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Was wird mit USMT migriert?

Veröffentlicht: Juni 2009

Letzte Aktualisierung: Juni 2010

Betrifft: Windows 7, Windows Vista

Inhalt dieses Themas

Standardmigrationsskripts

Windows® User State Migration Tool (USMT) 4.0 wurde entwickelt, damit IT-Spezialisten präzise Definitionen von Migrationen mithilfe der XML-Skriptsprache von USMT festlegen können. USMT stellt folgende Beispielskripts bereit:

  • MigApp.XML: Regeln zur Migration von Anwendungseinstellungen

  • MigDocs.XML: Regeln zur Verwendung der Hilfsfunktion MigXmlHelper.GenerateDocPatterns, mit der ein Computer automatisch nach Benutzerdokumenten durchsucht werden kann, ohne dass umfangreiche benutzerdefinierte XML-Dateien für die Migration erstellt werden müssen

  • MigUser.XML: Regeln zur Migration von Benutzerprofilen und -daten

    MigUser.xml sammelt alle Daten aus den einzelnen Benutzerprofilen und führt anschließend im nahezu gesamten System eine auf Dateierweiterungen basierende Suche nach Benutzerdaten durch. Wenn bestimmte Daten diesen Kriterien nicht entsprechen, werden sie nicht migriert. Diese Datei dient i. d. R. einer Kernmigration.

    Folgende Daten werden mit MigUser.xml nicht migriert:

    • Dateien außerhalb des Benutzerprofils, die keiner der Dateierweiterungen in MigUser.xml entsprechen

    • ACLs für Ordner außerhalb des Benutzerprofils

Benutzerdaten

In diesem Abschnitt werden die Benutzerdaten beschrieben, die USMT standardmäßig mithilfe der Datei MigUser.xml migriert. Außerdem wird das Migrieren von Zugriffssteuerungslisten (Access Control Lists, ACLs) definiert.

  • Ordner aus den einzelnen Benutzerprofilen. Wenn Sie die Datei MigUser.xml angeben, migriert USMT alle Daten aus dem jeweiligen Benutzerprofil, einschließlich der folgenden:

    Eigene Dateien, Eigenes Video, Eigene Musik, Eigene Bilder, Desktopdateien, Startmenü, Schnellstarteinstellungen und Favoriten

  • Ordner aus den Profilen "Alle Benutzer" und "Öffentlich". Wenn Sie die Datei MigUser.xml angeben, migriert USMT außerdem Folgendes aus dem Profil Alle Benutzer unter Windows® XP bzw. dem Profil Öffentlich in Windows Vista® oder Windows® 7:

    Gemeinsame Dokumente, freigegebene Videos, freigegebene Musik, freigegebene Desktopdateien, freigegebene Bilder, freigegebenes Startmenü und freigegebene Favoriten

  • Dateitypen. Bei Verwendung der Datei MigUser.xml durchsucht das Tool ScanState die integrierten Laufwerke und sammelt und migriert Dateien mit folgenden Dateierweiterungen:

    .accdb, .ch3, .csv, .dif, .doc*, .dot*, .dqy, .iqy, .mcw, .mdb*, .mpp, .one*, .oqy, .or6, .pot*, .ppa, .pps*, .ppt*, .pre, .pst, .pub, .qdf, .qel, .qph, .qsd, .rqy, .rtf, .scd, .sh3, .slk, .txt, .vl*, .vsd, .wk*, .wpd, .wps, .wq1, .wri, .xl*, .xla, .xlb, .xls*

    noteHinweis
    Das Sternchen (*) ist ein Platzhalter für null oder mehr Zeichen.

  • Zugriffssteuerungslisten. USMT 4.0 migriert Zugriffssteuerungslisten (Access Control List, ACL) für festgelegte Dateien und Ordner von Computern unter Windows® XP und Windows Vista. Wenn Sie z. B. die Datei Datei1.txt migrieren, die für Benutzer1 schreibgeschützt ist, für die Benutzer2 hingegen die Berechtigung "Lesen/Schreiben" hat, gelten diese Einstellungen auch nach der Migration auf dem Zielcomputer.

