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Verwenden von Dateiverwaltungsaufgaben

Veröffentlicht: Mai 2009

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Mithilfe von Dateiverwaltungsaufgaben wird das Suchen von Dateiteilmengen auf einem Server sowie das planmäßige Anwenden einfacher Befehle darauf automatisiert. Dateiverwaltungsaufgaben umfassen einen Dateiablaufplan, und Sie können außerdem benutzerdefinierte Aufgaben erstellen. Sie können Dateien definieren, die durch eine Dateiverwaltungsaufgabe über die folgenden Eigenschaften verarbeitet werden:

  • Ort

  • Klassifizierungseigenschaften

  • Erstellungszeit

  • Änderungszeit

  • Uhrzeit des letzten Zugriffs

  • Dateiname

Sie können die Dateiverwaltungsaufgaben auch so konfigurieren, dass Dateibesitzer über alle bevorstehenden Richtlinien benachrichtigt werden, die auf ihre Dateien angewendet werden.

noteHinweis
Die einzelnen Dateiverwaltungsaufgaben werden nach unabhängigen Zeitplänen ausgeführt.

Inhalt dieses Abschnitts:

noteHinweis
Zum Festlegen von E-Mail-Benachrichtigungen sowie von bestimmten Berichterstellungsfunktionen müssen Sie zunächst die allgemeinen Optionen für den Ressourcen-Manager für Dateiserver für E-Mails konfigurieren.

Erstellen einer Dateiablaufaufgabe

Mit Dateiablaufaufgaben werden alle Dateien, die bestimmte Kriterien erfüllen, automatisch in ein angegebenes Ablaufverzeichnis verschoben und können dann von einem Administrator gesichert und gelöscht werden.

Bei Ausführung einer Dateiablaufaufgabe wird innerhalb des Ablaufverzeichnisses ein neues Verzeichnis erstellt. Das neue Verzeichnis ist nach dem Servernamen gruppiert, für das die Aufgabe ausgeführt wurde, und wird entsprechend dem Namen der Dateiverwaltungsaufgabe und deren Ausführungszeit benannt. Eine gefundene abgelaufene Datei wird in das neue Verzeichnis verschoben, wobei deren ursprüngliche Verzeichnisstruktur beibehalten wird.

Mithilfe des folgenden Verfahrens werden Sie durch den Prozess zum Erstellen einer Dateiverwaltungsaufgabe für ablaufende Dateien geführt.

So erstellen Sie eine Dateiablaufaufgabe

  1. Klicken Sie auf den Knoten Dateiverwaltungsaufgaben.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Dateiverwaltungsaufgaben, und klicken Sie dann auf Dateiverwaltungsaufgabe erstellen (oder klicken Sie im Bereich Aktionen auf Dateiverwaltungsaufgabe erstellen). Daraufhin wird das Dialogfeld Dateiverwaltungsaufgabe erstellen geöffnet.

  3. Geben Sie auf der Registerkarte Allgemein die folgenden Informationen ein:

    • Name Geben Sie einen Namen für die neue Aufgabe ein.

    • Beschreibung Geben Sie eine optionale beschreibende Bezeichnung für die Aufgabe ein.

    • Bereich Fügen Sie mithilfe der Schaltfläche Hinzufügen die Verzeichnisse hinzu, in denen diese Aufgabe ausgeführt werden soll. Verzeichnisse können optional mithilfe der Schaltfläche Entfernen aus der Liste entfernt werden. Die Dateiverwaltungsaufgabe gilt für alle Ordner und deren Unterordner in dieser Liste.

  4. Geben Sie auf der Registerkarte Aktion die folgenden Informationen ein:

    • Typ. Wählen Sie in der Dropdownliste die Option Dateiablauf aus.

    • Ablaufverzeichnis Wählen Sie ein Verzeichnis aus, in das die abgelaufenen Dateien verschoben werden sollen.

