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Exemplarische Vorgehensweise: Erstellen eines startbaren Windows PE-RAM-Datenträgers auf einem USB-Speicherstick (Flashlaufwerk)

Veröffentlicht: Oktober 2009

Letzte Aktualisierung: Oktober 2009

Betrifft: Windows 7, Windows Server 2008 R2

In diesem Verfahren wird exemplarisch beschrieben, wie Sie mithilfe des Skripts Copype.cmd einen startbaren Windows® PE-RAM-Datenträger auf einem USB-Flashlaufwerk erstellen. Ein Windows PE-RAM-Datenträger ermöglicht es Ihnen, einen Computer zu Bereitstellungs- oder Wiederherstellungszwecken zu starten. Windows PE-RAM-Datenträger werden beim Starten direkt in den Arbeitsspeicher geladen, sodass Sie das Windows PE-Medium nach dem Starten entfernen können.

noteHinweis
Diese Konfiguration wird direkt im Arbeitsspeicher gestartet. Der Konfiguration wird der Laufwerkbuchstabe X zugewiesen, der nicht dem Medium (USB-Flashlaufwerk oder CD-ROM) entspricht, von dem gestartet wurde. Sie können den Laufwerkbuchstaben mit der Option DISM /Set-TargetPath festlegen. Stellen Sie sicher, dass ausreichend Speicher zur Unterstützung der Windows PE-Abbildgröße plus aller zusätzlichen Speicheranforderungen vorhanden ist (beispielsweise zum Ausführen von benutzerdefinierten Anwendungen, für die zusätzlicher Arbeitsspeicher benötigt wird).

Voraussetzungen

Zum Ausführen dieser exemplarischen Vorgehensweise ist Folgendes erforderlich:

  • Ein Referenzcomputer, auf dem alle Tools und die Quelldateien bereitgestellt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen eines Referenzcomputers.

  • Zugriff auf einen Computer, auf dem Windows® 7 oder eine Windows PE-Sitzung ausgeführt wird.

  • Ein USB-Flashlaufwerk. Das USB-Flashlaufwerk muss mindestens 64 MB größer sein als das Windows PE-Abbild plus der Größe aller zusätzlichen Dateien, die Sie in das Abbild einschließen möchten.

Schritt 1: Einrichten einer Windows PE-Erstellungsumgebung

In diesem Schritt erstellen Sie eine erforderliche Verzeichnisstruktur, die die Erstellung eines Windows PE-Abbilds unterstützt.

  1. Klicken Sie auf dem Referenzcomputer auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme, zeigen Sie auf Windows OPK oder Windows AIK, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung der Windows PE-Tools, und wählen Sie dann Als Administrator ausführen aus.

    Über die Menüverknüpfung wird ein Eingabeaufforderungsfenster geöffnet, und es werden automatisch Umgebungsvariablen festgelegt, die auf alle notwendigen Tools zeigen. Standardmäßig sind alle Tools unter C:\Programme\<Kit>\Tools installiert. Dabei kann <Kit> entweder dem Windows OPK oder dem Windows AIK entsprechen.

  2. Führen Sie an der Eingabeaufforderung das Skript Copype.cmd aus. Für das Skript müssen zwei Argumente angegeben werden: Hardwarearchitektur und Zielspeicherort

    copype.cmd <arch> <destination>
    
    Dabei kann <arch> x86, amd64 oder ia64 sein, und <destination> ist ein Pfad zu einem lokalen Verzeichnis. Beispiel:

    copype.cmd x86 c:\winpe_x86
    
    Mit dem Ausführen des Skripts wird folgende Verzeichnisstruktur erstellt, und die notwendigen Dateien für diese Architektur werden kopiert. Beispiel:

    \Winpe_x86

    \Winpe_x86\ISO

    \Winpe_x86\Mount

  3. Kopieren Sie das Basisabbild (Winpe.wim) in den Ordner \Winpe_x86\ISO\sources, und benennen Sie die Datei in Boot.wim um.

    copy c:\winpe_x86\winpe.wim c:\winpe_x86\ISO\sources\boot.wim
    

Schritt 2: Hinzufügen weiterer Anpassungen

Dieser Schritt ist optional, wird jedoch empfohlen.

Mithilfe von ImageX können Sie dem Windows PE-Abbild Anwendungen und Skripts hinzufügen, die möglicherweise beim Arbeiten in Windows PE benötigt werden. ImageX ist ein Tool zum Aufzeichnen und Anwenden von Abbildern in Bereitstellungsszenarios. Sie können beispielsweise den folgenden Befehl eingeben, um das Tool ImageX in das Windows PE-Abbild zu kopieren.

copy "c:\program files\<version>\Tools\x86\ImageX.exe" c:\winpe_x86\iso\

Schritt 3: Vorbereiten des USB-Flashlaufwerks

Bevor Sie Windows PE auf einem USB-Flashlaufwerk installieren können, müssen Sie das USB-Flashlaufwerk mit der Version von DiskPart aus Microsoft Windows Vista, Windows 7 oder Windows PE 2.0 oder höher formatieren.

  1. Schließen Sie das USB-Flashlaufwerk während der Ausführung eines gültigen Betriebssystems oder einer Windows PE-Sitzung an.

  2. Verwenden Sie an einer Eingabeaufforderung Diskpart, um das gesamte USB-Flashlaufwerk mit dem FAT32-Dateisystem zu formatieren, und legen Sie die Partition als aktive Partition fest. Beispiel:

    diskpart
    select disk 1
    clean
    create partition primary
    select partition 1
    active
    format quick fs=fat32
    assign
    exit
    
    In diesem Beispiel wird angenommen, dass Disk 1 das UFD ist.

  3. Kopieren Sie auf dem Referenzcomputer den gesamten Inhalt des Verzeichnisses \ISO auf das USB-Flashlaufwerk. Sie können die Verzeichnisstruktur manuell erstellen oder den Befehl xcopy verwenden, um die entsprechenden Dateien automatisch vom Referenzcomputer auf das USB-Flashlaufwerk zu kopieren und dabei die erforderliche Verzeichnisstruktur zu erstellen. Beispiel:

    xcopy C:\winpe_x86\iso\*.* /e F:\
    
    Dabei ist C der Laufwerkbuchstabe der Festplatte des Referenzcomputers, und F ist der Laufwerkbuchstabe des USB-Flashlaufwerks.

Weitere Schritte

Sie können Windows PE RAM auch auf einem anderen startbaren Medium speichern, beispielsweise auf einer CD-ROM oder einer Festplatte. Weitere Informationen finden Sie unter Windows PE - Exemplarische Vorgehensweisen.

Wenn Sie eine Anwendung oder ein Skript mit Windows PE in den Speicher laden möchten, müssen Sie ein benutzerdefiniertes Windows PE-Abbild erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Exemplarische Vorgehensweise: Erstellen eines benutzerdefinierten Windows PE-Abbilds.

Siehe auch

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