ImportantWichtig
Für die Migration von Zugriffssteuerungslisten müssen Sie das zu migrierende Verzeichnis in der Datei MigUser.xml angeben. Die Angabe von Mustern wie "*.doc" ist nicht ausreichend, um ein Verzeichnis zu migrieren. Die Informationen aus der Quell-Zugriffssteuerungsliste werden nur dann migriert, wenn Sie das entsprechende Verzeichnis explizit angeben. Beispiel: <pattern type=”File”>c:\test docs</pattern>.

Betriebssystemkomponenten

USMT migriert Betriebssystemkomponenten von Computern unter Windows XP, Windows Vista und Windows 7 auf einen Zielcomputer unter Windows 7.

noteHinweis
Wenn Sie mithilfe von USMT 4.0 einen Benutzerzustand nach Windows Vista anstatt nach Windows 7 migrieren, müssen Sie im Tool ScanState die Option /targetvista verwenden. Ohne die Befehlszeilenoption /targetvista können einige der Betriebssystemeinstellungen bei der Migration verloren gehen. Weitere Informationen finden Sie unter "ScanState"-Syntax (möglicherweise in englischer Sprache).

Folgende Komponenten werden standardmäßig mithilfe der Manifestdateien migriert:

  • Barrierefreiheiteinstellungen

  • Adressbuch

  • Eingabeaufforderungseinstellungen

  • *Desktophintergrundbild

  • EFS-Dateien

  • Favoriten

  • Ordneroptionen

  • Schriftarten

  • Gruppenmitgliedschaft. Klicken Sie z. B. mit der rechten Maustaste auf Arbeitsplatz, und klicken Sie dann auf Verwalten. USMT migriert die Gruppen unter "Lokale Benutzer und Gruppen" für alle Benutzer, die in die Migration eingeschlossen wurden.

  • *Windows Internet Explorer®-Einstellungen

  • Einstellungen für Microsoft® Open Database Connectivity (ODBC)

  • Maus- und Tastatureinstellungen

  • Netzlaufwerkzuordnungen

  • *Netzwerkdruckerzuordnungen

  • *Offlinedateien

  • *Telefon- und Modemoptionen

  • Dateien mit RAS-Verbindungen und Telefonbuch (PBK)

  • *Regionseinstellungen

  • Remotezugriff

  • *Taskleisteneinstellungen

  • Windows Mail. E-Mail-Dateien aus Microsoft Outlook Express (DBX) werden von Windows XP migriert.

  • *Windows Media Player

  • Windows-Rechteverwaltung

* Diese Einstellungen sind bei einer Offlinemigration nicht verfügbar. Weitere Informationen finden Sie unter Offlinemigration (möglicherweise in englischer Sprache).

ImportantWichtig
Diese Liste ist möglicherweise nicht vollständig. Es können ggf. noch weitere Komponenten migriert werden.

noteHinweis
Einige Einstellungen, z. B. Schriftarten, werden erst nach einem Neustart des Zielcomputers vom Tool LoadState übernommen. Aus diesem Grund müssen Sie auf dem Zielcomputer einen Neustart durchführen, nachdem Sie das Tool LoadState ausgeführt haben.

Unterstützte Anwendungen

Sie sollten zunächst alle Anwendungen auf dem Zielcomputer installieren, bevor Sie den Benutzerzustand wiederherstellen, auch wenn dies nicht bei allen Anwendungen erforderlich ist. Damit stellen Sie sicher, dass die migrierten Einstellungen auch beibehalten werden.

noteHinweis
Die Versionen der installierten Anwendungen müssen auf den Quell- und Zielcomputern identisch sein. USMT unterstützt nicht die Migration von Einstellungen älterer Versionen einer Anwendung auf eine neuere Version. Dies gilt jedoch nicht für Microsoft Office.

noteHinweis
USMT migriert nur Einstellungen, die vom Benutzer verwendet und/oder geändert wurden. Falls eine Anwendungseinstellung auf dem Quellcomputer nicht vom Benutzer geändert wurde, wird sie auch nicht migriert.