      WarningWarnung
      Wählen Sie dabei kein Verzeichnis aus, das sich gemäß der Definition im vorangegangenen Schritt im Bereich der Aufgabe befindet. Andernfalls könnte dies in einer iterativen Schleife resultieren, die zu Systeminstabilität und Datenverlust führen kann.

  5. Optional können Sie auf der Registerkarte Benachrichtigung auf Hinzufügen klicken, um E-Mail-Benachrichtigungen zu senden, Ereignisse zu protokollieren oder um einen Befehl oder ein Skript für eine minimale Anzahl von Tagen auszuführen, bevor von der Aufgabe eine Aktion für die Datei ausgeführt wird.

    • Geben Sie im Kombinationsfeld Tage vor Aufgabenausführung bis zur Benachrichtigung einen Wert ein bzw. wählen Sie dort einen Wert aus, um die minimale Anzahl von Tagen anzugeben, bevor für eine abgelaufene Datei eine Benachrichtigung gesendet wird.

      noteHinweis
      Benachrichtigungen werden nur dann gesendet, wenn eine Aufgabe ausgeführt wird. Wenn die angegebene Mindestanzahl von Tagen zum Senden einer Benachrichtigung nicht mit einer geplanten Aufgabe zusammenfällt, wird die Benachrichtigung am Tag der nächsten zuvor geplanten Aufgabe gesendet.

    • Wenn Sie E-Mail-Benachrichtigungen konfigurieren möchten, klicken Sie auf die Registerkarte E-Mail, und geben Sie die folgenden Informationen ein:

      • Damit Administratoren benachrichtigt werden, wenn ein Schwellenwert erreicht wird, aktivieren Sie das Kontrollkästchen E-Mail an die folgenden Administratoren senden, und geben Sie die Namen der Administratorkonten ein, die Benachrichtigungen erhalten sollen. Verwenden Sie das Format Konto@Domäne, und trennen Sie mehrere Konten durch Semikolons voneinander.

      • Wenn Sie eine E-Mail an die Person senden möchten, deren Dateien demnächst ablaufen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen E-Mail an den Benutzer senden, dessen Dateien demnächst ablaufen.

      • Bearbeiten Sie zum Konfigurieren der Nachricht die Betreffzeile und den Nachrichtentext, die standardmäßig bereitgestellt werden. Durch den Text in eckigen Klammern werden Variableninformationen zu dem Kontingentereignis eingefügt, das die Benachrichtigung verursacht hat. Beispielsweise wird durch die Variable [Source File Owner] der Name des Benutzers eingefügt, dessen Datei demnächst abläuft. Wenn Sie weitere Variablen in den Text einfügen möchten, klicken Sie auf Variable einfügen.

      • Klicken Sie auf An die E-Mail-Liste der Dateien anhängen, für die die Aktion ausgeführt wird, und geben Sie dann für das Kombinationsfeld Maximale Anzahl von Dateien in der Liste einen Wert ein bzw. wählen Sie einen Wert dafür aus, um eine Liste der demnächst ablaufenden Dateien anzufügen.

      • Klicken Sie auf Weitere E-Mail-Kopfzeilen, um weitere E-Mail-Kopfzeilen (einschließlich Von, Cc, Bcc und Antworten an) zu konfigurieren.

    • Klicken Sie zum Protokollieren eines Ereignisses auf die Registerkarte Ereignisprotokoll, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Warnung an Ereignisprotokoll senden, und bearbeiten Sie dann den Standardprotokolleintrag.

    • Klicken Sie zum Ausführen eines Befehls oder Skripts auf die Registerkarte Befehl, und aktivieren Sie dann das Kontrollkästchen Diesen Befehl oder dieses Skript ausführen. Geben Sie den Befehl ein, oder klicken Sie auf Durchsuchen, um nach dem Ort zu suchen, an dem das Skript gespeichert ist. Sie können auch Befehlsargumente eingeben, ein Arbeitsverzeichnis für den Befehl oder das Skript auswählen oder die Befehlssicherheitseinstellung ändern.

