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Neue Features im Windows AIK

Veröffentlicht: Oktober 2009

Letzte Aktualisierung: Juli 2010

Betrifft: Windows 7

In diesem Thema werden viele der neuen Features in dieser Version des Windows® Automated Installation Kits (Windows AIK) beschrieben.

Verwalten von Abbildern mit dem Tool zur Abbildverwaltung für die Bereitstellung (Deployment Image Servicing and Management, DISM)

Mit DISM können Sie Windows-Abbilder anpassen. Sie haben beispielsweise folgende Möglichkeiten:

  • Hinzufügen oder Entfernen von 32-Bit- und 64-Bit-Gerätetreibern.

  • Hinzufügen oder Entfernen von Language Packs.

  • Aktivieren oder Deaktivieren von Windows-Features.

  • Hinzufügen und Konfigurieren von Updates.

Die neuen DISM-Tools ersetzen viele der in vorherigen Versionen des Windows AIK enthaltenen Tools, einschließlich Paket-Manager (Pkgmgr.exe), das Konfigurationstool für internationale Einstellungen (Intlcfg.exe) und das Befehlszeilentool Windows Preinstallation Environment (Windows PE) (PEimg.exe).

Weitere Informationen zu den neuen Features in DISM finden Sie in der Technische Referenz zur Abbildverwaltung für die Bereitstellung.

Migrieren von Benutzerkonten mit dem User State Migration-Tool (USMT)

Windows® User State Migration Tool (USMT) 4.0 wird nun als Teil des Windows AIK installiert. Sie können USMT 4.0 zum Optimieren und Vereinfachen der Benutzerprofilmigration verwenden, wenn Sie die Betriebssysteme Windows Vista®, Windows® 7 und Windows Server® 2008 R2 in großer Anzahl bereitstellen. USMT erfasst Benutzerkonten, Benutzerdateien, Betriebssystemeinstellungen und Anwendungseinstellungen und migriert diese in eine neue Windows-Installation. Sie können USMT sowohl für parallele als auch für Löschen-und-Laden-Migrationen verwenden.

Weitere Informationen finden Sie im Benutzerhandbuch zum Migrationsprogramm für den Benutzerstatus (User State Migration Tool, USMT) (Usmt.chm). Dieses Benutzerhandbuch ist standardmäßig im Verzeichnis %PROGRAMFILES%\Windows AIK\Docs\CHMs installiert.

Standardmäßige Windows-Datenträgerpartitionsstruktur

Die Windows-Standardinstallation unterstützt jetzt eine separate Systempartition. Bei Standardinstallationen werden von Windows Setup zwei Partitionen auf einer Festplatte erstellt. Sie können eine dieser Partitionen für Wiederherstellungstools, zum Aktivieren von Windows® BitLocker™-Laufwerkverschlüsselung oder für andere Features verwenden. Auf der zweiten Partition wird das Betriebssystem installiert. Neue Informationen zur standardmäßigen Datenträgerpartitionskonfiguration und den empfohlenen Datenträgerpartitionskonfigurationen finden Sie im Thema Grundlegendes zu Datenträgerpartitionen.

Der Systempartition, die den Start-Manager und die dazugehörigen Dateien hostet, wird standardmäßig kein Laufwerkbuchstabe mehr zugewiesen. Sie können während der Installation mithilfe der Einstellung Microsoft-Windows-Setup\DiskConfiguration\Disk\ModifyPartitions\ModifyPartition\Letter manuell einen Laufwerkbuchstaben zuweisen.

Partitionen, die nicht in Windows-Explorer angezeigt werden

[Mai 2010] Sie können eine Partitionstyp-ID so konfigurieren, dass die Partition in Windows-Standardtools und -dialogfeldern (z. B. Windows-Explorer oder Dialogfelder, mit denen Dateien geöffnet und gespeichert werden) nicht angezeigt wird.

noteHinweis
Wenn Sie ein Laufwerk mit dem DiskPart-Tool formatieren, wird die Partitionstyp-ID entfernt. Damit die Partition ordnungsgemäß konfiguriert wird, formatieren Sie zunächst das Laufwerk und legen dann die Partitionstyp-ID fest. Weitere Informationen finden Sie unter Empfohlene Konfigurationen für BIOS-basierte Datenträgerpartitionen und Empfohlene Konfigurationen für UEFI-basierte Datenträgerpartitionen.