Wenn Sie die Datei MigApp.xml angeben, migriert USMT 4.0 die Einstellungen folgender Anwendungen:

 

Produkt Version

Adobe Acrobat Reader

9

AOL Instant Messenger

6.8

Apple iTunes

7, 8

Apple QuickTime Player

7

Apple Safari

3.1.2

Google Chrome

beta

Google Picasa

3

Google Talk

beta

IBM Lotus 1-2-3

9.8

IBM Lotus Notes

8

IBM Lotus Organizer

9.8

IBM Lotus WordPro

9.8

Intuit Quicken

2009

Money Plus Business

2008

Money Plus Home

2008

Mozilla Firefox

3

Microsoft Office Access®

2003, 2007

Microsoft Office Excel®

2003, 2007

Microsoft Office FrontPage®

2003, 2007

Microsoft Office OneNote®

2003, 2007

Microsoft Office Outlook®

2003, 2007

Microsoft Office PowerPoint®

2003, 2007

Microsoft Office Publisher

2003, 2007

Microsoft Office Word

2003, 2007

Opera Software Opera

9.5

Microsoft Outlook Express

(nur die Postfachdatei)

Microsoft Project

2003, 2007

Microsoft Office Visio®

2003, 2007

RealPlayer Basic

11

Sage Peachtree

2009

Skype

3.8

Windows Live Mail

12, 14

Windows Live Messenger

8.5, 14

Windows Live MovieMaker

14

Windows Live Fotogalerie

12, 14

Windows Live Writer

12, 14

Windows Mail

(nur mit Vista geliefert)

Microsoft Works

9

Yahoo Messenger

9

Zune™

3

Was mit USMT nicht migriert wird

In der folgenden Liste finden Sie die Einstellungen, die mit USMT nicht migriert werden. Falls Sie auf ein Problem stoßen, das hier nicht aufgeführt ist, lesen Sie unter Häufig auftretende Probleme nach.

Anwendungseinstellungen

USMT 4.0 migriert folgende Anwendungseinstellungen nicht:

  • Einstellungen aus früheren Versionen einer Anwendung. Die Versionen der jeweiligen Anwendung müssen auf den Quell- und Zielcomputern identisch sein. USMT unterstützt nicht die Migration von Einstellungen aus früheren Versionen einer Anwendung auf eine neuere Version. Die einzige Ausnahme hierzu stellt Microsoft Office dar, für das USMT auch Migrationen von älteren auf neuere Versionen durchführen kann.

  • Anwendungseinstellungen und einige Betriebssystemeinstellungen, wenn ein lokales Konto eingerichtet wurde. Wenn Sie z. B. "/lac" ausführen, um auf dem Zielcomputer ein lokales Konto einzurichten, migriert USMT zwar die Benutzerdaten, aber nur einige der Betriebssystemeinstellungen wie Hintergrundbild- und Bildschirmschonereinstellungen, jedoch keine Anwendungseinstellungen.

  • Microsoft Project-Einstellungen, sofern eine Migration von einem System mit Office 2003 auf Office 2007 durchgeführt wird

  • ICQ Pro-Einstellungen, wenn ICQ Pro auf dem Zielcomputer an einem anderen Speicherort installiert wurde. Für eine erfolgreiche Migration der Einstellungen von ICQ Pro müssen Sie ICQ Pro auf dem Zielcomputer an demselben Speicherort installieren wie auf dem Quellcomputer. Andernfalls wird die Anwendung bei Verwendung des Tools LoadState nicht gestartet. In folgenden Situationen können Probleme auftreten:

    • Sie ändern den Standardinstallationsort auf Zielcomputern mit einem 32-Bit-System.

