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Freigabe

 

Gilt für: Outlook 2013

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-02-14

Information-Worker müssen häufig mit Partnern, Kunden, Lieferanten oder anderen Kontakten außerhalb ihrer Exchange-Organisation zusammenarbeiten. Zugunsten einer effektiven, organisationsübergreifenden Zusammenarbeit müssen die Benutzer möglicherweise auch zur Planung von Besprechungen ihre Frei/Gebucht-Informationen (die sogenannte "Kalenderverfügbarkeit") oder, je nach Art der Geschäftsbeziehung, noch ausführlichere Kalenderdaten freigeben. Auf ähnliche Weise müssen die Benutzer auch ihre Kontakte für diese externen Empfänger freigeben. In Microsoft Exchange Server 2013 können all diese Ziele mithilfe von Verbundfreigaben erreicht werden.

Inhalt

Zusammenarbeit bei früheren Exchange-Versionen (vor Exchange 2013) und Verbundfreigabe

Verbundfreigabe

Überlegungen zur Firewall bei der Verbundfreigabe

Koexistenz mit Exchange 2010

Koexistenz mit Exchange 2007

Dokumentation zur Freigabe

In früheren Versionen von Exchange standen nur eingeschränkte Freigabefunktionen zur Verfügung, sodass ein komplexes Setup und eine fortlaufende Wartung erforderlich waren. Damit Sie beispielsweise Verfügbarkeitsinformationen für andere Benutzer in einer anderen Exchange-Organisation freigeben konnten, mussten Sie das Tool für die organisationsübergreifende Replikation verwenden, um Öffentliche Ordner zwischen Exchange-Organisationen zu replizieren. Für diesen Vorgang mussten Active Directory-Vertrauensstellungen zwischen beiden Organisationen erstellt und Anmeldeinformationen für Dienstkonten verwaltet werden.

Damit Empfänger in Exchange-Adresslisten angezeigt werden, haben viele Organisationen verschiedene Tools wie GALSync verwendet, um die Empfänger einer Organisation mit den Daten der anderen Organisation zu synchronisieren. Das Einrichten von Vertrauensstellungen, das Verwalten der Anmeldeinformationen und die Replikation war bei mehreren externen Organisationen schwierig und mühsam. Das Erstellen von Active Directory-Gesamtstruktur- oder Domänenvertrauensstellungen und die Verwaltung der Anmeldeinformationen hatte zudem Auswirkungen auf die Sicherheit. Darüber hinaus mussten auch zusätzliche Ports in Firewalls zwischen zwei Organisationen geöffnet oder ein virtuelles privates Netzwerk (Virtual Private Network, VPN) eingerichtet werden.

Dank der Einführung der Exchange-Webdienste, des Verfügbarkeitsdiensts und der Clientzugriffs-Serverrolle in Exchange Server 2007 war die Replikation von Frei/Gebucht-Daten Öffentlicher Ordner nicht mehr erforderlich. Vertrauensstellungs- oder Anmeldeinformationen sowie globale Adresslisten (Global Address Lists, GALs) mussten jedoch weiterhin synchronisiert werden, um Frei/Gebucht-Informationen für externe Organisationen zur Verfügung stellen zu können.

Die Freigabe eines Kalender- oder Kontaktordners setzte auch voraus, dass den Benutzern in den vertrauenswürdigen Organisationen Berechtigungen für den Ordnerzugriff zugewiesen werden mussten. Dies konnte nur über das Erstellen von Active Directory-Vertrauensstellungen zwischen den beiden Organisationen realisiert werden, was weitere Auswirkungen auf die Sicherheit nach sich zog.

In Exchange 2010 wurde die Verbundfreigabe (auch als Verbunddelegierung bezeichnet) zusätzlich vereinfacht. Mit dem Assistenten für neue Verbundvertrauensstellungen und dem Verbundverwaltungs-Assistenten konnten Administratoren rasch eine Verbundvertrauensstellung mit Microsoft Federation Gateway erstellen und problemlos Organisationsbeziehungen mit anderen Exchange-Verbundorganisationen erstellen und konfigurieren. Mithilfe von Freigaberichtlinien konnten einzelne Exchange-Benutzer zudem flexibel ihre Kalenderverfügbarkeits- und Kontaktinformationen auf Benutzerbasis (für anonyme oder andere Exchange-basierte externe Empfänger) freigeben.

Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren des Verfügbarkeitsdiensts für gesamtstrukturübergreifende Topologien.

Zusammenarbeit bei früheren Exchange-Versionen (vor Exchange 2013) und Verbundfreigabe

Mithilfe der Verbundfreigabe in Exchange 2013 können Benutzer Informationen für Empfänger in externen Verbundorganisationen freigeben. Dazu wird eine Verbundvertrauensstellung mit Microsoft Federation Gateway eingerichtet, und zwischen den Exchange 2013-Organisationen werden Organisationsbeziehungen erstellt. Die Freigabe von Informationen zwischen Organisationen mit Exchange 2013 und Exchange 2010 SP3 oder höher wird ebenfalls unterstützt. Exchange 2013-Organisationen können zudem Freigaberichtlinien verwenden, um Benutzern das Erstellen einzelner Freigabebeziehungen mit Empfängern in anderen Organisationen zu gestatten. Für die Verbundfreigabe wird Microsoft Federation Gateway, ein cloudbasierter Dienst, als Vertrauensstellungsbroker zwischen zwei Verbundorganisationen verwendet. Zur Aktivierung der Verbundfreigabe muss jede Organisation, die Informationen freigeben möchte, eine einmalige Verbundvertrauensstellung mit Microsoft Federation Gateway einrichten und entweder eine Organisationsbeziehung oder Freigaberichtlinien für die andere Organisation konfigurieren.

WichtigWichtig:
Wenn Sie die Verbundorganisations-ID für die Exchange-Organisation deaktivieren, werden alle Verbundfreigabefunktionen für die Organisation deaktiviert.

Weitere Informationen zu Microsoft Federation Gateway und Verbundvertrauensstellungen finden Sie in den folgenden Themen (möglicherweise in englischer Sprache):

Die Verbundfreigabe bietet Benutzern zwei Möglichkeiten, Kalender- und Kontaktinformationen für externe Empfänger freizugeben: Organisationsbeziehungen und Freigaberichtlinien.

Organisationsbeziehungen bieten die Möglichkeit, eine Verbundfreigabe mit einer anderen Exchange-Verbundorganisation zu aktivieren, damit die Benutzer in beiden Organisationen gegenseitig Kalender- und Frei/Gebucht-Informationen freigeben können. Bei Organisationsbeziehungen handelt es sich um 1:1-Beziehungen zwischen zwei Exchange-Organisationen und nicht um eine Beziehung zwischen einzelnen Benutzern in den Exchange-Organisationen. Beide Organisationen müssen vor der Konfiguration der Organisationsbeziehung lediglich eine einzige Verbundvertrauensstellung mit Microsoft Federation Gateway einrichten und ihre Verbundorganisations-ID konfigurieren. Es ist weder eine komplexe Active Directory-Gesamtstruktur erforderlich, noch muss eine Domänenvertrauensstellung zwischen den beiden Organisationen konfiguriert werden (wozu möglicherweise mehrere Ports in Firewalls geöffnet oder ein VPN eingerichtet werden müsste).

Für Organisationsbeziehungen müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • In jeder Exchange 2013-Organisation ist ein Exchange-Clientzugriffsserver vorhanden. Eine Exchange 2013-Organisation kann auch eine Organisationsbeziehung mit Exchange 2010-Organisationen herstellen. Einzige Voraussetzung hierfür ist, dass die Exchange 2010-Organisation Clientzugriffsserver hat, auf denen Service Pack 2 (SP2) oder höher installiert ist.

  • Jede Exchange-Organisation hat eine Verbundvertrauensstellung mit Microsoft Federation Gateway erstellt.

  • Jede Exchange-Organisation hat eine Verbundorganisations-ID konfiguriert. Den Organisations-IDs wurden die zum Generieren der E-Mail-Adressen von Benutzern verwendeten Domänen hinzugefügt.