Auswählen von Windows-Editionen bei der Bereitstellung

[Mai 2010] Für die Installation von Windows ist kein Product Key erforderlich. Wenn Sie bei der Installation keinen Product Key eingeben, bietet der Aktivierungscountdown Testern und Endbenutzern einen Aktivierungszeitraum von 30 Tagen, in dem keine Windows-Aktivierung erforderlich ist. Wenn Sie die Windows-Installation automatisieren möchten, ohne einen Product Key zu verwenden, geben Sie über die Einstellung Microsoft-Windows-Setup\ImageInstall\OSImage\InstallFrom\MetaData ein Windows-Abbild an. Weitere Informationen finden Sie in folgenden Themen: Arbeiten mit Product Keys und Aktivierung und Empfehlungen zur Abbildbereitstellung.

Ändern von Windows-Editionen bei der Bereitstellung

Sie können die Anzahl der in Ihrer Umgebung verwalteten Abbilder mithilfe des Image Upgrade-Tools in DISM reduzieren. Anstatt separate Windows-Abbilder für jede bereitzustellende Windows-Edition zu verwalten, können Sie ein einzelnes Windows-Abbild verwalten, das Sie dann anpassen können. Während der Bereitstellung können Sie DISM verwenden, um das Windows-Abbild auf eine höhere Windows-Edition zu aktualisieren. Mithilfe dieses Feature können Sie die Anzahl der Windows-Abbilder reduzieren, die Sie in Ihrem Unternehmen verwalten müssen. Weitere Informationen finden Sie unter Aktualisieren des Windows-Abbilds auf eine höhere Edition.

Starten von Windows PE von einer UEFI-basierten Festplatte

[Mai 2010] Auf einem UEFI-basierten Computer mit AMD64-Architektur können Sie Windows PE direkt von einer Festplatte starten. Ein RAM-Datenträger ist dann nicht erforderlich. Weitere Informationen finden Sie unter Exemplarische Vorgehensweise: Starten von Windows PE von einer UEFI-basierten Festplatte.

Optimieren des Windows PE-Abbilds

Sie können DISM mit der neuen Option /Apply-Profile verwenden, um den Inhalt eines Windows PE-Abbilds nur auf die Dateien zu beschränken, die zum Unterstützen eines bestimmten Anwendungssatzes erforderlich sind. Sie können beispielsweise die Option /Apply-Profile verwenden, um ein Windows PE-Abbild auf einem USB-Flashlaufwerk bereitzustellen. Weitere Informationen finden Sie unter Exemplarische Vorgehensweise: Erstellen eines optimierten Windows PE-Abbilds.

Bereitstellen auf einer virtuellen Festplatte mit systemeigenem Start

Unter Windows® 7 und Windows Server 2008 R2 können Sie eine virtuelle Festplatte (VHD) als ausgeführtes Betriebssystem für die designierte Hardware verwenden, ohne dass ein anderes übergeordnetes Betriebssystem, ein virtueller Computer oder ein Hypervisor erforderlich ist. Ein Hypervisor ist eine Softwareschicht unter dem Betriebssystem, in der virtuelle Computer ausgeführt werden. Zum Erstellen einer startbaren virtuellen Festplatte (VDH-Datei) können Datenträgerverwaltungstools, das DiskPart-Tool und das MMC-Snap-In für die Datenträgerverwaltung verwendet werden. Eine verallgemeinerte Abbilddatei (WIM-Datei) kann auf der virtuellen Festplatte bereitgestellt werden. Die VHD-Datei kann dann auf mehrere Computer kopiert werden. Der Start-Manager kann zum Starten der WIM-Datei über die VHD konfiguriert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu virtuellen Festplatten mit systemeigenem Start.

Verwalten der Windows-Aktivierung mit dem Volume Activation Management-Tool

Mit dem Volume Activation Management-Tool (VAMT) können Netzwerkadministratoren und andere IT-Experten die Windows-Volumeaktivierung für die Computer im Unternehmen automatisieren und zentral verwalten. Mit VAMT kann die Volumeaktivierung mithilfe von Mehrfachaktivierungsschlüsseln (Multiple Activation Key, MAK) oder dem Windows-Schlüsselverwaltungsdienst (Key Management Service, KMS) verwaltet werden.

Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zum Volume Activation Management-Tool (VAMT) (Vamt.chm). Vamt.chm ist standardmäßig unter %PROGRAMFILES%\Windows AIK\Docs\CHMs installiert.

Standardzeitzone festlegen

[Mai 2010] Mit dem Befehlszeilenprogramm tzutil können Sie die Standardzeitzone festlegen. Weitere Informationen finden Sie unter Tzutil (Befehlszeilenoptionen).

Neue Einstellungen für unbeaufsichtigtes Setup

In der folgenden Tabelle werden einige der wichtigen konfigurierbaren Einstellungen für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 beschrieben. Diese Einstellungen sind in den wichtigsten Windows-Abbildern verfügbar und können in Windows System Image Manager (Windows SIM) bearbeitet werden.

 

Einstellung Beschreibung

Microsoft-Windows-Deployment\Generalize

Diese Einstellung ermöglicht das automatische Verallgemeinern eines Windows-Abbilds nach Abschluss der Installation. Wenn Sie ein Windows-Abbild verallgemeinern, werden hardwarespezifische Informationen entfernt, sodass Sie das Abbild in Ihrer gesamten Umgebung verwenden können. Mit dieser neuen Einstellung können Sie ein Windows-Abbild während der Bereitstellung verallgemeinern. Sie können Windows beispielsweise zum Starten im Überwachungsmodus, zum automatischen Installieren von Anwendungen oder zum Ausführen von Skripts mithilfe der RunSynchronous-Befehle konfigurieren. Anschließend können Sie die Einstellung Generalize konfigurieren, um das Windows-Abbild zu verallgemeinern und den Computer herunterzufahren.

Der folgende XML-Beispielcode veranschaulicht die Verwendung der Generalize-Einstellung.

<Generalize>
   <ForceShutdownNow>true</ForceShutdownNow>
   <Mode>Audit</Mode>
</Generalize>

Microsoft-Windows-Setup\DiskConfiguration\Disk\ModifyPartitions\ModifyPartition\TypeID

Bietet Unterstützung beim Einrichten von Partitionstypen, einschließlich Wiederherstellungspartitionen. Der folgende XML-Beispielcode veranschaulicht die Verwendung der TypeID-Einstellung:

         <ModifyPartition>
            <Order>1</Order>
            <PartitionID>1</PartitionID>
            <Label>Recovery</Label>
            <Format>NTFS</Format>
            <TypeID>0x27</TypeID>
         </ModifyPartition>

Microsoft-Windows-Shell-Setup\NotificationArea

Ermöglicht das Konfigurieren der Taskleiste mit einer benutzerdefinierten Anwendung und einem benutzerdefinierten Symbol. Der folgende XML-Beispielcode veranschaulicht das Konfigurieren der NotificationArea-Einstellung:

<NotificationArea>
  <PromotedIcon1>
    <Path>%PROGRAMFILES%\Application1.exe</Path>
    <GUID>{d8742dcb-3e6a-4b3c-b3fe-374623cdcf06}</GUID>
  </PromotedIcon1>
  <PromotedIcon2>
    <Path>%PROGRAMFILES%\Application2.exe</Path>
    <GUID>{a1bc23cb-3456-bcde-abcd-feb363cacc88}</GUID>
  </PromotedIcon2>
</NotificationArea>

Für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 können weitere neue oder aktualisierte Einstellungen verfügbar sein. Weitere Informationen finden Sie unter Windows®-Referenz für die unbeaufsichtigte Installation.

Veraltete Tools

Die folgenden Tools sind in dieser Version veraltet. Wenn Sie bereits über eine automatisierte Umgebung verfügen, in der diese Tools verwendet werden, müssen Sie die Umgebung ändern, damit das neue Befehlszeilentool DISM für die Bereitstellung von Windows 7 oder Windows Server 2008 R2 unterstützt wird.

Einige dieser Tools sind in dieser Version des Windows AIK nicht verfügbar. Wenn Sie vorherige Versionen von Windows bereitstellen möchten, für die diese Tools erforderlich sind, müssen Sie die Version des Windows AIK verwenden, in dem diese Tools enthalten sind.