  6. Optional können Sie auf der Registerkarte Bericht ein oder mehrere Protokolle oder Speicherberichte generieren.

    • Aktivieren Sie zum Generieren von Protokollen das Kontrollkästchen Protokoll generieren, und wählen Sie dann ein oder mehrere verfügbare Protokolle aus.

    • Aktivieren Sie zum Generieren von Berichten das Kontrollkästchen Bericht generieren, und wählen Sie dann ein oder mehrere verfügbare Berichtsformate aus.

    • Aktivieren Sie zum Senden generierter Protokolle oder Speicherberichte per E-Mail das Kontrollkästchen Berichte an die folgenden Administratoren senden, und geben Sie dann unter Verwendung des Formats Konto@Domäne einen oder mehrere Administratoren als E-Mail-Empfänger ein. Trennen Sie mehrere Adressen mithilfe eines Semikolons voneinander.

    noteHinweis
    Der Bericht wird am Standardaufenthaltsort für Schadensberichte gespeichert. Sie können diesen Standardaufenthaltsort im Dialogfeld Optionen für den Ressourcen-Manager für Dateiserver ändern.

  7. Optional können Sie auf der Registerkarte Bedingung die Aufgabe nur für Dateien ausführen, die mit einem definierten Bedingungssatz übereinstimmen. Die folgenden Einstellungen sind verfügbar:

    • Tage seit der letzten Dateiänderung. Klicken Sie auf das Kontrollkästchen, und geben Sie dann die Anzahl von Tagen im Drehfeld ein. Dadurch wird die Dateiverwaltungsaufgabe nur auf Dateien angewendet, die länger als die angegebene Anzahl von Tagen nicht geändert wurden.

    • Tage seit dem letzten Zugriff auf die Datei. Klicken Sie auf das Kontrollkästchen, und geben Sie dann die Anzahl von Tagen im Drehfeld ein. Wenn der Server für die Nachverfolgung von Zeitstempeln für den letzten Zugriff auf Dateien konfiguriert ist, wird die Dateiverwaltungsaufgabe nur auf die Dateien angewendet, auf die länger als die angegebene Anzahl von Tagen nicht zugegriffen wurde. Wenn der Server nicht für die Verfolgung von Zugriffszeiten konfiguriert ist, gilt die Bedingung nicht.

    • Tage seit der Dateierstellung. Klicken Sie auf das Kontrollkästchen, und geben Sie dann die Anzahl von Tagen im Drehfeld ein. Dadurch wird die Aufgabe nur auf Dateien angewendet, deren Erstellungsdatum mindestens so lang wie die angegebene Anzahl von Tagen zurückliegt.

    • Platzhaltermuster, das mit dem Dateinamen übereinstimmt. Klicken Sie auf das Kontrollkästchen, und geben Sie im Textfeld ein Platzhaltermuster ein. Dadurch wird die Aufgabe nur auf Dateien angewendet, deren Namen dem Platzhaltermuster entsprechen.

    • Gültig ab Legen Sie ein Datum fest, ab dem mithilfe der Dateiverwaltungsaufgabe Dateien verarbeitet werden sollen. Diese Option ist hilfreich, um die Aufgabe solange hinauszuzögern, bis die Benutzer benachrichtigt oder andere Vorbereitungen getroffen sind.

    • Eigenschaftenbedingungen Klicken Sie auf Hinzufügen, um basierend auf der Klassifizierung der Datei eine neue Bedingung zu erstellen (Informationen zur Dateiklassifizierung finden Sie unter Verwenden der Dateiklassifizierung.). Dadurch wird das Dialogfeld Eigenschaftenbedingung geöffnet, in dem Sie eine Klassifizierungseigenschaft, einen für die Eigenschaft auszuführenden Operator und den mit der Eigenschaft zu vergleichenden Wert auswählen können. Klicken Sie auf OK. Sie können dann optional weitere Bedingungen erstellen oder eine vorhandene Bedingung bearbeiten bzw. entfernen.