  • In jeder entsprechenden Organisation ist eine Organisationsbeziehung vorhanden.

HinweisAnmerkung:
Es wird dringend empfohlen, dass die Benutzer in beiden Exchange-Verbundorganisationen bei Verwendung der Verbundfreigabefunktionen Outlook 2010 oder höher verwenden. Benutzer mit Clients vor Outlook 2010 können keine SMTP-Adressen externer Empfänger zum Anzeigen von Verfügbarkeitsinformationen angeben. Die Empfänger müssen globalen Adresslisten (GAL) entnommen werden. Dazu ist eine GAL-Synchronisierung mit der externen Organisation erforderlich.

Wenn Sie eine Organisationsbeziehung mit einer externen Exchange-Verbundorganisation erstellen, können die Benutzer in der externen Organisation auf die Frei/Gebucht-Kalenderinformationen Ihrer Benutzer zugreifen. Es ist keine Replikation von GAL-Daten erforderlich. Mit dieser Konfiguration können Benutzer von Outlook 2010 und Office Outlook Web App beim Planen von Besprechungen einfach die SMTP-Adresse eines externen Empfängers eingeben.

Beim Erstellen einer Organisationsbeziehung können Sie für den Zugriff auf die Kalenderverfügbarkeit eine der drei folgenden Zugriffsebenen angeben:

  • Kein Frei/Gebucht-Zugriff

  • Frei/Gebucht-Zugriff nur mit Zeit

  • Frei/Gebucht-Zugriff mit Zeit plus Betreff und Ort

Damit die Benutzer in Ihrer Organisation Zugriff auf die Frei/Gebucht-Informationen der externen Benutzer haben oder um die Frei/Gebucht-Informationen unidirektional für die externe Organisation freizugeben, muss der Administrator in der externen Organisation ebenfalls eine Organisationsbeziehung zu Ihrer Organisation erstellen. Der externe Administrator kann jedoch für seine Benutzer eine Zugriffsebene angeben, die sich von der von Ihnen definierten Ebene unterscheidet. Bei einer unidirektionalen Freigabe würde beispielsweise der externe Administrator seine Organisationsbeziehung so konfigurieren, dass die Frei/Gebucht-Informationen seiner Benutzer nicht für die Benutzer Ihrer Organisation freigegeben werden, die Frei/Gebucht-Informationen Ihrer Benutzer jedoch entsprechend Ihren Einstellungen für die Organisationsbeziehung den Benutzern der externen Organisation angezeigt würden.

HinweisAnmerkung:
Wenn Benutzer die eigenen Frei/Gebucht-Informationen nicht für andere Benutzer freigeben möchten, können sie in Outlook den Berechtigungseintrag "Standard" ändern. Dazu müssen sie zur Registerkarte Kalendereigenschaften > Berechtigungen navigieren, die Berechtigung Standard auswählen und dann in der Liste Berechtigungsstufe die Option Keine auswählen. Selbst wenn eine Organisationsbeziehung mit einer externen Organisation besteht, sind dann die entsprechenden Frei/Gebucht-Informationen weder für interne noch für externe Benutzer sichtbar. Die Organisationsbeziehung berücksichtigt stets die vom Benutzer festgelegten Berechtigungen.

Beim Erstellen einer Organisationsbeziehung stellen Exchange 2013-Clientzugriffsserver eine Verbindung mit dem von der externen Organisation veröffentlichten AutoErmittlungswebdienst her, um den Endpunkt des Verfügbarkeitsdiensts abzurufen. Sie können den Endpunkt des Verfügbarkeitsdiensts der externen Organisation auch manuell beim Erstellen der Beziehung angeben.

Zum Erstellen einer Organisationsbeziehung mit einer externen Organisation können Sie den Assistenten für neue Organisationsbeziehung in der Exchange-Verwaltungskonsole oder das Cmdlet New-OrganizationRelationship in der Exchange-Verwaltungsshell verwenden.

Genaue Anweisungen zum Erstellen einer Organisationsbeziehung finden Sie unter Erstellen einer Organisationsbeziehung.

