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Neues in der Geräteverwaltung und -installation

Veröffentlicht: April 2009

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Worin bestehen die wichtigsten Änderungen?

Bei der Geräteverwaltung und -installation (Device Management and Installation, DMI) handelt es sich um eine Sammlung aus Features, mit deren Hilfe IT-Professionals die Hardware- und Gerätetreiberkonfigurationen der Computer im Netzwerk zentral verwalten und konfigurieren können. In einer Computerumgebung in einem Unternehmen muss gesteuert werden, auf welche Weise Benutzer an die Computer angeschlossene Geräte installieren und verwenden können. Die in diesem Thema beschriebenen Features stehen in Windows® 7 und Windows Server® 2008 R2 zur Verfügung.

Weitere Informationen zu DMI in Windows Vista®, Windows 7, Windows Server® 2008 und Windows Server 2008 R2 finden Sie unter Geräteverwaltung und -installation (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=143990) in der Technischen Bibliothek zu Windows Server.

Die folgenden Änderungen stehen in Windows 7 und Windows Server 2008 R2 zur Verfügung:

Für wen sind diese Features von besonderem Interesse?

Diese Änderungen an DMI sind für IT-Abteilungen von Interesse, die bereits über ein Repository aus getesteten und genehmigten Gerätetreibern für die Bereitstellung in der Organisation verfügen oder ein solches anlegen möchten, sowie für IT-Abteilungen, die die Installation zulässiger Geräte mithilfe von Gruppenrichtlinien verwalten möchten. Diese Features können für die folgenden Gruppen von Interesse sein:

  • IT-Manager

  • Desktopadministratoren

  • OEM- und Hardwareentwickler

Welche neuen Funktionen bietet dieses Feature?

In diesem Abschnitt werden die folgenden durch dieses Features bereitgestellten neuen Funktionen beschrieben:

Ordner "Geräte und Drucker" und Device Stage

Im neuen Ordner Geräte und Drucker werden extern mit dem Computer verbundene Geräte angezeigt, einschließlich Geräten, die über das Netzwerk, über Kabel oder drahtlos verbunden werden. Wenn Sie den Inhalt des Ordners anzeigen, können Sie sehen, welche Geräte verbunden sind, Details zu diesen Geräten anzeigen und Konfigurationsaufgaben ausführen.

Mithilfe des Ordners Geräte und Drucker können Sie dem Computer einfach neue verkabelte oder drahtlose Netzwerkgeräte und -drucker hinzufügen. Wenn festgelegt ist, dass Geräte über Bluetooth, Drahtlos-USB, WiFi und verkabelte Netzwerkverbindungen sichtbar sind, werden diese Geräte von Windows automatisch erkannt.

Von Windows können automatisch aktualisierte Informationen zu den an den Computer angeschlossenen Geräten heruntergeladen werden, beispielsweise fotorealistische Bilder des Geräts und zusätzliche Aufgaben, die mithilfe des Geräts ausgeführt werden können.

Device Stage ist eine neue Technologie in Windows 7 und Windows Server 2008 R2, mit der die Geräteverwaltung entscheidend verbessert wird. In Device Stage wird eine Seite mit einem Bild des Geräts, Details zu dessen Status und Links zu allgemeinen Aufgaben für das Gerät angezeigt. Eine Liste der Geräte mit Device Stage-Unterstützung finden Sie unter Von Device Stage unterstützte Produkte (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=147284).

Administratoren können steuern, ob auf Computern zusätzliche Metadaten zu Geräten aus dem Internet heruntergeladen werden können, indem sie die im Abschnitt Welche Einstellungen wurden hinzugefügt oder geändert? beschriebenen Gruppenrichtlinieneinstellungen verwenden.

Welche Relevanz hat diese Änderung?

Mit dem Ordner Geräte und Drucker erhalten Endbenutzer eine einfachere Methode zum Installieren, Anzeigen und Verwalten von Geräten auf dem lokalen Computer. Aus der Kombination vieler Features des Geräte-Managers und anderer Geräteverwaltungstools ergibt sich eine einzige, benutzerfreundliche Schnittstelle. Außerdem wird die Konfiguration von Multifunktionsgeräten (Kombinationen aus Drucker und Scanner) vereinfacht, da diese als einzelnes logisches Gerät dargestellt werden. Mit Device Stage können Endbenutzer leichter auf die einzelnen Features eines Geräts zugreifen.

