Informationen aus dem Ereignisprotokoll über Hyper-V und den Cluster abrufen.

  • Geben Sie zum Aktivieren des Analyseprotokolls für die hohe Verfügbarkeit an einer Eingabeaufforderung folgenden Befehl ein:

    Wevtutil sl "<Protokollname>" /e:true /q

    Dabei gilt Folgendes:

    <Protokollname> ist der Name des zu aktivierenden Analyseprotokolls für die hohe Verfügbarkeit.

  • Geben Sie zum Abrufen der Informationen aus dem Protokoll an einer Eingabeaufforderung folgenden Befehl ein:

    Wevtutil epl query.txt /sq:true <Protokollname>.evtx

    Dabei gilt Folgendes:

    <Protokollname> ist der Name des Analyseprotokolls für die hohe Verfügbarkeit, aus dem Sie Informationen abrufen möchten.

    Code für die Datei "Query.txt":

    <QueryList>
      <Query Id="0" Path="System">
        <Select Path="System">*[System[Provider[@Name='Microsoft-Windows-Hyper-V-Hypervisor']]]</Select>
        <Select Path="Microsoft-Windows-Hyper-V-Config-Admin">*</Select>
        <Select Path="Microsoft-Windows-Hyper-V-High-Availability-Admin">*</Select>
        <Select Path="Microsoft-Windows-Hyper-V-High-Availability-Analytic">*</Select>
        <Select Path="Microsoft-Windows-Hyper-V-Hypervisor-Admin">*</Select>
        <Select Path="Microsoft-Windows-Hyper-V-Integration-Admin">*</Select>
        <Select Path="Microsoft-Windows-Hyper-V-Network-Admin">*</Select>
        <Select Path="Microsoft-Windows-Hyper-V-SynthStor-Admin">*</Select>
        <Select Path="Microsoft-Windows-Hyper-V-SynthNic-Admin">*</Select>
        <Select Path="Microsoft-Windows-Hyper-V-Image-Management-Service-Admin">*</Select>
        <Select Path="Microsoft-Windows-Hyper-V-VMMS-Admin">*</Select>
        <Select Path="Microsoft-Windows-Hyper-V-Worker-Admin">*</Select>
      </Query>
    </QueryList>
    
    
  • Geben Sie zum Abrufen von Informationen aus den Ereignisprotokollen des Clusters in einer PowerShell-Sitzung Folgendes ein:

    Get-ClusterLog oder Get-ClusterLog –Destination <Protokollverzeichnis>

    Dabei gilt Folgendes:

    <Protokollverzeichnis> ist der Speicherort der Ereignisprotokolle.

    Geben Sie zum Abrufen von Informationen aus den Ereignisprotokollen des Clusters mithilfe von "Cluster.exe" an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein:

    Cluster.exe log /g /copy:<Protokollverzeichnis>

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