  8. Klicken Sie auf der Registerkarte Zeitplan auf Zeitplan erstellen, und klicken Sie dann im Dialogfeld Zeitplan auf Neu. Damit wird ein Standardzeitplan auf 09:00 Uhr festgelegt. Sie können den Standardzeitplan jedoch ändern. Wenn Sie die Konfiguration des Zeitplans abgeschlossen haben, klicken Sie auf OK.

  9. Klicken Sie auf OK.

Erstellen einer benutzerdefinierten Dateiverwaltungsaufgabe

Der Ablauf ist nicht immer für Dateien erwünscht. Mithilfe von Dateiverwaltungsaufgaben können Sie auch benutzerdefinierte Befehle ausführen.

Da bei diesem Verfahren davon ausgegangen wird, dass Sie mit den Dateiverwaltungsaufgaben vertraut sind, wird an dieser Stelle lediglich die Registerkarte Aktion behandelt, auf der benutzerdefinierte Einstellungen konfiguriert werden.

So erstellen Sie eine benutzerdefinierte Aufgabe

  1. Klicken Sie auf den Knoten Dateiverwaltungsaufgaben.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Dateiverwaltungsaufgaben, und klicken Sie dann auf Dateiverwaltungsaufgabe erstellen (oder klicken Sie im Bereich Aktionen auf Dateiverwaltungsaufgabe erstellen). Daraufhin wird das Dialogfeld Dateiverwaltungsaufgabe erstellen geöffnet.

  3. Geben Sie auf der Registerkarte Aktion die folgenden Informationen ein:

    • Typ. Wählen Sie in der Dropdownliste die Option Benutzerdefiniert aus.

    • Ausführbar Geben Sie einen Befehl ein, oder wechseln Sie zu einem Befehl, der bei der Dateiverarbeitung durch die Dateiverwaltungsaufgabe ausgeführt werden soll.

      noteHinweis
      Die ausführbare Datei muss so festgelegt sein, dass sie nur von Administratoren und vom System beschrieben werden kann. Wenn andere Benutzer über Schreibzugriff auf die ausführbare Datei verfügen, wird sie nicht ordnungsgemäß ausgeführt. Außerdem dürfen nur Administratoren oder das System über Schreibzugriff auf das Verzeichnis mit der ausführbaren Datei und den übergeordneten Verzeichnissen verfügen.

    • Befehlseinstellungen

      • Argumente Bearbeiten Sie dieses Textfeld, um die Argumente zu konfigurieren, die bei der Dateiverarbeitung durch einen Dateiverwaltungsauftrag an die ausführbare Datei übergeben werden.

      • Variablen Wenn Sie weitere Variablen im Text einfügen möchten, positionieren Sie den Cursor im Textfeld an der Stelle, an der Sie die Variable einfügen möchten, wählen Sie in der Dropdownliste die Variable aus, und klicken Sie dann auf Variable einfügen.

        Mithilfe des in Klammern eingeschlossenen Texts werden die Variableninformationen eingefügt, die von der ausführbaren Datei empfangen werden können. Mithilfe der Variable [Source File Path] wird beispielsweise der Name der Datei eingefügt, die von der ausführbaren Datei verarbeitet werden soll.

      • Arbeitsverzeichnis Klicken Sie optional auf diese Schaltfläche, um den Ort der benutzerdefinierten ausführbaren Datei anzugeben.

    • Befehlssicherheit Konfigurieren Sie die Sicherheitseinstellungen für diese ausführbare Datei. Standardmäßig wird der Befehl als lokaler Dienst ausgeführt. Dabei handelt es sich um das Konto mit den stärksten verfügbaren Einschränkungen.

  4. Klicken Sie auf OK.

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