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Neues in den Windows-Bereitstellungsdiensten

Veröffentlicht: April 2009

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Worin liegen die wichtigsten Änderungen?

Folgende Änderungen wurden in Windows Server® 2008 R2 an den Windows-Bereitstellungsdiensten vorgenommen:

  • Dynamische Bereitstellung von Treibern. Die Fähigkeit, Treiberpakete im Rahmen einer Installation für Clientcomputer bereitzustellen, und die Fähigkeit, Treiberpakete Startabbildern vor der Bereitstellung hinzuzufügen. Einzelheiten finden Sie weiter unten in diesem Thema unter Bereitstellung von Treiberpaketen.

  • Bereitstellung von virtuellen Festplatten. Die Fähigkeit, Abbilder für virtuelle Festplatten (Virtual Hard Disks, VHDs) im Rahmen einer unbeaufsichtigten Installation bereitstellen. Einzelheiten finden Sie weiten unten in diesem Thema unter Bereitstellung von VHD-Dateien.

  • Weitere Multicasting-Funktionen. Die Fähigkeit, die Verbindung zu langsamen Clients automatisch zu trennen und Übertragungen anhand der Clientgeschwindigkeit in mehrere Streams aufzuteilen. Außerdem wird Multicasting in Umgebungen mit IPv6 unterstützt.

  • PXE-Anbieter für Transportserver. Beinhaltet einen PXE-Anbieter beim Installieren des Transportserver-Rollendienstes. Mit Transportserver sind Netzwerkstarts und Datenmulticasting im Rahmen einer erweiterten Konfiguration möglich. Transportserver ist ein eigenständiger Server. Das bedeutet, dass die Umgebung bei Verwendung von Transportserver für Netzwerkstarts und Multicasting nicht auf AD DS (Active Directory-Domänendienste) oder DNS (Domain Name System) angewiesen ist. Anweisungen dazu finden Sie im Thema Konfigurieren von Transportserver.

  • Weitere EFI-Funktionen. Unterstützt Netzwerkstarts von x64-Computern mit EFI, einschließlich Funktionen zum automatischen Hinzufügen, DHCP-Verweisen zum Weiterleiten von Clients an einen bestimmten PXE-Server sowie der Fähigkeit, Startabbilder mithilfe von Multicasting bereitzustellen.

Eine Tabelle mit den Unterschieden zwischen den einzelnen Versionen der Windows-Bereitstellungsdienste finden Sie in "Windows-Bereitstellungsdienste: Neuigkeiten" unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=140114 (möglicherweise in englischer Sprache).

Für wen sind diese Features von besonderem Interesse?

Die folgenden Gruppen sind möglicherweise an diesen Änderungen interessiert:

  • Für die Bereitstellung von Windows-Betriebssystemen verantwortliche Bereitstellungsexperten

  • IT-Planer, -Designer oder -Analytiker, die Windows 7 oder Windows Server 2008 R2 bewerten

Welche neuen Funktionen bietet diese Rolle?

Dieser Abschnitt enthält Einzelheiten zur dynamischen Bereitstellung von Treibern und zur VHD-Bereitstellung in dieser Version.

Dynamische Bereitstellung von Treibern

In Windows Server 2008 R2 können Sie Treiberpakete auf einem Server konfigurieren, auf dem Windows-Bereitstellungsdienste ausgeführt werden. Nach dem Hinzufügen der Treiberpakete zum Server sind folgende Aktionen möglich:

  • Bereitstellen von Treiberpaketen für Clientcomputer auf der Grundlage der Clienthardware im Rahmen einer Installation.

    noteHinweis
    Diese Funktion ist nur verfügbar, wenn Abbilder der folgenden Betriebssysteme installiert werden: Windows Vista mit SP1, Windows Server 2008, Windows 7 oder Windows Server 2008 R2.

  • Hinzufügen von Treiberpaketen (beispielsweise Netzwerkadaptertreibern, Massenspeichertreibern und Bustreibern) zu Windows 7- oder Windows Server 2008 R2-Startabbildern.

Anweisungen hierzu finden Sie in "Verwalten und Bereitstellen von Treiberpaketen" unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=143313.

Welche Relevanz hat diese Änderung?

Aus diesen neuen Funktionen ergeben sich folgende Vorteile:

  • Es ist nicht mehr erforderlich, Treiberpakete mit den Tools im Windows Automated Installation Kit (Windows AIK) manuell hinzuzufügen.

  • Die Größe der Installationsabbilder wird minimiert.

  • Es ist einfacher, Treiber zu aktualisieren und zu verwalten, da die Treiber getrennt von den Abbildern gespeichert werden.

