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Installieren von Windows Server 2008 mit Service Pack 2

Letzte Aktualisierung: April 2009

Betrifft: Windows Server 2008

Dieses Dokument enthält Informationen zum Installieren des Windows Server® 2008-Betriebssystems mit Service Pack 2 (SP2). Es beinhaltet zudem Informationen zur Behandlung von Problemen, die bei der Installation auftreten können.

Setup besteht aus mehreren Abschnitten. Zu Beginn werden Sie zum Angeben einiger grundlegender Informationen aufgefordert. Dann werden Dateien vom Setup kopiert, und ein Neustart des Computers erfolgt. Das Setup wird beendet, wenn ein Menü für Aufgaben zur Erstkonfiguration angezeigt wird, in dem Sie den Server entsprechend Ihren Anforderungen konfigurieren können.

Informationen zur Vorinstallation

Systemanforderungen

Nachfolgend sind die geschätzten Systemanforderungen für Windows Server 2008 mit SP 2 aufgeführt. Wenn der Computer die Mindestanforderungen nicht erfüllt, kann das Produkt nicht ordnungsgemäß installiert werden. Die tatsächlichen Anforderungen sind von der Systemkonfiguration und den installierten Anwendungen und Features abhängig.

Prozessor

Die Prozessorleistung ist nicht nur von der Taktfrequenz des Prozessors abhängig, sondern auch von der Anzahl der Prozessorkerne und der Größe des Prozessorcache. Nachfolgend sind die Prozessoranforderungen für dieses Produkt aufgeführt:

Minimum: 1 GHz (für x86-Prozessoren) oder 1,4 GHz (für x64-Prozessoren)

noteHinweis
Ein Intel Itanium 2-Prozessor ist für Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme erforderlich.

RAM

Nachfolgend sind die RAM-Anforderungen für dieses Produkt aufgeführt:

  • Minimum: 512 MB

  • Maximum (32-Bit-Systeme): 4 GB (für Windows Server 2008 Standard) oder 64 GB (für Windows Server 2008 Enterprise und Windows Server 2008 Datacenter)

  • Maximum (64-Bit-Systeme): 32 GB (für Windows Server 2008 Standard) oder 1 TB (für Windows Server 2008 Enterprise oder Windows Server 2008 Datacenter) oder 2 TB (für Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme)

Speicherplatz- und weitere Anforderungen

Nachfolgend sind die ungefähren Speicherplatzanforderungen für die Systempartition aufgeführt. Möglicherweise ist zusätzlicher Speicherplatz erforderlich, wenn Sie das System über ein Netzwerk installieren.

noteHinweis
Computer mit mehr als 16 GB RAM erfordern einen größeren Speicherplatz für Auslagerungen, Ruhezustand und Sicherungsdateien.

  • Minimum (32-Bit-Systeme): 20 GB oder mehr

  • Minimum (64-Bit-Systeme): 32 GB oder mehr

  • DVD-Laufwerk

  • Super-VGA (800 x 600)-Monitor oder Monitor mit höherer Auflösung

  • Tastatur und Microsoft®-Maus (oder andere kompatible Zeigegeräte)

Wichtige Überlegungen für Active Directory-Domänencontroller

Für den Upgradeprozess von Windows Server 2003 auf Windows Server 2008 ist freier Speicherplatz für das neue Betriebssystemabbild, für den Setupprozess und für die installierten Serverrollen erforderlich.

Für die Domänencontrollerrolle gibt es außerdem für das Volume bzw. die Volumes, die die folgenden Ressourcen hosten, bestimmte Anforderungen in Bezug auf den freien Speicherplatz:

  • Anwendungsdaten (%AppData%)

  • Programmdateien (%ProgramFiles%)

  • Benutzerdaten (%SystemDrive%\Dokumente und Einstellungen)

  • Windows®-Verzeichnis (%WinDir%)

Der freie Speicherplatz auf dem Volume %WinDir% muss mindestens der aktuellen Größe der oben aufgelisteten Ressourcen und der dazugehörigen untergeordneten Ordner entsprechen, wenn sich diese auf dem Volume %WinDir% befinden. In der Standardeinstellung werden die Active Directory®-Datenbank und die Protokolldateien von dcpromo unter %Windir% gespeichert. In diesem Fall ist ihre Größe in den Anforderungen an den freien Speicherplatz für den Ordner %Windir% enthalten.

Wenn die Active Directory-Datenbank jedoch außerhalb der oben genannten Ordner gehostet wird, muss das als Host verwendete Volume bzw. die als Host verwendeten Volumes nur über zusätzlichen freien Speicherplatz verfügen, der mindestens 10 % der aktuellen Datenbankgröße oder 250 MB entspricht - je nachdem, was größer ist. Schließlich muss der freie Speicherplatz auf dem Volume, auf dem die Protokolldateien gehostet werden, mindestens 50 MB betragen.