Nach der Geräteinstallation verfügbare zusätzliche Software

Bei vielen Gerätetreibern ist zusätzliche Software erforderlich, um die gesamte Funktionalität des Geräts in Windows verfügbar zu machen. Beispielsweise wird für einen Scanner neben dem Gerätetreiber möglicherweise OCR-Software (Optical Character Recognition, optische Zeichenerkennung) benötigt, damit Benutzer wie erwartet Inhalte als Text scannen können. Die Anbieter von in Windows Update gehosteten Gerätetreibern können jetzt Informationen zu dieser zusätzlichen Software einschließen. Wenn der Benutzer das Gerät installiert, wird eine Windows-Wartungscentermeldung angezeigt, aus der hervorgeht, dass zusätzliche Software für das Gerät verfügbar ist. Wenn der Benutzer auf die Meldung klickt, wird eine Nachricht des Anbieters angezeigt, die eine Web-URL enthalten kann, über die der Benutzer die zusätzliche Software herunterladen kann.

Administratoren können steuern, ob im Windows-Wartungscenter die Meldung zu zusätzlicher Software angezeigt wird, indem sie die im Abschnitt Welche Einstellungen wurden hinzugefügt oder geändert? beschriebenen Gruppenrichtlinieneinstellungen verwenden.

Welche Relevanz hat diese Änderung?

Durch dieses Feature erhalten die Benutzer eine einfache Möglichkeit, auf sämtliche für die Verwendung eines Geräts erforderliche Software zuzugreifen. Anstatt auf der Website des Anbieters nach verfügbarer Software zu suchen, wird den Benutzern automatisch ein Dialogfeld mit Informationen zur verfügbaren Software und einem Link zum sofortigen Herunterladen angezeigt.

Welche vorhandenen Funktionen wurden geändert?

In diesem Abschnitt werden die folgenden Änderungen an vorhandenen Funktionen beschrieben:

Änderungen bei der Suchreihenfolge für Gerätetreiber und beim Assistenten für das Suchen neuer Hardware

Wenn von Windows ein neues Gerät erkannt wird, wird an verschiedenen Stellen nach der für den Betrieb des Geräts benötigten Gerätetreibersoftware gesucht. In Windows 7 und Windows Server 2008 R2 wurde die Standardreihenfolge geändert, um sicherzustellen, dass die aktuellsten Treiber gefunden werden, und dem Administrator mehr Kontrolle über die für Clientcomputer verfügbaren Treiber zu geben.

Standardmäßig wird zuerst Windows Update durchsucht, um sicherzustellen, dass die aktuellsten Treiber verwendet werden. Wenn in Windows Update kein geeigneter Treiber gefunden wird, werden der integrierte Treiberspeicher und die im DevicePath-Registrierungsschlüssel angegebenen Netzwerkpfade durchsucht.

Administratoren können diese Suchreihenfolge mithilfe der im Abschnitt Welche Einstellungen wurden hinzugefügt oder geändert? beschriebenen Gruppenrichtlinieneinstellungen ändern. Mithilfe dieser Einstellung kann Windows Update nach dem Treiberspeicher und den DevicePath-Ordnern durchsucht werden. Sie können auch die Verwendung von Windows Update für die Suche nach Gerätetreibern deaktivieren.

Außerdem wird der Assistent für das Suchen neuer Hardware nicht mehr verwendet. Dies bedeutet für den Benutzer weniger Klicks und weniger Möglichkeiten für falsche Entscheidungen, die dazu führen können, dass ein Gerät nicht funktionsfähig ist. Für in Windows Update oder in den DevicePath-Ordnern gefundene Treiber ist die Erhöhung durch die Benutzerkontensteuerung nicht mehr erforderlich, sodass die erforderlichen Benutzereingriffe weiter reduziert werden.

Welche Relevanz hat diese Änderung?