  • Es ist nicht mehr erforderlich, mehrere Abbilder für unterschiedliche Hardwarekonfigurationen zu verwalten.

  • Es ist nicht mehr erforderlich, Treiber mithilfe mehrerer Tools (beispielsweise Microsoft Deployment Toolkit (MDT) oder nicht von Microsoft stammender Lösungen) zu verwalten.

  • Es ist nicht mehr erforderlich, Treiber im Rahmen einer unbeaufsichtigten Installation hinzuzufügen.

Welche Vorbereitungen sollten für diese Änderung getroffen werden?

Im Folgenden werden die Voraussetzungen für die Bereitstellung von Treiberpaketen aufgeführt:

  • Ein Windows-Bereitstellungsdiensteserver, der mit Folgendem konfiguriert ist:

    • Mit dem Startabbild von Windows 7 oder Windows Server 2008 R2 (auf der Installations-DVD unter \Sources\Boot.wim).

    • Mit Installationsabbildern für Windows Vista SP1, Windows Server 2008, Windows 7 oder Windows Server 2008 R2.

  • Mit Treiberpaketen für die bereitzustellende Hardware. Diese Pakete müssen extrahiert sein; es darf sich also nicht um MSI- oder EXE-Dateien handeln.

Bereitstellung von virtuellen Festplatten

Mit den Windows-Bereitstellungsdiensten können VHD-Abbilder von Windows Server 2008 R2 auf einem physischen (nicht virtuellen) Computer bereitgestellt werden. Im Allgemeinen werden VHD-Abbilder auf dieselbe Weise wie WIM-Abbilder bereitgestellt. Dieses Szenario ist an fortgeschrittene Benutzer gerichtet, die bereits über VHD-Abbilder verfügen. Anweisungen dazu finden Sie in Bereitstellen von VHD-Abbildern unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=146973 (möglicherweise in englischer Sprache).

Welche Relevanz hat diese Änderung?

Aus diesen neuen Funktionen ergeben sich folgende Vorteile:

  • VHD-Dateien können als gemeinsames Abbildformat festgelegt werden. Zuvor mussten Betriebssystemabbilder für virtuelle Computer im VHD-Format und für physische Computer im WIM-Format verwaltet werden.

  • Die Bereitstellung von Abbildern wird vereinfacht, da physische Computer von VHD-Abbildern gestartet werden können.

  • Es ist möglich, einen Server mit mehreren VHD-Abbildern bereitzustellen und problemlos zwischen den Abbildern zu wechseln. Sie können mehrere VHD-Abbilder erstellen, die für unterschiedliche Rollen angepasst wurden, und alle auf einem einzigen Server bereitstellen. Wenn die Verteilung der Arbeitslast im Datenzentrum wechselt (beispielsweise, wenn ein Computer mit Microsoft SQL Server nun zu einem Webserver werden soll), können Sie über das VHD-Abbild für diese Rolle starten, anstatt das Betriebssystem neu zu installieren.

  • Wenn Sie differenzierende Datenträger verwenden, können Änderungen in Rollbacks rückgängig gemacht werden.

Worin liegen die Unterschiede?

Zum Hinzufügen und Konfigurieren der Abbilder wird nur die Eingabe des Befehls WDSUTIL an der Eingabeaufforderung unterstützt. Darüber hinaus muss die Bereitstellung im Rahmen einer automatischen Installation stattfinden. Sie müssen daher zwei Dateien für die unbeaufsichtigte Installation erstellen und konfigurieren.

Welche Vorbereitungen sollten für diese Änderung getroffen werden?

Zum Bereitstellen von VHD-Abbildern ist Folgendes erforderlich:

  • Ein Windows-Bereitstellungsdiensteserver, auf dem mindestens ein Startabbild konfiguriert ist.

  • Sie müssen mit dem Befehlszeilentool WDSUTIL vertraut sein, da nur mit diesem VHD-Abbilder importiert und konfiguriert werden können.

  • Ein unterstütztes VHD-Abbild. Unterstützt werden nur die Betriebssysteme Windows Server 2008 R2, Windows 7 Enterprise und Windows 7 Ultimate. Zudem werden feste, dynamische und differenzierende VHD-Abbilder unterstützt. Beachten Sie jedoch, dass ein unterstütztes Abbild Folgendes nicht enthalten kann:

    • Mehrere Betriebssysteme.

    • Mehrere Partitionen.

    • Anwendungen oder Daten (anstelle eines Betriebssystems).

    • Eine 64-Bit-Edition von Windows, die mit einer GUID-Partitionstabelle (GPT) partitioniert ist.

In welchen Editionen sind diese Features enthalten?

Diese Features sind in allen Editionen verfügbar.

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