In einer Standardinstallation des Active Directory-Verzeichnisdiensts unter Windows Server 2003 befinden sich die Active Directory-Datenbank und die Protokolldateien unter %WinDir%\NTDS. In dieser Konfiguration werden die Datenbankdatei NTDS.DIT und alle Protokolldateien vorübergehend an den Quarantänespeicherort und dann zurück an ihren ursprünglichen Speicherort kopiert. Daher ist für diese Ressourcen zusätzlicher freier Speicherplatz erforderlich. Das Verzeichnis SYSVOL, das sich ebenfalls unter %WinDir% (%WinDir%\SYSVOL) befindet, wird jedoch verschoben und nicht kopiert. Daher ist hierfür kein zusätzlicher freier Speicherplatz erforderlich.

Nach dem Upgrade wird der für die kopierten Ressourcen reservierte Speicherplatz wieder für das Dateisystem freigegeben.

Wichtige Informationen für x64-basierte Betriebssysteme

Stellen Sie für x64-basierte Versionen von Windows Server 2008 sicher, dass Sie über aktualisierte und digital signierte Kernelmodustreiber verfügen. (Dies gilt auch für die 64-Bit-Versionen von Windows Server 2008 außer für Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme.)

Bei der Installation eines Plug & Play-Geräts werden Sie unter Umständen darauf hingewiesen, dass der Treiber nicht digital signiert ist. Bei der Installation einer Anwendung, die einen nicht digital signierten Treiber enthält, wird beim Setup kein Fehler angezeigt. In beiden Fällen wird der nicht signierte Treiber von Windows Server 2008 nicht geladen.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob der Treiber digital signiert ist, oder wenn Sie den Computer nach der Installation nicht starten können, deaktivieren Sie die Treibersignaturanforderung mithilfe der folgenden Vorgehensweise. Diese Vorgehensweise ermöglicht das ordnungsgemäße Starten des Computers, und der nicht signierte Treiber wird geladen.

So deaktivieren Sie die Signaturanforderung für den aktuellen Startvorgang:

  1. Starten Sie den Computer neu, und drücken Sie beim Start F8.

  2. Wählen Sie Erweiterte Startoptionen aus.

  3. Wählen Sie Erzwingen der Treibersignatur deaktivieren aus.

  4. Starten Sie Windows, und deinstallieren Sie den nicht signierten Treiber.

Wenden Sie sich bzgl. der Verfügbarkeit eines signierten 64-Bit-Gerätetreibers an den Anbieter.

Weitere Informationen finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=66577 (möglicherweise in englischer Sprache) .

Wichtige Informationen für Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme

In Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme ist Setupldr.efi nicht mehr auf den Installationsmedien vorhanden. Um Windows Server 2008 mithilfe der Extensible Firmware Interface (EFI)-Shell zu installieren, legen Sie die Installationsmedien in den Computer ein und wählen im Startmenü Von EFI-Shell starten aus. Wechseln Sie dann zum Laufwerk, das die Installationsmedien enthält, navigieren Sie zu \efi\boot\, und führen Sie Bootia64.efi aus.

Vor dem Setup

Führen Sie vor der Installation von Windows Server 2008 die Schritte in diesem Abschnitt aus, um die Installation vorzubereiten.

  • Überprüfen Sie die Anwendungskompatibilität. Sie können dazu das Anwendungskompatibilitäts-Toolkit von Microsoft verwenden. Obwohl dieses hauptsächlich zum Bereitstellen von Kompatibilitätsinformationen zu Netzwerkanwendungen verwendet wird, können Sie es auch zur Vorbereitung auf Windows Server 2008 verwenden. Weitere Informationen finden Sie in den Informationen zur Windows-Anwendungskompatibilität (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=29880).

  • Trennen Sie alle USV-Geräte. Wenn der Zielcomputer mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) verbunden ist, trennen Sie vor dem Ausführen von Setup das serielle Kabel dieses Geräts. Setup versucht automatisch, die Geräte an den seriellen Anschlüssen zu erkennen. Eine USV kann zu Problemen bei diesem Vorgang führen.

  • Sichern Sie Ihre Server. Ihre Sicherung sollte alle erforderlichen Daten und Konfigurationsinformationen für eine ordnungsgemäße Ausführung des Computers einschließen. Es ist wichtig, die Konfigurationsinformationen für Server (insbesondere Server der Netzwerkinfrastruktur), wie z. B. DHCP-Server (Dynamic Host Configuration-Protokoll), zu sichern. Vergessen Sie bei der Sicherung nicht, die Start- und Systempartitionen und die Systemstatusdaten mit einzuschließen. Eine weitere Möglichkeit zur Sicherung von Konfigurationsinformationen besteht in der Erstellung eines Sicherungssatzes für die automatische Systemwiederherstellung.