Im Gegensatz zu Organisationsbeziehungen, mit denen nur die Freigabe von Frei/Gebucht-Informationen für Empfänger in anderen Exchange-Verbundorganisationen aktiviert wird, ermöglichen Freigaberichtlinien die benutzerdefinierte, personenbezogene Freigabe von Kalender- und Kontaktinformationen für andere Arten externer Benutzer. Über Freigaberichtlinien können Ihre Benutzer sowohl Frei/Gebucht-Informationen als auch Kontaktdaten (einschließlich der Kalender- und Kontaktordner) für Empfänger in anderen externen Exchange-Verbundorganisationen freigeben. Empfänger, die keiner externen Verbundorganisation angehören oder sich in einer Organisation befinden, die kein Exchange verwendet, haben mittels Freigaberichtlinien die Möglichkeit, über die Internet-Kalenderveröffentlichung personenbezogen Kalenderinformationen für anonyme Benutzer freizugeben.

Mit Freigaberichtlinien brauchen Sie die Beziehungen Ihrer Benutzer für die Zusammenarbeit nicht mehr zu verwalten. Statt dessen entscheiden die Benutzer selbst, mit welchen externen Empfängern sie zusammenarbeiten möchten. Über Outlook 2010 oder Outlook Web App können die Benutzer externe Empfänger in anderen Verbunddomänen einladen, auf ihre Kalender- oder Kontaktordner zuzugreifen, und diese im Gegenzug bitten, auch ihre Ordner freizugeben. Die Benutzer können auch jeder Peron mit Internetzugang anonymen Zugriff auf ihre Kalenderinformationen gewähren. Über Freigaberichtlinien wird gesteuert, für welche Arten von Benutzern und in welchem Umfang Informationen freigegeben werden können. Falls erforderlich, können Sie auch die Freigaberichtlinie eines Benutzers oder einer Gruppe deaktivieren.

Freigaberichtlinien sind Postfachbenutzern zugewiesen. Entsprechend der Standardfreigaberichtlinie können Benutzer Verfügbarkeitsinformationen für alle externen Verbunddomänen freigeben. Nachdem Sie eine Verbundvertrauensstellung mit Microsoft Federation Gateway erstellt und die Verbundorganisations-ID konfiguriert haben, können die Benutzer andere Benutzer in jeder externen Verbundorganisation zur Freigabe von Kalender- und Kontaktinformationen einladen.

WichtigWichtig:
Für die Teilnahme an der Verbundfreigabe muss die Organisation des externen Benutzers ebenfalls eine Verbundvertrauensstellung mit Microsoft Federation Gateway erstellt und die Verbundorganisations-ID konfiguriert haben.

Wenn Sie Empfängern in Organisationen, die nicht den Verbunddomänen angehören, beispielsweise Familienmitgliedern, Freunden oder Benutzern von Organisationen, die kein Exchange verwenden, den Zugriff auf Kalender von Benutzern gestatten möchten, sollten Sie eine separate Freigaberichtlinie erstellen, die über die Internet-Kalenderveröffentlichung den anonymen Kalenderzugriff erlaubt. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen einer Freigaberichtlinie.

Freigaberichtlinien können Paare von Domänennamen und die den Benutzern dieser Domänen eingeräumten Freigabeaktionen enthalten. Sie können die folgenden Aktionen festlegen, die für die in einer Freigaberichtlinie angegebene externe Domäne gelten:

  • Kalenderfreigabe nur mit Frei/Gebucht-Informationen

  • Kalenderfreigabe mit Frei/Gebucht-Informationen plus Betreff und Ort

  • Kalenderfreigabe mit Frei/Gebucht-Informationen plus Betreff, Ort und Nachrichtentext

  • Freigabe von Kontakten

  • Kalenderfreigabe nur mit Frei/Gebucht-Informationen, Freigabe von Kontakten

  • Kalenderfreigabe mit Frei/Gebucht-Informationen plus Betreff und Ort, Freigabe von Kontakten

  • Kalenderfreigabe mit Frei/Gebucht-Informationen plus Betreff, Ort und Nachrichtentext, Freigabe von Kontakten