  • Intlcfg.exe. Das Konfigurationstool für internationale Einstellungen (Intlcfg.exe) ermöglicht Ihnen, die Sprach-, Gebietsschema-, Schriftart- und Eingabeeinstellungen eines Windows-Abbilds zu ändern. Unter Windows 7 und Windows Server 2008 R2 ist der Funktionsumfang dieses Tools in den DISM-Tools enthalten. Diese Version des Windows AIK enthält das Tool Intlcfg.exe, um die alleinige Konfiguration der Windows Vista- und Windows Server® 2008-Installationen zu ermöglichen.

  • PEimg.exe. PEimg.exe ist ein Befehlszeilentool, mit dem Windows PE-Abbilder erstellt und geändert werden können. Der Funktionsumfang dieses Tools in den DISM-Tools enthalten. Dieses Tool ist in dieser Version des Windows AIK nicht verfügbar.

  • Pkgmgr.exe. Der Paket-Manager wird offline zum Installieren, Deinstallieren oder Aktualisieren von Windows-Pakten verwendet. Der Funktionsumfang dieses Tools ist in den DISM-Tools enthalten. Der Paket-Manager ist in allen Windows-Installationen enthalten, und Sie können vorhandene Skripts, die den Paket-Manager aufrufen, weiterhin verwenden. Es wird jedoch empfohlen, Ihre Umgebung zu aktualisieren, um DISM für alle Windows 7-Installationen zu unterstützen.

  • PostReflect.exe. Mit dem Tool PostReflect.exe werden alle wichtigen Startgerätetreiber in einem Offlineabbild widergespiegelt. Der Funktionsumfang dieses Tools ist in den Befehl Sysprep integriert. Dieses Tool ist in dieser Version des Windows AIK nicht verfügbar.

  • VSP1CLN.exe. Mit dem Windows Vista Service Pack 1 (SP1)-Tool zum Entfernen von Dateien (VSP1CLN.exe) können die Dateien, die nach dem Anwenden von Windows Vista SP 1 auf ein Windows Vista RTM-Abbild archiviert werden, entfernt werden. Dieses Tool ist nicht mehr erforderlich und in dieser Version des Windows AIK nicht verfügbar.

Dokumentationsaktualisierungen

In diesem Abschnitt wird die Dokumentation beschrieben, die für diese Version neu erstellt oder umfassend aktualisiert wurde.

Windows Automated Installation Kit-Szenarien

Hierbei handelt es sich um eine neue Dokumentation, in der komplette Szenarien für die Windows-Verteilung anhand detaillierter Windows Automated Installation Kit-Szenarien beschrieben werden. Wenn Sie das Windows AIK noch nicht verwendet haben oder die Unterschiede zwischen den Szenarien mit einer hohen Anzahl oder einer kleinen Anzahl von Bereitstellungen verstehen möchten, sollten Sie sich mit den folgenden Themen beschäftigen.

Neue und verbesserte konzeptionelle Informationen

In den neuen Themen im Abschnitt Anpassung der Vorinstallation werden die grundlegenden Konzepte der Windows-Verteilungstechnologien beschrieben. Zu den neuen und verbesserten Themen gehören Grundlegendes zu Datenträgerpartitionen, Grundlegendes zur Akkulaufzeit und zu Energiesparplänen und Grundlegendes zur Vorinstallation von Anwendungen.

Überarbeitung von Inhaltsverzeichnis und Indexeinträgen

[Oktober 2009] In dieser Version der Dokumentation wurde das Inhaltsverzeichnis überarbeitet. Die Themen unter Windows-Vorinstallationsphasen sind jetzt nach dem End-to-End-Prozessverlauf angeordnet. Zudem wurden die Indexeinträge aktualisiert und überarbeitet.

Eingebundene vorherige Anmerkungen zu dieser Version

[Oktober 2009] Diese Version beinhaltet vorherige Anmerkungen zu dieser Version, wozu auch Berichtigungen für Schritte und Beispiele gehören.

Fehleranalyse und Protokolldateien

[Oktober 2009] Dies ist ein neues Thema zur Beziehung zwischen allgemeinen Bereitstellungsszenarios und den zugehörigen Protokolldateien.

Aktualisierte Abschnitte

[Oktober 2009] Diese Version umfasst Aktualisierungen in folgenden Bereichen: Datenträgerverwaltung, Product Key und Aktivierungscountdown, die Verallgemeinerungsphase (Generalisierungsprozess), das DiskPart-Tool und Windows RE.

Siehe auch

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