  • Deaktivieren Sie die Virenschutzsoftware. Die Virenschutzsoftware kann die Installation beeinflussen. Beispielsweise kann die Installation durch Prüfen jeder lokal auf den Computer kopierten Datei deutlich verlangsamt werden.

  • Führen Sie das Windows-Speicherdiagnosetool aus. Sie sollten dieses Tool ausführen, um den Arbeitsspeicher (RAM) des Computers zu testen. Folgen Sie zum Verwenden des Windows-Speicherdiagnosetools den Anweisungen im Benutzerhandbuch zur Windows-Speicherdiagnose (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=50362, möglicherweise in englischer Sprache).

  • Stellen Sie Massenspeichertreiber bereit. Wenn vom Hersteller eine eigene Treiberdatei zur Verfügung gestellt wurde, speichern Sie die Datei auf einer Diskette, CD, DVD oder einem USB-Flashlaufwerk, und zwar entweder im Stammverzeichnis des Mediums oder in einem der folgenden Ordner: amd64 für x64-basierte Computer, i386 für 32-Bit-Computer oder ia64 für Itanium-basierte Computer. Soll der Treiber beim Setup bereitgestellt werden, klicken Sie auf der Auswahlseite für den Datenträger auf Treiber laden (oder drücken Sie F6). Sie können den Treiber suchen oder das Medium von Setup suchen lassen.

  • Bedenken Sie, dass die Windows-Firewall standardmäßig aktiviert ist. Serveranwendungen, die nicht angeforderte eingehende Verbindungen empfangen müssen, lösen so lange einen Fehler aus, bis Sie eingehende Firewallregeln erstellen, um diese Verbindungen zuzulassen. Informieren Sie sich bei Ihrem Anwendungsanbieter über die für eine ordnungsgemäße Ausführung der Anwendung erforderlichen Ports und Protokolle.

    Weitere Informationen zur Windows-Firewall finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=84639.

  • Bereiten Sie die Active Directory -Umgebung mit Windows Server 2008-Updates vor. Bevor Sie einen Domänencontroller, der Windows Server 2008 ausführt, zu einer Active Directory-Umgebung hinzufügen können, die Windows 2000- oder Windows Server 2003-Betriebssysteme ausführt, müssen Sie die Umgebung aktualisieren.

noteHinweis
Auch wenn Sie folgende Schritte ausgeführt haben, um vorherige Versionen zu installieren, müssen Sie diese Verfahren vor dem Installieren dieser Version von Windows Server 2008 wiederholen.

Hierzu müssen Sie die Active Directory-Umgebung mit dem folgenden Verfahren aktualisieren. Bei einer unbeaufsichtigten Installation ist dieser Schritt vor der Installation des Betriebssystems auszuführen. Andernfalls muss dieser Schritt nach der Ausführung von Setup und vor der Installation der Active Directory-Domänendienste ausgeführt werden.

So bereiten Sie eine Gesamtstruktur vor:

  1. Melden Sie am Schemamaster als Mitglied der Gruppe Organisations-Admins, Schema-Admins oder Domänen-Admins an.

  2. Kopieren Sie den Inhalt des Ordners \sources\adprep von der Windows Server 2008-Installations-DVD zum Inhaber der Schemamasterrolle.

  3. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster, navigieren Sie zum Ordner "Adprep", und führen Sie adprep /forestprep aus.

  4. Wenn Sie einen schreibgeschützten Domänencontroller (RODC) installieren möchten, führen Sie adprep /rodcprep aus.

  5. Warten Sie ab, bis der Vorgang beendet und die Änderungen repliziert werden, bevor Sie das nächste Verfahren ausführen.

So bereiten Sie eine Domäne vor:

  1. Melden Sie sich als Mitglied der Gruppe Domänen-Admins am Infrastrukturmaster an.

  2. Kopieren Sie den Inhalt des Ordners \sources\adprep von der Installations-DVD zum Inhaber der Infrastrukturmasterfunktion.

  3. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster, navigieren Sie zum Ordner "Adprep", und führen Sie adprep /domainprep /gpprep aus.

  4. Lassen Sie den Abschluss des Vorgangs und das Replizieren der Änderungen zu.

    Nach diesen Schritten können Domänencontroller hinzugefügt werden, die Windows Server 2008 in den vorbereiteten Domänen ausführen. Zu den Aufgaben des adprep-Befehls gehören das Erweitern des Schemas, das Aktualisieren von Standardsicherheitsbeschreibungen ausgewählter Objekte und bei einigen Anwendungen das Hinzufügen neuer Verzeichnisobjekte.

    Weitere Informationen zu adprep finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=108405.

Copyright

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