Beim Erstellen einer Einladung zur Freigabe können die Benutzer die freizugebenden Informationen auswählen, sofern diese Aktion gemäß der Freigaberichtlinie des Benutzers zulässig ist. Angenommen, Sie erstellen eine Freigaberichtlinie für Fabrikam und andere Verbunddomänenorganisationen mit den folgenden Einstellungen:

  • Kalenderfreigabe mit Frei/Gebucht-Informationen plus Betreff und Ort für externe Benutzer in der Domäne "Fabrikam.com"

  • Kalenderfreigabe nur mit Frei/Gebucht-Informationen für externe Benutzer in allen anderen Verbunddomänenorganisationen (erkennbar am Sternsymbol [*])

Benutzer, für die diese Richtlinie gilt, können entweder ihre Frei/Gebucht-Kalenderinformationen für andere Verbunddomänenorganisationen freigeben oder auch über die Einladung von Benutzern von Fabrikam.com weitere, eingeschränkte Details freigeben.

Ausführliche Informationen zum Erstellen einer Freigaberichtlinie finden Sie unter Erstellen einer Freigaberichtlinie.

Ausführliche Informationen zum Anwenden einer Freigaberichtlinie auf Benutzer finden Sie unter Postfachfeatures.

Für Freigaberichtlinien zwischen Verbunddomänenorganisationen gelten folgende Anforderungen:

  • In jeder Exchange 2013-Organisation ist ein Exchange-Clientzugriffsserver vorhanden. Eine Exchange 2013-Organisation kann auch eine Organisationsbeziehung mit Exchange 2010-Organisationen herstellen. Einzige Voraussetzung hierfür ist, dass die Exchange 2010-Organisation Clientzugriffsserver hat, auf denen Service Pack 2 (SP2) oder höher installiert ist.

  • Jede Exchange-Organisation hat eine Verbundvertrauensstellung mit Microsoft Federation Gateway erstellt.

  • Jede Exchange-Organisation hat eine Verbundorganisations-ID konfiguriert. Den Organisations-IDs wurden die zum Generieren der E-Mail-Adressen von Benutzern verwendeten Domänen hinzugefügt.

  • Die Benutzerpostfächer befinden sich in jeder Exchange-Organisation auf Exchange 2013- oder Exchange 2010-Postfachservern.

  • Nur Benutzer von Outlook 2010 und Outlook Web App können Einladungen zur Freigabe erstellen.

Für Freigaberichtlinien für Organisationen, die nicht zu den Verbunddomänenorganisationen gehören, oder für den individuellen, anonymen Zugriff gelten folgende Anforderungen:

  • In der Exchange-Organisation, in der die Kalenderinformationen von Benutzern freigegeben werden, ist ein Exchange 2013-Clientzugriffsserver vorhanden.

  • In der Exchange-Organisation, in der die Kalenderinformationen von Benutzern freigegeben werden, befinden sich die Benutzerpostfächer auf Exchange 2013-Postfachservern.

  • Der Zugriff auf Outlook Web App muss auf dem Clientzugriffsserver aktiviert sein.

Obwohl sowohl Organisationsbeziehungen als auch Freigaberichtlinien die Freigabe von Frei/Gebucht-Informationen für externe Benutzer ermöglichen, sind sie doch für unterschiedliche Szenarien bestimmt. Organisationsbeziehungen werden erstellt, um auf Organisationsebene mit externen Verbundorganisationen zusammenzuarbeiten, und beschränken sich ausschließlich auf die Freigabe von Frei/Gebucht-Informationen. Anhand von Freigaberichtlinien wird geregelt, welche Kalender- und Kontaktinformationen einzelne Benutzer für andere Benutzer in externen Verbundorganisationen, Exchange-Organisationen außerhalb des Verbunds und Organisationen, die kein Exchange verwenden, sowie für anonyme Benutzer freigeben können.

In der folgenden Tabelle sind die Unterschiede zwischen Organisationsbeziehungen und Freigaberichtlinien aufgeführt.

Organisationsbeziehungen und Freigaberichtlinien im Vergleich

Funktionalität Organisationsbeziehung Freigaberichtlinie

Erfordert eine Verbundvertrauensstellung für Ihre Organisation

Ja

Ja, bei der Freigabe für andere Verbunddomänenorganisationen. Nicht erforderlich für Internetfreigaberichtlinien.