Durch dieses Feature erhält ein Administrator mehr Kontrolle über die Gerätetreiber, die in der verwalteten Netzwerkumgebung verwendet werden. Obwohl die Verwendung von Windows Update empfohlen wird, um die Verfügbarkeit der aktuellsten Gerätetreiber für die Benutzer sicherzustellen, müssen in manchen Umgebungen Gerätetreiber auf die Einhaltung von Sicherheits- und Kompatibilitätsanforderungen getestet werden, und es dürfen nur genehmigte Treiber verwendet werden. Mithilfe der Gruppenrichtlinieneinstellung für die Suchreihenfolge und des DevicePath-Registrierungsschlüssels kann sichergestellt werden, dass nur vom Administrator genehmigte Gerätetreiber zur Verwendung auf den Computern im Netzwerk verfügbar sind.

Änderungen bei den Einschränkungseinstellungen für die Geräteinstallation

Einschränkungen bei der Geräteinstallation sind Einstellungen, die Sie verwenden können, um die Installation von Geräten zuzulassen oder zu verweigern. In Windows 7 und Windows Server 2008 R2 werden diese Einstellungen rückwirkend angewendet. Das heißt, wenn eine bestimmte Geräteklasse durch die Einstellung nicht zugelassen wird und bereits ein Gerät dieser Klasse auf dem Computer installiert ist, wird das Gerät von Windows automatisch deinstalliert und die erneute Installation verhindert. Wenn beim Entfernen des Gerätetreibers ein Neustart des Computers erforderlich ist, kann der Administrator angeben, wie lange der Neustart vom Computer verzögert werden kann, bevor der Neustart erzwungen wird.

Administratoren können die zulässigen oder nicht zulässigen Geräte mithilfe der im Abschnitt Welche Einstellungen wurden hinzugefügt oder geändert? beschriebenen Gruppenrichtlinieneinstellungen ändern.

Welche Relevanz hat diese Änderung?

Durch dieses Feature erhält ein Administrator mehr Kontrolle über die Geräte, die auf Computern in der verwalteten Netzwerkumgebung verwendet werden können. Außerdem kann das Risiko durch die Verwendung nicht zulässiger Geräte, die vor der Bereitstellung der Einschränkungseinstellungen für die Geräteinstallation installiert wurden, reduziert werden.

Welche Einstellungen wurden hinzugefügt oder geändert?

Gruppenrichtlinieneinstellungen

Die folgenden Gruppenrichtlinieneinstellungen befinden sich in:

Local Computer Configuration\Administrative Templates\System\Device Installation

 

Einstellungsname Beschreibung Mögliche Werte

Abrufen von Gerätemetadaten aus dem Internet verhindern

Neu. Verhindert, dass über den Ordner Geräte und Drucker und Device Stage benutzerdefinierte Bilder und Informationen zu Geräten aus dem Internet heruntergeladen werden.

  • Nicht konfiguriert (Standard)

  • Aktiviert

  • Deaktiviert

Bei der Installation eines neuen Gerätetreibers keinen Systemwiederherstellungspunkt erstellen

Neu. Deaktiviert die Erstellung eines Systemwiederherstellungspunkts beim Installieren eines neuen Gerätetreibers. Dadurch kann der Zeitbedarf für das Installieren eines Treibers deutlich reduziert werden. Außerdem werden die Leistungseinbußen durch die Datenträgeraktivitäten bei der Erstellung des Wiederherstellungspunkts reduziert.

  • Nicht konfiguriert (Standard)

  • Aktiviert

  • Deaktiviert

Verhindern, dass ein Fehlerbericht gesendet wird, wenn ein Gerätetreiber während der Installation zusätzliche Software anfordert

Neu. Verhindert, dass in Windows ein Fehler erzeugt wird, der im Windows-Wartungscenter angezeigt wird, wenn ein Gerätetreiber-Installationsprogramm so konfiguriert ist, dass der Benutzer zum Installieren zusätzlicher Software aufgefordert wird. Wenn die Software für den ordnungsgemäßen Betrieb des Geräts erforderlich ist, müssen Sie einen anderen Mechanismus zum Bereitstellen der Software für den Computer bereitstellen.

  • Nicht konfiguriert (Standard)

  • Aktiviert

  • Deaktiviert

Alle digital signierten Treiber bei Treiberbewertung und Auswahl gleich behandeln

Geändert. In vorherigen Versionen von Windows ist das Standardverhalten dieser Einstellung deaktiviert, wenn die Einstellung nicht konfiguriert ist: Von Microsoft signierte Treiber haben eine höhere Priorität als andere signierte Treiber.

