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Unterstützung für freigegebene Clustervolumes für Hyper-V

Letzte Aktualisierung: Februar 2010

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Freigegebene Clustervolumes, ein Feature das für einige Versionen der Failover-Clusterunterstützung zur Verfügung steht, vereinfachen die Konfiguration und Verwaltung geclusterter virtueller Computer. Mit freigegebenen Clustervolumes kann von mehreren geclusterten virtuellen Computern der gleiche LUN (Datenträger) verwendet werden und dennoch unabhängig voneinander ein Failover (oder eine Verschiebung zwischen Knoten) ausgeführt werden.

noteHinweis
In Windows Server® 2008 R2 wird das in der Failover-Clusterunterstützung enthaltene Feature Freigegebene Clustervolumes nur bei Verwendung mit der Hyper-V-Serverrolle unterstützt. Die Erstellung, Reproduktion und Speicherung von Dateien auf freigegebenen Clustervolumes, die nicht für die Hyper-V-Rolle erstellt wurden, einschließlich aller unter dem Ordner ClusterStorage des Systemlaufwerks auf jedem Knoten gespeicherten Benutzer- oder Anwendungsdaten, wird nicht unterstützt und kann zu unvorhersehbarem Verhalten führen. Dazu gehört auch die Beschädigung oder der Verlust von Daten auf diesen freigegebenen Volumes. Nur Dateien, die für die Hyper-V-Rolle erstellt wurden, können auf freigegebenen Clustervolumes gespeichert werden. Ein Beispiel für einen Dateityp, der für die Hyper-V-Rolle erstellt wurde, ist eine VHD-Datei (Virtual Hard Disk, virtuelle Festplatte).

Lesen Sie vor dem Installieren eines Softwaredienstprogramms, durch das möglicherweise auf die auf freigegebenen Clustervolumes gespeicherten Dateien zugegriffen wird (beispielsweise Antiviren- oder Sicherungslösungen), die Dokumentation, oder erkundigen Sie sich beim Anbieter, ob die Anwendung bzw. das Dienstprogramm mit freigegebenen Clustervolumes kompatibel ist.

Dieses Thema bietet eine Übersicht und eine Beschreibung der Pfade und Dateinamen, die freigegebenen Clustervolumes zugeordnet sind. Ausführlichere Informationen finden Sie in den Themen unter Weitere Verweise weiter unten auf dieser Seite.

Inhalt dieses Themas

Freigegebene Clustervolumes (Übersicht)

Freigegebenen Clustervolumes zugeordnete Pfade

Freigegebenen Clustervolumes zugeordnete Dateinamenerweiterungen

Weitere Verweise

Freigegebene Clustervolumes (Übersicht)

Freigegebene Clustervolumes stehen in Versionen von Windows Server® 2008 R2 und von Microsoft® Hyper-V™ Server 2008 R2 zur Verfügung, in denen das Failoverclusterfeature enthalten ist. Auf Volumes, die als freigegebene Clustervolumes konfiguriert sind, kann durch alle Knoten eines Failoverclusters zugegriffen werden. Die Dateien auf den Volumes können von jedem Knoten geöffnet und verwaltet werden. Daher können auf verschiedenen Knoten verschiedene virtuelle Computer gehostet werden, deren Dateien sich alle auf dem gleichen Volume befinden. Dieser Entwurf hat viele Vorteile, wie beispielsweise:

  • Einfachere Speicherverwaltung: Wenn Volumes von virtuellen Computern gemeinsam genutzt werden, müssen zum Hosten der gleichen Anzahl virtueller Computer weniger LUNs konfiguriert und verwaltet werden.

  • Unabhängiger Failover virtueller Computer: Obwohl ein Volume von mehreren virtuellen Computern verwendet wird, kann für die einzelnen virtuellen Computer unabhängig voneinander ein Failover, eine Verschiebung oder eine Migration ausgeführt werden.

  • Keine Einschränkungen bei den Laufwerkbuchstaben: Da freigegebenen Clustervolumes kein Laufwerkbuchstabe zugewiesen werden muss, werden Sie nicht durch die Anzahl der verfügbaren Laufwerkbuchstaben eingeschränkt und müssen die Volumes nicht mithilfe von GUIDs verwalten.

  • Erweiterte Verfügbarkeit: Mit dem Feature Freigegebene Clustervolumes können viele Probleme erkannt und behandelt werden, die anderenfalls dazu führen könnten, dass der Speicher für virtuelle Computer nicht zur Verfügung steht. Dazu gehört das Erkennen und Behandeln von Speicherverbindungsproblemen (bei freigegebenen Clustervolumes wird der Speicherzugriff über einen anderen Knoten umgeleitet).

  • Effiziente Speicherverwendung: Sie können Speicherplatz besser nutzen, da es nicht notwendig ist, jede VHD-Datei (Virtual Hard Disk, virtuelle Festplatte) auf einem separaten Datenträger abzulegen und zusätzlichen freien Speicherplatz für die jeweilige VHD-Datei vorzusehen. Stattdessen kann der freie Speicherplatz auf einem freigegebenen Clustervolume von jeder VHD-Datei auf der LUN verwendet werden. Dadurch muss insgesamt weniger Speicherplatz für die Erweiterung vorgesehen werden, und die Kapazitätsplanung wird vereinfacht.

Freigegebenen Clustervolumes zugeordnete Pfade

Auf einem Failovercluster, für den freigegebene Clustervolumes verwendet werden, werden die für geclusterte virtuelle Computer verwendeten Dateien von Hyper-V im \ClusterStorage-Pfad auf dem Systemlaufwerk gespeichert. Dort wird auch auf die Dateien zugegriffen. Auf einem Knoten beispielsweise, auf dem das Betriebssystem von Laufwerk C: ausgeführt wird, lautet der Pfad wie folgt:

C:\ClusterStorage\

Durch den Failovercluster wird für jedes Volume in diesem Pfad ein eindeutiger Ordnername bereitgestellt. Beispiel:

C:\ClusterStorage\Volume1

Der Volumeordner kann umbenannt werden, der Ordner ClusterStorage jedoch nicht. Beispiel für einen Pfad mit einem Volumeordner mit geändertem Namen:

C:\ClusterStorage\VMGroupA

Freigegebenen Clustervolumes zugeordnete Dateinamenerweiterungen

Von Hyper-V werden Dateien mit den folgenden Dateinamenerweiterungen verwendet:

  • VHD

  • AVHD

  • VSV

  • XML

  • BIN

  • ISO

  • VFD

  • EXP

Freigegebene Clustervolumes sollten nur von Hyper-V zum Speichern von Dateien für Anwendungen, Features oder Rollen verwendet werden. Die Verwendung dieser Dateien wird nur für Hyper-V unterstützt. Die Verwendung dieser Dateien über andere Anwendungen, Features oder Rollen wird nicht unterstützt.

Weitere Verweise

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