Empfiehlt das Hinzufügen der externen Domäne zum Verbund

Ja

Ja, bei der Freigabe für andere Verbunddomänenorganisationen. Nicht erforderlich für Internetfreigaberichtlinien.

Erlaubt einer großen Benutzergruppe die Freigabe von Frei/Gebucht-Informationen (einschließlich Betreff und Ort) für externe Organisationen.

Ja

Nein

Erlaubt die Freigabe von Kalenderordnern mit Frei/Gebucht-Informationen

Nein

Ja

Erlaubt die Freigabe von Kalenderordnern mit Frei/Gebucht-Informationen plus Betreff und Nachrichtentext

Nein

Ja

Ermöglicht das Freigeben von Kontakten

Nein

Ja, bei der Freigabe für andere Verbunddomänenorganisationen. Nicht erforderlich für Internetfreigaberichtlinien.

Erfordert, dass Benutzer eine Einladung zur Freigabe an externe Empfänger senden

Nein

Ja

Stellt eine Zugriffsmethode bereit

Ihr Clientzugriffsserver greift bei Bedarf auf den Clientzugriffsserver der externen Organisation zu und ruft Frei/Gebucht-Informationen für den externen Benutzer ab.

Ihr Clientzugriffsserver greift auf den Clientzugriffsserver der externen Organisation zu und abonniert den Kalender- oder Kontaktordner des externen Benutzers für die Verbunddomänenorganisationen. Bei Internetfreigaberichtlinien greifen externe Benutzer entweder auf eine eingeschränkte oder eine öffentliche URL auf dem Clientzugriffsserver zu.

Kann auf alle externen Domänen angewendet werden

Nein (eine 1:1-Beziehung zwischen zwei Exchange 2013-Organisationen)

Ja

Bietet Benutzern in Bezug auf die Freigabe für externe Empfänger eine andere Erfahrung

Nein

Ja, basierend auf der angewendeten Freigaberichtlinie

Deaktiviert die Freigabe für einige Benutzer

Ja, durch Angeben einer Sicherheitsverteilergruppe für die Organisationsbeziehung

Ja, durch Deaktivieren der angewendeten Freigaberichtlinie

Erfordert, dass sich das Postfach auf einem Exchange 2013-Postfachserver befindet

Nein

Ja

Zusammenarbeit bei früheren Exchange-Versionen (vor Exchange 2013) und Verbundfreigabe

Für die Freigabe von Frei/Gebucht-Informationen zwischen Exchange-Verbundorganisationen gelten die folgenden Einschränkungen:

  1. Outlook Web Access 2003   Wenn ein Benutzer in einer Exchange 2003-Organisation Outlook Web Access für den Zugriff auf Frei/Gebucht-Informationen für Benutzer in einer Exchange 2013-Remoteorganisation verwendet, treten bei der Anforderung Fehler auf. Von Exchange 2003 ausgehende Outlook Web Access-Verbindungen können keine WebDAV-Verbindungen (Web-based Distributed Authoring and Versioning) mit einem Frei/Gebucht-Systemordner herstellen, um Frei/Gebucht-Informationen für Remotebenutzer abzurufen. Da Exchange 2013 keine Unterstützung für WebDAV-Verbindungen bietet, kann der Exchange 2003-Server für Outlook Web Access-Anforderungen keine Verbindung mit "External (FYDIBOHF25SPDLT)" auf dem Exchange 2013-Clientzugriffsserver herstellen. Für Outlook-Clients gilt diese Einschränkung nicht, da diese Clients nicht WebDAV, sondern MAPI zur Herstellung einer Verbindung mit "External (FYDIBOHF25SPDLT)" verwenden.