    • Sie führen eine Migration von einem 32-Bit-Computer auf einen 64-Bit-Computer durch. Die Ursache hierfür ist, dass das Standardinstallationsverzeichnis von ICQ Pro bei diesen beiden Computertypen unterschiedlich ist. Wenn Sie ICQ Pro auf einem 32-Bit-Computer installieren, lautet der Standardspeicherort C:\Programme\.... Das Standardinstallationsverzeichnis von ICQ Pro auf einem x64-Computer lautet hingegen C:\Programme (x86)\....

Betriebssystemeinstellungen

USMT 4.0 migriert folgende Betriebssystemeinstellungen nicht:

  • Zugeordnete Netzlaufwerke, lokale Drucker, Hardwareeinstellungen, Treiber, Kennwörter, Binärdateien von Anwendungen, Synchronisationsdateien, DLL-Dateien und andere ausführbare Dateien

  • Berechtigungen für freigegebene Ordner. Sie müssen alle Ordner, die auf dem Quellcomputer freigegeben waren, nach der Migration manuell wieder freigeben.

  • Dateien und Einstellungen bei einer Migration zwischen Betriebssystemen mit unterschiedlichen Sprachen. Die Sprache des Betriebssystems des Quellcomputers muss mit der des Zielcomputers übereinstimmen.

  • Angepasste Symbole für Verknüpfungen werden möglicherweise nicht migriert

  • Taskleisteneinstellungen, wenn auf dem Quellcomputer Windows XP ausgeführt wird

  • Netzwerkdrucker und die folgenden Firewalleinstellungen, wenn auf dem Zielcomputer Windows XP ausgeführt wird:

    • Nur das Kontrollkästchen Internetverbindungsfirewall und die Einstellung werden migriert. USMT unterstützt WMI-Einstellungen (Windows Management Instrumentation) und Registrierungseinstellungen von Windows XP Service Pack 2.

    • Die Einstellung für Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung wird nicht auf den Zielcomputer migriert, da dies die Netzwerksicherheit beeinträchtigen könnte.

    • Die erweiterten Firewalleinstellungen werden nicht migriert, da dies zusätzliche Sicherheitsrisiken bedeuten könnte.

    • Die Benutzeroberfläche Netzwerkverbindungen wird erst nach dem Abmelden oder nach dem Drücken von F5 vollständig aktualisiert.

    • Brückeneinstellungen werden nicht migriert, z. B. bei Brücken zwischen einem virtuellen privaten Netzwerk und einem zweiten Netzwerkadapter.

Beachten Sie außerdem Folgendes:

  • Sie sollten USMT unter einem Konto mit Administratorrechten ausführen. Andernfalls werden einige Daten nicht migriert. Wenn Sie die Tools ScanState oder LoadState unter Windows Vista oder Windows 7 ausführen, müssen Sie dafür den Verwaltungsmodus unter einem Konto mit Administratorrechten verwenden. Falls Sie USMT nicht im Verwaltungsmodus ausführen, wird nur das Benutzerprofil migriert, das zurzeit angemeldet ist. Außerdem müssen Sie das Tool ScanState unter Windows XP unter einem Konto mit Adminstratorrechten ausführen. Andernfalls werden einige Betriebssystemeinstellungen nicht migriert. Klicken Sie zur Ausführung im Verwaltungsmodus auf Start, auf Alle Programme und auf Zubehör, klicken Sie anschließend mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen.

  • Auf externen USB-Festplatten (Universal Serial Bus) gespeicherte Daten werden auch dann migriert, wenn Sie die Option /localonly angeben. Dies trifft jedoch nicht auf USB-Flashlaufwerke zu. Das bedeutet, dass die Daten auf USB-Flashlaufwerken bei Angabe der Option /localonly nicht migriert werden.

Siehe auch

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