In Windows 7 und Windows Server 2008 R2 ist das Standardverhalten dieser Einstellung aktiviert, wenn die Einstellung nicht konfiguriert ist: Alle signierten Treiber werden beim Vorgang der Rangfolgenfestlegung und Auswahl gleich behandelt.

  • Nicht konfiguriert (Standard)

  • Aktiviert

  • Deaktiviert

Suchreihenfolge für Quellspeicherorte für Gerätetreiber festlegen

Neu. Mit dieser Einstellung wird konfiguriert, ob Windows Update vor oder nach dem Treiberspeicher und den DevicePath-Ordnern durchsucht wird bzw. ob Windows Update überhaupt durchsucht wird. Das Standardverhalten von Windows 7 und Windows Server 2008 R2 besteht darin, zuerst Windows Update zu durchsuchen.

  • Nicht konfiguriert (Standard)

  • Aktiviert

    Wenn aktiviert:

    • Zuerst Windows Update durchsuchen

    • Zuletzt Windows Update durchsuchen

    • Windows Update nicht durchsuchen

  • Deaktiviert

Die folgenden Gruppenrichtlinieneinstellungen befinden sich in:

Local Computer Configuration\Administrative Templates\System\Device Installation\Device Installation Restrictions

 

Einstellungsname Beschreibung Mögliche Werte

Installation von Geräten mit diesen Geräte-IDs verhindern

Aktualisiert. In dieser Einstellung wird jetzt ein neues Kontrollkästchen unterstützt: Auch auf übereinstimmende Geräte anwenden, die bereits installiert sind. Wenn Sie dieses Kontrollkästchen aktivieren, werden bereits installierte Geräte, die mit einer Kennung in der Liste übereinstimmen, deinstalliert.

  • Nicht konfiguriert (Standard)

  • Aktiviert

    Wenn die Einstellung aktiviert ist, können Sie das Kontrollkästchen aktivieren oder deaktivieren. Wenn die Einstellung aktiviert ist, gilt das Kontrollkästchen nur für bereits installierte Geräte.

  • Deaktiviert

Installation von Geräten mit Treibern verhindern, die diesen Gerätesetupklassen entsprechen

Aktualisiert. In dieser Einstellung wird jetzt ein neues Kontrollkästchen unterstützt: Auch auf übereinstimmende Geräte anwenden, die bereits installiert sind. Wenn Sie dieses Kontrollkästchen aktivieren, werden bereits installierte Geräte deinstalliert, wenn der zugeordnete Gerätetreiber mit einer Kennung in der Liste übereinstimmt.

  • Nicht konfiguriert (Standard)

  • Aktiviert

    Wenn die Einstellung aktiviert ist, können Sie das Kontrollkästchen aktivieren oder deaktivieren. Wenn die Einstellung aktiviert ist, gilt das Kontrollkästchen nur für bereits installierte Geräte.

  • Deaktiviert

Zeit (in Sekunden) bis zum Erzwingen eines Neustarts, wenn dieser für das Inkrafttreten von Richtlinienänderungen erforderlich ist

Neu. Wenn durch eine der beiden vorherigen Einstellungen ein Gerätetreiber deinstalliert wurde und ein Neustart des Computers erforderlich ist, wird in dieser Einstellung die Verzögerung bis zum Erzwingen des Neustarts angegeben. Der Benutzer erhält dadurch Gelegenheit, Änderungen in geöffneten Dokumenten zu speichern.

  • Nicht konfiguriert (Standard)

  • Aktiviert

    Wenn die Einstellung aktiviert ist, wird ein ganzzahliger Wert unterstützt, der die Anzahl der Sekunden darstellt. Der Standardwert beträgt 120.

  • Deaktiviert

In welchen Editionen sind diese Features enthalten?

Diese Features stehen in allen Editionen von Windows® 7 und Windows Server® 2008 R2 zur Verfügung, mit einer Ausnahme: Device Stage steht in den N-Versionen von Windows nicht zur Verfügung. Außerdem werden in den N-Versionen von Windows Funktionen im Zusammenhang mit tragbaren Geräten nicht unterstützt.

Weitere Verweise

Weitere Informationen zur Geräteverwaltung und -installation finden Sie unter Geräteverwaltung und -installation (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=143990).

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