  2. WAN-Latenz   In Exchange 2003-Organisationen müssen sich die Replikate für alle Frei/Gebucht-Ordner auf Exchange 2010 SP2-Postfachservern oder höher befinden. In Umgebungen, in denen Öffentliche Ordner-Datenbanken aus Exchange 2003 an verschiedenen physischen Standorten vorhanden sind, kann es zu übermäßigen Wartezeiten und Leistungsproblemen kommen, wenn interne Frei/Gebucht-Anforderungen über WAN-Leitungen geleitet werden, um auf Öffentliche Ordner-Datenbanken in Exchange 2010 zuzugreifen, die sich nicht am selben physischen Standort befinden.

  3. Zeitraum für Frei/Gebucht-Informationen   Bei Anforderungen von Frei/Gebucht-Informationen, die von einer Exchange 2013-Organisation an eine Exchange 2007-Organisation gesendet werden, treten aufgrund eines ungleichen Zeitraums für Frei/Gebucht-Informationen möglicherweise Fehler auf. Standardmäßig akzeptiert Exchange 2007 Verfügbarkeitsanforderungen für Frei/Gebucht-Informationen für 42 Tage, wohingegen Exchange 2013 Frei/Gebucht-Informationen für einen Zeitraum von 62 Tagen anfordern kann. Wenn die Anforderung das Standardlimit von 42 Tagen für Exchange 2007 überschreitet, treten bei der Anforderung Fehler auf.

    Führen Sie die folgenden Schritte aus, um Ihren Exchange 2007-Clientzugriffsserver so zu konfigurieren, dass bei Anforderungen von Frei/Gebucht-Informationen längere Zeiträume akzeptiert werden:

    1. Öffnen Sie auf allen Exchange 2007-Clientzugriffsservern die folgende Datei in einem Text-Editor: <Exchange-Installationspfad>\V14\ClientAccess\ExchWeb\EWS\web.config

      VorsichtVorsicht:
      Bevor Sie Änderungen an der Datei "web.config" vornehmen, erstellen Sie eine Kopie der Datei, und speichern Sie diese an einem sicheren Ort.
    2. Suchen Sie in der Datei web.config nach dem Abschnitt appSettings.

    3. Fügen Sie einen neuen Schlüssel namens "<add key="maximumQueryIntervalDays" value="62" />" hinzu, und speichern Sie die Datei web.config.

      HinweisAnmerkung:
      Der Wert maximumQueryIntervalDays ist standardmäßig nicht vorhanden. Wenn dieser Wert nicht vorhanden ist, verwendet Exchange 2007 das Standardintervall von 42 Tagen.
    4. Beenden Sie die Microsoft-Internetinformationsdienste (IIS) auf allen Exchange 2007-Clientzugriffsservern, und starten Sie IIS anschließend neu.

  4. Exchange-Organisationen, die sowohl lokale als auch Cloudbenutzer umfassen   Wenn Sie die Verbundfreigabe mit einer anderen Exchange-Organisation konfigurieren, die in einer Hybridbereitstellung mit Microsoft Office 365 konfiguriert ist, treten bei Frei/Gebucht-Verfügbarkeitsanforderungen für Office 365-basierte Benutzer oder Remotebenutzer, die in die Cloud verschoben wurden, Fehler auf. Da die Organisationsbeziehung für Ihre Exchange-Organisation nicht mit der Office 365-basierten Exchange Online-Organisation, sondern mit der lokalen Exchange-Remoteorganisation eingerichtet wurde, können keine Frei/Gebucht-Anforderungen für die Office 365-basierten Benutzer ausgeführt werden. Exchange 2013 bietet keine Unterstützung für Funktionen, mit der diese Verfügbarkeitsanforderungen über die lokale Organisation an den Office 365-Dienst weitergeleitet werden.

Einzelheiten zum Konfigurieren der Freigabe von Frei/Gebucht-Informationen zwischen Exchange-Bereitstellungen finden Sie unter Konfigurieren von Verbundfreigaben zwischen Exchange-Organisationen.

Für die Funktionen der Verbundfreigabe müssen die Clientzugriffsserver in Ihrer Organisation über ausgehenden HTTPS-Zugriff auf das Internet verfügen. Sie müssen für alle Exchange 2013-Clientzugriffsserver in der Organisation ausgehenden HTTPS-Zugriff einrichten (Port 443 für TCP).

