(0) exportieren Drucken
Alle erweitern
1 von 1 fanden dies hilfreich - Dieses Thema bewerten.

Neues zum Ressourcen-Manager für Dateiserver unter Windows Server 2008 R2

Letzte Aktualisierung: Februar 2009

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Worin liegen die wichtigsten Änderungen?

Die Verbesserungen des Ressourcen-Managers für Dateiserver (File Server Resource Manager, FSRM) in Windows Server® 2008 R2 vereinfachen die Informationsverwaltung auf Windows-Servern. Dies wird erreicht, indem die Klassifizierung von Dateien und die Anwendung von Richtlinien auf der Grundlage dieser Klassifizierung unterstützt wird. IT-Administratoren können diese neue Funktion verwenden, um Dateien automatisch zu klassifizieren, Berichte auszuführen und klassifizierungsabhängigen Dateiablauf und benutzerdefinierte Operationen für Dateien auf dem Server anzuwenden. In den folgenden Abschnitten werden die Verbesserungen von FSRM in Windows Server 2008 R2 gegenüber Windows Server 2008 erläutert.

Für wen ist dieses Feature von Interesse?

Diese Änderungen bringen vor allem Vorteile für die folgenden Gruppen:

  • IT-Administratoren, die Dateien auf Servern automatisch klassifizieren möchten.

  • IT-Administratoren, die mithilfe von Dateiverwaltungsaufgaben Dateiablaufrichtlinien erzwingen möchten.

  • IT-Administratoren, die auf der Grundlage des Speicherorts, der Klassifizierungseigenschaften oder der Zeitmetadaten automatisch Befehle oder Skripts für Dateien ausführen möchten.

Welche neuen Funktionen stellt FSRM bereit?

Folgende Änderungen sind in Windows Server 2008 R2 verfügbar:

  • Dateiklassifizierung. Das Dateiklassifizierungsfeature in Windows Server 2008 R2 bieten einen erweiterbaren umfassenden Mechanismus, um Dateien auf Dateiservern automatisch Klassifizierungsinformationen zuzuweisen und auf der Grundlage dieser Informationen Richtlinien für sie anzuwenden. Die Benutzerinteraktion kann minimiert werden, wodurch sich Gesamtbetriebskosten reduzieren und Complianceszenarios ermöglichen lassen.

  • Dateiverwaltungsaufgaben. Mithilfe von Dateiverwaltungsaufgaben wird der Prozess zum Suchen nach Teilmengen von Dateien auf einem Server und das Anwenden von einfachen Befehlen auf diese erleichtert. Sie können die integrierte Dateiablaufaufgabe verwenden oder eine eigene benutzerdefinierte Aufgabe erstellen. Sie können die regelmäßige Ausführung dieser Aufgaben planen, um wiederkehrende Kosten zu reduzieren. Die Dateiverwaltungsaufgaben können auch so konfiguriert werden, dass die Dateibesitzer eine Benachrichtigung über alle anstehenden Richtlinien erhalten, die auf ihre Dateien angewendet werden.

Dateiklassifizierung

Mithilfe der Dateiklassifizierung können Sie die folgenden Aktionen ausführen:

  • Definieren von Klassifizierungseigenschaften und -werten, die Dateien mithilfe von Klassifizierungsregeln zugewiesen werden können.

  • Erstellen, Aktualisieren und Ausführen von Klassifizierungsregeln. Jede Regel weist Dateien in einem festgelegten Verzeichnis auf der Grundlage von installierten Klassifizierungs-Plug-Ins eine einzige vordefinierte Eigenschaft zu.

  • Bei der Ausführung einer Klassifizierungsregel werden bereits klassifizierte Dateien optional erneut ausgewertet. Sie können entscheiden, ob bestehende Klassifizierungswerte überschrieben, oder ob die Werte zu Eigenschaften hinzugefügt werden sollen, die mehrere Werte unterstützen.

Welche Relevanz hat das Dateiklassifizierungsfeature?

Bis jetzt mussten IT-Administratoren zahlreiche Tools bereitstellen, um ihre Daten zu verwalten. Da diese Tools unterschiedliche und einander überschneidende Daten verwalteten, richtete sich die Speicherung häufig nach den Anforderungen der Datenverwaltung. Die Klassifizierung ermöglicht es einem Unternehmen hingegen, den Speicher entsprechend den Geschäftsanforderungen zu strukturieren und dabei dennoch eine effiziente Datenverwaltung aufrechtzuerhalten.

Dateiverwaltungsaufgaben

Mithilfe von Dateiverwaltungsaufgaben können Sie die folgenden Aktionen ausführen:

  • Erstellen und Aktualisieren von Dateiablaufaufgaben, durch die alle Dateien, die einem bestimmten Satz von Kriterien entsprechen, in ein festgelegtes Verzeichnis verschoben werden, in dem sie von einem Administrator gesichert und gelöscht werden können. Der Ablauf von Dateien kann auf der Grundlage von Klassifizierungswerten festgelegt werden oder nach einer bestimmten Anzahl von Tagen, nachdem die Datei erstellt, geändert oder zuletzt geöffnet wurde.

  • Erstellen und Aktualisieren von benutzerdefinierten Aufgaben, die es ermöglichen, einen Befehl oder ein Skript in einem festgelegten Arbeitsverzeichnis auszuführen.

  • Senden von E-Mail-Benachrichtigungen, Senden von Warnungen an das Ereignisprotokoll oder Ausführen eines Befehls oder Skripts an einer bestimmten Anzahl von Tagen, bevor die Dateiverwaltungsaufgabe für die Ausführung geplant ist.

Welche Relevanz haben Dateiverwaltungsaufgaben?

Dateiverwaltungsaufgaben stellen einen leistungsfähigen Mechanismus für die geplante Anwendung eines Befehls auf eine Gruppe von Dateien dar. Die mithilfe der Dateiverwaltung bereitgestellte Flexibilität ermöglicht die Vereinfachung zahlreicher Verwaltungsaufgaben. Der Ablauf von Dateien ist eine Anwendung, die eine der wichtigsten Anforderungen von Dateisystemadministratoren erfüllt.

In welchen Editionen ist dieses Feature enthalten?

Dieses Feature ist Teil des Lieferumfangs aller Editionen von Windows Server 2008 R2.

Gibt es spezielle Überlegungen?

Administratoren müssen bei der Verwendung von Dateiklassifizierung und Dateiverwaltungsaufgaben folgende Einschränkungen in Betracht ziehen:

  • Verschlüsselte Dateien können nicht klassifiziert werden, und es können keine Eigenschaften für diese gespeichert werden. Wenn eine zuvor klassifizierte Datei verschlüsselt wird, wird die Richtlinie nicht mehr auf diese Datei angewendet.

  • Die Dateiklassifizierung verwendet alternative Datenströme. In Dateisystemen oder Dateicontainern (wie Archiven, E-Mail-Anhängen oder eingebetteten Dateien), die keine alternativen Datenströme unterstützen, bleiben Klassifizierungseigenschaften möglicherweise nicht standardmäßig erhalten.

  • Dateien, die vom SYSTEM nicht lesbar sind, können nicht klassifiziert werden.

  • In Dateien, in die vom SYSTEM nicht geschrieben werden kann, bleiben die Klassifizierungen beim Verschieben nicht erhalten.

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Anzeigen:
© 2014 Microsoft. Alle Rechte vorbehalten.