Damit eine externe Organisation auf die Frei/Gebucht-Informationen Ihrer Organisation zugreifen kann, müssen Sie mindestens einen Clientzugriffsserver im Internet veröffentlichen. Hierzu ist eingehender HTTPS-Zugriff aus dem Internet auf den Clientzugriffsserver erforderlich. Clientzugriffsserver an Active Directory-Standorten, die nicht über einen im Internet veröffentlichten Clientzugriffsserver verfügen, können Clientzugriffsserver an anderen Active Directory-Standorten verwenden, auf die über das Internet zugegriffen werden kann. Für nicht im Internet veröffentlichte Clientzugriffsserver muss die externe URL des virtuellen Verzeichnisses der Webdienste auf die URL festgelegt sein, die für externe Organisationen sichtbar ist.

Zusammenarbeit bei früheren Exchange-Versionen (vor Exchange 2013) und Verbundfreigabe

In Organisationen, die sowohl Exchange 2010- als auch Exchange 2013-Server enthalten, können Benutzer mit Postfächern auf einem Exchange 2010-Postfachserver mithilfe von Organisationsbeziehungen Frei/Gebucht-Informationen für Empfänger in externen Exchange 2013-Verbunddomänenorganisationen freigeben. Auf den Exchange 2010-Clientzugriffsservern und -Postfachservern muss SP2 oder höher ausgeführt werden, und in der Exchange 2010-Organisation muss mindestens ein Exchange 2013-Clientzugriffsserver vorhanden sein.

In Organisationen, die sowohl Exchange 2013- als auch Exchange 2007-Server enthalten, können die Benutzer, die ein Postfach auf einem Exchange 2007-Postfachserver haben, mithilfe von Organisationsbeziehungen Frei/Gebucht-Informationen für Empfänger in externen Verbunddomänenorganisationen freigeben. Auf dem Postfachserver muss Exchange 2007 SP2 oder höher ausgeführt werden, und es muss in der Exchange-Organisation mindestens einen Exchange 2013-Clientzugriffsserver geben. Durch die Einführung eines einzigen Exchange 2013-Clientzugriffsservers in der Organisation können Sie Organisationsbeziehungen nutzen, die viel robuster sind als Lösungen, bei denen Frei/Gebucht-Informationen und die globale Adressliste (GAL) synchronisiert werden müssen.

Zur Planung einer Besprechung mit Outlook 2010 oder Outlook Web App auf einem Exchange 2007-Server kann ein Benutzer, der ein Postfach auf einem Exchange 2007-Server hat, die Frei/Gebucht-Informationen eines Benutzers in der externen Organisation anzeigen. Frei/Gebucht-Informationen für Exchange 2007-Postfächer werden Empfängern in der externen Organisation angezeigt.

Freigaberichtlinien sind Exchange 2013-Postfachbenutzern zugewiesen. Zur Verwendung von Freigaberichtlinien muss sich ein Postfach auf einem Exchange 2013-Postfachserver befinden. Zum Generieren von oder zum Antworten auf Einladungen zur Freigabe können nur Outlook 2010- und Outlook Web App-Clients verwendet werden.

Zusammenarbeit bei früheren Exchange-Versionen (vor Exchange 2013) und Verbundfreigabe

In der folgenden Tabelle sind Links zu Themen aufgeführt, in denen Sie weitere Informationen zur Freigabe in Exchange 2013 sowie zur Verwaltung dieser Funktionen finden.

 

Thema Beschreibung

Verbund

Erfahren Sie mehr über die zugrunde liegende Vertrauensstellungsinfrastruktur, die die Verbundfreigabe unterstützt, eine einfache Methode für Benutzer, die Kalender- und Kontaktinformationen für Empfänger in anderen externen Verbundorganisationen freigeben möchten.

Organisationsbeziehungen

Erfahren Sie mehr über 1:1-Beziehungen zwischen Exchange-Verbundorganisationen, die eine Freigabe von Frei/Gebucht-Informationen ermöglichen.

Freigaberichtlinien

Erfahren Sie mehr über personenbezogene Richtlinien, mit denen die Freigabe des Kalender- und Kontaktordners ermöglicht wird.

 
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